Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 3 juni 2015 tot 4 juni 2015

Fronleichnam (Hugo von Hofmannsthal)

 

Bij Sacramentsdag

 

 1773362-a7a5187aa8983333d11e115b6fccbd37.jpg
Fronleichnamsprozession in Hofgastein door Adolph Menzel, 1880

 

 

Fronleichnam

Von Glockenschall, von Weihrauchduft umflossen,
Durchwogt die Straßen festliches Gepränge
Und lockt ringsum ein froh bewegt Gedränge
An alle Fenster, – deines bleibt geschlossen.

So hab auch ich der Träume bunte Menge,
Der Seele Inhalt, vor dir ausgegossen:
Du merktests kaum, da schwieg ich scheu-verdrossen,
Und leis verweht der Wind die leisen Klänge.

Nimm dich in acht: ein Tag ist schnell entschwunden,
Und leer und öde liegt die Straße wieder;
Nimm dich in acht: mir ahnt, es kommen Stunden,

Da du ersehnest die verschmähten Lieder:
Heut tönt dir, unbegehrt, vielstimmiger Reigen,
Wenn einst du sein begehrst, wird er dir schweigen.

 

 

 1773362-b7709c88250e9e8d8939e72348445a41.jpg
Hugo von Hofmannsthal (1 februari 1874 – 15 juli 1929) 
Wenen, Stephansdom vom Stock-im-Eisen-Platz, door Rudolf von Alt, 1832.
Hugo von Hofmannsthal werd geboren in Wenen.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 4e juni ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 12:22 1 reactie Reageer op dit bericht

Ralf Thenior, Marie Ndiaye, Erasmus Schöfer, Buddy Wakefield, Yaak Karsunke, Charles Dickinson

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

Uit: Strange Kebab

Vollmond über Balkonien

Der Efeuripper vom Rombergpark hackt wieder blindwütig auf den Efeu ein. Doch auf Balkonien stört das keinen. Man sitzt und trinkt Sangria con mucho alegria. Noch eben waren die Wölkchen lachsrot vom Sonnenuntergang, jetzt ist es schon dunkel, dämmerungsblau mit Violettschein, und die Fledermaus flippt durchs Himmelskarree im Hinterhof. Gott sei Dank, dass die Nachbarn nicht mehr grillen dürfen. – Ob er heute wieder hackt? – Der Efeuripper? Vielleicht. Gegenüber steht eine einsame Frau und raucht. Der Mond ist aufgegangen. Ein Baby schreit. Das ist der Mond! Das Baby schreit lauter. Dann schluchzt es nur noch, wird still. Der Duft des Sommerflieders, der aus dem Schuppendach wächst, steigt empor und weht durch den Hinterhof. Alle unterhalten sich leise,lachen gedämpft, nur im dritten Stock knurrt einer: Immer das Gefummel mit dem Werwolfgebiss!

 

Fett absaugen

Die letzte Flasche Wein war schlecht, er sucht seine Socken auf der Straße. Sagt einer: Komm mit, wir gehen protestieren. Er mit. Kleiner Haufen, aber zum Äußersten entschlossen. Sie bauen sich vor dem Rathaus auf. Wogegen sind wir? – Weißt du’s nicht? Der Bürgermeister hat dem Stadtwappen das Fett absaugen lassen. – Wie? – Ein Designer aus Düsseldorf hat dem Struppvogel den Bauch wegretuschiert. – Bei die-ser Haushaltslage? Für fuffzehntausend Eu! War es mein Genosse? Er schreit: Bürgermeister Langemeyer, klaut des Adlers gold’ne Eier! Und backt sich ein Ei!
Er steht allein vor dem Rathaus. Eine Hand legt sich auf seine linke Schulter. Auf seine rechte auch. Grüne Minna. Und ab nach Aplerbeck.

 

 1773360-9c3f6427b335fe8c9f868d7538f65519.jpg
Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

 

De Franse schrijfster Marie Ndiaye werd geboren op 4 juni 1967 in Pithiviers. Zie ook alle tags voor Marie Ndiaye op dit blog.

Uit: Ein Tag zu lang (Vertaald door Claudia Kalscheuer)

„Als der Lehrer sich entschloß, Nachforschungen anzustellen, war es dunkel geworden. Die Lichter des nahe gelegenen Gehöfts waren im Nebel kaum zu erkennen, und bei aller Besorgnis war der Lehrer froh, die Gegend schon am nächsten Morgen zu verlassen, denn wie sich zeigte, lebte man dort, kaum war der August zu Ende, in ständigem Regen und Nebel, was er bisher nicht gewußt hatte und erst dieser Nachmittag ihm zu Bewußtsein brachte. Das ganze Jahr über könnte ich hier niemals wohnen, dachte er angewidert, als er in den Weg zum Gehöft einbog und dabei vor jedem Schritt mit der Fußspitze den Boden prüfte, so schwach war das Licht des Mondes.
Es kam ihm vor, als sei die Kälte mit einem Schlag gekommen, unmittelbar nach dem Mittagessen, gerade als der Lehrer und seine Frau in aller Ruhe beschlossen, erst am nächsten Tag, dem zweiten September, in die Hauptstadt zurückzureisen, etwas später als sonst.
Sie waren plötzlich beide erschauert, und der Lehrer hatte ein paar gelehrte Sentenzen über den Wechsel der Jahreszeiten zum besten gegeben. Hatten sie sich dann nicht etwas zu selbstzufrieden über ihre baldige Abreise gefreut und lediglich bedauert, daß das schöne Wetter ihnen nicht noch einen weiteren Tag erhalten blieb? Gewiß, das örtliche Klima war ihnen gleichgültig, ebenso wie alles andere, was die Gegend betraf, denn sie waren nach der langen, stets heiteren und warmen Ferienzeit am 31. August immer abgereist“.

