Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 11 februari 2017 tot 12 februari 2017

Barbara Honigmann, Detlev Meyer, Lou Andreas-Salomé, Sabahattin Ali, Friedrich de la Motte-Fouqué, Joachim Meyerhoff, John Hennessy

De Duitse schrijfster Barbara Honigmann werd geboren op 12 februari 1949 in Oost-Berlijn. Zie ook alle tags voor Barbara Honigmann op dit blog.

Uit: Chronik meiner Straße

„Wenn wir sagen, daß wir in der Rue Edel wohnen, antwortet man uns meistens, ach ja, da haben wir am Anfang auch gewohnt.
Unsere Straße scheint also eine Straße des Anfangs und des Ankommens zu sein, bevor man nämlich in die besseren Viertel umzieht, die ruhiger sind und in deren Häusern nur zwei, drei Parteien wohnen, Häuser, die von kleinen oder größeren Gärten umgeben sind und in der Nähe von Parks liegen oder des Europa Parlaments, oder aus deren Fenster man einen Blick auf die Kathedrale hat oder auf die Ill, die ein Nebenfluß des Rheins ist und die Altstadt von Straßburg einschließt.
Von alldem hat unsere Straße gar nichts, Bäume oder Sträucher oder sonst etwas Grünes gibt es in unserer Straße nicht, keine Gärten, keine Parks in unmittelbarer Nähe, kein Europa Parlament, keine Kathedrale und keine Ill, dem Blick bietet sich nichts als die baumlose Straße und die gegenüberliegenden Häuser, von denen einige sehr häßliche Betonklötzer sind, schnell in eine Baulücke gesetzt; eine Freundin, die mit ihren Eltern hier auch am Anfang gewohnt hat, erinnert sich noch, daß sie als Kind in einer solchen Lücke Ball spielte.
Als wir einzogen, am Anfang, vor langer Zeit, sagten wir ja auch, das Haus ist häßlich, die Straße triste, die Gegend öde, nahe dem öden Neubauviertel, wir ziehen jetzt nur schnell ein, damit wir erst einmal einen Platz für uns und die Kinder und unsere Kisten und Kartons haben und unsere Koffer auspacken können, nach Wochen, in denen wir in provisorischen Unterkünften nur aus dem Koffer gelebt haben, und danach, bald, in den nächsten Monaten, werden wir in Ruhe eine neue Wohnung in einer anderen, schöneren Gegend suchen. Und haben nur das Nötigste ausgepackt, Küchengerätschaften und Kleider und Spielsachen und Bücher. Vieles andere ließen wir in den Kisten und Kartons liegen, wo es zum Teil immer noch liegt, denn wir sind hier nie ausgezogen und wohnen heute noch in der Straße, in der man eigentlich nur »am Anfang« wohnt.“

 

 2007672-f2291fc37593f215a966150b02e6a6f1.jpg
Barbara Honigmann (Oost-Berlijn, 12 februari 1949)

 

 

De Duitse schrijver en dichter Detlev Meyer werd geboren op 12 februari 1950 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Detlev Meyer op dit blog.

Uit: Das Sonnenkind

„Mensch, Papa, das sollte die Überraschung sein, du solltest doch raten, wen wir getroffen haben.
Georg Scholze nimmt den Jungen in den Arm und sagt: Und Grandseigneur hast du dir wieder gleich gemerkt, wie ich dich kenne.
Klar, Papa, das mach ich ja immer.
Vor einiger Zeit hatte die Großmutter im Kreise ihrer Damen, schlichtere Seelen würden sagen:
beim Kaffeeklatsch, durchblicken lassen, ihr Max sei in seinen frühen Jahren ein Filou gewesen.
Jeder wisse das, und vor dem Kind wolle sie das nicht näher ausführen. Wieder erstattete Carsten um gehend Bericht: Opa war früher ein Filou, Papa.
PG war er auch - früher, dein feiner Herr Großvater, sagt Georg Scholze, aber darüber wird im
Hause Wollin ungern gesprochen.
Eine Erklärung dieses komischen Wortes folgt nicht. Der Vater sagt, so etwas könne ein kleiner
Junge noch nicht verstehen. Und im übrigen möge Carsten das für sich behalten. Kein Wort über PG. Versprochen?
Ich schwöre, Papa!
Mein Gott, denkt der Junge abends im Bett, was man sich alles merken muß. Grandseigneur
darf man sagen, PG darf man nicht sagen. Hoffentlich bringe ich das nicht durcheinander.
Quatsch, sagt er laut, ich doch nicht! Andere Kinder vielleicht.
Und dann denkt er noch, daß er schon wieder mehr weiß als gestern. Vielleicht muß er gar nicht warten, bis er erwachsen ist, vielleicht weiß er schon als großer Junge alles. Die Städte und Länder, die Flüsse und die Präsidenten.“

 

 2007672-bea3972b28af337281bc7ccc2d2f0b1c.jpg
Detlev Meyer (12 februari 1950 – 30 oktober 1999)
Cover

 

 

De Russisch-Duitse dichteres en schrijfster Lou Andreas-Salomé werd geboren op 12 februari 1861 in Sint Petersburg. Zie ook alle tags voor Lou Andreas-Salomé op dit blog.

Uit: Aus fremder Seele

„Als sie auf die Dorfstraße trat, holte ein andres Mädchen sie ein und schob die Hand in ihren Arm.
»Laß die Mannsleute reden, Trudel, - deinem lieben Himmelspastor geschieht nichts«, sagte es tröstend und hob das blatternarbige Gesicht zu ihr auf, »aber wahr ist s schon: die Kathrine hat Unrecht getan. Man muß doch seinen Stolz haben und etwas auf sich halten.«
»Mag sein. Aber es gibt mancherlei Versuchungen, das kannst du glauben!« bemerkte Gertrud einsilbig.
»Wo denn, Trudchen? wenn man brav ist? Ich war auch im Dienst.«
»Ja, - du!« ein halb mitleidiger, halb geringschätziger Blick streifte die Gefährtin; »übrigens ist das gewiß auch verschieden. Aber das sage ich dir: wenn er nicht wäre, - wenn unser Pastor nicht wäre, - und so gut, und so eindringlich -, dann - weiß Gott! Man will doch leben!« -
Durch die Seitentür der Sakristei, wo er sein Ornat abgelegt, hatte Pastor Arnsfeldt sich auf den Heimweg begeben. Er ging raschen Schrittes an den beiden Mädchen vorüber, ihren Gruß nur mit freundlichem Nicken erwidernd, denn ihm blieb keine Hand frei: die Rechte wie die Linke waren von je einem kleinen Mädel erwischt worden, und andre Kinder folgten noch dicht hinterdrein. Das war meistens so, wenn er sich auf der Dorfstraße zeigte.
Die Kleine an seiner Rechten, die sich vergeblich abmühte, Schritt mit ihm zu halten, sagte bedenklich: »Wenn du so läufst, Herr Pastor, dann bist du schon gleich zu Hause.«
»Das will ich auch, Gretchen. Ich eile sehr. Denn denk doch: zu Hause ist ja mein Junge angekommen. Kurt ist angekommen! Und ich hab’ ihm noch kaum guten Tag sagen können."

 

 2007672-2f32e11469d93b2fe153f82cad60d75f.jpg
Lou Andreas-Salomé (12 februari 1861 – 5 februari 1937)
Cover 

 

 

De Turkse dichter en schrijver Sabahattin Ali werd geboren op 12 februari 1906 in Gümülcine, tegenwoordig, Komotini, Griekenland. Zie ook alle tags voor Sabahattin Ali op dit blog.

Uit: The Madonna in the Fur Coat (Vertaald door David Gramling en Ilker Hepkaner)

„I replied: “Nowhere… Just around, then I saw an exhibition of modern artists.”
The people in the dining room promptly took to conversing about modern art, and I took the next opportunity to go up to my room.
While undressing, a newspaper leaf fell from my pocket onto the floor. When I picked it up and put it on the table, my heart flushed. It was the newspaper that I had bought that morning, in which I had seen the article about the exhibition. I tore open the pages to see what this article had to say about the painting and its artist. Even I was taken aback by how excited such a slow and intractable man like me could become, given the situation. I skimmed the article from top to bottom. By the middle of the article, my eyes were fixed on the words I had seen: Maria Puder…
The piece talked at length about this young artist, whose paintings were being exhibited for the first time. The author of the article spoke of the great expressive talents of this woman, who wished to follow in the footsteps of the classicists. Apparently, the painter was not inclined toward the kind of beautification, nor toward the deliberate uglification, that was common among many self-portraitists. After a couple of technical digressions, the author claimed that, thanks to a strange equivalence of posture and facial expression, the woman looked so much like the depiction of Mother Mary in Andreas del Sarto’s painting Madonna delle Arpie that the resemblance could give someone the chills. Then, with a rather tongue-in-cheek turn of phrase, the author wished this “Madonna in a Fur Coat” great success, and moved on to another artist.“

 

 2007672-5a40e37ca14cc33895599790b71546a7.jpg
Sabahattin Ali (12 februari 1906 – 2 april 1948)
Cover 

 

 

De Duitse schrijver Friedrich Heinrich Karl Freiherr de la Motte-Fouqué werd geboren in Brandenburg an der Havel op 12 februari 1777. Zie ook alle tags voor Friedrich de la Motte-Fouqué op dit blog.

