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Romenu

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Berichten van 15 mei 2018 tot 16 mei 2018

Paul Gellings, Adrienne Rich, Friedrich Rückert, Jakob van Hoddis, Juan Rulfo, Olaf J. de Landell, Olga Berggolts, Lothar Baier, Rens van der Knoop

De Nederlandse dichter en vertaler Paul Johann Gellings werd geboren in Amsterdam op 16 mei 1953. Zie ook alle tags voor Paul Gellings op dit blog.

 

Vlieland

Lied van de golven, van het schuim,
het oude schuim en ook het jonge.
De waterkoude oksel in het duin,
het zout, de zee in onze longen.

December aan de kade. Straat in nevel.
Ver weg in het donker slapen meeuwen
op het water, stil tot in de morgen.
Alle leven uren achtereen verborgen.

Wij zijn een reiziger en niet te laven.
Een fles cognac – het helpt niet meer.
De slaap nog nauwelijks een haven.

Daglicht lokt. Wij zien een zon van ijs.
De wind kolkt om ons heen, doet zeer.
Wij zijn een eiland en op doorreis.

 

 

Bericht van een Zwols terras

Michael, ik had je zo graag nog eens ontmoet
in een kroeg of buiten op een terras
om te praten – ja waarover?

Ik vermoed over het halve woord waar jij
en ik genoeg aan hadden

Maar ik las dat je al was vertrokken
voor ik die nieuwe afspraak kon maken

Ik ben hier nog, alleen met onze vriendschap
in wording en alles wat ik doe en schrijf
wordt al een week overschaduwd
door je vertrek

Waar spraken we over, waar gingen
onze zinnen naartoe – zonder de taal
lief te hebben krijg je niets op papier
ja, dat betekende ons halve woord

We zullen elkaar dus nooit meer ontmoeten

Ik ben hier nog, alleen met onze vriendschap
in wording en met het beeld van je gezicht
die ietwat verlegen maar wakkere blik
met daaronder die gevoelige grijns

Daar zit ik dan tussen twee zomerregens
op een Zwols terras te schrijven, te strepen
in wat ik je nog wilde zeggen, aarzelend
tussen vaarwel en het ga je goed

Tot een volgende wolkbreuk
mij naar binnen jaagt

 

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Paul Gellings (Amsterdam, 16 mei 1953)

 

 

De Amerikaanse dichteres Adrienne Rich werd 16 mei 1929 geboren te Baltimore. Zie ook alle tags voor Adrienne Rich op dit blog.

 

For the Record

The clouds and the stars didn't wage this war
the brooks gave no information
if the mountain spewed stones of fire into the river
it was not taking sides
the raindrop faintly swaying under the leaf
had no political opinions

and if here or there a house
filled with backed-up raw sewage
or poisoned those who lived there
with slow fumes, over years
the houses were not at war
nor did the tinned-up buildings

intend to refuse shelter
to homeless old women and roaming children
they had no policy to keep them roaming
or dying, no, the cities were not the problem
the bridges were non-partisan
the freeways burned, but not with hatred

Even the miles of barbed-wire
stretched around crouching temporary huts
designed to keep the unwanted
at a safe distance, out of sight
even the boards that had to absorb
year upon year, so many human sounds

so many depths of vomit, tears
slow-soaking blood
had not offered themselves for this
The trees didn't volunteer to be cut into boards
nor the thorns for tearing flesh
Look around at all of it

and ask whose signature
is stamped on the orders, traced
in the corner of the building plans
Ask where the illiterate, big-bellied
women were, the drunks and crazies,
the ones you fear most of all: ask where you were.

 

Final Notions

It will not be simple, it will not take long
It will take little time, it will take all your thought
It will take all your heart, it will take all your breath
It will be short, it will not be simple

It will touch through your ribs, it will take all your heart
It will not take long, it will occupy all your thought
As a city is occupied, as a bed is occupied
It will take your flesh, it will not be simple

You are coming into us who cannot withstand you
You are coming into us who never wanted to withstand you
You are taking parts of us into places never planned
You are going far away with pieces of our lives

It will be short, it will take all your breath
It will not be simple, it will become your will

 

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Adrienne Rich (16 mei 1929 – 27 maart 2012)
Als jonge dichteres

 

 

De Duitse dichter Johann Michael Friedrich Rückert werd geboren in Schweinfurt op 16 mei 1788. Zie ook alle tags voor Friedrich Rückert op dit blog.

 

Der unerfüllte Wunsch

Gut ist's, einen Wunsch zu hegen
In der Brust geheimstem Schrein,
Mit dem Wahn, an ihm gelegen
Sei dein volles Glück allein.

Gut ist's, daß der Himmel immer
Dir verschiebt die Wunschgewähr
Denn beglückt, du wärst es nimmer,
Und du hofftest es nicht mehr.

 

 

Die gewonnene Einsicht

Was ich ahnte, was ich träumte,
war so viel, doch nicht genug,
bis ich weg die Zweifel räumte
und die Dunkelheit zerschlug.

Ist nun mehr die vielgepries'ne
Einsicht als der Dämmerflor ?
Minder scheint das Klarbewies'ne,
als mir dunkel schwebte vor.

Reizen mag nur als unendlich,
dessen Ziel du nicht gesehn;
und was dir erst ward verständlich,
ist nicht wert mehr zu verstehn.

 

 

Mit vierzig Jahren

Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen,
wir stehen still und schaun zurück.
Dort sehen wir der Kindheit stilles liegen
und dort der Jugend lautes Glück.

Noch einmal schau, und dann gekräftigt weiter
erhebe deinen Wanderstab!
Hindehnt ein Bergesrücken sich, ein breiter,
und hier nicht, drüben gehts hinab.

Nicht atmend aufwärts brauchst du mehr zu steigen,
die Ebne zieht von selbst dich fort;
dann wird sie sich unmerklich mit dir neigen,
und eh du's denkst, bist du im Port.

 

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Friedrich Rückert (16 mei 1788 - 31 januari 1866)
Portret door Carl August Hohnbaum, 1866

 

 

De Duitse dichter Jakob van Hoddis (pseudoniem van Hans Davidsohn) werd geboren in Berlijn op 16 mei 1887. Zie ook alle tags voor Jakob von Hoddis op dit blog.

 

Variété

III
Der Humorist

Ein alter Mann in einem neuen Fracke
Plärrt nun seine Liebesabenteuer.
Und besonders nach gewissen neuern
Abenteuern,
Spricht er, gleiche er dem Wracke,
Das auf den Wellen wackle ohne Rast,
Der Winds-»Braut« preisgegeben, ohne Steuer,
Sogar mit halb verfaultem »Mast«.

 

IV
Tanz

Ein kleines Mädchen mit gebrannten Löckchen
In einem Hemd ganz himmelblau –
Die bloßen Beine trippeln ohne Söckchen.
Sie singt: »Ach, tu mir nichts zuleide!
Ach Du! Heut werd ich Deine Frau!«

Dann tanzt sie gierig und mit Chic
Zu einer holprigen Musik.
Und durch die Wirbel blauer Seide

 

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Jakob van Hoddis (16 mei 1887 – mei/juni ? 1942)
Cover van een biografie

 

 

De Mexicaanse schrijver Juan Rulfo werd geboren op 16 mei 1917 in Sayula. Zie ook alle tags voor Juan Rulfo op dit blog.

Uit: Pedro Páramo (Vertaald door Dagmar Ploetz)

"Kennen Sie Pedro Páramo?« fragte ich ihn.
Ich wagte es, weil ich in seinen Augen ein Fünkchen Vertrauen sah.
»Wer ist er?« fragte ich erneut.
»Der wandelnde Groll«, antwortete er.
Und ließ die Peitsche gegen die Esel schnalzen, ohne Not, da die Tiere, von der abschüssigen Bahn ermuntert, weit vorausliefen.
Ich spürte das Bildnis meiner Mutter, es steckte in meiner Hemdtasche und wärmte mir das Herz, so als schwitze auch sie. Es war ein altes Foto, an den Rändern beschädigt, aber es war das einzige, das ich von ihr kannte. Ich hatte es im Küchenschrank gefunden, in einer Schüssel voller Kräuter: Zitronenmelisse, Gartenraute, Rosenblätter … Seitdem verwahre ich es. Es war
das einzige. Meine Mutter mochte sich nicht fotografieren lassen. Sie sagte, Bilder seien Hexenwerk. Und das stimmte wohl auch, denn das ihre war voller kleiner Löcher, wie von einer Nadel, und auf der Höhe des Herzens war ein großes Loch, durch das man leicht den Ringfinger stecken konnte.
Es ist das Bild, das ich hier bei mir trage, weil ich dachte, es könnte dabei helfen, dass mein Vater mich anerkennt.
»Schauen Sie mal«, sagt der Viehtreiber zu mir und bleibt stehen. »Sehen Sie den Hügel da, der wie eine Schweinsblase aussieht? Nun, genau dahinter liegt das Gut Media Luna. Und jetzt drehen Sie sich nach dort.
Sehen Sie den Kamm dieses Hügels da? Sehen Sie sich den an. Und jetzt drehen Sie sich in die andere Richtung. Sehen Sie dort diesen anderen Kamm, so weit weg, dass er kaum noch zu sehen ist? Gut, da haben Sie die Media Luna von einem Ende zum anderen.Wie man so sagt, das ganze Land, so weit das Auge reicht. Und das alles gehört ihm. Wir sind zwar die Söhne von Pedro Páramo, aber unsere Mütter haben uns nun einmal auf einer Strohmatte geworfen. Und der eigentliche Witz ist, dass er uns aus der Taufe gehoben hat. Bei Ihnen muss das auch so gewesen sein, oder?"

 

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Juan Rulfo (16 mei 1917 - 8 januari 1986)
Cover

 

 

De Nederlandse schrijver Olaf J. de Landell werd geboren in Cirebon op Java in Nederlands-Indië op 16 mei 1911. Zie ook alle tags voor Olaf J. de Landell op dit blog.

Uit: Een geschenk van de baas

“Duizend mijlen hiervandaan, in het stadje Bembom, woont een man, wiens levensgeschiedenis zo eigenaardig is, dat zij vermelding verdient. Op een avond liep de man naar huis met de dominé en de pastoor, toen hij zich herinnerde, die dag een wandbordje cadeau gekregen te hebben van zijn baas, omdat hij tien jaar werkzaam bij hem was.
‘Wat betekent “Ora et labora”?’ vroeg de jongeman. Want dat stond op dat wandbordje; zijn baas was een keurig mens, die degelijke dingen ten geschenke gaf, en daarbij niet op een kwartje keek.
‘Dat betekent “Bid en werk”,’ antwoordde de pastoor.
‘Wat een nonsens,’ zei de man. Hij was kregel, want hij had liever een envelop met inhoud gehad. Zo is het personeel tegenwoordig.
Op dat ogenblik ving zijn oog de vonk van een voorwerp naast zijn voet, dat in het vale avond-schijnsel nog licht vond. Het was zo-maar een gladde, dunne gouden ring, met een bruin-grijs steentje erin.
‘Wat een monster van een ring!’ zei de man. ‘Laten we 'm maar aangeven bij de politie!’ En daar kon de dominé noch de pastoor iets tegen hebben. De man voelde zich vreselijk onbevredigd, met dat wandbordje thuis en die lelijke ring in zijn hand. ‘Ik beleef nooit eens iets bizonders!’ dacht hij. ‘“Ora et labora” vind ik heel ontroerend,’ zei de dominé.
De pastoor knikte: ‘Treffend,’ zei hij.
De gewone man keek de dominé aan, en mopperde: ‘Och man, vlieg op!’ Dat was natuurlijk wel wat brutaal.
Doch hij had niet kunnen voorzien, wat er gebeurde: de dominé nam met een plechtig gezicht in iedere hand een jaspand - hij sloeg ermee als met reuze-vlerken - en daar ging hij.
Eerst meende de jongeman, dat het gezichtsbedrog was; maar voor hij het wist, was de dominé al boven de lantaarns uit, en floep! daar ging hij over een daklijst.
‘Hé!’ riep de pastoor.
Maar er kwam geen antwoord.
‘Hoe kan dat?’ hijgde de jongeman verschrikt.
‘Ik begrijp het niet,’ zei de pastoor. ‘Hij is toch anders nooit zo volgzaam!’ Zij liepen voort, onderwijl steeds in de lucht kijkend. Maar tegenwoordig, met al die technische vooruitgang, kun je van alles verwachten.”

 

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Olaf J. de Landell (16 mei 1911 - 26 april 1989)
Cover

 

 

De Russische dichteres en schrijfster Olga Fyodorovna Berggolts werd geboren op 16 mei 1910 in Sint Petersburg. Zie ook alle tags voor Olga Berggolts op dit blog.

 

Conversation with a Neighbour

Dariya Vlasievna, my next-door neighbour,
Let us sit down and talk, we two,
Let's talk about the days of peace,
The peace that we all long for so.

Nearly six months now we've been fighting,
Six months of battle's roar and whine.
Cruel are the sufferings of our nation,
Your sufferings, Dariya, and mine.

O nights of shriekings and of rumblings
And bombs that ever nearer fall,
And tiny scraps of rationed bread
That scarcely seem to weigh at all...

To have survived this blockade's fetters,
Death daily hovering above,
What strength we all have needed, neighbour,
What hate we've needed - and what love!

So much that sometimes moods of doubting
Have shaken even the strongest will:
"Can I endure it? Can I bear it?"
You'll bear it. You'll last out. You will.

Dariya Vlasievna, wait a little:
The day will come when from the sky
The last alert will howl its warning,
The last all-clear ring out on high.

And how remote and dimly distant
The war will seem to us that day
We casually remove the shutters
And put the black-out blinds away.

Let the whole house be bright with lights then,
Be filled with Spring and peacefulness,
Weep quietly, laugh quietly, and quietly
Exult in all the quietness.

Fresh rolls our fingers will be breaking,
Made of dark rye-bread, crisp and fine,
And we'll be drinking in slow sips
Glasses of glowing, crimson wine.

And to you - to you they'll build a statue
And place on the Bolshoi Square;
In firm imperishable steel,
Your homely form they'll fashion there.

Just as you were - ill-fed, undaunted,
In quickly gathered clothes arrayed;
Just as you were when under shell fire
You did your duties undismayed.

Dariya Vlasievna, by your spirit
The whole world renewed shall be.
The name of that spirit is Russia.
Stand and be bold then, even as She.

 

Vertaald door James von Geldern en Richard Stites

 

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Olga Berggolts (16 mei 1910 – 13 november 1975)

 

De Duitse schrijver, vertaler en essayist Lothar Baier werd geboren in Karlsruhe op 16 mei 1942. Zie ook alle tags voor Lothar Baier op dit blog.

Uit: Jahresfrist

"Weil wir es in unserer Ohnmacht nicht aushielten, fingen wir an, Szenen der versäumten Geschichte nachzuspielen, frühmorgens vor Fabriktoren zu stehen und uns von der Polizei verhaften zu lassen. Wenn wir uns fragen, für wen wir das alles spielten außer für uns selbst, kamen wir auf alle möglichen Antworten, nur auf die eine nicht, daß ihr die Zuschauer wart, denen wir gefallen wollten. Wir wollten euch, unseren wahren Vätern, beweisen, daß wir nicht aus der Art geschlagen sind. Euch zeigen, daß ihr nicht umsonst gekämpft habt und daß ihr nicht umsonst gestorben seid, denn dadurch bekam auch unser Spiel einen Sinn. Ohne es zu merken, ingen wir an, uns selbst mit euren Augen zu sehen, unsere Gegenwart mit eurer Zeit zu verwechseln, das Theater als Realität zu nehmen ... Sich von einem Vater zu befreien, mit dem man gelebt hat, ist ein Kinderspiel gegen die Anstrengung, mit Vätern fertig zu werden, die nichts anderes hinterlassen als die ungreifbare Herausforderung ihrer Vortrefflichkeit. "
(…)

"Käme es nicht darauf an, alle Hoffnung und Erwartung aus dem Blick zu verbannen, der auf die Umgebung fällt, damit sie sich endlich zeigen kann, wie sie ist, im Rohzustand, nicht in die Hülle unserer Wünsche eingepackt?" fragt sich Lothar Baiers desillusioniertes altes Ego. Seine bescheidene Hoffnung: "Wenn es mir gelänge, es mit einem Blick auszuhalten, der beim ersten Hinsehen schon die letzte Enttäuschung vorwegnähme, ohne daß ich darüber verrückt würde, dann wäre ich dich losgeworden, Paul. Soweit ist es aber noch lange nicht."

 

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Lothar Baier (16 mei 1942 – 11 juli 2004)
Cover

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse dichter Rens van der Knoop werd geboren in Engeland in 1987. Zie ook alle tags voor Rens van der Knoop op dit blog.

 

Een bescheiden man veegt zijn voorhoofd

Daar legt het handwerk zich omhoog
als een geveltrap die ooit een lawine was
en dat graag weer wil zijn
maar niet onbelemmerd kan vallen

er slaan daar soms wilde, grauwe vissenstaarten

in de mortel
tussen de treden

de eigenwijze mortel die zich even traag laat stromen
maar traag als glas
dat in zijn afzonderlijke delen uitelkaar valt
traag als het hoopje stof
in een ongebruikte hoek van de kamer
met het afgeladen bureau

er hangen daar wilde, vergeelde foto's aan de muur
met waterdruppels
die een nonchalante blik
al jaren in de lucht heeft gehouden

een lucht die niet mooi te noemen is
en zich niet laat mengen

 

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Rens van der Knoop (Engeland, 1987)

 

Geschreven door Romenu om 18:32 Reageer op dit bericht

Margreet Schouwenaar

De Nederlandse schrijfster en dichteres Margreet Schouwenaar werd geboren in Schagen op 16 mei 1955. In 1991 werd ze genomineerd voor de Cees Buddinghprijs op grond van vier gepubliceerde gedichten in de Revisor. In 1992 verscheen haar eerste bundel: "De drempel die vertrek is." In 1995 verscheen de bundel: "Bezijden tijd". In 1997 volgde "Van tijd het dood gewicht". In 2000 verscheen "Talen naar de val"; deze werd in 2003 gevolgd door de bundel "Van het woord Ah" en in 2005 door de bundel "Valtijd." Regelmatig verschijnen er publicaties van haar in literaire bladen zoals de Revisor, Tirade en de Poëziekrant. Daarnaast werden er verzen opgenomen in verzamelbundels. In 2006 kreeg Schouwenaar de opdracht om voor het huis voor Europa in Twente twee kinderboeken te schrijven: een prentenboek voor de kinderen van groep 1, 2 en 3, en een (voor)leesboek voor de kinderen van groep 4 tot en met 8. Zo werden "Stinkertje Stout" en "Gas geven Gijs" geboren. Marije Tolman maakte hiervoor de illustraties. De boekjes werden in een oplage van 11.000 stuks verspreid onder schoolkinderen in Twente. Op 1 januari 2008 startte Schouwenaar samen met Kim Triesscheijn en Jarr Geerligs het project “Vindvers”. In mei 2008 verscheen Schouwenaars dichtbundel 'Wegen om te Komen'. In 2009 volgde zij Joost Zwagerman op als stadsdichter van Alkmaar. In deze functie initieerde zij in navolging van F. Starik 'De eenzame uitvaart' in Alkmaar. Zij richtte tevens een dichtersgilde op en gaf de aanzet voor een poëzieroute door de binnenstad van Alkmaar. Op zestien september 2009 werd bij de opening van de hernieuwde Friesche Brug in Alkmaar een gedicht van haar hand in graniet aan beide zijden van de brug gelegd.

 

Lopen over water

Alsof ik hier niet komen zou,
zo doet het leven eeuwig voor.
Met zomertijd en wintertijd, mooi
hier en lief mijn lief. Zoveel adem
raakt niet kwijt. Alsof ik
eeuwig zou; lopen over water.

Wat klaart nu ik verlost
van mij wegen moet zonder
woordgewicht, naakt van daad:
nu ik sta aan water bedekt
met kroos, gras waarin ik niet
geloof, maar waarover ik ga

om een horizon waar geen land.
Zo uiterst kan bestaan. Nu ik
niet ben, alles in mij kwijt
en eeuwigheid niet kabbelt
maar snijdt en ik te licht voor leven,
te zwaar voor tijd, sta, voorgoed

 

 

Bomen

Een spoor van groen komt mij tegen;
met nijvere steken in de hemel gezet,
zigzagvegen in het boven blauw.

Haar zwijgen is vergeven aan de grillen
van de wind, gniffelt met giechelende vogels,
juicht over daken, toont de portieken.

Laat maar waaien zingt het loof. Haar stammen
kunnen dragen. Haar stilte wortelt diep onder
de schaduwkronen. Hoe ik nooit stilstand zie,

maar altijd nijver werken aan een groter plan.
Een stap voorbij het nu wast de eeuwigheid,
alvast beschreven door dit loom vlottend blad.

Hoe het groen patronen legt, ontferming
ruist, de stilte klimmen laat naar takken
onttrokken aan het oog. Wat kan ik zeggen?

Ik weet mijn bedoeling niet. Ik sta dagelijks
aan de broze rand van de eeuwigheid
en val. En val vleugels. En val. Niet.

 

 

Stilte

Deze stilte vader, is geen stilte
van de winter, geen laatste galm
voor het lentebrood, deze stilte
is de stilte van koude tafels, droge
schotels en verkruimeld licht. Hier
waar zelfs een vlieg geluid maakt en
geen bloem ontwaakt, hier waar zwart
geblaakt je gevouwen handen je borst
bedekt, verhaalt de stilte mijn gedenken.
Hoe je hand zich strekt, een hoed je zondagshoofd
bedekt, hoe je charme was van wetten maakt,
dameskousen glanzen laat, je karbonade
overuren op je fornuis smaakt. Deze stilte.

Vader, een laatste lichaam is een dood
in klein formaat. Je stenen hemd het laatste
dat mij achterlaat. Daarna lees ik het verleden
dat je in me schreef. In wat ik vergeet bloed
je dood vader. Dus houd ik je vast. Je harde
kop, je keukenschort, je fietstenue, je ogen
bleek blauw bleek. Dus rem ik waar jij uitgleed,
aanvaard ik wat jij niet vergeeft. Leef ik omdat
jij hebt geleefd. Je ligt zo waterpas, vader, zo
met stilte geladen. Zo diep in dood. Nooit is iets
buiten verlies. Alles is mond en komt tot zwijgen.
Hier, in stilte droog als hagel. Het laatste schot
voltooid, schooi ik verhalen, schamp ik het woord:

vader.

 

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Margreet Schouwenaar (Schagen, 16 mei 1955)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Mai (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Dolce far niente

 

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May Crops door Peter Barker, 2014

 

 

Mai

Leichte Silberwolken schweben
Durch die erst erwärmten Lüfte,
Mild, von Schimmer sanft umgeben,
Blickt die Sonne durch die Düfte;
Leise wallt und drängt die Welle
Sich am reichen Ufer hin,
Und wie reingewaschen helle,
Schwankend hin und her und hin,
Spiegelt sich das junge Grün.

Still ist Luft und Lüftchen stille;
Was bewegt mir das Gezweige?
Schwüle Liebe dieser Fülle,
Von den Bäumen durchs Gesträuche.
Nun der Blick auf einmal helle,
Sieh! der Bübchen Flatterschar,
Das bewegt und regt so schnelle,
Wie der Morgen sie gebar,
Flügelhaft sich Paar und Paar.

Fangen an, das Dach zu flechten –
Wer bedürfte dieser Hütte? –
Und wie Zimmrer, die gerechten,
Bank und Tischchen in der Mitte!
Und so bin ich noch verwundert,
Sonne sinkt, ich fühl es kaum;
Und nun führen aber hundert
Mir das Liebchen in den Raum,
Tag und Abend, welch ein Traum!

 

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Johann Wolfgang von Goethe (28 augustus 1749 – 22 maart 1832)
Frankfurt am Main, de geboorteplaats van Goethe.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 15e mei ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:02 Reageer op dit bericht

Albert Verwey, Arthur Schnitzler, Pem Sluijter, W.J.M. Bronzwaer, Frits van Oostrom, Michael Lentz, Max Frisch, Judith Hermann, Mary Wortley Montagu

De Nederlandse dichter, essayist en letterkundige Albert Verwey werd geboren in Amsterdam op 15 mei 1865. Zie ook alle tags voor Albert Verwey op dit blog.

 

De koopman zit op zijn kantoor en somt

De koopman zit op zijn kantoor en somt
Bij 't walmend licht der lamp de winst van 't jaar:
Hij telt zijn posten preevlend bij elkaar
En cijfert, tot zijn rug zich dieper kromt,

Als de balans niet sluit. Hij peinst en gromt,
Half-binnensmonds en met verstoord gebaar
Telt hij opnieuw, ontstemd om 't zoeken naar
Een cijfer-cent, die niet te voorschijn komt.

En ...l zijn winst vergeet hij, niet tevrêe
Vóór 't vinden van het cijfer van een cent -
Zijn kast is vol met hoopen klinkend goud: -

Ik ben bevreesd, dat ik soms óok zoo deê,
En centen-cijferend mij heb ontwend
't Gouden geluk te zien dat 'k overhoud.

 

 

De gesloopte plaats V

Sta op, mijn lief, de zon schijnt door de boomen,
De vogels vliegen al om voedsel uit,
De visscher achter 't huis sleept in de schuit
Zijn net, gevuld met visschen, uit den stroom en

De stalknecht legt op 't voorplein reeds de toomen
Zijn paarden aan, - sta op, mijn lief, mijn bruid,
De aarde is voor ons ook nieuw en schoon en luid,
Sta op, mijn lief, nu is geen tijd voor droomen.

Kom mee, mijn eenigst dat aan 't veld ontbrak.
De reiger stijgt, de ooievaar op het dak
Vliegt hene en weer, den heelen hof doorruischt

De wind, gezeefd door stralen; 't water bruist
Bij 't vallen om de bocht en schuimt en blinkt,
Warm wordt de lucht die dauw en droppen drinkt.

 

 

Van de liefde die vriendschap heet

12
Ik walg nu van die dagen vol van zon,
Van die zon zelf, die niet wil ondergaan;
Wanneer het nacht was zou ik naast hem staan
En zeggen:Vriend, 't was waar, eerst nu begon

Mij 't leven, al wat ik eertijds verzon
Was logen, wat ik zei van zon was waan,
En van genot en liefde, maar, welaan,
Vergeef mij dat ik zoo dwaas dwalen kon.

Dan zou ons zijn een zoet verkeer van leed,
Zeer innig, als van zielen, nu ontdaan
Van trots en ijdelheid en klein belang; -

En elk van ons zou 't zijn of naast hem schreed
Zijn eigen ziel, op 't eind geheel verstaan,
Naakt en een glorie, van eenzelfden rang.

 

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Albert Verwey (15 mei 1865 - 8 maart 1937)
Cover brievenboek

 

 

De Oostenrijkse schrijver en arts Arthur Schnitzler werd geboren in Wenen op 15 mei 1862. Zie ook alle tags voor Arthur Schnitzler op dit blog.

Uit: Reigen

„GRAF Bist schon älter?
DIRNE Ins zwanzigste geh' i.
GRAF Und wie lang bist du schon...
DIRNE Bei dem G'schäft bin i ein Jahr!
GRAF Da hast du aber früh ang'fangen.
DIRNE Besser zu früh als zu spät.
GRAF setzt sich aufs Bett Sag mir einmal, bist du eigentlich glücklich?
DIRNE Was?
GRAF Also ich mein', geht's dir gut?
DIRNE Oh, mir geht's alleweil gut.
GRAF So... Sag, ist dir noch nie eing'fallen, dass du was anderes werden könntest?
DIRNE Was soll i denn werden?
GRAF Also... Du bist doch wirklich ein hübsches Mädel. Du könntest doch z. B. einen Geliebten haben.
DIRNE Meinst vielleicht, ich hab' kein?
GRAF Ja, das weiss ich – ich mein' aber einen, weisst einen, der dich aushalt, dass du nicht mit einem jeden zu gehn brauchst.
DIRNE I geh' auch nicht mit ein' jeden. Gott sei Dank, das hab' i net notwendig, ich such' mir s' schon aus.
GRAF sieht sich im Zimmer um
DIRNE bemerkt das Im nächsten Monat ziehn wir in die Stadt, in die Spiegelgasse.
GRAF Wir? Wer denn?
DIRNE Na, die Frau, und die paar anderen Mädeln, die noch da wohnen.
GRAF Da wohnen noch solche –
DIRNE Da daneben... hörst net... das ist die Milli, die auch im Kaffeehaus g'wesen ist.
GRAF Da schnarcht wer.
DIRNE Das ist schon die Milli, die schnarcht jetzt weiter 'n ganzen Tag bis um zehn auf d' Nacht. Dann steht s' auf und geht ins Kaffeehaus."

 

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Arthur Schnitzler (15 mei 1862 - 21 oktober 1931)
Scene uit een opvoering in Leipzig, 2010

 

 

De Nederlandse dichteres en schrijfster Pem Sluijter werd geboren in Middelburg op 15 mei 1939. Zie ook alle tags voor Pem Sluijter op dit blog.

 

Formule 1

Op de dag van de race
rijden wij langs Pforzheim
om Hockenheim heen,
gedompeld in drieëndertig
graden Celsius ricthing Karlsruhe.
De radio aan.

Van een dichter uit Israël
wordt een vers gelezen in slepend
Duits; de toestand drukt hevig
dan weer aanzienlijk minder,
zegt de stem

erschwären
erleichteren aber
der Umstand bleibt

de toestand blijft voor altijd
vrede mijdend zegt de stem.

Stem zwijgt.
Woorden blijven hangen dwars door
de berichten van de race in Hockenheim.
Op het parcours zijn drie motoren in de fik
gevlogen; de coureurs sprongen
juist voor de tijd.

 

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Pem Sluijter (15 mei 1939 - 18 december 2007)

 

 

De Nederlandse letterkundige, essayist en criticus W.J.M. Bronzwaer werd geboren op 15 mei 1936 in Heerlen. Zie ook alle tags voor W. J. M. Bronzwaer op dit blog

Uit:Lessen in Lyriek

“Het parallellisme illustreert een verschijnsel dat op fundamenteel niveau aan de orde is bij poëtisch taalgebruik, zowel in zulke betrekkelijk kleinschalige gevallen als klankherhaling (assonantie, alliteratie of rijm), als bij meeromvattende poëtische bouwprincipes als de opbouw van langere teksten in steeds dezelfde strofen. We noemen dit verschijnsel geperiodiseerde herhaling. De term valt in twee delen uiteen, waarvan eerst de notie van de herhaling zal worden verduidelijkt. Het informatietheoretische begrip redundantie kan ons hierbij helpen. Redundant is die informatie welke voor het tot stand komen van een betekenismoment overbodig is. Zien we op straat een driehoekig verkeersbord met een geschematiseerde tekening van een fiets erop, dan zijn de driehoekige vorm en de fiets dragers van niet-redundante informatie: ‘driehoekig’ betekent ‘waarschuwing’ en de ‘fiets’ betekent ‘voor fietsers’; met behulp van deze niet-redundante informatiedragers kunnen we het bord dus volledig en correct interpreteren. Zo'n schematische tekening die als informatiedrager fungeert, noemen we een pictogram. Zou zich onder het pictogram nog een bordje bevinden met de tekst ‘Pas op voor fietsers!’, dan zou die tekst redundant zijn; hij voegt immers geen betekenis toe aan die welke het pictogram al uitdraagt. Maar ook de informatie die wordt gedragen door het feit dat het verkeersbord bijvoorbeeld van metaal is vervaardigd, kan redundant worden genoemd, want onze interpretatie van het bord zou geen andere zijn wanneer het van kunststof was. De grondstof waaruit een object is gemaakt, hoeft natuurlijk niet altijd redundant te zijn. Wanneer we van iemand zeggen dat hij zijn vrouw elk jaar een ijzeren armband cadeau doet op haar verjaardag, dan is de informatie overgebracht door ijzeren zeker niet redundant.
Ook bij talige informatie kunnen we redundante van niet-redundante informatie onderscheiden. Bij het normale taalgebruik in het dagelijks leven worden we door redundante informatie overspoeld. De mededeling ‘Een fiets gekocht’ is, als antwoord op bepaalde vragen, even informatief als de zin ‘Ik heb een fiets gekocht’; twee van de vijf woorden zijn in het laatste geval dus redundant.”

 

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W.J.M. Bronzwaer (15 mei 1936 – 20 januari 1999)

 

 

De Nederlandse historisch letterkundige Frits van Oostrom werd geboren in Utrecht op 15 mei 1953. Zie ook alle tags voor Frits van Oostrom op dit blog.

Uit Mozes en de doortocht door de polder (Lezing)

“Na zijn met de Pulitzer Prize bekroonde Guns, germs and steel(over de opgang van het Westen) bestudeerde Jared Diamond de keerzijde van de medaille: de ondergang van samenlevingen. Volgens hem bezwijken die doorgaans aan dezelfde ziekte, waarvan de symptomen in het licht van hedendaagse ontwikkelingen iets onheilspellends krijgen: zelfoverschatting – demonisering van vermeende tegenstanders – afbrokkelende interne eendracht – uitputting van middelen – verstoring van het milieu. Is er ook nog hoop? Jawel, sommige landen vinden wel degelijk de juiste uitweg temidden van alle conflicterende factoren:
“A good example of a society minimizing such clashes of interest is the Netherlands [volgt omstandige lofzang op het poldermodel] That acknowledged interdependence of all segments of Dutch society contrasts with current trends in the United States, where wealthy people increasingly seek to insulate themselves from the rest of society […] Underlying such privatisation is the misguided belief that the elite can remain unaffected by the problems of society around them.”
Let wel: Tuchman en Diamond spreken van “the Dutch” en “the Netherlands” als collectief exempel. Niet één held wordt er speciaal voor aangezien, er valt geen naam zoals van Washington of Lincoln, Lech Walesa, Churchill of Mandela. Zo Nederland al dergelijke messiaanse leiders heeft gekend, staan ze inmiddels bij madame Tussaud. Natuurlijk: wij hebben een vader des vaderlands in Willem van Oranje, een paar beroemde vlootvoogden en enkele hoofdarchitecten van het poldermodel; maar het eigenlijke leiderschap van Nederland schuilt in het collectief. Dat gold al helemaal in onze echte glorietijd, de Gouden Eeuw. De Republiek kende geen staatshoofd, zelfs geen regering, geen eenheid van bestuur, en evenmin een nationaal systeem van wetgeving en rechtsbedeling. Belastingen waren hooguit gewestelijk en voor het overgrote deel lokaal.”

 

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Frits van Oostrom (Utrecht, 15 mei 1953)

 

 

De Duitse dichter, schrijver, literatuurwetenschapper en musicus Michael Lentz werd geboren in Düren op 15 mei 1964. Zie ook alle tags voor Michael Lentz op dit blog.

 

"vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so."
anagrammatische Sprechakt-Variationen einer These von Georg Büchner

vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch so nicht.
vielleicht. so ist es. vielleicht. aber ist es auch? so nicht.
vielleicht. ist es so? vielleicht. ist es aber auch so nicht.
vielleicht ist es. so! vielleicht ist es. aber. auch. nicht. so.
vielleicht. ist es so, vielleicht. istesaberauch nicht so.

vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so.

vielleicht, vielleicht! so ist es, aber auch so ist es nicht.
vielleicht-vielleicht! so ist es auch nicht, aber so ist es.

leicht, soviel ist es, ist es aber vielleicht auch nicht.    so
leichtes ist so viel, aber vielleicht eist auch so nichts.
vieles eist so leicht, aber vielleicht ist auch so nichts.

so. vielleicht ist es viel, aber auch so ist es nicht leicht.

soso, aber ist es vielleicht auch vielleicht? ist es nicht?

so ist es viel, so ist es leicht, vielleicht aber auch nicht.

so leicht ist es nicht! vielvielleicht ist es aber auch so.

ist es auch viel so, leicht so, aber leicht ist es nicht viel.

aber es ist so. auch vielleicht ist vieles nicht so leicht.

ist es vielleicht auch bar so, vielen ist seicht so leicht.

vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber so auch nicht.

so es auch nicht ist, vielleicht, ist es aber vielleicht so:
so es aber vielleicht so ist, ist "vielleicht" auch nicht "es".
so es aber vielleicht so ist, ist es auch nicht "vielleicht".

seit leichtes so viel ist, vielleicht aber auch so nichts,
ist es nicht so leicht, aber auch so ist es vielleicht viel.

aber es ist so. auch vielleicht ist viel nicht so leicht.    es
ist aber so es. vielleicht ist es auch nicht so vielleicht.

so es aber vielleicht nicht ist, ist es vielleicht auch so.
auch so ist es, nicht viel, aber es ist vielleicht leicht. so!
so viel, so leicht; ist es, ist es vielleicht aber auch nicht.
es ist soviel licht. vielleicht eist es aber auch nicht so.

leicht ist es viel so, aber auch viel ist es nicht so leicht.

 

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Michael Lentz (Düren, 15 mei 1964)

 

 

De Zwitserse schrijver en architect Max Frisch werd geboren in Zürich op 15 mei 1911. Zie ook alle tags voor Max Frisch op dit blog.

Uit: Biedermann und die Brandstifter

„Die Bühne ist finster, dann leuchtet ein Streichholz auf: man sieht das Gesicht von Herrn Biedermann, der sich eine Zigarre anzündet und jetzt, da es heller wird, sich seinerseits umsieht. Ringsum stehen Feuerwehrmänner in Helmen.
BIEDERMANN Nicht einmal eine Zigarre kann man heutzutage anzünden, ohne an Feuersbrunst zu denken!... das ist ja widerlich - Biedermann verbirgt die rauchende Zigarre und verzieht sich, worauf die Feuerwehr vortritt in der Art des antiken Chors. Eine Turmuhr schlägt: ein Viertel.
CHOR Bürger der Vaterstadt, seht Wächter der Vaterstadt uns,
Spähend,
Horchend,
Freundlichgesinnte dem freundlichen Bürger -
CHORFÜHRER Der uns ja schließlich bezahlt.
CHOR Trefflichgerüstete
Wandeln wir um euer Haus,
Wachsam und arglos zugleich.
CHORFÜHRER Manchmal auch setzen wir uns,
Ohne zu schlafen jedoch, unermüdlich
CHOR Spähend,
Horchend,
Daß sich enthülle Verhülltes,
Eh' es zum Löschen zu spät ist,
Feuergefährliches.
Eine Turmuhr schlägt halb.
CHORFÜHRER Feuergefährlich ist viel,
Aber nicht alles, was feuert, ist Schicksal,
Unabwendbares.
CHOR Anderes nämlich, Schicksal genannt,
Daß du nicht fragest, wie's kommt,
Städtevernichtendes auch, Ungeheures,
Ist Unfug,
CHORFÜHRER Menschlicher,
CHOR Allzumenschlicher,
CHORFÜHRER Tilgend das sterbliche Bürgergeschlecht.
Eine Turmuhr schlägt: drei Viertel.“

 

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Max Frisch (15 mei 1911 - 4 april 1991) 
Scene uit een opvoering in Heidelberg, 2017

 

 

De Duitse schrijfster Judith Hermann werd geboren op 15 mei 1970 in Berlijn-Tempelhof. Zie ook alle tags voor Judith Hermann op dit blog.

Uit: Sommerhaus, später

„Mein erster und einziger Besuch bei einem Thera-peuten kostete mich das rote Korallenarmband und meinen Geliebten. Das rote Korallenarmband kam aus Rußland. Es kam, genauer gesagt, aus Petersburg, es war über hundert Jahre alt, meine Urgroßmutter hatte es ums linke Handgelenk getragen, meinen Urgroßvater hatte es ums Leben gebracht. Ist das die Geschichte, die ich erzählen will? Ich bin nicht sicher. Nicht wirklich sicher:
Meine Urgroßmutter war schön. Sie kam mit mei-nem Urgroßvater nach Rußland, weil mein Ur-großvater dort Ofen baute für das russische Volk Mein Urgroßvater nahm eine große Wohnung für meine Urgroßmutter auf der Petersburger Insel Was-silij Ostrow. Die Insel Wassilij Ostrow wird umspült von der kleinen und von der großen Newa, und wenn meine Urgroßmutter sich in der Wohnung auf dem Malyj-Prospekt auf ihre Zehenspitzen gestellt und aus dem Fenster geschaut hätte, so hätte sie den Fluß sehen können und die große Kronstädter Bucht. Meine Urgroßmutter aber wollte den Fluß nicht se-hen und nicht die Kronstädter Bucht und nicht die hohen, schönen Häuser des Malyj-Prospekts. Meine Urgroßmutter wollte nicht aus dem Fenster hinaus-sehen in eine Fremde. Sie zog die schweren, roten samtenen Vorhänge zu und schloß die Türen, die Teppiche verschluckten jeden Laut, und meine Urgroßmutter saß auf den Sofas, den Sesseln, den Himmelbetten herum und wiegte sich vor und zurück und hatte Heimweh nach Deutschland. Das Licht in der großen Wohnung auf dem Malyj-Pro-spekt war ein Dämmerlicht, es war ein Licht wie auf dem Grunde des Meeres, und meine Urgroßmutter mag gedacht haben, daß die Fremde, daß Petersburg, daß ganz Rußland nichts sei als ein tiefer, dämmeri-ger Traum, aus dem sie bald erwachen werde.
Mein Urgroßvater aber reiste durchs Land und baute Ofen für das russische Volk Er baute Schachtöfen und Röstöfen und Flammöfen und Fortschaufe-lungsöfen und Livermooreöfen.“

 

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Judith Hermann (Berlijn-Tempelhof, 15 mei 1970)

 

 

De Engelse dichteres en schrijfster Lady Mary Wortley Montagu werd geboren in Thoresby Hall, Nottinghamshire, op 15 mei 1689 en gedoopt op 26 mei 1689. Zie ook alle tags voor Mary Wortley Montagu op dit blog.

 

A Man In Love
L'Homme qui ne se trouve point, et ne se trouvera jamais

The man who feels the dear disease,
Forgets himself, neglects to please,
The crowd avoids, and seeks the groves,
And much he thinks when much he loves;
Press'd with alternate hope and fear,
Sighs in her absence, sighs when near.
The gay, the fond, the fair, the young,
Those trifles pass unseen along,
To him a pert insipid throng.
But most he shuns the vain coquette;
Contemns her false affected wit:
The minstrel's sound, the flowing bowl,
Oppress and hurt the amorous soul.
'Tis solitude alone can please,
And give some intervals of ease.
He feeds the soft distemper there,
And fondly courts the distant fair;
To balls the silent shade prefers,
And hates all other charms but hers.
When thus your absent swain can do,
Molly, you may believe him true.

 

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Mary Wortley Montagu (15 mei 1689 – 21 augustus 1762)
Mary Wortley Montagu met haar zoon Edward door Jean-Baptiste van Mour, ca. 1717

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 15e mei ook mijn blog van 15 mei 2017 en ook mijn blog van 15 mei 2016 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 19:00 Reageer op dit bericht

In Memoriam Tom Wolfe

In Memoriam Tom Wolfe

De Amerikaanse schrijver en journalist Tom Wolfe is maandag op 87-jarige leeftijd in een ziekenhuis in New York overleden. Dat heeft zijn agent dinsdag bekendgemaakt. Wolfe werd wereldberoemd door onder meer de roman The Bonfire of the Vanities. Tom Wolfe werd geboren op 2 maart 1931 in Richmond, Virginia. Zie ook alle tags voor Tom Wolfe op dit blog.

Uit: Back To Blood

“Magdalena had never seen this many old men—practically all were middle-aged or older—wearing sneakers. Just look—there and there and over there—not just sneakers but real basketball shoes. And for what? They probably think all these teen togs make them look younger. Are they kidding? They just make their slumping backs and sloping shoulders and fat-sloppy bellies … and scoliotic spines and slanted-forward necks and low-slung jowls and stringy wattles … more obvious.
To tell the truth, Magdalena didn’t particularly care about all that. She thought it was funny. Mainly, she was envious of A.A. This americana was pretty and young and, it almost went without saying, blonde. Her clothes were sophisticated, yet very simple … and very sexy … a perfectly plain, sensible, businesslike sleeveless black dress … but short … ended a foot and a half above her knees and showed plenty of her fine fair thighs … made it seem like you were looking at all of her fine fair body. Oh, Magdalena didn’t doubt for a second that she was sexier than this girl, had better breasts, better lips, better hair … long, full, lustrous dark hair as opposed to this *americana’*s sexless little blond bob, copied from that English girl, Posh Spice … She just wished she had worn a minidress, too, to show off her bare legs … as opposed to these slim white pants that mainly showed off the deep cleft of her perfect little bottom. But this “A.A.” girl had something else too. She was in the know. Advising rich people, like Fleischmann, about what very expensive art to buy was her business, and she knew all about this “fair,” officially called Art Basel Miami Beach, but to those in the know, as A.A. would quickly let you know, it was known as Miami Basel. She could fire off 60 in the know cracks a minute.
At this very moment, A.A. was saying, “So I ask her—I ask her what she’s interested in, and she says to me, ‘I’m looking for something cutting-edge … like a Cy Twombly.’ I’m thinking, ‘A Cy Twombly?’ Cy Twombly was cutting-edge in the nineteen-fifties! He died a couple of years ago. Most of his contemporaries are dead by now! You’re not cutting-edge if your whole generation is dead or dying. You may be great. You may be iconic, the way Cy Twombly is, but you’re not cutting-edge.”
She didn’t address any of this to Magdalena. She never looked at her. Why waste attention, much less words, on some little nobody who probably doesn’t know anything anyway? The worst part of it was that she was right. Magdalena had never heard of Cy Twombly. She didn’t know what “cutting-edge” meant, either, although she could sort of guess from the way A.A. used it. And what did iconic mean? She hadn’t the faintest idea. She bet Norman didn’t know, either, didn’t understand the first thing Miss All-Business sexy A.A. had just said, but Norman created the sort of presence that made people think he knew everything about anything anybody had to say”.

 

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Tom Wolfe (2 maart 1931 – 14 mei 2018)

Geschreven door Romenu om 18:54 Reageer op dit bericht

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