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Berichten van 4 november 2018 tot 5 november 2018

Bert Wagendorp, Andreas Stichmann, Hanns-Josef Ortheil, Joyce Maynard, Maurice Kilwein Guevara, Ulla Berkéwicz, Dmitri Prigov, Ella Wheeler Wilcox, Anna Maria van Schurman

De Nederlandse schrijver en journalist Bert Wagendorp werd geboren in Groenlo op 5 november 1956. Zie ook alle tags voor Bert Wagendorp op dit blog.

Uit: Masser Brock

“Ze trok haar jasje uit en wachtte tot de premier was uitgesproken. Ze vond het altijd weer verbazingwekkend dat het land werd bestuurd vanuit deze Hollandse huiskamer – en ook wel weer toepasselijk. Buiten landden een paar eenden in de Hofvijver – misschien waren het als eend vermomde drones met een explosieve lading, dacht Mia. Het zou niet lang meer duren voor het luchtruim rond het Torentje zou worden gesloten, ook voor alle soorten van gevogelte, want het waren rare tijden.
‘Mia!’ riep de premier. ‘Ik ben blij dat je er bent. Godsamme, wat een toestand. Iets drinken?’
‘Watertje,’ zei Mia. Ze pakte de afstandsbediening van de tv en zette hem vast aan – over vijf minuten begon het zesuurjournaal.
De premier schonk een glas in. ‘Als je een tekstje hebt voor Twitter, gooi het er dan meteen op. Een snelle reactie van de premier is belangrijk.’
‘Staat er al op,’ zei Mia. ‘Getroffen en geschokt door gebeurtenissen in Pantsjagan. Mijn diepe medeleven aan alle familieleden.’
‘Heel sterk en to the point. Moet er nog een scherpe veroordeling van de aanslag in? Of past dat niet in 140 tekens? Oké, dat is misschien meer iets voor mijn toespraak op tv. Heb je een Engelse vertaling? Knal ik die er meteen achteraan zodat mijn reactie ook wordt opgepikt door de internationale media.’
‘Ik heb het wel zo’n beetje in mijn hoofd,’ zei Mia. ‘In de eerste plaats staan we stil bij de slachtoffers. Hebben we hun namen? Oké, dat is belangrijk, dat trekt die jongens uit de anonimiteit. Waarom waren ze daar? Ik bedoel, waarom zijn wij daar eigenlijk, in die ellendige woestijn?’
Mia wist dat ze vrijuit kon praten en dat ze tegenover de premier geen façade hoefde op te houden. Andersom gold dat ook.
‘Voor de vrijheid,’ zei de premier. ‘En voor de westerse waarden. We strijden daar tegen de laffe terroristen. En voor de vrouwenrechten, geloof ik. En er zit veel olie in de grond, maar dat doet niet ter zake. Wél natuurlijk, maar niet voor de speech.’
‘Eén ding tegelijk,’ zei Mia, ‘we moeten het niet te ingewikkeld maken. De bestrijding van het laffe terrorisme lijkt me in dit geval het best, want daardoor zijn die jongens per slot van rekening omgekomen. En dan fiets ik het woord vrijheid er nog wel even tussendoor, dat is ook altijd goed.”

 

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Bert Wagendorp (Groenlo, 5 november 1956)

 

 

De Duitse schrijver Andreas Stichmann werd op 5 november 1983 in Bonn geboren. Zie ook alle tags voor Andreas Stichmann op dit blog.

Uit: Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk

“Die Bewohner, diese Herzchen, sind alle mit irgendwas beschäftigt. Der lange Dürre, dessen Namen sie sich nicht merken kann, heizt auf dem fahrbaren Rasenmäher über die Wiese hinter dem Kräutergarten. Es kommt kein Gras mehr hinten raus, er war gestern schon fertig, aber er heizt einfach weiter, weil er wohl Bock drauf hat. Und wenn er gerade keinen Bock auf gar nichts hat, parkt er hinter den krummen Bäumen, wo das Moor beginnt, und macht ein Nickerchen im Sitz – anstatt zum Beispiel den Hühnerstall auszumisten. Das ist so eine der Sachen, über die Ramafelene sich beschwert. Ludwig, der alte Mann, steht mit einer Forke in der Hand neben dem Komposthaufen. Er kratzt sich den dicken weißen Bart und scheißt, so wie er schaut, wahrscheinlich in diesem Moment in seine Windeln. Die meiste Zeit ist er auf seine heißgeliebte Vogelscheuche konzentriert, er scharwenzelt um sie rum. Die beiden haben eine Art Lovestory am Laufen. Aber am coolsten ist Wendy, die Zwergen-Omi. Gerade kommt sie mit dem Stützräder-Fahrrad angefahren. Sie hält vor ihrem Häuschen und lädt Jutebeutel aus dem Fahrradanhänger. Bibi geht zu ihr. Wendy ist so unkompliziert und herzlich, dass sie gleich mit ihr klarkam. Sie hat zwar ein Faible für Reime, das manchmal irritiert, aber sie kann auch ganz normal reden, und eigentlich ist sie gar nicht so absonderlich. Ihr eines Auge sieht aus wie ein Spiegelei, wo einer mit einer Gabel reingepikst hat. Auf ihrem Kopf sitzt eine selbstgehäkelte Reggaemütze. «Moin, Wendy.» «Bibi! Hast du Sorgen? Guten Morgen!»
Wendy zeigt ihre sich kreuzenden Vorderzähne, als sie lächelt. Mit ihren kräftigen Händen reicht sie Beutel voll abgelaufener Lebensmittel aus dem Fahrradanhänger. Sie ist besonders gut darin, in Supermarktcontainer reinzuklettern, und weil der Sonnenhof chronisch pleite ist, macht sie das fast jeden Tag.”

 

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Andreas Stichmann (Bonn, 5 november 1983)

 

 

De Duitse schrijver Hanns-Josef Ortheil werd geboren op 5 november 1951 in Keulen. Zie ook alle tags voor Hanns-Josef Ortheil op dit blog.

