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Berichten van 23 januari 2017 tot 24 januari 2017

E. Th. A. Hoffmann, Edith Wharton, Ivan Ivanji, Eugen Roth, Ulrich Holbein, Charles Sackville, John Donne, Vicky Baum, Helen Darville

De Duitse dichter en schrijver Ernst Theodor Amadeus Hoffmann werd geboren in Koningsbergen op 24 januari 1776. Zie ook alle tags voor E. Th. A. Hoffmann op dit blog en ook deze overige tags op dit blog.

Uit: Das Majorat

„Dem Gestade der Ostsee unfern liegt das Stammschloß der Freiherrlich von R..schen Familie, R..sitten genannt. Die Gegend ist rauh und öde, kaum entsprießt hin und wieder ein Grashalm dem bodenlosen Triebsande, und statt des Gartens, wie er sonst das Herrenhaus zu zieren pflegt, schließt sich an die nackten Mauern nach der Landseite hin ein dürftiger Föhrenwald, dessen ewige, düstre Trauer den bunten Schmuck des Frühlings verschmäht, und in dem statt des fröhlichen Jauchzens der zu neuer Lust erwachten Vögelein nur das schaurige Gekrächze der Raben, das schwirrende Kreischen der sturmverkündenden Möwen widerhallt. Eine Viertelstunde davon ändert sich plötzlich die Natur. Wie durch einen Zauberschlag ist man in blühende Felder, üppige Äcker und Wiesen versetzt. Man erblickt das große, reiche Dorf mit dem geräumigen Wohnhause des Wirtschaftsinspektors. An der Spitze eines freundlichen Erlenbusches sind die Fundamente eines großen Schlosses sichtbar, das einer der vormaligen Besitzer aufzubauen im Sinne hatte. Die Nachfolger, auf ihren Gütern in Kurland hausend, ließen den Bau liegen, und auch der Freiherr Roderich von R., der wiederum seinen Wohnsitz auf dem Stammgute nahm, mochte nicht weiter bauen, da seinem finstern, menschenscheuen Wesen der Aufenthalt in dem alten, einsam liegenden Schlosse zusagte.
Er ließ das verfallene Gebäude, so gut es gehen wollte, herstellen und sperrte sich darin ein mit einem grämlichen Hausverwalter und geringer Dienerschaft. Nur selten sah man ihn im Dorfe, dagegen ging und ritt er oft am Meeresstrande hin und her, und man wollte aus der Ferne bemerkt haben, wie er in die Wellen hineinsprach und dem Brausen und Zischen der Brandung zuhorchte, als vernehme er die antwortende Stimme des Meergeistes.
Auf der höchsten Spitze des Wartturms hatte er ein Kabinett einrichten und mit Fernröhren – mit einem vollständigen astronomischen Apparat versehen lassen; da beobachtete er Tages, nach dem Meer hinausschauend, die Schiffe, die oft gleich weißbeschwingten Meervögeln am fernen Horizont vorüberflogen. Sternenhelle Nächte brachte er hin mit astronomischer oder, wie man wissen wollte, mit astrologischer Arbeit, worin ihm der alte Hausverwalter beistand. Überhaupt ging zu seinen Lebzeiten die Sage, daß er geheimer Wissenschaft, der sogenannten schwarzen Kunst, ergeben sei, und daß eine verfehlte Operation, durch die ein hohes Fürstenhaus auf das empfindlichste gekränkt wurde, ihn aus Kurland vertrieben habe. Die leiseste Erinnerung an seinen dortigen Aufenthalt erfüllte ihn mit Entsetzen, aber alles sein Leben Verstörende, was ihm dort geschehen, schrieb er lediglich der Schuld der Vorfahren zu, die die Ahnenburg böslich verließen.“

 

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E. Th. A. Hoffmann (24 januari 1776 - 25 juni 1822)
Cover

 

 

De Amerikaanse schrijfster Edith Wharton werd geboren op 24 januari 1862 in New York. Zie ook alle tags voor Edith Wharton op dit blog.

Uit:The Age of Innocence

“It was Madame Nilsson's first appearance that winter, and what the daily press had already learned to describe as "an exceptionally brilliant audience" had gathered to hear her, transported through the slippery, snowy streets in private broughams, in the spacious family landau, or in the humbler but more convenient "Brown coupé." To come to the Opera in a Brown coupe was almost as honourable a way of arriving as in one's own carriage; and departure by the same means had the immense advantage of enabling one (with a playful allusion to democratic principles) to scramble into the first Brown conveyance in the line, instead of waiting till the cold-and-gin congested nose of one's own coachman gleamed under the portico of the Academy. It was one of the great livery-stableman's most masterly intuitions to have discovered that Americans want to get away from amusement even more quickly than they want to get to it.
When Newland Archer opened the door at the back of the club box the curtain had just gone up on the garden scene. There was no reason why the young man should not have come earlier, for he had dined at seven, alone with his mother and sister, and had lingered afterward over a cigar in the Gothic library with glazed black-walnut bookcases and finial-topped chairs which was the only room in the house where Mrs. Archer allowed smoking. But, in the first place, New York was a metropolis, and perfectly aware that in metropolises it was "not the thing" to arrive early at the opera; and what was or was not "the thing" played a part as important in Newland Archer's New York as the inscrutable totem terrors that had ruled the destinies of his forefathers thousands of years ago.”


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Edith Wharton (24 januari 1862 – 11 augustus 1937)
Cover

 

 

De Joegoslavische schrijver, vertaler, diplomaat en journalist Ivan Ivanji werd geboren op 24 januari 1929 in Zrenjanin. Zie ook alle tags voor Ivan Ivanji op dit blog.

Uit: Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen

„Leopoldis Frau war es gelungen, nach New York zu entkommen, den Liederkomponisten freizukaufen, er durfte über Hamburg in die Freiheit fahren, Reporter warteten am Kai, fotografierten, wie er in gelungener Geste den amerikanischen Boden küsste, das Bild ging um die Welt.
Löhner-Beda hatte auf Lehár gehofft, verfluchte den Operettenkomponisten, weil nichts geschah. Franz Lehár hatte mit zehn Textautoren zusammengearbeitet, alle waren Juden, er hatte in Wien in jüdischen Kreisen verkehrt, seine Frau, Sophie, war Jüdin, aber Hitler mochte ihn so sehr, dass er Goebbels den Befehl gab Lehárs Operetten im ganzen Reich mit den Originaltexten spielen zu lassen, nur die Namen der Librettisten wurden nicht genannt. Frau Sophie Lehár wurde durch Führererlass zur "Ehrenarierin" ernannt.
Fritz Löhner-Beda wurde 1942 nach Auschwitz transportiert. Über seinen Tod existiert die eidesstattliche Erklärung eines Mithäftlings, Raymond van den Stratens. Er sagt aus, fünf Direktoren der I. G. Farben, Walter Dürrfeld, Otto Ambros, Fritz ter Meer, Carl Krauch und Heinrich Bütefisch, hätten das Lager inspiziert: "Einer der Direktoren wies auf Dr. Löhner-Beda und sagte zu seinem SS-Begleiter: Diese Judensau könnte auch rascher arbeiten. Darauf bemerkte ein anderer I.G.-Direktor: Wenn die nicht mehr arbeiten können, sollen sie in der Gaskammer verrecken.
Nachdem die Inspektion vorbei war, wurde Dr. Löhner-Beda aus dem Arbeitskommando geholt, so geschlagen und mit den Füßen getreten, daß er als sterbender zu seinem Lagerfreunden zurückkam und sein Leben in der I.G.-Fabrik in Auschwitz beendete. Löhner-Bedas Frau Helene, der er den Text des Liedes Dein ist mein ganzes Herz in Lehárs Operette Das Land des Lächelns gewidmet hatte, das Hitler so gerne hörte, wurde mit ihren Töchtern Eva und Liselotte im Vernichtungslager Maly Trostinetz in Weißrussland umgebracht ..."

 

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Ivan Ivanji (Zrenjanin, 24 januari 1929)

 

 

De Duitse dichter Eugen Roth werd op 24 januari 1895 in München geboren. Zie ook alle tags voor Eugen Roth op dit blog.

 

Das Sprungbrett

Ein Mensch, den es nach Ruhm gelüstet,
Besteigt, mit großem Mut gerüstet,
Ein Sprungbrett - und man denkt, er liefe
Nun vor und spränge in die Tiefe,
Mit Doppelsalto und dergleichen
Der Menge Beifall zu erreichen.
Doch läßt er, angestaunt von vielen,
Zuerst einmal die Muskeln spielen,
Um dann erhaben vorzutreten,
Als gält's, die Sonne anzubeten.
Ergriffen schweigt das Publikum -
Doch er dreht sich gelassen um
Und steigt, fast möcht man sagen, heiter
Und vollbefriedigt von der Leiter.
Denn, wenn auch scheinbar nur entschlossen,
Hat er doch sehr viel Ruhm genossen,
Genau genommen schon den meisten -
Was sollt er da erst noch was leisten?

 

 

Einsicht

Der Kranke traut nur widerwillig
Dem Arzt, der's schmerzlos macht und billig.
Laßt nie den alten Grundsatz rosten:
Es muß a) wehtun, b) was kosten.

 

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Eugen Roth (24 januari 1895 – 28 april 1976)

 

 

De Duitse schrijver Ulrich Holbein werd op 24 januari 1953 in Erfurt geboren. Zie ook alle tags voor Ulrich Holbein op dit blog.

Uit: Unheilige Narren

„Kulturbringer à la Prometheus, notorische Gesetzgeber à la Hammurapi oder Mose, Gralshüter, Oberbonzen und Obermuftis können jederzeit, wenn sie nicht aufpassen und nicht von sich abweichen, unrühmlich herabsinken zu ihren eigenen Handtaschenformaten und Schwundformen und alsdann herumsitzen am Bürotisch ihrer Vorzimmer, als Ordnungshüter, als vorletzte Instanzen, Paragraphenreiter und Schergen, und vice versa: Reptilhirne bzw. geborene Kampfmaschinen können, sobald sie sich sublimieren und subtilisieren, erfreulich aufsteigen zu durchaus geistreichen Lästerzungen, Polemikern und Sarkastikern, oder ums schöner, netter und versöhnlicher zu sagen: sich profilieren und die lachlustige Menschheit erfreuen als Spottvögel, Satiriker, Humoristen und Entertainer, die für einen kleinen Witz sowohl ihre Seele wie ihre Großmutter verkaufen.
Der Typus des Spielverderbers tauchte bereits in prähistorischen Zeiten auf und griff gebieterisch ins Triebleben seiner Clangenossen ein. Als Legislative der Judikative und Exekutive vordenkerisch voranschreitend, regelte und überprüfte der ewige Spielverderber das lose, oft ungezügelte Hordentreiben. Als Priester und Asket beschnitt er sich und anderen die lustige Freiheit, nach Herzenslust allen Lüsten zu frönen. Als Regenzauberer machte er sich unbeliebt und galt, sobald sein Zaubern dauerhaft nicht half, zunehmend als unfähig, bis hin zu Verketzerung, Unheiligsprechung, Absetzung und Entsorgung.
Sobald Menschen abweichende Meinungen produzierten, also naheliegende und kühne Mythologeme, Philosopheme und Theoreme ausspendeten – in schriftlicher Form auf diversen Kontinenten so ab 600 v.Chr. –, übte und feilte der Typus des Spielverderbers seinen Widerspruchsgeist."

 

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Ulrich Holbein (Erfurt, 24 januari 1953)

 

 

De Engelse dichter John Donne werd ergens tussen 24 januari en 19 juni 1572 geboren in Londen. Zie ook alle tags voor John Donne op dit blog.

 

No Man Is An Island

No man is an island,
Entire of itself,
Every man is a piece of the continent,
A part of the main.
If a clod be washed away by the sea,
Europe is the less.
As well as if a promontory were.
As well as if a manor of thy friend's
Or of thine own were:
Any man's death diminishes me,
Because I am involved in mankind,
And therefore never send to know for whom the bell tolls;
It tolls for thee.

 

 

Holy Sonnet XIV:

Batter my heart, three-personed God; for You
As yet but knock, breathe, shine, and seek to mend;
That I may rise and stand, o'erthrow me,'and bend
Your force to break, blow, burn, and make me new.
I, like an usurped town, to'another due,
Labor to'admit You, but O, to no end;
Reason, Your viceroy'in me, me should defend,
But is captived, and proves weak or untrue.
Yet dearly'I love You,'and would be loved fain,
But am betrothed unto Your enemy.
Divorce me,'untie or break that knot again;
Take me to You, imprison me, for I
Except You'enthrall me, never shall be free,
Nor ever chaste, except You ravish me.

 

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John Donne (24 januari 1572 – 31 maart 1631)
John Donne op 49-jarige leeftijd.Anoniem, British School, 1622

 

 

De Engelse dichter en edelman Charles Sackville werd geboren op 24 januari 1638 in Buckhurst. Zie ook alle tags voor Charles Sackville op dit blog.

 

Song, Written At Sea (Fragment)

Should foggy Opdam chance to know
Our sad and dismal story,
The Dutch would scorn so weak a foe,
And quit their fort at Goree:
For what resistance can they find
From men who've left their hearts behind?--
With a fa, la, la, la, la.

Let wind and weather do its worst,
Be you to us but kind;
Let Dutchmen vapour, Spaniards curse,
No sorrow we shall find:
'Tis then no matter how things go,
Or who 's our friend, or who 's our foe--
With a fa, la, la, la, la.

To pass our tedious hours away
We throw a merry main,
Or else at serious ombre play;
But why should we in vain
Each other's ruin thus pursue?
We were undone when we left you--
With a fa, la, la, la, la.

But now our fears tempestuous grow
And cast our hopes away;
Whilst you, regardless of our woe,
Sit careless at a play:
Perhaps permit some happier man
To kiss your hand, or flirt your fan--
With a fa, la, la, la, la.

 

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Charles Sackville (24 januari 1638 – 29 januari 1706)
Portret door Sir Godfrey Kneller, 1694

 

 

De Oostenrijkse schrijfster Vicki Baum werd op 24 januari 1888 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Vicki Baum op dit blog.

Uit:Menschen im Hotel

„Vom Neubau her hopste die Musik aus dem Tea-room in Synkopen an den Wandspiegeln entlang. Der butterige Bratenduft der Diner-Zeit fächelte diskret daher, aber hinter den Türen des großen Speisesaales war es noch leer und still. Im kleinen, weißen Saal richtete der grade manger Mattoni sein kaltes Büfett. Der Poritier, der wunderlich müde in den Knien einen Augenblick an der Tür stehenblieb, starrte benommen die bunten Glühlampen an, die hinter den Eisblöcken spielten. Im Korridor kniete ein Monteur auf dem Boden und reparierte etwas an den elektrischen Leitungen. Seit man die großen Scheinwerfer draußen an der Straßenfront hatte, war immer etwas mit der überlasteten Lichtanlage des Hotels los. Der Portier gab seinen wackligen Beinen ein kleines Kommando und strebte seinem Platz zu. Er hatte die Loge unter der Obhut des kleinen Volontärs Georgi zurückgelassen, Sohn des Besitzers eines großen Hotelkonzerns, der seinen Nachfolger im fremden Betrieb von der Pike auf dienen lassen wollte. Senf trabte etwas beengt quer durch die Halle, die voll und bewegt war. Hier traf die Jazzmusik des Tea-rooms mit dem Geigenschmachten des Wintergartens zusammen, dazwischen rieselte dünn der illuminierte Springbrunnen in ein unechtes venezianisches Becken, dazwischen klirrten Gläser auf Tischchen, knisterten Korbstühle, und als dünnstes Geräusch schmolz das zarte Sausen, mit dem Frauen in Pelzen und Seidenkleidern sich bewegen, in den Zusammenklang. Bei der Drehtür schraubte sich Märzkühle in kleinen Stößen herein, sooft der Page Gäste ein- und ausließ.
„All right!“ sagte der kleine Georgi, als Portier Senf mit einem Anschwung die Loge erreichte, wie einen Heimathafen. „Die Sieben-Uhr-Post. Achtundsechzig hat Krach gemacht, weil der Chauffeur nicht gleich zu finden war. Bißchen hysterische Dame, was?“

 

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Vicki Baum (24 januari 1888 - 29 augustus 1960)
Affiche voor de film uit 1959

 

 

De Australische schrijfster en journaliste Helen Darville werd geboren op 24 januari 1971 in Brisbane. Zie ook alle tags voor Helen Darville op dit blog.

Uit: Stories vs. Numbers (Column onder de naam Helen Dale)

“If Milton is hard for some modern readers, spare a thought for the person who has to tell an important story with numbers and graphs, and where words are often just a support act. I speak, of course, of politicians, who depend so often on social scientists and lawyers.
Scientists learnt long ago that elegant equations and mathematical proofs bought them nothing in the way of public approbation, so those scientists with a flair for language turned to the writer’s craft, to narrative. Richard Dawkins, Carl Sagan, Jane Goodall: all have written movingly about their disciplines, often in books that have sold hundreds of thousands or even millions of copies.
Social scientists and lawyers have been much slower to master narrative. People unaware of the ebb and flow of British intellectual history often think economics is called ‘The Dismal Science’ because economists are so boring, the civil service equivalent of accountants in the private sector. Lawyers have less excuse, as people with the best results in English and languages at school often head into the legal profession. Unfortunately, the ranks of writer-lawyers who address with beauty the discipline of law are thin: Cicero and Gaius among the Romans, Richard Posner and Lord Denning in modern times.
In short, as our ability to calculate has grown with technology, people who are members of that minority who like politics spend a great deal of time trying to persuade with numbers, in part because policy wonks find numbers impressive. Those numbers may measure indebtedness, or poverty rates, or welfare dependency, or immigrants.
And they will mean nothing to most people.”

 

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Helen Darville (Brisbane, 24 januari 1971)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 24e januari ook mijn blog van 24 januari 2016 deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:28 Reageer op dit bericht

Jiří Karásek ze Lvovic

De Tsjechische dichter, schrijver en literair criticus Jiří Karásek ze Lvovic werd geboren in Praag op 24 januari 1871. Hij studeerde theologie aan de Theologische faculteit in Praag, maar maakte deze studie niet af. Daarna verliet hij Bohemen voor een jaar en na zijn terugkeer begon hij te werken als bediende in een postkantoor. Kort daarna werd hij benoemd tot directeur van de bibliotheek van het Ministerie van Post, en directeur van het Postmuseum en het archief. In 1894 richtte hij, samen met Ernst Stroll, het bekende tijdschrift Modern Review, waarin hij voornamelijk Tsjechische en Franse decadente literatuur en kunst publiceerde. Later publiceerde hij twee tijdschriften, bedoeld voor seksuele hervorming - Hlas (Stem) en Nový Hlas (Nieuwe Stem). Tijdens zijn leven verzamelde hij samen een uitgebreide privé-bibliotheek (48.000 delen) en een verzameling Slavische kunst en grafiek (40.000 items). In 1922 schonk hij deze collectie aan de Tsjechoslowaakse Sokol Organisatie, die was ondergebracht in het Tyrš huis in Praag; met de voorwaarde dat deze door hem zou worden beheerd tot aan het einde van het leven. In 1954 werd de collectie deel van het Nationale Literatuur Archief. Karásek ze Lvovic schreef ook vele gedichten en prozawerken. Een aantal van zijn romans worden nu gerekend tot de science-fiction literatuur. Hij was een vertegenwoordiger van de impressionistische kritiek en wordt beschouwd als een belangrijke literaire criticus. In de meeste van zijn werken combineert hij neo-romantische fantasie met gecultiveerdheid. Zijn poëzie en proza zijn meesterwerken van de literaire stijl rond 1900. Een paar werken (De gotische ziel, 1900/1905), kunnen als gevolg van de bijna volledige abstractie van de stijl en de homogeniteit van de tekst tot de belangrijkste werken van de Europese decadentie worden geteld. Karásek ze Lvovic was ook geïnteresseerd in occultisme en was een lid van de Tsjechische vereniging van Hermetica "Hermetik universalia". Bovendien was hij een verzamelaar van schilderijen. Zijn collectie was een van de grootste collecties moderne kunst in heel Europa. Later werd deze genationaliseerd en tentoongesteld in Tsjechisch musea.

 

Hopeles Love

So oft by eve I dream in my room all alone
of the love that I know will pass me by, amain
to take me, with all force, to which I am all prone,
whose gale force winds would sweep across my meek stilled plain,

Of a love that into my dulled false hopes would tear,
like the gale ripping boughs of deadened grove, enraged…
Though I know she won’t come, I see her clearly there
above all loves I’ve had while still in life engaged.

I yearn for just one time that she should speak to me,
with words that to this day no one to me has said,
and in my soul pour fire, kisses incendiary,

And only after, as her lunar boat ascends
to heaven’s dream blue waves, would she lay out the dread
before my gaze, that Void, to which I shall descend.

 

 

Abyss

When in the town by night each sound’s dissembling,
another soul, arcane, wakes uncontested.
Your head’s a dormant citadel, sequestered,
in which a late night wandering thought is ambling.

Yet if you fear the tardy walker’s power
conniving to seize your imagination,
be more afraid of that thought’s desperation,
to ambush you at midnight, till you cower…

You are its prey. Feel that? Its talon sinking
into you, cold, on dark wings upward tearing.
Eyes phosphorescent green that burn unblinking.

You’ve briefly lost your mind. Your soul veers, vanished
into the evil, deep within its bearing…
Ah, ever the abyss, inside, unbanished!

 

Vertaald door Václav Z J Pinkava

 

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Jiří Karásek ze Lvovic (24 januari 1871 - 5 maart 1951)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

P. F. Thomése, Wouter van Heiningen, Stendhal, Derek Walcott, Françoise Dorin, Gerald Jatzek, Friedrich von Matthisson, João Ubaldo Ribeiro, Franz Rieger

De Nederlandse schrijver Pieter Frans Thomése werd geboren in Doetinchem op 23 januari 1958. Zie ook alle tags voor P. F. Thomése op dit blog.

Uit:Greatest hits

“We gingen eigenlijk voor de namen, de namen van het Oude Zuiden die zingen als oude tunes: swingend als Chattanooga, Opelousa, Bogalusa of Pascagoula, statig als Beaumont, Baton Rouge of Lafayette, exotisch als Cocodrie en ronduit bekend als Nashville alias Music City USA, Memphis, the home of the blues, en the big easy New Orleans – en tussen al die namen stroomt lazy de Mississippi, die zo oud en moe is dat hij ook Ole Man River wordt genoemd.
We vermoedden geloof ik wel dat de werkelijkheid naargeestiger zou zijn, grauw als krantenstukken over armoede, achterstand en algehele achterlijkheid, toch zochten wij wat zou beantwoorden aan de zang van die namen: witte zuilen van mansions als in Gone with the wind, witte houten kerkjes waar op zondag de gelovigen de hemel dankten dat zij mogen wonen in God’s own country, stoffige wegen en broeierige plaatsjes zoals in de romans van William Faulkner, op zonnige dagen als Huckleberry Finn met een stok aan de waterkant zitten, en in de verte zingende negers op de velden.
Een verkeerde instelling, dat zeker, maar reizen heeft alles te maken met misverstand, en per slot van rekening heeft ook Columbus Amerika per ongeluk ontdekt.
De Amerikanen spreken zelf van het Oude of Diepe Zuiden – ze bedoelen daarmee dat het ver verwijderd ligt, in afstand, maar vooral in tijd, van de dynamische, van voorwaarts vervulde wereld die in de reclame zo brutaal wordt voorgesteld als the choice of the new generation.
Terwijl de rest van Amerika steeds opnieuw last frontiers bereikt, verlangen ze in het Zuiden terug naar de antieke grens van 1863, toen de Confederate States of America op het slagveld bij Gettysburg de vooruitgang nog dachten te kunnen tegenhouden. En alsof in de slagen bij Gettysburg en Vicksburg de Burgeroorlog niet verloren is en de Mason-Dixon-grens nog bestaat, wapperen in old Dixie meer stars and bars dan nationale stars and stripes.
De vlag van de Confederates, hij wappert vooral in het achterland, langs de backroads van het Zuiden, op de lege pleinen van vergeten stadjes, waar het stof neerdaalt op de magnolia’s en waar oude mannetjes zitten te dammen in de koffiehuizen en negers op de zanderige paadjes van het getto quarters & dimes inzetten op de snelste kakkerlak van de buurt.”

 

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P. F. Thomése (Doetinchem, 23 januari 1958)

 

 

De Nederlandse dichter Wouter van Heiningen werd geboren op 23 januari 1963 in Leidschendam. Zie ook alle tags voor Wouter van Heiningen op dit blog.

 

Engelendraden

In een hoek
in het goud van de zon
ligt het stof van jaren her

Fijne draden
lichten op in zilver
en vlechten een web
van onzichtbaar leven

Het symbool van geloof
vanuit een hemel gezonden
standvastig, om de toekomst
te trotseren in vertrouwen

 

 

A la carte

Kraaien vreten hun buikjes
rond, aan het kadaver van een
aangereden eend gaat geen
menukaart vooraf

palingen van de lucht zijn het
vuilnisbakkenrakkers in doodskleed

dan volgen de eksters, het blauw
van hun veren doet koninklijk aan
hun manieren aan tafel echter
bewijzen het tegendeel

 

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Wouter van Heiningen (Leidschendam, 23 januari 1963)
Leidschendam

 

 

De Franse schrijver Stendhal werd op 23 januari 1783 in Grenoble geboren als Henri Beyle. Zie ook alle tags voor Stendhal op dit blog.

Uit: Le Rouge et le Noir

« Il est vrai que cet arrangement a été critiqué par les bonnes têtes de l'endroit. Une fois, c'était un jour de dimanche, il y a quatre ans de cela, M. de Rênal, revenant de l'église en costume de maire, vit de loin le vieux Sorel, entouré de ses trois fils, sourire en le regardant. Ce sourire a porté un jour fatal dans l'âme de M. le maire, il pense depuis lors qu'il eût pu obtenir l'échange à meilleur marché.
Pour arriver à la considération publique à Verrières, l'essentiel est de ne pas adopter, tout en bâtissant
beaucoup de murs, quelque plan apporté d'Italie par ces maçons, qui, au printemps, traversent les gorges du Jura pour gagner Paris. Une telle innovation vaudrait à l'imprudent bâtisseur une éternelle réputation de mauvaise tête, et il serait à jamais perdu auprès des gens sages et modérés qui distribuent la considération en Franche-Comté.
Dans le fait, ces gens sages y exercent le plus ennuyeux despotisme; c'est à cause de ce vilain mot que le séjour des petites villes est insupportable, pour qui a vécu dans cette grande république qu'on appelle Paris. La tyrannie de l'opinion, et quelle opinion! est aussi bête dans les petites villes de France, qu'aux États-Unis d'Amérique.
Heureusement pour la réputation de M. de Rênal comme administrateur, un immense mur de
soutènement était nécessaire à la promenade publique qui longe la colline à une centaine de pieds
au-dessus du cours du Doubs. Elle doit à cette admirable position une des vues les plus pittoresques de France. Mais, à chaque printemps, les eaux de pluie sillonnaient la promenade, y creusaient des ravins et le rendaient impraticable. Cet inconvénient senti par tous, mit M. de Rênal dans l'heureuse nécessité d'immortaliser son administration par un mur de vingt pieds de hauteur et de trente ou quarante toises de long.
Le parapet de ce mur, pour lequel M. de Rênal a dû faire trois voyages à Paris, car l'avant-dernier
ministre de l'Intérieur s'était déclaré l'ennemi mortel de la promenade de Verrières, le parapet de ce mur s'élève maintenant de quatre pieds au-dessus du sol. Et, comme pour braver tous les ministres présents et passés, on le garnit en ce moment avec des dalles de pierre de taille."

 

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Stendhal (23 januari 1783 – 23 maart 1842)
Scene uit de mini-serie uit 1997 met Kim Rossi Stuart als Julien Sorel

 

 

De Westindische dichter en schrijver Derek Walcott werd geboren op 23 januari 1930 op St. Lucia, een van de kleine Bovenwindse Eilanden. Zie ook alle tags voor Derek Walcott op dit blog.

 

The Star-Apple Kingdom (Fragment)

Strange, that the rancor of hatred hid in that dream
of slow rivers and lily-like parasols, in snaps
of fine old colonial families, curled at the edge
not from age of from fire or the chemicals, no, not at all,
but because, off at its edges, innocently excluded
stood the groom, the cattle boy, the housemaid, the gardeners,
the tenants, the good Negroes down in the village,
their mouth in the locked jaw of a silent scream.
A scream which would open the doors to swing wildly
all night, that was bringing in heavier clouds,
more black smoke than cloud, frightening the cattle
in whose bulging eyes the Great House diminished;
a scorching wind of a scream
that began to extinguish the fireflies,
that dried the water mill creaking to a stop
as it was about to pronounce Parish Trelawny
all over, in the ancient pastoral voice,
a wind that blew all without bending anything,
neither the leaves of the album nor the lime groves;
blew Nanny floating back in white from a feather
to a chimerical, chemical pin speck that shrank
the drinking Herefords to brown porcelain cows
on a mantelpiece, Trelawny trembling with dusk,
the scorched pastures of the old benign Custos; blew
far the decent servants and the lifelong cook,
and shriveled to a shard that ancient pastoral
of dusk in a gilt-edged frame now catching the evening sun
in Jamaica, making both epochs one.

 

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Derek Walcott (St. Lucia, 23 januari 1930) 

 

 

De Franse schrijfster en actrice Françoise Dorin werd geboren op 23 januari 1928 in Parijs. Zie ook alle tags voor Françoise Dorin op dit blog.

Uit: Les Corbeaux et les Renardes

« Quand vous voyez une femme escortée en tous lieux d'un état-major de servants, ce n'est pas tant qu'ils la trouvent belle, c'est qu'elle leur a dit qu'ils sont beaux. »
À demi allongée sur sa méridienne, son dos douloureux calé contre deux oreillers, Lili – pour l'état civil Liliane Riquet – vient de lire cette phrase de Jean Giraudoux (dont le nom ne lui est pas totalement inconnu) dans son magazine préféré, celui grâce auquel elle peut vous citer de mémoire le nom, l'âge et les titres du parrain de la deuxième fille du premier mariage de la princesse de Lusigny-Fontange, née Chaumont des Rouzière.
Elle sourit presque, relit la phrase, puis, comme beaucoup de personnes qui vivent seules, se met à parler tout haut :
– Ah ben ! en voilà un qui n'est pas bête, ce Giraudoux. Il pense tout à fait comme moi… Et comme ma pauvre Marguerite !
Lili tourne la tête vers la cheminée où trône la photo de la vieille amie défunte qu'elle vient d'évoquer et qui a tant influencé sa vie. Sourire enjôleur et poitrine opulente… Le cliché a été pris au temps de sa splendeur, au temps où elle était la « poule du notaire ».
Eh oui ! dans Cambrai, les bonnes paroissiennes ne désignaient Marguerite que sous ce terme méprisant, sanctionnant ainsi ses relations, certes rémunérées mais très discrètes, avec Maître Poperinge – le père, bien entendu, pas le fils – dont les gilets de laine fleuraient à la fois la naphtaline du conjungo et le patchouli de l'adultère. Cela semble à peine croyable aujourd'hui. Pourtant ce n'est pas si vieux. Il y a tout juste… quoi ? Soixante-trois ans ? Ce n'est pas possible ! Mais si, Lili, fais le compte, tu avais juste cinq ans quand ta mère, jeune veuve sans ressources, avait été obligée de se placer comme « bonne à tout faire chez la poule du notaire ». Toute une époque, hein ? dans ces quelques mots.”

 

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Françoise Dorin (Parijs, 23 januari 1928)

 

 

De Oostenrijkse dichter, schrijver en musicus Gerald Jatzek werd geboren op 23 januari 1956 in Wenen. Zie ook alle tags voor Gerald Jatzek op dit blog.

 

Griechisches Lied

Mittags singen die Zikaden
in der Tamariske Minnelieder.

Wir sind müde von der Liebe,
still in einem Kreis aus Steinen,

die ein Zimmer unter Zweigen bilden,
dreißig Schritte vor der Gischt.

 

 

Nachtflug

Zwei Ziegen fliegen durch die Nacht,
die erste grinst, die zweite lacht.
Die erste grölt, die zweite singt,
derweil der Wind sie südwärts bringt.
Ein Bauer schaut hinauf und raunt:
»Warum sind die so gut gelaunt?«
»Ich denke, es muss daran liegen,
dass Ziegen ziemlich selten fliegen.«

 

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Gerald Jatzek (Wenen, 23 januari 1956)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Friedrich von Matthisson werd geboren op 23 januari 1761 in Hohendodeleben bij Magdeburg. Zie ook alle tags voor Friedrich von Matthisson op dit blog.

 

An die Stille

Wann aus leichter Silberhülle
Luna niederschaut,
Sehn' ich mich nach dir, o Stille,
Wie der Jüngling nach der Braut!

Ach! mit Wehmutsvoller Rührung,
Freundin! denk ich dein,
Hier wo Leichtsinn und Verführung
Giftbetaute Rosen streun!

Wo des Lasters Stirn zu kränzen
Tausend Blumen blühn,
Wo vor wilden Taumeltänzen
Grazien und Unschuld fliehn;

Wo der Name des Verbrechers
Zu den Sternen dringt,
Und das Haupt des Tugendrächers
In des Kerkers Nächte sinkt!

O beglückt, wen in des Haines
Dämmerung versteckt,
An der Quelle Rand, ein kleines,
Buschumwölbtes Strohdach deckt!

Du nur, heil‘ge Stille, flügelst
Hoch den Geist empor!
Führst der Hoffnung Schifflein, spiegelst
Uns des Himmels Freuden vor!

 

 

Lenzwonne

Könnt' ich das Entzücken Adams malen,
Als in Edens aufgeblühten Talen
Ihn des ersten Lenzes Duft umfloss,
Sanft ihn zu begrüßen, jede Kehle
Seines Hains ihm in die trunkne Seele
Nie gefühlte Seligkeiten goss!

Dann, o! dann wollt' ich, auf Adlerschwingen,
Dich, o Taumelquell der Wonne, singen,
Dessen Nektar meine Seele trank,
Als der Lenz, mit morgenroter Wange,
Unter hellem Nachtigallgesange,
Heut' in Laura's Garten niedersank!

 

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Friedrich von Matthisson (23 januari 1761 – 12 maart 1831)
Portret door Christian Ferdinand Hartmann, 1800

 

 

De Braziliaanse schrijver João Ubaldo Osório Pimental Ribeiro werd geboren op 23 januari 1941 in Itaparica, Bahia. Zie ook alle tags voor João Ubaldo Ribeiro op dit blog.

Uit: Brasilien, Brasilien (Vertaald door Curt Meyer-Clason en Jacob Deutsch)

„Denn wenn es nach dem portugiesischen Geschoßhagel dort nur noch Seevögel gab, den Ozean und den Gleiehmut der Naturvorgänge. so blieb doch genug. damit sich für alle Zeiten dem Bewußtsein der Menschen die Worte einprägten. die er ietzt aussprieht. obwohl man sie von hier aus nicht hört, selbst aus größerer Nähe nicht, auch sieht man seine Lippen sich nicht bewegen, noch ist in seinem Gesicht mehr wahrzunehmen als der verblüflte Ausdruck dessen, der stirbt und es nicht weiß.
Es sind aber hehre Worte gegen Tyrannei und Unterdrückung, dem Fäahnrich vom Tod ins Ohr geblasen. und daher sind sie wahr.
Entgegengesetzte Dinge: Ruhm im Leben und Ruhm im Tode nur dieser scheint die noch immer sich inkarnierende Seele des Fähnriclts zu verfolgen. Anderenfalls stünde er nicht dort, an diesem Tag und an diesem Ort, da er sich doch zu irgendeiner anderen Stelle in der weiten Buchtgegend hätte begeben können, wo das Volk sich versammelte, um zu trinken und dem Regenten und Unsterblichen Fürsten Dorn Pedro zuzujubeln, dem immerwährenden Verteidiger der südlichen Hemisphäre. Da der Fähnrich, dessen den Möwen mitgeteilte Worte sich ausbreiteten und nun von Mund zu Mund gingen, bereits verstorben war und ein Held, sollte er die feierliche Proklamation nicht hören. die in der Stadt Cana unter großen Festlichkeiten zu vernehmen war, wie er auch verschiedene andere nicht erleben sollte, die einander seit dem ahnungsvollen Tage ablösten, an dem der Senat des Staatsrats von Bahia, vor Groll und Haß kochend, weil der Hof sich mit dem gleichen befremdlichen Gebaren nach Portugal einsehiffte, mit dem er angekommen war, die Annahme des Königlichen Erlasses verweigerte, die den Brigadier lnäcio Madeira de Melo zum Waffenkommandanten ernannte. Das brasilianische Volk erhob sich gegen die Portugiesen, und wortgewaltige Reden hallten zwischen den Mauern von Kirchen, Apotheken und Salons wider, wo die Versehwörer den Ruhm des Südlichen Amerika prophezeiten.“

 

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João Ubaldo Ribeiro (Itaparica, 23 januari 1941)

 

 

De Oostenrijkse schrijver Franz Rieger werd geboren op 23 januari 1923 in Riedau. Zie ook alle tags voor Franz Rieger op dit blog.

Uit:Fleisch wie Gras

“Georg hatte von seiner Tante ein Häuschen geerbt. Georg ist mein Mann, und er sagte damals: Besser drei kleine Räume in einer wackeligen Hütte als einen großen Raum in Untermiete bei einem Drachen.
Die Vermieterin konnte uns nicht leiden. So zogen wir ins alte Haus der Verstorbenen, wo's keine Wasserleitung gibt und kein Bad. Es ging eine zeitlang gut. Dann lernte Georg Leute kennen, die holten ihn abends ins Gasthaus, und er sagte zu mir: Wenn du maulst, weiß ich, was ich zu tun hab'; aber mit dem Kleinen, nein, mit ihm erpreßt du mich nicht.
Der Kleine war ein Knabe, er hieß Georg wie sein Vater, und weil ihn ein Kollege meines Mannes aus der Taufe gehoben hatte, hieß er auch Karl. Der Mann hatte sich Georg schon während meiner Schwangerschaft als Pate angetragen. Acht Tage nach der Geburt tranken er und Georg eine halbe Nacht in der Küche draußen und sagten: Die Beschneidung des Herrn. 's sollte ein Fest sein, und sie lachten und grölten. Ich hatte Georg Karl bei mir im Bett und baute das Deckbett hoch vor seinem Gesichtchen auf, damit er nichts hören sollte. Er aber schrie, laut und kräftig, die Augen geschlossen wie im Traum. Einer der Männer riß die Tür zum Schlafzimmer auf, so wie'n Page in einem Hotel die Türe öffnet, und rief – ich erkannte Georg an der Stimme: Die Erscheinung des Herrn!“

 

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Franz Rieger (23 januari 1923 – 11 juni 2005)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 23e januari ook mijn blog van 23 januari 2016 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:53 Reageer op dit bericht

Fatma Aydemir

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Turks-Duitse schrijfster en journaliste Fatma Aydemir werd geboren in 1986 in Karlsruhe. Zij studeerde Duitse en Amerikaanse Studies in Frankfurt en San Diego. Sinds 2012 werkt zij als redacteur bij de taz. Daarnaast werkt zij als freelance schrijver, onder andere voor de magazines Spex en Missy Magazine. In 2017 debuteerde zij met de roman “Ellenbogen”.

Uit:Ellenbogen

“Hätte Desiree mir nicht mit ihren langen, sauberen Fingern jeden Lippenstift und Nagellack einzeln vorgeführt, wäre ich niemals auf die Idee gekommen zu klauen. Es war Sommer, das weiß ich noch genau, denn Desiree trug hellblaue Hotpants und die auf ihren Beinen glänzenden Härchen standen aufrecht, weil die Klimaanlage den Supermarkt in einen großen Kühlschrank verwandelt hatte. Obwohl ich erst sieben war, wusste ich, dass ich so kurze Hosen niemals würde tragen dürfen. Und ich wusste auch, dass Mama mir niemals erlaubt hätte, einen Glitzerlippenstift zu kaufen. Desiree aber hatte einen Geldschein in der Hand und musste sich nur noch für eine Farbe entscheiden. Sie nahm den pinken Lippenstift, klar, denn Desiree war blond und hielt sich für Barbie. Eigentlich sah sie tatsächlich ein bisschen aus wie Barbie, doch das habe ich ihr nie gesagt.
Das Leben war schon gut genug zu Desiree.
Ich begleitete sie bis fast an ihre Haustür. Desirees Mutter stand schon auf dem Balkon, die Hände in den Hüften. Sie war groß, extrem dünn und immer ein bisschen braun gebrannt. Keine Ahnung wieso, wahrscheinlich fuhren sie oft in den Urlaub. Sie trug ein enges Tanktop und keinen darunter, so dass man immer nur Titten sah, wenn man an Desirees Mutter dachte. Die Titten waren viel kleiner als die von Mama, aber nicht spitz, sondern rund wie zwei Tennisbälle, eigentlich ganz hübsch. Desirees Mutter rief uns mit strengem Blick zu, dass die Familie nun zu Mittag essen würde. Desiree nickte, schaute mich an und winkte mir zum Abschied. Sie winkte, obwohl ich neben ihr stand. Nie habe ich Desirees Wohnung von innen gesehen, aber oft habe ich mir vorgestellt, wie es drinnen aussehen könnte.”

 

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Fatma Aydemir (Karlsruhe, 1986)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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