 

 1773360-d9ccf0d545a4e6fc6edc4df7ff9cd80c.jpg
Marie Ndiaye (Pithiviers, 4 juni 1967)

 

 

De Duitse schrijver Erasmus Schöfer werd geboren op 4 juni 1931 in Altlandsberg bij Berlijn. Zie ook alle tags voor Erasmus Schöfer op dit blog.

Uit:Vom Eisen befreit

 „Ökobäuerin Salli erzählt Armin von ihrem Plan für eine Landkommune.
" ...inzwischen hab ich feste Kunden und könnte manchmal mehr verkaufen als unsre Felder hergeben. Sie werfen uns Steine in den Weg, die Offiziellen vom Bauernverband, ich will dich nicht langweilen mit den Details, will dir nur erklären, weshalb ich meine, dass wir unser eigenes
Ding anfangen müssen, statt uns nur gegen die Zerstörungen zu wehren, die unser Wirtschaftssystem anrichtet.
Glaubst du, dass du mit wurmigen Radieschen und Äpfeln den Kapitalismus erschüttern kannst?
Die Sorte Fragen von euch Linken kennich Armin. Ihr wollt nicht begreifen,dass wir heute schon Beispiele schaffen müssen wie wir leben möchten, in dem Sozialimus oder Kommunismus der irgendwo im Nebel der Zukunft liegt oder nicht. Du hast mir mal begeistert erzählt von Arbeitern einer
Glashütte, die ihren Betrieb vor der Pleite gerettet haben, ihren Chef rausgeschmissen und selbst die Hütte weitergeführt. Das hat dir damals imponiert, stimmts? In der Schweiz hab ich einen Vortrag gehört über eine Landkommune in der Provence, das wolltich wissen, bin voriges Jahr hingefahrn, Longo Maï heißt die, so vierzig fünfzig Leute, Franzosen, Schweizer, Österreicher, und Deutsche, leben dort seit ix Jahren auf einem alten Bauergut zusammen und die sind keine Aussteiger - Einsteiger sind die, in ein andres, ja, solidarisches Leben.“

 

 1773360-b5ed951caffe7b9d387a7a021a55b402.jpg
Erasmus Schöfer (Altlandsberg, 4 juni 1931)

 

 

De Amerikaanse (slam) dichter Buddy Wakefield werd geboren op 4 juni 1974 in Shreveport, Louisiana. Zie ook alle tags voor Buddy Wakefield op dit blog.

 

Hurling Crowbirds at Mockingbars (Hope is Not a Course of Action) - Fragment

It was not my intention to make such a
production of the emptiness between us
playing tuba on the tombstone of a soprano
to try and keep some dead singer’s perspective alive.
It’s just that I coulda swore you had sung me a love song back there
and that you meant it
but I guess sometimes people just chew with their mouth open

so I ate ear plugs alive with my throat
hoping they’d get lodged deep enough inside the empty spots
that I wouldn’t have to hear you leaving
so I wouldn’t have to listen to my heart keep saying
all my eggs were in a basket of red flags
all my eyes to a bucket of blindfolds
in the cupboard with the muzzles and the gauze
ya know I didn’t mean to speed so far out and off
trying to drive all your nickels to the well
when you were happy to let them wishes drop

but I still show up for gentleman practice
in the company of lead dancers
hoping their grace will get stuck in my shoes.
Is that a handsome shadow on my breath, sweet woman
or is it a cattle call
in a school of fish? Still dance with me
less like a waltz for panic
more for the way we’d hoped to swing
the night we took off everything
and we were swingin’ for the fences

don’t hold it against
my love
you know I wanna breath deeper than this
you know I didn’t mean to look so serious
didn’t mean to act like a filthy floor
didn’t mean to turn us both into a cutting board
but there were knives s-stuck
in the words where I came from
too much time in the back of my words.
I pulled knives from my back and my words.
I cut trombones from the moment you slipped away

 

 1773360-273f31cfac9d8bdc22cf686d0e5ffa1a.jpg
Buddy Wakefield (Shreveport, 4 juni 1974)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Yaak Karsunke werd geboren op 4 juni 1934 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Yaak Karsunke op dit blog.

