Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 14 november 2016 tot 15 november 2016

Clemens J. Setz, Wolf Biermann, Jan Terlouw, J. G. Ballard, Gerhart Hauptmann, Liane Dirks, Lucien Rebatet, Elizabeth Arthur

De Oostenrijkse dichter, schrijver en vertaler Clemens J. Setz werd geboren op 15 november 1982 in Graz. Zie ook alle tags voor Clemens J. Setz op dit blog.

Uit:Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

“Folgen Sie diesem Heißluftballon!

Der Taxifahrer drehte den Kopf und schaute in die Richtung, in die Natalies Arm wies. Tatsächlich war da ein Ballon an der von ihrem Finger angepeilten Stelle zu sehen: ein fingerhutgroßer umgekehrter Wassertropfen im wolkenlosen Blau des Stadtrandhimmels, mit einem erahnbaren Firmenlogo auf der Außenhaut.
Natalie ließ ihren Arm sinken. Es war nicht abzusehen, wie der Taxifahrer reagieren würde. Ihr Herz klopfte, noch konnte alles schiefgehen. Sein Gesicht verriet nichts.
Es war der letzte Tag ihrer Ausbildung, und sie hatte gewaltig verschlafen. Im Grunde hatte sie alles schon hinter sich, alle Fachbereichsarbeiten geschrieben, alle Prüfungen bestanden, das Diplom gehörte ihr, war ab sofort Teil ihres Namens, also würde niemand wütend sein, wenn sie nicht zum Abschlussfest erschien. Aber sie hatte sich wochenlang darauf gefreut: Red Bull veranstaltete für die Ausbilderinnen und Absolventinnen aller Behindertenpädagogik-Lehrgänge des Landes einen fröhlichen Ballon-Tag, und selbstverständlich waren auch alle ehemaligen Schützlinge eingeladen, zwei Sonderballons würden mit rollstuhlgerechten Gondeln ausgestattet sein. Und Natalie war drei Stunden zu spät. Dreieinhalb.
Aber das hielt den Taxifahrer nicht davon ab, sich Zeit zu lassen, um die Informationen zu verarbeiten. Natalie begann ihn zu hassen, seine Schultern, seine schneeweißen Haare – doch da fuhr er unvermittelt los, ohne eine weitere Frage zu stellen. Natalie ließ sich in den Sitz zurückfallen, schnallte sich an, klatschte lautlos in die Hände und lachte. Geschafft!
Alles lief wieder glatt. Sie hatte letzte Woche elf Bewerbungen abgeschickt und stand in Kontakt mit der Welt. Vielleicht würde sie die Ballone noch aus der Nähe sehen, diese herrlichen sphärischen Gebilde, bei deren Anblick man innerlich runder und vollkommener wurde. Es würde doch ein schöner Tag werden!”

 

 1977069-94a4b4a9d6c0405f2afebadc6db05e17.jpg
Clemens J. Setz (Graz, 15 november 1982)

 

 

De Duitse zanger, dichter en schrijver Wolf Biermann werd geboren op 15 november 1936 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Wolf Biermann op dit blog.

 

Die hab ich satt (Fragment)

Die Lehrer, die Rekrutenschinder
Sie brechen schon das Kreuz der Kinder
Sie pressen unter allen Fahnen
Die idealen Untertanen:
Gehorsam – fl
eißig – geistig matt

– die hab ich satt!

Die Dichter mit der feuchten Hand
Dichten zugrund das Vaterland
Das Ungereimte reimen sie
Die Wahrheitssucher leimen sie
Dies Pack ist käufl
ich und aalglatt

– die hab ich satt!

Der legendäre Kleine Mann
Der immer litt und nie gewann
Der sich gewöhnt an jeden Dreck
Kriegt er nur seinen Schweinespeck
Und träumt im Bett vom Attentat

– den hab ich satt

Und überhaupt ist ja zum Schrein
Der ganze deutsche Skatverein
Dies dreigeteilte deutsche Land
Und was ich da an Glück auch fand
Das steht auf einem andern Blatt

– ich hab es satt



1977069-78d4b684067db623a3e6d0767cb17f33.jpeg 
Wolf Biermann (Hamburg, 15 november 1936)

 

 

De Nederlandse schrijver, fysicus en voormalig politicus voor Democraten 66 Jan Terlouw werd geboren in Kamperveen op 15 november 1931. Zie ook alle tags voor Jan Terlouw op dit blog.