Uit: Undine

„Der weiße, nickende Mann ward nämlich urplötzlich zu einem ihm längst wohlbekannten Bächlein, das schäumend aus dem Forste hervorrann und sich in den Landsee ergoß. Wer aber das Geräusch verursacht hatte, war ein schön geschmückter Ritter, der zu Roß durch den Baumschatten gegen die Hütte vorgeritten kam. Ein scharlachroter Mantel hing ihm über sein veilchenblaues goldgesticktes Wams herab; von dem goldfarbigen Barette wallten rote und veilchenblaue Federn, am goldnen Wehrgehenke blitzte ein ausnehmend schönes und reichverziertes Schwert. Der weiße Hengst, der den Ritter trug, war schlankeren Baues, als man es sonst bei Streitrossen zu sehen gewohnt ist, und trat so leicht über den Rasen hin, daß dieser grünbunte Teppich auch nicht die mindeste Verletzung davon zu empfangen schien. Dem alten Fischer war es noch immer nicht ganz geheuer zumut, obwohl er einzusehn meinte, daß von einer so holden Erscheinung nichts Übles zu befahren sei, weshalb er auch seinen Hut ganz sittig vor dem näherkommenden Herrn abzog und gelassen bei seinen Netzen verblieb. Da hielt der Ritter stille und fragte, ob er wohl mit seinem Pferde auf diese Nacht hier Unterkommen und Pflege finden könne? – »Was Euer Pferd betrifft, lieber Herr«, entgegnete der Fischer, »so weiß ich ihm keinen bessern Stall anzuweisen als diese beschattete Wiese und kein besseres Futter als das Gras, welches darauf wächst. Euch selbst aber will ich gerne in meinem kleinen Hause mit Abendbrot und Nachtlager bewirten, so gut es unsereiner hat.« – Der Ritter war damit ganz wohl zufrieden, er stieg von seinem Rosse, welches die beiden gemeinschaftlich losgürteten und loszügelten, und ließ es alsdann auf den blumigen Anger hinlaufen, zu seinem Wirte sprechend: »Hätt ich Euch auch minder gastlich und wohlmeinend gefunden, mein lieber alter Fischer, Ihr wäret mich dennoch wohl für heute nicht wieder losgeworden, denn, wie ich sehe, liegt vor uns ein breiter See, und mit sinkendem Abende in den wunderlichen Wald zurückzureiten, davor bewahre mich der liebe Gott!« – »Wir wollen nicht allzuviel davon reden«, sagte der Fischer und führte seinen Gast in die Hütte.“

 

 2007672-cff478aea0a5acad29fe1a848a73aec8.png
Friedrich de la Motte-Fouqué (12 februari 1777 – 23 januari 1843)
Cover

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Duitse schrijver, acteur en regisseur Joachim Philipp Maria Meyerhoff werd geboren in 1967 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Joachim Meyerhoff op dit blog.

Uit: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

„Es wurde ein Platz für sie gesucht, und da blieben sie dann für immer. So als hätte die freie Stelle geduldig auf genau diesen Gegenstand gewartet.
Das Haus war immer blitzeblank-sauber. Da jedoch die Putzfrau, Frau Schuster, immer dieselbe blieb, die Bügelfrau alt und taub wurde, Herr Moser, der ebenfalls betagte Gärtner und Alleskönner, irgendwann nur noch im Schneckentempo den Rasenmäher kreuz und quer durch den Garten schob, schlichen sich Unebenheiten ein, die aber meine Großeltern durch ihr eigenes Noch-Älter-Sein nicht bemerkten. Wollmäuse in den Ecken, heruntergefallene Nüsse, schiefe Bügelfalten, ungemähte Raseninseln. Die Putzfrau wurde vergesslich, ließ überall ihr Zeug liegen und vollbrachte sogar einmal das Kunststück, den Staubsauger ohne ihn auszuschalten in den Schrank zurückzustellen. Stundenlang saugte er dort verzweifelt vor sich hin, bis mein Großvater sagte: »Spinn ich, oder brummt da was?«
Meine Großeltern waren immer sehr gut gekleidet, sehr gepflegt, sahen blendend aus. Sie waren auf fast schon exotische Weise kultiviert. Doch in dieser Kultiviertheit auch ein wenig weltfremd und aus der Zeit gefallen.
Meine Großmutter war Schauspielerin, hatte aber das Theaterspielen schon Mitte der Sechzigerjahre aufgegeben. Zu abgeschmackt sei alles geworden. Dieses Wort benutzte sie gerne, wenn sie über das heutige Theater sprach: abgeschmackt. Dabei hatte sie sich seit Jahren schon nichts mehr angesehen. Und sowenig sie sich, will man ihren Beteuerungen Glauben schenken, jemals auf eine Bühne zurückgesehnt hatte, so sehr war das Theatralische, ja, Dramatische in ihr alltägliches Dasein hinübergerutscht. Selbst wenn sie von den profansten Dingen sprach, verliehen ihre Sprechweise, ihre Kopfhaltung, ihre Gestik dem Gesagten etwas Grandioses.
Wobei meine Großmutter nie schrill oder gar operettig wirkte. Nein, ihre gesamte Persönlichkeit tendierte zielsicher in Richtung großes Drama.“

 

 2007672-1fe89d7dd57657a09262b826581603c7.jpg
Joachim Meyerhoff (Hamburg, 1967)

 

 

De Amerikaanse dichter John Hennessy werd geboren in 1965 in New Jersey. Zie ook alle tags voor John Hennessy op dit blog.Zie ook alle tags voor John Hennessy op dit blog.

 

Netflix Green Man

Netflix the Green Man and any screen
becomes a vineyard. Episodes cluster
and climb, trellis narrative. Between
the corn and lichen, creepers muster

nine lives. They grow, divide, and splice,
steal scenes by running fox grape, bittersweet,
return on any handheld device
as moonseed, woodbine, dodder, buckwheat — 

false buckwheat — note, though star- and heart-shaped.
He trucks some mascot for our kids, glad-hands
a sidekick dressed to burrow, root, and take
them through their lessons rattling dad’s

bouzouki nerves, mom’s percussive bones.
Return, that ritual button, pressed like wine
in HD, when end credits jolt. Stop time,
we’re keyed up. Eternal return? Eternal jones.

 

 2007672-2c94154460ee10562fec75a3c5b48019.jpg
John Hennessy (New Jersey, 1965)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e februari ook mijn twee vorige blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 11:25 Reageer op dit bericht

Janwillem van de Wetering, Hans Dieter Baroth, Otto Ludwig, Michel de Saint Pierre, R. F. Delderfield, George Meredith

De Nederlandse schrijver Janwillem Van de Wetering werd geboren in Rotterdam op 12 februari 1931. Zie ook alle tags voor Janwillem van de Wetering op dit blog.

Uit: Inspector Saito’s Small Satori

„Inspector Saito felt a bit better when the constable had switched off the Datsun’s siren, but just a trifle better for his headache throbbed on. Once more he felt sorry about having visited the Willow Quarter the night before, and about the sixth jug of sake. He should have remembered his limit was five jugs. But it had been a good bar and there had been good people in the bar. And the difference between six jugs and five jugs is only one jug, yet that one small jug had caused the headache, which even after sixteen hours showed no sign of abating.
He forced himself to walk over to the uniformed sergeant, a middle-aged man in a crisp green uniform waiting under the large ornamental gate. The sergeant bowed. Saito bowed back. “In that direction, sir, in the alley next to the temple.” Saito grunted. There was a corpse in the alley, a female corpse—a gaijin body, white, limp, and lifeless. This much he knew from Headquarters. It was all very unfortunate, a miserable conglomeration of circumstances, all of them bad. He shouldn’t have a hangover, he shouldn’t have been on the night shift, and he shouldn’t be trying to solve a murder case. But he had had too much to drink the night before, his colleague was ill, and there had been a murder. And the three events now met in the person of Saito, only a short distance from an alley between two temples in Daidharmaji, the most beautiful and revered of all temple complexes in the holy city of Kyoto.”

