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Berichten van 3 juni 2013 tot 4 juni 2013

Marie Ndiaye, Ralf Thenior, Erasmus Schöfer, Buddy Wakefield, Yaak Karsunke, Elizabeth Jolley

  De Franse schrijfster Marie Ndiaye werd geboren op 4 juni 1967 in Pithiviers. Zie ook alle tags voor Marie Ndiaye op dit blog.

 

Uit: Drie sterke vrouwen (Vertaald door Jeanne Holierhoek)

 

“En degene die haar ontving of die toevallig, zo leek het, op de drempel van zijn grote betonnen huis verscheen, in een aanzwellende, plotseling zo krachtige schittering dat zijn in lichte kleuren geklede lichaam die schittering zelf leek voort te brengen en te verspreiden, de man die daar stond, klein, zwaarder geworden, als een neonlamp omhuld door een wit schijnsel, die man, plotseling opgedoken op de drempel van zijn kolossale huis, had niets meer van zijn vroegere arrogantie, zei Norah meteen in zichzelf, was zijn fiere houding kwijt en ook zijn jeugdigheid, ooit zo raadselachtig constant dat ze onvergankelijk leek.
Zijn handen hield hij gevouwen op zijn buik, zijn hoofd helde zijwaarts, en dat hoofd was grauw, die buik puilde week uit onder het witte overhemd, boven de riem van de crèmekleurige broek.
Daar stond hij in een kille glans, hij moest op de drempel van zijn pretentieuze huis zijn neergekomen van de tak van een flamboyant die in de tuin stond, want toen ze het huis was genaderd, overwoog Norah, was ze door het hek heen strak naar de voordeur blijven kijken, en ze had niet gezien dat die deur was opengegaan om haar vader naar buiten te laten – en toch was hij voor haar verschenen in het kwijnende daglicht, die afgetakelde man in zijn stralenkrans, die zo’n zware klap op zijn schedel leek te hebben gekregen dat de harmonische proporties die Norah zich herinnerde, waren vervormd tot die van een dikke man zonder hals met plompe, korte benen.
Roerloos zag hij haar naderen en niets in zijn weifelende, ietwat starende blik duidde erop dat hij haar komst verwachtte, dat hij haar had gevraagd, haar had gesmeekt (voorzover, dacht zij, een man als hij in staat was om wat voor hulp dan ook af te smeken) of ze naar hem toe wilde komen.”

 

 

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Marie Ndiaye (Pithiviers, 4 juni 1967)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

 

 

Schatten in der Maiwüste

 

Dem Pappelpappus gleich
schwebt durch den Tag er leicht
in abgewetzter Lebensjacke, ungebeugt
und reich, an der Fabrik vorbei,
in der man Missverständnisse erzeugt.

 

Onkelchen, geh noch nicht fort!
Gib mir noch Wort! Gib mir noch Welt!
Gib mir noch Geld, damit ich essen
kann! Denn ohne uns wär alles
nichts, hast du das schon vergessen?

 

Auf Plastikstühlen unterm Sonnenschirm,
dem colaroten, setzt mit sich selbst
er sich zu Tisch, Skelett mit Broten
singt übern Fluss das Lied vom Meere
und Augen, hinter Sonnenglas, weit offen,
starr’n ins Leere.

 

 

 

Unfertiges Interludium

 

Am Nachmittag die Nachtigall
in Russe an der Donau schlägt.
Er isst sein Brot mit Kaschkawal*
im Schattenrand am Uferweg.
Es ist noch keine Abfahrtszeit.
Der Zug fährt spät. Die Zeit vergeht.
Schadstoffe übers Wasser treibt
der Wind, der von Rumänien weht.

 

 

 

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Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

Hier actief op een basisschool bij een cultureel project

 

 

 

 


De Duitse schrijver Erasmus Schöfer werd geboren op 4 juni 1931 in Altlandsberg bij Berlijn. Zie ook alle tags voor Erasmus Schöfer op dit blog.

 

Uit: Winterdämmerung

 

„Da schüttelte der so Angesprochne, leicht lächelnd, sein furchenreiches Haupt und erklärte mit einer warmen, sicheren Stimme: Nein nein, ich sehe, dass die Schangcen dafür, dass es immer schlimmer wird, viel größer sind als die Schangcen dafür, dass es besser wird. Ich bezeichne mich als einen hochgemuten Pessimisten. Das heißt, obwohl ich pessimistisch bin meine ich, dass es uns nicht hilft, wenn wir angesichts der großen Gefahren für den Bestand der zivilisierten Menschheit die Hände in den Schoß legen. Ich kann das nicht irgendwie ideologisch begründen. Es hat wohl viel mit Karakter zu tun. Ich habe das Glück gehabt, dass meine Eltern mich nie kaputt gemacht haben. Wenn man in so früher Zeit nicht gebrochen wird weiß man: Ich kann doch etwas durchsetzen.
Ich bin mit neunzehn Jahren aus dem Nest geworfen worden, hatte keinen Pfennig Geld, meine Eltern konnten mir nichts zahlen. Ich musste dreiunddreißig, direkt nach dem Reichstagsbrand, emigrieren, nach Paris, und ich habe mich trotzdem über Wasser gehalten und weiterleben können. Nach solchen Erlebnissen ist man nicht so unsicher wie viele Leute, die sagen: Wenn ich meinen Job verliere, wenn ich mal kein Geld habe und keine Versicherung und keinen Besitz, dann ist es aus mit mir. Aber ich will dieses Lebensvertrauen nicht nur mit meinem persönlichen Karakter erklären – es ist auch politisch, ich könnte auch sagen: geistesgeschichtlich begründet. Ich bin in meiner Jugend stark durch Martin Buber beeinflusst worden. Martin Buber war der geistige Vater der deutsch-jüdischen Jugendbewegung, in der ich Mitglied war.
Buber hat den Messianismus zur Leitidee des Judentums gemacht. Messianismus heißt: Wir müssen die Seligkeit nicht jenseits des Lebens erwarten, sondern wir müssen auf der Erde die Verhältnisse ändern. Wir haben uns sehr früh nach links entschieden, gründeten eine Gruppe, die hieß Rotes Fähnlein, und wir hatten mit den roten Pfadfindern Kontakt.“

 

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Erasmus Schöfer (Altlandsberg, 4 juni 1931)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse (slam) dichter Buddy Wakefield werd geboren op 4 juni 1974 in Shreveport, Louisiana. Zie ook alle tags voor Buddy Wakefield op dit blog.

 

 

Healing Hermann Hesse


Hermann wants to eat nicotine
sometimes.
He asks
for a lot.
He paces space to make himself nervous
because some people are better at surviving than living.
If you wanna get heavy
he’ll teach you.
He knows it.
Spends his time falling from the weight.
Got a lead brain.
It’s a battle magnet.
He carries it around by the guilt straps.
Don’t laugh.
You didn’t see the size of the blizzard that birthed him.
Fits of snow.
Cotton rocks.
Whipped white bullet stretches
pinned with chips of teeth
to his habit of crying for help.
He doesn’t land well. Hates landing.
It reminds him of not living up.

 

Listen, I know there were days you wanted to die.

 

Hermann will not bow down to gravity,
falling,
he catches up to himself mid-air
just before the ground smacks.
Pullthroat
they call’im.
Sharp Turner.
Nothing touches the ground here.
Ground is at capacity.
He sees that.
He falls back.
He patches parachutes together with a kite knife.
It’s big enough to raise him in the updrafts
where he hides himself away in the angles of air
outlined by his knack for believing
that this life
it’s gonna work itself out.

 

 

 

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Buddy Wakefield (Shreveport, 4 juni 1974)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Yaak Karsunke werd geboren op 4 juni 1934 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Yaak Karsunke op dit blog.

 

 

hand & fuß

 

das ist der mund mit dem ich trinke

das ist der fuß auf dem ich hinke

das ist die hand mit der ich winke

 

das ist die hand mit der ich schlage

das ist das kreuz mit dem ich trage

das ist der mund mit dem ich frage

 

das ist die kür das ist die pflicht

das ist der hafer der mich sticht

 

& hier im lächelnden gesicht

das ist das auge das mir bricht

 

 

 

 

der schrei

 

weil sie vom boden

nicht auffliegen können

lassen sich die mauersegler fallen

aus einiger höhe

& beginnen im sturz ihren flug

 

ein jüngerer vogel

war gegen die scheibe geprallt

& lag benommen

mit ausgebreiteten schwingen

auf dem balkon

 

ich schob seine flügel zusammen

& hob ihn auf

hielt ihn in meinen händen

spürte sein herz hämmern dann

warf ich ihn in die luft

 

er schrie

als er davonschoss

 

 

 

 

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Yaak Karsunke (Berlijn, 4 juni 1934)

 

 

 

 

 

De Australische schrijfster Elizabeth Jolley werd geboren op 4 juni 1923 in Birmingham, Engeland. Zie ook alle tags voor Elizabeth Jolley op dit blog.

 

Uit: The Well

 

“When the end finally came Katherine had insisted on driving. 'You sit back Miss Harper, dear, and take a rest.' She had covered Miss Harper's bony knees with a cheerful tartan rug before taking her place behind the wheel. 'If I'm to get my test next week Miss Harper, dear,' her purring soft voice soothed, 'I'd better get in some practice hadn't I.' With nimble fingers she had quickly taken the ignition key.

The two women do not speak much during the long drive home. At first it is a moonlight night, dry and clear. The chill air carries the fragrance of the ploughed earth. Liking this but wishing for the sharp scent of rain on the dusty paddocks Hester thinks to herself, not for the first time, that the nights in the wheat are either moonlit or quite black. As soon as she has this thought the moon seems to slide into a bank of ribbed dark cloud. Raising her eyebrows and shrugging her thin shoulders she settles herself more comfortably in the passenger seat.

Sometimes during the day, when making this long drive into town or from town, Hester thinks about walking instead of driving. Life would be changed completely if a person walked all the way. Sometimes, in the car, she feels tempted to get out and start walking. The road between the endless paddocks of wheat would lie before her quite deserted and she would accept a different view of time and journey. When walking like this, on and on, no one in the whole world could know where she was. The occupation of a small fragment of the earth is known only to the one person who is alone on it.”

 

 

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Elizabeth Jolley (4 juni 1923 – 13 februari 2007)

Portret door Meg Padgham, 1977




Zie voor nog meer schrijvers van de 4e juni ook
mijn blog van 4 juni 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 19:47 Reageer op dit bericht

Allen Ginsberg, Philippe Djian, Maarten van Buuren, Monika Maron, Larry McMurtry

De Amerikaanse dichter Irwin Allen Ginsberg werd geboren in Newark, New Jersey, op 3 juni 1926. Zie ook alle tags voor Allen Ginsberg op dit blog.

 

 

Hospital Window

 

At gauzy dusk, thin haze like cigarette smoke
ribbons past Chrysler Building's silver fins
tapering delicately needletopped, Empire State's
taller antenna filmed milky lit amid blocks
black and white apartmenting veil'd sky over Manhattan,
offices new built dark glassed in blueish heaven--The East
50's & 60's covered with castles & watertowers, seven storied
tar-topped house-banks over York Avenue, late may-green trees
surrounding Rockefellers' blue domed medical arbor--
Geodesic science at the waters edge--Cars running up
East River Drive, & parked at N.Y. Hospital's oval door
where perfect tulips flower the health of a thousand sick souls
trembling inside hospital rooms. Triboro bridge steel-spiked
penthouse orange roofs, sunset tinges the river and in a few
Bronx windows, some magnesium vapor brilliances're
spotted five floors above E 59th St under grey painted bridge
trestles. Way downstream along the river, as Monet saw Thames
100 years ago, Con Edison smokestacks 14th street,
& Brooklyn Bridge's skeined dim in modern mists--
Pipes sticking up to sky nine smokestacks huge visible--
U.N. Building hangs under an orange crane, & red lights on
vertical avenues below the trees turn green at the nod
of a skull with a mild nerve ache. Dim dharma, I return
to this spectacle after weeks of poisoned lassitude, my thighs
belly chest & arms covered with poxied welts,
head pains fading back of the neck, right eyebrow cheek
mouth paralyzed--from taking the wrong medicine, sweated
too much in the forehead helpless, covered my rage from
gorge to prostate with grinding jaw and tightening anus
not released the weeping scream of horror at robot Mayaguez
World self ton billions metal grief unloaded
Pnom Penh to Nakon Thanom, Santiago & Tehran.
Fresh warm breeze in the window, day's release
>from pain, cars float downside the bridge trestle
and uncounted building-wall windows multiplied a mile
deep into ash-delicate sky beguile
my empty mind. A seagull passes alone wings
spread silent over roofs.

 

 

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Allen Ginsberg (3 juni 1926 - 6 april 1997)

Hier met acteur Johnny Depp (links)

 

 

 

 


De Franse schrijver
Philippe Djian werd geboren in Parijs op 3 juni 1949. Zie ook alle tags voor Phiippe Dijan op dit blog.

 

Uit: "Oh..."

 

“Je me suis sans doute éraflé la joue. Elle me brûle. Ma mâchoire me fait mal. J'ai renversé un vase en tombant, je me souviens l'avoir entendu exploser sur le sol et je me demande si je ne me suis pas blessée avec un morceau de verre, je ne sais pas. Le soleil brille encore dehors. Il fait bon. Je reprends doucement mon souffle. Je sens que je vais avoir une terrible migraine, dans quelques minutes.  

Il y a deux jours, comme j'arrosais mon jardin, un message inquiétant m'est apparu en levant les yeux vers le ciel. Un nuage, d'une forme très explicite. J'ai regardé autour de moi pour voir s'il s'adressait à d'autres, mais je n'ai vu personne. Et on n'entendait rien, juste moi en train d'arroser, pas une parole, pas un cri, pas un souffle d'air, pas un seul bruit d'engin - et Dieu sait qu'il y a souvent une tondeuse ou un souffleur en action dans les parages.  

Je suis sensible, en général, aux interventions du monde extérieur. Je peux rester enfermée plusieurs jours d'affilée, ne pas mettre un seul pied dehors si je perçois un inquiétant présage dans le vol erratique d'un oiseau - si possible accompagné d'un cri perçant ou d'un croassement lugubre - ou encore si un rayon de soleil le soir vient étrangement me frapper en pleine figure en traversant le feuillage ou si je me penche pour donner un peu d'argent à un homme assis sur le trottoir qui soudain m'attrape le bras et me hurle au visage : "Les démons, les visages des démons... mais si je menace de les tuer, là, ils m'obéissent... !!" - l'homme éructait, répétait cette phrase en boucle avec des yeux fous, sans me lâcher et en rentrant, ce jour-là, j'avais fait annuler mon billet de train, oubliant à l'instant le but de mon voyage, n'y attachant plus aucune espèce d'intérêt, pas le moindre, n'étant pas candidate au suicide ni sourde aux avertissements, aux messages et aux signes que l'on m'envoyait.  

 

 

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Philippe Djian (Parijs, 3 juni 1949)

Hier met de Zwitserse zanger Stephan Eicher (rechts) 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver en letterkundige Maarten van Buuren werd geboren op 3 juni 1948 in Maassluis. Zie ook alle tags voor Maarten van Buuren op dit blog.

 

Uit: Kikker gaat fietsen

 

“Ergens in het voorjaar van 1965 las ik, op aanraden van mijn docent religie, Le diable et le bon Dieu van Jean-Paul Sartre. Ik schoot goed op in dit niet al te moeilijke toneelstuk. Op zekere avond dacht ik het te kunnen uitlezen. Het was al laat, mijn ouders, broers en zuster waren naar bed. Ik ging er eens makkelijk voor zitten. Eerst nog een kop koffie. Ik stond op, maar nog voor ik bij deur was, ging er een bliksem door mijn hoofd: ‘God bestaat niet.’ Ik werd bevangen door een duizeling en viel. Ik keek tegen de onderkant van een op balken rustende houten vloer, waaronder ik weg tuimelde. In een reflex greep ik naar houvast, maar vond dit niet. Vervloekte lectuur! Vervloekte gedachte! Ik kon het puntje van mijn tong wel afbijten. Maar het was te laat: ik was God kwijt.

De val van mijn geloof staat in het centrum van een patroon dat ik onlangs heb leren herkennen als depressie. Het ligt voor de hand om te denken dat het verlies van God heeft bijgedragen tot het ontstaan van dit patroon. Maar ik haal dan waarschijnlijk oorzaak en gevolg door elkaar. Als het nu eens niet de val van mijn geloof is die leidde tot mijn depressie? Als de depressie nu eens de oorzaak was die me gaandeweg vervreemdde van de bezielde verbanden van mijn jeugd en de val van mijn geloof tot onherroepelijk gevolg had? Deze gedachte ligt des te meer voor de hand, omdat het geloof nauw verbonden is met hoop en liefde (deze drie, maar de meeste is liefde) en omdat ik depressie herken aan het ontbreken van deze grote drie.”

 

 

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Maarten van Buuren (Maassluis, 3 juni 1948)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Monika Maron op dit blog.

 

Uit: Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche


„Worüber zu sprechen ich mich hier aufgefordert fühle, ist etwas sehr Intimes, über das ich öffentlich eigentlich gar nicht sprechen möchte. Mir wurde zwar gesagt, ich dürfe dieses Amt gestalten, wie ich es wünsche, aber das ändert nicht viel, denn auf jeden Fall soll ich ja über Bücher sprechen und über das Schreiben und über mein Verhältnis zu Büchern und zum Schreiben; und das empfinde ich als geradezu exhibitionistisch. Seit jeher hat mich die Frage nach meinem Lieblingsbuch, die einem übrigens erstaunlich oft gestellt wird, meistens von Journalisten, in Verlegenheit gestürzt, weil ich erstens kein Lieblingsbuch habe, sondern in bestimmten Lebensaltern bestimmte Autoren mehr geliebt habe als andere und weil ich an Tschechow etwas anderes bewundere als an Kafka, und an Uwe Johnson etwas anderes als an Natalia Ginzburg oder Philip Roth.
Weil ich zweitens so viele Bücher, die ich hätte lesen müssen, nicht gelesen habe und darum nicht weiß, ob nicht eines dieser ungelesenen Bücher mein eigentliches Lieblingsbuch ist.
Und drittens erschreckt mich der Gedanke, was ich alles über mich verraten würde, wenn ich mein Lieblingsbuch, das ich aber nicht habe, preisgäbe.
Eine andere Frage, die mir seltener von Journalisten als von Lesern oder Zuhörern gestellt wird, sich aber ebenso gegen eine Antwort sperrt, ist die nach dem Grund, nach dem Warum; warum schreiben Sie?
Ich vermute, daß diese Frage so beliebt ist, weil viele Menschen hin und wieder das Bedürfnis verspüren, selbst ein Buch zu schreiben, daß sie in sich eine Geschichte bewahren, die sie für mitteilenswert halten, aber nicht die Kraft oder den Mut finden, mit dem Schreiben anzufangen, und nun wissen wollen, worin sich jemand, der es wirklich getan hat, von ihnen unterscheidet. Ich weiß auf diese Frage natürlich keine Antwort. Die Antwort wäre die Frage. Der eine tut es, und der andere tut es nicht.“

 

 

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Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

Cover

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Larry Jeff McMurtry werd geboren op 3 juni 1936 in Wichita Falls, Texas. Zie ook alle tags voor Larry McMurtry op dit blog.

 

Uit: Books

 

“I’m proud of my carefully selected twenty-eight-thousand-volume library and am not joking when I say that I regard its formation as one of my most notable achievements.
Yet, when I walk along the rows of bookshelves now, I feel that a distance has opened between me and my books. Some things had happened to diminish the sense of rapport I always had with those books.
This is made all the odder because of my love of rereading. If I once read for adventure, I now read for security. How nice to be able to return to what won’t change. Slowly Down the Ganges, a wonderful travel book by Eric Newby, I’ve now read many times. I also like his funniest book, A Short Walk in the Hindu Kush, a book Evelyn Waugh admired very much – and justly.
I think sometimes that I’m angry with my library because I know that I can’t reread all. I would like to, but the time is not there. It is this, I think, that produces the slight sense of alienation that I feel when I’m together with my books now. They need to find other readers soon – ideally they will be my son and grandson, but if not them, other book lovers.
Walking past my long shelves of English literature now, I feel rather like I felt while walking on the Rice campus. A young woman I had long ago dated briefly but intensely came walking up to me with a baby in her arms. She stopped, we chatted pleasantly; then we both walked on, having enjoyed our light encounter.
That’s the way I feel now, when among my books, I might pull down a volume of Stevie Smith, read a poem or two, then put the book back and move on. Once I was passionate about Stevie Smith – but when I look into her now, it’s a light encounter. And so life moves along.”

 

 

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Larry McMurtry (Wichita Falls, 3 juni 1936)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juni ook mijn blog van 3 juni 2012 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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