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Berichten van 17 augustus 2017 tot 18 augustus 2017

Caroline Emcke

De Duitse schrijfster en journaliste Caroline Emcke werd geboren op 18 augustus 1967 in Mülheim an der Ruhr. Zie ook alle tags voor Caroline Emcke op dit blog.

Uit: Wie wir begehren

„Vermutlich waren sie deswegen da, die älteren Schüler, weil dies der einzige Moment im Jahr war, an dem sie sich rächen konnten. Ich weiß noch, dass sie mir ein wenig leidtaten, die Lehrer, die sich da ausliefern mussten. Und ich weiß noch, dass mir diese Atmosphäre des kollektiven Urteils, das ich als solches damals gar nicht hätte benennen können, unheimlich war.
Wir verfolgten nur die alphabetischen Namenslisten, warteten unseren Buchstaben ab, hörten unseren Namen und bangten dann, ob auch all die vertrauten Freunde aus der Grundschule genannt würden. Ich hatte Glück. Meine liebsten Spielgefährten aus den vorangegangenen Jahren wurden alle derselben Klasse zugeteilt. Wer die anderen Unbekannten waren, die folgten, war gleichgültig. Entscheidend war nur, nicht allein in diese neue Welt gestoßen zu werden. Dann löste die Versammlung sich auf, die Eltern verabschiedeten sich, und wir gingen in der gerade neusortierten Gruppe hinter der neuen Klassenlehrerin die Treppen zum Gebäude der fünften und sechsten Klassen hinunter. Wir waren etwas abseits, am Fuß des Hügels, in einer eigenen versunkenen Welt, nicht mehr ganz Grundschule, aber auch noch nicht Gymnasium.
Und da standen wir nun. An der Ecke von diesem Fußballfeld. Gleich neben dem mit Brennnesseln bewachsenen Abhang. In einer der ersten Pausen. Sie muss eine kurze Pause gewesen sein. Die lange Pause wurde immer als wirkliche Pause, also zum Fußballspielen genutzt. Die kurzen taugten für nichts Halbes und nichts Ganzes. Da unten, bei den Unterstufengebäuden, gab es keinen Bäcker, keine Eisdiele, nichts, wohin man eben mal hätte verschwinden können.“

 

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Caroline Emcke (Mülheim an der Ruhr, 18 augustus 1967)

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Nicole Krauss

De Amerikaanse schrijfster Nicole Krauss werd geboren in New York op 18 augustus 1974. Krauss groeide op op Long Island, waar ze naar haar gevoel 'de laatste Amerikaanse jeugd' had. Vanaf haar twintigste schreef ze al poëzie. Zij studeerde af aan de Stanford-universiteit, en haalde haar graden aan de universiteit van Oxford, en aan de Courtauld Institute of Art in Londen. Ze stond in de finale voor de Yale Younger Poet's Prize, en haar poëzie werd gepubliceerd in onder andere The Paris Review, Ploughshares, en Doubletake. Nadat ze haar thesis over Joseph Cornell in Oxford had verdedigd, stopte ze abrupt met het schrijven van poëzie, ze noemde het 'een onmogelijke zoektocht naar poëtische precisie'. Al tijdens haar studies publiceerde ze artikelen in Engelse literaire tijdschriften. Haar eigen literaire interesse gaat uit naar Rainer Maria Rilke, Zbigniew Herbert en Joseph Brodsky. Met de laatste correspondeerde ze regelmatig. Voor de BBC produceerde ze in 1999 een portret van Brodsky voor de radio. In New York organiseerde Nicole Krauss verschillende lezingen, onder anderen met de schrijvers Susan Sontag, Derek Walcott en Jonathan Franzen. Krauss' eerste roman “Man Walks Into a Room” (2002) werd genomineerd voor de Los Angeles Times Book Award. Haar tweede roman “The History of Love” (De geschiedenis van de liefde) (2005) werd genomineerd voor de Orange Prize for Fiction in 2006. Krauss' werk is ook verschenen in The New Yorker, Esquire, Harper's, en Best American Short Stories. Van november 2006 tot februari 2007 was Nicole Krauss columniste bij de Frankfurter Allgemeine Zeitung