          

 2007668-d9853b4cb0ac4f716c37e4112a288016.jpg
Janwillem van de Wetering (12 februari 1931 – 4 juli 2008)

 

 

De Duitse schrijver Hans Dieter Baroth werd geboren op 12 februari 1937 in Oer-Erkenschwick. Zie ook alle tags voor Hans Dieter Baroth op dit blog.

Uit: Aber es waren schöne Zeiten

„Ein Gleichnis habe ich nicht vergessen. Er hatte aus der Bibel über die Probleme des Zweifels am Glauben gelesen. Natürlich hatte das niemand verstanden, bei unserer Ausdrucksarmut verständlich. Der Rektor, der Schwarzhaarige mit den Goldzähnen und der Drohgebärde, der Mann mit der gewaltigen Stimme, machte uns klar, wie es mit dem Zweifel bestellt sei.
Vor der Kirche war an dem Sonntag eine Kirmes aufgebaut. Also kam in seinem Gleichnis eine Kirmes vor. Der Herrscher, der König also, befahl, ein Glas Wasser randvoll über die Kirmes zu tragen und keinen Tropfen zu vergießen. Herrscher und König waren seine Lieblingsbeispiele. Der Knabe aber widersprach dem König und Herrscher, es sei Kirmes und da werde er abgelenkt durch die Buden und Lustbarkeiten. Dabei könne er sich nicht auf das Glas Wasser konzentrieren, er könne den Auftrag nicht erfüllen. Da sei der König und Herrscher streng geworden, so der Rektor, er habe gesagt, wenn er auch nur einen Tropfen des vollen Glases verschütte, so lasse der König und Herrscher ihm den Kopf abschlagen. Und der König und Herrscher sei für seine Strenge bekannt. Daraufhin habe sich der Knabe mit dem vollen Glas Wasser über den Kirmesplatz bewegt und dort hätten viele versucht, ihn abzulenken. Die Gaukler, die Glücksspieler und ähnliche Figuren des Vergnügens. Doch der Knabe habe sich nicht ablenken lassen, er habe auf sein Glas geschaut, ganz konsequent. Er habe weder nach rechts noch nach links geschaut. Er sei ganz konzentriert gewesen.
Seht ihr, so hat der Rektor argumentiert, so sei es auch mit dem Glauben: Gott der Herrscher sei streng und hart, er sei der Richter. Scharfrichter hat er nicht gesagt. Wer sich von seinem Glauben ablenken lasse, der verliere das ewige Glück, wie der Knabe seinen Kopf verloren hätte. Und dann hatte er mit theatralisch erhobener Hand wiederum gedroht: “So sei euer Glaube, laßt euch davon nicht abbringen, denkt an den Knaben, schaut unbeirrt auf euren katholischen Glauben und schaut nicht nach rechts oder links. Laßt euch nicht von den Verführern ablenken, denn am Ende steht die ganze Strenge des Herrn.” Die Orgel spielte, Punktum, die Predigt des Kindergottesdienstes war beendet.“

 

 2007668-0a4623ee59ebef86f32c4f8b5f445fa2.jpg
Hans Dieter Baroth (Oer-Erkenschwick, 12 februari 1937)
Cover CD

 

 

De Duitse schrijver Otto Ludwig werd geboren op 12 februari 1813 in Eisfeld. Zie ook alle tags voor Otto Ludwig op dit blog.

Uit: Das Fräulein von Scuderi

“Miossens: Meister Serons,
Daß Eu'r Vertrauen ich zu schätzen weiß,
Beweist, daß ich es argwohnlos erwidre.
Denn hier beschützt mich die Geburt so wenig,
Als Euch der Ruf von Eurer Meisterschaft
Als Arzt. Den Pair des Reichs, den Grafen trennt
Kein Vorrecht mehr von dem gemeinen Pöbel.
Die Kammer ist's nicht mehr der Pairs, die ihre
Mitglieder richtet. Vor ein königlich
Tribunal wie den Bürger und den Bauer
Schleppt man den Herzog, Grafen und Baron.
Dem König konnte nichts gelegner kommen
Als dies Verbrechen, das dem neuen Griff
In unser Recht erwünschten Vorwand lieh.
Ein Stückchen Staatskunst, das dem schlauen Schüler
Des schlauen Lehrers Ehre macht. Das ist
Ein Kunststück noch aus Mazarinis [Fußnote] Schule.
Damit bricht er des Adels Ansehn vollends,
Und sichert sich zugleich des Pöbels Gunst,
Und spielt uns dieses Werkzeug aus den Händen,
Und wie erst wir es gegen ihn gebraucht,
Wird er's zu brauchen wissen gegen uns.
Der Ananas lebt von gemeinem Dünger –
Und dieser große Ludwig ward so groß,
Weil er es nicht verschmäht, so klein zu sein,
Dem Kote schön zu thun an seinen Sohlen.Alt,
uralt ist die Wahlverwandtschaft zwischen
Der Hefe und dem Schaum.
Serons: Und wirklich war es nur des Volkes Gunst,
Was dies Tribunal möglich machen konnte,
Das sich herausnimmt, was der König selbst
Nicht wagt, und seine Eifersucht heraustrotzt,
Die keine Macht im Staate sonst mag dulden,
Als die wie Strahlen von der einen Sonne
Ausgeht allein vom Königsdiadem.
Doch schon beginnt die leichtgeschürzte Gunst
Des Volks den alten Günstling zu verlassen.”

 

 2007668-e81d680e56e8f3d137099735b17d34ff.jpg
Otto Ludwig (12 februari 1813 – 25 februari 1865)
Borstbeeld in het theater van Meiningen

 

 

De Franse schrijver Michel de Saint Pierre werd geboren op 12 februari 1916 in Blois. Zie ook alle tags voor Michel de Saint Pierreop dit blog.

Uit: Les nouveaux aristocrates

«Vous êtes pire qu'au Moyen Age, pire qu'au Moyen Age! Et j'en ai assez, moi, vous entendez? J'ai vingt-cinq ans. Je sais ce que j'ai à faire! Mais vous êtes là, toujours, comme une espèce d'ombre sur moi. Et vous ne comprenez pas que j'en ai assez, non? Que j'étouffe? Oh, je devine bien ce que vous allez encore trouver pour m'avoir à votre merci : vous me renverrez de Maubrun pour toujours si j'épouse Conti. Même cela, vous entendez, je suis prête à le subir pour vous échapper!... Tout le monde commence à en avoir marre, ici...»
(…)

“Le révérend père Raphaël Menuzzi, dit " La Tigresse ", faisait sa ronde matutinale.
Dans les corridors déserts, il allait, fantôme grassouillet et noir. Le père Menuzzi, préfet des études et de discipline au collège Pierre-Favre, aimait beaucoup son métier. " Autorité, ponctualité, information ", tels étaient ses maîtres-mots. Il eût fait un extraordinaire meneur de jeu dans un réseau d'espionnage - et rien de ce qui se passait entre les hauts murs du collège ne lui était étranger. Petit, dodu, il roulait en silence le long des couloirs. Dans son visage au teint de suif, les yeux de fauve, qui ne cillaient jamais, reflétaient un calme sans pitié. Il devait son surnom à ce regard - à sa tête de chat, toute ronde, aux oreilles bizarrement pointues et velues - et à sa voix souple, volontiers ronronnante, qui parfois mêlait de grondantes menaces à l'on ne savait quelles intonations féminines. Les enfants le redoutaient.
" Un collège de huit cents élèves, disait-il, s'administre comme une ville et se mène comme une armée."

 

 2007668-a2be537e83bfa35172e956263019f638.jpeg
Michel de Saint Pierre (12 februari 1916 – 19 juni 1987)

 

 

De Engelse schrijver Ronald Frederick Delderfield werd geboren op 12 februari 1912 in Bermondsey, London. Zie ook alle tags voor R. F. Delderfield op dit blog.

Uit:God Is an Englishman

“They stormed out ofthe dustcloud in a solid, scurrying mass, horse and foot in about equal proportions, but in no sort of formation; a mob of armed fugitives, with nothing in mind but to escape the hangman, or the bayonets of the Highlanders who had nished the town at first light and had now fought their way as far as the Ranee’s palace.
Swarm, sitting his horse a few lengths in front of the extended squadron, recognised the badges and uniforms of the foremost, men of the 12th Native Infantry and the 14th Irregular Cavalry, the murderers of women who had entertained him here when he had ridden over from Allahabad less than a year ago. But before he could use his spurs the leading mounted man was bearing down on him and Swarm noticed that he was encumbered by a curved-topped casket, balanced on the bow ofhis saddle.
The casket registered as an incongruity. It seemed ridiculous that a man flying for his life should encumber himself with luggage but this man had, so much so that his tulwar swung loose from his wrist on its sword-knot, and before he could find its hilt, Swann had sent him tumbling from the saddle with a single, backhanded slash.
The box went flying, and even in that terrible uproar Swann heard the splintering crack of shattered wood as it bounced across the ground. Then he was engulfed, horse and foot streaming past himon either side, and his bay pivoted and was carried forward, gyrating and bucketing as her rider threw his weight this way and that parrying the random thrusts of sepoy bayonets and the sweep of the horsemen’s swords”.

 

 2007668-e67a3634eab7b3cbedae79a74b816690.jpg
R. F. Delderfield (12 februari 1912 – 24 juni 1972)
Cover

 

 

De Engelse dichter en schrijver George Meredith werd geboren op 12 februari 1828 in Portsmouth. Zie ook alle tags voor George Meredith op dit blog.

 

The State Of Age

Rub thou thy battered lamp: nor claim nor beg
Honours from aught about thee. Light the young.
Thy frame is as a dusty mantle hung,
O grey one! pendant on a loosened peg.
Thou art for this our life an ancient egg,
Or a tough bird: thou hast a rudderless tongue,
Turning dead trifles, like the cock of dung,
Which runs, Time's contrast to thy halting leg.
Nature, it is most sure, not thee admires.
But hast thou in thy season set her fires
To burn from Self to Spirit through the lash,
Honoured the sons of Earth shall hold thee high:
Yea, to spread light when thy proud letter I
Drops prone and void as any thoughtless dash.

 

 

To A Nightingale

O nightingale! how hast thou learnt
The note of the nested dove?
While under thy bower the fern hangs burnt
And no cloud hovers above!
Rich July has many a sky
With splendour dim, that thou mightst hymn,
And make rejoice with thy wondrous voice,
And the thrill of thy wild pervading tone!
But instead of to woo, thou hast learnt to coo:
Thy song is mute at the mellowing fruit,
And the dirge of the flowers is sung by the hours
In silence and twilight alone.

O nightingale! 'tis this, 'tis this
That makes thee mock the dove!
That thou hast past thy marriage bliss,
To know a parent's love.
The waves of fern may fade and burn,
The grasses may fall, the flowers and all,
And the pine-smells o'er the oak dells
Float on their drowsy and odorous wings,
But thou wilt do nothing but coo,
Brimming the nest with thy brooding breast,
'Midst that young throng of future song,
Round whom the Future sings!

 

 2007668-d0ff13184e1edb7f594a3a75ecca8356.jpg
George Meredith (12 februari 1828 - 18 mei 1909)
Karikatuur door Max Beerbohm in Vanity Fair, september 1896

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 12e februari ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 11:24 Reageer op dit bericht

Thomas Campion, C. Barlaeus, Charles Duclos, Kazimierz Przerwa-Tetmajer, Theodor Plevier, Reinhard Federmann

De Engelse dichter, schrijver, componist en medicus Thomas Campion werd geboren op 12 februari 1567 in Londen Zie ook alle tags voor Thomas Campion op dit blog.

 

Integer Vitae

The man of life upright,
Whose guiltless heart is free
From all dishonest deeds,
Or thought of vanity;

The man whose silent days
In harmless joys are spent,
Whom hopes cannot delude,
Nor sorrow discontent;

That man needs neither towers
Nor armour for defence,
Nor secret vaults to fly
From thunder's violence:

He only can behold
With unaffrighted eyes
The horrors of the deep
And terrors of the skies.

Thus, scorning all the cares
That fate or fortune brings,
He makes the heaven his book,
His wisdom heavenly things;

Good thoughts his only friends,
His wealth a well-spent age,
The earth his sober inn
And quiet pilgrimage.

 

 

 2007663-7fba190a5316f04074f312ad580a3047.png
Thomas Campion (12 februari 1567 – 1 maart 1620) 
Cover 

 

 

De Nederlandse dichter, schrijver en predikant Casparus Barlaeus werd geboren op 12 februari 1584 te Antwerpen. Zie ook alle tags voor Casparus Barlaeus op dit blog.

 

De rooktabak spreekt

Men drinkt my nimmer, en nóchtans ik word gedronken:
’k Ben drank by ’t vólk genaamt, schoon ’k nooit wierd ingeschonken.
In ’t Westen werd ik veel gekaauwt, en ’k was nooit spys,
De dorst by die my drinkt, vermeerdert op die wys.
Slachtóffer van ’t Gemeen. Ik word geroost, doorsneeden,
Gepynigt, en voor ’t laatst verbrand met al myn leden.
’t Gezélschap zet zich nêer op ’t zien der Hemelgaaf,
En tot myn ondergang toont elk zich even braaf.
Dees kerft my fyn en gróf, die legt myn vogte blad’ren
Op ’t vuur: een ander doet me aan kaers of vlamme nad’ren.
Hy zoekt de ledigheid in my, die ’t meest haar mydt;
En voert, hoe zeer hy slooft, niets uit met al zyn vlyt.
’k Word door een zelven mond ontfangen en verlooren,
En weêr verdreven van die me insloot korts te vooren
Ja hy die myn banké t recht goed en smaak’lyk vondt,
Blaast my, eene yd’le rook, veracht’lyk uit den mond,
De Juffers, die voor my geen best salét verschoonen,
Zal ik voor al heur dank met spóg en quyl beloonen.

 

 2007663-73eb19f76984f7b65d3dee0c28cdadf4.jpg
Casparus Barlaeus (12 februari 1584 - 14 januari 1648)
Lithografie door W. P. Hoevenaar. 

 

 

De Franse schrijver Charles Pinot Duclos werd geboren op 12 februari 1704 in Dinan. Zie ook alle tags voor Charles Pinot Duclos op dit blog.

Uit: Mémoires sur la vie de Duclos, écrits par lui-même

« Celle de ma mère n’était pas si facile à tourner : elle réunissait des qualités qui vont rarement ensemble : avec un caractère singulièrement vif une imagination brillante et gaie , elle avait un jugement prompt, juste et ferme. Voilà déjà une femme assez rare; mais , ce qui est peut-être sans exemple , elle a en , à cent ans passés , la tête qu’elle avait à quarante. Qui que ce soit de ceux qui l’ont connue ne me contredirait. Une telle femme n’était pas faite pour sacrifier sa liberté à une vanité ridicule. Mais un autre motif que je ne pourrais pas taire sans ingratitudé , fut sa tendresse pour ses enfans. Elle déclara donc au dit marquis et autres , qu’elle avait autant d’enfans qu’elle en pouvait élever et établir honnêtement pour leur état , et ne voulait pas leur donner un beau-père qui avec les meilleurs sentimens , n’aurait pourtant jamais pour eux ceux d’un père. Dès ce moment , ceux qui l’avaient recherchée renoncizrent à leurs prétentions , restèrent ses amis , et plusieurs lui ont rendu service. Mon père qui , avec un bou esprit , reconnaissait la supériorité de celui de ma mère , lui avait toujours laissé diriger les opérations de commerce. Ainsi , maîtresse de tout duvivant de son mari, devenue veuve , elle n'eut rien à changer dans son plan de conduite.
Le commerce de St.-Malo était alors dans sa plus grande activité par celui de la mer du Sud, et par la course. Tout y était négociant ou corsaire, et souvent l’un et l’autre. Au milieu des malheurs de la guerre qui désolait, accablait et ruinait la France, les armateurs maloiu-s , etceuxqui s’y associaient, voyaient leurs entreprises réussir sur toutes sur toutes les mers. Je ne rappellerai point les Duguay-Trouin , les Magon , les Loquet , les Vincent les Purée , les Moreau , les Lefer et tant d’autres. La liste en serait trop longue, et je ne suis pas ici historiograplm , mais un petit particulier qui écrit ses souvenirs. On sait du moins que par le courage , l’habileté et l’opuleuce , jamais St.-Malo ne fut dans un état plus brillant."

 

 2007663-948218e565f9dbdbdf73e1db29348027.png
Charles Pinot Duclos (12 februari 1704 – 26 maart 1772)
Portret door Quentin de La Tour, 1e helft 18e eeuw

 

 

De Poolse dichter en schrijver Kazimierz Przerwa-Tetmajer werd geboren op 12 februari 1865 in Ludźmierz. Zie ook alle tags voor Kazimierz Przerwa-Tetmajer op dit blog.

 

The End Of The 19th Century

A curse?... But only savages in pain
abuse their god that’s hiding in the air.
An irony?... but how can you compare
most dreadful scorns with every day’s disdain?

Contempt?... but only fools despise the weight
that is too heavy for their feeble arms.
Despair?... so hearing danger’s grim alarms
just like a scorpion we end our fate?

Struggle?... but how an ant succeed in strife
when thrust upon a rail before the train?
Resignation?... but can there be less pain
when we acquiesce to the butcher’s knife?

The future life?... The stars who can explore,
and who can guess the ending of the world?
Joy?... but at the bottom of our souls lie furled,
those thoughts that mid enjoyment cry for more.

So what is left? In all the faiths of yore
we find no comfort. Things for us are clear.
What is your shield against the evil’s spear,
man of the fin-de-siècle?... He spoke no more.

 

Vertaald door Jarek Zawadzki

 

 2007663-ef8b89eaac163db3361885d54e689e4a.jpg
Kazimierz Przerwa-Tetmajer (12 februari 1865 – 18 januari 1940)

 

 

De Duitse schrijver Theodor Plievier werd geboren op 12 februari 1892 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Theodor Plievier op dit blog.

Uit Stalingrad

“Guderian allein gegen Hitler, das ist zu ungleich. Guderian ist ein ausgezeichneter Truppenoffizier, ein Meister grosser Bewegungen, hat grosse Konzeptionen, beherrscht die moderne Panzertaktik souverän, doch darüber hinaus geht seine Phantasie nicht. Er ist ausserstande, einen Mann wie Hitler zu begreifen, er sieht ihn, als ob er ein Wilhelm II. oder ein Wilhelm III. wäre und klammerte dabei die ganze Einmaligkeit Hitlers, die zeitgebundene Problematik und die Dämonie seines Auftretens aus !
In der politischen Konzeption noch ein Weltkriegsoffizier wie viele andere. Auch unser Bomelbürg sagt sich : Ich muß mich doch darauf verlassen können, dass der Staat in Ordnung ist ! Der Inhalt ist nicht seine Sache, geht ihn nichts an, darum bekümmert er sich nicht !
Ja, das ist wohl unsere Tragik : von Politik verstehen wir nichts, doch wenn die Aussenpolitik eine Katastrophe herbeibeschwört, dann sollen plötzlich die Waffen das Ergebnis dieser falschen Aussenpolitik wieder in Ordnung brigen, und das geht nicht, das stellt sich immer wieder heraus. Im ersten Weltkrieg ist das Heer überfordert worden, und wir dürfen nur hoffen, dass es diesmal nicht wieder so sein wird.”

 

 2007663-dfa735b6c0688ae3a6b9fe4b57879791.jpg
Theodor Plievier (12 februari 1892 – 12 maart 1955)
Cover

 

 

De Oostenrijkse schrijver Reinhard Federmann werd geboren op 12 februari 1923 in Wenen. Zie ook alle tags voor Reinhard Federmann op dit blog.

Uit: Die Stimme

“Leo erinnerte sich seiner Mutter nur als einer äußerst empfindlichen Dame, auf die man in jeder Weise Rücksicht zu nehmen hatte. Seit ihrer Scheidung von seinem Vater Dr. Heymerle lebte sie in Rom. Von dort aus sandte sie Leo zu Weihnachten und zu seinem Geburtstag kleine lila Kärtchen, die sie in ebensolche Kuverts steckte. Außer den jeweils indizierten Glückwünschen stand auf diesen Kärtchen mit geringfügigen Variationen stets das Folgende:
"Mein liebster Sohn! Ich hoffe, daß Du große Fortschritte machst und Deinem geplagten Vater keine Sorgen bereitest. Mir geht es hier im sonnigen Italien ausgezeichnet, die Leute sind alle so rücksichtsvoll. Mein einziger Kummer ist, daß ich Dich, mein liebster Sohn, nicht hier bei mir habe. Zu gerne würde ich Dir einmal das ewige Rom zeigen."
Sooft Leo diesen nichtssagenden Text zu Gesicht bekam, ärgerte er sich darüber. Manchmal sammelte er die Kärtchen, die in seiner Tischlade durcheinandergeworfen herumlagen, und betrachtete sie konzentriert.”

 

 2007663-b9cc1242b97d717509624b5929595fe0.jpg
Reinhard Federmann (12 februari 1923 – 29 januari 1976)

Geschreven door Romenu om 11:23 Reageer op dit bericht

Mariana Leky

De Duitse schrijfster Mariana Leky werd geboren op 12 februari 1973 in Keulen. Naast een opleiding voor het boekenvak studeerde Leky vanaf 1993 Duits en empirisch cultuurwetenschappen in Tübingen. Van 1994 tot 1996 bezocht zij het universitaire "Studio Literatur und Theater". Vanaf 1999 studeerde zij aan de universiteit van Hildesheim creatief schrijven en culturele journalistiek. Terwijl ze nog studeerde, won ze prijzen voor korte verhalen, o.a. bij de Allegra-Wettbewerb en bij de Niedersächsische Literaturwettbewerb Junge Literatur in Neder-Saksen. Zij debuteerde met de verhalenbundel "Liebesperlen" in 2001. In 2004 verscheen haar eerste roman "Erste Hilfe". In 2010 volgde haar tweede roman Die Herrenausstatterin“.

Uit:Erste Hilfe

»Ich liebe dich«, sagt Sylvester, und er sagt das, als würde ihn jemand dabei fotografieren. Wir sind in der Küche. Ich sitze auf der Spüle, Sylvester hat zerknittertes Geschenkpapier in der Hand. An dem Geschenkpapier hängt ein Kärtchen, »Alles Gute«, steht darauf.
Sylvester und ich sind kein Paar, und ich kann es nicht leiden, wenn Sylvester »Ich liebe dich« sagt. Vor allem, weil ich ihm dann »Ich liebe dich« zurücksagen soll, und zwar möglichst prompt.
Früher habe ich Sylvester gefragt, ob auch »Ich hab dich lieb« gilt, aber Sylvester behauptet, das gelte nicht. Früher habe ich Sylvester erklärt, dass »Ich liebe dich« sich abnutzt, je öfter man es sagt. Die Amerikaner beispielsweise, habe ich erklärt, sagen »Ich liebe dich« so oft, dass »Ich liebe dich« auf amerikanisch nicht mehr bedeutet als »Bis nachher«.
Es klingelt. Sylvester legt das glatt gestrichene Geschenkpapier auf den Kühlschrank, ich rutsche von der Spüle und gehe durch den Flur, in dem kleine Kartons mit Luftlöchern stehen. Sylvester geht mir hinterher, überholt mich und stellt sich vor die Wohnungstür. »Du willst also sagen«, sagt er, »dass du eine bist, die alles, was kostbar ist, verwahrt und aufspart für seltene Sonntagsbesuche.«
Um den Betrieb nicht aufzuhalten, weil es noch mal klingelt und seltene Sonntagsbesuche nach Kondensmilch klingt, sage ich Sylvester »Ich liebe dich« zurück, wie er es mir beigebracht hat, nicht zu laut, nicht zu leise, und Sylvester sagt: »Mit Namen.«
Ich sage: »Du hast auch nicht mit Namen.«
Sylvester sagt: »Natürlich habe ich mit Namen.«
Also sage ich: »Ich liebe dich, Sylvester«, wegen des Betriebes. Sylvester grinst, und ich frage: »Können wir dann jetzt bitte aufmachen?«
»Gern«, sagt Sylvester und öffnet die Tür.
Vor der Tür steht Matilda und sagt: »Guten Tag, es tut mir leid, dass ich so wenig gesagt habe.«
Matilda sagt aber eigentlich nie viel, und wenn, dann sagt sie es sehr leise. Wir haben uns daran gewöhnt und halten unsere Ohren nahe an ihr Gesicht. Nur manchmal sagen wir: »ein bisschen, nur ein bisschen lauter bitte, Matilda.«
»Ihr spinnt ja«, sagt Matilda dann, »ich schreie.« Wir sagen, sie schreie ganz und gar nicht, dann redet sie ein bisschen lauter, wir lehnen uns zwei Sätze lang zurück, bis Matilda wieder leise wird.“

 

 2080475-9ed2998d69d90bb18fa00fd6b8d3c138.jpg
Mariana Leky (Keulen, 12 februari 1973)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Maryse Condé, Else Lasker-Schüler, Kazys Bradūnas, Gerhard Kofler, Roy Fuller, Karoline von Günderrode, Hermann Allmers

De Franse schrijfster Maryse Condé werd op 11 februari 1937 in Pointe-à-Pitre op Guadeloupe geboren. Zie ook alle tags voor Maryse Condé op dit blog.

Uit: Wie Spreu im Wind (Vertaald door Uli Wittmann)

„Mutter, warum liebst du ihn mehr als mich? Warum bist du so glücklich über seine Ankunft, dass du mich nicht mehr beachtest?«
Abdel Salam sprach mit weinerlicher Stimme und zerknüllte mit den Fingern die weiße Seide seines Kaftans. Er war fast zwölf, und dieses Gespräch war eigentlich fehl am Platz. Aber Maryem hatte dieses Kind nicht so erzogen, wie es die Zurückhaltung der Fulbe erforderte, und hatte auch nie seine Liebesbezeigungen unter Kontrolle halten können. Im Gegenteil. Sie brauchte sie und musste sich ihrer immer wieder vergewissern, um sich einzureden, dass ihr Leben dadurch wieder einen Sinn hatte. Sie drückte Abdel Salam ganz fest an sich und erklärte ihm zärtlich: „Ich liebe ihn nicht mehr als dich“.
Aber er hat so sehr gelitten! Als er so alt war wie du, ist sein Vater getötet worden. Dann hat er mit angesehen, wie sein Land in den Krieg hineingezogen wurde, und hat ein Bein verloren, als er es verteidigte.
Dennoch kann er glücklich sein, dass er überlebt hat, während sein bester Freund neben ihm starb und sein Bruder verschollen ist! Er ist allein, krank an Körper und Seele. Das verstehst du doch. Nicht wahr?«
Abdel Salam antwortete nicht. Das Gesicht gegen den warmen, duftenden Hals seiner Mutter gepresst, genoss er diesen Augenblick verbotenen Glücks. Bald würde er sie verlassen, zu seinen Kameraden in die Koranschule zurückkehren und unter dem strengen Blick eines Malam Still sitzen müssen. Abdel Salam war nicht dumm.
Doch wenn er Koranverse aufsagen oder seine Auffassungsgabe unter Beweis stellen sollte, legte sich Nacht über seine Gedanken und löschte sie nach und nach aus, während die Worte wie vom Wind verweht davonflogen. Dann stand er benommen da und schwieg, von den anderen ausgelacht. Maryem wiederholte: »Das verstehst du doch. nicht wahr?«
Abdel Salam nickte lustlos. Im selben Augenblick hörte man Schritte, die von den Teppichen im Nebenzimmer gedämpft wurden. Mutter und Sohn trennten sich schnell.“

 

 2007343-8a829686f9ec6521d4962ca029f34e06.jpg
Maryse Condé (Pointe-à-Pitre, 11 februari 1937)

 

 

De Duitse schrijfster en dichteres Else Lasker-Schüler werd geboren in Elberfeld op 11 februari 1869. Zie ook alle tags voor Else Lasker-Schüler op dit blog.

Uit: Freunde – Karl Kraus

„Im Zimmer meiner Mutter hängt an der Wand ein Brief unter Glas im goldenen Rahmen. Oft stand ich als Kind vor den feinen pietätvollen Buchstaben wie vor Hieroglyphen und dachte mir ein Gesicht dazu, eine Hand, die diesen wertvollen Brief wohl geschrieben haben könnte. Darum auch war ich Karl Kraus schon wo begegnet –in meinen Heimatjahren, beim Betrachten der kostbaren Zeilen unter Glas im goldenen Rahmen. Den Brief hatte ein Bischof geschrieben an meiner Mutter Mutter, ein Dichter. Blau und mild waren seine Augen, und sanftbewegt seine schmalen Lippen und sein Stirnschatz wohlbewahrt, wie bei Karl Kraus; der trägt frauenhaft das Haar über die Stirn gekämmt. Und immer empfangen seine Augen wie des Priesterdichters Augen gastlich den Träumenden. Immer schenken Karl Kraus' Augen Audienz. Ich sitze so gerne neben ihm, ich denke dann an die Zeit, da ich den Schreiber des Briefes hinter Glas aus seinem goldenen Rahmen beschwor. Heute spricht er mit mir. Ich bewundere die goldgelbe Blume über seinem Herzen, die er mir mit feierlicher Höflichkeit überreicht. Ich glaube, sie war bestimmt für eine blonde Lady; als sie an unseren Tisch trat, begannen seine Lippen zu spielen. Karl Kraus kennt die Frauen, er beschaut durch sie zum Denkvertreib die Welt. Bunte Gläser, ob sie fein getönt oder vom einfachsten Farbenblut sind, behutsam behütend, feiert er die Frau. Verkündet er auch ihre Schäden dem Leser seiner Aphorismen – wie der wahre Don Juan, der nicht ohne Frauen leben kann, sie darum haßt – im Grunde aber nur die Eine sucht. Ich begegne Karl Kraus am liebsten unter »kriegsberatenen Männern«. Seine dichterische Strategie sind Strophen feinster Abschätzung. Ein gütiger Pater mit Pranken, ein großer Kater, gestiefelte Papstfüße, die den Kuß erwarten. Manchmal nimmt sein Gesicht die Katzenform eines Dalai-Lama an, dann weht plötzlich eine Kühle über den Raum – Allerleifurcht. Die große chinesische Mauer trennt ihn von den Anwesenden. Seine chinesische Mauer, ein historisches Wortgemälde, o, plastischer noch, denn alle seine Werke treten hervor, Reliefs in der Haut des Vorgangs.“

 

 2007343-da114b1b7a9a884cd7de8243201e17f2.jpg
Else Lasker-Schüler (11 februari 1869 - 22 januari 1945) 
Portret door Lene Schneider-Kainer, ca. 1914/15

 

 

De Litouwse dichter Kazys Bradūnas werd geboren in Kiršai, Rayon Vilkaviškis, op 11 februari 1917. Zie ook alle tags voor Kazys Bradūnas op dit blog.

 

Mit der Stimme des Buches

"...Nehmet mich und leset"
So gab sich hin
Mit der Stimme des Buches
Martynas Ma¸vydas.

Die in der Welt sich verbreitenden Buchstaben
Stellen sich in Worte auf
Wie Hocken während der Roggenernte
In Klein- und Großlitauen
Hinter den Ozeanen
Und im Gebetbuch Sibiriens
Sowie in freier Anthologie der "Erde"
Und in den schmuckhaften Portfieuls
"Lithuanian Writers in the West"

Und "Katechismus" über alles
Gleich ursprüngliches Wort "Es sei"
Wenn Abendröte schon aufblitzte,
Wenn man sich wie zuhause fühlt,

Wenn Brüder, Schwestern ringsumher sind,
Und auf dem Tisch ist wieder Buch
Von arbeitsmüden Händen des Wirtes
Wie Furche aufgeschlagen wird es

Das Wunder mit den Buchstaben beginnt
Die Osterglocken auf dem Friedhof
Knie nieder und küsse die Blätter.

 

 2007343-77dcd444b94757766589fcb5f9cc86d0.jpg
Kazys Bradūnas (11 februari 1917 - 9 februari 2009)
 

 

 

De Oostenrijkse dichter Gerhard Kofler werd geboren op 11 februari 1949 in Bozen. Zie ook alle tags voor Gerhard Kofler op dit blog.

 

Wenn die Schrift vorher und nachher Gesang ist

doch die traurigkeit
sagst du dann
und die schmerzen
wo tust du sie hin
in dieser
deiner knappen
theorie?

ja eben
traurigkeit
und schmerzen
und zur gleichen
zeit
ein gewisses
wohl-
befinden
beim schreiben
wenn die
schrift vorher
gesang ist
und dann
es wieder wird
in einer welle
gefühlten
wohlstands

 

 2007343-89f1843ee98228f87489d9e20d31b6bd.jpg
Gerhard Kofler (11 februari 1949 - 2 november 2005)

 

 

De Engelse dichter en schrijver Roy Fuller werd geboren op 11 februari 1912 Failsworth in Lancashire. Zie ook alle tags voor Roy Fuller op dit blog.

 

The Middle Years

Hardy, with his plain, speaking style, old fashioned air,
Might have made verse of a moment of my life today:
Hair falling on the barber’s sheet, my idle remark
       That I was turning grey
And the barber saying that the grey would show much more
                 Were I not fair.

Fair: the word seemed incongruous; I had never thought
My brown fair, my late father being dark, my mother
Chestnut when young, although before she died quite grey.
         My hair wme from some other.
It was a time before I reached the further past
                   And found whom I sought.

-My mother’s father, that dead civic humorous man
Whose eccentricity and color I inherit:
My introversion flows along another stem.
          Thus does the human ferret
Among the dead in his sad middle years to find
                  The unmeaning plan.

And, Hardyesque, I saw in the barber’s candid glass,
Instead of the face I know so well, a dim dead host,
Its composite ancestral features topped with grey;
          And felt myself a ghost
That watches regretfully, ironically, the living
                   Procession pass.

 

 2007343-4113f5c83ee958cd514587b2b196fe10.jpg
Roy Fuller (11 februari 1912 – 27 september 1991)

 

 

De Duitse dichteres Karoline von Günderode werd geboren op 11 februari 1780 in Karlsruhe. Zie ook alle tags voor Karoline von Günderode op dit blog.

 

Adonis Tod

2.
Den Lilienleib des Purpurs dunkler Schleier
Dem irren Blick der Göttin halb entzieht;
Der Trauer Bild, die Anemone, blüht
So weiß als rot zur stillen Totenfeier.

Erloschen ist in ihm des Lebens Feuer,
Sein totes Aug’ die Blume nimmer sieht. -
Doch plötzlich schmilzt der Göttin Leid im Lied,
Die Klage tönt, die Seele fühlt sich freier.

Ein Kranker, der des Liedes Sinn empfunden,
Durch ihrer Töne Zauber soll gesunden. -
Der Andacht gerne Liebe sich vertraut.

Und gläubig einen Tempel er sich baut,
Auf daß er pflege in dem Heiligtume
Der Sehnsucht Kind, die süße Wunderblume.

 

 

Novalis

Novalis, deinen heil’gen Seherblicken
Sind aufgeschlossen aller Welten Räume,
Dir offenbart sich weihend das Gemeine,
Du schaust es in prophetischem Entzücken.

Du siehst der Dinge zukunftsvolle Keime
Und zu des Weltalls ewigen Geschicken,
Die gern dem Aug’ der Menschen sich entrücken,
Wirst du geführt durch ahndungsvolle Träume.

Du siehst das Recht, das Wahre, Schöne siegen,
Die Zeit sich selbst im Ewigen zernichten
Und Eros ruhend sich dem Weltall fügen;

So hat der Weltgeist liebend sich vertrauet
Und offenbart in Novalis Dichten,
Und wie Narziß in sich verliebt geschauet.

 

 2007343-b14170096f84ec219478568e2370d2c1.jpg
Karoline von Günderode (11 februari 1780 - 26 juli 1806)
Anoniem portret

 

 

De Duitse schrijver Hermann Ludwig Allmers werd geboren op 11 februari 1821 in Rechtenfleth aan de Weser. Zie ook alle tags voor Hermann Allmers op dit blog.

 

Bin ich in später Nacht allein...

Bin ich in später Nacht allein,
Wenn alles ruht, wenn alles schweigt,
O wie sich dann mein ganzes Sein
Zu dir mit Macht hinüber neigt!
Und wieder kommt dein liebes Bild
Hold lächelnd wie an jenen Tagen,
Und nickt mir zu, als spräch es mild:
"Mein armer Junge, laß dein Klagen!
Noch bist du mein, noch bin ich dein,
Schütt aus dein Herz an meinem Herzen,
Vergessen wirst du alle Pein
Und alle noch so herben Schmerzen." -

Einst hast du oft dies Wort gesagt,
Mich dann gestreichelt und umschlungen,
Wenn ich in trüber Zeit geklagt,
Wenn ich mit Sorgen bang gerungen.
Nun bist du fort, nun bist du fern,
Wie hat sich alles nun gewendet,
Doch immer bist du noch ein Stern,
Der seine schönen Strahlen sendet,
Denn immer kommt dein liebes Bild,
Hold lächelnd wie in jenen Tagen,
Und nickt mir zu, als spräch es mild:
"Mein armer Junge, laß dein Klagen!"

 

 2007343-4cdba0d1209c18111b2147b1375fd41c.jpg
Hermann Allmers (11 februari 1821 - 9 maart 1902)
Portret door F. von Lenbach, 1895

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e februari ook mijn vorige blog van vandaag.


Geschreven door Romenu om 11:43 Reageer op dit bericht

Rachilde, Johannes van Melle, Lydia Child, Marie-Joseph Chénier, Bernard de Fontenelle, Honoré d'Urfé, Rudolf Hans Bartsch

De Franse schrijfster Rachilde werd geboren als Marguerite Vallette-Eymery in Périgueux op 11 februari 1860. Zie ook alle tags voor Rachilde op dit blog.

Uit: Monsieur Vénus

« L'homme sentit le froid que laissait pénétrer la porte ouverte; il releva l'abat-jour de la lampe et se retourna.
—Est-ce que je me trompe, monsieur? interrogea la visiteuse, désagréablement impressionnée; Marie Silvert, je vous prie.
—C'est bien ici, madame, et, pour le moment, Marie Silvert, c'est moi.
Raoule ne put s'empêcher de sourire: faite d'une voix aux sonorités mâles, cette réponse avait quelque chose de grotesque, que ne corrigeait pas la pose embarrassée du garçon tenant ses roses à la main.
—Vous faites des fleurs? Vous les faites comme une vraie fleuriste!
—Sans doute, il le faut bien. J'ai ma sœur malade; tenez, là, dans ce lit, elle dort..... Pauvre fille! Oui, très malade. Une grosse fièvre qui lui secoue les doigts. Elle ne peut rien fournir de bon...; moi, je sais peindre, mais je me suis dit qu'en travaillant à sa place, je gagnerais mieux ma vie qu'à dessiner des animaux ou copier des photographies. Les commandes ne pleuvent guère, ajouta-t-il en matière de conclusion, mais je décroche le mois tout de même.
Il eut un haussement de cou pour surveiller le sommeil de la malade. Rien ne remuait sous les lis. Il offrit une des chaises à la jeune femme. Raoule serra autour d'elle son pardessus de loutre et s'assit avec une grande répugnance; elle ne souriait plus.
—Madame désire...? demanda le garçon, lâchant sa guirlande, pour fermer sa blouse, qui s'écartait beaucoup sur sa poitrine.
—On m'a donné, répondit Raoule, l'adresse de votre sœur en me la recommandant comme une véritable artiste. J'ai absolument besoin de m'entendre avec elle au sujet d'une toilette de bal. Ne pouvez-vous la réveiller?
—Une toilette de bal? oh! madame, soyez tranquille, inutile de la réveiller. Je vous soignerai ça... Voyons, que vous faut-il? des piquets, des cordons ou des motifs détachés?...
Mal à l'aise, la jeune femme avait envie de s'en aller. Au hasard, elle prit une rose et en examina le cœur, que le fleuriste avait mouillé d'une goutte de cristal:
—Vous avez du talent, beaucoup de talent, répéta-t-elle, tout en détirant les pétales de satin...
Cette odeur de pommes rissolées lui devenait insupportable. »

 

 2007342-f2c5db71ff21f37feceb6b3be61785ce.jpg
Rachilde (11 februari 1860 – 4 april 1953)
Cover

 

 

De Zuidafrikaanse-Nederlandse schrijver Johannes van Melle werd op 11 februari 1887 in Goes. Zie ook alle tags voor Johannes van Melle op dit blog.

Uit: Bart Nel, de opstandeling

“Dat Botha Hertzog uitgeskop het uit die kabinet is maar goed. As hy nie met horn kan klaarkom nie moet hy horn afsit, dink ek- Maar die Nasionaliste is nou vir Botha so kwaad dat hulle geen goeie woord \'if hom het nie. Botha is nou 'n Engelsman- Botha gaan Boerebloed offer vir Engeland. - Ag wat, laat die arme goed praat; ek steur my nie aan hulle nie.”
Ze keek naar de klok en zag dat het drie uur was- ‘Ek sal maar vir myself alleen koffie maak’, dacht ze- ‘Bart kan nog lank wegbly. Die mans is nou met die oorlog so op hulle perd dat hulle net aan politiek dink. Bart sit seker weer by Pieter of by Fransoois- Dit kan nog lank duur eer hy kom.’
Ze ging naar de keuken om koffie op te schenken, nam beschuit uit een kast en zette daarvan op een bord. Toen ging zij naar buiten staan kijken of zij Bart nog niet zag komen. Een bezorgde uitdrukking was op haar gezicht- De toekomst leek donker; het was niet onmogelik dat er oorlog kwam.
Aan de andere kant van de laagte, een tien minuten te voet van hen af, stond het huis van Pieter Vermaak, bijna onzichtbaar door een klein aantal bomen dat er omheen stond: een kleine boomgaard van perziken, sommigen nog lichtrood van het bloeisel, een groep zwarthoutbomen, een hoge blauwe-gomboom.
De koffie was nu genoeg getrokken en zij schonk een kopje in voor zichzelf en een blikken beker voor de meid.
‘Sara’, riep ze, ‘kom en vat jou koffie.’

 

 2007342-a43782ae16c6e714399d75f5f99c7130.jpg
Johannes van Melle (10 februari 1887 – 8 november 1953)
Cover 

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Lydia Maria Francis Child werd geboren op 11 februari 1802 in Medford, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Lydia Child op dit blog.

 

Lines Suggested By A Lock Hair From Our Departed Friend, Catherine Sargent

That little lock of silvery hair
Reminds me of what friendly care!
And gratefully my memory pays
Its tribute to departed days.
Thou good old friend, so kind and true!
Thy worth was known to very few.
Not in the glare of noon-day sun,
Thy kind and gentle deeds were done;
And silently thy prayers did rise,
With offerings of self-sacrifice.
Not for thy goodness unto me
Do I revere thy memory;
But for the love that never failed,
The courage, too, that never quailed,
When the poor orphan breathed a sigh,
Or slaves required thy sympathy.
While statesmen argued day and night,
To settle whether wrong was right,
Thou hadst no need of subtle art,
Seeing truth with thy honest heart;
Religion was not unto thee
Any recondite mystery.
God loves all, was the simple creed,
Which served thee in each hour of need.
Guileless thy life, serene thy death;
And when had passed thy latest breath,
From thy attendant angel's glance
A light fell on thy countenance;
A gleam of bright celestial love,
Touching this earth from realms above.

 

 2007342-f1281825266c0db138f6613abb21bde1.jpg
Lydia Child (11 februari 1802 - 7 juli 1880)
Cover biografie

 

 

De Franse dichter en schrijver Marie-Joseph Chénier werd geboren op 11 februari 1764 in Constantinopel. Zie ook alle tags voor Marie-Joseph Chénier op dit blog.

 

Chant du 14 Juillet (Fragment)

Princes, nobles, prélats, nageaient dans l'opulence ;
Le peuple gémissait de leurs prospérités ;
Du sang des opprimés, des pleurs de l'indigence,
Leurs palais étaient cimentés.

En de pieux cachots l'oisiveté stupide,
Afin de plaire à Dieu, détestait les mortels ;
Des martyrs, périssant par un long homicide,
Blasphémaient an pied des autels.

Ils n'existeront plus, ces abus innombrables
La sainte liberté les a tous effacés ;
Ils n'existeront plus, ces monuments coupables :
Son bras les a tous renversés.

Dix ans sont écoulés ; nos vaisseaux, rois de l'onde,
À sa voix souveraine ont traversé les mers :
Elle vient aujourd'hui des bords d'un nouveau monde
Régner sur l'antique univers.

 

 2007342-a65ecd7d54ee23d5611c69b7214ec065.png
Marie-Joseph Chénier (11 februari 1764 – 10 januari 1811)

 

 

De Franse dichter en schrijver Bernard le Bovier de Fontenelle werd geboren op 11 februari 1657 in Rouen. Zie ook alle tags voor Bernard de Fontenelle op dit blog.

Uit: Du bonheur

« Voici une matière la plus intéressante de toutes, dont tout le monde parle, que les philosophes, surtout les anciens, ont traitée avec beaucoup d'étendue : mais quoique très intéressante, elle est dans le fond assez négligée ; quoique tout le monde en parle, peu de gens y pensent ; et quoique les philosophes l'aient beaucoup traitée, ç'a été si philosophiquement, que les hommes n'en peuvent tirer guère de profit.
On entend ici par le mot de bonheur un état, une situation telle qu'on en désirât la durée sans changement ; et en cela le bonheur est différent du plaisir, qui n'est qu'un sentiment agréable, mais court et passager, et qui ne peut jamais être un état. La douleur aurait bien plutôt le privilège d'en pouvoir être un.
A mesurer le bonheur des hommes seulement par le nombre et la vivacité des plaisirs qu'ils ont dans le cours de leur vie, peut-être y a-t-il un assez grand nombre de conditions assez égales, quoique fort différentes. Celui qui a moins de plaisirs les sent plus vivement : il en sent une infinité que les autres ne sentent plus ou n'ont jamais senti ; et à cet égard la nature fait assez son devoir de mère commune. Mais si, au lieu de considérer ces instants répandus dans la vie de chaque homme, on considère le fond des vies mêmes, on voit qu'il est fort inégal ; qu'un homme qui a, si l'on veut, pendant sa journée autant de bons moments qu'un autre, est tout le reste du temps beaucoup plus mal à son aise, et que la compensation cesse entièrement d'avoir lieu.
C'est donc l'état qui fait le bonheur : mais ceci est très fâcheux pour le genre humain. Une infinité d'hommes sont dans des états qu'ils ont raison de ne pas aimer ; un nombre presque aussi grand sont incapables de se contenter d'aucun état : les voilà donc presque tous exclus du bonheur, et il ne leur reste pour ressources que des plaisirs, c'est-à-dire des moments semés ça et là sur un fond triste qui en sera un peu égayé. Les hommes, dans ces moments, reprennent les forces nécessaires à leur malheureuse situation, et se remontent pour souffrir. »

 

 2007342-e417b130781de1232c78fa0c122a3380.jpg
Bernard de Fontenelle (11 februari 1657 - 9 januari 1757)
Portret door Hyacinthe Rigaud, 1702

 

 

De Franse dichter en schrijver Honoré d'Urfé werd geboren op 11 februari 1568 in Marseille. Zie ook alle tags voor Honoré d'Urfé op dit blog.

 

Chanson

Dessus les bords d'une fontaine
D'humide mousse revêtus,
Dont l'onde à maints replis tortus
S'allait égarant dans la plaine,
Un berger se mirant en l'eau
Chantait ces vers au chalumeau :
Cessez un jour, cessez, la belle,
Avant ma mort d'être cruelle.

Se peut-il qu'un si grand supplice
Que pour vous je souffre en aimant,
Si les dieux sont faits de justice,
Soit enfin souffert vainement ?
Peut-il être qu'une amitié
N'émeuve jamais à pitié,
Même quand l'amour est extrême,
Comme est celle dont je vous aime ?

Ces yeux de qui les mignardises
M'ont souvent contraint d'espérer,
Encores que plein de feintises,
Veulent-ils bien se parjurer ?
Ils m'ont dit souvent que son coeur
Quitterait enfin sa rigueur,
Accordant à ce faux langage
Le reste de son beau visage.

Mais quoi ? les beaux yeux des bergères
Se trouveront aussi trompeurs
Que des cours les attraits pipeurs ?
Doncques ces beautés bocagères,
Quoique sans fard dessus le front,
Dedans le coeur se farderont
Et n'apprendront en leurs écoles
Qu'à ne donner que des paroles ?

C'est assez, il est temps, ma belle,
De finir cette cruauté,
Et croyez que toute beauté
Qui n'a la douceur avec elle,
C'est un oeil qui n'a point de jour,
Et qu'une belle sans amour,
Comme indigne de cette flamme,
Ressemble un corps qui n'a point d'âme.

 

 2007342-42dc0fb61f48e4f753f0d85653fb4cf6.jpg
Honoré d'Urfé (11 februari 1568 – 1 juni 1625)
Portret door Anton van Dyck, rond 1590 (detail)

 


De Oostenrijkse dichter en schrijver Rudolf Hans Bartsch werd geboren op 11 februari 1873 in Graz. Zie ook alle tags voor Rudolf hans Bartsch op dit blog.

 

Frühsommer

. . . Und der, der in die Berge steigt, in die Wälder, sich jeden Augenblick fühlt als Bruder, als Kind, als Schützer, Verwalter des europäisch gräßlich verwüsteten Ewigkeitsgutes dort oben, er wird, so einfach er auch erzogen und gebildet sein möge, ein Stück Gottheit.
Er ist geweiht. Jedes Teilchen seiner Arbeit an der Natur und seiner Liebe geht hin wie ein Sonnenkeil ins düstere Zimmer der heutigen, entgotteten Menschheit: er wird immer breiter. Sein Leben teilt sich, freilich verdünnt, aber dennoch Sonnenkraft, allen Stubenhockern mit; macht sie erst sehnsüchtig, dann suchend, zuletzt gesund. Lockt sie zur Mutter zurück.
So sehe ich ein allerhöchstes Amt m die Hände der feiertägigen Menschen überantwortet, die oft bloß einen einzigen, siebenten Tag frei haben, um sich in und an der Natur zu heiligen. Gerade diese rückkehrenden Mens dien vermögen in ihren halbdunklen Arbeitsstätten Apostel der Sonne, der Freiheit und Retter, ja Väter der geschändeten Natur zu werden.
Das ist etwas so Köstliches und Heiliges, daß ich aus eigener Ergriffenheit enden und schweigen muß, um nachzudenken, was für eine heilige Mensdiheit aus soldier Lebensführunng zu entstehen vermöchte.Und daß jeder der vielleicht Wenigen, der dies las und erfaßte und, in sich erbebend, erlebte, inne würde, daß ihm bestimmt sei, die Menschheit zu erlösen.
Das Moralgesetz erlöst bloß den gequälten Körper. Die völlige Hingabe an das Mitleben mit dem All erlöst die Seele.
Wir sind als Menschen bloß eine Spezies. Gut ist es, für sie zu arbeiten und ihr Leid zu tilgen. Aber Leben und Leid währen kurz. Wer nicht in sich Jahrmilliarden zu erleben und mitzuleben weiß, bleibt physisch zerstörbar und darum aufs traurigste unerlöst, ja ungelebt.
Wer zu den Wäldern und Bergen geht, hat nicht mehr weit zur Ewigkeit.

 

 2007342-a07d317d406418d5cb33b13984f47897.jpg
Rudolf Hans Bartsch (11 februari 1873 – 7 februari 1952)

Geschreven door Romenu om 11:42 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten