Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 14 mei 2012 tot 15 mei 2012

Arthur Schnitzler, Albert Verwey, Michael Lentz

150 Jaar Arthur Schnitzler

 

De Oostenrijkse schrijver en arts Arthur Schnitzler werd geboren in Wenen op 15 mei 1862.  Dat is vandaag precies 150 jaar geleden. Zie ook alle tags voor Arthur Schnitzler op dit blog.

 

Uit: Traumnovelle

 

„Und so saßen Mann und Frau, im Grunde froh, einem enttäuschend banalen Maskenspiel entronnen zu sein, bald wie zwei Liebende unter andern verliebten Paaren im Büfettraum bei Austern und Champagner, plauderten sich vergnügt, als hätten sie eben erst Bekanntschaft miteinander geschlossen, in eine Komödie der Galanterie, des Widerstandes, der Verführung und des Gewährens hinein; und nach einer raschen Wagenfahrt durch die weiße Winternacht sanken sie einander daheim zu einem schon lange Zeit nicht mehr so heiß erlebten Liebesglück in die Arme. Ein grauer Morgen weckte sie allzubald. Den Gatten forderte sein Beruf schon in früher Stunde an die Betten seiner Kranken; Hausfrau- und Mutterpflichten ließen Albertine kaum länger ruhen. So waren die Stunden nüchtern und vorbestimmt in Alltagspflicht und Arbeit hingegangen, die vergangene Nacht, Anfang wie Ende, war verblaßt, und jetzt erst, da beider Tagewerk vollendet, das Kind schlafen gegangen und von nirgendher eine Störung zu gewärtigen war, stiegen die Schattengestalten von der Redoute, der melancholische Unbekannte und die roten Dominos, wieder zur Wirklichkeit empor; und jene unbeträchtlichen Erlebnisse waren mit einemmal vom trügerischen Scheine versäumter Möglichkeiten zauberhaft und schmerzlich umflossen. Harmlose und doch dauernde Fragen, verschmitzte, doppeldeutige Antworten wechselten hin und her; keinem von beiden entging, daß der andere es an der letzten Aufrichtigkeit fehlen ließ, und beide fühlten sich zu gelinder Rache aufgelegt. Sie übertrieben das Maß der Anziehung, das von ihren unbekannten Redoutenpartnern auf sie ausgestrahlt hätte, spotteten der eifersüchtigen Regungen, die der andere merken ließ, und leugneten ihre eigenen weg. Doch aus dem leichten Geplauder über die nichtigen Abenteuer der verflossenen Nacht gerieten sie in ein ernsteres Gespräch über jene verborgenen, kaum geahnten Wünsche, die auch in die klarste und reinste Seele trübe und gefährliche Wirbel zu reißen vermögen, und sie redeten von den geheimen Bezirken, nach denen sie kaum Sehnsucht verspürten und wohin der unfaßbare Wink des Schicksals sie doch einmal, und wär’s auch nur im Traum, verschlagen könnte.

Fridolin nickte. "Was war’s mit dem?" fragte er.“

 

 

 1157763-72e724e93fe4a6a06320f77efc24af16.jpg

Arthur Schnitzler (15 mei 1862 - 21 oktober 1931)

Monument in het Türkenschanzpark in Wenen

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter, essayist en letterkundige Albert Verwey werd geboren in Amsterdam op 15 mei 1865. Zie ook alle tags voor Albert Verwey op dit blog.

 

 

Van de liefde die vriendschap heet

 

2

Licht van mijn Liefde, dat nu donker werd,
Daar ge in een mist van tranen altijd weent; –
’k Zie als een vlam, die trillende overleent,
Een wonder en een glorie in uw hart.

En gloeiende in het donker uwer smart
Slaat ze uit en zoekt, tot alles zich vereent
Met mijne liefde, en vreugd, die om u weent
En in mijn diepste ziel uw naadren mart.

In éen lange gemeenschap zal uw leed
Zich menglen met mijn ziele in enigheid
En zoet verkeer van vlammen in de lucht;

En om ons beiden weven wij een kleed
Van tranenvolle teerheid, waar ge in schreit
Om weedom, maar nooit meer in weedom zucht.

