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Berichten van 21 januari 2016 tot 22 januari 2016

Lord Byron, Wilhelm Genazino, Rainer Stolz, Krzysztof Kamil Baczyński, Gotthold Ephraim Lessing, Herwig Hensen, August Strindberg, Helen Hoyt

De Engelse dichter en schrijver George Gordon Byron (beter bekend als Lord Byron) werd geboren op 22 januari 1788 in Londen. Zie ook alle tags voor Lord Byron op dit blog.

 

My Soul Is Dark

My soul is dark - Oh! quickly string
The harp I yet can brook to hear;
And let thy gentle fingers fling
Its melting murmurs o'er mine ear.
If in this heart a hope be dear,
That sound shall charm it forth again:
If in these eyes there lurk a tear,
'Twill flow, and cease to burn my brain.

But bid the strain be wild and deep,
Nor let thy notes of joy be first:
I tell thee, minstrel, I must weep,
Or else this heavy heart will burst;
For it hath been by sorrow nursed,
And ached in sleepless silence, long;
And now 'tis doomed to know the worst,
And break at once - or yield to song.

 

 

I speak not, I trace not, I breathe not thy name

I speak not, I trace not, I breathe not thy name;
There is grief in the sound, there is guilt in the fame;
But the tear that now burns on my cheek may impart
The deep thoughts that dwell in that silence of heart.
Too brief for our passion, too long for our peace,
Were those hours - can their joy or their bitterness cease?
We repent, we abjure, we will break from our chain, -
We will part, we will fly to - unite it again!
Oh! thine be the gladness, and mine be the guilt!
Forgive me, adored one! - forsake if thou wilt;
But the heart which is thine shall expire undebased,
And man shall not break it - whatever thou may'st.
And stern to the haughty, but humble to thee,
This soul in its bitterest blackness shall be;
And our days seem as swift, and our moments more sweet,
With thee at my side, than with worlds at our feet.
One sigh of thy sorrow, one look of thy love,
Shall turn me or fix, shall reward or reprove.
And the heartless may wonder at all I resign -
Thy lips shall reply, not to them, but to mine.

 

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Lord Byron (22 januari 1788 – 19 april 1824)
Jonny Lee Miller (rechts) als Byron in de tv-film van de BBC, 2003

 

 

De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook alle tags voor Wilhelm Genazino op dit blog.

Uit:Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman

“Mit siebzehn trudelte ich ohne besondere Absicht in ein Doppelleben hinein. Kurz zuvor war ich vom Gymnasium geflogen und sollte, auf Drängen meiner Eltern, eine Lehrstelle annehmen. Ich selbst wußte damals nicht, welchen Beruf ich »ergreifen« könnte.
Ich war ratlos, wollte aber meine erschrockenen Eltern beschwichtigen. Eine Lehre wollte ich nicht beginnen, aber schließlich gab ich dem Druck nach und ließ mich von der Mutter in verschiedenen Personalbüros vorstellen. Die Bewerbungsgespräche verliefen in einer gedrückten und peinigenden Atmosphäre. Jedesmal, wenn ich hinter meiner Mutter ein Chefzimmer betrat, fühlte ich mich von neuem eingeschüchtert. Anstatt einen guten Eindruck zu machen, hörte ich bloß zu und schaute mich um. Die Chefs gefielen mir nicht, ich gefiel den Chefs nicht. An diesem Morgen lief es besonders schlecht. Wir saßen dem Chef einer Großgärtnerei gegenüber. Er hielt mein Abschlußzeugnis in Händen und unterdrückte seine Bedenken nicht. Auch die Allgemeinbildung eines Gärtners muß überdurchschnittlich sein, sagte der Chef und sah mir direkt ins Gesicht. Ich traute mich nicht zu sprechen, meine Mutter gab die Antworten für mich. Sie suchte nach immer neuen Erklärungen für meine schlechten Noten. Eben sagte sie, daß auch der Chirurg Ferdinand Sauerbruch ein sehr schlechter Schüler war und dann doch ein weltberühmter Chirurg geworden ist. Der Chef und ich waren verblüfft. Beide betrachteten wir meine Mutter. Wie kam sie nur dazu, mein elendes kleines Schülerleben mit Ferdinand Sauerbruch in Verbindung zu bringen? Der Geschäftsführer wollte wahrscheinlich hören, ob ich überhaupt sprechen und ob ich zusammenhängende Sätze bilden konnte. Ich blieb verstockt, ich brachte die Lippen nicht auseinander.
Ich sah dem Chef ins Gesicht und doch an seinem Gesicht vorbei nach draußen. Hinter ihm gab es ein großes Fenster, das den Blick auf eine belebte Straße freigab. In diesen Augenblicken begann draußen ein Mann, ein neues Plakat auf eine Werbewand zu kleben.
Es war ein riesiges buntes Plakat für eine neue Halbbitterschokolade. Es dauerte keine halbe Minute, dann war ich in das Wort halbbitter vertieft. Ich begriff, daß ich mich selbst in einer halbbitteren Situation befand und daß mir das Plakat half, meine Lage zu verstehen."

 
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Wilhelm Genazino (Mannheim, 22 januari 1943)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rainer Stolz werd geboren in Hamburg op 22 januari 1966. Hij woont nu in Berlijn. Zie ook alle tags voor Rainer Stolz op dit blog.

 

Haus in We.

Es gibt da noch Fragen: an die Bewahrer
der Grautonskala, die sanft am Abend
an die Fenster schlagen, noch Fragen
an alle Wetter, deren Lagen
beten scheef sind, wie das Haus
um das sie raufen, Fragen auch
an die Regenrinne, die gelegentlich
gelassen überflüssig ist, weshalb ich
mich fragen könnte, womit die Sonne
hier oben wohl ihr Gelb verdient
wo selbst die Schafe blau machen
bevor sie ins Gras beißen, weiter
wärn da Fragen an die Scharen der Geister
mit ihren Klopfzeichen: ob sie freiwillig
sich so hineinsteigern, als sei es
keine Kunst, die unvergleichlich
nutzlos ist, wie die Hohlräume hier
die alle Fragen verlagern, als Nahrung
für die Spinnen vielleicht, die mir sagen:
gut Holz! gibt es hier - und das riecht
wunderbar, wenn ich mir wieder mal
den Kopf gestoßen habe.

 

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Rainer Stolz (Hamburg, 22 januari 1966)

 

 

De Poolse dichter Krzysztof Kamil Baczyński werd op 22 januari 1921 in Warschau geboren. Zie ook alle tags voor Krzysztof Kamil Baczyński op dit blog en ook alle tags voor Baczyński.

 

Elegie für ... [einen polnischen Jungen]

Sie trennten dich von Träumen, Sohn, die wie ein Falter zittern,
Sie malten eine Landschaft dir aus Bränden und Gewittern,
Sie strickten feuchte Augen dir, mein Sohn, die rot verbluten,
Und säumten mit Gehängten dir den Fluss der grünen Fluten.

Sie prägten dir die Heimat ein, mein Sohn, mit toten Schritten,
Das Eisen deiner Tränen hat sich Wege ausgeschnitten,
Sie zogen dich im Dunkel groß mit Angst, die alle aßen,
Und du gingst blind die unwürdigste aller Menschenstraßen.

Du tratst, die schwarze Waffe in der Hand, mein Sohn ins Dunkel
und hörtest, wie Minutenschläge dir das Böse unken.
Und deine Hand bekreuzte noch die Welt, bevor sie sank.
War es die Kugel, war's das Herz, mein Sohn, was da zersprang?

Vertaald door Karl Dedecius

 

 

Elegy For A Polish Boy

They've taken you, my son, from your dreams and like a butterfly
they've embroidered you, my son. Your sad eyes bleed ore.
They painted landscapes, yellow-stitched, in horror and gore,
they adorned a hanged man like a tree, the sea's waves to ply.

They taught you, my son, your land and its ways by heart
and by its footpaths you sob iron shards for tears.
They tuned you in darkness, fed you in loaves of terror.
You tread, groping through to dark, the road of fear.

And you ascended at night, my golden son, with a black gun
you perceived in the passing of a minute-bristling evil's thirst.
Before you fell, you hailed the earth with your hand,
did it soften your fall, my sweet child, did the heart burst?

 

Translated by Barry Keane          

 

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Krzysztof Kamil Baczyński (22 januari 1921 – 4 augustus 1944)
Mateusz Kościukiewicz speelt de dichter in de film “Baczyński” van Kordian Piwowarski , 2013

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gotthold Ephraim Lessing werd geboren op 22 januari 1729 in Braunschweig. Zie ook alle tags voor Gotthold Ephraim Lessing.

Uit: Emilia Galotti

“Erster Aufzug
Die Szene: ein Kabinett des Prinzen.
Erster Auftritt
Der Prinz (an einem Arbeitstische voller Briefschaften und Papiere, deren einige er durchläuft). Klagen, nichts als Klagen! Bittschriften, nichts als Bittschriften! – Die traurigen Geschäfte; und man beneidet uns noch! – Das glaub ich; wenn wir allen helfen könnten: dann wären wir zu beneiden. – Emilia? (Indem er noch eine von den Bittschriften aufschlägt und nach dem unterschriebenen Namen sieht.) Eine Emilia? – Aber eine Emilia Bruneschi – nicht Galotti. Nicht Emilia Galotti! – Was will sie, diese Emilia Bruneschi? (Er lieset.) Viel gefodert, sehr viel. – Doch sie heißt Emilia. Gewährt! (Er unterschreibt und klingelt, worauf ein Kammerdiener hereintritt.) Es ist wohl noch keiner von den Räten in dem Vorzimmer?
Der Kammerdiener. Nein.
Der Prinz. Ich habe zu früh Tag gemacht. – Der Morgen ist so schön. Ich will ausfahren. Marchese Marinelli soll mich begleiten. Laßt ihn rufen. (Der Kammerdiener geht ab.) – Ich kann doch nicht mehr arbeiten. – Ich war so ruhig, bild ich mir ein, so ruhig – Auf einmal muß eine arme Bruneschi Emilia heißen: – weg ist meine Ruhe, und alles! –
Der Kammerdiener (welcher wieder hereintritt). Nach dem Marchese ist geschickt. Und hier, ein Brief von der Gräfin Orsina.
Der Prinz. Der Orsina? Legt ihn hin.
Der Kammerdiener. Ihr Läufer wartet.
Der Prinz. Ich will die Antwort senden; wenn es einer bedarf. – Wo ist sie? In der Stadt? oder auf ihrer Villa?
Der Kammerdiener. Sie ist gestern in die Stadt gekommen.
Der Prinz. Desto schlimmer – besser, wollt' ich sagen. So braucht der Läufer um so weniger zu warten. (Der Kammerdiener geht ab.) Meine teure Gräfin! (Bitter, indem er den Brief in die Hand nimmt) So gut, als gelesen! (und ihn wieder wegwirft.) – Nun ja; ich habe sie zu lieben geglaubt! Was glaubt man nicht alles? Kann sein, ich habe sie auch wirklich geliebt. Aber – ich habe!
Der Kammerdiener (der nochmals hereintritt). Der Maler Conti will die Gnade haben – –
Der Prinz. Conti? Recht wohl; laßt ihn hereinkommen. – Das wird mir andere Gedanken in den Kopf bringen. (Steht auf.)”

 

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Gotthold Ephraim Lessing (22 januari 1729 - 15 februari 1781)
Scene uit een opvoering in Dresden, 2013

 

 

De Belgische dichter en schrijver Herwig Hensen werd geboren op 22 januari 1917 in Antwerpen. Zie ook alle tags voor Herwig Hensen op dit blog.

 

Natuur, in u een boom zijn onder bomen

Natuur, in u een boom zijn onder bomen,
voor kerven doof en voor beldreiging blind,
enkel van vlagen wetend die mij overkomen
en van seizoenen, zon en wind.
 
Wellicht de nachten scheiden van de dagen,
maar niets ervaren als een ergernis.
Wat mij ook raakt, gewoon verdragen,
omdat het komt, omdat het is.
 
Verbonden zijn met reuken, verven, sappen,
met al wat uitsterft of opnieuw gedijt,
en telkens weer het Zijn betrappen
tot er geen breuk is in de tijd,
 
tot elke vogel die, op schrille noten,
vanuit mijn kruin de lucht inschiet,
zo in mijn wortels ligt besloten
dat ik kan ruisen op zijn lied.

 

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Herwig Hensen (22 januari 1917 - 24 mei 1989)
Omstreeks 1939

 

 

De Zweedse schrijver Johan August Strindberg werd op 22 januari 1849 in Stockholm geboren. Zie ook alle tags voor August Strinberg op dit blog.

Uit:Het klooster (Vertaald door M. Törnqvist-Verschuur)

“Zoals hij daar lag in zijn eenzaamheid deed hij zijn uiterste best enige samenhang te ontdekken in alle verwarde gebeurtenissen, maar dit bleek vergeefse moeite te zijn. Wat een struikgewas was de mensenziel niet! Wie kon daar nu uit wijs worden! Van haat naar minachting, via hoogachting en bewondering, en dan weer terug, met een sprong opzij en dan nog twee naar voren. Goed en kwaad, verhevenheid en laag-bij-de-grondsheid, trouweloosheid en eeuwige liefde in één adem, kussen en slagen, beledigende verwijten en grenzeloze bewondering.
Zijn inzicht in de mensenziel had hem gebracht tot één van zijn weinige stelregels: nooit afrekenen, nooit teruggaan; maar de kluwen verder opwinden. En toen ze tijdens een van hun eerste ontmoetingen wilde herinneren aan iets wat hij een vorige keer gezegd had, viel hij haar in de rede met de woorden: niet teruggaan, wind de kluwen maar verder op! Men praat toch al zo veel, en bijna alles wordt geïmproviseerd. Ik heb geen meningen, alleen maar impromptu’s en het leven zou wel erg eentonig worden als men dag in dag uit hetzelfde zou denken en zeggen. Vernieuwing hebben we nodig; het hele leven is immers toch maar een gedicht, en het is veel prettiger over het moeras te zweven dan je voeten er in te steken om er tevergeefs naar vaste grond te zoeken.”

 

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August Strindberg (22 januari 1849 – 14 mei 1912)
Monument in Stockholm

 

 

De Amerikaanse dichteres Helen Hoyt werd geboren op 22 januari 1887 in Norwalk, Connecticut. Zie ook alle tags voor Helen Hoyt op dit blog.

 

Since I Have Felt The Sense Of Death

Since I have felt the sense of death,
Since I have borne its dread, its fear—
Oh, how my life has grown more dear
Since I have felt the sense of death!
Sorrows are good, and cares are small,
Since I have known the loss of all.

Since I have felt the sense of death,
And death forever at my side—
Oh, how the world has opened wide
Since I have felt the sense of death!
My hours are jewels that I spend,
For I have seen the hours end.

Since I have felt the sense of death,
Since I have looked on that black night—
My inmost brain is fierce with light
Since I have felt the sense of death.
O dark, that made my eyes to see!
O death, that gave my life to me!

 

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Helen Hoyt (22 januari 1887 – 2 augustus 1972)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn blog van 22 januari 2013 deel 2 en ook mijn blog van 22 januari 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:38 Reageer op dit bericht

Delphine Lecompte

De Vlaamse dichteres en schrijfster Delphine Lecompte werd geboren op 22 januari 1978 in Gent. Lecompte debuteerde in 2004 met “Kittens in the boiler”in Amerika, een roman die haar in de underground vergelijkingen opleverde met auteurs als Charles Bukowski en Henry Miller. Alle thema’s die erin aan bod kwamen, worden in haar latere poëzie verder uitgewerkt. Haar eerste dichtbundel “De dieren in mij”werd bekroond met de C. Buddingh’-prijs 2010 en de Prijs Letterkunde van de Provincie West-Vlaanderen 2011. In 2010 verscheen “Verzonnen prooi”, haar derde dichtbundel, “Blinde gedichten”publiceerde zij in 2012. In hetzelfde jaar reisde zij op uitnodiging van Antjie Krog naar Zuid-Afrika, waar ze een aantal voordrachten verzorgde, onder meer voor studenten van Alfred Schaffer. Lecompte is ook medewerkster aan Poëziekrant, Tirade en nY.

 

Nu en later

Na 30 jaren in dit leven
ben ik vreselijk afgeweken
als kind wilde ik later honden trimmen
koeien melken
en elk jaar een kind ter wereld persen.

Nu zit ik dus hier
op een Indonesisch tapijt dat ik van mijn opa heb gekregen
er staan boemannen met slagtanden op
ze molesteren kinderen en oude vrouwen
ik heb twee ondankbare katten
en wat ik iedere dag ter wereld pers
spoel ik meteen door.

Maar ik ben gelukkig
ik ontmoet Ierse striptekenaars
we drinken bitter bier en luisteren naar Morrissey
hij zingt dat de vader vermoord moet worden
maar mijn vader was nooit incestueus
spijtig voor mijn gedichten.

 

 

De verkeerde zee

De blozende diplomaat wijst naar de rotsen van de verkeerde Zee
Op die rotsen wil hij picknicken met mij
Hij vaart opzettelijk woest en draagt bespottelijke kleren
Die overdreven nautisch en verblindend nieuw zijn
De verkeerde Zee gooit een gulp over mij heen.

Nu ik bloot ben bloost de diplomaat niet meer
Het is een ander rood, alleszins geen schaamte
Ik doe alsof ik verlegen ben, alsof ik een handdoek zoek
Op de rotsen picknicken we na de daad met lange tanden
De daad met lange tanden, het brood is weldadig zoet.

'Ik kan je hier vermoorden, geen hond zou erom malen!' briest de diplomaat
Hij heeft ongelijk; een Zweedse bobijnster zou erom malen
Een versleten ex-bokser, een achterlijke kok, en misschien ooit mijn vader
Wanneer ik mijn kleren wil aantrekken zegt de diplomaat:
'Wacht nog even. Laat ons OXO spelen op je knieën!'

Ik win twee keer, een meeuw gaat aan de haal met een korst
De diplomaat zegt: 'Trek je kleren aan, ik wil terug naar de kust.
Ik heb nog een afspraak met een Poolse choreografe.
Ze is mooier dan jou, honderden mannen zullen haar dood betreuren.
En haar vader zal haar dood willen wreken, misschien lukt het hem…'

Terug op de dijk snak ik naar water
Mijn moeder kijkt niet op wanneer ik de hotelkamer betreed
In de douchecel schrob ik alle O's van mijn knieën
Op de rotsen ligt de bic die ik van mijn vader heb gekregen, zonder reden en waardeloos.


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Delphine Lecompte (Gent, 22 januari 1978)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Ludwig Thoma, Louis Menand, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Imre Madách, Egon Friedell

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit:Auf dem Bahnsteig

»Es wird Herbst!« sagte Major Burkhardt und blickte den Studienlehrer fest an mit seinen furchtlosen Soldatenaugen.
Er sagte es mit Betonung, als suchte er in seinem Begleiter bestimmte Vorstellungen zu erwecken.
»Ja ja«, seufzte Professor Hasleitner, »es wird allmählich kalt.«
»Und ungemütlich. Kalt und ungemütlich.«
Der Major wies auf die Kastanien vor dem Dornsteiner Bahnhofe, deren gelbe Blätter sich fröstelnd zusammenkrümmten.
»Um fünf Uhr wird es Nacht. Ein schlecht geheiztes Zimmer. Eine qualmende Lampe. Die Zugeherin bringt lauwarmes Essen aus dem Gasthof. Stellt es unfreundlich auf den Tisch. Das ist Ihr Leben.«
Hasleitner hatte ins Weite geblickt, zu dem Walde hinüber, an dessen Fichten der Nebel lange Fetzen zurückließ.
Der soldatisch bestimmte Ton des pensionierten Majors weckte ihn auf.
»Wie?« fragte er.
»Ich sage, Sie müssen heiraten.«
Der alte Soldat deutete auf die tiefer gelegene Stadt, deren Häuser behaglich aneinandergedrückt waren.
»Das ist das Glück!« sagte er. »Eine Frau am Herde, fleißig, um unser Wohl besorgt und stattlich.«
Er beschrieb mit der Rechten eine nach rückwärts ausbauchende runde Linie.
»Und stattlich!« wiederholte er.
Hasleitner sah, wie es weiß und grau und dick und dünn aus vielen Kaminen rauchte, und er schien die Gemütlichkeit des Anblickes zu verstehen.
In seine Augen trat ein freundlicher Schimmer, und man konnte glauben, daß er an Herdfeuer dachte, oder an die runde, sich nach rückwärts ausbauchende Linie.
Überhaupt, er war ein träumerischer Mensch.
Sorglos im Äußeren, den Hemdkragen nicht immer blendend weiß, die Krawatte verschoben, den Bart naß von der letzten Suppe, aber in den Augen Herzensgüte, im ganzen Wesen eine Verträumtheit, die immer wieder zum Nasenbohren führte.”

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Portret door Thomas Baumgartner,1911

 

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: The Metaphysical Club

“We think of the Civil War as a war to save the union and to abolish slavery, but before the fighting began most people regarded these as incompatible ideals. Northerners who wanted to preserve the union did not wish to see slavery extended into the territories; some of them hoped it would wither away in the states where it persisted. But many Northern businessmen believed that losing the South would mean economic catastrophe, and many of their employees believed that freeing the slaves would mean lower wages. They feared secession far more than they disliked slavery, and they were unwilling to risk the former by trying to pressure the South into giving up the latter.
The abolitionists were careless of the future of the union. "If thy right hand offend thee, cut it off" was the text they preached. They despised the unionists as people who put self-interest ahead of righteousness, and they considered any measure short of abolition or partition to be a bargain with evil. They baited the unionists with charges of hypocrisy and greed; the unionists responded by accusing the abolitionists of goading the South into secession, and by trying to run them out of town and sometimes to kill them. Before there was a war against the South, there was a war within the North.
Holmes's father, Dr. Oliver Wendell Holmes, Sr., was a unionist. The Holmeses were related to families that had prospered in New England since the time of the Puritans—the Olivers, the Wendells, the Quincys, the Bradstreets, the Cabots, the Jacksons, and the Lees—but they were not exceptionally wealthy.”

 

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Maienblüten

Duld es still, wenn von den Zweigen,
Von den überfüllten Zweigen,
Blüten weh'n ins fromme Haar,
Und sich sacht herüberneigen,
So im Durst herüberneigen,
Lippen sich auf Lippenpaar.

Sieh, ein Beben süß und wunderlich,
Rinnt durch übersonnte Blätterreihen.
Alle Blüten, die sie niederstreuen,
Segen streuen sie auf dich und mich.

 

 

Gelegenheit

Mittagsschwüle in der Runde,
Schläfrig schlägt die Kirchenuhr.
Und wir selbst auf sel'ger Spur
Hand in Hand in jungem Bunde.

Sehnt sich da nicht Mund zu Munde?
Lockt dich nicht die weiche Flur?
Ach, mein Auge fragt dich nur:
Wann kommt meine, deine Stunde?

 

 

Sehnsucht

Alte Gruben schaufle um,
Tiefer werden sie und breiter;
Altes Leid wird nimmer stumm,
Denn im neuen schluchzt es weiter.

Alter Wein, der unversehrt,
Kocht in seines Saftes Gluten;
Alte Sehnsucht schwillt und nährt
Sich vom eigenen Verbluten.

 

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Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)
Cover 

 

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

Uit:Sommerreigen(Vertaakld door Tina Flecken)

“Sie betraten die Metro, beide so hell, so strahlend, dass die Fahrgäste, die bis dahin mit gesenkten Köpfen vor sich hingestarrt hatten, um den Blicken der anderen auszuweichen, alle im selben Moment aufschauten. Kurz darauf wieder nach unten sahen oder aus dem Fenster, wo sie auf ihr eigenes Spiegelbild trafen.
Die beiden Zugestiegenen griffen nach der Stange in der Mitte des Wagens, hielten Ausschau nach freien Plätzen in der Nähe, ohne ihr Gespräch zu unterbrechen. Der Mann entdeckte einen freien Platz neben einem dunkelhäutigen Mann und bedeutete der Frau, sich dort hinzusetzen. Er stellte sich neben sie, griff nach einer der Halteschlaufen, die von der Decke hingen, und redete weiter. Die Frau sah immer wieder zu ihm hoch, warf ein Wort ein, lächelte, ließ ihren Blick dabei über die Fahrgäste schweifen, die ihr am nächsten saßen, drei Farbige mittleren Alters, eine ältere Frau mit einem kleinen Hund auf dem Schoß und ein junger Mann, der afroasiatischer Herkunft zu sein schien. Ihre Augen blieben einen Moment länger an ihm haften als an den anderen Fahrgästen, danach schaute sie ihn nicht mehr an.
Doch er schaute sie an.
Der dunkelhäutige Mann blickte hingegen kein einziges Mal zu der blonden Frau neben sich. Er starrte aus dem Fenster, wo es nichts zu sehen gab außer den düsteren Tunnelwänden, musterte dabei verstohlen sein Spiegelbild. Neugierig betrachtete der junge Mann die
Gegensätze aus Nord und Süd, die nebeneinander saßen und sich keines Blickes würdigten.
Der blonde Mann, der neben der Frau stand, ignorierte ihn und hatte nur Augen für die Frau, mit der er sprach. Ebenso wenig beachtete er die anderen Fahrgäste im Wagen, die schwiegen und die Zeit totschlugen, indem sie der Sprache der beiden lauschten.”

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)
 

 

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook alle tags voor Imre Madách op dit blog.

Uit: Die Tragödie des Menschen

"LUCIFER.
Was sollte mir gefallen dran? Daß ein'ge
Urstoffe mit je andern Eigenschaften,
Zu größern kleinern Kügelchen geknetet,
Einander haschen, jagen, und sich schließlich
In ein paar Würmern zu Bewußtsein aufbläh'n,
Bis alles gar, gesättigt, abgekühlt,
Doch nur die tote Schlacke übrig bleibt.
Die Eigenschaften dieser Stoffe hast du
Vielleicht in ihnen selber nicht vermutet;
Und wenn, so kannst du sie gewiß nicht ändern.
Guckt einmal ihren richtigen Gebrauch
Der Chemiker dir ab, so macht er's auch.
Als Koch und Kellner hast du da den Menschen
An deinen großen Schöpfungsherd gestellt,
Und duldest, daß er dir ins Handwerk pfusche.
Nun sudelt er und dünkt sich einen Gott.
Hat er die Suppe ordentlich versalzen,
Das Bier verschüttet, angebrannt den Braten,
Dann wirst du in zu spätem Zorn erglüh'n,
Und konntest doch von einem Dilettanten
Voraussichtlich nichts besseres erwarten.
Wozu am Ende deine ganze Schöpfung?
Schaffst dir ein selbstverherrlichendes Loblied,
Fügst es in einen schlechten Leierkasten,
Und wirst es nimmer satt, daß diese Weise
Dich für und für in einem Atem preise.
Schickt sich für einen ernsten Greis, wie du,
Ein Spiel, wie's Kinderherzen nur erfreut?
Wo seinen Herrn mit Staub vermengt ein Funke
Nachäfft – kein Konterfei, ein Zerrbild nur –
Bestimmung, Willensfreiheit sich bekriegen,
Und von gesundem Sinne keine Spur.”

 

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Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)
Illustratie van “Die Tragödie des Menschen“ door Mihály Zichy

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

Uit: Goethe. Groteske in 2 Bildern von Egon Friedell und Alfred Polgar

“Eine tiefe Stimme. Du mußt es dreimal sagen!
Züst, zitternd, wiederholt automatisch. Der Teufel soll ihn holen! Verdunkelung, die Tür springt auf, es erscheint Goethe.
Züst, mit schwacher Stimme. Wer sind Sie? Es wird wieder hell.
Goethe, milde. Ei, kenne Se mich denn net? Ich bin doch der, wo der Deiwel hole soll.
Züst fällt auf die Knie und wiederholt. Altmeister . . . Dichterheros . . . Neuschöpfer der deutschen Dichtung . . . Großer Dioskur von Weimar . . . Wiederbeleber der Antike . . .
Goethe. Ei, lasse Se doch die Förmlichkeite! Sache Se oifach zu mir Exzellenz, verstanne? Da der Schüler ihn verständnislos ansieht. Verstehe Se mei Frankforterisch net recht? Lächelnd. Ja, 's Hochdeutsch hat mer immer Schwierigkeite gemacht. Und nu sache Se mer, was wolle Se eichentlich geche mich, daß Se immer so uff mich rumschimpfe?
Züst. Ich . . . ich . . . möchte . . . weil ich's nicht finden kann . . . wenn Exzellenz so gütig wären . . . wie oft waren Exzellenz in Italien?
Goethe. No, dreimal wird's schon gewese soi – Aber sache Se mer, was geht Ihne das an?
Züst, indem er sich erhebt. Ach, Exzellenz, das kommt doch sicher morgen dran in der Prüfung. Ich weiß ja, alles, was Sie betrifft, ist sehr wichtig und interessant, aber es ist so furchtbar viel. Und wenn ich die Prüfung nicht besteh', muß ich in ein Bankgeschäft und ich möcht' doch so riesig gern Doktor der Philosophie werden, um im Kabarett auftreten zu können . . .
Goethe. No, no, nur net gar so hoch hinauswolle!”

 

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Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)
Scene uit een opvoering met Egon Friedell (helemaal rechts) als Goethe, Wenen, 1932

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e januari ook mijn blog van 21 januari 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:44 Reageer op dit bericht

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