Uit: The History of Love

“I often wonder who will be the last person to see me alive. If I had to bet, I'd bet on the delivery boy from the Chinese take-out. I order in four nights out of seven. Whenever he comes I make a big production of finding my wallet. He stands in the door holding the greasy bag while I wonder if this is the night I'll finish off my spring roll, climb into bed, and have a heart attack in my sleep.
I try to make a point of being seen. Sometimes when I'm out, I'll buy a juice even though I'm not thirsty. If the store is crowded I'll even go so far as dropping my change all over the floor, the nickels and dimes skidding in every direction. I'll get down on my knees. It's a big effort for me to get down on my knees, and an even bigger effort to get up. And yet. Maybe I look like a fool. I'll go into the Athlete's Foot and say. What do you have in sneakers? The clerk will look me over like the poor schmuck that I am and direct me over to the one pair of Rockports they carry, something in spanking white. Nah, I'll say, I have those already, and then I'll make my way over to the Reeboks and pick out something that doesn't even resemble a shoe, a waterproof bootie, maybe, and ask for it in size 9. The kid will look again, more carefully. He'll look at me long and hard. Size 9, I'll repeat while I clutch the webbed shoe. He'll shake his head and go to the back for them, and by the time he returns I'm peeling off my socks. I'll roll my pants legs up and look down at those decrepit things, my feet, and an awkward minute will pass until it becomes clear that I'm waiting for him to slip the booties onto them. I never actually buy. All I want is not to die on a day when I went unseen.
A few months ago I saw an ad in the paper. It said, NEEDED: NUDE MODEL FOR DRAWING CLASS. $15/HOUR. It seemed too good to be true. To have so much looked at. By so many. I called the number. A woman told me to come the following Tuesday. I tried to describe myself, but she wasn't interested. Anything will do, she said.
The days passed slowly. I told Bruno about it, but he misunderstood and thought I was signing up for a drawing class in order to see nude girls. He didn't want to be corrected. They show their boobs? he asked. I shrugged. And down there?”

 

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Nicole Krauss (New York, 18 augustus 1974)

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Dolce far niente, Hans Andreus, Ulrich Woelk, Marc Degens, Luciano de Crescenzo, Alain Robbe-Grillet, Idea Vilariño

 

Dolce far niente

 

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Fiets in Amsterdam door Leonid Afremov, 2013

 

 

Dinsdagmorgengracht

De mussen pikken kleine witte edelstenen brood
een rok fietst op een fiets die vrouw is enkel rok
een mannelijke jas en een vrouwelijke jas
gaan kouwelijk de fiets die ook al rok is achterna
de dikke pijl met vleugels van een meeuw gaat bovenal
maar daar weer boven gaat de hemel uitgestreken blauw.

lk hoor opeens het orgel waar de man aan draait
hij draait een driekwartsmaat hij is ook zelf driekwart
toch draait hij zich te boven langzaam met het wiel
draait hij zichzelf te boven driekwartshemel van
het uitgestreken blauw maar wees vooral gerust
hij weet het niet hij is er lang al aan gewend.

Maar dan rukken de vuilnisbakkenmannen op en op
hoor de muziek der vuilnismannen hoor het orgel zwijgt
triomfmars en het blauw der mannen is ook al triomf
meer dan de hemel dan het uitgestreken blauw
want meer zoals de meeuw zoals de gracht die zwijgt en lacht
zoals de mussen en hun kleine witte edelstenen brood.

 

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Hans Andreus (21 februari 1926 – 9 juni 1977) 
Amsterdam, Palmgracht. Hans Andreus werd in Amsterdam geboren.

 

 

De Duitse schrijver Ulrich Woelk werd geboren op 18 augustus 1960 in Beuel bij Bonn. Zie ook alle tags voor Ulrich Woelk op dit blog.

Uit:Was Liebe ist

“Dafür, dass er Epileptiker ist, hat er seinen Weg gemacht. Er ist sechsunddreißig, promovierter Jurist und hält zehn Prozent der Anteile des elektrotechnischen Familien-unternehmens, das sein Großvater in den dreißiger Jahren gegründet hat. Auf dem Markt für Großtransformatoren und Starkstrom-Umspannanlagen ist die Firma weltweit mit Erfolg aktiv. Anlagen der Negier Group stehen unter anderem in Kanada, Mexiko und Südafrika. Das sind die Länder, in denen er vor Ort war, was mit seiner Krankheit nicht selbstverständlich ist. Manche Fluggesellschaften verlangen von Epileptikern, dass sie sich vor dem Abflug beim Kabinenpersonal melden. Man möchte während des Flugs keine unliebsamen Überraschungen er-leben. Er gibt seine Epilepsie beim Check-in trotzdem nicht mehr an. Durch die Wahl des richtigen Medikaments ist er seit ungefähr zehn Jahren anfallsfrei. In dieser Hinsicht hat er Glück gehabt, denn Anfallsfreiheit wird medikamentös keineswegs bei allen Epileptikern erreicht. Deswegen beunruhigt ihn das unheilvolle, schwer zu fas-sende Gefiihl, das sich in ihm verdichtet, als er in Berlin vor einem Straßencafe aus dem Taxi steigt. Für Ende Oktober ist es ungewöhnlich warm und schwül. Der Luftzug eines Busses wirbelt ein paar Blätter über den Gehweg. Irgend-etwas geschieht in diesem Moment in ihm. Er spürt einen Druck in der Magengegend und eine unbestimmte, in nichts wurzelnde Angst. Er locken den Knoten seiner Krawatte, aher diese Geste, mir deren Beiläufigkeit er sich selbst ein wenig beruhigen möchte, bringt keine Erleichterung Das vage, vom Bauch aufsteigende Gernhl säuerlicher Wärme lässt nicht nach und auch die unbestimmte Angst nicht, so dass er schließlich denkt: „Was. wenn es die Vorahnung eines kommenden Anfalls ist?“ Die Tür des Cafés steht offen. Hinter dem Panoramafenster zur Straße lesen die Gäste Zeitung oder beschmieren kleine Brötchen mit Marmelade. Es ist Frühstückszeit. Dass in dem Café gelesen wird, wertet er als Beleg dafür, dass es sich bei den Gästen um besonnene. informierte und letztlich intelligente Mitmenschen handelt. Sollte er einen Anfall haben, wäre das sicher ein Vorteil. Von dem zufällig zusammengewürfelten Straßenpublikum in einerGroßstadt wie Berlin lässt sich das wahrscheinlich nicht sagen. Außerdem könnte der Fußboden dort ein Holz- oder Teppichboden sein und also federnd oder sogar weich im Vergleich zu den harten Betonplatten des Gehwegs. Das Café scheint den Schutz zu bieten, den er braucht. falls es wirklich zu einem Anfall kommen sollte. Ihm bleibt nicht viel Zeit, sich zu entscheiden. Oh vergehen nur Sekunden, bis sich aus der Vorahnung eines epileptischen Anfalls —einer Aura — ein Anfall entwickelt.“

 

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Ulrich Woelk (Beuel, 18 augustus 1960)

 

 

De Duitse schrijver Marc Degens werd geboren op 18 augustus 1971 in Essen. Zie ook alle tags voor Marc Degens op dit blog.

Uit:Das kaputte Knie Gottes

„Immerhin hatte ich nun eine Adresse und schrieb ihm eine kurze, wütende Postkarte zurück; wenige Tage später rief er mich an. Er entschuldigte sich für sein Verhalten, dann endlich erzählte er mir die Geschichte seines Umzugs. »Du erinnerst dich noch an die Fossilienmesse«, fragte er mich, »wo meine Betonblumen geklaut wurden?« »Klar«, antwortete ich. »Da war doch eine Frau, die sich für die Betonblumen interessiert hatte«, sagte Dennis. »Ich hab gar nicht mit ihr gesprochen, aber du.« »Stimmt.« An die vornehme Dame in dem schwarzen Kostüm konnte ich mich noch lebhaft erinnern. »Als du im Urlaub warst«, fuhr Dennis fort, »hat mich diese Frau angerufen, Brigitte Caumann. Sie wollte mehr über mich und meine Arbeit wissen.« »Woher hatte die denn deine Nummer?«, fragte ich ihn. »Von den Fernsehfritzen«, erklärte mir Dennis. »Brigitte hatte diesen schrecklichen Peniskunstbericht gesehen, die Betonblumen wiedererkannt und sich dann meine Nummer besorgt. Vier Stunden am Stück haben wir miteinander telefoniert, ich habe ihr mein ganzes Herz ausgeschüttet. Du weißt ja, wie dreckig es mir damals ging. Der Tod von Lucky und diese Fernsehgeschichte, außerdem litt ich immer noch unter der Trennung von Lily. Brigitte wollte mir helfen und riet zu einer Luftveränderung. Ich sollte Abstand zu allem gewinnen, auch räumlich. Sie bot mir an, in ihrer Eigentumswohnung in Berlin zu wohnen. Kostenlos, die Wohnung stand sowieso leer.« »Das hat sie dir einfach so am Telefon angeboten«, fragte ich ungläubig, »ohne dich zu kennen?« »Sie kannte doch die Blumen. Und sie bot mir noch mehr an«, fuhr Dennis fort. »Brigitte meinte, dass ich mir keine Sorgen machen solle, sie werde sich um alles kümmern, sie sei seit ein paar Jahren Witwe, und ihr Mann habe ihr genug Geld hinterlassen. Und dann ging alles ganz schnell.”

 

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Marc Degens (Essen,  18 augustus 1971)

 

 

De Italiaanse schrijver Luciano de Crescenzo werd geboren in Napels op 18 augustus 1928. Zie ook alle tags voor Luciano de Crescendo op dit blog.

Uit: Geschichte der griechischen Philosophie (Vertaald door Linde Birk)

“Du bist ein Philosoph und weißt es nicht; Du bist ein Philosoph, weil Du die Probleme des Lebens auf ganz persönliche Art angehst. So kam ich auf die Idee, dass Dich eine Beschäftigung mit der griechischen Philosophie besonders interessieren müsste. Deshalb habe ich mich entschlossen, meinen Versuch, Leben und Denken der ersten Philosophen in möglichst leicht verständlicher Form darzustellen, Dir zu widmen.
Warum die Griechen? Da muss ich Dir als Erstes einmal sagen, lieber Salvatore, dass Du gar kein Italiener bist, sondern ein Grieche. Ja, mein Lieber, Grieche, fast möchte ich sogar noch hinzufügen: Athener! Setzt man nämlich Grichenland mit einer bestimmten Lebensart gleich, so ist es ein riesiges Mittelmeerland, das aus Sonne und Geselligkeit gemacht ist und sich auf der italienischen Halbinsel etwa bis an die Ufer des Volturno erstreckt (vgl. Abb. 1). Außerhalb dieser geographischen Grenze, an der sich auch die Lebensform verändert, leben die Römer, Etrusker, Mitteleuropäer, alles Leute, die ganz anders sind als wir und mit denen man oft nur schwer auskommen kann. Willst Du etwas besser verstehen, wodurch wir uns eigentlich von den andern {10}unterscheiden, möchte ich Dir vorschlagen, einmal über ein Verb nachzudenken, das es in der griechischen Sprache gibt, für das sich aber in keiner anderen Sprache eine Entsprechung findet und das daher wirklich unübersetzbar ist, wenn man es nicht mit ganzen Sätzen umschreiben will. Dieses Verb heißt agorazein.
Agorazein bedeutet: ›auf den Markt gehen und hören, was es Neues gibt‹ – also reden, kaufen, verkaufen und seine Freunde treffen; es bedeutet aber auch, ohne genaue Vorstellungen aus dem Haus zu gehen, sich in der Sonne herumzutreiben, bis es Zeit ist zum Mittagessen, oder so lange zu trödeln, bis man Teil eines menschlichen Magmas aus Gesten, Blicken und Geräuschen geworden ist. Agorazonta, das Partizip dieses Verbs, bezeichnet die Fortbewegungsart dessen, der sich dem agorazein hingibt. Er schlendert, die Hände auf dem Rücken, ziellos dahin, wobei er fast nie eine gerade Strecke verfolgt. Ein Fremder, der aus geschäftlichen Gründen oder als Tourist in eine griechische Stadt kommt, egal ob Korinth oder Pozzuoli, kann diese Menschenmenge nur staunend betrachten, die da auf den Straßen hin- und hergeht, alle paar Schritte stehen bleibt, laut redet und redet, weitergeht und wieder stehen bleibt. Vielleicht glaubt er dann, an einem besonderen Festtag hierhergeraten zu sein, dabei hat er nur eine gewöhnliche Szene des agorazein miterlebt. Nun, dieser Gewohnheit des Umherwandelns in südlichen Gefilden verdankt die griechische Philosophie sehr viel.
»Mein lieber Phaidros«, sagt Sokrates, »wohin des Wegs und woher?«

 

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Luciano de Crescenzo (Napels, 18 augustus 1928)

 

 

De Franse schrijver en filmmaker Alain Robbe-Grillet werd geboren in Brest op 18 augustus 1922. Zie ook alle tags voor Alain Robbe-Grillet op dit blog en ook mijn blog van 18 augustus 2010.

Uit: Les gommes

“Dans la pénombre de la salle de café le patron dispose les tables et les chaises, les cendriers, les siphons d’eau gazeuse ; il est six heures du matin.
Il n’a pas besoin de voir clair, il ne sait même pas ce qu’il fait. Il dort encore. De très anciennes lois règlent le détail de ses gestes, sauvés pour une fois du flottement des intentions humaines ; chaque seconde marque un pur mouvement : un pas de côté, la chaise à trente centimètres, trois coups de torchon, demi-tour à droite, deux pas en avant, chaque seconde marque, parfaite, égale, sans bavure. Trente et un. Trente-deux. Trente-trois. Trente-quatre. Trente-cinq. Trente-six. Trente-sept. Chaque seconde a sa place exacte.
Bientôt malheureusement le temps ne sera plus le maître. Enveloppés de leur cerne d’erreur et de doute, les événements de cette journée, si minimes qu’ils puissent être, vont dans quelques instants commencer leur besogne, entamer progressivement l’ordonnance idéale, introduire ça et là, sournoisement, une inversion, un décalage, une confusion, une courbure, pour accomplir peu à peu leur oeuvre : un jour, au début de l’hiver, sans plan, sans direction, incompréhensible et monstrueux.
Mais il est encore trop tôt, la porte de la rue vient à peine d’être déverrouillée, l’unique personnage présent en scène n’a pas encore recouvré son existence propre. Il est l’heure où les douze chaises descendent doucement des tables de faux marbres où elles viennent de passer la nuit. Rien de plus. Un bras machinal remet en place le décor.
Quand tout est prêt, la lumière s’allume…”

 

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Alain Robbe-Grillet (18 augustus 1922 – 18 februari 2008)
In 1957

 

 

De Uruguayaanse dichteres Idea Vilariño werd geboren op 18 augustus 1920 in Montevideo. Zie ook alle tags voor Idea Vilariño op dit blog.

 

Song

I would like to die
now
of love
so you could know
how and how much I loved you.
I would like to die
of love
so you can know.

 

 

Neither

Now you’re gone. I smell
your place in bed
your heat that still remains
and at the same time bitter
alienated I know
I am still alone and that
it will be only my body
the sweet the possessed
and never you
that will gather up my life.

 

Vertaald door Jesse Lee Kercheval

 

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Idea Vilariño (18 augustus 1920 - 28 april 2009)
In 1954

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 18e augustus ook mijn blog van 18 augustus 2016 en ook mijn blog van 18 augustus 2013 deel 1 en ook deel 2 en eveneens mijn blog van 18 augustus 2010.

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Dolce far niente, Simon Vestdijk, Ted Hughes, V. S. Naipaul, Nis-Momme Stockmann, Jonathan Franzen, Jan Emmens

 

Dolce far niente

 

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Prins Hendrikkade te Amsterdam door Willem Witsen, 1891

 

Amsterdam

Gevoegd tot wallen steen, en krom verdronken,
Staan de kantoren in hun lang plantsoen.
Te lang, te smal... Op bruggeranden ronken
Tramwagens dwars door 't stoffig dubbelgroen.

Nog stroomt een rest van 't kruislingsch labyrinth
Waar men 't verleden moeizaam in kan halen
Als spook'ge achterstevens, vluchtend bint
Van schepen die de reeders lieten dwalen.

Maar in die duizeldun vertakte haven
Zijn zelfs de geesten zoo misteekend, dat
Het laatste toplicht, wezenloos hoogdravend,
Zweeft als een lichtreclame op de binnenstad.

 

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Simon Vestdijk (17 oktober 1898 – 23 maart 1971)
Harlingen, Zuiderhaven. Simon Vestdijk werd in Harlingen geboren.

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver Ted Hughes werd geboren op 17 augustus 1930 in Mytholmroyd, Yorkshire. Zie ook mijn blog van 17 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Ted Hughes op dit blog.

 

The Thought Fox

I imagine this midnight moment's forest:
Something else is alive
Beside the clock's loneliness
And this blank page where my fingers move.

Through the window I see no star:
Something more near
Though deeper within darkness
Is entering the loneliness:

Cold, delicately as the dark snow
A fox's nose touches twig, leaf;
Two eyes serve a movement, that now
And again now, and now, and now

Sets neat prints into the snow
Between trees, and warily a lame
Shadow lags by stump and in hollow
Of a body that is bold to come

Across clearings, an eye,
A widening deepening greenness,
Brilliantly, concentratedly,
Coming about its own business

Till, with a sudden sharp hot stink of fox
It enters the dark hole of the head.
The window is starless still; the clock ticks,
The page is printed.

 

 

King Of Carrion

His palace is of skulls.

His crown is the last splinters
Of the vessel of life.

His throne is the scaffold of bones, the hanged thing’s
Rack and final stretcher.

His robe is the black of the last blood.

His kingdom is empty-

The empty world, from which the last cry
Flapped hugely, hopelessly away
Into the blindness and dumbness and deafness of the gulf

Returning, shrunk, silent

To reign over silence.

 

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Ted Hughes (17 augustus 1930 – 28 oktober 1998)
Ted Hughes en Sylvia Plath in 1961

 

 

De Britse schrijver Sir Vidiadhar Surajprasad Naipaul werd geboren op 17 augustus 1932 in Chaguanas, Trinidad en Tobago. Zie ook alle tags voor V. S. Naipaul op dit blog en ook mijn blog van 17 augustus 2010.

Uit:Between Father and Son. Family Letters

“September 21, 1949 — September 22, 1950: Port of Spain to Oxford
Trinidad
September 21, 1949
Dear Kamla [Naipaul's elder sister],
I wonder what is the matter with this typewriter. It looks all right now, though. I am enclosing some cuttings which, I am sure, will delight you. You will note that I went after all to the Old Boys' Association Dinner. I can count those hours as among the most painful I have ever spent. In the first place, I have no table manners; in the second, I had no food. Special arrangements, I was informed after the dinner, had been made for me, but these appeared to have been limited to serving me potatoes in various ways — now fried, now boiled. I had told the manager to bring me some corn soup instead of the turtle soup that the others were having. He ignored this and the waiter brought up to me a plateful of a green slime. This was the turtle soup. I was nauseated and annoyed and told the man to take it away. This, I was told, was a gross breach of etiquette. So I had bread and butter and ice-cold water for the first two eating rounds. The menu was in French. What you would call stewed chicken they called 'Poulet Sauté Renaissance'. Coffee was 'moka'. I had rather expected that to be some exotic Russian dish. Dessert included something called 'Pomme Surprise'. This literally means 'surprised apple', and the younger Hannays, who was next to me, told me it was an apple pudding done in a surprise manner. The thing came. I ate it. It was fine. But I tasted no apple. 'That,' Hannays told me, 'is the surprise.'
I have just finished filling out the application forms for entrance to the University; I had some pictures of myself taken. I had always thought that, though not attractive, I was not ugly. This picture undeceived me. I never knew my face was fat. The picture said so. I looked at the Asiatic on the paper and thought that an Indian from India could look no more Indian than I did. My face would give anyone the idea that I was a two-hundred-pounder. I had hoped to send up a striking intellectual pose to the University people, but look what they have got. And I even paid two dollars for a re-touched picture."

 

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V. S. Naipaul (Chaganuas, 17 augustus 1932)
Cover

 

 

De Duitse schrijver en theatermaker Nis-Momme Stockmann werd geboren op 17 augustus 1981 in Wyk auf Föhr.Zie ook alle tags voor Nis-Momme Stockmann op dit blog.

Uit: Der Fuchs

„Passfotos auf einer Korkpinnwand schwammen vorbei. Ein primitives Boot mit Bildern von Menschen, die jetzt vielleicht tot waren. Mit Kugelschreiber waren Herzen auf die Augen gemalt – daneben Bilder von Boybands, aus Zeitschriften her ausgerissen, mit Hörnern und Schnurrbärten bemalt. Ein rosafarbenes Tagebuch mit einem winzigen Vorhängeschloss. Ein aufgedunsener hölzerner Jubiläumsbierkrug aus dem Allgäu.
Ein Kontoauszugsordner – völlig unangebracht und unsensibel stand «Spesen » darauf. All das war gar nicht zum Schwimmen gemacht. Aufgeweicht und blass trudelte es vorbei.
Vielleicht gab es ja noch irgendwas, das zu gebrauchen war, dachte ich. Aber ich war so müde und betrunken, dass ich das Gefühl hatte, meine Augen schwämmen da mit – irgendwo in dieser grobstückigen Suppe der über Jahre so sorgfältig angeschafften und parzellierten Individualgegenstände wirbelten sie herum, wie Lotteriekugeln in der Trommel: Ade ihr kleinen
Augen, ihr braucht mich jetzt nicht mehr. Viel Glück, treibt davon! In den wenigen Lücken des fast blickdichten Müllteppichs schnappten sie kurze Bilder von einem hageren Typ auf einem Dach auf: Unbeweglich mit gebogenem Rücken wie ein kackender Hund, das Hemd am Körper klebend und mit Gänsehaut von der Hitze auf der weißen muttermalfleckigen Haut stand er da.
Ein fleischgewordenes Satzzeichen in dem sinnlosen Gebrabbel des Wassers.
«Mach’s gut, Finn», riefen sie mir zu.
Ich war so unglaublich müde. Das war der heißeste Sommer seit Jahren. Obwohl mir nichts peinlicher war als mein dünner weißer Oberkörper (vor allem vor der schönen Jütte), zog ich mir das Hemd aus und machte mir daraus den wohl widerlichsten Turban der Welt.
Das hätte niemand geahnt, dass die Dächer der Häuser dieser Siedlung mal Inseln wären und als Inseln so unbewohnbar sauber, so glatt, stabil und seelenlos. Obwohl die Menschen um uns her
um ertranken: Die deutschen Dächer sangen ihre Lieder in ihrer deutschen Baumarktsprache: Dachziegel, Witterungsschutz, Giebelbekleidung. Da konnte sich nirgends ein «Sterben wie die Fliegen» reinschummeln. Zu unseren Füßen: schrankenloser Realsozialismus des Hausrats. Die Terkels, die mit den Brodersens einen Grabenkrieg um die Grundstücksgrenze geführt hatten, vereinten sich in ihren sich wild verheiratenden Gartengeräten, die von der einen in die andere Garage gespült wurden, wo sie sich zu einer großen Blechdüne auftürmten.“

 

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Nis-Momme Stockmann (Wyk, 17 augustus 1981)

 

 

De Amerikaanse schrijver en essayist Jonathan Franzen werd geboren op 17 augustus 1959 in Western Springs, Illinois. Zie ook alle tags voor Jonathan Franzen op dit blog en ook mijn blog van 17 augustus 2010.

Uit:Good Neighbors

“Walter and Patty Berglund were the young pioneers of Ramsey Hill—the first college grads to buy a house on Barrier Street since the old heart of St. Paul had fallen on hard times three decades earlier. The Berglunds paid nothing for their Victorian and then killed themselves for ten years renovating it. Early on, some very determined person torched their garage and twice broke into their car before they got the garage rebuilt. Sunburned bikers descended on the vacant lot across the alley to drink Schlitz and grill knockwurst and rev engines at small hours until Patty went outside in sweatclothes and said, “Hey, you guys, you know what?” Patty frightened nobody, but she’d been a standout athlete in high school and college and possessed a jock sort of fearlessness. From her first day in the neighborhood, she was helplessly conspicuous. Tall, ponytailed, absurdly young, pushing a stroller past stripped cars and broken beer bottles and barfed-upon old snow, she might have been carrying all the hours of her day in the string bags that hung from her stroller. Behind her you could see the baby-encumbered preparations for a morning of baby-encumbered errands; ahead of her, an afternoon of public radio, “The Silver Palate Cookbook,” cloth diapers, drywall compound, and latex paint, and then “Goodnight Moon,” then Zinfandel. She was already fully the thing that was just starting to happen to the rest of the street.
In the earliest years, when you could still drive a Volvo 240 without feeling self-conscious, the collective task in Ramsey Hill was to relearn certain life skills that your own parents had fled to the suburbs specifically to unlearn, like how to interest the local cops in actually doing their job, and how to protect a bike from a highly motivated thief, and when to bother rousting a drunk from your lawn furniture, and how to encourage feral cats to shit in somebody else’s children’s sandbox, and how to determine whether a public school sucked too much to bother trying to fix it. There were also more contemporary questions, like: What about those cloth diapers? Worth the bother? And was it true that you could still get milk delivered in glass bottles? Were the Boy Scouts O.K. politically?“

 

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Jonathan Franzen (Western Springs, 17 augustus 1959)

 

 

De Nederlandse dichter en kunsthistoricus Jan Ameling Emmens werd geboren in Rotterdam op 17 augustus 1924. Zie ook alle tags voor Jan Emmens op dit blog.

 

Aanleiding ter Nederduitse dichtkunst

Ik ben een breekbaar geval.
Neem nu bijvoorbeeld de slagaderkwestie:
een hondsdolle hond mag ik niet met de hand,
maar moet ik bepaald met een stok van mij afslaan,
nogal omslachtig.
Verkeer kan ik uitsluitend ontgaan
op oversteekplaatsen, met armgezwaai,
’t gevaar in dit geval hangt samen met
de weerstand van het skelet.
Ik ben, kortom, een wezen dat huist
in een nest van koffie, thee en tabak.
Daarbuiten ben ik beklaagbaar.

 

 

De wind drijft

De wind drijft over de verlaten meren
het rimpelspel van een herinnering.
Oud wolkgevaarte spiegelt zich.
Verloren onderstromen
zoeken nu in het riet verheuld
in zingen onderkomen.

En sta mij bij: dit is een godsteveel.
De volheid van je vrouwenhaar
dat in verlangensspeling
verdolend rond je rijpe mond
haar licht bezwaart -
Hoe vind ik, nu dit vers:
dauwende neerslag, zich
te licht bevond,
nog evenwicht?

 

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Jan Emmens (17 augustus 1924 – 12 december 1971)
Hier met collega-dichter Chris van Geel (rechts)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 17e augustus ook mijn blog van 17 augustus 2016 en ook mijn blog van 17 augustus 2014 deel 2.

Geschreven door Romenu om 17:09 Reageer op dit bericht

María Elena Cruz Varela

De Cubaanse dichteres María Elena Cruz Varela werd op 17 augustus 1953 geboren in Colón. Zie ook alle tags voor María Elena Cruz Varela op dit blog.

 

De gevallen engel

David. Zie je.
Hoe de laatste paarden van de middag steigeren.
Hoe ze in opstand komen.
Hoe de vraatzuchtige trompetten triomfantelijk schetteren.
Maar ik herinner mij niet meer hoe de dingen een naam krijgen.
Ik weet het echt niet meer.
De kleren waarin ik verder moet leven vergaan van schande.
Nog een engel erbij.
Een engel die uitgeput raakt. In het uitgeputte hof van de engelen.
David. Zie je.
Hoe de laatste paarden in doodstrijd zijn. Hoe zij gehoor geven aan de triomfkreet van de trompet. Zij verkondigen dat er gevlucht moet worden. Het geeft niet waarheen.
Het geeft niet naar welk miniatuur-land. Naar welk plan.
Of welke luchtspiegeling. Ik wil alleen maar vluchten.
Ontsnappen aan de puinhoop van de rampspoed thuis.
Als ik hun de gave van het woord kon weigeren. Want zij hebben zoveel gelogen.
Zij hebben ons zo verraden. De hoop is zo breekbaar. Zo breekbaar is het beloofde land. De engelen gaan in zwermen in ballingschap.
Zij verwerpen het moment van de onthullingen: er is zoveel tegen ons gelogen.
En ik ben een gebroken engel die zich door de riolen voort laat rollen.
Het smerige water is slechts één enkele vervalste waarheid te midden van vele leugens.
Kruimels. Ik benoem alleen kruimels. Het is heel ernstig 37 jaar te worden.
En een gebroken engel te zijn. Razend van het wakker liggen en het huilen.

 

Vertaald door Marjolein Sabarte

 

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María Elena Cruz Varela (Colón, 17 augustus 1953)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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