 

 

 

19

Wanneer ik tot u kom, dan lacht gij zacht,
En somtijds klaagt gij, maar als zij, die spreken
Van vroegre smarten, die als dromen weken
En waar men in den droom om weent en lacht.

Maar als ’k alleen ben hoor ik dag en nacht
Uw snikken en ik zie uw tranen leken,
En voel uw hart wild slaan, alsof ’t wil breken,
Maar kan niet, dàn verneem ’k uw luide klacht.

En dat zijt gij, dat weet ik, en ik wil
Niet leven voor uw schijnbaar zelf, dat lacht,
Maar voor de ziel der ziel, die in u lijdt, –

En als gij schijnbaar kalm en blijde zijt,
Zal ’k uw gedachten horen schreien zacht,
Of gij van verre staat en schreit – heel stil.

 

 

 

 

21

Sinds ik u álles gaf, ál wat ik ben,
En thans in ú mijzelven heerlijkst vind,
Wat klage ik dan, daar gij een andren mint,
Daar ik me, als de uwe, eraan meêplichtig ken?

En daar ik ú ben, ben ’k dan niet verblind,
Zo ’k op u toorn en dus mijzelven schen?
En me aan úw liefde zoveel minder wen
Dan aan mijn eigne, die ons zó verbindt?

Moet ik niet vinden dat gij rijker zijt,
Daar ge ál die liefde in u alleen vereent,
En blij zijn dat ’k uw rijkdom met u deel?

Zou ’t mij niet winst zijn dat ’k in ú altijd
U min èn mij èn hem, om wien gij weent,
Drieën in éen en d’énen reeds zoveel.

 

 

 

 1157763-b3b0c92fb4144172cf23337a02969e64.jpg

Albert Verwey (15 mei 1865 -  8 maart 1937)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver, literatuurwetenschapper en musicus Michael Lentz werd geboren in Düren op 15 mei 1964. Zie ook alle tags voor Michael Lentz op dit blog.

 

Verzeih

 

ich habe immer genau sein wollen
dass die tür schließt wenn sie schließt
dass dies der letzte blick ist zurück
dein mund der warm ist deine hand
die umarmung die umarmung
dass die wiederholung nichts wiederholt
nur bestärkt ich habe ganz einfach
die dinge einmal klar stellen wollen: für immer
nun stehen sie ganz verloren da
als gäbe es immer nur was in den blick gerät
ich möchte mich später doch nicht ins einzelne verlieren
- eine handvoll blick verfliegt
und später ist immer
und der rede folgt die widerrede und dem wunder des körpers
der wunderliche schatten
und von den dingen zuletzt liebten wir den schatten
vom wald liebten wir den schatten
den geruch der aus dem schatten tritt
und wenn wir uns sommers erschrecken gingen liebten wir
den spitzen schatten der bäume
in den wir heimlos versanken
so kühl so schützend
und dass wir ohne schatten sind verzeih
die liebe ist eine koppel die leer ist
die liebe ist ein wort das auf der stelle tritt
aber du bist nicht allein allein
ist das nicht die größte einsamkeit nicht allein zu sein?
einmal einen klaren gedanken fassen und die hand färbt ihn ein
die hand die noch warm ist der mund
dass dies der letzte blick ist zurück
und dass die tür wenn sie schließt verschlossen bleibt

 

 

 1157763-f2b6ea24bb99af85918134030d8d7683.jpg

Michael Lentz (Düren, 15 mei 1964)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 15e mei ook mijn vorige blog van vandaag
Geschreven door Romenu om 19:21 Reageer op dit bericht

Pem Sluijter, Max Frisch, W.J.M. Bronzwaer, Frits van Oostrom

De Nederlandse dichteres en schrijfster Pem Sluijter werd geboren in Middelburg op 15 mei 1939. Zie ook alle tags voor Pem Sluijter op dit blog.

 

 

Niet meer dezelfden

 

Drie koningen staan  

uit aanbidding op niet meer dezelfden.

De sterreus die hen

de onzekere tocht deed wagen

met weerbarstige kamelen nukkige

drijvers en uitflakkerend vuur

moet teruggekeerd zijn in haar baan,

mogelijk als supernova ingestort;

zwart groeiend gat waar eerst

de hemel openstond --je zag en hoorde.

 

De nacht springt op onveilig.

 

Een Nessushemd is ten paleize uitgelegd

na hun bezoek. Zij, die de Koning

der koningen onder koningen zochten

misleid door eigen logica,

vertrekken omzichtig.

   

De ezel balkt kort naar de os,

in Rama laat een vrouw

haar rouwkreet horen.

 

Deze Geboorte betekent niet minder

dan de Dood, dood voor hen.

Bittere folterende pijn. Nooit meer

dezelfden; geen geruststelling

vinden in het leven dat zij kennen

waaraan zij zijn gewend waarnaar zij

terugkeren in hun koninkrijken.

 

 

 

 1157752-d6ac2c682d376b09121742f86e1608d1.jpg

Pem Sluijter (15 mei 1939 - 18 december 2007)

Middelburg, Abdijplein met de Lange Jan toren

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver en architect Max Frisch werd geboren in Zürich op 15 mei 1911. Zie ook alle tags voor Max Frisch op dit blog.

 

Uit: Max Frisch (Biografie door Volker Hage)

 

“Frisch, siebzig Jahre alt, erlebt die Stabilität seines Ruhms. Zu Popularität brachte er es schon bald drei Jahrzehnte zuvor, nicht sogleich mit den ersten Veröffentlichungen, doch früh genug, um den Erfolg als Rückenstärkung zu erleben. Nun erweist sich, dass das kein Saisonerfolg gewesen ist.Max Frisch ist längst ein moderner Klassiker, attraktiv geblieben auch für ein junges Publikum, das ihn nicht nur für die Schule liest. Es wundert ihn, dass seine Ansichten über Liebe und Ehe auch für junge Leute interessant sind, nicht nur für Germanisten. Und er sagt: Das ist natürlich etwas Schönes, diese Leserpräsenz. Er spricht nüchtern über seine Popularität, nicht eigentlich bescheiden, durchaus selbstbewusst: Es sind eben Fakten. Wozu Versteck spielen? Und doch zeigt sich mit jedem Wort, dass Frisch nicht zu den Selbstgefälligen gehört.Was er geleistet hat, ist schwer errungen. Darauf ist er vielleicht ein wenig stolz: es ausgehalten zu haben. Erfolg? Der nimmt den Zweifel nicht weg.

Seine Theaterstücke Biedermann und die Brandstifter und Andorra zählen zu den meistgespielten deutschsprachigen Dramen des 20. Jahrhunderts. Sein Prosawerk – Romane, Tagebücher und

Erzählungen – wird seit Jahrzehnten gelesen und diskutiert. Stiller, Homo faber undMeinName sei Gantenbein haben nicht nur beim Publikum, sondern auch in der Forschung nachhaltig Resonanz

gefunden.”

 

 

 1157752-605f3dc434bd8a1fb07900a64183b2df.jpg

Max Frisch (15 mei 1911 - 4 april 1991)


 

 

De Nederlandse letterkundige, essayist en criticus W.J.M. Bronzwaer werd geboren op 15 mei 1936 in Heerlen. Zie ook alle tags voor W. J. M. Bronzwaer op dit blog.

 

Uit: Lessen in Lyriek

 

„Emotie en uitdrukking

En de dansende vrouwen hieven een beurtzang aan en zongen:
‘Bij duizenden sloeg Saul ze neer,
Maar David bij tienduizenden!’
(1 Samuel 18, 6)

 

In deze korte episode uit het oudtestamentische verslag van de oorlog tussen de Filistijnen en de Israëlieten maken we, als het ware, de geboorte van de poëzie mee. Poëzie is een bijzondere vorm van taalgebruik en de belangrijkste kenmerken ervan laten zich aan het voorbeeld aflezen.

Allereerst is in het fragment niet alle taal poëtisch. Het gedeelte dat we als poëtisch herkennen wordt voorafgegaan door een niet-poëtische, als men wil prozaïsche, mededeling. Het poëtische gedeelte is ingebed in een niet-poëtisch kader. De verschillen tussen het kader en de poëtische inbedding doen de bijzondere kenmerken van het poëtische taalgebruik door contrastwerking opvallen. Nu is het zeker niet zo dat wij poëzie altijd aantreffen in zo'n kader. Meestal wordt een gedicht zonder inleidende of uitluidende tekst gepresenteerd. Maar er zijn vele redenen om aan te nemen dat de poëzie in de vroegste stadia van haar bestaan, waarin zij bovendien altijd mondeling werd voorgedragen, doorgaans het karakter had van een tekst die op bijzondere wijze fungeerde binnen een niet-poëtisch kader. Die vroegste poëzie bestond uit arbeidsliederen, marsliederen, lofliederen, klaagzangen, jubelzangen en rituele gezangen, die als het ware steeds ‘op instructie’ werden gezongen. De instructie kwam voort uit een praktische situatie, waarin doelmatig werd gehandeld: er werd gewerkt, gedanst, gemarcheerd, de godheid werd vereerd, een held werd bejubeld. In ons voorbeeld wordt het kader van de poëtische tekst gevormd door de doelmatige of pragmatische situatie die door de geschiedschrijver in prozaïsche vorm wordt meegedeeld. De eerste zin van het fragment bevat de schriftelijke neerslag door de kroniekschrijver van de pragmatische instructie, die de Israëlitische vrouwen in poëzie doet uitbarsten.“

 

 

1157752-f8e230da47f53fd5a09cb3c147497b86.jpg
W.J.M. Bronzwaer (15 mei 1936 – 20 januari 1999)

 

 

 

 

De Nederlandse historisch letterkundige Frits van Oostrom werd geboren in Utrecht op 15 mei 1953. Zie ook alle tags voor Frits van Oostrom op dit blog.

 

Uit: Stemmen op schrift

 

„In het Latijn zijn ons uit de middeleeuwse Lage Landen volop handschriften overgeleverd.
In 975 schonken de Hollandse graaf Dirk II en zijn gemalin Hildegard de benedictijner abdij Egmond een zeer kostbaar evangelie: het Evangelarium van Egmond. Volgens kenners is het boek in het derde kwart van de negende eeuw in Reims (Noord-Frankrijk) vervaardigd. Aan het begin van elk van de vier evangeliën staat een illustratie. Achter in het boek zijn twee grote tekeningen toegevoegd. De ene afbeelding toont Dirk en Hildegard geknield voor de beschermheilige van Egmond. De andere afbeelding toont hoe Dirk en Hildegard het evangelie plechtig plaatsen op het Egmondse altaar.
Het Latijn had in de tiende eeuw nog het alleenrecht op bijbel en liturgie. Hoezeer Latijn binnen de muren domineerde, blijkt overduidelijk uit de bewaarde boekenlijst uit omstreeks 1530. In totaal beloopt de inventarisatie zo’n 250 banden. En hoewel de lijst uit 1530 zeker niet het complete boekenbezit van Egmond documenteert, is het heel sprekend dat het bij al die items exclusief om boeken gaat in het Latijn. Op één item na: een psalter met glossen in het Diets of Duits.
Er werd veel geschreven in Egmond en het alleroudste Nederlandstalige boek werd omstreeks 1100 in dit klooster geschreven. Het boek staat bekend als de Egmondse Williram. Abt Williram schreef rond 1060 nabij München een commentaar op het oudtestamentische Hooglied. Het handschrift bevat de tekst van de Vulgaat, de nieuwe berijming in het Latijn en het commentaar in het Oudnederlands.“

 

 

 1157752-56f947c09c1fca818b790691f519d606.jpg

Frits van Oostrom (Utrecht, 15 mei 1953)



Zie voor nog meer schrijvers van de 15e mei ook mijn blog van 15 mei 2011 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 19:17 Reageer op dit bericht

Edwin Muir

De Schotse dichter, schrijver en vertaler Edwin Muir werd geboren op 15 mei 1887 in Deerness op de Orkney-eilanden, waar zijn moeder ook geboren werd. In 1901, toen hij 14 was, verloor zijn vader de boerderij en verhuisde het gezin naar Glasgow. In snelle opeenvolging stiereven zijn vader, twee broers en zijn moeder binnen een paar jaar. Zijn leven als een jonge man was een deprimerende ervaring, en betrof een reeks onaangename banen in fabrieken en kantoren, met inbegrip van het werken in een fabriek, waar uit botten houtskool werd gemaakt. Muir trouwde in 1919 met Willa Anderson en verhuisde naar Londen. Over deze, Muir schreef gewoon 'Mijn huwelijk was de meest gelukkige gebeurtenis in mijn leven'. Zij zouden later samen werken aan veelgeprezen Engels vertalingen van schrijvers als Franz Kafka, Gerhart Hauptmann, Sholem Asch, Heinrich Mann en Hermann Broch .
Tussen 1921 en 1923, Muir leefde in Praag, Dresden, Italië, Salzburg en Wenen. Hij keerde terug naar het Verenigd Koninkrijk in 1924. Tussen 1925 en 1956 publiceerde Muir zeven bundels poëzie die werden verzameld na zijn dood en gepubliceerd in 1991 als The Complete Poems van Edwin Muir. Verder publiceerde hij drie romans, en in 1935 kwam hij naar St. Andrews, waar hij zijn controversiële Scott en Schotland (1936) schreef. Van 1946 tot 1949 was hij directeur van de British Council in Praag en Rome. 1950 zag zijn benoeming tot directeur van Newbattle Abbey College (een school voor werkende klasse mannen) in Midlothian, waar hij collega-Orcadian dichter, George Mackay Brown, ontmoette. In 1955 werd hij Norton hoogleraar Engels aan de Universiteit van Harvard. Hij keerde terug naar Groot-Brittannië in 1956, maar stierf in 1959 op Swaffham Prior, Cambridge, en werd daar begraven.

 

 

The Castle

 

All through that summer at ease we lay,
And daily from the turret wall
We watched the mowers in the hay
And the enemy half a mile away
They seemed no threat to us at all.

For what, we thought, had we to fear
With our arms and provender, load on load,
Our towering battlements, tier on tier,
And friendly allies drawing near
On every leafy summer road.

Our gates were strong, our walls were thick,
So smooth and high, no man could win
A foothold there, no clever trick
Could take us, have us dead or quick.
Only a bird could have got in.

What could they offer us for bait?
Our captain was brave and we were true....
There was a little private gate,
A little wicked wicket gate.
The wizened warder let them through.

Oh then our maze of tunneled stone
Grew thin and treacherous as air.
The cause was lost without a groan,
The famous citadel overthrown,
And all its secret galleries bare.

How can this shameful tale be told?
I will maintain until my death
We could do nothing, being sold;
Our only enemy was gold,
And we had no arms to fight it with.

 

 

Merlin

 

O Merlin in your crystal cave
Deep in the diamond of the day,
Will there ever be a singer
Whose music will smooth away
The furrow drawn by Adam's finger
Across the memory and the wave?
Or a runner who'll outrun
Man's long shadow driving on,
Break through the gate of memory
And hang the apple on the tree?
Will your magic ever show
The sleeping bride shut in her bower,
The day wreathed in its mound of snow
and Time locked in his tower?

 

 

 1297208-bc9dfc6d34672442c531b7acd008aa25.jpg

Edwin Muir (15 mei 1887 -  3 januari 1959)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Jo Gisekin, Karl-Markus Gauß, Eoin Colfer, Gaby Hauptmann, Dante Alighieri, Krister Axel, Jens Sparschuh

De Vlaamse dichteres Jo Gisekin werd geboren in Gent op 14 mei 1942. Zie ook alle tags voor Jo Gisekin op dit blog.

 

 

Gedicht voor de meester van mijn zoon

Het leek een morgen om niet te vergeten
een beetje kil een beetje klam
bedampt nog van de nacht
waarlangs de zomer
stiekem voorbij was gegaan

Ik had de wekker gehoord
het aanzwellend kabaal
van drie paar kindervoetjes
op de trap
het doorspoelen na het zoveelste
plasje

tegen de afgebladderde muur
weerbarstige kamperfoelie in mijn tuin
en een herfstroos
zich moeizaam ontplooiend
in het behang van een spinneweb

En dan de speelplaats
platgewalst door duizend voetjes
en moeders zichtbaar opgedirkt
door Elisabeth Arden en geur
van Chanel dixneuf
met bruine benen uit Guadaloupe
sieraad van een zilte zomer
op hooggehakte pumps

In langgerekte rijen
een beetje loom een beetje lam voor 't eerst mijn zoon
zijn blauwe dasje om, zijn grotemensenhemd
en in zijn veel te holle boekentas
een stift, een potlood en een gom en
schriftjes voor de letters s en c en h
van school

En plots
als een punt
op een heel grote i
de reus in de straat van kabouters
met baard en sjaal en kaki
duffelcoat
de Meester

de meester van mijn zoon

Ik dacht
mocht het straks regenen
van droefenis
in de ogen van mijn zoon
kan hij heimelijk gan schuilen
in de opgestikte zak
van zijn meesters jas.

 

 

1156947-f8014c419b542dd6bbb072eb57be24a9.jpg 

Jo Gisekin (Gent, 14 mei 1942)

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver, essayist en uitgever Karl-Markus Gauß werd geboren op 14 mei 1954 in Salzburg. Zie ook alle tags voor Karl-Markus Gauß op dit blog.

 

Uit: Im Wald der Metropolen

 

„Der Saal wird von einem prachtigen Spitzbogen uberwolbt. Das Interessanteste an der eleganten Deckenkonstruktion sind die holzernen Querbalken, die aus dem Rachen speiender Drachen zu ragen scheinen und mit possierlichen Gesichtern versehen sind, denen wiederum groteske Tierkopfe gegenubergesetzt wurden. Die Gesichter waren bekannten Burgern von Beaune nachempfunden,

und die Tierkopfe, von denen jeder einem bestimmten der einfaltig grinsenden Burgergesichter zugeordnet ist, sollten etwas uber den Charakter derer verraten, die hier wie fur alle Zeiten in ihrer Lasterhaftigkeit gezeichnet wurden. Wir staunten uber die kluge Funktionalitat, mit der der Krankensaal seinem medizinischen Zweck entsprechend ausgestattet wurde, uber die spirituelle

Kraft, auf die er, der sich auf den Altar hin ausrichtet, bezogen ist; doch am allermeisten staunten wir, in einem Bauwerk, das doppelt ernstem Zweck gewidmet war, der Heilung des Korpers, der Erlosung der Seele, solchen Aberwitz zu finden, wie er sich uber den Kranken in der Holzkonstruktion des Gewolbes manifestierte, solchem Spott, der den wohlhabenden Leuten von Beaune, die das ihre zur Ausstattung und zum Unterhalt des Hospizes beizusteuern hatten, zweifach zuteil wurde: in Form ihrer

zum Lachen, zum Verlachen dummen Gesichter – und in jener der Tierkopfe, die ihren Geiz, ihre Gier, Beschranktheit und Gemeinheit blosstellten.“

 

 

 1156947-e6b684d34ede285d35da16101557ea6f.jpg

Karl-Markus Gauß (Salzburg, 14 mei 1954)

 

 

 

 

De Ierse schrijver Eoin Colfer (zijn voornaam wordt uitgesproken als Owen) werd geboren in Wexford op 14 mei 1965. Zie ook alle tags voor Eoin Colfer op dit blog.

 

Uit: Artemis Fowl

 

“Something smashed against the other side of the door. It sounded expensive. 'Of course I'm awake! How can I sleep in this blinding glare?' Artemis ventured inside. An antique four-poster bed threw shadowy spires in the darkness, and a pale sliver of light poked through a gap in the velvet curtains. Angeline Fowl sat hunched on the bed, her pale limbs glowing white in the gloom. 'Artemis, darling, where have you been?' Artemis sighed. She recognized him. That was a good sign. 'School trip, Mother. Skiing in Austria.' 'Ah, skiing,' crooned Angeline. 'How I miss it. Maybe when your father returns.' Artemis felt a lump in his throat. Most uncharacteristic. 'Yes. Perhaps when Father returns.' 'Darling, could you close those wretched curtains. The light is intolerable.' 'Of course, Mother.' Artemis felt his way across the room, wary of the low-level clothes chests scattered about the floor. Finally his fingers curled around the velvet drapes. For a moment he was tempted to throw them wide open, then he sighed and closed the gap. 'Thank you, darling. By the way, we really have to get rid of that maid. She is good for absolutely nothing.' Artemis held his tongue. Juliet had been a hardworking and loyal member of the Fowl household for the past three years. Time to use Mother's absent-mindedness to his advantage. 'You're right of course, Mother. I've been meaning to do it for some time. Butler has a sister I believe would be perfect for the position. I think I've mentioned her. Juliet?' Angeline frowned. 'Juliet? Yes, the name does seem familiar. Well, anyone would be better than that silly girl we have now. When can she start?' 'Straight away. I'll have Butler fetch her from the lodge.' 'You're a good boy, Artemis. Now give Mummy a hug.' Artemis stepped into the shadowy folds of his mother's robe. She smelled perfumed, like petals in water. But her arms were cold and weak. 'Oh, darling,' she whispered, and the sound sent goosebumps popping down Artemis's neck. 'I hear things. At night. They crawl along the pillows and into my ears.'

 

 

 1156947-b0fc264330ac49a249693de438bdbfbd.jpg

Eoin Colfer (Wexford, 14 mei 1965)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Gaby Hauptmann werd geboren op 14 mei 1957 in Trossingen. Zie ook alle tags voor Gaby Hauptmann op dit blog.

 

Uit: Hängepartie

”Der frühe Windstoss fährt in den leichten Stoff und bauscht den Vorhang vor dem off enen Fenster auf. Der Stoff tanzt hin und her und entlässt den Störenfried schließlich mit einem leisen Rascheln ins Zimmer. Mit ihm zieht der Duft nach feuchter Erde und herben Kräutern herein. Carmen zieht ihre leichte Sommerdecke etwas höher. Sie möchte noch nicht aufwachen, sich dem Tag noch nicht stellen. Sie möchte weiterträumen. Träumen ist so schön, so weit weg von allem, was im Büro auf sie wartet. Sie vergräbt den Kopf im Kopfkissen, doch dann dringt der werbende Ruf des Amselmännchens an ihr Ohr, und während sie seinem Gesang lauscht, fängt ihr Gehirn an zu arbeiten und stellt fest, dass Sonntag ist. Carmen hält die Augen geschlossen, aber sie sieht den Morgentau auf dem Gras vor sich, den blauen Lack ihrer Gartenbank und das Amselnest im alten Apfelbaum. Und sie freut sich für die Amselmama, dass ihr Mann so nett um sie wirbt.
Es muss früh sein, sagt sie sich. Für einen freien Tag sehr früh. Zu früh.
Noch immer hält Carmen ihre Augen geschlossen. Wenn sie sie erst einmal geöff net hat, wird sie nicht mehr einschlafen können. Vielleicht kann sie die schönen Bilder, die sie in ihrem Kopf hat, in den nächsten Traum einweben. Manchmal kann sie das.
Carmen versucht, dem Geruch, den Bildern und dem Vogelgesang eine Geschichte zu geben, irgendetwas, das sie zurück in einen Traum ziehen kann, aber gleichzeitig spürt sie, wie ihre Sinne erwachen und gegen den Schlaf ankämpfen. Sie fühlt ein Kribbeln die weiche Innenseite ihrer Beine her auf ziehen und sich mit forderndem Pochen und Ziehen in ihrem Schoß vereinigen. Die pure Lust. Carmen genießt das Gefühl und überlegt, ob sie so früh am Morgen schon hinüberlangen kann, hinüber zu David, dem dieses Pochen und Ziehen gilt. Ihre Hand stiehlt sich auf die andere Seite des Betts, langsam und tastend. Noch immer hält sie die Augen geschlossen. Sie möchte ihn erfühlen, seine bettwarme Nähe, seinen vertrauten Körper.”

 

 

 1156947-4a605c8f2bb8ed6a7c2ba3b4cd0a76c5.jpg

Gaby Hauptmann (Trossingen, 14 mei 1957)

 

 

 

De Italiaanse dichter Dante Alighieri werd tussen 14 mei en 13 juni 1265 (volgens hemzelf in de Divina Comedia in de Goede Week en in het teken van de Tweelingen) in Florence geboren. Zie ook alle tags voor Dante Alighieri op dit blog.

 

Uit: Divina Comedia

 

Canto I (Fragment)

 

Her eyes fast fix'd on the eternal wheels,

Beatrice stood unmov'd; and I with ken

Fix'd upon her, from upward gaze remov'd

 

At her aspect, such inwardly became

As Glaucus, when he tasted of the herb,

That made him peer among the ocean gods;

 

Words may not tell of that transhuman change:

And therefore let the example serve, though weak,

For those whom grace hath better proof in store

 

If I were only what thou didst create,

Then newly, Love! by whom the heav'n is rul'd,

Thou know'st, who by thy light didst bear me up.

 

Whenas the wheel which thou dost ever guide,

Desired Spirit! with its harmony

Temper'd of thee and measur'd, charm'd mine ear,

 

Then seem'd to me so much of heav'n to blaze

With the sun's flame, that rain or flood ne'er made

A lake so broad.  The newness of the sound,

 

And that great light, inflam'd me with desire,

Keener than e'er was felt, to know their cause.
Whence she who saw me, clearly as myself,

To calm my troubled mind, before I ask'd,
Open'd her lips, and gracious thus began:
"With false imagination thou thyself

 

Vertaald door H. F. Cary

 

 

 1156947-b3ecb144d936fb6106e9b8c089a51cf4.jpg

Dante Alighieri (14 mei/13 juni 1265 - 13/14 september 1321)




 

De Amerikaanse dichter en musicus Krister Axel werd geboren op 14 mei 1974 in Parijs. Zie ook alle tags voor Krister Alex op dit blog.

 

 

if I could paint my heart for you right now

 

if I could paint my heart for you right now

the colors would blind us both
I am in mid-explosion and I can’t help it

afraid to push open the door to this new understanding


Only now do I realize how far I have wandered

what it will take to bring me back

 

I am glad for you, such a beautiful image

of young and deliberate passion

time has not allowed you much failure


that cleansing fire of regret

your heart is as big as any canyon

even as my feet begin to slip

 

if I could paint my heart for you

an empty shell is all you would see

Choosing from among these pretty cages

I find strength because you are still so free

I am in mid-explosion and I can’t help it

you are a flower blooming patiently

 

 

1156947-24149dd3e365c31ffd14ffd55f4228b9.jpg
Krister Axel (Parijs, 14 mei 1974)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Jens Sparschuh werd geboren op 14 mei 1955 in Karl-Marx-Stadt en groeide op in Oost-Berlijn Zie ook alle tags voor Jens Sparschuh op dit blog.

 

Uit: Stinkstiefel

 

„Ja, was macht denn der Herr Dinkhübel da unter seinem grünen Sofa?

Ist ihm was passiert?

Nur seine Beine gucken heraus und zappeln aufgeregt in der Luft.

Ah, jetzt kommt der ganze Herr Dinkhübel hervorgekrochen. Er klopft sich die Jacke ab, schüttelt den staubigen Kopf aus und schleicht weiter durch die Wohnung. Langsam, wie ein Kriminalinspektor. Auf Socken!

Dabei späht er nach allen Seiten. Er öff-net Schränke und Schubläden, steigt sogar auf den Fernsehsessel - ohne Erfolg -, schaut in leere Töpfe hinein und kriecht unter Tischen und Stühlen hindurch.

Wo sind nur all die Marzipanhasen, Schokoladenkugeln und die vielen Ostereier geblieben, die er gestern Abend, wie immer vor Ostern, überall versteckt hat? Keine Ahnung!

Und da auf eines Verlass ist, nämlich auf Dinkhübels Vergesslichkeit, geht die große Sucherei weiter.

Als die Uhr elfmal schlägt, liegt der große runde Wohnzimmertisch voller Süßigkeiten. Staunend steht Herr Dinkhübel davor.

Wer hätte das gedacht! So eine Überraschung!“

 

 

1156947-a4fae0998e0885c0cae90ffa54cac63f.jpg
Jens Sparschuh (Karl-Marx-Stadt, 14 mei 1955) 
 

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e mei ook mijn blog van 14 mei 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:47 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten