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Berichten van 11 februari 2013 tot 12 februari 2013

Carnival (John Hennessy), Barbara Honigmann, Detlev Meyer, Lou Andreas-Salomé


Bij Carnaval

 


 

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Carnaval door Paul Cézanne, 1888.

 

 

 

Missing Carnival

 

O Venlo, Venlo, stedje van pleseer. This time

her body made him think of countryside,

some figure from his childhood, sun on scythe,

wind blowing shadows across the shining barley,

 

the milk-pail dented from use, the smell of leaf-mulch

and leather in the tack room. Soon she’d take bus

and ferry from London to Belfast, but first

the fire in her bed-sit. Her fingers traveled too,

 

down the raised purple scars along his vertebrae,

the flannel sheets between her thighs, his hair

trailing along her abdomen, the quill

of a feather poking through seams of the comforter,

 

the comforter itself. Those scars—he’d lied

to her, his time in Nicaragua, thugs cut

him coming from the fields. The bloodier fight

was with his brother, slicing tines of a pitchfork

 

plucked up along the flooded Maas. Everything

reduced to trinket and anecdote, the beer

and facepaint of carnival, street-dance and tuba,

beyond the muddy English roundabouts, the brown

 

and white waves, yellow lamps along Dutch highways,

his work at the union office pinned beneath

a glass globe paperweight—shaken

it showered silver snow over the wide

 

straw hat, red and green plow, the slouching body,

a campesino from days before Somoza fell.

He wondered if she were any better, smuggling

French social theory into Ulster, encounter

 

groups in the rec-centers of tower-block basements.

She’d just gotten the news: her last lover died

in a fire along the side of the highway, body

broken in seven places, silver chrome,

 

pearl and gold gas tank scorched, his bike crumpled

beneath the husk of an overturned van.

There wasn’t much to talk about. Afterwards she lay

with her back to him and he sang her carnival songs

 

in a language she didn’t speak, O Venlo, stedje van

pleseer. He thought of himself as the sun, kissing

her neck at the hairline, turning grey cobblestones

of the town-square silver, marshaling parades.

 

 

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John Hennessy (New Jersey, 1965)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Barbara Honigmann werd geboren op 12 februari 1949 in Oost-Berlijn. Zie ook alle tags voor Barbara Honigmann op dit blog.

 

Uit: Bilder von A.

 

“Irgendwann tat mir der Hintern vom Auf-der-Stange-Fahren weh, gefährlich war es zwar nicht, aber sehr bequem war es auch nicht gerade. A. begleitete mich nach Hause in meine Kniprode-Straße, gleich hinter dem Friedrichshain, die gerade in Arthur-Becker-Straße umbenannt worden war, darüber regten sich die Leute in meinem Haus noch lange auf, wozu denn das nun noch! Arthur Becker war ein kommunistischer Antifaschist, der während des Spanienkrieges in den internationalen Brigaden gekämpft hatte und dann erschossen worden war, diese Geschichte kannte aber kein Mensch, und sie interessierte auch keinen Menschen in meinem Haus, es reichte schon, daß der kleine Park neben der S-Bahn-Station jetzt nach einem hingerichteten Antifaschisten Anton-Saefkow-Park hieß und daß es im ganzen Umkreis noch mindestens fünfzehn andere Antifa-Kämpfer-Straßen gab. Die Leute wollten ihre Kniprode-Straße wiederhaben, wer immer der Herr Kniprode gewesen sein mag, er war bestimmt kein Antifaschist, und die Straße habe doch schon immer so geheißen, noch in Friedenszeiten, zeterten die Leute. Heute wohnen sie, wenn sie noch leben, wieder in der Kniprode-Straße.
Der Radfahrer, das erste Bild von A. also. Ich malte es auf ein Brett, das ich aus meinem Bücherregal nahm, auf diese Weise entstand dort gleichzeitig eine höhere Abteilung für Kunstbücher. Der Radfahrer ist längs auf das Regalbrett gemalt, en face, er fährt direkt auf den Betrachter zu; ein Mann en face auf einem Fahrrad verliert jeden Raum, jedes Volumen. A. hält seine rechte Hand an die Stirn, er hat, wie so oft, Kopfschmerzen. Der Hintergrund ist changierend in Lila-Grau-Gelb mit starker Wolkenbildung gehalten, dramatisch. Das Längsformat war für die Abbildung von A.s langen Beinen nötig, die er mit allen Fluchttieren gemeinsam hatte, Gazellen, Giraffen, Antilopen.
Entflohen ist er seit langem.”

 

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Barbara Honigmann (Oost-Berlijn, 12 februari 1949)

 

 

 

 

De Duitse schrijver en dichter Detlev Meyer werd geboren op 12 februari 1950 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Detlev Meyer op dit blog.

 

 

Ich habe an der Tafel der Götter gesessen

 

Ich habe an der Tafel der Götter gesessen,

und alles an mir war von Gold.

 

Ich leuchtete in die Erdennächte,

und in meiner Jugend ging die Sonne nie unter.

 

Nun sind alle Himmel kalt.

Ich bin unter die Menschen gefallen.

 

 

Wir gehen alle

 

Wir gehen alle

mit der Zeit,

die keine Wunden heilt,

die Wunden schlägt,

die nicht verweilt,

die uns nicht trägt,

die keine Zeit ließ

zum Verschnaufen,

die vor der Zeit

davongelaufen.

 

Die spuckt uns aus,

weil wir nicht munden,

weil wir nicht zahlten

für die Stunden,

in denen wir die Ewigkeit

in Gold auf unsre Körper

                      malten.

Wir gehen.

 

 

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Detlev Meyer (12 februari 1950 – 30 oktober 1999)

Berlijn, Gedächtniskirche, Festival of Lights, 2011

 

 

 

 

De Russisch-Duitse dichteres en schrijfster Lou Andreas-Salomé werd geboren op 12 februari 1861 in Sint Petersburg. Zie ook alle tags voor Lou Andreas-Salomé op dit blog.

 

 

Du heller Himmel über mir

 

Du heller Himmel über mir,
Dir will ich mich vertrauen:
Laß nicht von Lust und Leiden hier
Den Aufblick mir verbauen!

 

Du, der sich über alles dehnt,
Durch Weiten und durch Winde,
Zeig mir den Weg, so heiß ersehnt,
Wo ich Dich wiederfinde.

 

Von Lust will ich ein Endchen kaum
Und will kein Leiden fliehen;
Ich will nur eins: nur Raum - nur Raum,
Um unter Dir zu knieen.

 

 

 

Durch Dich

 

Was nur das Leben faßt an Allgewalten -
Durch Dich allein ergriff es mein Gemüt,
Zugleich in Leidenschaft und Händefalten,
Hab ich in Dir vor Gott gekniet.

 

Durch Dich allein auch ist die tiefste Wunde
Auf immer meinem Leben eingebrannt,
Da ich, in vergeßlich dunkler Stunde,
Im Gott das Menschenbild erkannt.

 

Hab Dank für alles, was Du mir gegeben!
Das Höchst' und Tiefste, das wir Menschen haben -
Durch Dich ward's mein in schweigendem Erleben:
Den Gott zu schau'n - und zu begraben.

 

 

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Lou Andreas-Salomé (12 februari 1861 – 5 februari 1937)

Hier met Paul Rée en Friedrich Nietzsche, rond 1882

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

 

De Amerikaanse dichter John Hennessy werd geboren in 1965 en groeide op in New Jersey. Hij kon aan Princeton University studeren middels een Cane Scholarship. Hij woonde in New York, Amsterdam, en Austin, en rondde zijn studies af aan de Universiteit van Texas en de Universiteit van Arkansas. Zijn gedichten verschijnen in The New Republic, The Yale Review, New Letters, Ontario Review, Fulcrum Annual, Harvard Review, Salt (UK), Notre Dame Review, Jacket (Australia), The Sewanee Review, en Best New Poets 2005. In. In  2007 was hij Resident Fellow aan het Amy Clampitt House. Tegenwoordig woont hij met zijn gezin in Amherst en doceert aan de Universiteit van Massachusetts.

 

 

The Green Man In April

 

There’s no shade in this New World like the hemlock
for settling the liver, uncoiling fish-shaped pancreas—
or just forgetting. I trample paths through burdock,
groom myself with crow’s wing, to cool my night-sweats.

When sunlight fixes me in place for daytime’s lapse,
I like to ground my limbs under the live oak tree
outside my wife’s new office, branch above the stacks
of papers there. Slow surge—I spread to see her stately

hips and bum, long, round thighs, her downward dog
to cobra pose, the arc of sweat, ecstatic drops
splattering on her yoga mat. After her evening jog,
she rubs my trunk, stretches like ivy. She stops

to sort me like a jolt of chlorophyll, her entire
elegant fist stuck in my knothole, a secret place
for keys and notes, old rings and diaphragm, wax figure
of what I've become, photos of my younger face.
 

 

 

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John Hennessy (New Jersey, 1965)

Geschreven door Romenu om 17:56 Reageer op dit bericht

Maskenball (Heinrich Heine), Maryse Condé, Else Lasker-Schüler, Kazys Bradūnas


Bij Carnaval

 

 

 

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Bal Masqué door August Willem van Voorden, ca 1910

 

 

 

Maskenball

 

Gib her die Larv, ich will mich jetzt maskieren
In einen Lumpenkerl, damit Halunken,
Die prächtig in Charaktermasken prunken,
Nicht wähnen, ich sei einer von den ihren.

 

Gib her gemeine Worte und Manieren,
Ich zeige mich in Pöbelart versunken,
Verleugne all die schönen Geistesfunken,
Womit jetzt fade Schlingel kokettieren.

 

So tanz ich auf dem großen Maskenballe,
Umschwärmt von deutschen Rittern, Mönchen, Köngen,
Von Harlekin gegrüßt, erkannt von wengen.

 

Mit ihrem Holzschwert prügeln sie mich alle.
Das ist der Spaß. Denn wollt ich mich entmummen,
So müßte all das Galgenpack verstummen.

 

 

 

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Heinrich Heine (13 december 1797 – 17 februari 1856)

 

 

 

 

De Franse schrijfster Maryse Condé werd op 11 februari 1937 in Pointe-à-Pitre op Guadeloupe geboren. Zie ook alle tags voor Maryse Condé op dit blog.

 

Uit: En attendant la montée des eaux 

 

“Il emplissait à nouveau son verre quand la sonnerie de l'entrée retentit avec violence, pressée par une main fiévreuse.  

Babakar sortit sur la galerie et, malgré la pluie, traversa en courant la pelouse, ses pieds nus s'enfonçant dans la gadoue puis s'en arrachant avec un bruit de succion. Un homme se tenait derrière la grille, s'abritant d'une feuille de bananier. Il était jeune. Beau. L'air craintif. Noir. Très noir. Habillé de hardes, curieusement chaussé de conver- ses rouges qui prenaient l'eau de toutes parts. Il s'agissait visiblement d'un Haïtien, innombrables dans la région malgré les arrestations et les reconduites aux frontières de plus en plus féroces de la police. Il balbutia :  

- Fô li vini kounye-a. Li pral mouri !  

Babakar ne s'était pas trompé : il reconnut le créole haïtien qu'il ne comprenait pas plus que le guadeloupéen et interrogea en français :  
- De qui s'agit-il ? D'une de mes patientes ?  

L'homme se borna à répéter avec plus de force :  

- Li pral mouri !  

Babakar retourna à l'intérieur de la maison pour s'habiller et prendre sa trousse. Puis, il rejoignit l'Haïtien qui, la tête entre les mains, s'était accroupi dans un coin du garage. Ils prirent place dans la vieille Mercedes, achetée pour une bouchée de pain à un VAT qui retournait à Angoulême, son contrat terminé. C'était une de ces nuits où ne peuvent germer que l'étrange ou l'insolite. Par une nuit semblable, Dieu avait dû créer l'homme avec tous les déboires que cela avait entraînés.

 

 

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Maryse Condé (Pointe-à-Pitre, 11 februari 1937)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster en dichteres Else Lasker-Schüler werd geboren in Elberfeld op 11 februari 1869. Zie ook alle tags voor Else Lasker-Schüler op dit blog.

 

 

An den Ritter aus Gold

 

Du bist alles was aus Gold ist
In der großen Welt.

Ich suche deine Sterne
Und will nicht schlafen.

Wir wollen uns hinter Hecken legen,
Uns niemehr aufrichten.

Aus unseren Händen
Süße Träumerei küssen.

Mein Herz holt sich
Von deinem Munde Rosen.

Meine Augen lieben dich an,
Du haschst nach ihren Faltern.

Was soll ich tun,
Wenn du nicht da bist.

Von meinen Lidern
Tropft schwarzer Schnee;

Wenn ich tot bin,
Spiele du mit meiner Seele.

 

 

 

Orgie

 

Der Abend küsste geheimnisvoll

Die knospenden Oleander.

Wir spielten und bauten Tempel Apoll

Und taumelten sehnsuchtsvoll

Ineinander.

Und der Nachthimmel goss seinen schwarzen Duft

In die schwellenden Wellen der brütenden Luft,

Und Jahrhunderte sanken

Und reckten sich

Und reihten sich wieder golden empor

Zu sternenverschmiedeten Ranken.

Wir spielten mit dem glücklichsten Glück,

Mit den Früchten des Paradiesmai,

Und im wilden Gold Deines wirren Haars

Sang meine tiefe Sehnsucht

Geschrei,

Wie ein schwarzer Urwaldvogel.

Und junge Himmel fielen herab,

Unersehnbare, wildsüsse Düfte;

Wir rissen uns die Hüllen ab

Und schrieen!

Berauscht vom Most der Lüfte.

Ich knüpfte mich an Dein Leben an,

Bis dass es ganz in ihm zerrann,

Und immer wieder Gestalt nahm

Und immer wieder zerrann.

Und unsere Liebe jauchzte Gesang,

Zwei wilde Symphonieen!

 

 

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Else Lasker-Schüler (11 februari 1869 - 22 januari 1945)

 

 

 

 

De Litouwse dichter Kazys Bradūnas werd geboren in Kiršai, Rayon Vilkaviškis, op 11 februari 1917. Zie ook alle tags voor Kazys Bradūnas op dit blog.

 

 

Sun Of Our Folk Songs

 

Only the sun of our folk songs
Ever visits your grave
And so day after day
On frozen hands it descends.

 

Those hands — our whole country —
Unclenched to the bright sky,
Lift from beneath the grass
A heart, like a precious stone,

 

Which cleaves not with heat,
Disintegrates not to white dust,
But only in an ancient song
Rises as the sun at dawn.

 

 

 

Exiled Poets

 

Exiled poets — desert cactuses,
No moisture,
Only sand all around,
Yet they grow and bloom
Spiny red blossoms.

 

Years fade,
Sand covers their tracks.
Only the exiled poets
Remain,
Grow
And bloom
With painful crimson flowers.

 

When your heart and mine
Is pierced by a poem's spine,
Let us not cry —
Exiled poets — desert cactuses
Feed on our blood.

 

 

Vertaald door Jurgis Bradūnas

 

 

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Kazys Bradūnas (11 februari 1917 - 9 februari 2009)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e februari ook mijn blog van 11 februari 2012 deel 1 en eveneens deel 2 en ook deel 3

Geschreven door Romenu om 20:16 Reageer op dit bericht

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