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Berichten van 21 januari 2015 tot 22 januari 2015

Lord Byron, Wilhelm Genazino, Rainer Stolz, Krzysztof Kamil Baczyń,ski, Gotthold Ephraim Lessing, Herwig Hensen, August Strindberg

De Engelse dichter en schrijver George Gordon Byron (beter bekend als Lord Byron) werd geboren op 22 januari 1788 in Londen. Zie ook alle tags voor Lord Byron op dit blog.

 

It Is the Hour

It is the hour when from the boughs
The nightingale's high note is heard;
It is the hour -- when lover's vows
Seem sweet in every whisper'd word;
And gentle winds and waters near,
Make music to the lonely ear.
Each flower the dews have lightly wet,
And in the sky the stars are met,
And on the wave is deeper blue,
And on the leaf a browner hue,
And in the Heaven that clear obscure
So softly dark, and darkly pure,
That follows the decline of day
As twilight melts beneath the moon away.

 

 

Bright Be The Place Of Thy Soul!

Bright be the place of thy soul!
No lovelier spirit than thine
E'er burst from its mortal control
In the orbs of the blessed to shine.

On earth thou wert all but divine,
As thy soul shall immortally be;
And our sorrow may cease to repine,
When we know that thy God is with thee.

Light be the turf of thy tomb!
May its verdure like emeralds be:
There should not be the shadow of gloom
In aught that reminds us of thee.

Young flowers and an evergreen tree
May spring from the spot of thy rest:
But nor cypress nor yew let us see;
For why should we mourn for the blest?

 

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Lord Byron (22 januari 1788 – 19 april 1824)
Jonny Lee Miller als Byron in de tv-film van de BBC, 2003

 

 

De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook alle tags voor Wilhelm Genazino op dit blog.

Uit: Das Glück in glücksfernen Zeiten

„Ich werde zahlen und nach Hause gehen. Ohnehin ertrage ich kaum, daß so viele Menschen an mir vorbeilaufen oder weggehen oder Platz nehmen. Die Bedienung schiebt einen nassen Kassenbon unter meine Tasse. Ich hebe die Tasse, dabei bleibt der Kassenbon am Boden der Tasse hängen. Da sehe ich eine arme verrückte Frau auftauchen, die ich in dieser Gegend schon öfter gesehen habe. Zuerst geht sie eine Weile auf und ab. Ihre Kleidung ist schadhaft, ihr Haar strähnig, wahrscheinlich übernachtet sie im Freien. Schon ihrem starren Gang ist anzusehen, daß sie eine schwere Störung hat. Ich betrachte sie gerne, sie ist mir nah, während sie ihre Exerzitien absolviert. Denn nach dem sechsten oder siebten Hin- und Herlaufen dreht sich die Frau plötzlich nach hinten, droht mit erhobener Faust in die Gegend und stößt Beschimpfungen aus. Es ist ein schweres, druckvolles Sprechen, das kein Sprechen mehr sein kann, sondern ein schreiendes Ausstoßen von Lauten. Vor ein paar Monaten konnte die Frau noch verstehbare Wörter schreien. Ich erinnere mich, daß sie einmal allen Kinderärzten drohte, man werde sie bald mit Kettensägen zerstückeln, einzeln und nacheinander, alle Kinderärzte der Stadt. Der Wahnsinn einer einzelnen Person hat etwas Belebendes und Wunderbares. Viele Café-Besucher betrachten die Geistesgestörte aus der Tiefe ihres Mangels. Die Verrücktheit der Frau stößt in die Halbtoten hinein und vertreibt ihre Bedürftigkeit. Auch mich selbst verwandelt die Verstörte. Ich hätte nicht für möglich gehalten, daß das Gefühl meiner Erschöpfung so schnell verschwindet.Ich zahle meinen Cappuccino, ziehe meine
Plastiktüten unter dem Tisch hervor und verschwinde. Von hier bis zu unserer Wohnung werde ich etwa zwanzig Gehminuten brauchen. Eine Gruppe grölender Männer mit Bierflaschen in der Hand zieht vorüber. Ein Kinderhandschuh steckt auf dem Pfosten eines Gartenzauns und rührt niemanden. Der Wind beugt die Astspitzen der Bäume gegen die Hauswände, so daß ein leichtes Rascheln entsteht.“

 

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Wilhelm Genazino (Mannheim, 22 januari 1943)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rainer Stolz werd geboren in Hamburg op 22 januari 1966. Hij woont nu in Berlijn. Zie ook alle tags voor Rainer Stolz op dit blog.

 

Glücksschmiede

Wir heben die Gläser auf die Idee
der Aktivität den Dreh
den uns Türen geben heben
die Gläser auf das Radio
das Bilaterale und den Schnee
der noch fällt auf die Welt
den Wein der noch atmet
heben wir die Gläser auf die Kuh
die Mut hat Milch zu geben heben
wir einen auf die Spülmaschinen
einen auf die Parkplatzengel
noch einen auf die Herzwochen
in der plastischsten aller Chirurgien
hebt die Gläser hoch auf die Kunst
und ihre Fehler auf die Wähler
auf das Multi-Komplex-Kino
auf Personalrabatt und Pinnwände
die so nach Erfüllung aussehen
und auf den Blues den wir nun
auch noch am Hals haben heben
wir jetzt die Gläser und die Beine
und die Flaschen an mit Kleingeld
das groß wird darin wie ein Plan
den wir nicht haben zwar aber
heben wir die Gläser aufs Prinzip
von Versuchen und Irren
heben wir also die Hämmer

 

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Rainer Stolz (Hamburg, 22 januari 1966)

 

 

De Poolse dichter Krzysztof Kamil Baczyński werd op 22 januari 1921 in Warschau geboren. Zie ook alle tags voor Krzysztof Kamil Baczyński op dit blog.

 

White Magic

Standing before the mirror of silence
with her hands in her hair,
Barbara pours into her glass body
silver droplets of her voice.

And then like a jar
she fills with light and glasslike
filters stars through herself
and the white dust of the moon.

Through the quivering prism of her body
in the music of white sparks
minks will glide past
like fluffy leaves of sleep.

Hoarfrost will coat the bears in it
brightened by polar stars
and a stream of mice will weave through
flowing in a loud avalanche.

Until filled up with milk
she'll slowly sink into sleep
as melodically time will settle at the bottom
in a cascade of glare.

And so Barbara has a silver body. In it
the white mink of silence stiffens softly
under an unseen arm.

Vertaald door Bill Johnson

 

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Krzysztof Kamil Baczyński (22 januari 1921 – 4 augustus 1944)
Mateusz Kościukiewicz speelt de dichter in de film “Baczyński” van Kordian Piwowarski , 2013

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gotthold Ephraim Lessing werd geboren op 22 januari 1729 in Braunschweig. Zie ook alle tags voor Gotthold Ephraim Lessing op dit blog.

Uit:Nathan der Weise

   „NATHAN. Und also, fuhr der Richter fort, wenn ihr
   Nicht meinen Rat, statt meines Spruches, wollt:                            
   Geht nur! - Mein Rat ist aber der: ihr nehmt
   Die Sache völlig wie sie liegt. Hat von
   Euch jeder seinen Ring von seinem Vater:
   So glaube jeder sicher seinen Ring
   Den echten. - Möglich; dass der Vater nun
   Die Tyrannei des einen Rings nicht länger
   In seinem Hause dulden wollen! - Und gewiss;
   Dass er euch alle drei geliebt, und gleich
   Geliebt: indem er zwei nicht drücken mögen,
   Um einen zu begünstigen. - Wohlan!                                         
   Es eifre jeder seiner unbestochnen
   Von Vorurteilen freien Liebe nach!
   Es strebe von euch jeder um die Wette,
   Die Kraft des Steins in seinem Ring' an Tag
   Zu legen! komme dieser Kraft mit Sanftmut,
   Mit herzlicher Verträglichkeit, mit Wohltun,
   Mit innigster Ergebenheit in Gott
   Zu Hilf'! Und wenn sich dann der Steine Kräfte
   Bei euern Kindes-Kindeskindern äußern:
   So lad ich über tausend tausend Jahre                                        
   Sie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird
   Ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen
   Als ich; und sprechen.
Geht! - So sagte der
   Bescheidne Richter.”

 

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Gotthold Ephraim Lessing (22 januari 1729 - 15 februari 1781)
Scene uit een opvoering, Salzburger Festspiele, 1984

 

 

De Belgische dichter en schrijver Herwig Hensen werd geboren op 22 januari 1917 in Antwerpen. Zie ook alle tags voor Herwig Hensen op dit blog.

Uit: Wanhoop is een lekke schuit

Zolang gij kwetsbaar zijt en onbeslapen
lijkt alles blijdschap, kans en spel:
geluk dat gij maar op moet rapen, wonder en waterbel.
Dan breekt - geheim - een wonde in u open
die samen raadsel is en lust.
En diep in dekens weggedoken
raadt gij uw huid gekust
en aangeraakt door lief gestreel van handen,
dat in uw bloed zijn jubel jaagt.
O vuur van binnenwaartse branden waarin gij alles waagt!
Er is een tijd van klaarliggen en dromen,
en wie ervaart dat als een straf?
Zie: alle struiken, alle bomen
wachten hun zomer af.

 

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Herwig Hensen (22 januari 1917 - 24 mei 1989)
Cover biografie

 

 

De Zweedse schrijver Johan August Strindberg werd op 22 januari 1849 in Stockholm geboren. Zie ook alle tags voor August Strinberg op dit blog.

Uit: SIMOOM (Vertaald door Edwin Björkman)

“BISKRA: Are you comfortably seated?
GUIMARD: [looks at her] I am seated a little crooked. Put something under my head.
BISKRA: [arranges the sand under his head] There, now you have a cushion under your head.
GUIMARD: My head? My feet are certainly there! -- Aren't my feet there?
BISKRA: Certainly they are.
GUIMARD: I thought so. -- Well, now give me a foot-stool under -- my head.
BISKRA: [drags up the aloe and puts it under GUIMARD's knees] There, there's a foot-stool for you.
GUIMARD: And then, water! -- Water!
BISKRA: [takes up the empty bowl, fills it with sand and hands it to GUIMARD.] Drink, while it is cold.
GUIMARD: [sips from the bowl] It is cold -- but it doesn't quench my thirst. -- I can not drink -- I loathe water -- take it away.
BISKRA: That is that dog that bit you.
GUIMARD: What dog? I have never been bitten by a dog.
BISKRA: The simoom has made your memory shrivel up, -- beware of the delusions of the simoom! Don't you remember the mad greyhound that bit you on the next to the last hunt in Bab-el-Qued?
GUIMARD: On the hunt in Bab-el-Qued? Yes, that's right! -- Was it beaver-colored?
BISKRA: A bitch? Yes! There, you see! And she bit you in the calf of your leg. Don't you feel how the wound stings?
GUIMARD: [feels for the calf of his leg, sticks himself on the aloe.] Yes, I feel it. -- Water! Water!”

 

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August Strindberg (22 januari 1849 – 14 mei 1912)
Scene uit een opvoering in Kopenhagen, 2013

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn blog van 22 januari 2013 deel 2 en ook mijn blog van 22 januari 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:33 Reageer op dit bericht

Ludwig Thoma, Louis Menand, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Imre Madách, Egon Friedell

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Lausbubengeschichten

„Es folgten recht unerquickliche Tage, und jedermann im Hause war bemüht, mich so zu behandeln, daß in mir keine rechte Festesfreude aufkommen konnte.
Schließlich sagte meine Mutter, sie sehe nur noch ein Mittel, mich auf bessere Wege zu bringen, und dies sei der Umgang mit Gretchen.
Vielleicht gelinge es dem Mädchen, günstig auf mich einzuwirken. Herr Rat Vollbeck habe seine Zustimmung erteilt, und ich solle mich bereit halten, den Nachmittag mit ihr hinüberzugehen.
Die Sache war mir unangenehm. Man verkehrt als Lateinschüler nicht so gerne mit Mädchen wie später, und außerdem hatte ich begründete Furcht, daß gewisse Gegensätze zu stark hervorgehoben würden.
Aber da half nun einmal nichts, ich mußte mit.
Vollbecks saßen gerade beim Kaffee, als wir kamen. Gretchen fehlte, und Frau Rat sagte gleich: "Ach Gott, das Mädchen studiert schon wieder, und noch dazu Scheologie." Meine Mutter nickte so nachdenklich und ernst mit dem Kopfe, daß mir wirklich ein Stich durchs Herz ging und der Gedanke in mir auftauchte, der lieben alten Frau doch auch einmal eine Freude zu machen. Der Herr Rat trommelte mit den Fingern auf den Tisch und zog die Augenbrauen furchtbar in die Höhe. Dann sagte er: "Ja, ja, die Scheologie!"
Jetzt glaubte meine Mutter, daß es Zeit sei, mich ein bißchen in das Licht zu rücken, und sie fragte mich aufmunternd: "Habt ihr das auch in eurer Klasse?"
Frau Rat Vollbeck lächelte über die Zumutung, daß anderer Leute Kinder derartiges lernten, und ihr Mann sah mich durchbohrend an; das ärgerte mich so stark, daß ich beschloß, ihnen eins zu geben.
"Es heißt gar nicht Scheologie, sondern Geologie, und das braucht man nicht zu lernen", sagte ich.
Beinahe hätte mich diese Bemerkung gereut, als ich die große Verlegenheit meiner Mutter sah; sie mochte sich wohl sehr über mich schämen, und sie hatte Tränen in den Augen, als Herr Vollbeck sie mit einem recht schmerzlichen Mitleid ansah.“

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
De jachtkamer van Thoma in het Ludwig Thoma Haus in Tegernsee

 

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: Why We Have College

“I got the question in that form only once, but I heard it a number of times in the unmonetized form of “Why did we have to read this book?” I could see that this was not only a perfectly legitimate question; it was a very interesting question. The students were asking me to justify the return on investment in a college education. I just had never been called upon to think about this before. It wasn’t part of my training. We took the value of the business we were in for granted.
I could have said, “You are reading these books because you’re in college, and these are the kinds of books that people in college read.” If you hold a certain theory of education, that answer is not as circular as it sounds. The theory goes like this: In any group of people, it’s easy to determine who is the fastest or the strongest or even the best-looking. But picking out the most intelligent person is difficult, because intelligence involves many attributes that can’t be captured in a one-time assessment, like an I.Q. test. There is no intellectual equivalent of the hundred-yard dash. An intelligent person is open-minded, an outside-the-box thinker, an effective communicator, is prudent, self-critical, consistent, and so on. These are not qualities readily subject to measurement.
Society needs a mechanism for sorting out its more intelligent members from its less intelligent ones, just as a track team needs a mechanism (such as a stopwatch) for sorting out the faster athletes from the slower ones. Society wants to identify intelligent people early on so that it can funnel them into careers that maximize their talents. It wants to get the most out of its human resources. College is a process that is sufficiently multifaceted and fine-grained to do this.”

 

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Sonnenuntergang

In Glorie rings die finstern Föhren,
Halbdunkel schon im Fichtenstand;
Kein süßer Vogelruf zu hören,
Mein lautes Herz nur schlägt ins Land.

Aufjubelnd hält noch vorm Entfliehen
Die Sonne ihre Schönheit wach,
Und ihrem liebevollen Glühen
Fließt meine ganze Seele nach. —

 

 

Himmlische Liebe

Ja doch, Liebste wir wollen uns wiegen
Hoch in unendlicher Ätherwelt,
Frei mit befreiter Seele fliegen
Dort wo die Gottheit ihr Hochamt hält,

Wollen im Himmel in Reinheit uns kühlen,
Abtun der Wünsche verwegene Lust, -
Einmal jedoch laß mich Erde fühlen,
Irdische Fülle an irdischer Brust!

 

 

Ich aber weiß

Ich aber weiß, ich seh dich manche Nacht,
In meinen Träumen klingt dein holdes Lachen,
Und meine Lippen murmeln oft im Wachen
Verlor’ne Wünsche, die an dich gedacht.

Und unaufhörlich legt sich Zeit zu Zeit,
Verweht wie deine sind dann meine Spuren,
Bis zu den Mauern jener stillen Fluren,
Wo schweigsam Hügel sich an Hügel reiht.

Dann wird der Sturmwind um die Gräber gehn,
Der wird mit seinen regenfeuchten Schwingen
Von Menschenglück und junger Liebe singen;
Wir aber ruhn und werden’s nicht versteh’n.

 

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Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)

 

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

Uit: Sterneneis (Vertaald door Ursula Giger)

"Die Erinnerung an das Ereignis bei der Mauer ist zu einer ermüdenden Schwangerschaft geworden, der Bauch wächst, dehnt sich aus und nichts geschieht. In der Verzweiflung beginnt man sich einzubilden, dass gewisse Frauen genauso lange schwanger sind wie ein Elefant. Bevor der Wecker klingelt, denke ich in der morgendlichen Dunkelheit an das Ereignis, gehe jede Einzelheit im richtigen Zeitablauf durch, sehe die umgebung vor mir, die Mauer, die sich grüne höhenzüge hochwindet wie die Schlange in der Völsungensaga, die Wachtürme, die in gleichmäßigen abständen alles wie riesengroße Schachfiguren überragen, die reisenden, die wie unruhige Bauernfiguren eifrig miteinander reden, das unerträgliche Stimmengewirr, mir wird übel. Bei einem turm der chinesischen Mauer. Ich sehe alles verschwommen. Druck in den Ohren. Ich schwanke und falle. und dann, gerade dann geschieht das Ereignis, das ich seither monatelang an jedem Morgen zu ergründen versucht habe, ohne Verständnis, ohne Erfolg, ohne Ergebnis, der augenblick wird unwirklich.
Eine Zeit lang befinde ich mich nicht in der Wirklichkeit. Ich befinde mich nicht in diesem land, ich bin nicht ich selbst, nicht sicher, ob ich, oder dieser Mensch, der ich sein sollte, lebendig oder tot ist. Glaube aber eher, tot zu sein, wenn ich den Gedanken zu Ende denke.
Über den nächsten Moment weiß ich nichts.
Die unwirklichkeit.
Immer wieder denke ich über das Ereignis an der Mauer nach, versuche, mich daran zu erinnern, bevor ich das licht anzünde, weiß ohnehin, dass dieser akt enden wird, er endet selbstverständlich genau wie jedes andere modernistische theaterstück ohne fassbares Ende oder resultat.“

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)
Cover 

 

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook alle tags voor Imre Madách op dit blog.

Uit: Tragedy Of The Man (Vertaald door Ottó Tomschey)

“LUCIFER
But when he wastes and damages the brew
You will fly into a passion afterwards.
Albeit, what do you expect for dilettants? -
And for what purpose is the whole creation?
You wrote a nice ode to your own glory,
Put it into a useless machinery
And don't lose your interest endlessly
In the same song always with the same tune.
Is this toy worthy of such a greybeard
That may divert only infantile children?
Where only a pugged spark imitates
His Lord, but is his misbirth, not his wraith;
Fate and freedom are hunting each other:
And the concordant judgement is missing. -
THE LORD
I can only be respected, not be judged.
LUCIFER
I can pass nothing except my essence.
(Pointing to the angels.)
You are praised enough by this caddish crowd,
As to praise you is only fair of them.
You gave birth to them as light to shadow,
But I've been living since eternity.
THE LORD
Insolent! Were not you born by matter,
Where did your power, you exist before?
LUCIFER
This my question would be to You, as well.
THE LORD
I have planned it since eternity
And lived inside me what's now created.”

 

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Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)
Scene van een uitvoering in Szombathely

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

Uit: Kleine Porträtgalerie (Novalis)

„Nichts glückte ihm: notwendige militärische und administrative Reformen unterblieben entweder ganz oder gelangten nur sehr unvollkommen zur Ausführung; um der überhandnehmenden Freigeisterei zu steuern, erließ er eine Reihe von Religions- und Zensuredikten, die aber nur einen unverständigen Glaubenszwang einführten und die Sache vollends verdarben. Sein Hang zur Romantik und zum Mystizismus führte ihn dem Obskurantismus und dem Schwindel in die Arme, er fand bald in dem gewissenlosen Wöllner seinen Tartüff und in dem geriebenen Bischofswerder seinen Cagliostro. Dieser gewann ihn für den berühmten Rosenkreuzerorden, der damals in voller Blüte stand und Zauberei, Alchimie und Geisterbeschwörung mit großer Geschicklichkeit betrieb. Der magische Humbug, der in der damaligen Zeit ein wirksames Mittel des Seelenfangs war, hat in Schillers »Geisterseher« eine meisterhafte Darstellung gefunden, die heute noch die Leser auch lebhafteste zu spannen vermag.
Friedrich Wilhelm III., der 1798 in der Regierung folgte, war kaum besser als sein Vorgänger. War dieser oberflächlich gewesen, so war jener seicht; wußte dieser nie recht, was er wollte, so wollte jener überhaupt nichts Rechtes. Sympathisch an ihm war nichts als eine gewisse bourgeoise Anständigkeit und Jovialität und seine schöne und liebenswürdige junge Gattin: im übrigen war er trocken, ohne Schwung, ohne Eigenart, ein durch und durch halber Mensch, der in nichts Persönlichkeit zu legen verstand.“

 

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Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 17e januari ook mijn blog van 17 januari 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:21 Reageer op dit bericht

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