Uit: Was ich liebe – und was nicht

“Der französische Zeichendeuter und Schriftsteller Roland Barthes hat viele Bücher geschrieben. Über den Eiffelturm, die Mode, die Sprache der Liebe. Als er sechzig war, stellte er solche Themen aber einmal zurück und schrieb ein entspanntes Buch nur über sich selbst. Warum er gerne Zigarren raucht. Wie er sich hinter einem Vortragspult fühlt. Was er besonders liebt (Salat, Zimt, Käse, Rosen, Schreibfedern etc.) und was er überhaupt nicht mag (Geranien, das Telefonieren, das Cembalo etc.). Es wurde ein übermütiges und auch heiteres Buch, in dem der Autor sich in vielen Facetten porträtiert. Mit bloßen Benennungen seiner Passionen begnügte er sich jedoch nicht. Vielmehr ging er ihnen detailliert nach: Wie waren sie entstanden (Ursprünge)? Woraus bestanden sie (Strukturen)? Und als welchen Typus oder Charakter ließen sie ihren Darsteller erscheinen (Zugehörigkeit zu einer Spezies)? In Barthes’ Buch Über mich selbst habe ich seit seinem Erscheinen (1975) immer wieder gelesen. Und jedes Mal erlebte ich während der Lektüre, wie »anregend« es wirkte und dass es mich darüber nachdenken ließ, was ich selbst liebe und was eben nicht. Als befragte das Buch mich ganz direkt und redete auf mich ein: Gib doch zu …, lass mal hören …, denk mal drüber nach …!
Oft legte ich es schon nach wenigen Seiten Lektüre zur Seite und überließ mich meinen Ideen und Gedanken. Viele davon habe ich aufgeschrieben und mit den Jahren gesammelt. Jetzt sind die meisten in dieses Buch eingegangen. Insgeheim schielen sie danach, dass auch die Leserin oder der Leser sich selbst befragen. Damit das Ganze nicht nur mein eigenes Selbstporträt in kurzen Fragmenten bleibt, sondern zu einer Art Spiegel wird, in dem Leserin oder Leser sich selbst genauer erkennen.
Im Grunde handelt es sich bei einem solchen Vorhaben um ein traditionsreiches, schon seit der Antike bekanntes Projekt. Es geht dabei um so etwas wie Lebenskunst, das heißt um die Fragen, wie ich mein Leben einrichte und meine fortlaufenden Überlegungen dazu begründe. Einerseits schaut man dabei auf all die subjektiven Passionen, die sich in einem Leben mehr oder minder zufällig herausgebildet haben, schließlich aber bewusst angenommen und kultiviert wurden. Der Ursprung dieser Passionen liegt in der Kindheit und Jugend. Daher werde ich, um viele von ihren Ursprüngen her genauer zu erkennen, immer wieder in diese frühen Zeiträume zurückgehen müssen.
Andererseits schaut man aber auch darauf, welche Strukturen und Hintergründe die gelebten Passionen im Zusammenhang mit den Überlegungen, die sie stabilisieren und formen, im Laufe der Zeit ausgebildet haben. Solche Fragen betreffen Räume und Zeiten, Architekturen des Lebens und lebenslang ausgebildete Rituale.”

 

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Hanns-Josef Ortheil (Keulen, 5 november 1951)

 

 

De Amerikaanse schrijfster Joyce Maynard werd geboren op 5 november 1953 in Durham, New Hampshire. Zie ook alle tags voor Joyce Maynard op dit blog.

Uit:An 18-Year-Old Looks Back On Life

“Every generation thinks it's special--my grandparents because they remember horses and buggies, my parents because of the Depression. The over-30's are special because they knew the Red Scare of Korea, Chuck Berry and beatniks. My older sister is special because she belonged to the first generation of teen-agers (before that, people in their teens were adolescents), when being a teen-ager was still fun. And I--I am 18, caught in the middle. Mine is the generation of unfulfilled expectations. "When you're older," my mother promised, "you can wear lipstick." But when the time came, of course, lipstick wasn't being worn. "When we're big, we'll dance like that," my friends and I whispered, watching Chubby Checker twist on "American Bandstand." But we inherited no dance steps, ours was a limp, formless shrug to watered-down music that rarely made the feet tap. "Just wait till we can vote," I said, bursting with 10-year-old fervor, ready to fast, freeze, march and die for peace and freedom as Joan Baez, barefoot, sang "We Shall Overcome." Well, now we can vote, and we're old enough to attend rallies and knock on doors and wave placards, and suddenly it doesn't seem to matter any more.
My generation is special because of what we missed rather than what we got, because in a certain sense we are the first and the last. The first to take technology for granted. (What was a space shot to us, except an hour cut from Social Studies to gather before a TV in the gym as Cape Canaveral counted down?) The first to grow up with TV. My sister was 8 when we got our set, so to her it seemed magic and always somewhat foreign. She had known books already and would never really replace them. But for me, the TV set was, like the kitchen sink and the telephone, a fact of life.
We inherited a previous generation's hand-me-downs and took in the seams, turned up the hems, to make our new fashions. We took drugs from the college kids and made them a high-school commonplace. We got the Beatles, but not those lovable look-alikes in matching suits with barber cuts and songs that made you want to cry. They came to us like a bad joke--aged, bearded, discordant. And we inherited the Vietnam war just after the crest of the wave--too late to burn draft cards and too early not to be drafted. The boys of 1953--my year--will be the last to go.
So where are we now? Generalizing is dangerous. Call us the apathetic generation and we will become that. Say times are changing, nobody cares about prom queens and getting into the college of his choice any more--say that (because it sounds good, it indicates a trend, gives a symmetry to history) and you make a movement and a unit out of a generation unified only in its common fragmentation. If there is a reason why we are where we are, it comes from where we have been.”

 

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Joyce Maynard (Durham, 5 november 1953)

 

 

De Amerikaanse dichter, schrijver en hoogleraar Maurice Kilwein Guevara werd geboren op 5 november 1961 in Belencito. Zie ook alle tags voor Maurice Kilwein Guevara op dit blog.

 

My Grandmother's White Cat

When fiber-optic, sky blue hair became the fashion, my father began the
monthly ritual of shaving his head. It was August, and we were still living in the
Projects without a refrigerator. The sound of my mother fluttering through the
rosaries in another room reminded me of the flies I'd learned to trap in mid-
flight and bring to my ear.
"Vecchio finally died," my father said, bending to lace his old boots. "You
want to come help me?"
My grandparents lived in a green-shingled house on the last street before
the Jones & Laughlin coke furnaces, the Baltimore & Ohio switching yard, and
the sliding banks of the Monongahela. The night was skunk-dark. The spade
waited off to the side.
Before I could see it, I could smell the box on the porch.
We walked down the tight alley between the houses to get to the back yard
where fireflies pushed through the heat like slow aircraft and tomato plants hung
bandaged to iron poles. My father tore and chewed a creamy yellow flower from
the garden.
After a few minutes of digging, he said, "Throw him in."
I lifted the cardboard box above my head, so I could watch the old white
cat tumble down, a quarter moon in the pit of the sky.

 

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Maurice Kilwein Guevara (Belencito, 5 november 1961)
Cover

 

 

De Duitse schrijfster, uitgeefster en actrice Ulla Berkéwicz werd geboren op 5 november 1948 in Gießen als Ursula Schmidt. Zie ook alle tags voor Ulla Berkéwicz op dit blog.

Uit: Überlebnis

“Zunehmend hysterischer agierend erlebt sie die Apparatemedizin als unmenschliches Schauspiel im letzten Akt des Lebens. Mit Haut und Haaren verteidigt sie ihre Daseinsberechtigung, lässt sich nicht vertreiben, ignoriert Vorschriften und Weisungen. Drastisch, derb und ohne Rücksichtnahme schildert Berkéwicz den Krankenhausalltag aus der Sicht ihrer Ich-Erzählerin, die am Bett ihres sterbenden Mannes den Verstand zu verlieren droht und an das „Ende seiner Kraft“ gelangt, wie es heißt. Auf dem Balkon raucht sie Kippen, die auf dem Boden liegen und kotzt sich in der Toilette den Inhalt ihres Magens heraus; dem Krankenhauspersonal ist sie in Feindschaft verbunden. Ihre subjektive Suada steigert sich zu einem kräftezehrenden Monolog der Verzweiflung und des Widerstands.
Die Tage auf der Intensivstation sind der Höhepunkt in diesem Drama des Leids und der Trauer. Berkéwicz schreibt darüber wie im Wahn, rasend vergreift sie sich immer wieder im Ton, wird anmaßend: der kahlköpfige Pfleger wird kurzerhand zum „Fascho“ degradiert, die Ärzteschaft auf Visite als „Herrenmenschentheater“ verunglimpft. Die Beschimpfungen sind Ausdruck des Außer-sich-Seins, und doch wirkt die mit der Wortwahl intendierte Pose des Naziopfers deplaziert.
Ohne Distanz zu sich selbst, sich vielmehr in Selbstmitleid und Schmerz windend, schildert die Erzählerin, was um sie herum geschieht. Dabei entwickelt der Text eine unbändige Kraft. Am Nebenbett liegt derweil ein fremder Mann im Sterben. Während die Ärzte zu ihm eilen und versuchen, sein Herz wieder in Gang zu bringen, erzählen sie sich, was sie zu Mittag gegessen haben:
„Am Nebenbett schrillt der Alarm, Herzstillstand! Alle rennen. Ich höre: ‚Laden!‘, ‚Hundertsechzig, hundertachtzig, zweihundert‘, höre ich, ‚zweihundertzehn!‘ Elektroschock, ein Menschenopfer. Die Bühne eines Dramas oder totgeborenes Theater?
Brüllen und Stille, Schrecken und Mitgefühl. Im Theater ist immer die Nacht, während draußen die Tage vergehn. Ich sitze auf dem Hocker, der Mann schläft schwerer, ich halte ihm die Ohren zu, der Schlauch läuft leer.Erich, den Vaterbruder, haben sie so umgebracht, in einer Klinkerkliniknacht. Wer ahndet solche Klinikarbeit? Wer zahlt sie heim, wer rächt Totgestorbenwordensein? Das Blut blieb in ihm stehn, die Blase platzte, der Onkel war noch keine sechzig Jahre alt. ‚Schock‘, schreit es hinter der weißen Plastikwand, ‚zweihundertzwanzig‘, schreit es, ‚zweihundertfünfundzwanzig‘. ‚Gestern‘, schreit es, gab's bei uns Lachs, zweihundertdreißig, zweihundertfünfunddreißig, in Dillrahm‘, schreit es, ‚lecker!‘, schreit es und schreit, ‚zweihundertfünfundvierzig, hab ich in meiner Küche keinen Umluftofen.‘“

 

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Ulla Unseld-Berkéwicz (Gießen, 5 november 1948)

 

 

De Russische dichter en beeldend kunstenaar Dmitri Aleksandrovitsj Prigov werd geboren in Moskou op 5 november 1940. Zie ook alle tags voor Dmitri Prigov op dit blog.

 

Seven New Stories about Stalin

1.
One day, in his youth, Stalin and a friend walked by a butcher shop. Stalin grabbed a piece of meat and took off. They caught him and asked him, “did you steal it?” “No,” he answered, “he did it.” And his friend was torn to pieces.

2.
Life had gotten completely awful for the people. Riots were breaking out. The tsar summoned Stalin and said: “line up the people on Senate Square.” Stalin brought the people there, and gendarmes were waiting. They began to fire, and killed everyone. Over a million.

3.
One day Trotsky, Zinov’ev and Bukharin came to Stalin and said, “you’re not right. Let’s talk about it.” Stalin whipped out a pistol from his desk and killed them right on the spot. And he ordered that the corpses be buried quickly.

 

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Dmitri Prigov (5 november 1940 – 16 juli 2007)

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Ella Wheeler Wilcox werd geboren op 5 november 1850 in Johnstown, Wisconsin. Zie ook alle tags voor Ella Wheeler Wilcox op dit blog.

 

The Song Of The Allies

We are the Allies of God to-day,
And the width of the earth is our right of way.
Let no man question or ask us why,
As we speed to answer a wild world cry;
Let no man hinder or ask us where,
As out over water and land we fare;
For whether we hurry, or whether we wait,
We follow the finger of guiding fate.

We are the Allies. We differ in faith,
But are one in our courage at thought of death.
Many and varied the tongues we speak,
But one and the same is the goal we seek.
And the goal we seek is not power or place,
But the peace of the world, and the good of the race.
And little matters the colour of skin,
When each heart under it beats to win.

We are the Allies; we fight or fly,
We wallow in trenches like pigs in a sty,
We dive under water to foil a foe,
We wait in quarters, or rise and go.
And staying or going, or near or far,
One thought is ever our guiding star:
We are the Allies of God to-day,
We are the Allies-make way! make way!

 

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Ella Wheeler Wilcox (5 november 1850 – 30 oktober 1919)
Cover

 

 

De Nederlandse schrijfster Anna Maria van Schurman werd geboren in Keulen op 5 november 1607. Zie ook alle tags voor Anna Maria van Schurman op dit blog.

Uit: Brief aan prinses Anne de Rohan

“Mevrouw,
Ik ben eerder van mening geweest dat, om uw uitnemende deugden op waarde te schatten en te eren, men ze liever zou moeten bedekken met een sluier van gewijde stilte dan ze door de laagheid van mijn eenvoudige stijl onrecht aan te doen. Maar nadat meneer Rivet mij de brief heeft doorgegeven waar u hem onlangs genadiglijk mee heeft willen vereren, moet ik bekennen dat uw goedheid die er zo helder van afstraalt meer reden was om mijn hand aan de pen te zetten dan die overwegingen van eerbied die mijn hand nog langer zouden laten zwijgen.
Want, eerlijk gezegd, zou dat het negeren van mijn geluk en van de waarde van uw goedgunstigheid zijn, om er niet onmiddellijk op in te gaan wanneer u even grootmoedig bent om ze mij aan te bieden als ik onbekwaam ben haar aan mij te bieden. Om toegang verleend te worden tot zo'n groot goed, dat is om deel te nemen aan de kostbaarste schatten van de deugd zelf, die geen behoefte heeft om ons andere wetten te geven dan deze die zich vormen uit uw voorbeeld.
Ik heb niet de verwaandheid om een loftrompet uit te steken, maar ik zal slechts zeggen dat in u twee dingen zijn gecombineerd die normaalweg onverenigbaar zijn, namelijk aanzien in de wereld gecombineerd met christelijke wijsheid. Hoezeer ook al de hoge staat van uw zeer illustere Huis me nooit zal toelaten om mijn ziel met de uwe te verenigen door een vriendschapsband - dit vereist immers dat men op gelijke voet staat - is het toch zo dat zij zich verbindt door een vastere knoop dan deze van de politiek, in zoverre dat al mijn wensen overeenkomen met de uwe in de liefde van deze hemelse deugd, namelijk wijsheid die, zoals de meest wijze der Koningen zegt: beter is dan robijnen, en al wat men begeren mag, is met haar niet te vergelijken.
Ik ontken niet dat de voortgang die ik in dit strijdperk gemaakt heb zeer klein is, maar dat zal me niet verhinderen om me uw voorbeeld ter harte te nemen als een schitterende ster temidden van de duisternissen van deze verdorven eeuw, en dat ik mijn hele leven zal blijven,
Mevrouw,
uw zeer-nederige en zeer toegewijde dienares
Anna Maria van Schurman

 

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Anna Maria van Schurman (5 november 1607 – 4 of 14 mei 1678) 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 5e november ook mijn blog van 5 november 2017 deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:12 Reageer op dit bericht

Richard Rognet

De Franse dichter Richard Rognet werd geboren op 5 november 1942 in Val-d'Ajol, in de Vogezen. Zijn moeder was lerares en zijn vader werkte in de textielindustrie, Hij hield als kind al van lezen en hij schreef zijn eerste gedichten toen hij twaalf was. Hij voltooide de lerarenopleiding in Mirecourt, en studeerde vervolgens letteren aan de Universiteit van Nancy. Hij publiceerde zijn eerste bundel in 1966. In 1969 werd hij leraar aan in Mirecourt vervolgens in Epinal, voordat hij tot zijn pensioen in 2002 lid werkte aan het Jules-Ferry College als docent literatuur. Zijn ontmoeting met Alain Bosquet in 1971 markeert voor hem een ​​belangrijke fase in zijn carrière als dichter. In 1994 werd hij “chevalier dans l’ordre des Arts et des Lettres”. In 2002 ontving hij de Grand prix de poésie de la Société des gens de lettres voor al zijn werk. Ook ontving hij talloze andere prijzen en werd zijn werk vertaald in het Italiaans, Spaans, Duits, Russisch en Bulgaars.

 

Détachement Intérieur

Chemin poudreux, dit-il,
celui que j'ai laissé
s'ouvrir au
Minotaure,
croisée perdue, ajoute-t-il,
pour ne plus attendre mes pas,
ma parole, mes rebuffades.
Il est celui qui se répète pour
oublier qui le tourmente,
il est de ceux que je suppose
aux frontières des mots brisés.
Est-il ce frère épouvanté qui n'eut
jamais le temps de reconnaître
dans ses rêves les marges
noires du visible ?
Non, rien n'est plus accablant que
les instants qu'on peut nommer,
ils épouvantent le mystère, la fable,
son retour en elle.
Ni
Minotaure ni chemin,
dit celui que j'avais cru voir,
le voilà qui serpente en moi
sans laisser traces ni reflets.

 

 

Seigneur Vocabulaire

S'il pleut sur ce matin où le mystère a peur, s'il se fait un grand trou dans mon corps et l'espace,
si les arbres sans bruit s'effondrent sous ma peau, si ma présence
épouse un jardin ravagé,
s'il faut que sous les fleurs s'accusent le soleil
et la foule des yeux qui ne comprennent plus
où commence le jour, où s'impose la nuit,
si j'engrange des noms qui tournent sur eux-mêmes,
c'est pour ne rien répondre aux questions impatientes
pas plus qu'à ce hasard qui cogne à ma
fenêtre, c'est pour me faufiler
sous les portes aveugles,
pour ne jamais savoir où se battent mes ombres,
pour déserter tout rêve attaché à mes traces,
c'est pour ouvrir ma vie aux troubles de l'absence.

 

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Richard Rognet (Val-d'Ajol, 5 november 1942)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

November Sun (Derek Walcott)

 

Dolce far niente

 

 

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November Sun Hardwoods door John Olin Gardner, z.j.

 

 

November Sun

In our treacherous
seasonless climate's
dry heat or muggy heat or rain
I'm measuring winter by this November sun's
diagonals shafting the window pane,
by my crouched shadow's
embryo on the morning study floor. Once

I wallowed in ignorance
of change, of windfall, snowfall,
skull-cracking heat, sea-threshing hurricane.
Now I'd prefer to know.
We age desiring
these icy intuitions
that seasons bring.

Look, they'll be pierced with knowledge
as with light! One boy, nine years in age
who vaults and tumbles, squirrelling
in his perpetual spring,
that ten-month, cautious totterer
my daughter.
I rarely let them in.

This is a sort of
death cell
where knowledge of our fatality is hidden.
I trace here, like a bent astronomer

the circle of the year,
nurturing its inner seasons'
mulch, drench, fire, ash.
In my son's
restless gaze
I am time-ridden,
the sedentary dial of his days.
Our shadows point one way,
even their brief shadows on the cropped morning grass.

I am pierced with this. I cannot look away.
Ah Christ, how cruelly the needles race!

 

 

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Derek Walcott (23 januari 1930 - 17 maart 2017)) 
St. Lucia, de geboorteplaats van Derek Walcott

 

 

Zie voor de schrijvers van de 4e november ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 11:46 Reageer op dit bericht

Judith Herzberg, Willem van Toorn, Peter W.J. Brouwer, Arthur van Amerongen, Klabund, Charles Frazier, C. K. Williams, Marc Awodey, Felix Braun

De Nederlandse dichteres en toneelschrijfster Judith Herzberg werd geboren op 4 november 1934 in Amsterdam. Zie ook alle tags voor Judith Herzberg op dit blog.

 

Dozen

Omdat je in de oorlog altijd hoorde
van vóór de oorlog, hoe argeloos
ze waren, ben ik nu heel voorzichtig.
Gooi ik iets weg, bijvoorbeeld
een kartonnen doos, dan hoop ik
dat die doos mij nooit meer zal
heroveren in vorm van zelfverwijt:
weet je nog wel, hoe zorgeloos,
we gooiden gewoon dozen weg!
Als we er één hadden bewaard,
één hadden bewaard!

 

 

Hardop voelen

Het leven wordt plotseling ontroerend
als je denkt aan de posterijen,
niet aan de bezorgers langs de huizen,
maar aan de hele organisatie.
En aan de hagelwitte Zweedse broden
na de oorlog, en aan de hond
die zijn baas aan zijn kraag
naar het dorp trok, en aan
mevrouw E., die er niet
teleurgesteld uitziet.
En aan de Ile de France
die na dertig jaar varen
in Japan werd gesloopt.

Zo niet dan is het ook al
ontroerend genoeg.

 

 

Deut. 20

Wie op het schiereiland van de vervulling staat
moge de dood nog worden bespaard.
Hij die een wijngaard heeft geplant
maar de vruchten nog niet heeft geproefd,
hij die een huis heeft gebouwd
maar er nog niet in heeft gewoond,
hij die een vrouw heeft genomen
maar nog niet met haar heeft geslapen.
Hij die een leeg schrift, een onbegonnen
potlood of een schone zakdoek heeft.
Hij die ziet dat het gaat regenen.

Maar wie perfect de weg kent in een stad,
een lied kan blazen op een sprietje gras
of wie zich op een korrel heeft verschanst
en deze als de wereld ziet, zijn paard
niet afdroogt na een rit, zijn bril
beslagen laat, de regen heeft zien vallen,
zijn zakdoek gebruikt, zijn tranen gehuild heeft -
Of wie met hart en ziel terug wil draven
begraven botten op wil graven
dode dingen leven in wil blazen of gaat sparen;
een herfstblaadje, een bioscoopkaartje
een schaamhaartje bewaren -
Stuur hem desnoods dan maar de veldslag in,
alleen - verwacht niet van hem dat hij wint.

 

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Judith Herzberg (Amsterdam, 4 november 1934)

 

 

De Nederlandse dichter, schrijver en vertaler Willem van Toorn werd geboren in Amsterdam op 4 november 1935. Zie ook alle tags voor Willem van Toorn op dit blog.

 

Wij zijn al bijna weer weg

Ik weet het, wij lopen maar
wat door uw dorp, en uw ramen
kijken ons na, kamers staren
naar ons met lamp en dressoir.

En niet alleen uw, ook ons huis
bekijkt ons met koele ogen,
ons naambordje is gelogen,
wij zijn achter de deur nooit thuis.

Wij lopen maar wat, van de gang
naar de kamer, als figuranten
in een gek stuk, met linkerhanden
in de ogen van het behang.

Wij durven haast niet te gaan slapen:
misschien zouden wij wakker worden
pas als alle treinen vertrokken,
autoos stuk, wij gevangen waren.

De melkboer zet eens zijn fles
vroeg op de stoep voor niets, we
zijn hier maar op visite,
we zijn al bijna weer weg.

 

 

Dorp 's avonds, 's nachts en 's morgens

Het avondbrood in de buiken
nog nauwelijks aangetast
door vlijtige sappen, ras
sluiten wij deuren en luiken.

Nu stopt het ademhalen,
oren stulpen naar buiten
in het dalende duister,
huiverend van schandalen.

Late voorbijgangers haasten
gebogen zich langs de blinde
ruiten, stel je voor: binnen
worden met norse gebaren

bedden opengeslagen,
knopen losgemaakt, borsten
bevrijd van banden, haren
in nachthemden weggeborgen,

poos onder bedden gezet,
schichtig in godsnaam de lichten
uitgeknipt en gezichten
sinds lange jaren verlept

van verveling, vervangen door vreemde,
zacht in het donker, nog nooit
bezetene die wenend
opengaan, oeverloos.

Slaap de ontmantelaar opent
de dromen vol roodbehaarde
aaiplaatsen en bewaarde
kindernachten, kijkogen.

Door het rillend vlies morgen stoten
honend de hanen, honend.

    

 

Abstract

Je wordt al haast abstract.
Het dagelijks landschap roept
je overal op: een vrouw uit een boek.
Hier liep ze langs het pad

naar het huis toe. Woonde ze daar?
Was ze maar op bezoek?
Onder de woorden vermoedt
een andere taal tekens van haar.

Vertrekken. Is zij hier geweest?
Trap. Deuren omgeslagen
als bladzijden. Ik blader
het huis door tot ik je lees.

 

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Willem van Toorn (Amsterdam, 4 november 1935)

 

 

De Nederlandse dichter Peter W.J. Brouwer werd op 4 november 1965 in Eindhoven geboren. Zie ook alle tags voor Peter W.J. Brouwer op dit blog.

 

Bobslee

Op een bobslee, je rug naar hem toe
probeer je met honderd in het uur in de baan te blijven

terwijl hij zich vasthoudt
zijn vingers om je helm, zijn adem in je haar

wat is je dode vader
weer druk met al je stuurmanskunst

je probeert hem niet te horen, zijn mond niet te geloven
de kuip op het ijs te houden

je overweegt hem af te werpen maar hebt geen idee
wie zich nog over hem ontfermen zal

dan wordt je vader stil en durf je niet om te zien
bang voor de tekens op zijn dode gezicht

er is geen baan meer en om je heen
groeit het landschap leeg

voel je het bloed door je hals gaan
en hoe het in je vaders koude handen blijft?

herinner je je zijn adem
boven de kleine slee die hij trok?

 

 

Groei

Wie zijn wij dan
dat we al in onze gedachten
elkaar kinderen kunnen maken?

Onderhand weten we wel
bij wie de maaltijd ons
het best smaken zal.

Vanavond trakteer ik je op ijs,
kies elke smaak op kleur

en bedenk woorden
die later bij je ogen
zullen passen.

Maar gisteren ging alles
stromen wat ik schreef,
verlieten vrouwen hun huizen,
zijn kinderen gaan lopen

en raakte de aarde
voordat ik er erg in had
blauw van lobelia's, groeide
wat ik in tuinen verzon

haastig voorbij mijn oog.
En zag ik

aan de tafel in een krant
hoe de sneeuw onder zijn voet
alvast was gaan schuiven.

 

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Peter W.J. Brouwer (Eindhoven, 4 november 1965)

 

 

De Nederlandse schrijver, columnist en journalist Arthur van Amerongen werd geboren op 4 november 1959 in Ede. Zie ook alle tags voor Arthur van Amerongen op dit blog.

Uit: Bij de dood van Winnetou (Column)

“Enfin, tijdens die sterfscène van Winnetou dacht ik: wat is mannenvriendschap toch mooi, misschien moet ik mij aanmelden bij het COC in Lunteren maar ‘s anderendaags stond Janneke uit de Spechtlaan alweer voor de deur, zogenaamd omdat ze met mij en mijn witte hondje Blackie over de Ginkelse Heide wilde zwerven. Zij trok mij dan in een uitgebrande tank af voor een gevulde koek en een zakje salmiak maar dat is voor deze doodsbrief verder irrelevant.
In die gitzwarte jaren waren de rechterhand van Janneke, bioscoop Buitenlust en de Duitse televisie de enige middelen om te ontsnappen aan de wurgende werkelijkheid. Ik identificeerde mij met de talloze cowboyfilms en – cowboyseries op de ARD en het ZDF: Bonanza, Rauchende Colts, High Chapparal en er was altijd wel iets van Karl May.
In de oostelijke grenstreek keek iedereen naar de Duitse televisie in die tijd. Waar men zich in het zogenaamd beschaafde westen des lands moest behelpen met Okkie Trooy keken wij al naar blote tetten – waar men letterlijk mee strooide – op de Duitse verrekijk. In Ede had 90 procent van de bewoners gecollaboreerd met de bezetter dus men kon de gesynchroniseerde avonturen van de cowboys prima volgen. Ik liep tot mijn achttiende jaar in een cowboy-uitrusting die mama speciaal voor mij genaaid had. Daar werden wel eens grappen over gemaakt, temeer toen de Village People in zwang raakten en toen ben ik op de punk overgestapt, met name onder invloed van Plastic Bertrand en Tedje & de Flikkers uit het verre Nijmegen
Ik rekende een pondje bacalhau af bij de helleveeg van Paulo Polio en dacht hoe ik gevormd was door de Duitse televisie. Die was geweldig in de jaren zestig en in de vroege jaren zeventig: Dr. Mabuse, Edgar Wallace, Die Monkees, Flipper, Fury, Lassie, Tarzan, Don Camillo, Daktari, de Hitparade van Ilja Richter, Klimbim en op zaterdagmiddag Zum Blauen Bock, voor de epische Sportschau begon. Nu ben ik een ander mens geworden en verafschuw ik de treurbuis. Met name de Nederlandse televisie wordt gemaakt door intellectueel uitgedaagden en bekeken door ééncelligen.”

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Arthur van Amerongen (Ede, 4 november 1959)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Klabund werd als Alfred Henschke geboren op 4 november 1890 in Crossen an der Oder. Zie ook alle tags voor Klabund op dit blog.

 

Berliner Ballade

Sie hing wie eine Latte
Vom Schranke steif und stumm.
Am Morgen sah′s ihr Gatte,
Lief nach dem Polizeipräsidium.

»Meine Frau«, so schrie er, »ist verschieden...«
Doch der Polizeiwachtmeister Schmidt
Rollte blutig seine Augen:
»Wie denn, ha′m Sie den Jeburtsschein mit?«

Dieses hatte er mitnichten,
Und er setzte sich in Trab,
Spät entsann er sich der ehelichen Pflichten,
- schnitt sie ab.

Und er legt den Strick an seine Kehle,
Vor dem Spiegel, peinlich und honett.
Nimmt noch einen Schluck, befiehlt Gott seine Seele
- schwapp, schon baumelt er am Ehebett.

 

 

Dies ist das Lied, das Villon sang...

Dies ist das Lied, das Villon sang,
Als man ihn hängen wollte.
Er fühlte um den Hals den Strang,
Er sang das Lied den Weg entlang,
Der Schinderkarren rollte.

Hängt mich den Schurken zum Alarm
Nur hoch in alle Winde!
Wegweiser schlenkere mein Arm,
Er weist den Weg dem schlimmen Schwarm
Und manchem braunen Kinde.

Einst hat der Teufel mich gekirrt,
Nun hör ich Bäume singen.
Ich fühle Gott. Mein Auge schwirrt.
Mein Leib, mein armer Leib, er wird
Als Aveglocke schwingen.

 

 

Mystik

Ich gehe langsam durch die Stadt
Zum Ein- bis Zweifamilienbad.
Schon hebt sich aus der weißen Flut
Ein brauner Bauch, der trübe tut.
Der Bauch tut nichts. Je nun: ich weiß:
Die andre Seite ist der Steiß.
Ein jedes erntet hier sein Heil
Vom Gegen-Teil. Im Gegen-Teil.

 

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Klabund (4 november 1890 – 14 augustus 1928)
Cover

 

 

De Amerikaanse schrijver Charles Frazier werd geboren op 4 november 1950 in Asheville, North Carolina. Zie ook alle tags voor Charles Frazier op dit blog.

Uit: Varima

“V drifts into talking about generations. How grandparents and grandchildren so often get along very well. Remove one generation—twenty-five years at least—and the anger in both directions dissipates. All the failed expectations and betrayals become cleansed by an intervention of time. Resentment and bitter need for retribution fall away. Love becomes the operative emotion. On the old side, you’re left with wrinkled age and whatever fractured, end-of-the-line knowledge might have accrued. Wisdom as exhaustion. And on the other side—which V still remembers with molecular vividness—youth and yearning and urgency for something not yet fully defined. Undiluted hope and desire. But by fusing the best of both sides, a kind of intertwining consciousness arises—grandmother and granddaughter wisdom emerging from shared hope, relieved of emotions tainted by control and guilt and anger. —I’ll assume you’re right, James says. But I wouldn’t know much about long family relationships.
(...)

After years of loss and reflection, your old deluded decisions click together like the works of a watch packed tight within its case--many tiny, turning, interlocking wheels....the force of every decision transferring gear to gear, wheel to wheel, each one motivating a larger energy going in no direction but steep downward to darkness at an increasing pitch. And then one morning the world resembles Noah's flood, stretching unrecognizable to the horizon and you wonder how you go there. One thing for sure, it wasn't from a bad throw of dice or runes or an unfavorable turn of cards. Blame falls hard and can't be dodged by the guilty.
(...)

.Subtract everything inessential from America and what's left? Geography and political philosophy, V says. The Declaration of Independence and Constitution. The Federalist Papers. --I'd say geography and mythology, James says. Our legends. He gives examples, talks about Columbus sailing past the edge of the world, John Smith at Jamestown and Puritans at Plymouth Rock, conquering the howling wilderness. Benjamin Franklin going from rags to riches with the help of a little slave trading, Frederick Douglass escaping to freedom, the assassination of Lincoln, annexing the West, All those stories that tell us who we are---stories of exploration, freedom, slavery, and always violence. We keep clutching those things, or at least worn-out images of them, like idols we can't quit worshipping.”

 

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Charles Frazier (Asheville, 4 november 1950)

 

 

De Amerikaanse dichter Charles Kenneth Williams werd geboren op 4 november 1936 in Newark, New Jersey. Zie ook alle tags voor C. K. Williams op dit blog.

 

I Hate

I hate how this unsummoned sigh-sound, sob-sound,
not sound really, feeling, sigh-feeling, sob-feeling,
keeps rising in me, rasping in me, not in its old disguise
as nostalgia, sweet crazed call of the blackbird;

not as remembrance, grief for so many gone,
nor either that other tangle of recall, regret
for unredeemed wrongs, errors, omissions,
petrified roots too deep to ever excise;

a mingling rather, a melding, inextricable mesh
of delight in astonishing being, of being in being,
with a fear of and fear for I can barely think what,
not non-existence, of self, loved ones, love;

not even war, fuck war, sighing for war,
sobbing for war, for no war, peace, surcease;
more than all that, some ground-sound, ground-note,
sown in us now, that swells in us, all of us,

echo of love we had, have, for world, for our world,
on which we seem finally mere swarm, mere deluge,
mere matter self-altered to tumult, to noise,
cacophonous blitz of destruction, despoilment,

din from which every emotion henceforth emerges,
and into which falters, slides, sinks, and subsides:
sigh-sound of lament, of remorse; sob-sound of rue,
of, still, always, ever sadder and sadder sad joy.

 

 

The Gaffe

1.
If that someone who’s me yet not me yet who judges me is always with me,
as he is, shouldn’t he have been there when I said so long ago that thing I said?

If he who rakes me with such not trivial shame for minor sins now were there then,
shouldn’t he have warned me he’d even now devastate me for my unpardonable affront?

I’m a child then, yet already I’ve composed this conscience-beast, who harries me:
is there anything else I can say with certainty about who I was, except that I, that he,

could already draw from infinitesimal transgressions complex chords of remorse,
and orchestrate ever undiminishing retribution from the hapless rest of myself?

 

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C. K. Williams (4 november 1936 – 20 september 2015)

 

 

De Amerikaanse dichter en beeldend kunstenaar Marc Awodey werd geboren op 4 november 1960 in Ann Arbor, Michigan. Zie ook alle tags voor Marc Awodey op dit blog.

 

Our Empty Sea

1.
Under our empty sea a turquoise world exists
as a sickly changeling beyond recollection
in trench, plateau, plain, barrow of cloudy schist.
On tossing desert continuum resides a pacific mind
and in ocean mind there is no drying soil.
Only whales consider the possibility of a surface
above bright heaven¹s sky of amethyst.

2.
At pencil thin ends of falling daylight beams
in trench, plateau, plain, barrow of cloudy schist;
a coterie of philosophers gathers to theorize
of crossing high oceans under clouds of full sail.

3.
We may follow the descent of black backed emperor penguins
from above bright heaven¹s sky of amethyst,
into the open jaws of unimpressed killer whales
compelled to sing on ocean floor the prayers of killer whales.

 

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Marc Awodey (4 november 1960 – 13 oktober 2012)

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Felix Braun werd op 4 november 1885 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Felix Braun op dit blog.

Uit: Jadwiga und die Waldtiere

“Jadwiga, die junge Gemahlin des Herzogs Jagello von Polen, war schlank, hoch gewachsen, voll mädchenhaften Stolzes, und liebte über alles die Jagd. Ein Künstler, dem der Herzog aufgetragen hatte, ihm ihr Bildnis zu malen, stellte sie als die griechische Göttin Artemis dar und empfing für diese glückliche Eingebung einen Beutel voll Dukaten. Als er im Verfolg eines so gewinnbringenden Gedankens auf einem zweiten Bilde Jadwiga neuerlich als Göttin der Jagd und des Mondes, von Nymphen umschwärmt, im Walddickicht überrascht von Aktäon, malte und diesen, dem im Augenblick der Verwandlung ein zackiges Hirschgeweih aus dem Haupte dringt, arglos mit den Zügen des Herzogs begabte, wäre er beinahe seines so erfinderischen Kopfes verlustig gegangen. Der erzürnte Fürst begnadigte ihn im letzten Augenblick gegen das Entgelt der rechten Hand des unglücklichen Malers, der sich hinfort daran gewöhnen mußte, mit der Linken den Pinsel zu führen, wenn anders ihm dieses gefährliche Tun nicht schon zur Gänze verleidet war.
Die Liebe der Herzogin zur Jagd war so groß, daß ihr Gemahl sie mit nichts anderem erfreuen konnte als einem Geschenk, das sich auf diese Leidenschaft bezog, vornehmlich Waffen, unter denen sie die Wurfgeschosse alter Völker, Speer und Pfeile, bevorzugte, so nun wahrhaft der Griechengöttin gleichend, was sie nicht ohne eitle Genugtuung selbst empfand. Der Herzog, der nicht in der Welt so gern sah wie ihr Gesicht in glücklicher Überraschung, verschwendete reiche Summen Goldes, um seltene Tiere für ihre Jagd zu erstehen: Steinböcke, die auf den Felsen der Schweiz frei unter dem Himmel leben; weiße Hirsche; weiße Füchse aus den skandinavischen Eisländern, Antilopen und Gazellen aus Afrika, und suchte immer noch nach einem Einhorn, dem keuschen Waldtier, das außer den Griechen - denn eben dieses Einhorns Fell war das berühmte goldene Vlies gewesen - nur ein Dichter erblickt hatte. Als Jagello gegeben hatte, was aufzubringen war, schenkte er seiner Gemahlin einen riesigen Waldgrund, den er einem Bauern mit Gewalt fortnahm, führte von drei Seiten hohe Mauern herum; auf der vierten ging das Gebiet in Urwald über.”

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Felix Braun (4 november 1885 – 29 november 1973)
Borstbeeld door  Gustinus Ambrosi, 1924

Geschreven door Romenu om 11:46 Reageer op dit bericht

So jemand spricht: Ich liebe Gott (Christian Gellert)

 

Bij de 31e zondag door het jaar

 

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De barmhartige Samaritaan door Pelegrí Clavé i Roqué, 1838

 

 

So jemand spricht: Ich liebe Gott

So jemand spricht: Ich liebe Gott,
und hasst doch seine Brüder,
der treibt mit Gottes Wahrheit Spott
und reißt sie ganz danieder.
Gott ist die Lieb und will, dass ich
den Nächsten liebe gleich als mich.

Wer dieser Erde Güter hat
und sieht die Brüder leiden
und macht die Hungrigen nicht satt,
will Dürftige nicht kleiden,
ist untreu seiner ersten Pflicht
und hat die Liebe Gottes nicht.

Wer seines Nächsten Ehre schmäht
und gern sie schmähen höret,
sich freut, wenn sich sein Feind vergeht,
und nichts zum Besten kehret,
nicht dem Verleumder widerspricht,
der liebt auch seinen Bruder nicht.

Wir haben einen Gott und Herrn,
sind eines Leibes Glieder;
drum diene deinem Nächsten gern,
denn wir sind alle Brüder.
Gott schuf die Welt nicht bloß für mich,
mein Nächster ist sein Kind wie ich.

Ein Heil ist unser aller Gut.
Ich sollte Brüder hassen,
die Gott durch seines Sohnes Blut
hat hoch erkaufen lassen?
Dass Gott mich schuf und mich versühnt,
hab ich dies mehr als sie verdient?

Vergibst mir täglich so viel Schuld,
du Herr von meinen Tagen;
ich aber sollte nicht Geduld
mit meinen Brüdern tragen,
dem nicht verzeihn, dem du vergibst
und den nicht lieben, den du liebst?

Was ich den Nächsten hier getan,
den Kleinsten auch von diesen,
das sieht er, mein Erlöser, an
als hätt ichs ihm erwiesen.
Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein
und Gott in Brüdern nicht erfreun?

Ein unbarmherziges Gericht
wird über den ergehen,
der nicht barmherzig ist, der nicht
die rettet, die ihn flehen.
Drum gib mir Gott, durch deinen Geist
ein Herz, das dich durch Liebe preist.

 

 

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Christian Gellert (4 juli 1715 – 13 december 1769)
De Trinitatiskirche in Hainichen, de geboorteplaats van Christian Gellert

 

 

Zie voor de schrijvers van de 4e november ook mijn volgende blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 11:45 Reageer op dit bericht

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