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Berichten van 21 januari 2017 tot 22 januari 2017

Delphine Lecompte Wilhelm Genazino, Rainer Stolz, Lord Byron, Krzysztof Kamil Baczyński, Gotthold Ephraim Lessing, Herwig Hensen

De Vlaamse dichteres en schrijfster Delphine Lecompte werd geboren op 22 januari 1978 in Gent. Zie ook alle tags voor Delphine Lecompte op dit blog.

 

Cultuur noch spijkerschrift onder de ijskast

Ik wacht nog altijd
Hij haat mijn verwachtingen
Op zijn keukenvloer bijt een tamme muis
Op een poppenhuisschommelstoel
Ik kan het niet laten
Ik jaag de muis weg en zit op de stoel
Tot hij breekt
Nu is de muis opnieuw schuw.

Ze komen onze papieren ophalen
Ik haat zijn praatjes met de werkmannen
Over excentrieke vijgenverkopers en losbandige schilderessen
Over verlieslatende honingbedrijven en kreunende stapelbedden
De maaltijd is een eenzaam gevecht
Hij verschuift
zijn bonen van west naar oost
Om 14 uur is mijn bord leeg
Mijn longen opgelucht, obstakelvrij.

De muis is teruggekeerd
Om wraak te nemen kan het niet zijn
Zo kleingeestig is een knaagdier nooit geweest
Hij zoekt een leiding om door te knagen
Een achtergebleven poppetje om droog te schurken.

Ik wacht op zijn verwensingen
Nadat hij de bokaal heeft laten vallen
De spijkers rollen onder de ijskast vooral
Zijn verwensingen viseren de muis en de gladde bokaal
We versleuren de ijskast
Tussen de codeloze spijkerchaos vinden we
Irrelevante dreigementen en blauwige culturen
We worden er niet moedeloos van.

 

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Delphine Lecompte (Gent, 22 januari 1978)

 

 

De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook alle tags voor Wilhelm Genazino op dit blog.

Uit:Außer uns spricht niemand über uns

“Still ruhte der Sonntag in den Straßen der Stadt. Ich stand am Fenster und sah eine Frau, die in hohen Schuhen an den Gartenzäunen entlangging. Auf der anderen Seite der Straße erschien eine junge Mutter mit Kinderwagen. Sie trug flache Schuhe und schaute ohne Unterlass auf das wahrscheinlich rosige Gesicht ihres schlafenden Säuglings. Eine junge Frau sang im Radio mit weinerlicher Stimme, dass Jesus sie liebt und retten wird.
Gestern Abend war ich bei Carola und lag lange allein in ihrem Bett. Ich hoffte, Carola werde bald bemerken, dass ich auf sie wartete. Aber sie saß vor dem Fernsehapparat und sah sich eine Dokumentation über Leihmütter an. Meine Stimmung rutschte in einen nie gesehenen Keller.
Erst als Carola den Fernsehapparat zu später Stunde abschaltete und ins Bett kam, sagte sie plötzlich: Meine Mutter war eine belanglose Frau, und ich werde ebenfalls eine belanglose Frau. Ich verstand den Satz gerade noch, war aber nicht mehr wach genug, um auf ihn einzugehen.
Weil ich heute sehr früh wach geworden war, zog ich mich fast geräuschlos an und verließ noch vor sieben Uhr Carolas Wohnung. Die Bäckerei in der Nähe meiner Wohnung öffnete sonntags um acht. Ich würde mir zwei Brötchen kaufen, in Ruhe frühstücken und über mein Leben nachdenken. Denn mein Leben verlief nicht so, wie ich es mir einmal vorgestellt hatte. Mit welcher Zartheit der erste
Unwille an uns nagt! Gleichzeitig konnte ich nur ungenau sagen, wie das von mi gewünschte Leben eigentlich aussehen sollte. Ich verdiente ausreichend Geld und war nicht von übersteigerten Erwartungen gesteuert. Mir fiel ein, dass an diesem Sonntag in der Stadt ein großer Marathonlauf stattfand. An den Rändern der Straßen stellten Händler schon jetzt Tische auf, auf denen später belegte Brötchen, Erfrischungsgetränke, Luftballons und Trillerpfeifen zum Verkauf bereitlagen. Das Rote Kreuz errichtete Zelte, in denen sich zusammengebrochene Läufer auf Rollbetten ausruhen und notfalls behandelt werden konnten.“

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Wilhelm Genazino (Mannheim, 22 januari 1943)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rainer Stolz werd geboren in Hamburg op 22 januari 1966. Hij woont nu in Berlijn. Zie ook alle tags voor Rainer Stolz op dit blog.

 

mal eben alles

wir sammelten handschmeichler auf schleichwegen
oder schmiegten uns in den wind. fielen wir hin
konnten wir hinterher ein lied davon singen.
wir vergaßen die initialen. wir badeten
uns aus, wir schwammen ganz schön
und wir erwärmten uns mit der erde.
am bahnhof suchten wir das weite
mit jedem steinwurf - im abfall
der zuwachsraten schlugen wir uns
die erste klasse aus dem kopf. zum nähen
war es immer schon zu spät. die vögel
hörten wir zwitschern in shopping malls
während wir nichts machten als theater
der überzahl, als kunst des unfugs.
im selbstabholerlager mal eben alles
zu verwechseln war nicht leicht, aber
wir schaukelten uns auf und flogen
die taschen voll, mit aprikosen.

 

 

Im Elvis-Bistro

ein Nachruf

Manchmal sitz ich im Elvis-Bistro
und bin k. o. -
im Radio: gute Laune.
Die Stadt eine Einstellung
die gehalten wird. Irgendwo
hinter einer großen Klappe
warten Charakterdarsteller.
Doch hier steht ein Mann
hinter dem Tresen, der Brötchen
mit einem Lächeln belegt und sagt:
"Es gibt noch Regen."

 

 

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Rainer Stolz (Hamburg, 22 januari 1966)

 

 

De Engelse dichter en schrijver George Gordon Byron (beter bekend als Lord Byron) werd geboren op 22 januari 1788 in Londen. Zie ook alle tags voor Lord Byron op dit blog.

