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Berichten van 12 augustus 2012 tot 13 augustus 2012

Dolce far niente (Amsterdam, Bert Voeten)


Dolce far niente

 

 

 

 

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De Binnen-Amstel gezien naar de Blauwbrug
Oudgekleurde kopergravure, omstreeks 1770

 

 

 

Zomermiddag aan de Amstel

 

De harde blauwe hand

van de lucht drukt op het water.

Roeiers gaan er gebukt

onderdoor. Hun spieren wandelen

langzaam over hun armen

rugwaarts. Een luie skiff

klapwiekt naar de oever.

 

In de oksels van de rivier

liggen boten te rusten

met lome zeilen. Meisjes

kopen op het voordek

een nieuwe huid van de zon

languit met hun warme

lichamen betalend.

Tegen hun gesloten

oogleden staat een rode

afdruk van de hemel.

Tussen hun pelende vingers

loopt het water spaak.

 

Achter de schermen van het

geboomte blijven de buitens

in 1860 leven.

 

Scooters op het jaagpad

knippen de stilte open

met een lange schaar van geluid.

 

 

 

 

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Bert Voeten (6 juli 1918 – 26 december 1992)

Cover 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 13e augustus ook mijn blog van 13 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.
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Thomas Mann

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

 

Uit: Der Zauberberg

 

„Kann man die Zeit erzählen, diese selbst, als solche, an und für sich? Wahrhaftig, nein, das wäre ein närrisches Unterfangen! Eine Erzählung, die ginge: "Die Zeit verfloß, sie verrann, es strömte die Zeit" und so immer fort, - das könnte gesunden Sinnes wohl niemand eine Erzählung nennen. Es wäre, als wollte man hirnverbrannterweise eine Stunde lang ein und denselben Ton oder Akkord aushalten und das - für Musik ausgeben. Denn die Erzählung gleicht der Musik darin, daß sie die Zeit erfüllt, sie "anständig ausfüllt", sie "einteilt" und macht, daß "etwas daran" und "etwas los damit" ist, - um mit der wehmütigen Pietät, die man Aussprüchen Verstorbener widmet, Gelegenheitsworte des seligen Joachim anzuführen: längst verklungene Worte, - wir wissen nicht, ob sich der Leser noch ganz im klaren darüber ist, wie lange verklungen. Die Zeit ist das Element der Erzählung, wie sie das Element des Lebens ist, - unlösbar damit verbunden, wie mit den Körpern im Raum. Sie ist auch das Element der Musik, als welche die Zeit mißt und gliedert, sie kurzweilig und kostbar auf einmal macht: verwandt hierin, wie gesagt, der Erzählung, die ebenfalls (und anders als das auf einmal leuchtend gegenwärtige und nur als Körper an die Zeit gebundene Werk der bildenden Kunst) nur als ein Nacheinander, nicht anders denn als ein Ablaufendes sich zu geben weiß, und selbst, wenn sie versuchen sollte, in jedem Augenblick ganz da zu sein, der Zeit zu ihrer Erscheinung bedarf.

Das liegt auf der flachen Hand. Daß aber hier ein Unterschied waltet, liegt ebenso offen.

 

 

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Cover DVD

 

 

Das Zeitelement der Musik ist nur eines: ein Ausschnitt menschlicher Erdenzeit, in den sie sich ergießt, um ihn unsagbar zu adeln und zu erhöhen. Die Erzählung dagegen hat zweierlei Zeit: ihre eigene erstens, die musikalisch-reale, die ihren Ablauf, ihre Erscheinung bedingt; zweitens aber die ihres Inhalts, die perspektivisch ist, und zwar in so verschiedenem Maße, daß die imaginäre Zeit der Erzählung fast, ja völlig mit ihrer musikalischen zusammenfallen, sich aber auch sternenweit von ihr entfernen kann. Ein Musikstück des Namens 'Fünf-Minuten-Walzer' dauert fünf Minuten, - hierin und in nichts anderem besteht sein Verhältnis zur Zeit. Eine Erzählung aber, deren inhaltliche Zeitspanne fünf Minuten betrüge, könnte ihrerseits, vermöge außerordentlicher Gewissenhaftigkeit in der Erfüllung dieser fünf Minuten, das Tausendfache dauern - und dabei sehr kurzweilig sein, obgleich sie im Verhältnis zu ihrer imaginären Zeit sehr langweilig wäre. Andererseits ist möglich, daß die inhaltliche Zeit der Erzählung deren eigene Dauer verkürzungsweise ins Ungemessene übersteigt, - wir sagen "verkürzungsweise", um auf ein illusionäres oder, ganz deutlich zu sprechen, ein krankhaftes Element hinzudeuten, das hier offenbar einschlägig ist: sofern nämlich dieses Falls die Erzählung sich eines hermetischen Zaubers und einer zeitlichen Überperspektive bedient, die an gewisse anormale und deutlich ins Übersinnliche weisende Fälle der wirklichen Erfahrung erinnern.“

 

 

 

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Thomas Mann (6 juni 1875 - 12 augustus 1955)

 

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 12e augustus ook mijn blog van 12 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.


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