 

Zur schönen Aussicht

die täter - so hört man - sind nicht
nur bereit ihren Opfern
voll zu verzeihen nein mehr noch

sie sind entschlossen
die vergangenheit ruhen zu lassen
den blick nach vorne zu richten
& mit ihren opfern gemeinsam
einen neuen anfang zu wagen

gänzlich unbelastet von ihren
früheren taten

 

 

perdido

einer nach dem andern gibt die kanne
oder das horn ab
klappt den klavierdeckel zu
lehnt seinen bass an die wand

auch tänzer verlassen die bühne
vor zwei tagen Nurejew
gestern starb Dizzy Gillespie
einer aids einer krebs so als ob man
es sich aussuchen könnte wie früher
als man die wahl hatte zwischen
alkohol & heroin

ladies and gentleman: this
was the massey hall quintett
1953 im mai
the greatest bebop concert ever
mit Charlie "Bird" Parker
John Birks "Dizzy" Gillespie
Bud Powell & Charles Mingus &

hinter dem Schlagzeug Max Roach
still alive spielt jetzt
den letzten chorus blues march
für trommel allein

 

 1773360-2a77c2dc4e1eb671dc7d3f2160b0fb14.jpg
Yaak Karsunke (Berlijn, 4 juni 1934)
Berlijn, Mauergedenkstätte in de Bernauer Straße

 

 

De Amerikaanse schrijver Charles Dickinson werd geboren op 4 juni 1951 in Detroit, Michigan. Zie ook alle tags voor Charles Dickinson op dit blog.

Uit: Shortcut in Time

“It was a towel trolley, right side up at the bottom of the pool's slopping floor. Its wooden lid was closed. A baseball-size bubble escaped from it and wobbled to the surface.
Then I was diving down through the water, wishing I'd taken a bigger gulp of air. The water squeezed my head as I went deeper and I felt vital passageways in my brain begin to slam shut. With a final, exhausted kick I got close enough to grab the edge of the trolley's wooden lid. It was varnished and slippery, but I expected it to open easily. It didn't budge. I yanked harder. Nothing. Another bubble--shaken free--broke against my chin.
Then I saw that the lid was locked, a ballpoint pen lodged in the latch. The pen was blue, with gold printing along the barrel. Removing it was easy enough. I tried to put it in my shorts pocket but it slipped out of my hand. When I grabbed for it I lost my grip on the trolley lid and bobbed to the surface.
Someone--a girl--was running from the poolhouse. I didn't get a good look at her. I could only scream--"Ambulance!"--and kick back down.
The water pressure on the trolley made it hard to lift the lid. A school of small bubbles fizzed past my face. The first thing I saw inside the trolley was a blue-white hand. As I lifted the lid higher I saw that the hand belonged to my brother.
I reached out in a panic and grabbed a good chunk of Kurt's cheek and pinched. Hard. I knew he hated when I did that and I hoped the pain and outrage might travel down to whatever cold grain of life remained inside him and make him angry enough to return to me.
He didn't respond. The imprint of my finger and thumb remained pressed into his skin like a dent in clay. He was folded into a fetal position. His eyes were half-open. I was pretty sure he was dead. A million times over the years that followed, I wished that he had been.”

 

 1773360-61120eb841708903a14cb62f523875f6.jpg
Charles Dickinson (Detroit, 4 juni 1951)
Detroit, Downtown

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e juni ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 12:19 Reageer op dit bericht

Elizabeth Jolley, Apollon Maykov, Jacques Roumain, Charles Dickinson, Fritz Weber, Dana Bönisch

De Australische schrijfster Elizabeth Jolley werd geboren op 4 juni 1923 in Birmingham, Engeland. Zie ook alle tags voor Elizabeth Jolley op dit blog.

Uit: Milk and Honey

“A wind blew through Europe. It blew stronger and ever stronger. It swept up the soot and the dirt, the horse manure, the brickdust and the thistledown.
Countless whirlwinds, spiralling and gathering, carried all that which was not fixed and secure upwards into the sky. And in this twisting movement cones were formed which, because of the intensity of the whirlwind, grew more and more compact as they moved higher and higher into the winds above the firmament.
The clotted debris travelled far away into another hemisphere and, forgetting the winds, sank down to earth. Most of the cones, as they reached the earth, fell apart and mixed with the dust of the new place.
Some did not do this.
Even as they fell they pressed closer and closer into themselves as if this was their only means of surviving.
In the new land they were scattered like rocks, not mixing with the soil but, from time to time, settling on the fragments of other such cones from which they drew sustenance in order to preserve themselves and remain unchanged for as long as possible”.

 

 1773347-a4194d910f400cfdde4a71cec10ba1b8.jpg
Elizabeth Jolley (4 juni 1923 – 13 februari 2007)
Portret door Peter Kendall, 1986

 

 

De Russische dichter Apollon Nikolayevich Maykov werd geboren op 4 juni 1821 in Moskou. Zie ook alle tags voor Apollon Maykov op dit blog.

 

Swallow rushed

Swallow rushed
Because of the white sea,
The village and began to sing:
"As of February, not slice,
As you March, don't look so glum,
Whether or even snow, though the rain -
All spring smell!"

 

 

Summer Rain

"Gold, gold falls from the sky!" -
The children scream and run for the rain...
- Fullness, children, we serem,
Only serem Golden grain
In full barns sweet bread!

 

 1773347-1ece793f3a61fde50da4cb161ad4da5f.jpg
Apollon Maykov (4 juni 1821 – 20 maart 1897)
Portret door  Ivan Kramskoy, 1883

 

 

De Haïtiaanse dichter, schrijver en politicus Jacques Roumain werd geboren op 4 juni 1907 in Port-au-Prince. Zie ook alle tags voor Jacques Roumain op dit blog.

Uit: Bois d'Ebène

Trop tard
jusqu’au cœur des jungles infernales
retentira précipité le terrible bégaiement
télégraphique des tam-tams répétant infatigables
répétant
que les nègres
n’acceptent plus
d’être vos niggers
vos sales nègres
trop tard
car nous aurons surgi
des cavernes de voleurs des mines d’or du Congo
et du Sud-Afrique
trop tard il sera trop tard
pour empêcher dans les cotonneries de Louisiane
dans les Centrales sucrières des Antilles
la récolte de vengeance
des nègres
des niggers
des sales nègres
il sera trop tard je vous dis
car jusqu’aux tam-tams  auront appris le langage
de l’Internationale
car nous aurons choisi notre jour
le jour des sales nègres
des sales indiens
des sales hindous
des sales indo-chinois
des sales arabes
des sales malais
des sales prolétaires
des sales juifs

 

 1773347-83ba9f454e09994af664df0e74758f75.jpg
Jacques Roumain (4 juni 1907 – 18 augustus 1944)
Hier op Cuba, tweede van links

 

 

De Oostenrijkse schrijver Fritz Weber werd geboren op 4 juni 1895 in Wenen. Zie ook mijn blog van 4 juni 2009.

Uit:Granaten und Lawinen

„Gegen Mitternacht des 30. Mai wird das Werk alarmiert. Seit zwei Stunden heult es hoch über uns hinweg, kracht auf die Anmarschstraßen nieder. Unsere Artillerie antwortet. Der Raum ist von Blitzen, Bersten und Dröhnen erfüllt, nur über den vordersten Linien liegt unheimliche Ruhe
Wolf und ich stehen nebeneinander in der Nahkampfanlage. Unsere Maschinengewehre sind hochgekippt, die Gurten eingezogen. Wir rauchen ununterbrochen. immer wieder sehen wir nach, ob alles griffbereit liegt: die Verschläge, die Patronenzieher, die Reserveläufe. Dann horchen wir in das Blitzen und Brodeln des Feuers.
Da saust auf dem Hügel Costesin eine grüne Rakete hoch. Aus den Stützpunkten knattert Gewehrfeuer, Schrapnells heulen von Lusern herüber und krepieren über unserm Drahtverhau. Ein Leuchtschirm schwebt plötzlich in der Luft und gießt blendende Helle ins Vorfeld.
Wolf hält die Leuchtpistole durch die Scharte und drückt ab. Wir sehen Menschen laufen, grün übergossen von dem Licht der langsam sinkenden Zündmasse. Sie haben Gewehre in den Händen und hasten aus der Mulde vor dem Werk den Hang herauf. Immer mehr quellen aus dem Wald..”

 

 1773347-61ee2d436a6606cdd59e0dc8c3fafee0.jpg
Fritz Weber (4 juni 1895 – 1 juni 1972)

 

 

De Duitse schrijfster Dana Bönisch werd geboren op 4 juni 1982 in Frechen. Zie ook alle tags voor Dana Bönisch op dit blog.

Uit: „Du wirst mal eine ganz Große…“ (Interview door Elisa Jannasch, MyCulture )

“„Ich hatte die Geschichte schon lange im Kopf und zwar hatten wir in Deutsch vor Ewigkeiten mal ‚Die Leiden jungen Werther’ durchgenommen und abschließend hatte unser Lehrer die Frage in den Raum geworfen, ‚Was glaubt ihr, könnte so eine Figur heute noch existieren, könnte eine Geschichte heute noch so verlaufen?’ Und da hab ich mir irgendwie Gedanken drüber gemacht und die Gedanken auf Eis gelegt, bis mir die Idee zu der Figur kam. Und bei Werther ist es ja auch so, dass er dieses Problem hat, seine Sehnsucht nach  eigenen Grenzen nennt er das immer, also durch die Welt durchdringen zu können. Ich hab mich da schon ein bisschen dran angelehnt, wenn es dann auch ironisiert wurde, dadurch dass Goethe da auch selber aufgetaucht ist. Ein Jahr hab ich dann für ‚Rocktage’ gebraucht. Und zum Schluss war ich mit meinen Eltern in den Semesterferien ganz geruhsam in Holland am Strand und hab das dort zu Ende geschrieben. Ich lag dann jeden Tag in den Dünen und das war schon ganz idyllisch.“  

 

 1773347-8ab0548b9faaeaa6eb24cc3a16e5fe61.jpg
Dana Bönisch (Frechen, 4 juni 1982)

Geschreven door Romenu om 12:00 Reageer op dit bericht

Allen Ginsberg, Philippe Djian, Maarten van Buuren, Solomonica de Winter, Monika Maron, Larry McMurtry, Norbert Gstrein

De Amerikaanse dichter Irwin Allen Ginsberg werd geboren in Newark, New Jersey, op 3 juni 1926. Zie ook alle tags voor Allen Ginsberg op dit blog.

 

Howl (Fragment)

whole intellects disgorged in total recall for seven days and nights with brilliant eyes,
meat for the Synagogue cast on the pavement,
who vanished into nowhere Zen New Jersey leaving a trail of ambiguous picture
postcards of Atlantic City Hall,
suffering Eastern sweats and Tangerian bone-grindings and migraines of China under
junk-withdrawal in Newark’s bleak furnished room,  
who wandered around and around at midnight in the railroad yard wondering where
to go, and went, leaving no broken hearts,
who lit cigarettes in boxcars boxcars boxcars racketing through snow toward lonesome
farms in grandfather night,
who studied Plotinus Poe St. John of the Cross telepathy and bop kabbalah because
 the cosmos instinctively vibrated at their feet in Kansas,  
who loned it through the streets of Idaho seeking visionary indian angels who were
visionary indian angels,
who thought they were only mad when Baltimore gleamed in supernatural ecstasy,
who jumped in limousines with the Chinaman of Oklahoma on the impulse of winter
midnight streetlight smalltown rain,
who lounged hungry and lonesome through Houston seeking jazz or sex or soup, and
followed the brilliant Spaniard to converse about America and Eternity, a hopeless
task, and so took ship to Africa,
who disappeared into the volcanoes of Mexico leaving behind nothing but the shadow
of dungarees and the lava and ash of poetry scattered in fireplace Chicago,
who reappeared on the West Coast investigating the FBI in beards and shorts with big
pacifist eyes sexy in their dark skin passing out incomprehensible leaflets,
who burned cigarette holes in their arms protesting the narcotic tobacco haze of
Capitalism,
who distributed Supercommunist pamphlets in Union Square weeping and undressing
while the sirens of Los Alamos wailed them down, and wailed down Wall, and the
Staten Island ferry also wailed,

 

 1773064-2f9ba71a5fee0408c49b5f346d258ef3.jpg
Allen Ginsberg (3 juni 1926 - 6 april 1997)
James Franco (Allen Ginsberg) en Aaron Tveit (Peter Orlovsky) in de film “Howl”, 2010

 

 

De Franse schrijver Philippe Djian werd geboren in Parijs op 3 juni 1949. Zie ook alle tags voor Phiippe Dijan op dit blog.

Uit: "Oh..."

« À seize ans, j'ai loupé un avion à la suite d'une beuverie aux fêtes de Bayonne et cet avion s'est écrasé. J'y ai longuement réfléchi. J'ai alors décidé que dorénavant, j'allais prendre certaines précautions afin de protéger ma vie. J'ai admis que ces choses existaient et j'ai laissé rire ceux qui prenaient le parti d'en rire. Je ne sais pour quelle raison mais les signes venus du ciel m'ont toujours semblé les plus pertinents, les plus impérieux, et un nuage en forme de X — un genre assez rare pour attirer doublement mon attention — ne peut que m'inciter à me tenir sur mes gardes. Je ne sais pas ce qui m'a pris. Comment ai-je pu relâcher ma vigilance ? Même si c'est un peu — beaucoup ? — à cause de Marty. J'ai tellement honte. Je suis tellement furieuse, à présent. Furieuse après moi. Il y a une chaîne à ma porte. Il y a une maudite chaîne à ma porte, l'ai-je oublié ? Je me relève et je vais la mettre. Je pince un instant ma lèvre inférieure entre mes dents et je reste immobile une minute. En dehors du vase cassé, je ne constate aucun désordre. Je monte me changer. Vincent vient dîner avec son amie et rien n'est prêt.
La jeune femme est enceinte, mais l'enfant n'est pas de Vincent. Je ne dis plus rien, à ce sujet. Je n'ai rien à y gagner. Je n'ai plus la force de me battre avec lui. Ni envie. Lorsque je me suis rendu compte à quel point il ressemblait à son père, j'ai cru devenir folle. Elle s'appelle Josie. Elle cherche un appartement pour Vincent et pour elle, et pour le bébé à venir. Richard a feint de se trouver mal lorsque nous avons évoqué le montant des loyers dans la capitale. Il a marché de long en large en maugréant, comme c'est devenu son habitude. Je vois combien il a vieilli, combien il est devenu sombre en vingt ans. « Quoi, par an ou par mois ? » a-t‐il fait en prenant un air mauvais. Il n'était pas sûr de trouver l'argent. Tandis que moi, je suis censée bénéficier de revenus confortables et réguliers."

 

 1773064-73e428a5e9704af5f83592db30e97cdb.jpg
Philippe Djian (Parijs, 3 juni 1949)

 

 

De Nederlandse schrijver en letterkundige Maarten van Buuren werd geboren op 3 juni 1948 in Maassluis. Zie ook alle tags voor Maarten van Buuren op dit blog.