 

The Eve Of Waterloo

There was a sound of revelry by night,
And Belgium's capital had gathered then
Her beauty and her chivalry, and bright
The lamps shone o'er fair women and brave men.
A thousand hearts beat happily; and when
Music arose with its voluptuous swell,
Soft eyes looked love to eyes which spake again,
And all went merry as a marriage bell;
But hush! hark! a deep sound strikes like a rising knell!

Did ye not hear it? -- No; 'twas but the wind,
Or the car rattling o'er the stony street;
On with the dance! let joy be unconfined;
No sleep till morn, when youth and pleasure meet
To chase the glowing hours with flying feet.
But hark! -- that heavy sound breaks in once more,
As if the clouds its echo would repeat;
And nearer, clearer, deadlier than before;
Arm! arm! it is -- it is -- the cannon's opening roar!

Within a windowed niche of that high hall
Sate Brunswick's fated chieftain; he did hear
That sound the first amidst the festival,
And caught its tone with death's prophetic ear;
And when they smiled because he deemed it near,
His heart more truly knew that peal too well
Which stretched his father on a bloody bier,
And roused the vengeance blood alone could quell;
He rushed into the field, and, foremost fighting, fell.

Ah! then and there was hurrying to and fro,
And gathering tears, and tremblings of distress,
And cheeks all pale, which, but an hour ago,
Blushed at the praise of their own loveliness.
And there were sudden partings, such as press
The life from out young hearts, and choking sighs
Which ne'er might be repeated; who would guess
If ever more should meet those mutual eyes,
Since upon night so sweet such awful morn could rise!

And there was mounting in hot haste; the steed,
The mustering squadron, and the clattering car,
Went pouring forward with impetuous speed,
And swiftly forming in the ranks of war;
And the deep thunder, peal on peal afar;
And near, the beat of the alarming drum
Roused up the soldier ere the morning star;
While thronged the citizens with terror dumb,
Or whispering, with white lips -- "The foe! they come! they come!"

 


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Lord Byron (22 januari 1788 – 19 april 1824)
Lord Byron in Albanese kleding door Thomas Philips, ca. 1835

 

 

De Poolse dichter Krzysztof Kamil Baczyński werd op 22 januari 1921 in Warschau geboren. Zie ook alle tags voor Krzysztof Kamil Baczyński op dit blog en ook alle tags voor Baczyński.

 

Erotic

In the torrent of your hair,
the river of your mouth,
in the forest dim as dusk,
cries are futile
idle the splash.

I'll wrap up even in darkness, in twilight crimson indeed
and the world will go by with a twig, a shred or a gesture;
then silence will tumble
pass the eyes in a streak
and I'll say: not being I am.

Thus flowing in you, your print
in my eyes or hung like a tear on my lids,
I'll hear in you the sea with a dolphin silver-engraved,
in the shell of your body which roars in sleep.

Or in a grove where you are
a birch, white air
and milk of day,
giant barbarian
heaving a thousand ages,
I'll burst through the rustle of the copse
in your boughs - a bird.

Dedication
One day - yet while yearning - an aeon,
one gesture - yet already the hurricanes march,
one step - yet here you are
forever - spirit waiting in dust.

 


Vertaald door Barry Keane



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Krzysztof Kamil Baczyński (22 januari 1921 – 4 augustus 1944)
Monument in Kielce

 

 

De Duitse dichter en schrijver Gotthold Ephraim Lessing werd geboren op 22 januari 1729 in Braunschweig. Zie ook alle tags voor Gotthold Ephraim Lessing.

Uit: Nathan der Weise

„SALADIN. Gott! Gott!
NATHAN. Saladin,
Wenn du dich fühlest, dieser weisere
Versprochne Mann zu sein: ...
SALADIN. (der auf ihn zustürzt und seine Hand ergreift, die er bis zu Ende nicht wieder fahren läßt).
Ich Staub? Ich Nichts? O Gott!
NATHAN. Was ist dir, Sultan?
SALADIN. Nathan, lieber Nathan! –
Die tausend tausend Jahre deines Richters
Sind noch nicht um. – Sein Richterstuhl ist nicht
Der meine. – Geh! – Geh! – Aber sei mein Freund.
NATHAN.
Und weiter hätte Saladin mir nichts
Zu sagen?
SALADIN. Nichts.
NATHAN. Nichts?
SALADIN. Gar nichts. – Und warum?
NATHAN. Ich hätte noch Gelegenheit gewünscht,
Dir eine Bitte vorzutragen.
SALADIN. Braucht's Gelegenheit zu einer Bitte? – Rede!
NATHAN.
Ich komm von einer weiten Reis', auf welcher
Ich Schulden eingetrieben. – Fast hab ich
Des baren Gelds zuviel. – Die Zeit beginnt
Bedenklich wiederum zu werden; – und
Ich weiß nicht recht, wo sicher damit hin. –
Da dacht' ich, ob nicht du vielleicht, – weil doch
Ein naher Krieg des Geldes immer mehr
Erfordert, – etwas brauchen könntest.“

 

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Gotthold Ephraim Lessing (22 januari 1729 - 15 februari 1781)
Scene uit een opvoering in Moers, 2014

 

 

De Belgische dichter en schrijver Herwig Hensen werd geboren op 22 januari 1917 in Antwerpen. Zie ook alle tags voor Herwig Hensen op dit blog.

 

O telkens nieuwe morgen van pastel

O telkens nieuwe morgen van pastel
(en dunne waterverf en broosheid
en scheur en pijn en moedeloosheid
met niets dan uitzicht op vaarwel),

gij zijt niet zonder mij: ieder bederf
teert op bederf achter mijn ogen.
In mij wordt alles omgebogen:
wereld is wereld die ik verf.

Ik been mijn nederlaag, ik ben mijn dood,
ik ben de last achter mijn vragen,
en van mijn laffe tegenslagen
ben ik de trouwe bondgenoot,

- terwijl de kleinste mus achter mijn ruit
de morgen mild komt overspoelen
zonder iets anders te bedoelen
dan blij te zijn terwijl ze fluit.