Uit: Oorlogswinter

“Ineens flitste vlak voor zijn neus een felle elektrische zaklamp aan en scheen recht in zijn ogen. Hij schrok zich lam.
‘Es ist over achten,’ zei een stem in gebroken Nederlands. ‘Iek neem je gefangen. Was draagt du da in je hand? Handgranaten?’
‘Doe die rotlamp uit, Dirk,’ zei Michiel. ‘En je hoeft me niet zo te laten schrikken.’
Ondanks de verdraaiing had hij de stem herkend van de 20on van hun buurman. Dirk Knopper hield op zijn manier van een geintje. Hij was eenentwintig jaar en voor de duivel nog niet bang.
‘Door een beetje schrik word je gehard,’ zei hij. ‘Trouwens, ’t is inderdaad na achten. De eerste de beste Duitser kan je dood- schieten als een gevaar voor het Grote Duitse Rijk, heil Hitler.’
‘St! Schreeuw die naam niet zo over straat.’
‘Ach wat,’ zei Dirk luchtig, ‘onze bezetters horen hem graag.’
Ze liepen samen op. Dirk hield zijn hand voor de lantaarn, zodat er maar een klein straaltje licht doorkwam. Maar voor Michiel leek het helder dag. Hij zag nu de kant van de weg en dat
was een ongekende weelde.
‘Hoe kom jij eigenlijk aan een elektrische lamp en vooral: hoe kom je aan de batterij?’
‘Gejat van de moffen.’
‘Ga weg,’ zei Michiel ongelovig.
‘Serieus. We hebben twee officieren bij ons ingekwartierd, dat weet je toch? Van de week had er een, die dikke, weet je wel, een kartonnen doos met wel tien van dit soort lampen op zijn kamer staan. Nou ja, zijn kamer, onze kamer bedoel ik. Toen heb ik er een achterovergedrukt.’
‘Ga je dan in hun kamer.”
‘Ja, wiedes. Iedere dag ga ik even poolshoogte nemen, als ze weg zijn. Geen centje pijn. De enige voor wie ik moet oppassen is mijn vader. Die is zo bang als een wezel. Als hij wist dat ik deze lamp had, deed hij vannacht geen oog dicht. Nou ja, dat doet hij toch al niet vanwege Rinus de Raat. Ajuus hoor, kun je ’t zien?’
‘Ja, ik vind het wel. De groeten!’

 

 1977069-b21a8ca9652f90a24f80d64d9809da0c.jpg
Jan Terlouw (Kamperveen, 15 november 1931)
Scene uit de gelijknamige film met Martijn Lakemeier als Michiel van Beusekom, 2008

 

 

De Britse dichter en schrijver James Graham Ballard werd geboren in Shanghai op 15 november 1930. Zie ook alle tags voor J. G. Ballard op dit blog en ook mijn blog van 15 november 2010.

Uit:What I Believe (Fragment)

I believe in the death of the emotions and the triumph of the imagination.

I believe in Tokyo, Benidorm, La Grande Motte, Wake Island, Eniwetok, Dealey Plaza.

I believe in alcoholism, venereal disease, fever and exhaustion.

I believe in pain.

I believe in despair.

I believe in all children.

I believe in maps, diagrams, codes, chess-games, puzzles, airline timetables, airport indicator signs.

I believe all excuses.

I believe all reasons.

I believe all hallucinations.

I believe all anger.

I believe all mythologies, memories, lies, fantasies, evasions.

I believe in the mystery and melancholy of a hand, in the kindness of trees, in the wisdom of light.

 

 1977069-f597b66ff589c313852ba970964e4bf5.jpg
J. G. Ballard (15 november 1930 - 19 april 2009)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gerhart Hauptmann werd geboren in Obersalzbrunn (Neder-Silezië) op 15 november 1862. Zie ook alle tags voor Gerhart Hauptmann op dit blog.

Uit: Die Ratten

“FRAU JOHN, über Mitte der Dreißig hinaus, und das blutjunge Dienstmädchen Piperkarcka sitzen am Mitteltisch. Die John, den Oberkörper weit über den Tisch gelehnt, redet lebhaft auf das Dienstmädchen ein. Die Piperkarcka, dienstmädchenhaft aufgedonnert, mit Jackett, Hut und Schirm, sitzt aufrecht. Ihr hübsches, rundes Lärvchen ist verweint. Ihre Gestalt zeigt Spuren noch nicht vollendeter Mutterschaft. Sie malt mit der Schirmspitze auf der Diele.
FRAU JOHN
Na ja doch! Freilich! Ick sag’t ja, Pauline.
DIE PIPERKARCKA
Nu ja. Ick will nu also Schlachtensee oder Halensee. Muß jehn un muß nachsehn, ob ick ihm treffe! —
Sie trocknet ihre Tränen und will sich erheben.
FRAU JOHN
verhindert die Piperkarcka am Aufstehen.
Pauline! Um Jottes Willen, bloß det nich! Det nich, um keenen Preis von de Welt. Det macht Skandal, kost Jeld und bringt nischt. Wat woll’n Se woll, und wo Se noch in den Zustande sind! dem schlechten Halunken noch weiter nachlofen!?
DIE PIPERKARCKA
Denn soll meine Wirtin heute soll warten umsonst verjeblich auf mir. Ick spring im Landwehrkanal und versaufe.
FRAU JOHN
Pauline! Warum denn? warum denn, Pauline? Jeben Se Obacht, heren Se jetzt bloß um Jotteswillen ’n janz’n eenziges ... bloß ma ’n janzen kleenen Ochenblick uf mir, und passen Se dadruf uf, wat ick Ihn vorstelle! Det wissen Se doch, ick hab et Ihn doch bei de Normaluhr, wo ick an Alexanderplatz aus de Marchthalle bin jekomm, jleich anjesehn und hab et Ihn uf’n Kopp druf jesacht. Wat hab ick jesacht? Jeld, hab ick Ihn uf’n Kopp druf jefragt, jeld, kleenet Aas, er will nischt von wissen! — Det jeht hier vielen, det jeht hier allen, det jeht hier vielen Millionen Mächens so! Und denn hab ick jesacht ... wat hab ick jesacht? komm, hab ick jesacht, ick will dir helfen.“

 

 1977069-2c4f74bba6ac5ed128a9256ca08f102f.jpg
Gerhart Hauptmann (15 november 1862 - 6 juni 1946) 
Scene uit een opvoering in Verden, 2013

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Liane Dirks werd geboren op 15 november 1965 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Liane Dirks op dit blog.

 

Vermont

Diese dünne graue Linie
der kommenden Nacht
über der sanften Silhouette
der Berge.
Die wie Schattenrisse stehen
Tagesgrün vergeistigen
zu dicht gepresstem Blau.

Luft, alles Luft hier.

In hochgelegenen Tälern
schlafen die Wolken ein.
Vögel stürzen sich
lautlos
in den Schacht der Träume.
Im Dunkeln leuchten die Grabsteine
Schatten der Sterne
die wir sind.

 

 

Mein Haus ist luftig

Mein Haus ist luftig,
weil es nur aus
Worten
ist.
In so fern
lässt es sich
über all aufschlagen.
Dass es kracht.
Das ist lustig.
Und leicht,
sehr
leicht.

 

 1977069-5a14d195661c06837c8168e0c91685b9.jpg
Liane Dirks (Hamburg, 15 november 1965)

 

 

De Franse schrijver en journalist Lucien Rebatet werd geboren op 15 november 1903 in Moras -en- Valloire, Drôme. Zie ook alle tags voor Lucien Rebatet op dit blog.

Uit: Les deux étendards

« J’avoue que ces antiques folies me régalent. Les historiens orthodoxes que j’ai lus m’invitent à y voir une grande preuve de la Vérité qui a triomphé de tant d’assauts. Mais de quelle Vérité s’agit-il, puisqu’elle n’existait pas, qu’elle n’était pas écrite nulle part, qu’il a fallu cinq siècles de malaxation pour élaborer le dogme trinitaire – une théorie que l’on aurait triturée de Jeanne d’Arc jusqu’à nos jours – que ce dogme n’a été créé, les trois quarts du temps, que grâce aux hérésiarques plus inventifs et plus agiles, les vrais instigateurs de la doctrine ; qu’un saint du IIe siècle n’avait pas la moindre idée de la consubstantialité, qu’on pourrait établir une liste fort vraisemblable des saints de ce siècle qui auraient été d’affreux hérésiarques cent ans plus tard ? Je vois que la Vérité s’est confondue rapidement avec la plus vulgaire politique, qu’elle en a suivi les hasards, qu’il s’en est fallu d’un cheveu, d’un pape plus ou moins couillu, d’un empoisonnement plus ou moins réussi, d’une bataille gagnée, pour que nous devinssions tous ariens ou monophysites ; que la Croix, le Dieu Trinitaire, le Christ consubstantiel au Père ont gagné par la force, par les soldats, l’argent, la police et la censure, ni plus ni moins que tous les conquérants. Je vois le symbole de Nicée, fruit d’une interminable querelle parlementaire, imposé par un déploiement de gendarmes, d’anathèmes et de bûchers. Je vois les plus grand Pères de l’Église, Jérôme, Ambroise, Augustin, sous les traits de polémistes féroces, de fanatiques impitoyables, réclamant toujours davantage de flics, de juges et de prisons pour le service de leur Dieu. Et je n’ai guère lu que des histoires orthodoxes. À quoi bon lire les autres ? Que pourrais-je souhaiter d’y trouver encore ? Je n’oublie pas les martyrs, leur fermeté, leur grandeur, mais je n’oublie pas non plus les martyrs innombrables des autres partis. Combien d’ariens qui se firent égorger pour défendre leurs Dieu contre l’idée d’une Incarnation qu’ils jugeaient dégradante, impie ?"

 

 1977069-511c90241ef843fa3b291595c405a13f.jpg
Lucien Rebatet (15 november 1903 - 24 augustus 1972)

 

 

De Amerikaanse schrijfster Elizabeth Arthur werd geboren op 15 november 1953 in New York. Zie ook alle tags voor Elizabeth Arthur op dit blog en ook mijn blog van 15 november 2009 en ook mijn blog van 15 november 2010.

Uit: Till We Depart

“Eat,” she urged.
A wave of pull-along bags and noisy passengers rippled past the seaside-scene table.
“Are you going to...”
“Ssh,” the young woman said. She took the young man's hands in her own and gazed into his eyes.
“I must go. My flight's about to leave,” he croaked. Small beads of perspiration shone on his forehead.
The young woman turned the cake slowly, like a doll pirouetting in a music box, and pointed to a rosette clinging to the edge, as though it had thought twice about falling off.
“Go on, you have it. You really enjoyed the other one. Didn't you?” She grinned nefariously, wrapping the cake until it was an anonymous, shiny, sealed slab. She stood up and turned to leave.
“Excuse me, your cake, you forgot your cake,” the young man said hoarsely. His hands were trembling.
The young woman put a finger to her lips, and shrugged.
“Ssh, it's not my cake,” she whispered, and hurried away.
The young man broke off one rosette petal after the other as his plane raced along the runway.”

 

 1977069-88e0f7c59aca4e2136e46508eda61dcf.jpg
Elizabeth Arthur (New York, 15 november 1953)
New York

 

Voor nog meer schrijvers van de 15e november zie ook mijn blog van 15 november 2015 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:40 Reageer op dit bericht

Ted Berrigan

De Amerikaanse dichter Ted Berrigan werd geboren op 15 november 1934 in Providence, Rhode Island. Na de middelbare school bezocht hij een jaar lang Providence College voordat hij in het Amerikaanse leger ging. Na drie jaar in het leger, beëindigde hij zijn universitaire studies aan de Universiteit van Tulsa in Oklahoma, waar hij in 1959 een BA in Engelse taal behaalde en in 1962 net kort kwam voor de vereisten voor een MA. Berrigan was een prominente figuur in de tweede generatie van de New York School of Poets, waartoe ook Jim Carroll, Anselm Hollo, Alice Notley, Ron Padgett, Anne Waldman, Bernadette Mayer en Lewis Warsh behoorden. Hij heeft samengewerkt met Padgett en Joe Brainard op “Bean Spasms”, een werk dat belangrijk is bij het afwijzen van traditionele concepten van eigendom. Hoewel Berrigan, Padgett en Brainard allemaal individuele gedichten schreven voor het boek, en samengewerkten bij vele anderen, werden er geen auteurs opgenomen voor individuele gedichten. De dichter Frank O'Hara noemde Berrigan's meest significante publicatie, The Sonnets, 'een feit van de moderne poëzie'. Sinds de oorspronkelijke publicatie in 1964 izijn “The Sonnets” beschouwd als een belangrijke esthetische verklaring van zowel de New York School als de 20e eeuwse Amerikaanse poëzie als geheel, beinvloed als zij zijn door de eerste generatie New York School dichters (in het bijzonder John Ashbery, Frank O'Hara en Kenneth Koch), de compositietheorieën van John Cage, de filosofieën van Alfred North Whitehead en door het gebruik van een door de tijd heen bewezen poëtische vorm, die variëert van William Shakespeare tot Edwin Denby. Berrigan was getrouwd met Sandy Berrigan, die eveneens dichtte, en met wie hij twee kinderen kreeg, David en Kate. Berrigan en zijn tweede vrouw, de dichteres Alice Notley, waren meerdere jaren actief in de poëziescène in Chicago en verhuisden vervolgens naar New York City, waar hij diverse tijdschriften en boeken bewerkt.

 

The Sonnets: I

His piercing pince-nez. Some dim frieze
Hands point to a dim frieze, in the dark night.
In the book of his music the corners have straightened:
Which owe their presence to our sleeping hands.
The ox-blood from the hands which play
For fire for warmth for hands for growth
Is there room in the room that you room in?
Upon his structured tomb:
Still they mean something. For the dance
And the architecture.
Weave among incidents
May be portentous to him
We are the sleeping fragments of his sky,
Wind giving presence to fragments.

 

 

The Sonnets: III

Stronger than alcohol, more great than song,
deep in whose reeds great elephants decay,
I, an island, sail, and my shoes toss
on a fragrant evening, fraught with sadness
bristling hate.
It’s true, I weep too much. Dawns break
slow kisses on the eyelids of the sea,
what other men sometimes have thought they’ve seen.
And since then I’ve been bathing in the poem
lifting her shadowy flowers up for me,
and hurled by hurricanes to a birdless place
the waving flags, nor pass by prison ships
O let me burst, and I be lost at sea!
and fall on my knees then, womanly.

 

 

A Certain Slant Of Sunlight

In Africa the wine is cheap, and it is
on St. Mark's Place too, beneath a white moon.
I'll go there tomorrow, dark bulk hooded
against what is hurled down at me in my no hat
which is weather: the tall pretty girl in the print dress
under the fur collar of her cloth coat will be standing
by the wire fence where the wild flowers grow not too tall
her eyes will be deep brown and her hair styled 1941 American
will be too; but
I'll be shattered by then
But now I'm not and can also picture white clouds
impossibly high in blue sky over small boy heartbroken
to be dressed in black knickers, black coat, white shirt,
buster-brown collar, flowing black bow-tie
her hand lightly fallen on his shoulder, faded sunlight falling
across the picture, mother & son, 33 & 7, First Communion Day, 1941--
I'll go out for a drink with one of my demons tonight
they are dry in Colorado 1980 spring snow.

 

 2070974-96cd0138a9e8bdd24a6e4b190ce88c9f.jpg
Ted Berrigan (15 november 1934 - 4 juli 1983)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Norbert Krapf, Astrid Lindgren, Jonathan van het Reve, René de Clercq, Chloe Aridjis, P.J. O'Rourke, Karla Schneider, Peter Orner

De Amerikaanse dichter, schrijver en vertaler Norbert Krapf werd geboren op 14 november1943 in Jasper, Indiana. Zie ook alle tags voor Norbert Krapf op dit blog.

 

Chamomile

Along the border
of an Indiana garden
beside a cold frame

my great-grandparents
cultivated you for
the herb-blossom tea
they believed cured
most of their ills.

Oh calmer of nerves
and delirium tremens,
soother of headaches
and preventer of nightmares,
repeller of insects
and softener of hair

Oh spirit whose steamed
essence unclogged
my infected sinuses
in the Black Forest
and eased my eyelids
toward sleep

may your feathery
foliage and sunburst
flowers flourish in
the herb garden outside
the kitchen window.

 

Evening Song
(after Matthias Claudius, 1740-1815)

The moon has risen,
the tiny golden stars shine
bright and clear in the heavens.
The woods are black and silent
and the white mist rises
mysteriously from the meadows.

How still is the world,
and cozy and friendly
in the cover of dusk,
like a quiet chamber
where you can sleep away
and forget the misery of day.

See the moon up there?
You can see only half of it,
yet it is round and beautiful.
So indeed are many things
which we laugh at too easily,
because we cannot see them.

 

 1976770-3bdce4d918a3be897a7f38178dc848cf.jpg
Norbert Krapf (Jasper, 14 november 1943)

 

 

De Zweedse schrijfster Astrid Lindgren werd als Astrid Ericsson geboren op 14 november 1907 en groeide op op de boerderij Näs in Vimmerby in Småland. Zie ook alle tags voor Astrid Lindgren op dit blog.

Uit: Pippi Langkous (Vertaald door Liesbeth Zuiderveen Borgesius-Wildschut en Saskia Ferwerd)

“Op een mooie zomeravond had ze de matrozen op haar vaders schip gedag gezegd. De matrozen hielden veel van Pippi, en Pippi hield veel van de matrozen.
‘Tot ziens, jongens,’ zei ze, en ze gaf ze allemaal een zoen op hun voorhoofd. ‘Wees maar niet bang, ik red me wel!’
Twee dingen nam ze mee van boord. Een aapje, dat meneer Nilsson heette – dat had ze van haar vader gekregen – en een grote koffer vol met gouden tientjes. De matrozen stonden bij de reling en keken Pippi na. Ze liep weg zonder om te kijken, met meneer Nilsson op haar schouder en de koffer in haar hand.
‘Een bijzonder kind,’ zei een van de matrozen en hij wreef een traan uit zijn oog toen Pippi in de verte verdween.
Hij had gelijk. Pippi was een heel bijzonder kind. Het allerbijzonderste aan haar was dat ze zo sterk was. In de hele wereld was geen politieagent zo sterk als zij. Ze kon een heel paard optillen als ze dat wilde. Haar eigen paard had ze gekocht voor een van haar gouden tientjes, op dezelfde dag dat ze in Villa Kakelbont kwam wonen. Dat paard woonde nu op de veranda. Maar als Pippi daar ’s middags thee wilde drinken, zette ze het paard gewoon in de tuin.
Naast Villa Kakelbont stond een ander huis met een tuin. In dat huis woonden een vader en een moeder met twee kinderen, een jongen en een meisje. De jongen heette Tommy en het meisje Annika. Het waren twee heel goed opgevoede en gehoorzame kinderen. Tommy beet nooit op zijn nagels en deed altijd wat zijn moeder zei. Annika zeurde nooit om haar zin te krijgen en ze liep altijd in mooi gestreken jurkjes, die ze nooit vuilmaakte.
Tommy en Annika speelden leuk met elkaar in de tuin, maar ze wouden eigenlijk heel graag dat er ook andere kinderen waren om mee te spelen. Toen Pippi nog met haar vader op zee voer, zeiden Tommy en Annika vaak tegen elkaar: ‘Wat jammer dat er nooit iemand naast ons komt wonen, iemand met kinderen.’

 1976770-4823e7569f2c09664869fcdd66033b7b.jpg
Astrid Lindgren (14 november 1907 - 28 januari 2002)

 

 

De Nederlandse schrijver en columnist Jonathan van het Reve werd geboren op 14 november 1983 in Amsterdam. Zie ook alle tags voor Jonathan van het Reve op dit blog.

Uit: De boot en het meisje

“Romans through the time?’ vraag ik.
‘Civilisations in the history,’ zegt Rosa, tewijl ze de kamer binnenkomt. ‘Greeks behind the space. Sorry. Waar hebben jullie het over?’
Ze pakt de pepermolen van tafel. Ik bijt op mijn lip. Rachel lijkt haar niet te horen - of niet te begrijpen.
‘En hoe eindigt het?’ vraag ik. ‘Wat doe je met dat steentje?’
Rosa verdwijnt weer in de keuken.
‘Nou, ik wilde het dus op de middenstip in Madison Square Garden leggen, liefst op het ijs, maar dat bleek niet te mogen. Toen zijn we maar naar een basketbalwedstrijd gegaan, en toen heb ik het op mijn stoeltje laten liggen. En dat gefilmd.’
‘Heb je het daar ook echt laten liggen?’
‘Nee.’ Ze bloost. ‘Ik heb het weer meegenomen, want ik wilde het in een vitrine leggen, naast het scherm, op de expositie. Maar Bart zegt dat ik dat beter niet kan doen. En dat ik ook beter niet kan zeggen dat ik het weer heb meegenomen.’
‘Daar zou hij weleens gelijk in kunnen hebben. Wel raar, dat het feit datje het steentje gewoon thuis hebt liggen, en dat het dus niet door een Amerikaanse schoonmaker is weggeflikkerd, dat dat iets afdoet aan de waarde van je kunstwerk. Toch?’
‘Ja, weet ik niet. Misschien wel. Maar het is voor mij sowieso iets wat ik echt vanuit mijn gevoel heb gedaan. Ik weet ook niet precies wat het allemaal betekent.’

 

 1976770-fd2741d5225998d71f4dcc405f5c4be8.png
Jonathan van het Reve (Amsterdam, 14 november 1983)

 

 

Vlaamse schrijver, dichter, politiek activist en componist René Desiderius de Clercq werd geboren in Deerlijk op 14 november 1877. Zie ook mijn blog van 3 november 2010 en eveneens alle tags voor René de Clercq op dit blog.  

 

Ruisch uit de hemel

Ruisch uit de hemel van mijn peizen,
Zingende gouden pracht,
Over de aardse vreugdpaleizen
Van een verhoogd geslacht.
Twijfel, deemoed en zorgen
Scheuren voor zon als grauw gewolk,
En mijn dag verstrekt een morgen
Aan een trotser volk.

 

 

Gij dan, die in 't naakt

Gij dan, die in 't naakt de zonde ziet,
Die zijn heiligste glans ook in 't beeld verbiedt,
Die wilt dat ellende - ellende verrijkt -
Ten minste gehuld vóór uw poort bezwijkt,
Wat laat gij de geest vol schaamte gaan
In de waaiende wereld der vijgenijgenbladblaân?
Moest hem niet zediger zorg besteed?
Moest hij niet pralen in prachtig kleed?...
O, mensen, wij leven niet slechts van brood;
En, is de honger de hoogste nood,
Daar is ook honger aan kennis. Heil
Den lande, waar weelde niet boven uw peil,
O wetenschap, klimt; waar elk bewust
Voor de levensstrijd staat toegerust;
Waar het boek is arbeid, de hamer eer,
En de koeherder rijst als kamerheer.

 

 1976770-68f22475399fbc3112bdcf99d7519e95.gif
René de Clercq (14 november 1877 - 12 juni 1932)

 

 

De Engels-Mexicaanse schrijfster Chloe Aridjis werd geboren in New York op 6 november 1971 (en dus niet op 14 november zoals eerder vermeld). Zie ook alle tags voor Chloe Aridjis op dit blog.

Uit: Book of Clouds

“Solemn birds read the evening paper, others squawked over crossword puzzles and the smallest birds, of which there were only a few, emitted the occasional chirp, as if aware of the hierarchy but uncertain how to participate. And then I noticed one bird, a bird with unusual plumage, which, unlike the others, didn't seem to want to draw attention to itself. Sitting directly in front of me was a very old woman, nearly a century old I would say, wearing a scarf that framed a wide forehead, which peered out like an angry planet. She had dark, deep-set eyes and a square, jowly face that was remarkably masculine. Stiff and erect, the old woman sat in her seat clutching her purse and stared straight ahead.
The jowly face, the sweeping forehead, the deep-set furnacy eyes, everything seemed horribly familiar and I felt as if I had seen this face before, but in black and white. Since I was standing directly in front of her I had the perfect perspective to really study it, and the more I stared the more certain I was ... Yes, that it was Hitler, Hitler as an old woman, riding westwards. This is Hitler, I said to myself, there is no doubt that this is Hitler. The old woman had the same-shaped face, the same black eyes and high forehead, and, now that I looked again, even a shadowy square area where the mustache would have been. I stared and then I stared some more, petrified, horrified, amazed by what I saw. All of a sudden the train jerked around a curve. The woman, startled out of her rigid position and thrown back into the present, finally looked up and around and it was then that she caught me staring. I couldn't believe it: I was making eye contact with Hitler. Hitler was making eye contact with me. At least for a few seconds. The woman frowned and turned away, then back to me and smiled faintly, her lips barely moving, probably to ingratiate herself since my staring must have unnerved her.”

 

 1976770-255deafbc36802065cb6110424a511a3.jpg
Chloe Aridjis (New York, 6 november 1971)

 

 

De Amerikaanse journalist en schrijver P.J. O'Rourke werd geboren op 14 november 1947 in Toledo, Ohio. Zie ook alle tags voor P.J. O'Rourke op dit blog.

Uit: Parliament of Whores

“During the last presidential campaign deep-thinking do-gooders at some tax dodge called the John and Mary R. Markle Foundation set up a commission to study the electorate and discovered that 49 percent of the public didn’t know Lloyd Bentsen was the Democratic vice-presidential nominee. That is good news for Lloyd Bentsen-he now only has to make
51 percent of the public forget he was ever on the Dukakis ticket. But the Markle commission members were not so pleased. They called the information "astonishing” and claimed it "suggests a wide-spread, glacial indifference” to elections.
This is an insult to glaciers. An Ice Age would be fascinating compared with government. We’d be wondering whether to update our snowblowers and trying to figure out if using rock salt to keep ice floes off our driveways would kill the herbaceous borders. We’d be interested if glaciers were theproblem. "American voters today do not seem to understand their rightful places in the operation of a democracy,” said the Markle commission.
Wrong again. It’s democracy that doesn’t understand its rightful place in the operation of us-to shut up and get out of our faces.
Government is boring because political careers are based on the most tepid kind of lie: "I’ll balance the budget, sort of.”

 

 1976770-c4d05978e8e02572960c8a711c38a0d5.jpg
P.J. O'Rourke (Toledo, Ohio, 14 november 1947)

 

 

De Duitse schrijfster Karla Schneider werd op 14 november 1938 geboren in Dresden. Zie ook alle tags voor Karla Schneider op dit blog en ook mijn blog van 14 november 2009 en ook mijn blog van 14 november 2010.

Uit: Glückskind

„Frau Fortuna wühlte in ihrem Beutel. Die Fransen und Holzperlen, mit denen er verziert war, wackelten und klackerten. Es war so still im Klassenzimmer, dass man hören konnte, wie der Tafelschwamm sein Wasser verdunstete. Frau Fortuna hielt etwas in der geschlossenen Faust. Genau über Graziellas Kopf öffnete sie die Faust – und ein Konfettiregen rieselte auf Graziellas Haare nieder.
„Prinzessin Graziella die Erste!“, rief Frau Fortuna, nein, schrie Frau Fortuna, als müsse sie sich gegen eine gewaltige Menschenmenge behaupten. Sie packte Graziellas Hand und machte damit langsame Bewegungen durch die Luft. Es sah aus wie Grüßen. Oder wie Winken.
Komisch war, dass Frau Fortuna nicht alle Kinder befragte,was sie sich vom Leben wünschten. Oder was sie später gern sein wollten. Ungefähr ein Drittel der Klasse wurde von ihr glattweg übersehen. Da sie auch nicht der Reihe nach vorging, wusste niemand, wen sie sich als Nächstes herauspicken würde. Jeder, der eine Antwort gegeben hatte, erhielt ein Geschenk aus dem Beutel. Jadwiga zum Beispiel bekam einen einzelnen rosa Ballettschuh mit Flecken an der Spitze.
„Iiih, das sind ja Blutflecken!“, rief sie angeekelt.
Morten wiederum starrte verlegen auf eine Hand voll loser Schräubchen.
Und Salome, deren Geschenk ein total zerfledderter Reisepass war mit lauter voll gestempelten Seiten, murmelte: „Was soll ich mit dem Kack?“
Weil keiner ahnte, ob er jetzt gleich ausgewählt werden würde, bekam Suse Sperling immer stärkeres Herzklopfen vor Aufregung.
Die Nächste bin ich, dachte sie, je schneller die Stunde verrann.
„Wir kommen nicht dran, wirst schon sehen“, murrte ihre Freundin Ivonne enttäuscht.
In dem Moment blieb Frau Fortuna vor dem Tisch von Suse und Ivonne stehen, so nah, dass die beiden ihr Parfüm riechen konnten. Es roch süß und stechend, wie Erdbeermarmelade, in die Ameisen hineingekommen sind."

 

 1976770-4a0b093ea9706c7a4c69cc18de65eb90.jpg
Karla Schneider (Dresden, 14 november 1938)
Dresden

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

De Amerikaanse schrijver Peter Orner werd in 1968 in Chicago geboren. Zie ook alle tags voor Peter Orner op dit blog.

Uit: Love and Shame and Love

“Never heard of him.”
“How many Poppers could there be?”
“I’m not sure there needs to be any more.”
“He’s this supposedly important philosopher.” She waved a tuffle of rice squeezed between two chopsticks before his eyes. “It was Karl Popper who brought scientific rigor to the so-called soft sciences. You have something on your chin. Some sauce. Karl Popper said, for example, that astrology was bunk and sociology was even bunkier.” She licked her finger and reached across the table to his chin. She touched his chin with her licked finger. She touched his chin with her—
“How did he feel about Scientology?” Popper asked.
“Quick,” Kat said. “Name the lovechild of Karl Popper and L. Ron Hubbard.”
He shrugged.
“Cher?”
She honked a brief laugh. “Nice. Not that I’ve ever read Karl Popper. Nobody reads him anymore. I guess he served his purpose. To bring scientific rigor to whatever whatever whatever. Seems kind of obvious to me. Systems need proof. Okay, next.”
She pressed her chopsticks to her lower lip and watched him watch her. Popper took this in about his relation. A kinsman rendered irrelevant, these days unknown even to his own family.
“And Kierkegaard?”
“Oh, Kierkegaard’s just romantic. That’s a different deal altogether. Abraham was prepared to kill Isaac because he loved him and he loved God. And God didn’t make him do the deed because He loved Abraham. In Kierkegaard, everybody loves everybody. I’ll take Kant. If we’re estranged from ourselves, how can we not be estranged from other people, much less love them? Kant says that what we don’t know—or wait, maybe that’s the existentialists—”
Popper gripped the side of the table. The entire lunch he hadn’t once used his chopsticks. Sitting there half listening, watching her eat, her fingers brilliantly, acrobatically, tonging those thin little wooden sticks while he shoveled food into his mouth with a common fork like a hayseed. Possible to switch to chopsticks now, this late in the game?”

 

 1976770-fec02ed770046e3504192ff8f0d2cd12.jpg
Peter Orner (Chicago, 1968)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e november ook mijn blog van 14 november 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:55 Reageer op dit bericht

Olga Grjasnowa

De Duitse schrijfster Olga Grjasnowa werd geboren op 14 november 1984 in Baku, Azerbeidzjan, in een Russisch-Joodse familie. Daar werkte haar vader Oleg Grjasnow als advocaat en haar moeder Yulia Vinnikova als musicologe. In 1996 verhuisde de familie naar Hesse, waar ze op 11-jarige leeftijd Duits leerde en haar school in Frankfurt am Main voltooide. Vanaf 2005 studeerde Grjasnowa kunstgeschiedenis en slavische studies in Göttingen. Vervolgens verruilde zij deze studies voor de leergang “literair schrijven” aan het Duitse literaire instituut Leipzig, waar ze in 2010 haar bachelor behaalde. Nadat ze in Polen, Rusland (Maxim-Gorki-Literaturinstitut) en Israël studeerde, studeerde ze danswetenschappen aan de Freie Universität Berlin. Zij is lid van het PEN-centrum Duitsland. Grjasnowa heeft deelgenomen aan de "Klagenfurter Literaturkurses" 2007. In 2008 kreeg zij een beurs van de Rosa Luxemburg Stiftung. In 2010 kreeg zij de dramaturgenprijs van de "Wiener Wortstätten" voor haar debuutstuk " Mitfühlende Deutsche". In 2011 ontving zij het Grenzgängerstipendium van de Robert Bosch Stiftung, en in 2012 het Hermann Lenz Stipendium. Haar romandebuut “Der Russe ist einer, der Birken liebt”, gepubliceerd in 2012, baarde vanaf het begin opzien en werd in diverse tijdschriften goed besproken.

Uit: Der Russe ist einer, der Birken liebt

„Ich wartete am Ben-Gurion-Flughafen unter bunten Luftballons, die an der Decke klebten. Ich las die Anzeigetafel, aß ein Sandwich, beobachtete Menschen, die sich ratlos umsahen, Soldaten, russische Großmütter, orthodoxe Juden und arabische Großfamilien. An der Schleuse zur Ankunftshalle war eine Mesusa angebracht, viele der Ankommenden küssten sie, indem sie die Fingerspitzen ihrer
rechten Hand an die Mesusa führten und dann zum Mund.
In den meisten Gesichtern waren Freude und große Erwartungen zu lesen. Immer wieder liefen zwei Menschen aufeinander zu, umarmten sich, ließen voneinander ab, musterten das Gesicht des anderen, als versuchten sie, die verlorene Zeit wettzumachen. Neben mir fiel ein Ultraorthodoxer im
schwarzen Anzug und mit einem breitkrempigen Hut auf die Knie und küsste den Boden, eine junge Frau, die einen kleinen Jungen im Arm hielt, wurde von einem älteren Mann abgeholt, der Junge schrie und trat um sich, als dieser ihn berühren wollte. Eine ältere Frau redete energisch auf ihren Enkel ein, in der Flughafenhalle vermischten sich die Sprachmelodien zu einem Klangteppich: Russisch, Hebräisch,
Englisch, Italienisch und Arabisch. Über die Lautsprecher mahnte eine tiefe Frauenstimme immer wieder, das Gepäck nicht aus den Augen zu lassen, und fügte hinzu:
»It’s prohibited to carry weapons in all the terminal halls.«
Mein Computer war vor einer Viertelstunde erschossen worden, und ich wartete nun auf die Bestätigungsformulare, die mich dazu berechtigen würden, einen Antrag auf eine Kompensationszahlung seitens des Staates Israel zu stellen.
Es hatte mit der Passkontrolle angefangen. Ich wurde nach meinen Namen gefragt.
»Maria Kogan.«
»Ausgerechnet Maria.«
Ich zuckte mit den Schultern und sagte: »Der Name hatte meiner Mutter gefallen. Mascha.«
»Was für eine Mascha?«
»Mein Kosename.«
Er machte einen Vermerk in eines seiner Formulare und studierte eingehend mein Arbeitsvisum.
Weshalb ich gekommen sei.“

 

 2070377-3f523c80add1f4d22554eba76bdbb37a.jpg
Olga Grjasnowa (Bakoe, 14 november 1984)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten