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Berichten van 21 december 2011 tot 22 december 2011

Margit Schreiner, Felicitas Hoppe, Hugo Loetscher, F.T. Marinetti, Jean Racine, Kenneth Rexroth

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

Uit: Nackte Väter

 

“Nachdem meine Mutter und ich einen Tag nach meiner Ankunft in Linz und einen Tag vor dem Begräbnis zum Friedhof gefahren waren, wo mein Vater aufgebahrt lag, und ein blasser Mensch mit ovalem Gesicht uns aus einer Ecke hinter dem Sarg heraus gefragt hatte, ob wir den Verstorbenen noch einmal sehen wollten und meine Mutter gleich »ja« gerufen und der blasse Mensch zuerst die Blumen und Kränze zur Seite geschafft und dann behutsam den Deckel des Sarges geöffnet hatte und wir auf die verkrümmte, aufgebäumte Leiche meines Vaters gesehen hatten – der Kopf nach hinten gestemmt, der Mund weit, die Augen halb geöffnet –, so daß ich einen schrecklichen Augenblick lang sicher war, die Augäpfel hätten sich unter den Lidern bewegt und mein Vater hätte von meiner Mutter zu mir geschaut, so wie er es all die Monate im Pflegeheim gemacht hatte –, nachdem meine Mutter und ich also meinen Vater, sich aufbäumend und dabei wie im Krampf erstarrt, daliegen sahen, so dünn und verzerrt, und seine Arme unter dem kurzärmeligen, beigen Hemd, das meine Mutter gleich nach der Todesnachricht mit der dunkelblauen Krawatte ins Pflegeheim gebracht hatte, sichtbar waren, knochig und übersät mit roten und braunen und blauen Flecken, und das Gesicht, das ich doch einmal, vor langer Zeit, bis in alle Falten und Furchen hinein so genau gekannt hatte, ganz fremd und ausgetrocknet schien – die sonst faltige Haut jetzt straff gespannt von Knochen zu Knochen, die Nase spitz –, nachdem der blasse Leichenbestatter mithin den Deckel vom Sarg gehoben hatte und wohl selbst erschrocken war über den sich aufbäumenden, mageren und verzerrten Körper, über den weit geöffneten Mund und die halb geöffneten Augen und ich gedacht hatte, daß er nun etwas sagen würde, etwas Tröstendes oder auch Erklärendes, er aber, nachdem meine Mutter plötzlich laut und mehrmals hintereinander gerufen hatte: »Genau so hat er ausgesehen zum Schluß, genau so«, nichts gesagt, sondern nur zur Seite gesehen hatte, zu den Blumen und Kränzen, die er auf eine Art Ablage gelegt hatte und wieder auf den Sarg legen würde, wenn er geschlossen wäre,…”

 

 

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Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Felicitas Hoppe werd geboren op 22 december 1960 in Hameln. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

Uit: Pigafetta

 

„Die Meuterei begann an einem strahlenden Sonntagmorgen bei Windstärke zwölf, als der Pfirsichzüchter bemerkte, dass das Schwimmbecken im Keller des Schiffes kein Wasser mehr führte, worauf er sich beim Frühstück in der Offiziersmesse vor Zorn das Hemd von der Brust riss und damit gegen eine der hier herrschenden Grundregeln verstieß: Auf Schiffen sich immer bedeckt halten und niemals mit freiem Oberkörper auf die Brücke, in die Küche, in die Messe! Aber da er weder der wiederholten Aufforderung nach angemessener Bekleidung nachkam noch Reue zeigte oder irgendwelche Anstalten machte, die erhobene Strafe in Höhe von einer Kiste Bier für die Mannschaft zu zahlen, kam es zu Handgreiflichkeiten.
In der Küche zerschlug er zwei Tassen, die erste auf dem Kopf des neuen Kochs, die zweite am Kinn des neuen Stewards, der immer noch nicht wusste, wie man Teppiche bürstet und rechtzeitig den Kopf einzieht, und erst mit den vereinten Kräften Nobells und des Bootsmanns gelang es schließlich, ihn an seinem Stuhl festzubinden, während der Erste Offizier mir mit leiser, gefährlicher Stimme erklärte, dass man unter entsprechend kräftigem Rühren auch in einem Suppenteller eine Windstärke von zwölf erzeugen kann, reinste und schönste Physik, aber Sie können mir glauben, setzte er hinzu, dass wir gelernt haben, das Übel an seiner Wurzel zu packen, denn wer zögert, verliert alles auf einmal, erst die Fracht, dann die Macht und am Ende das ganze Schiff.“

 

 

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Felicitas Hoppe (Hameln, 22 december 1960)

 

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Hugo Loetscher werd geboren op 22 december 1929 in Zürich. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009.en ook mijn blog van 22 december 2010..

  

 

Es war einmal die Welt

 

Es war einmal die Welt

ein blauer Ball von Herbstgewicht

und Kinder drangen

Schoß um Schoß

geburtenrot

an solches Licht.

 

Es war einmal die Welt

ein ziellos Wurf ins Sphärenhaus

und jeder schob sich

Grab um Grab

ein Leben lang

den Tod hinaus.

 

Es war einmal die Welt

ein Stern hat einem andern Stern

Bahn um Bahn

ein Stern hat einem andern Stern

Bahn um Bahn

Anzeige

und erdenfern

vom Märchen hier

erzählt.

 

Es war, es gab, es war einmal,

es war einmal die Welt.

 

 

 

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Hugo Loetscher (22 december 1929 – 18 augustus 2009)

 

 



 

De Italiaanse dichter, schrijver en futuristisch kunstenaar Filippo Tomasso Marinetti werd geboren op 22 december 1876 in Alexandrië. Zie ook alle tags voor F.T. Marinetti op dit blog.

 

Uit: Critical Writings (Vertaald door Doug Thompson)

 

„But the religious constraints of my teachers, the Jesuits, rather than supporting my mystical urges, cut them down. I was expelled from the college for having brought in some of Zola's novels.5 I got myself into debt for the first time in my life in order to set up my first journal, Le Papyrus, which was brimful of Romantic poetry and anticlerical invectives against the Jesuits.6 However, I found myself in the impossible situation of not being able to continue my classical studies in Alexandria, much to the fury of my father, who felt compelled to pack me off to Paris.7

Alone in Paris. At eighteen years of age. Evenings in the Latin Quarter, with all the ladies of easy virtue at my disposal. And all the usual student upsets. A disastrous examination in mathematics, but a triumphant one in philosophy, on the theories of Stuart Mill.8 I arrived in Milan a bachelier ès lettres, with a French culture, though incontrovertibly Italian--and that despite all the temptations of Paris.

While I was reading for my degree in law at the University of Genoa,9 one of my poems written in Free Verse, "Les Vieux Marins," which had been published in the Anthologie-Revue,10 was awarded a prize by Catulle Mendès and Gustave Kahn, the directors of Sarah Bernhardt's Samedis populaires, and was then gloriously recited by the great actress herself, in her own theater.“

 

 

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F.T. Marinetti (22 december 1876 – 2 december 1944)  

 

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Jean Racine werd geboren op 22 december 1639 in La Ferté-Milon. Zie ook alle tags voor Jean Racine op dit blog.

 

 

Le jeudi à Matines.

Hymne IV.

De toutes les couleurs que distinguait la vue ;
L'obscure nuit n'a fait qu'une couleur :
Juste Juge des cœurs, notre ardeur assidue
Demande ici tes yeux et ta faveur.

Qu'ainsi prompt à guérir nos mortelles blessures ;
Ton feu divin dans nos cœurs répandu,
Consume pour jamais leurs passions impures
Pour n'y laisser que l'amour qui t'est dû.

Effrayés des péchés dont le poids les accable ;
Tes serviteurs voudraient se relever :
Ils implorent, Seigneur, ta bonté secourable ;
Et dans ton sang cherchent à se laver.

Seconde leurs efforts, dissipe l'ombre noire ;
Qui dès longtemps les tient enveloppés :
Et que l'heureux séjour d'une immortelle gloire
Soit l'objet seul de leurs cœurs détrompés.

Exauce, Père saint, notre ardente prière,
Verbe son Fils, Esprit leur nœud divin,
Dieu qui, tout éclatant de ta propre lumière,
Règne au Ciel sans principe et sans fin.

 

 

 

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Jean Racine (22 december 1639 - Parijs, 21 april 1699)

Standbeeld in Beauvais




De Amerikaanse dichter
Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009 en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

Uit: The Love Poems Of Marichiko

 


VII

 

Making love with you
Is like drinking sea water.
The more I drink
The thirstier I become,
Until nothing can slake my thirst
But to drink the entire sea.



XII

 

Come to me, as you come
Softly to the rose bed of coals
Of my fireplace
Glowing through the night-bound forest.



 

XXV

 

Your tongue thrums and moves
Into me, and I become
Hollow and blaze with
Whirling light, like the inside
Of a vast expanding pearl.

 

 

 

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Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)

 


Zie voor nog meer schrijvers van de 22e december ook mijn vorige blog van vandaag
Geschreven door Romenu om 19:07 Reageer op dit bericht

E. A.Robinson, Lulu Wang, Christoph Keller, Johan Sebastian Welhaven, Ulrich Bräker, Rudolf Krämer-Badoni, Thomas Higginson

De Amerikaanse dichter Edwin Arlington Robinson werd geboren op 22 december 1869 in Head Tide, Maine. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009 en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

  

Ballad of a Ship

 

Down by the flash of the restless water

The dim White Ship like a white bird lay;

Laughing at life and the world they sought her,

And out she swung to the silvering bay.

Then off they flew on their roystering way,

And the keen moon fired the light foam flying

Up from the flood where the faint stars play,

And the bones of the brave in the wave are lying.

 

'T was a king's fair son with a king's fair daughter,

And full three hundred beside, they say, --

Revelling on for the lone, cold slaughter

So soon to seize them and hide them for aye;

But they danced and they drank and their souls grew gay,

Nor ever they knew of a ghoul's eye spying

Their splendor a flickering phantom to stray

Where the bones of the brave in the wave are lying.

 

Through the mist of a drunken dream they brought her

(This wild white bird) for the sea-fiend's prey:

The pitiless reef in his hard clutch caught her,

And hurled her down where the dead men stay.

A torturing silence of wan dismay --

Shrieks and curses of mad souls dying --

Then down they sank to slumber and sway

Where the bones of the brave in the wave are lying.

 

ENVOY

 

Prince, do you sleep to the sound alway

Of the mournful surge and the sea-birds' crying? --

Or does love still shudder and steel still slay,

Where the bones of the brave in the wave are lying?

 



 

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E. A. Robinson (22 december 1869 – 6 april 1935)

 

 

 


 

De Nederlandse schrijfster Lulu Wang werd geboren op 22 december 1960 in Beijing. Zie ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2009 en ook mijn blog van 22 december 2010.
 

Uit: Nederland, wo ai ni

 

“Het weer
De eerste keer dat ik van het bestaan van Nederland hoorde was toen ik in het vierde jaar op de Universiteit van Peking zat. Daar studeerde ik de Engelse taal en de Britse en Amerikaanse letterkunde. Een medestudente die op het onderste deel van ons stapelbed sliep zei op een avond tussen neus en lippen door dat er een land in Europa was – zijn naam verried het: de Lage Landen – dat beneden de zeespiegel lag. Joh, dacht ik, dan moesten die lui goed kunnen zwemmen.”

 

 

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Lulu Wang (Beijing, 22 december 1960)

 

 



De Zwitserse schrijver Christoph Keller werd geboren op 22 december 1963 in St. Gallen. Zie ook alle tags voor Christoph Keller op dit blog.

 

Uit: Der beste Tänzer  

 

“Noch, noch, noch.

Er greift nach dem Geländer. Es ist kühl, unnachgiebig und fest mit der Mauer verankert, welche die Treppe abschirmt. So fühlt er sich kräftig. So kann er die erste Stufe in Angriff nehmen.

Er ist vierundzwanzig; die meisten seiner Freunde segeln, reiten, und einer ist dabei, die Helikopterprüfung abzulegen, während er – er schwingt das linke Bein auf die erste Stufe – bereits wie ein alter Mann geht. Seine Muskeln fühlen sich an, als seien sie in Gummi eingeschweißt. Egal, wie sehr er sich anstrengt, er kommt nicht schneller voran. Auch wird er sich nicht ausruhen können, hat er einmal die zwölf Stufen, die vor ihm liegen, überwunden.

Steht der linke Fuß fest? Das gilt es beim Stufennehmen zu berücksichtigen. Für einen Augenblick ist dieser Fuß für die Stabilität des ganzen Körpers verantwortlich. Rutscht er weg, fällt er hin. Seine Schuhsohlen sind aus Gummi, zusätzlich hat er sie mit Schmirgelpapier aufgerauht; die Stufen sind im günstigsten Fall (wie hier) aus rohem Granit; ist der Stein aber poliert, so genügen ein paar Tropfen, um ihn ausrutschen zu lassen. Einmal hat er darum bitten müssen, dass man ihm die Stufen vor dem Betreten trocknete; das Mädchen, das er besuchte, hätte ihm als Freundin gefallen. Doch nachdem sie sich für ihn auf die Stufen hinkniete, den Stein mit einem Geschirrtuch abwischte und immer wieder „Reicht es jetzt?“ sagte, worauf er immer wieder „Noch ein bisschen“ antworten musste, verflüchtigte sich der gegenseitige Wunsch, diese Freundschaft zu vertiefen, Stufe für Stufe.“

 

 

 

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Christoph Keller (St. Gallen,  22 december 1963)

 

   

 

 

De Noorse dichter en criticus Johan Sebastian Welhaven werd op 22 december 1807 in Bergen geboren. Zie ook mijn blog van 22 december 2010.

 

 

Sternklare Nacht

Wenn nächtens schweben über stummem Strand
Millionen Kerzen, hell in allen Ecken
beleuchten eines Doms Gewölbedecken,
die Stirn umwallt ein himmlisches Gewand,

bring diese Erdenhektik kurz zum Stand.
Was Denken ahnt, das weiß und schaut dein Glaube
und wieder schwebt hernieder Noahs Taube
mit frischem Oelzweig aus des Friedens Land.

Die Energie soll in der Sonne gären,
sich stolz erheben und den Zauber zeigen,
doch wieder löschen, wenn er aufgeflammt.

Mein Leben, das aus Ewigkeiten stammt,
soll vom Altar geläutert aufwärts steigen,
als heilger Opferrauch zur Himmelssphäre.

 

 

 

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Johan Sebastian Welhaven (22 december 1807 – 21 oktober 1873)

Standbeeld in Oslo

 

 

 


De Zwitserse schrijver
Ulrich Bräker werd geboren op 22 december 1735 in Näppis (Scheftenau), Toggenburg, Kanton St. Gallen. Zie
ook mijn blog van 22 december 2008 en ook mijn blog van 22 december 2010.

 

Uit: Lebensgeschichte und Natürliche Ebentheuer des Armen Mannes im Tockenburg

 

„In meinen ersten Lebensjahren mag ich wohl ein wenig verzärtelt worden seyn, wie's gewöhnlich mit allen ersten Kindern geht. Doch wollte mein Vater schon frühe genug mit der Ruthe auf mich dar; aber die Mutter und Großmutter nahmen mich in Schutz. Mein Vater war wenig daheim; er brennte hie und da im Land und an benachbarten Orten Salpeter. Wenn er dann wieder nach Hause kam, war er mir fremd. Ich floh ihn. Dies verdroß den guten Mann so sehr, daß er mich mit der Ruthe zahm machen wollte. (Diese Thorheit begehen viele neuangehende Väter, und fordern nämlich von ihren ersten Kindern aus pur lauter Liebe, daß sie eine eben so zärtliche Neigung gegen sie wie gegen ihre Mütter zeigen sollten. Und so hab' ich auch bey mir und viel andern Vätern wahrgenommen, daß sie ihre Erstgeborenen unter einer ungereimt scharfen Zucht halten, die dann bis zu den letzten Kindern nach und nach völlig erkaltet.)

III.

Gewiß kann ich mich so weit hinab – oder hinauf – wo nicht gar bis auf mein zweytes Lebensjahr zurückerinnern. Ganz deutlich besinn' ich mich, wie ich auf allen Vieren einen steinigten Fußweg hinabkroch, und einer alten Baase durch Gebehrden Aepfel abbetelte. – Ich weiß gewiß, daß ich wenig Schlaf hatte – daß meine Muter, um hinter den Großeltern einen geheimen Pfenning zu verdienen, des Nachts verstohlner Weise beym Licht gesponnen – daß ich dann nicht in der Kammer allein bleiben wollte, und sie darum eine Schürze auf den Boden spreiten mußte, mich nackt darauf setzte, und ich mit dem Schatten und ihrer Spindel spielte. – Ich weiß, daß sie mich oft durch die Wiese auf dem Arm dem Vater entgegentrug; und daß ich dann ein Mordiogeschrey anfieng, sobald ich ihn erblickte, weil er mich immer rauh anfuhr, wenn ich nicht zu ihm wollte. Seine Figur und Geberden die er dann machte, seh' ich jetzt noch wie lebendig vor mir.“

  

 

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Ulrich Bräker (22 december 1735 – (begraven) 11 september 1798)

Ulrich Bräker en zijn vrouw Salome door Joseph Reinhard, 1793

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 22 december 2010.

 

De Duitse schrijver Rudolf Krämer-Badoni werd geboren op 22 december 1913 in Rüdesheim als Rudolf Kramer.

 

De Amerikaanse schrijver en strijder tegen slavernij Thomas Wentworth Higginson werd geboren op 22 december 1823 in Cambridge, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 22 december 2008.

Geschreven door Romenu om 18:57 Reageer op dit bericht

Heinrich Böll, Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Uwe Dick

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

 

Uit: Nicht nur zur Weihnachtszeit

 

„Im September 1914 wurde in eine der roten Bromberger Backsteinkasernen ein Mann namens Joseph Stobski eingezogen, der zwar seinen Papieren nach deutscher Staatsbürger war, die Muttersprache seines offiziellen Vaterlandes aber wenig beherrschte. Stobski war zweiundzwanzig Jahre alt, Uhrmacher, auf Grund »konstitutioneller Schwäche« noch ungedient; er kam aus einem verschlafenen polnischen Nest, das Niestronno hieß, hatte im Hinterzimmer des väterlichen Kottens gehockt, Gravüren auf Doublé-Armbänder gekritzelt, zierliche Gravuren, hatte die Uhren der Bauern repariert,
zwischendurch das Schwein gefüttert, die Kuh gemolken – und abends, wenn Dunkelheit über Niestronno fiel, war er nicht in die Kneipe, nicht zum Tanz gegangen, sondern hatte über einer Erfindung gebrütet, mit ölverschmierten Fingern an unzähligen Rädchen herumgefummelt, sich Zigaretten gerollt, die er fast alle auf der Tischkante verkohlen ließ während seine Mutter die Eier zählte und den Verbrauch an Petroleum beklagte.

Nun zog er mit seinem Pappkarton in die rote Bromberger Backsteinkaserne, lernte die deutsche Sprache, soweit sie das Vokabularium der Dienstvorschrift, Kommandos, Gewehrteile umfaßte; außerdem wurde er mit dem Handwerk eines Infanteristen vertraut gemacht. In der Instruktionsstunde sagte er Brott statt Brot, sagte Kanonn statt Kanone, er fluchte polnisch, betete polnisch und betrachtete abends melancholisch das kleine Paket mit den ölverschmierten Rädern in seinem dunkelbraunen Spind, bevor er in die Stadt ging, um seinen berechtigten Kummer mit Schnaps hinunterzuspülen.“

 

 

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Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 en ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

Boekje open

 

hoe ga ik open als een boek?
ik wil mezelf eens lezen,
bladeren en kijken
hoeveel pagina's ik tel.
of ik een sprookje ben
of meer een studieboek.
zou ik mij kopen?
lenen bij de bieb?
alleen stiekem lezen
hoe ik afloop en zachtjes
terugzetten in de kast?

 

 

 

Dood

 

Mijn vader ging dood -
ik was toen zeven -
dat was heel erg, maar
erger was:
die ochtend had ik hem
geen kus gegeven.

Ik kwam die dag voor
de eerste maal
van school thuis met
een tien voor taal:
had hij geen dagje
kunnen wachten?

Later ging ook nog mijn
broertje dood.
Ik heb gehuild, kon hem
niet missen,
'k was toen al banger
voor de dood.

Ik heb van hem een foto
en angstig ben ik nog
het meest
dat als ik ouder word
geen mens meer zien zal
dat wij broertjes zijn
geweest.

En als er écht een hemel
is en als ik daar dan
woon,
dan is mijn vader net
mijn broertje
en mijn broertje net
mijn zoon.

 

 

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Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 en ook mijn blog van 21 december 2010
 

Uit: Nach Hause schwimmen

 

“Orla musste sie nur anrufen, dann schickte Deirdre, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern noch immer in Galway lebte, den gewünschten Betrag per Post. Schon oft hatte Orla sich vorgestellt, nach Galway zu fahren, alles Geld abzuheben und damit ein neues Leben zu beginnen, irgendwo weit weg. Dann hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie im Angesicht Gottes einen Schwur geleistet hatte, ihren Mann nicht zu verlassen, bei ihm zu bleiben in guten wie in schlechten Tagen. Dass die guten Tage so schnell vorbei sein und die schlechten den Rest ihres Lebens ausmachen würden, hatte sie damals nicht ahnen können. Jetzt war sie froh, dass sie die ganzen Jahre neben Eamon ertragen hatte. Denn jetzt hatte sie Wilbur.
Wenn das Wetter es zuließ, verbrachten Orla und Wilbur den ganzen Tag in ihrem ummauerten Paradies. Im Sommer saßen sie im Schatten unter dem Vordach, das neben dem Küchenfenster aus der Hauswand ragte und an dessen Holzbalken wilder Wein rankte. Meistens spielte im Hintergrund das Radio, und Orla summte oder sang zu den Liedern mit, was Wilbur entzückte. Jeden Tag bauten sie im Sandkasten eine neue Stadt aus Steinen und Holzstücken, Blättern und Moos und was sie sonst noch fanden. Vogelfedern schmückten Türme, Muscheln bedeckten wie Kopfsteinpflaster die Straßen, und das Haus auf dem Hügel oder am Fluss zierte immer ein Seestern, den Wilbur an Orlas Hand in der Bucht gefunden hatte. In diesem Haus wohnten Wilbur und Orla, und es war immer das schönste der ganzen Stadt.
Regnete es, verbrachten die beiden den Tag in Wilburs Zimmer. Auch hier bauten sie Städte, nur waren die Häuser jetzt aus Pappe und die Türme leere Marmeladengläser. Orla hatte Wilbur ein Spielzeugauto geschenkt, ein rotes ohne Dach, aber Wilbur zeigte kein Interesse daran und parkte es am ersten Tag unter dem Bett, wo es fortan blieb. Was der Junge jedoch innig liebte, waren die Indianerfiguren aus Plastik, die Orla von einer Nachbarin, deren Sohn nach Australien ausgewandert war, geschenkt bekommen hatte.”

 

 

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Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 en ook mijn blog van 21 december 2010 


Uit:
Fräulein Stark

 

“Mein Onkel war Stiftsbibliothekar und Prälat, seine Hüte hatten eine breite, runde Krempe, und gedachte er die Blätter einer tausendjährigen Bibel zu berühren, zog er Handschuhe an, schwarz wie die Dessous meiner Mama. An Bord unserer Bücherarche, sagte der Onkel, haben wir schlicht und einfach alles, von Aristoteles bis Zyste.
Wie ein Zirkusclown hatte er einige Nummern einstudiert, und seine Lieblingsnummer ging so: Am Anfang war das Wort, sprach der hochwürdige Stiftsbibliothekar, dann kam die Bibliothek, und erst an dritter und letzter Stelle stehen wir, wir Menschen und die Dinge. Dabei zeigte er zur Decke, wohl auf Gott, dann auf sich, die Bibliothek, und war vom Dritten und Letzten die Rede, ließ er den Blick in die Runde schweifen, von einer Besucherin zur andern.
Keiner erklomm so elegant wie mein Onkel die Altarstufen, die Meßgewänder mit der Linken raffend, wobei seine Schnallenschuhe unter den rotseiden aufleuchtenden Rocksäumen hervortanzten, und wer je erlebt hat, wie er als Meßpriester das Wandlungswort jubelnd, ja verzückt zum Altarbild hinaufschmetterte, senkte erschrocken, fast ein wenig angewidert den Blick. Am Schluß der Messe wurde man mit einem donnernden Itemissa-est! aus dem Dösen gerissen, dann mit Weihwasser naßgespritzt, und war der Herr Stiftsbibliothekar in Frohlaune, rauschte er gleich nach dem Segen quer durch das Schiff zur Orgel empor, die Pfeifen tuteten los, der Boden erzitterte, und weder das Fräulein Stark, seine Haushälterin, noch die Hilfsbibliothekare wären erstaunt gewesen, wenn der gewaltige Orgelsturm die Kuppeln der Kathedrale abgehoben und wie Ballone über das Alpsteingebirge davongeweht hätte.”

 

 

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Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Uwe Dick werd geboren op 21 december 1942 in Schongau. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2010
 

Uit: Sauwaldprosa

 

“Und die Sauwäldler, das sind die »Riaßler«. Überkommene Namen. Zu Olims Zeiten nämlich schnoberten hier riesige Rudel von Paarzehern durchs Holz und brachen hervor mit Gegrunz und Röff-Röff, zur Unzeit die Felder zu pflügen. Nun, die Sauen gingen zurück, wie es in der Forstamtssprache heißt – man schoß sie ab, bis auf ein paar überlebende Glücksschweine – die Sauen gingen …und die Namen blieben.

Namen saan Schicksal, sagt der in Eisenbirn, an einen Holzapfelbaum gelehnt. I hoaß Krieger – und hob zwoamoi eirucka miassn. Der Dachdecker, bei dem wo i glernt hob, hot si Schindler gnennt. Da war bloß dees L zvui; dees hob i oiwei hergnomma für mei Leckmi. Und mei Oide war a geborene Jung, und is aa jung gstorbm! Ein Seufzer, ein Blinzeln hinauf gegen den Krönungshimmel, in dem ein Rüttelfalke lauert, dann ein – trotz Innviertler Lid6 namen saan schicksal spaltenentzündung! – zwingend imperativer Blick, unter dem die schiefste aller Weltformeln jahrzehntelang unangefochten bliebe, ein Runzeln der Stirne und das Beiseitewischen, was red ich, das Durchsäbeln aller möglichen Einwände mit der Handkante: Namen saan Schicksal. Aus und Amen. Beweise brauchts do nimmer!“

 

 

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Uwe Dick (Schongau, 21 december 1942)





Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:27 Reageer op dit bericht

Ivan Blatný, Rebecca West, Maurice Chappaz, Garmt Stuiveling, Oda Schaefer

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog. Zie ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

On the Verandah

 

On the verandah in the rustle of old bean-pods and seed catalogues
young Everard reads old detective-stories
Edgar Wallace Agatha Christie Simenon
Twenty thousand leagues beneath the sea
The verandah sets sail like summer the last summer
with Captain Nemo dead in the sand beneath the sea

If only it were not yet the last summer
if only we could remain forever
happy in the maternal womb
in the rustle of seed catalogues.

 

 

 

Evening

 

In the distance the lights hatch forth the horse homeward turns
darkness rises between the dwarfs in the gardens
Highgate Wood is closed and other green cages
the station Cranley Gardens is deserted and quiet
the nineteenth century slides past on the rails

When they laid this line through the fields
fallow ploughland pasture and hillocks
the men with levelling machines theodolites banderoles
levelling-lathes and geometrical parasols
resembled a small military battalion at exercises

Three village chapels
the Anglican, the Presbyterian and the Baptist tabernacle
greet the returning strollers

Queen's Wood
without a gate
remains open even at night

 

 

Vertaald door Martin Tharp

 

 

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Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

 

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook alle tags voor Ribecca West op dit blog. Zie ook mijn blog van 21 december 2010.

 

Uit: The Essential Rebecca West

 

“Those who are easily shocked had better leave Mr. Aldous Huxley’s new fantasy, Brave New World, on one side; noting, as they pass, that since this is a free country they are not compelled to read it, this is all they need do about it. Those who are not easily shocked can settle down to enjoy what is not only the most accomplished novel Mr. Huxley has yet written, but also the most serious religious work written for some years. His tendency in his other novels has been to select subject matter which might fairly be described as a fuss about nothing. Even though the characters in Point Counterpoint were carefully docketted as interesting individuals, they were, in relation to the depicted imbroglio, as lacking in allure as sexually-maladjusted cockroaches. But the argument in Brave New World is of major importance. One could sanely ask for nothing more than it gives.
One would say that the book was about a Utopia, if it were not that a line of dreamers have given that originally non-committal term a sense of imagined perfection; for it describes the world as Mr. Huxley sees it may become if certain modern tendencies became dominant, and its character is rather that of deduced abomination. If one has a complaint to make against him it is that he does not explain to the reader in a preface or footnotes how much solid justification he has for his horrid visions.”


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Rebecca West (21 december 1892 - 15 maart 1983)

 

 

 

De Zwitserse Franstalig dichter, vertaler en schrijver Maurice Chappaz werd geboren in Lausanne op 21 december 1916. Zie ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

Petits paradis

 

Nous nous sommes cachés.
Le monde était rafraîchi de beauté quand les juges ne

le toisaient plus.
La société était dissoute mais un lacet de fil rouge

m'étranglait si je t'aimais trop.
Cantique des cantiques : mensonge des mensonges !
Car je n'ai jamais su choisir entre l'enfance et la passion.
Aie pitié.

 

 

Pourquoi

 

Tu m'as ébloui.
Pour admirer les cerisiers en fleurs, les mères au japon

conduisent même les petits aveugles.
L'Eglise nous conduit ainsi devant les jeunes filles.

 

 

 

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Maurice Chappaz (21 december 1916 – 15 januari 2009)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 Zie ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

De prunus.

 

Onverwacht en plotseling

stond de prunus deze morgen

weer met tak en stam verborgen

in een wolk van bloeseming,

die zo blank,zo smetloos zuiver straald'en met de wind bewoog,

dat door mij een stille huiver van verraste vreugde vloog.

 

Want nog enkel zwart en strak,

niet gereed nog tot ontluiken,

wist ik in geboomt'en struiken

ieder twijgje,elke tak;

slechts de kruin van d'oude steile statige kastanjestam

brandde,met doorzichtig ijle glanzend groene vlam bij vlam.

 

En nu plots,in deze nacht,is de prunus weer ontloken,

overdadig uitgebroken tot een eindeloze pracht.

- O,ik wist dat het zou komen,dit onstuimige festijn,

maar ik had niet durven dromen,dat het zo volmaakt zou zijn!

 

 

 

Nu de grote dingen verdwijnen

 

Nu de grote dingen verdwijnen

worden de kleine dingen groot:

wat zonlicht op de gordijnen,

een appel, een snee vers brood.

 

Met hoeveel overbodigs

maken we ons leven stuk:

er is zo weinig nodig

voor wat eenvoudig geluk.

 

Zó zou ik oud willen wezen,

klein bij de grote dood:

Homerus om in te lezen,

een appel, een snee vers brood.

 

  

 

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Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985)

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Oda Schaefer (eig. Oda Lang) werd geboren op 21 december 1900 in Berlijn-Wilmersdorf. Zie ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

LIEBESPAAR 1945

 

Sie gingen beide durch den Wald

Der Steine ohne Tür und Dach,

Sie fanden aneinander Halt

Und waren beide arm und schwach.

 

Die graue Leere blickte blind

Von öden Fensterhöhlen aus,

Der Haß stand stumm im Abendwind

Und hütete das letzte Haus.

 

Wie Flocken wirbelte der Ruß,

Die Lüfte seufzten überall,

Doch Flügel trugen ihren Fuß

Vorbei am lauernden Verfall.

 

So leicht, so lächelnd waren sie,

ein Kern in einer Frucht aus Licht,

Was vordem litt, in Ängsten schrie,

Beschwerte ihre Zukunft nicht.

 

Aus allen tiefen Schatten trat

Das tote Leben neu hervor,

Es säte unsichtbar als Saat

Die Unschuld, die es einst verlor.

 

Nun schwinden beide in dem Rauch,

Der sie mit Nebelkränzen krönt –

Ach, in des Sommers blauen Hauch

Verwandelt er sich ganz versöhnt.

 

 

 

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Oda Schaefer (21 december 1900 - 4 september 1988)

Geschreven door Romenu om 19:18 Reageer op dit bericht

Isolde Kurz, Ludwig Hölty, Gustave Kahn, Thomas Bracken, Philipp Galen, Mathurin Régnier, Benjamin Disraeli

De Duitse dichteres, schrijfster en vertaalster Isolde Kurz werd geboren op 21 december 1853 in Stuttgart. Zie ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

Wegwarte


Mit nackten Füßchen am Wegesrand ,
die Augen still ins Weit gewandt ,
saht ihr bei Ginster und Heide
das Mädchen im blauen Kleide ?

- das Glück kommt nicht in mein armes Haus ,
drum stell ich mich hier an den Weg heraus ;
und kommt es zu Pferde , zu Fuße ,
ich tret ihm entgegen mit Gruße .

Es ziehen der Wanderer mancherlei
zu Pferd , , zu Fuß , zu Wagen vorbei .
- Habt ihr das Glück nicht gesehen ?
Die lassen sie lachend stehen .

Der Weg wird stille , der Weg wird leer .
- So kommt denn heute das Glück nicht mehr ?
die Sonne geht rötlich nieder ,
ihr starren im Winde die Glieder .

Der Regen klatscht ihr ins Angesicht ,
sie steht noch immer ,sie merkt es nicht :
- Vielleicht es ist schon gekommen ,
hat die andre Straße genommen .

Die Füßchen wurzeln am Boden ein ,
zu Blumen wurde der Augen Schein ,
sie fühlt 's und fühlt's wie im Traume ,
sie wartet am Wegessaume .

 

 

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Isolde Kurz (21 december 1853 - 6 april 1944)

 

  


 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 en ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

DIE SELIGKEIT DER LIEBENDEN

Ein goldner Stern hing über euren Wiegen,
Wenn Gott ein liebend Herz euch gab;
Und geudete Vergnügen auf Vergnügen,
Aus voller Urn‘, auf euch herab!

Ein goldner Stern, wenn ihr das Mädchen findet,
Das euch im Jugendtraum begrüßt;
Wenn Arm um Arm, und Geist um Geist sich windet,
Und taumelnd Seel' in Seele fließt.

Die Liebe streut den May auf Winterfluren,
Streut auf die Wildniß Tanz und Spiel;
Enthüllet uns der Gottheit lichte Spuren,
Giebt uns des Himmels Vorgefühl.

 

 

 

DIE KÜNFTIGE GELIEBTE

Wenn ich dich Engel fände, wenn der nächste
Mond der knospenden Rosen meinem Arm dich
Brächte; dann, dann hätt' ich den Himmel schon auf
Erden gefunden!

Jeglicher Pulsschlag würde heißer schlagen,
Jede Nerve der Seele heller zittern;
Umgeboren würd' ich die Welt in neuer
Schönheit erblicken.

Trunken an ihrer weißen Brust entschlummern,
Und im Traume mit ihrem Busen tändeln,
Und, bestralt vom Morgen, in ihrer Arme
Himmel erwachen!

Wenn ich dich fände! Komm, du Engel Gottes,
Komm mein Leben zu heitern! Wenig Freuden
Sprießen auf den Ufern des Lebens! Engel,
Komm, mich zu heitern!

 

 

 

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Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)

Medaillon aan het raadhuis in Hannover

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Gustave Kahn werd geboren in Metz op 21 december 1859. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 en ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

When the King Came To His Tower

 

When the King Came To His Tower

the fair one came to him and said--O King

 

Neither the wives of thy viziers beneath thy gaze like opening buds

nor the far-exiled women weeping their barbarian woods

betray the unknown men who turn by turn untie my arms

 

To suffer far from thee is hard to the soul in flower,

the soul with calling out in vain is languishing;

this casket of sweets of thine, my body, take it for thyself;

bless with thy hands the forehead I incline

 

The King made answer from the tower:

 

This dream of thy coming to reach thy short lips in caress

all the souls of my being were waiting for it in festal dress;

for thy lips and for thy dreams escorted hither in state

spread are the carpets and the lamps are lighted and the vows await.

why wouldst thou tarry in lost laughs, where didst thou sleep?

 

When the King slept upon the tower, the fair sad lady shivered.

 

If thou didst know not it is errantry and truce

love's moment swift that soothes the sting to sleep

I know that it must be unique and as in dream

as towards the shadows paled of death I drift.

 

 

Vertaald door Jethro Bithell

 

 

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Gustave Kahn (21 december 1859 - 5 september 1936)

Buste in Metz

  

 

 

 

De Australische dichter en schrijver Thomas Bracken werd geboren op 21 december 1843 in Clones, County Monaghan, Ierland. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009 en ook mijn blog van 21 december 2010.

 

 

M'Gillviray's Dream (Fragment)

 

JUST nineteen long years, Jack, have passed o'er my shoulders

Since close to this spot we lay waiting the foe;

Ay, here is the mound where brave Percival moulders,

And yonder's the place where poor Norman lies low;

'Twas only a skirmish — just eight of our number

Were stretch'd on the sward when the fighting was done;

We scooped out their beds, and we left them to slumber,

The bold-hearted fellows went down with the sun.

The month was October — young Summer was peeping

Through evergreen forests where Spring, still supreme,

Spread all the rich tints that she had in her keeping

On tree, shrub, and bush, while each brooklet and stream

With babblings of joy ran along to the river —

But, hang it, old man, I am going too far;

I talk as I used to when from Cupid's quiver

Flew darts of affection my bosom to scar.

I'm not much at poetry, Jack, though I've written

Some nonsense in verse when my heart was aglow

With what they call love — have you ever been smitten

By some artful minx who deceived you? What, no?

By Jove, you've been lucky; but, Jack, I'm digressing.

Our quarters were here, under Lusk, and we made

Our camp in the church without asking a blessing;

This place is still known as the Mauku Stockade.

I'd fought with Von Tempsky along the Waikato;

I'd seen the green banks of that fair river dyed

With British blood, red as the plumes of the rata

When Spring scatters scarlet drops thick in her pride.

 

 

 

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Thomas Bracken (21 december 1843 – 16 februari 1898)

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 21 december 2010.

 

De Duitse schrijver Philipp Galen (eig. Ernst Philipp Karl Lange) werd geboren op 21 december 1813 in Potsdam. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009.

 

De Franse dichter en satricus Mathurin Régnier werd geboren op 21 december 1573 in Chartres. Zie ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009.
 

De Britse schrijver en politicus Benjamin Disraeli werd geboren op 21 december 1804 in Londen. Zie ook mijn blog van 21 december 2006. en ook mijn blog van 21 december 2008 en ook mijn blog van 21 december 2009.

Geschreven door Romenu om 19:13 Reageer op dit bericht

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