 


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Herwig Hensen (22 januari 1917 - 24 mei 1989)
Antwerpen, station

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 11:22 Reageer op dit bericht

100 Jaar Rainer Brambach, August Strindberg, Helen Hoyt, Henry Bauchau, Howard Moss, Louis Pergaud, Hermann Lingg

De Zwitserse dichter en schrijver Rainer Brambach werd geboren op 22 januari 1917 in Basel. Dat is vandaag precies honderd jaar geleden. Zie ook alle tags voor Rainer Brambach op dit blog.

 

Poesie

Außer Poesie und mir
war niemand im Park.
Nur jemand wie Poe
zeigt sich in der Dämmerung
unter alten Ulmen.
Ich habe Poe gesehn.
Unter den Ulmen stand er
im nassen Laub, allein
und verregnet.
Ich sah Poe.
Er trug den Mantel
mit dem Samtbesatz
und sah düster nach – ich weiß nicht.
Pfeif dir was, Brambach! Versuch
eine Melodie,
denk dir einen Vogel,
laß ihn fliegen… wahrhaftig,
ich habe Poe gesehn
und wie er allmählich eins wurde
mit den Ulmen im Regen.

 

 

Leben

Ich schreibe keine Geschäftsbriefe,
ich beharre nicht auf dem Termin
und bitte nicht um Aufschub.
Ich schreibe Gedichte.

Ich schreibe Gedichte auf Rummelplätzen,
in Museen, Kasernen und Zoologischen Gärten.
Ich schreibe überall,
wo Menschen und Tiere sich ähnlich werden.

Viele Gedichte habe ich den Bäumen gewidmet.
Sie wuchsen darob in den Himmel.
Soll einer kommen und sagen,
diese Bäume seien nicht in den Himmel gewachsen.

Dem Tod keine Zeile bisher.
Ich wiege achtzig Kilo, und das Leben ist mächtig.
Zu einer anderen Zeit wird er kommen und fragen,
wie es sei mit uns beiden.

 

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Rainer Brambach (22 januari 1917 - 14 augustus 1983)

 

 

De Zweedse schrijver Johan August Strindberg werd op 22 januari 1849 in Stockholm geboren. Zie ook alle tags voor August Strinberg op dit blog.

Uit: The Inferno (Vertaald door Claud Field)

“Withl a feeling of wild joy I returned from the northern railway station, where I had said good-bye to my wife. She was going to our child, who was ill in a distant place. The sacrifice of my heart was then fulfilled. Her last words, “ When shall we meet again?” and my answer, “ Soon! "’ echoed in my ears, like. falsehoods which one is unwilling to confess. A foreboding said to me “ Never! "And, as a matter of fact, these parting words which we exchanged in November, 1894, were our last, for to this present time, May, 1897, l have not seen my dear wife again.
As I entered the Cafe de la Regence, I placed myself at the table where I used to sit with my wife, my beautiful jail~keeper, who watched my soul day and night, guessed my secret thoughts, marked the course of my ideas, and was jealous of my investigations into the unknown.
My newly-won freedom gave me a feeling of expansion and elevation above the petty cares of life in the great capital. In this arena of intellectual warfare I had just gained a victory, which, although worthless in itself, signified a great deal to me. It was the fulfilment of a youthful dream which all my countrymen had dreamed, but which had been realised by me alone, to have a play of one’s own performed in a Paris theatre. Now the theatre. Repelled me, as everything does when one has reached it, and science attracted me. Obliged to choose between love and knowledge, I had decided to strive for the highest knowledge; and as I myself sacrificed my love, I forgot the other innocent sacrifice to my ambition or my mission.”

 

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August Strindberg (22 januari 1849 – 14 mei 1912)
Cover

 

 

De Amerikaanse dichteres Helen Hoyt werd geboren op 22 januari 1887 in Norwalk, Connecticut. Zie ook alle tags voor Helen Hoyt op dit blog.

 

The New-Born

I have heard them in the night—
The cry of their fear,
Because there is no light,
Because they do not hear
Familiar sounds and feel the familiar arm?
And they awake alone.
Yet they have never known
Danger or harm.
What is their dread?—
This dark about their bed?
But they are so lately come
Out of the dark womb
Where they were safely kept.
That blackness was good;
And the silence of that solitude
Wherein they slept
Was kind.
Where did they find
Knowledge of death?
Caution of darkness and cold?
These—of the little, new breath—
Have they a prudence so old?

 

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Helen Hoyt (22 januari 1887 – 2 augustus 1972)

 

 

De Belgische dichter, romanschrijver en psychoanalyticus Henry Bauchau werd geboren op 22 januari 1913 in Mechelen. Zie ook alle tags voor Henry Bauchau op dit blog.

Uit: L'Enfant bleu

« On me dit que c'est l'œuvre d'Orion, un garçon de treize ans, en qui alternent l'application, de fortes inhibitions et des crises de violence. Sans savoir son nom, je connais Orion car aux interruptions de cours il vient toujours se coller à la porte de la salle des profs pour solliciter protection contre les provocations de ses camarades. Pâle, les cheveux longs, l'air souvent égaré, serrant étroitement contre lui son cartable que les autres cherchent à lui arracher, il me fait penser à un suppliant.
Le lendemain, je m'approche de lui : « J'ai vu ton dessin de l'île, il est très beau, je l'aime beaucoup. » Il me regarde l'air effrayé et heureux, je poursuis : « Tu as beaucoup de talent. » Il sourit encore mais son regard s'assombrit, serait-ce de perplexité ? Est-ce qu'en quatrième il pourrait ne pas comprendre le mot talent ? J'ajoute vite : “C'est un dessin qui fait du bien.” Son visage s'éclaire à nouveau : "Oui, dessiner une île, ça fait du bien."
L'heure du retour en classe sonne, il s'en va sans dire au revoir, poussé, happé par les autres, mais avant de prendre le couloir qui mène vers sa classe il se retourne et me fait de la main un petit signe timide. A cause du conflit entre le directeur et l'équipe soignante mon statut est devenu incertain et on me demande souvent de remplacer des professeurs. Ce jour-là, je dois prendre dans l'après-midi la classe de quatrième, celle d'Orion. Ce sont des classes pour handicapés, de six ou sept élèves, et il n'est pas facile de maintenir leur attention."

 

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Henry Bauchau (22 januari 1913 – 21 september 2012)

 

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en criticus Howard Moss werd geboren op 22 januari 1922 in New York. Zie ook alle tags voor Howard Moss op dit blog.

 

The Lie

Some bloodied sea-bird's hovering decay
Assails us where we lie, and lie
To make that symbol go away,
To mock the true north of the eye.
But lie to me, lie next to me;
The world is an infirmity.

Too much of sun's been said, too much
Of sea, and of the lover's touch,
Whole volumes that old men debauch.
But we, at the sea's edge curled,
Hurl back their bloody world.
Lie to me, like next to me,

For there is nothing here to see
But the mirrors of ourselves, the day,
Clear with the odors of the sea.
Lie to me. And lie to me.

 

 

New Hampshire

1
When the loons cry,
The night seems blacker,
The water deeper.

Across the shore:
An eyelash-charcoal
Fringe of pine trees.

 

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Howard Moss (22 januari 1922 – 16 september 1987)

 

 

De Franse schrijver Louis Pergaud werd geboren op 22 januari 1882 in Belmont. Zie ook alle tags voor Louis Pergaud op dit blog.

Uit: La guerre des boutons

"– Attends-moi, Grangibus ! héla Boulot, ses livres et ses cahiers sous le bras.
– Grouille-toi, alors, j’ai pas le temps de cotainer, moi !
– Y a du neuf ?
– Ça se pourrait !
– Quoi ?
– Viens toujours !
Et Boulot ayant rejoint les deux Gibus, ses camarades de classe, tous trois continuèrent à marcher côte à côte dans la direction de la maison commune. C’était un matin d’octobre. Un ciel tourmenté de gros nuages gris limitait l’horizon aux collines prochaines et rendait la campagne mélancolique. Les pruniers étaient nus, les pommiers étaient jaunes, les feuilles de noyer tombaient en une sorte de vol plané, large et lent d’abord, qui s’accentuait d’un seul coup comme un plongeon d’épervier, dès que l’angle de chute devenait moins obtus. L’air était humide et tiède. Des ondes de vent couraient par intervalles. Le ronflement monotone des batteuses donnait sanote sourde qui se prolongeait de temps à autre, quand la gerbe était dévorée, en une plainte lugubre comme un sanglot désespéré d’agonie ou un vagissement douloureux.
L’été venait de finir et l’automne naissait.
Il pouvait être huit heures du matin. Le soleil rôdait triste derrière les nues, et de l’angoisse, une angoisse imprécise et vague, pesait sur le village et sur la campagne.
Les travaux des champs étaient achevés et, un à un ou par petits groupes, depuis deux ou trois semaines, on voyait revenir à l’école les petits bergers à la peau tannée, bronzée de soleil, aux
cheveux drus coupés ras à la tondeuse (la même qui servait pour les bœufs), aux pantalons de droguet ou de mouliné rapiécés, surchargés de « pattins » aux genoux et au fond ; mais propres, aux
blouses de grisette neuves, raides, qui, en déteignant, leur faisaient, les premiers jours, les mains noires comme des pattes de crapauds, disaient-ils."

 

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Louis Pergaud (22 januari 1882 – 8 april 1915)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Hermann Lingg werd geboren op 22 januari 1820 in Lindau am Bodensee. Zie ook alle tags voor Hermann Lingg op dit blog.

 

Nächtliche Stille

So still ist jetzt die weite Welt!
Die Frucht, die reif vom Baume fällt,
Hat kaum die Ruhe zu stören gewagt,
Und heimlich erst noch angefragt,
Ganz still ist geworden, und selber lauscht
Der Springbrunn, der noch eben gerauscht;
Die Mücken auch sind schon verstummt,
Die um die Kerze so lange gesummt,
Man glaubt das Schweigen zu hören, es lebt
Der Schatten des Zweiges, der leise bebt,
Es ist, als würde vom strengen Mund,
Vom Räthsel der Schöpfung etwas kund,
Als stiege dem Geist, der sie beschwor,
Das tiefste Geheimniß der Welt empor.
Schon seh' ich den Faden, der jedes Jetzt
In Einklang mit dem Ganzen setzt; -
Wie zur Allgegenwart zerrinnt
Die Zeit, die nicht mehr weiter spinnt,
Ich fühle des ewig Einen Bestehn,
In aller Erscheinung Flucht und Vergehn.
Und lebt denn so, was einmal bestand,
Nicht ewig weiter im Weltverband?
Rollt nicht, was einmal geschehen, so fort
Bis wieder in ein unendliches Dort,
Wo das Licht, das erlischt, der Ton, der verklingt,
Aufs Neue nur wieder ins Leben dringt?

 

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Hermann Lingg ( 22 januari 1820 – 18 juni 1905)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 11:21 Reageer op dit bericht

Ingrid Puganigg, Francis Picabia, Mary Hayley Bell, Guilbert de Pixérécourt, Antonio Gramsci, Sir Francis Bacon

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Ingrid Puganigg werd op 22 januari 1947 geboren in Gassen bij Afritz am See, Kärnten. Zie ook alle tags voor Ingrid Puganigg op dit blog.

Uit: Zwei Frauen warten auf eine Gelegenheit.(Samen met Monika Helfer)

Ich ging vom Over Cliff Drive in Southbourne hinunter zum Strand. In der Ferne sah ich einen Mann mit einem Kampfhund. Etwas stimmte nicht mit de beiden. Entweder war der Mann betrunken oder der Hund gehorchte einfach nicht mehr.
Ich eilte zum Fisherman’s Walk. Dort gibt es direkt am Cliff einen Aufzug. Ich stieg ein und fuhr hinauf zum Café Riva. Dort trank ich einen Espresso und dachte an die junge Frau, die sich ein paar Meter von hier mit Nikotin umgebracht hat. Im Krankenhaus, in das man sie brachte, nachdem Leute sie gefunden hatten, war sie noch einmal kurz bei Bewusstsein, riss die Sauerstoffmaske vom Gesicht und flehte um ihr Leben.
Über sie, die Freundin meiner Tochter, habe ich angefangen, einen Roman zu schreiben.
Fünfzigmal. Hundertmal.
Irgendwann fängt man an, über etwas zu schreiben. Schreibt jedenTag. Macht denText aber nie fertig, weil das, worüber man schreibt, nie enden soll.
Meine Tochter Ruth lebt seit über zwanzig Jahren in Dorset, Südengland.
Einmal stiegen wir auf den Hengistbury Head. Eine hügelige Landspitze bei Bournemouth.
Obwohl Anfang November, war es weder neblig noch kalt. Aber menschenleer. Gegen Abend, es dämmerte schon, kamen wir an ein kleines Moor. Umgeben von Gestrüpp. Darauf lagen ausgebreitet Jeans, Hemd, ein Schuh, ein Rucksack.
Wir dachten, jemand sei ermordet worden oder im Moor untergegangen.
Das hat sich nie aufgelöst.“

 

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Ingrid Puganigg (Gassen, 22 januari 1947)

 

 

De Franse kunstschilder, dichter en schrijver Francis Picabia werd geboren in Parijs op 22 januari 1879. Zie ook alle tags voor Francis Picabia op dit blog.

 

Pape religieux

Merveilles naturelles plage de sable isolée
sous forme colossale pleine de calme utile.
Ce soir la crainte salutaire déguise la vérité
en croisant les jambes
la queue. —
Ma maladie squelette de souvenirs
se dresse à coup sûr en ennemi insupportable
où le singe fait des raisonnements subtils
mentalement.
Le trappeur désarme la philosophie intriguée
sur la grève articulée des choses.
Je crois à mon image.
C'est un système final
car vous pensez en chinois libre.
Infini du monde effrayant
vibrations voisines
vallée prodigieuse
devenir fou et ainsi de suite.

 

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Geminis, 1936

 

Cri

Le matelas est probablement une langue
plus incrédule peut-être
le décès la glu visiteurs
Captifs dans l'antichambre
des magazines sur le sommeil
de mise en scène —
Le point sensible dévore
sans espoir —

 

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Francis Picabia (22 januari 1879 – 30 november 1953)

 

  

De Britse schrijfster en actrice Mary Hayley Bell werd geboren op 22 januari 1911 in Shanghai. Zie ook alle tags voorMary Hayley Bell op dit blog.

Uit:Whistle Down the Wind

“I am ten, and they call me Brat.
Of course, that isn’t my right name, nobody could be christened with a name like that.
All our lousy first names are birds’ names. Don’t ask me why. I imagine our mother was keen on birds and flying, though I don’t know much about her. She flew off some years ago with this character called Peregrine. She lives in South Africa on a different kind of farm, and once in a way we get a Christmas card – which is quite useful as we keep the stamp. »
(…)

Now we’re on the subject of grown-ups, generally speaking I think they’re mad.
I prefer kids, I do really.
Grown-ups kill me. They make so much out of nothing and all that drink turns them into idiots, laughing at nothing at all.
I often wonder if they realise how awful they smell when they kiss you goodnight. Swallow and Poor Baby and me we reel, but reel, against the stairs after we’ve said goodnight.
As I said, I prefer kids. They’re more balanced; I mean, they really are. You see these grown-ups, heavy and downhearted about taxis and the state of the world.
“Why do they take a taxi?” Poor Baby says – and he’s right.”

 

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Mary Hayley Bell (22 januari 1911 – 1 december 2005)

 

 

De Franse schrijver en regisseur René Charles Guilbert de Pixérécourt werd geboren op 22 januari 1773 in Nancy. Zie ook alle tags voor Guilbert de Pixérécourt op dit blog.

Uit: Robinson Crusoé

"OCROLY, passant d'abord la tête hors de l'arbre, puis une jambe après l'autre et enfin tout le corps.
Ouf !... J'espère que je l'ai échappé belle. Il me semble que tout ceci prend une vilaine tournure ; en tout cas, je ferai mon possible pour m'en tirer sans déficit. J'entends du bruit... vite... à l'observatoire.
(Il rentre dans l'arbre.)
JAMES, aux matelots.
C'est à peu prés de cette direction que sont partis les coups de fusil que nous avons entendus c'est ici ce me semble que nous avons laissé Ocroly.
OCROLY, par le trou.
(A part. )
C'est James.
( Haut. )
Me voici.
JAMES.
Où donc ?
OCROLY, par le trou.
Ici. Regardez s'il n'y a personne sur les arbres d'alentour.
JAMES.
Non, personne. Mais que fais-tu donc là dedans ?
OCROLY, sortant tout à fait.
Chut !
(Il les amène mystérieusement au-devant de la scène et leur parle à voix basse. )
Voyez-vous là bas cet homme qui ne ressemble pas mal à un o.... - o..... ? eh bien ! c'est précisément le mari d'Emma...
TOUS.
Robinson ?
OCROLY.
Lui-même ! c'est le diable, je crois, qui nous a conduits dans cette île. Le Capitaine est libre ; Atkins est entre leurs mains et Dieu sait ce qu'ils vont en faire. J'ai tout vu, tout entendu. Leur projet est de s'emparer de la chaloupe et de... "

 

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Guilbert de Pixérécourt (22 januari 1773 – 27 juli 1844)
Gravure door Nosselmann, naar een schilderij vam Mme de Cheradame, 1841

 

 

De Britse schrijver, filosoof en politicus Sir Francis Bacon werd geboren op 22 januari 1561 in Londen. Zie ook alle tags voor Sir Francis Bacon op dit blog.

 

Sing A New Song

O sing a new song, to our God above,
Avoid profane ones, 'tis for holy choir:
Let Israel sing song of holy love
To him that made them, with their hearts on fire:
Let Zion's sons life up their voice, and sing
Carols and anthems to their heavenly king.

Let not your voice alone his praise forth tell,
But move withal, and praise him in the dance;
Cymbals and harps, let them be tuned well,
'Tis he that doth the poor's estate advance:
Do this not only on the solemn days,
But on your secret beds you spirits raise.

O let the saints bear in their mouth his praise,
And a two-edged sword drawn in their hand,
Therewith for to revenge the former days,
Upon all nations, that their zeal withstand;
To bind their kings in chains of iron strong,
And manacle their nobles for their wrong.

Expect the time, for 'tis decreed in heaven,
Such honor shall unto his saints be given.

 

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Sir Francis Bacon (22 januari 1561 – 9 april 1626)
Portret door William Larkin, 1610          

 

 

De Italiaanse schrijver en politicus Antonio Gramsci werd geboren op 22 januari 1891 in Ales op Sardinië. Zie ook alle tags voor Antonio Gramsci op dit blog.

Uit: Prison Notebooks (The intellectuals)

“In Russia various features: the political and economico-commercial organisation was created by the Norman (Varangians), and religious organisation by the Byzantine Greeks. In a later period the Germans and the French brought to Russia the European experience and gave a first consistent skeleton to the protoplasm of Russian history. National forces were inert, passive and receptive, but perhaps precisely for this reason they assimilated completely the foreign influences and the foreigners themselves, Russifying them. In the more recent historical period we find the opposite phenomenon. An élite consisting of some of the most active, energetic, enterprising and disciplined members of the society emigrates abroad and assimilates the culture and historical experiences of the most advanced countries of the West, without however losing the most essential characteristics of its own nationality, that is to say without breaking its sentimental and historical links with its own people. Having thus performed its intellectual apprenticeship it returns to its own country and compels the people to an enforced awakening, skipping historical stages in the process. The difference between this élite and that imported from Germany (by Peter the Great, for example) lies in its essentially national-popular character. It could not be assimilated by the inert passivity of the Russian people, because it was itself an energetic reaction of Russia to her own historical inertia.
On another terrain, and in very different conditions of time and place, the Russian phenomenon can be compared to the birth of the American nation (in the United States). The Anglo-Saxon immigrants are themselves an intellectual, but more especially a moral, élite. I am talking, naturally, of the first immigrants, the pioneers, protagonists of the political and religious struggles in England, defeated but not humiliated or laid low in their country of origin."

 

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Antonio Gramsci (22 januari 1891 – 27 april 1937)
Cover

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Louis Menand, Ludwig Thoma, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir, Egon Friedell, Joseph Méry, Roderich Benedix

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

Uit: The Metaphysical Club

„Dr. Holmes was a professor; his father, Abiel, had been a minister. He regarded himself as a New England Brahmin (a term he coined), by which he meant not merely a person of good family, but a scholar, or what we would call an intellectual. His own mind was a mixture of enlightenment and conformity: he combined largeness of intellect with narrowness of culture.
Dr. Holmes had become famous in 1830, the year after he graduated from Harvard, when he wrote a popular poem protesting the breakup of the U.S.S. Constitution, "Old Ironsides." After college he tried the law but quickly switched to medicine. He studied in Paris, and in 1843, when he was thirty-four, published a paper on the causes of puerperal (or childbed) fever that turned out to be a landmark work in the germ theory of disease. (He showed that the disease was carried from childbirth to childbirth by the attending physician; it was a controversial paper among the medical establishment.) He joined the faculty of the Harvard Medical School, where he eventually served as dean. But his celebrity came from his activities as a belletrist. He was one of the first members of the Saturday Club, a literary dining and conversation society whose participants included Emerson, Hawthorne, Longfellow, Richard Henry Dana, Jr., James Russell Lowell, and Charles Eliot Norton. He was a founder of the Atlantic Monthly, whose name he invented and in whose pages he published his popular column of aperçus, "The Autocrat of the Breakfast-Table" (followed by "The Professor at the Breakfast-Table" and "The Poet at the Breakfast-Table"). He wrote hundreds of verses and three novels. Many people, and not only Bostonians, believed him to be the greatest talker they had ever heard.
Yet he was unabashedly provincial. His chief ambition was to represent the Boston point of view in all things. (He also suffered from asthma, which made travel uncomfortable.) On the other hand, he regarded the Boston point of view as pretty much the only point of view worth representing. He considered Boston "the thinking centre of the continent, and therefore of the planet." Or as he also put it, in a phrase that became the city's nickname for itself: "Boston State-House is the hub of the solar system." He was an enemy of Calvinism (which had been his father's religion) and a rationalist, but his faith in good breeding was nearly atavistic, and he saw no reason to challenge the premises of a social dispensation that had, over the course of two centuries, contrived to produce a man as genial and accomplished as himself.”

 

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

Uit: Krawall

„Jawohl, auch wir Dürnbucher haben unsere Revolution gehabt, oder einen Krawall, und es war damals, wo der Buchdrucker Schmitt, Gott hab ihn selig, als Major von der alten Landwehr vom Messerschmied Simon unter den Tisch geschlagen worden ist und sozusagen betäubt war... aber ich will die Geschichte der Reihe nach erzählen.
Ihr könnt euch denken, daß wir Dürnbucher Anno 66 einen großen Haß auf diese Preußen gehabt haben, und wenn der Feind damals bis zu uns gedrungen wäre, dann hätte es geraucht. Ich weiß noch gut, wie die privilegierte Schützengesellschaft zum Ausrücken bereit war; und der alte Büchsenmacher Weinzierl ist jeden Tag auf den Kapellenberg gegangen, wo er das Terrain studiert hat. Die Bürgergarde oder Landwehr älterer Ordnung, wie man auch sagt, ist zweimal in der Woche ausgerückt und hat im Buchwald exerziert, und der Major, was der Buchdrucker Schmitt war, Gott hab ihn selig, ist zum Messerschmied Simon gegangen und hat sich öffentlich, daß es jeder gesehen hat, den Säbel schleifen lassen.
Überhaupt herrschte eine furchtbare Aufregung, und der Provisor von der Marienapotheke hat für den Ernstfall ein Sanitätskorps gebildet, wo er der Vorstand war, und die Frau Landrichter Hefele hat sich auf der Stelle zur Krankenpflege gemeldet, und dann haben sich die meisten Frauen einschreiben lassen.
Alles war bereit, und jeden Tag hätte es losgehen können. Einmal hat man geglaubt, es ist schon so weit.
Mitten in der Nacht hat es auf dem Marktplatz geschossen, zweimal hintereinander. – –
Beim Spanninger sitzt alles käsweiß in der Gaststube und still, eine Maus hätte man laufen hören, und der Hausknecht hat die Geistesgegenwart und riegelt das Tor zu, und am Kirchturm schlägt die Glocke an, weil der Mesner Benno die Schüsse auch vernommen hat, aber es war bloß der alte Büchsenmacher Weinzierl.“

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)
Cover

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

Nocturno

Wenn durch der Dämm’rung tiefgesenkten Flor
Kaum unsre Linien aus dem Finstern ragen,
Spiel mir noch einmal das Nocturno vor,
Aus dem die Ängste dieser Erde klagen,
Ganz leise nur!

Der Mondschein kommt vielleicht,
Und drückt die helle Stirne an die Scheiben,
Und wenn er selbst bis vor die Schwelle schleicht,
Soll ihn kein böser Klang in Wolken treiben.
Noch leiser, Lieb!

Wie Mädchenblicke sind,
Die sich zum ersten Mal dem Liebsten heben,
Wie Blütenhauch aus vollen Kelchen rinnt,
Wie Seufzer, die von blasser Lippe schweben.

Dann kommt ein Mollakkord! Ich fürcht’ ihn schon:
Ein Jammerlaut, wie aus der fernsten Ferne.
Die Seele Zittert unter diesem Ton
Und hebt sich haltlos über Welt und Sterne.

Die Nacht rauscht schwerer durch die Dunkelheit,
Und wie die letzten Töne sanft verfließen,
Liegt meine unbegrenzte Traurigkeit
In fassungslosem Weinen dir zu Füßen...

 

 

Immer, wenn du traurig bist

Immer, wenn du traurig bist,
Trost’ ich dich in deinen Tränen;
Denn ich weiß: Wer elend ist,
Will sein Herz an Herze lehnen.

Und du stehst und schaust mich an,
Merkst nicht, dass ich tief erblasse;
Deinem Schluchzen fühl’ ich an,
Wen du liebst und wen ich hasse.

Und ich streichle dich und lern’
Deinetwillen, froh zu scherzen;
Denn ich weiß, du lachst so gern,
Und das Lachen heilt die Herzen.

Bis du wie gewandelt tollst,
Spür’ ich freudig deine Freude,
Weil du niemals fühlen sollst,
Wie ich lächelnd um dich leide.

 

 

Nennt Ihr mich den Tollen

Nennt Ihr mich den Tollen, Frechen,
Sprecht Ihr wahr, doch nicht — gescheit
Es ist Maske nur der Schwächen,
Schutz nur der Schamhaftigkeit.



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Ludwig Jacobowski (21 januari 1868 – 2 december 1900)
Strzelno,kerk van de Heilige Drie-eenheid en de Maagd Maria en de Rotundakerk Sint-Procopius van bovenaf gezien

 

 

De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

Uit: Die Eismalerin (Vertaald door Coletta Bürling)

„Die Schwestern überlegten auch, ob ihre Mutter vielleicht genug von der Magd und diesen Anfällen hatte. Der armen Frau ging es in der Zeit von Lichtmess bis zum Sankt Florianstag immer besonders schlecht, denn zu dieser Jahreszeit hatte der Berg vor vielen, vielen Jahren den weißen Tod in das Tal hinuntergeschickt. Sie hatte zwar den Verstand verloren, als die Lawine ihre Kinder verschlang, aber zwischen ihren Anfällen war sie gutmütig und scheute sich nicht vor der Arbeit. Der Umzug hatte aber nichts mit ihr zu tun, das stellte sich heraus, als die Brüder ihre Mutter direkt danach fragten.»Ihr werdet in Akureyri die Realschule besuchen«, sagte sie und fügte hinzu: »Ich habe gehört, dass Akureyri eine üppig grüne Stadt sein soll.«
Sie hatten sie oft über den Nutzen der Schulbildung reden hören, wie viel es bedeutete, belesen zu sein und eine Ausbildung zu haben; sie selbst hatte Hebamme werden wollen, aber dazu hätte sie nach Reykjavík gehen müssen oder sogar nach Kopenhagen. Daraus wurde aber nichts, obwohl ihr Vater gar nicht schlecht gestellt war und ihr wahrscheinlich sogar die Ausbildung finanziert hätte. »Wahrscheinlich hat Papa sie hier festgehalten«, sagte Halldóra. »Er war so ein schöner Mann, und sie wollte ihn bestimmt nicht an eine andere Frau verlieren.« Der Wanderlehrer, der einmal im Jahr für einen Monat in ihr Tal kam, hatte ihrer Mutter deutlich gemacht, dass Ólafur, der älteste Sohn, unbedingt zur Schule geschickt werden müsse, und auch Páll, der zweitälteste, sei voller Wissensdurst. Die Schwestern allerdings, obwohl sie älter waren als die Jungen und nicht weniger fleißig lasen, hatte er nicht erwähnt. Doch ihre Mutter hatte von Anfang an auch für sie eine Ausbildung im Auge gehabt. Sie sagte: »Die Zeiten ändern sich, in Reykjavík gehen auch die Frauen zur Schule, sogar zur Universität, sie geben Zeitschriften heraus, sitzen im Stadtrat und haben auch schon eine Gewerkschaft gegründet. Es endet noch damit, dass sie ins Parlament kommen."

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)
 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

Uit: Die Reise mit der Zeitmaschine

„Mr. H. G. Wells, London
Wien, am 3. Februar 1908
Hochgeehrter Meister!
Ein begeisterter Verehrer, ja Verschlinger Ihrer sämtlichen Werke gestattet sich, eine bescheidene Anfrage an Sie zu richten, die Sie hoffentlich nicht allzu sehr belästigt. Sie haben in Ihrem vor längerer Zeit erschienenen prachtvollen Roman »Die Zeitmaschine« einen Gelehrten geschildert, der mit einem Apparat seiner Erfindung in die vierte Dimension, nämlich in die Zeit, zu reisen vermag. Er versucht es zunächst nach vorne: in die Zukunft, und die Schicksale, die ihm dabei widerfahren, sind von Ihnen mit einer dichterischen Phantasie ausgesponnen, die jeden Leser entzücken muß. Er kehrt zurück, erzählt seine Erlebnisse, besteigt bald darauf wieder den Apparat, um in die Vergangenheit zu reisen – und hier bricht der Roman ab. Sie sagen: »Der Zeitreisende verschwand. Und, wie jedermann heute weiß: er ist niemals zurückgekehrt. Wir können nichts tun als uns darüber wundern. Wird er jemals wiederkommen? Vielleicht ist er, als er in die Vergangenheit zurückwirbelte, unter die blutdürstigen behaarten Wilden der frühen Steinzeit geraten oder in die Tiefen des Kreidemeers oder unter die grotesken Saurier, die riesigen Eidechsenungetüme der Jurazeit. Vielleicht promeniert er eben jetzt – wenn ich mir überhaupt eine Vermutung erlauben darf – auf einem von Plesiosauriern bevölkerten Korallenriff oder am Ufer eines einsamen Salzsees der Triasperiode.« [Fußnote] Nun aber sind seit dem Erscheinen des Romans bereits einige Jahre verflossen, während deren ich oft und angestrengt über jene Reise in die Vergangenheit gegrübelt habe. Es gibt meiner Ansicht nach hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder: in Ihrem Bericht steckt ein Körnchen Wahrheit: in diesem Falle wäre es doch immerhin denkbar, daß man von dem seltsamen Manne inzwischen Nachricht bekommen hätte. Oder aber: er ist überhaupt eine freie Erfindung Ihrer genialen Feder – warum zögern Sie dann solange mit der Fortsetzung der Erzählung, die doch nur von Ihrer Willensentschließung abhängt? Und es spricht alles dafür, daß diese letztere Annahme die zutreffende ist: sogar das Verhalten des Zeitreisenden selber und noch mehr das seiner Umgebung. Der Zeitreisende sagt einmal: »Wenn Sie die ganze Wahrheit wissen wollen . . . ich glaube selber nicht recht an alle diese Dinge«, und ein andermal: »Nein, ich kann nicht verlangen, daß Sie das alles glauben. Nehmen Sie es für eine Lüge – oder eine Prophezeiung. Denken Sie: ich habe es in meinem Laboratorium geträumt.“

 

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Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

 

 

De Franse dichter en schrijver Joseph Méry werd geboren op 21 januari 1797 in Marseille. Zie ook alle tags voor Joseph Méry op dit blog.

 

Marseille (Fragment)

JE me disais : partons, la Balancelle est prête ;
Puis-je mieux récréer mes loisirs de Poète !
L’Océan m’est ouvert, rien ne m’enchaîne ici :
Naples n’est pas si loin ; à l’horizon de brume,
Dans cinq jours, je puis voir le Vésuve qui fume,
Et me baigner à Portici.

POÉTIQUE séjour où la vie est si belle ;
Si pleine de bonheur qu’on la croit immortelle ;
Où, libre dans ses fers, le gai napolitain,
Près d’un balcon fleuri chante la sérénade,
Prie un Saint, et s’endort sous une colonnade,
Insoucieux du lendemain.

NON, l’Egypte vaut mieux ! J’aurais joie à descendre
Dans la pâle cité que bâtit Alexandre ;
Et de là, vers le Nil reprenant mon essor,
J’irais voir au désert si les fils du Prophète
Ont parle de nos chants de combats ou de fête
Aux vieux Arabes de Luxor.

FOL orgueil ! Quel instinct voyageur nous dévore !
Ces pays visités, j’en révérais encore,
Embaumés comme Alep, riches comme Ispahan ;
Et puis, que d’Archipels l’Océan me dérobe :
Notre mer n’est qu’un point sur la carte du globe ;
Cadix ouvre-moi l’Océan !

 

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Joseph Méry (21 januari 1797 – 17 juni 1866)

 

 

De Duitse toneelschrijver, acteur en theaterdirecteur Julius Roderich Benedix werd geboren op 21 januari 1811 in Leipzig. Zie ook alle tags voor Roderich Benedix op dit blog.

Uit: Ein bemoostes Haupt

„Sie verlangen, geehrter Herr Keil, von mir einige Mittheilungen über mein Leben, die Sie zu dem Bildniß abdrucken lassen wollen, das die Gartenlaube von mir bringen wird. Sie führen mich damit in große Versuchung. Ob Jemand nach meinem Tode eine Biographie von mir schreiben wird, weiß ich nicht; geschieht es aber, so werde ich doch in keinem Falle das Vergnügen haben, sie zu lesen. Der Auftrag also, selbst über mich zu schreiben, ist eine Versuchung meiner Eitelkeit, denn natürlich werde ich mich im schönsten Lichte darzustellen suchen – laufe ich da nicht Gefahr, zu schönfärberisch aufzutreten? Sollte ich es thun, verehrter Herr, so schiebe ich die Verantwortung dafür Ihnen zu.
Indem ich an meine Aufgabe gehen will, fällt mir auf die Seele, daß ich für eine Lebensbeschreibung ein recht dürftiger Held bin. Ich habe keine großen Abenteuer erlebt, habe niemals Schiffbruch gelitten, habe Niemanden im Zweikampfe erschossen – ich habe eben nur erlebt, was Tausende und abermals Tausende erleben. Ist doch bei einem Schriftsteller das innere Leben wichtiger als das äußere, und das erstere kann ich doch nicht weitläufig entwickeln. So will ich Ihnen denn sagen, nach was ich gestrebt habe – wie weit mein Wollen ein Gelingen gehabt hat, mag die Welt beurtheilen.
Ich bin vor etwa sechszig Jahren in Leipzig geboren worden und habe in traulichem Familienkreise eine glückliche Jugend verlebt. Das Andenken an meine herrliche Mutter ist mir unvergänglich; ich freue mich der Gelegenheit, das öffentlich aussprechen zu können. Sie hat mir durch Ihren Tod den bittersten Schmerz meines Lebens bereitet. Sie starb kurz vorher, als ich den ersten Erfolg errang. Die Freude über diesen wäre ein kleiner Dank meinerseits für ihre Liebe gewesen – ich habe ihr diesen Dank schuldig bleiben müssen.“

 

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Roderich Benedix (21 januari 1811 – 26 september 1873)
In 1871

Geschreven door Romenu om 10:36 Reageer op dit bericht

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