Uit: De surrealistische poëzie van Jan Kuijper

“De bijbeltekst, letterlijk geciteerd in de eerste regel, geeft weinig houvast. Het verhaal van Ezau, die zó belust is op de linzensoep van zijn broer Jakob dat hij in ruil voor dat gerecht zijn eerstgeboorterecht afstaat, speelt nauwelijks een rol en het zou kortzichtig zijn om, afgaande op de titel, te concluderen dat het sonnet een soort bijbelcommentaar is. Alleen het sextet levert een aanknopingspunt. Het beeld dat daarin wordt gesuggereerd en dat men eerder in een verhaal uit de zwarte romantiek zou verwachten dan in een op de bijbel geïnspireerd gedicht, is dat van de vampier, die 's nachts zijn graf verlaat om zich te voeden met het bloed van levende slachtoffers. Dat beeld was nog sterker aanwezig in de vroegere versie. De laatste regel luidde ‘om ook zijn bloed er nog bij op te zuipen’ en in de plaats van ‘de nacht’ (regel 12) stond er aanvankelijk ‘Te middernacht’, het tijdstip waarop naar men zegt de vampiers hun graf verlaten. Het beeld van de vampier werpt een onverwacht licht op het octaaf. De priester die tijdens de eucharistie Christus' bloed drinkt en Ezau die in de bijbelpassage begerig kijkt naar de linzensoep, worden besmet met de eigenschappen van een op bloed beluste vampier. Het vampier-motief staat niet geïsoleerd. Het vormt de sleutel tot meerdere gedichten uit de bundel, bijvoorbeeld Hooglied 7:4 ‘Uw hals is als een elpenbenen toren; / vervat in blankheid is wat hier moet staan. / Het klopt. Houd ik mijn hand ertegenaan / dan voel ik kloppen, links en rechts van voren. / Ik kan niet voort zonder dat aan te boren. / Geen boor, een mes. Waar haal ik het vandaan? (...) Pas nadien / stolt het bloedrood op het ivoren wit’. In Klaagliederen 2:2 wordt het beeld opgeroepen van een schijndode die men begraven heeft. Het sextet geeft de remedie die, volgens het volksverhaal, de enige manier is om een vampier (ook wel ‘ondode’ genoemd) te doden, namelijk door zijn hart te doorboren: ‘Met eigen ogen zou ik willen zien / hoe een tweetal artsen mij het hart doorstak / (de een is getuige van de ander: misschien / gelooft die in de dood, het is zijn vak)’.”

 

 1773064-efa78f7d296c5a93d78e40a7c1a715a8.jpg
Maarten van Buuren (Maassluis, 3 juni 1948)

 

 

De Nederlandse schrijfster Solomonica de Winter werd geboren op 3 juni 1997 in Bloemendaal. Zie ook alle tags voor Solomonica de Winter op dit blog.

Uit: Achter de regenboog

“Daisy had vlassig haar, dat ze bijna nooit waste. Haar wangen waren ingevallen, haar ogen groot en zwemmerig. Ze zag er minstens tien jaar ouder uit dan ze eigenlijk was en ze was precies het tegenovergestelde van mij. Ik heb lang en donker haar. Mijn ogen kunnen kamers en plekken scannen als die van een kraai. Ik was het korstje op haar knie dat alleen genas als ze ophield er tot bloedens toe aan te krabben. Ik was de dochter die ze nooit had willen hebben.
lk woonde bij mijn moeder, met mijn boek en met in mijn achterhoofd het idee dat de wereld goed was. lk probeerde me vast te klampen aan dat idee.
Echt waar Blue, de wereld is mooi, de wereld is prachtig. Maar het is moeilijk om hoop te vinden als die zich in het verleden al vele malen voor je heeft verborgen.
We Iiepen verder. Ik zag nog meer verlaten gebouwen, meer dan toen we weggingen uit deze stad. Omdat Daisy zo snel liep en me nag steeds aan mijn pols meesleepte, had ik geen tijd om ze goed te bekijken. Ik herkende winkels en bankjes, sommige bomen en een paar straatlantaarns. lk zie alles. Maar daar ga ik het niet over hebben. Dat is mijn geheim. Omdat u mijn dokter bent, moet ik u denk ik over mijn geheimen vertellen, maar ik ga ze echt niet allemaal verklappen. Net genoeg om u nieuwsgierig te maken misschien.
Eén ervan is dat ik in het donker kan zien en ook met mijn ogen dicht. Ik kan overal doorheen kijken. Ik kan door mensen heen kijken en door ogen en door de hemel en door de ziel. Ik weet wie God is. Ik heb hem fifzien. lk weet wie Satan is. Hem heb ik ook gezien. Ze vroegen me allebei of ik thee wilde. Denk niet dat ik gek ben. Want dat ben ik niet. Ik heb bewijs dat ik ze heb ontmoet.
Satan vroeg me of ik suiker wilde en waarorn zou ik daarover liegen? Waarom zou ik? God gaf rne geen suiker en melk. Hij gaf me gewoon een kop thee en dat was het.”

 

 1773064-c44080ffe30de8b31d8bfccbb85338a2.jpg
Solomonica de Winter (Bloemendaal, 3 juni 1997)

 

 

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Monika Maron op dit blog.

Uit: Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom (Artikel in Die Zeit, januari 201

„Am Montag vor Weihnachten sind mein Freund und Kollege Peter Schneider und ich nach Dresden gefahren. Wir wollten selbst sehen, was es mit dem Phänomen Pegida, das Politik und Medien in diese schäumende Aufregung versetzt, auf sich hat. Es fällt mir schwer, zu diesem Thema den richtigen Ton, die richtigen Worte zu finden, weil die Diskussion so vergiftet ist, daß mir bei jedem Satz die Wut des jeweiligen Adressaten sofort im Ohr klingt. Und wie sollte da ein Dialog zwischen Pegida und der Politik aussehen? Die Pegida-Demonstranten haben ihren Protest in die Welt geschrien, die Antworten konnten sie in den Zeitungen lesen. Was wäre da noch zu sagen?
Aber woher kommt diese Wut? Nimmt man die Pegida-Anhänger beim Wort, dann halten sie es für unsere und ihre Pflicht, Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte aufzunehmen, abgelehnte Asylbewerber aber abzuschieben, und sie fordern eine gesetzlich geregelte Einwanderung. Etwas anderes habe ich in den Reden auch nicht gehört, als ich am Montag in Dresden war.
Ob sie das wirklich so meinen, kann und will ich nicht beurteilen. Aus diesen Forderungen ließe sich aber weder Rassismus, noch Fremdenfeindlichkeit, schon gar nicht eine nazistische Gesinnung attestieren. Wenn ich das nur für Camouflage halte und ihnen diese Ansichten trotzdem unterstelle, habe ich jede Möglichkeit eines Dialogs ausgeschlossen. Das aber ist von Anfang an passiert.
Ich habe den Eindruck, dass gerade die sich überbietende Feindseligkeit, die unverhohlene Verachtung auf Pegida wirkt wie ein Wachstumshormon. Die Feindschaft der anderen gibt ihnen ein vermisstes Gemeinschaftsgefühl. Wer so viel Feindschaft auf sich zieht, muss groß und wichtig sein. Und die Umfragen, u.a. im Auftrag der "Zeit" erhoben, scheinen ihnen recht zu geben. Danach unterstützten 30 Prozent Pegida "voll und ganz", 19 Prozent eher ja, 26 Prozent teilweise und nur 23 Prozent gar nicht.“

 

 1773064-c6f24ff920664e7b5e48cd916931ae7b.jpg
Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

 

 

De Amerikaanse schrijver Larry Jeff McMurtry werd geboren op 3 juni 1936 in Wichita Falls, Texas. Zie ook alle tags voor Larry McMurtry op dit blog.

Uit: Lonesome Dove: A Novel

“Then he reached in and lifted his jug out of the mud. It had been a dry year, even by the standards of Lonesome Dove, and the spring was just springing enough to make a nice mud puddle. The pigs spent half their time rooting around the springhouse, hoping to get into the mud, but so far none of the holes in the adobe was big enough to admit a pig. The damp burlap the jug was wrapped in naturally appealed to the centipedes, so Augustus made sure none had sneaked under the wrapping before he uncorked the jug and took a modest swig. The one white barber in Lonesome Dove, a fellow Tennessean named Dillard Brawley, had to do his barbering on one leg because he had not been cautious enough about centipedes. Two of the vicious red-legged variety had crawled into his pants one night and Dillard had got up in a hurry and had neglected to shake out the pants. The leg hadnÂ’t totally rotted off, but it had rotted sufficiently that the family got nervous about blood poisoning and persuaded he and Call to saw it off. For a year or two Lonesome Dove had had a real doctor, but the young man had lacked good sense. A vaquero with a loose manner that everybody was getting ready to hang at the first excuse anyway passed out from drink one night and let a blister bug crawl in his ear. The bug couldnÂ’t find its way out, but it could move around enough to upset the vaquero, who persuaded the young doctor to try and flush it. The young man was doing his best with some warm salt water, but the vaquero lost his temper and shot him. It was a fatal mistake on the vaqueroÂ’s part someone blasted his horse out from under him as he was racing away, and the incensed citizenry, most of whom were nearby at the Dry Bean, passing the time, hung him immediately. Unfortunately no medical man had taken an interest in the town since, and Augustus and Call, both of whom had coped with their share of wounds, got called on to do such surgery as was deemed essential. Dillard BrawleyÂ’s leg had presented no problem, except that Dillard screeched so loudly that he injured his vocal cords. He got around good on one leg, but the vocal cords had never fully recovered, which ultimately hurt his business. Dillard had always talked too much, but after the trouble with the centipedes, what he did was whisper too much.”

 

 1773064-c2342d41583aa465cb64eaddc953f19a.jpg
Larry McMurtry (Wichita Falls, 3 juni 1936)

 

 

De Oostenrijkse schrijver Norbert Gstrein werd geboren op 3 juni 1961 in Mils bei Imst, Tirol. Zie ook alle tags voor Norbert Gstrein op dit blog.

Uit: Eine Ahnung vom Anfang

“Ich hatte vorher die weniger erfreulichen Dinge getan, den Müll zwischen den Mauerresten beseitigt, Bier- und Colaflaschen, glasscherben, Stanniolpapier, einen alten Schuh, zwei zerbrochene Federball- Schläger ohne Bespannung, und aus den Ecken den Kot, mensch- lichen Kot, tierischen Kot, ich wusste es nicht. ich hatte die halb verkohlten Baumstrünke aus einer offenbar wiederholt genützten Feuerstelle zum Wasser getragen, sie hineingeworfen und zugeschaut, wie sie träge schaukelnd davontrieben, in einen Wirbel gerieten und dann von der kräftigen Strömung in der Flussmitte erfasst und mitgerissen wurden. Einen halben Nachmittag lang beschäftigte ich mich damit, den letzten wie ein Findling daliegenden Brocken wegzurollen, aber nach den ersten drei Umwälzungen, bei denen ich ihn mit aller Mühe hochgestemmt und über seinen Schwerpunkt gedreht hatte, gab ich es keuchend und schwitzend auf und ließ ihn keine drei Meter von der Ausgangsstelle entfernt liegen, an der eine Weile ein Oval von frischem Erdreich feucht in der sonne glänzte, bevor es nach und nach vernarbte.
Es war gegen Ende der zweiten Ferienwoche, und ich hatte gerade angefangen, aus den gesammelten Steinen eine Umfriedungsmauer zu errichten, als Daniel und sein freund Christoph bei mir auftauchten. ich hatte schon lange das Knattern eines Mopeds gehört, das den Fluss entlang lauter wurde, mich aber nicht darum gekümmert, weil es nicht das erste Mal war und ich in den vergangenen Tagen immer wieder vom nahen Sport-platz in der Au Motorenlärm in den Ohren gehabt hatte. mit Besuch rechnete ich nicht, und sie mussten bereits eine Zeitlang dagestanden sein, als ich auf sie aufmerksam wurde, denn plötzlich schienen alle anderen Geräusche zu verstummen, und das Rauschen des Flusses unterstrich die Stille.“

 

 1773064-51834ebfdee516ebb56473341d0db10e.jpg
Norbert Gstrein (Mils, 3 juni 1961)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juni ook mijn blog van 3 juni 2012 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:50 Reageer op dit bericht

Wolfgang Cordan

De Duitse dichter, schrijver, vertaler, antropoloog en verzetsstrijder Wolfgang Cordan (pseudoniem van Heinrich Wolfgang Horn) werd geboren op 3 juni 1909 in Berlijn. De zoon uit een middenklasse gezin uit Berlijn studeerde klassieke filologie, filosofie en musicologie en sloot zich aan bij de George Kreis. Daarnaast was hij onder de indruk van Erich Mühsam, Bauhaus, Piscator en Brecht. Na de machtsovername door de nazi's emigreerde Horn in februari 1933 naar Parijs, trad toe tot de surrealistische kringen en nam de naam Wolfgang Cordan aan. Hij schreef in die tijd vooral poëzie. Eind 1933 reisde hij naar Nederland, gaf leiding aan het viertalige tijdschrift Centaur, en raakte bevriend met Max Beckmann en Klaus Mann; aan de laatste droeg hij zijn eerste verhaal op. Tijdens de oorlog en de Duitse bezetting was Cordan actief in het Nederlandse verzet. Hij nam o.a. enkele joodse kinderen onder zijn hoede om ze te behoeden voor deportatie. Na de oorlog Cordan woonde in verschillende landen in Midden- en Zuid-Europa, en later in Mexico, waar hij de door de Europese veroveraars grotendeels verwoeste taal en het schrift van de Maya's bestudeerde. Zijn onderzoeksresultaten worden als controversieel beschouwd. Evenzo controversieel is de mate van Cordans homoseksuele gerichtheid; in 1950 behoorde hij in ieder geval tot de auteurs van het internationaal populaire homo-tijdschrift Der Kreis.

Uit:Die Matte

 “Die Fahrt durch das verwüstete Rheinland war gespenstisch. Gleich am ersten Tage verirrten wir uns. Bei fallender Nacht befanden wir uns in Düsseldorf, was nicht gerade unsere Richtung war. Über Umleitungen und Notbrücken suchten wir den Weg nach Süden. Als wir das nächste Mal zwischen Trümmern festgefahren waren, erfuhren wir, wir seien in Bonn. Es war nun schon gegen Mitternacht. Unser Wagen hielt zwischen Ziegelpyramiden, den Ruinen vor Ur ähnlich. Nur dass diese Wüste belebt war: Sofort sahen wir uns von einer amorphen Menge umringt, die an dem offenen Wagen herumkletterte. Es war wie ein Angriff von Nachtameisen. Allerdings biss man uns nicht. Vielmehr bettelte man um Konserven und Zigaretten, um Schokolade. Man war zu Gegenleistungen bereit. Wir befanden uns auf einem ehemaligen Platz in einem Supermarkt der Liebe beiderlei Geschlechts. Wir lernten, dass wir für ein Päckchen Zigaretten Orgien feiern konnten. Es war vollkommen gespenstisch. Die Szenerie lag im Halbdunkel. Ich weiß nicht mehr, ob es irgendeine Straßenbeleuchtung gab. Ich erinnere nur, dass der Mond schien. Dann als wir dem dantesken Purgatorium entflohen waren und wieder auf der Rheinstraße waren, zeigte ich Max ein Haus. Es war in der Mitte durchgeschnitten. Am Straßenrand lag die eine Hälfte als sumerisch-babylonische Ziegelruine. Die andere Hälfte stand aufrecht. Im dritten Stock schwebte eine weiße Badewanne an der Kachelwand und ein Spiegel blinkte im Licht des Mondes.“

 1819205-31dc9fd30f09fcd0b68f4e94486cf62c.jpg
Wolfgang Cordan (3 juni 1909 - 29 januari 1966)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten