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Berichten van 20 december 2018 tot 21 december 2018

Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Heinrich Böll, Ivan Blatný, Garmt Stuiveling, Ludwig Hölty, Rebecca West, Aloys Blumauer

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook alle tags voor Ted van Lieshout op dit blog.

 

Het woordje kunst

Eerst dacht ik bij het woordje kunst alleen aan schilderijen,
die stilletjes gevangen zijn in lijsten aan de wand.
Ik vond dat zielig en ik wou een schilderij bevrij'en,
maar ach, ik mocht het zelfs niet eens beroeren met mijn hand.

Toen dacht ik bij het woordje kunst ook eens aan beeldhouwwerken,
die doodstil staan gevangen op een sokkel in de grond.
Ik heb een beeld gestreeld, maar of een steen een aai kan merken?
Ik weet niet eens of 't standbeeld zélf wel wist dat het bestond!

Nu denk ik bij het woordje kunst aan thuis en aan verhalen,
die opgeslagen liggen in een dichtgeslagen boek.
Ik kan er met mijn vinger en mijn ogen in verdwalen
en vind er soms een streling in als ik een streling zoek.

 

 

Een kind kun je niet vasthouden

III
Dus hij was de man die kinderen stal
van hun ouders, voorgoed. Mij dwong hij
niet, of toch? De ogen van een vader

zonder zoon, de kamer vol verhalen?
Daarheen durfde ik te gaan. Hij sloeg
zijn armen om me heen waardoor ik hem verstond

en liet me zien dat het verschil
tussen ons daarna nooit meer was.
Een kind kun je niet vasthouden.

 

IV

Een groter man was nooit.
In kinderogen kan niemand
groter zijn dan wie van je houdt.

Maar ik ben zelf zo ongeveer
wel uitgegroeid en in welke
armen ik ook kom - 't is jammer

dat ik het merk - er is
mijn voor- of achterkant
die op de tocht blijft staan.

 

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Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook alle tags voor Rolf Lappert op dit blog.

Uit: Die Gesänge der Verlierer

„Inzwischen war die Stimme des Sängers dazugekommen, und als Tyler wieder in der Küche war, schlug er mit der Faust gegen das Gerät und schaltete es aus. Er suchte eine saubere Tasse, goss heißes Wasser über Pulverkaffee und wartete an die Wand gelehnt, bis er sich nicht mehr die Zunge verbrühen würde. Die Töne aus Wilkins’ Radio drangen knisternd auf ihn herab, rauschende Wogen aus einem möblierten Kosmos, keine zwei Meter entfernt. Barney Wilkins lebte im Lärm, er war ein großmäuliger Fisch mit zurückgebildeten Ohren, der auf Schallwellen dahinschwamm und sein Dreieinhalbzimmermeer nur verließ, um Dringliches zu erledigen oder zum Hunderennen zu gehen. Halb taub trieb er friedlich durch seinen Radau, drehte die Lautstärke an Radio und Fernseher bis zum Anschlag auf, schlug arglos Türen zu und hantierte täglich an Geräten, die seinen bald achtzigjährigen Körper davor bewahren sollten, schlapp und, wie er es nannte, wehrlos zu werden. Schon am frühen Morgen drückte er Hanteln in Richtung Zimmerdecke, um sie nach mehrmaligem Stemmen jeweils mit einem gepressten Schrei auf den Holzboden knallen zu lassen. Selbst nachts verursachte sein Streben nach Muskelerhaltung Geräusche, die Tyler vom Bett in den Bauch eines Frachters versetzten, wo er dazu verdammt war, schlaflos auf das Pumpen und Gleiten im Maschinenraum zu horchen. Der Kaffee war jetzt etwas abgekühlt, Tyler trank ihn rasch und ging zurück ins Schlafzimmer. Dort setzte er sich mit dem Telefonapparat auf das Bett und wählte eine Nummer, deren Zahlenfolge ihm allmählichvorkam wie der Code eines elektronischen Schlosses, das sich trotz korrekter Bedienung nicht öffnen ließ. Draußen fiel Regen, die Tropfen bildeten verästelte Bahnen auf den rußigen Fensterscheiben. Die Dunkelheit war wieder um einen feinen Grad vorgerückt, der Himmel ohne Weite. Sinclair Banks meldete sich auch jetzt nicht. Tyler legte den Hörer neben den Apparat, ließ es klingeln am anderen Ende der Leitung und zog sich an, obwohl er nicht wusste, wo er noch hingehen und nach Banks suchen sollte.WilkinsquältesichüberseinemKopf,die Dielenknarrten, und einer, der nicht Bescheid wusste, hätte das regelmäßige Ächzen wohl anders gedeutet. Unwillkürlich strich Tyler sich über die Arme, deren Muskeln nicht über das Mittelmaß hinaus entwickelt waren. Er sah sich im Raum um, wo irgendwo die Hanteln lagen, die er vor Monaten gekauft hatte, billige, hohle Dinger aus Plastik, zum Füllen mit Wasser oder Sand. Eine Zeit lang hatte Tyler mit den Gewichten trainiert, vor dem Fernseher meist, gleichermaßen motiviert und entmutigt von den perfekten Körpern, die nirgendwo sonst als in diesem leuchtenden Kasten zu existieren schienen. Zwei Wochen lang hatte er versucht, sich einen neuen Körper zu erarbeiten, wollte zur Probe mit den Armmuskeln beginnen und, nach messbarem Erfolg, zusätzliche Geräte anschaffen. Die leichten Schmerzen der ersten Tage erfüllten ihn mit Genugtuung, denn Wilkins zufolge wuchs der Muskel nur, wenn er brannte.“

 

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Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)
Cover

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook alle tags voor Thomas Hürlimann op dit blog.

Uit: Kurze Story meiner Auferweckung

„Als ich auf der Intensivstation erwachte, bin ich furchtbar erschrocken. Ich war sehr viel dicker als am frühen Morgen, da sie mich in den Operationssaal geschoben hatten, so dick, dass ich nicht über den Horizont meiner Wampe sah. Wie mochten meine Füße aussehen? Hing vielleicht ein Zettel am großen Zeh?
Ich lag, umstellt von Apparaten, in einem weißen Zelt, und so ganz allmählich begann ich zu erfassen, dass man mir nach Art der Schlüsselloch-Chirurgie die verkrebste Prostata herausgeschnitten hatte. Dabei überträgt der Operateur seine Handgriffe auf die Mikroinstrumente eines Roboters, der im Körper des Patienten herumkrabbelt wie ein von Houston aus gesteuertes Raumfahrzeug auf dem Mars. Aber warum war ich so dick geworden? Hatten sie mich mit Gas oder Luft vollgepumpt, um dem Roboter genügend Platz zu verschaffen? Das Herz, als fürchtete es weitere Angriffe, hämmerte, raste, toste, und so wurde ich von flatternden Weißkitteln in die nächste Intensivstation gekarrt, in jene der Kardiologie. Was für ein Trip, was für ein Flug! Ich landete auf dem Untersuchungstisch, hörte das Schrillen von Alarmglocken, sah Lampen aufblinken und Bildschirme flackern, der Raum wurde groß, immer größer, ich schwebte hoch, immer höher, und nahm mit Erstaunen wahr, wie in der Tiefe unter mir eine Schar von Ärzten einen Notfall behandelte.
Ein Gesicht beugte sich über mich. "Wir haben Sie unmittelbar vor einem Herzinfarkt abgefangen. Lüscher ist mein Name. Möchten Sie einen Espresso?"
Als ich zwei Wochen später mit meinem Köfferchen vor das Uni-Spital trat, koste mich eine lieblich frische Luft. Freu dich, sagte ich mir, sie haben dir das Leben gerettet. Aber so richtig wollte sich das Glücksgefühl nicht einstellen – ein Teil von mir war irgendwo im Innern des Spitals verloren gegangen. An der Tramhaltestelle löste ich ein Billet und empfand die studentische Jugend, die telefonierend und lachend einstieg, als laut und schrecklich.“

 

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Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)

 

 

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen.Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

Uit: Gruppenbild mit Dame

„Weibliche Trägerin der Handlung in der ersten Abteilung ist eine Frau von achtundvierzig Jahren, Deutsche; sie ist 1,71 groß, wiegt 68,8 kg (in Hauskleidung), liegt also nur etwa 300–400 Gramm unter dem Idealgewicht; sie hat zwischen Dunkelblau und Schwarz changierende Augen, leicht ergrautes, sehr dichtes blondes Haar, das lose herabhängt; glatt, helmartig umgibt es ihren Kopf. Die Frau heißt Leni Pfeiffer, ist eine geborene Gruyten, sie hat zweiunddreißig Jahre lang, mit Unterbrechungen versteht sich, jenem merkwürdigen Prozeß unterlegen, den man den Arbeitsprozeß nennt: fünf Jahre lang als ungelernte Hilfskraft im Büro ihres Vaters, siebenundzwanzig Jahre als ungelernte Gärtnereiarbeiterin. Da sie ein erhebliches immobiles Vermögen, ein solides Mietshaus in der Neustadt, das heute gut und gerne vierhunderttausend Mark wert wäre, unter inflationistischen Umständen leichtfertig weggegeben hat, ist sie ziemlich mittellos, seitdem sie ihre Arbeit unbegründet und ohne krank oder alt genug zu sein, aufgegeben hat. Da sie im Jahre 1941 einmal drei Tage lang mit einem Berufsunteroffizier der Deutschen Wehrmacht verheiratet war, bezieht sie eine Kriegerwitwenrente, deren Aufbesserung durch eine Sozialrente noch aussteht. Man kann wohl sagen, daß es Leni im Augenblick – nicht nur in finanzieller Hinsicht – ziemlich dreckig geht, besonders seitdem ihr geliebter Sohn im Gefängnis sitzt. Würde Leni ihr Haar kürzer schneiden, es noch ein wenig grauer färben, sie sähe wie eine gut erhaltene Vierzigerin aus; so wie sie ihr Haar jetzt trägt, ist die Differenz zwischen der jugendlichen Haartracht und ihrem nicht mehr ganz so jugendlichen Gesicht zu groß, und man schätzt sie auf Ende Vierzig; das ist ihr wahres Alter, und doch begibt sie sich einer Chance, die sie wahrnehmen sollte, sie wirkt wie eine verblühte Blondine, die – was keineswegs zutrifft – einen losen Lebenswandel führt oder sucht. Leni ist eine der ganz seltenen Frauen ihres Alters, die es sich leisten könnte, einen Minirock zu tragen: ihre Beine und Schenkel zeigen weder Äderung noch Erschlaffung. Doch Leni hält sich an eine Rocklänge, die ungefähr im Jahr 1942 Mode war, das liegt zum größten Teil daran, daß sie immer noch ihre alten Röcke trägt, Jacken und Blusen bevorzugt, weil ihr angesichts ihrer Brust (mit einer gewissen Berechtigung) Pullover zu aufdringlich erscheinen. WasihreMäntelundSchuhe betrifft, so lebt sie immer noch von den sehr guten und sehr gut erhaltenen Beständen, die sie in ihrer Jugend, als ihre Elternvorübergehendwohlhabendwaren,erwerbenkonnte. Kräftig genoppter Tweed, grau-rosa, grün-blau, schwarzweiß, himmelblau (uni), und falls sie eine Kopfbedeckung für angebracht hält, bedient sie sich eines Kopftuchs; ihre Schuhe sind solche, wie man sie – wenn man entsprechend bei Kasse war – in den Jahren 1935–39 als »Unverwüstliche« kaufen konnte.“

 

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Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)
Scene uit de gelijknamige film uit 1977 met o.a. Brad Dourif (Boris) en Romy Schneider (Leni)

 

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatnýop dit blog. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog

 

Flachland

Die Berge sind die Fragen der Bergsteiger
Aber sie geben keine Antwort
Sie sind schließlich keine Schulkinder
Doch Bernhardiner werden herantrotten
Zur Umkehr raten
Und nie wieder zu klettern.

 

 

Bäh, Bäh, schwarzes Schaf

Das schwarze Bergschaf kam ins Tal herab
damit Rosa Bonheur es malen konnte
Schwarz ist die Farbe des Todes
dieses jedoch ist nicht tot in diesem Universum
zum Glück reicht das hin, denn auch ich lebe gern

Seine stumme Schwester
sein Ebenbild kann sterben
Ich bleibe noch ein bisschen
Eigennützig wenn ich dabei nur
an den farbigen Umschlag meines Buches denke
auf dem Tisch in meiner Werkstatt

 

 

Schule

Fred ist wieder da
Abends, endlich
Komme ich zu meinem neuen Stift
Ein ziemlich alter neuer Stift
Er stammt aus jenen 20er Jahren
In denen die Leute zum ersten Mal stutzten

 

Vertaald door Frank-Wolf Matthies

 

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Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)
Cover

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook alle tags voor Garmt Stuiveling op dit blog.

 

Kwatrijnen

De dingen gaan zoals ze moeten gaan:
geen god zelfs drijft de sterren uit hun baan.
Aanvaard uw vreugd verblijd, uw leed gelaten;
al wat men verder wijsheid noemt, is waan.         

*

Het grootst geluk ligt in de kleinste dingen:
het gras, de dauw, het licht, de ritselingen
van wind en blad, de glimlach van een vrouw,
en, verre leeuwrik, ùw onzichtbaar zingen.     

*

In 't staag lawaai der dagen haast verloren,
door ùw genade eens onverdiend verkoren,
o cosmos in mij, cosmos om mij heen,
geef mij de stilten weer, ùw stem te horen!

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Garmt Stuiveling (21 december 1907 – 11 mei 1985) 
Stroobos op een oude ansichtkaart

 

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook alle tags voor Ludwig Hölty op dit blog.

 

Der Gärtner an den Garten im Winter.
eine Idylle


In Silberhüllen eingeschleyert
Steht jetzt der Baum,
Und strecket seine nackten Äste
Dem Himmel zu.

Wo jüngst das reife Gold des Fruchtbaums
Geblinket, hängt
Jetzt Eiß herab, das keine Sonne
Zerschmelzen kan.

Entblättert steht die Rebenlaube,
Die mich in Nacht
Verschloß, wenn Phoebus flammenathmend
Herniedersah.

Das Blumenbeet, wo Florens Töchter
In Morgenroth
Gekleidet, Wohlgeruch verhauchten,
Versinkt in Schnee.

Nur du, mein kleiner Buchsbaum, pflanzest
Dein grünes Haupt
Dem Frost entgegen, und verhöhnest
Des Winters Macht.

Mit Goldschaum überzogen, funkelst
Du an der Brust
Des Mädchens, das die Dorfschalmeye
Zum Tanze ruft.

Ruh sanft mein Garten, bis der Frühling
Zur Erde sinkt,
Und Silberkränze auf die Wipfel
Der Bäume streut.

Dann gaukelt Zephyr in den Blüthen,
Und küßet sie,
Und weht mir mit den Düften Freude
In meine Brust.

 

 

Auf ihre Stirn und kleine Wangen gießen

Auf ihre Stirn und kleine Wangen gießen,
Ihr engelreines Herz,
Dem Flittergold der großen Welt verschließen,
Und dem Romanenscherz.

Durchwandle Hand in Hand mit ihr im Mayen
Die Scenen der Natur,
Und mische sich mit ihr oft in die Reihen
Der Schäfer auf der Flur.

Geuß in ihr Herz die zärtlichsten Gefühle,
O Unschuld, spiel mit ihr,
Bis ihre Pracht sich wölbet, Schäferspiele,
Vor ihrer Hirten Thür.

 

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Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)
Monument in Hannover

 

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook alle tags voor Ribecca West op dit blog. Zie ook alle tags voor Rebecca West op dit blog.

Uit: Black Lamb and Grey Falcon

“I raised myself on my elbow and called through the open door into the other wagon-lit:
‘My dear, I know I have inconvenienced you terribly by making you take your holiday now, and I know you did not really want to come to Yugoslavia at all. But when you get there you will see why it was so important that we should make this journey, and that we should make it now, at Easter. It will all be quite clear, once we are in Yugoslavia.’
There was, however, no reply. My husband had gone to sleep. It was perhaps as well. I could not have gone on to justify my certainty that this train was taking us to a land where everything was comprehensible, where the mode of life was so honest that it put an end to perplexity. I lay back in the darkness and marvelled that I should be feeling about Yugoslavia as if it were my mother country, for this was 1937, and I had never seen the place till 1936. Indeed, I could remember the first time I ever spoke the name ‘Yugoslavia’ and that was only two and a half years before, on October the ninth, 1934.
It was in a London nursing-home. I had had an operation, in the new miraculous way. One morning a nurse had come in and given me an injection, as gently as might be, and had made a little joke which was not very good but served its purpose of taking the chill off the difficult moment. Then I picked up my book and read that sonnet by Joachim du Bellay which begins ‘Heureux qui, comme Ulysse, a fait un beau voyage.’ I said to myself, ‘That is one of the most beautiful poems in the world,’ and I rolled over in my bed, still thinking that it was one of the most beautiful poems in the world, and found that the electric light was burning and there was a new nurse standing at the end of my bed. Twelve hours had passed in that moment. They had taken me upstairs to a room far above the roofs of London, and had cut me about for three hours and a half, and had brought me down again, and now I was merely sleepy, and not at all sick, and still half-rooted in my pleasure in the poem, still listening to a voice speaking through the ages, with barest economy that somehow is the most lavish melody: ‘Et en quelle saison Revoiray-je le clos de ma pauvre maison, Qui m’est une province, et beaucoup d‘avantage?’
I had been told beforehand that it would all be quite easy; but before an operation the unconscious, which is really a shocking old fool, envisages surgery as it was in the Stone Age, and I had been very much afraid. I rebuked myself for not having observed that the universe was becoming beneficent at a great rate. But it was not yet wholly so.”

 

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Rebecca West (21 december 1892 – 15 maart 1983)
Cover

 

 

De Oostenrijkse dichter en schrijver Aloys Blumauer werd geboren op 21 december 1755 in Steyr. Zie ook alle tags voor Aloys Blumauer op dit blog.

 

Der Rechenmeister Amor

Der Tausendkünstler Amor ließ
Sich bei der jungen Dorilis
Zum Rechenmeister dingen,
Und wußt′ in einer Stunde da
Die ganze Arithmetika
Ihr spielend beizubringen,

Im Rechnen und im Lieben sind
Fünf Species, mein schönes Kind,
Die will ich dich dociren:
Ich küsse dich - ein - zwei - dreimal,
Du zählest diese Küßchen all,
Und das heißt Numeriren.

Zu meinen Küssen setzest du
Dann auch die deinigen hinzu,
So lernest du Addiren:
Zählst du mir deine Küßchen her,
Und findest dann um einen mehr:
So kannst du Subtrahiren.

Die vierte Species, mein Kind,
Könnt′ ich zwar eben so geschwind
Dir praktisch expliciren;
Allein das Einmaleins ist lang,
Und jungen Mädchen wird oft bang
Vor dem Multipliciren;
Doch käm′ ein Nullchen noch hinzu -
Auch noch so klein - so würdest du
Gar bald das Faktum spüren.

D′rum laß in dieser Specie
Nicht früher dich, als in der Eh′,
Durch Hymen instruiren;

Denn auf′s Multipliciren kömmt,
Wie man sich auch dagegen stemmt,
Von selbst das Dividiren.

 

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Aloys Blumauer (21 december 1755 – 16 maart 1798)
Cover biografie

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn blog van 21 december 2017 en ook mijn blog van 21 december 2014 deel 2 en eveneens deel 3.



Geschreven door Romenu om 18:27 Reageer op dit bericht

Hans van Willigenburg, Sky Gilbert, Friederike Mayröcker, Sandra Cisneros, J. van Oudshoorn, Jürg Laederach, Peter May, Alain de Botton, Gernot Wolfgruber

De Nederlandse dichter, schrijver en journalist Hans van Willigenburg werd geboren in Utrecht op 20 december 1963. Zie ook alle tags voor Hans van Willigenburg op dit blog.

Uit: Huwelijksreis

“In de winter van 1986 logeerde ik een paar dagen in Goslar, een kilometer of vijftien van de ddr-grens.
Vlak daarvoor kreeg ik de sleutel van een Audi 100 in mijn hand gedrukt. Een cadeau van mijn vader. Hij kon het niet langer aanzien. De tweedehands auto waarin ik destijds bij het ouderlijk huis kwam voorrijden, associeerde hij met niet-functionerende remmen, spekgladde banden en doorgeroeste bodems. Ik verwees naar mijn karige studiebeurs zodra hij begon over ‘dat ellendige stuk oudroest’. Hij tolereerde het zo'n half jaar. Toen, tijdens een van mijn weekendbezoeken, legde hij zijn hand op mijn schouder en vroeg hij op ongewoon amicale toon of hij iets alcoholisch voor me kon inschenken. Die toon maakte me even ongerust. Ging hij onthullen dat hij kanker had? Dat hij ontslagen was? Dat hij ging scheiden? Zoals altijd bleek de werkelijkheid (mijn werkelijkheid) geruststellender dan ik dacht; vader hief zijn glas en maakte opgelucht bekend dat ik zijn wagen kon overnemen zodat ik voortaan in ‘een fatsóenlijke automobiel’ zou rijden - alsof hij de familie van een schande bevrijdde.
Ik ben een verwende, makkelijke jongen. Niet gehinderd door vage schuldgevoelens lijfde ik gretig mijn nieuwe bezit in. Vader sprong voor de helft bij toen ik aankondigde met de Audi in stijl op huwelijksreis te gaan. Een Duitse auto namelijk, ‘leistungsfähig’ van bumper tot bumper, kwel je mijns inziens niet met boodschappenritjes (een bouvier hou je ook niet aan de ketting). En dus haalde ik een oud plan van stal: een verkenningstocht langs het ijzeren gordijn. Op mijn studentenkamertje legde ik een liniaal op de kaart en trok vanaf Arnhem een potloodlijn oostwaarts. Bij de ddr-grens stopte ik. Ik boog mij over de kaart en zag dat ik midden in het Harz-gebergte was gestrand. De grootste plaats in de omgeving heette Goslar. Telefonisch boekte ik er een hotel.
Waarom het ijzeren gordijn? Ik was nieuwsgierig naar de plek waar niemand lacherig over kon doen. Samen met studievrienden lachte ik al zó veel om wat er op het wereldtoneel gebeurde, dat ik sterk het gevoel kreeg dat de eigenlijke voorstelling, het verhaal van de wereldgeschiedenis, al afgelopen was. Dat ik leefde tijdens een gezellige receptie waar vrolijk werd nagebabbeld. Iets wat ik zeker kon waarderen, waarvan ik zelfs zei er dankbaar voor te zijn (‘ik hóef geen bloed aan mijn handen of modder onder mijn schoenen’), maar wat me soms ook gruwelijk verveelde. Want nóóit leidde het gewauwel ergens toe, hetgeen waarschijnlijk niet eens onze eigen schuld was, maar eerder die van de omstandigheden: de immense welvaart die ons alsmaar verleidde tot een vòlgend feest, een vòlgend drinkgelag, een vòlgende babbelsessie waarin alle conclusies van de vorige keer met intens filosofisch genot op losse schroeven werden gezet. Moe van dit mechanisme zocht ik iets waar al het geleuter geen vat op kon krijgen: een onomstotelijk feit.”

 

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Hans van Willigenburg (Utrecht, 20 december 1963)

 

 

De Canadese dichter, schrijver en acteur Sky Gilbert werd geboren op 20 december 1952 Norwich, Connecticut. Zie ook alle tags voor Sky Gilbert op dit blog.

Uit:Brother Dumb

“If I'm going to tell you about it, I have to start back in 1951, with the black apartment and the black sheets. At the time I was being melodramatic, but for good reason. Like Masha in The Three Sisters I was in mourning for my life. Or perhaps I should say I was in mourning for someone else's life, for the life of the main character in my first novel. It was strange, the way I wrote the damn thing. I started it, or at least started writing about the character, before I went off to war, and then wrote some of it while the war was on, and then some after. Around the time I got the black apartment I was coming to terms with the fact that the novel was going to be over, and there wasn't going to be anything more for me to write about the character. That is, I'd written the character out. Or perhaps that isn't an accurate thing to say. The feeling wasn't exactly that I had written the charac-ter out, because the guy had become much more real to me than that. I had the feeling he was my best friend, the best friend I'd never had, and I was having real trouble saying goodbye. I was certain that he had another life after the novel, a life that he was continuing to live — only I wasn't invited to participate. I know it's a concept that's pretty hard to get your mind around, but if you're a writer you might understand. I don't think it's completely crazy to think that characters in novels have lives of their own. If you want some intellec-tual justification for the concept all you have to do is go back to old Scaligero, a medieval scholar who was a great classi-fier — he was even worse than Aristotle in that respect —really into naming things, into ordering the universe. Strangely enough, for such an anal-retentive guy, he was also really sensitive to great literature. At one point when talking about what reality is and is not, he suggested that the charac-ters the poet Virgil had created were actually real, that they actually lived. He said, anyway, that they were more real than reality itself, because they were so beautiful. Now, I'm not saying the character I created was that beau-tiful, but what I am saying is that he was beautiful to me.”

 

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Sky Gilbert (Norwich, 20 december 1952)

 

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Friederike Mayröcker werd op 20 december 1924 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Friederike Mayröcker op dit blog.

 

etwas Kinder / oder / mehr ist nicht zu sagen / oder Versuch Inger Christensen und Andrea Zanzotto miteinander verknüpfend

Halbseide von Amsel halbseidene Amsel
und mit LAKOSTE im Arm weiches Bindegewebe
rosafarben der Küchenboden vielleicht
Spiegelung einer Himmelsfarbe
Herzkirschen auf einem Teller
der auf der Anrichte steht oder auf einem der leeren Töpfe
weil die Anrichte vollgeräumt ist
und Knistern Tropfgeräusche Haar-Urwald
einzelne Haare klebend an den Handinnenflächen
im Waschbecken zwischen den Brüsten an den Fußsohlen
im Innern eines Pantoffels
und wie Stelzen die Beine dürr und nackt
und der linke Daumen mit dem eingezogenen
Dorn oder Schiefer am Morgen schmerzt
das Spucken das Rülpsen das Masturbieren
die Sprüche oder Maximen am Morgen
oder daß man in der Unterführung (in den Verliesen)
wo man vor dem Regen geschützt ist
nicht weiß was man nun mit dem aufgespannten Schirm tun soll
ob man ihn abspannen soll oder wie ein
Sonnenrad vor sich her drehen soll
(Päderast oder Kampfbonbon)
oder daß der bläuliche Leib einer Fliege
sich im gleichen Zeitmaß mit den gegen das Heckfenster
des Straßenbahnwagens fließenden Regentropfen
abwärts bewegt und man ihre durchsichtige Unterseite
erblicken kann ehe sie abhebt
(getrocknete Mutter)
und ein Mädchenlachen im Hintergrund
des Straßenbahnwagens Beethovens Schicksalssymphonie intoniert
und man die Uhrzeit abzulesen versucht
indem man geistesabwesend auf den Kalender blickt
oder verschiedene Hügelbewegungen / Wandergitarre
oder die blutige Arztmanschette im Fenster

 

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Friederike Mayröcker (Wenen, 20 december 1924)

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Sandra Cisneros werd geboren op 20 december 1954 in Chicago. Zie ook alle tags voor Sandra Cisneros op dit blog.

Uit: The House on Mango Street

“We didn’t always live on Mango Street. Before that we lived on Loomis on the third floor, and before that we lived on Keeler. Before Keeler it was Paulina, and before that I can’t remember. But what I remember most is moving a lot. Each time it seemed there’d be one more of us. By the time we got to Mango Street we were six—Mama, Papa, Carlos, Kiki, my sister Nenny and me.
The house on Mango Street is ours and we don ‘t have to pay rent to anybody or share the yard with the people downstairs or be careful not to make too much noise and there isn’t a landlord banging on the ceiling. But even so it’s not the house we’d thought we’d get.
We had to leave the flat on Loomis quick. The water pipes broke and the landlord wouldn’t fix them. We were using the washroom next door and carrying water over in empty milk gallons. That’s why Mama and Papa looked for a house, and that’s why we moved into the house on Mango Street, far away, on the other side of town.
Our parents always told us that one day we would move into a house, a real house that would be ours for always so we wouldn’t have to move each year. And our house would have running water and pipes that worked. And inside it would have real stairs, not hallway stairs, but stairs inside like the houses on T.V. And we’d have a basement and at least three washrooms so when we took a bath we wouldn’t have to tell everybody. Our house would be white with trees around it, a great big yard and grass growing without a fence. This was the house Papa talked about when he held a lottery ticket and this was the house Mama dreamed up in the stories she told us before we went to bed.
But the house on Mango Street is not the way they told it at all. It’s small and red with tight little steps in front and windows so small you’d think they were holding their breath. There is no front yard, only four little elms the city planted by the curb. Out back is a small garage for the car we don’t own yet and a small yard that looks smaller between the two buildings on either side. There are stairs in our house, but they ‘re ordinary hallway stairs, and the house has only one washroom, very small. Everybody has to share a bedroom.
Once when we were living on Loomis, a nun from my school passed by and saw me playing out front. The laundromat downstairs had been boarded up because it had been robbed two days before and the owner had painted on the wood YES WE’RE OPEN so as not to lose business.
Where do you live? she asked.
There, I said pointing up to the third floor.
You live there?
There.I had to look to where she pointed—the third floor, the paint peeling, wooden bars Papa had nailed on the windows so we wouldn’t fall out. You live there?The way she said it made me feel like nothing. There. I lived there. I nodded.
I knew then I had to have a house. One I could point to. The house on Mango Street isn’t it. For the time being, Mama said. Temporary, said Papa. But I know how those things go.”

 

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Sandra Cisneros (Chicago, 20 december 1954)

 

 

De Nederlandse schrijver J. van Oudshoorn (pseudoniem van Jan Koos Feylbrief) werd geboren in Den Haag op 20 december 1876. Zie ook alle tags voor J. van Oudshoorn op dit blog.

Uit: Tobias en de dood

“Tobias Termaete had de juffrouw weggezonden. Haar eentonig gepraat had hem tot verzet geprikkeld. Zichtbaar gekrenkt had zij de kamer verlaten. Thans speet het hem, haar niet te hebben laten uitspreken.
Met de handen in zijn broekszakken stond Tobias aan het venster en staarde, zonder iets bepaalds waar te nemen, naar buiten. Het was tegen het vallen van den avond. Nog geen kwartier thuis, na een afwezigheid van ruim drie weken, kon hij er niet toe besluiten zich reeds in de stad te begeven. Wat moest hij er trouwens ondernemen?
Gegeten had hij in den trein. Ergens in een benauwde kroeg de courant te lezen, leek hem na zijn verblijf aan zee ondoenlijk. Dat kon eenvoudig niet. En om te gaan slapen was het nog veel te vroeg.
Tobias meende de juffrouw in den gang te hooren. Hij rukte de kamerdeur open. De juffrouw was op punt in de keuken te verdwijnen, maar toen Tobias haar wat naschreeuwde, keerde zij zich in de open keukendeur naar hem om.
Of er tijdens zijne afwezigheid nog iemand voor hem geweest was? ‘Geen sterveling,’ antwoordde de juffrouw en - op haar beurt uit de hoogte - sloot zij zonder meer de keuken.
Tobias wierp de deur weer in het slot en begon met ongedurige schreden door de kamer heen en weer te loopen. Hij ergerde zich. Want even goed als hij, wist de juffrouw, dat er den laatsten tijd voor hem - behalve dan wat vrouwvolk op afgesproken uren - nagenoeg niemand meer kwam en hij haar dus enkel teruggeroepen had om opnieuw een praatje te beginnen. Belachelijk ook, een vrouw, met wie men jaren lang tot genoegen woont en die iemand zijn volle vrijheid liet, uit de hoogte te willen bejegenen. Daarbij was zij hem in haar keuken nog de baas gebleven....
Met een kort ingehouden ruk had Tobias zijn rondgang door de kamer gestaakt. Zijn toch reeds norsche trekken versomberden zich nog meer. Buiten - ergens ver - naderde een voertuig. Tobias ging weer naar het venster en ook nadat het zwakke gerucht, nog immer in de verte, verstorven was, bleef hij in gespannen luistering volharden.
Tobias was opvallend groot en breed-geschouderd, zonder daardoor echter den indruk van bovenmatige mannelijke kracht te wekken. Integendeel, met het verkwijnend avondlicht op zijn wasbleek gelaat, waarin zich diepe plooien opzij van neus en mond gegroefd hadden, met zijn eenigszins doorgezakte knieën, sprak er thans eerder iets vermoeids en afgeleefds uit zijn gansche wezen. Zoo leek het er bijna op, als stond hij daar aan het venster op een nieuwe prikkel voor zijn uitgebloeide verbeelding te wachten.”

 

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J. van Oudshoorn (20 december 1876 – 31 juli 1951)
Cover

 

 

De Zwitserse schrijver Jürg Laederach werd geboren op 20 december 1945 in Basel. Jürg Laederach overleed op 19 maart van dit jaar op de leetijd van 72 jaar in Basel. Zie ook alle tags voor Jürg Laederach op dit blog.

Uit:Harmfuls Hölle: in dreizehn Episoden

„Zögern, Zeit, Dehnen
Schlürfte laut, die Mirjam. Gefahr nahte. Harmful zögerte, ihr seine große unentschiedene Tat zu erzählen. Entschiedenheits-unfähige Zögerer äußern sich, indem sie beim Zögern selber Hemmungen empfinden. Also handeln sie entschieden; reine Verlegenheitslösung. Beim Niedertrampeln ihres Zögerns überstürzen sie sich zielgenau. Weil Harmful beschlossen hatte, den Haus-Skorpion seiner lieben kranken Frau zu töten, fand er sich, als er in Aachen an der außer sich geratenen belgischen Grenze lebte, für lange Zeit im Gefängnis wieder. Ja oder nein? Ich kann mich für die Wahrheit nicht erwärmen. Während seiner Überstürzung handelte sich der Zögerer ein, was er selber so nie hätte formulieren können.
Zwar entging ihr Skorpion dem Tod, aber Harmful hatte seine liebe Frau hingerichtet. Er kürzte ihr abgekürztes Leben weiter ab. Wahr oder nein? Alles kann anders sein. In einem anderen Fall wäre er tot, und sie brachte ihn um. Darüber würde er schweigen. Er entkäme der Formulierung.
In entscheidenden Situationen des Lebens-und-Sterbens handelt man nicht aus Entschiedenheit; aus Unentschlossenheit darüber, ob man zögern soll oder nicht. Das Drama spielte sich an der Straße des heiligen Bernhard im Lastof-Viertel von Aachen ab. Wahr oder ums Haar? Kann mich durchaus für diese Version entscheiden. In ihrem Häuschen, war es ein Häuschen?, am Ende eines mit einer Wüste und einem schlanken Abfall-Turm im Hintergarten?, lebtest du, Mirjam Harder, und ich, dein freundlicher Gatte Ruud Harmful. Lebten oder starben? Er kann sich für keine Version entscheiden, zieht dich aber immer in seine jeweilige hinein. Die Tochter dieses Gatten, seine eigene, nämlich Irmi, spielte mit Kak, dem Haus-Skor-pion ihrer Mutter. Harmful hatte jeden Besitz an dieser Sorte Haustiere abgelehnt. Wahr oder nein? Keine endgültige Entscheidung. Das Kind reizte ihn, der winzige Skorpion stach es kurz mit seinem Schwanz. Welches Kind kann ein Tier so reizen? Kann das Tier das milde Kind vom übergrausamen Erwachsenen unterscheiden, und falls ja, ist es deswegen Tier?“

 

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Jürg Laederach (20 december 1945 – 19 maart 2018)

 

 

De Schotse schrijver Peter May werd geboren op 20 december 1951 in Glasgow. Zie ook alle tags voor Peter May op dit blog.

Uit: I'll Keep You Safe

“The last hours of their life together replayed themselves through a thick fog of painful recollection. Did people really change, or was it just your perception of them? And if that was true, had you ever really known them in the first place?The change in a relationship happens slowly, without you really noticing at first. Like the transition between spring and summer, or summer and autumn. And suddenly it’s winter, and you wonder how that dead time managed to creep up on you so quickly.
It wasn’t winter yet. Relations between them hadn’t got quite that cold. But there was a chill in the air which seemed to presage the plunge of Arctic air to come, and as they moved with the flow of the crowds leaving the Parc des Expositions, Niamh shivered, even though the air of this September evening was still soft and warm. Only the fading light betrayed the changing season.It was standing room only on the RER, and the train rattled and clattered its way through the north-eastern banlieue of Paris. Villepinte, Sevran Beaudottes, Aulnay-sous-Bois, where no one got on or off. She was uncomfortable, bodies pressing in all around her, male and female. The smell of garlic on sour breath, of sweat on man-made fabric, faded perfume, hair gel. Her knuckles glowed white, fingers clutching the chrome upright to keep her from falling as the train decelerated and accelerated, in and out of stations, and she tried to hold her breath.
Ruairidh was sandwiched between a tall man with an orange face who painted his eyebrows and wore lipstick, and a girl with tattoos engraved on every visible area of skin. Her dyed black hair and facial piercings seemed dated. Goth. Retro.
Niamh saw Ruairidh force a hand into his pocket to retrieve his iPhone. The glow of its screen reflected briefly in his face and drew a frown that gathered between his eyes. He stared at it for a very long time before glancing, suddenly self-conscious, towards Niamh and thrusting the phone back in his pocket.
There was an exodus of passengers at the Gare du Nord, but a fresh influx of bodies from a crowded platform, and it was not until they got off at Châtelet les Halles that she was able to ask him about it. ‘Bad news?"

 

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Peter May (Glasgow, 20 december 1951)

 

 

De Zwitserse schrijver en filosoof Alain de Botton werd geboren in Zürich op 20 december 1969. Zie ook alle tags voor Alain de Botton op dit blog.

Uit: Religie voor atheïsten (Vertaald door Jelle Noorman)

“Proberen te bewijzen dat God niet bestaat kan een amusant tijdverdrijf zijn voor atheïsten. Nuchtere critici van religie scheppen er altijd veel genoegen in om met meedogenloze precisie de dwaasheid van gelovigen bloot te leggen, en rusten niet voordat ze zeker weten dat ze hun vijanden hebben ontmaskerd als volslagen malloten of maniakken.
Deze bezigheid kan weliswaar heel bevredigend zijn, maar waar het werkelijk om gaat is niet zozeer de vraag of God bestaat, maar hoe je verder redeneert wanneer je hebt besloten dat dit uiteraard niet het geval is. Het uitgangspunt van dit boek is dat het mogelijk moet zijn een overtuigd atheïst te blijven, terwijl je religies af en toe toch nuttig, interessant en troostrijk kunt vinden — en nieuwsgierig kunt zijn naar de mogelijkheden om bepaalde religieuze ideeën en gewoonten te vertalen naar de seculiere wereld.
Je kunt je schouders ophalen over de christelijke leer van de Drie-eenheid en het achtvoudige pad van het boeddhisme, en desondanks geïnteresseerd zijn in de manieren waarop religies prediken, moreel besef stimuleren, gemeenschapszin opwekken, kunst en architectuur gebruiken, reizen zin verlenen, de geest vormen en aanzetten tot dankbaarheid voor de schoonheid van de lente. In een wereld die wordt bestookt door fundamentalisten van zowel de gelovige als de seculiere soort moet het mogelijk zijn godsdienstig geloof te verwerpen maar wel een selectieve bewondering te behouden voor religieuze rituelen en concepten.
Pas wanneer we niet meer geloven dat religies ons uit de hemel zijn aangereikt of dat ze volstrekt idioot zijn, wordt het interessant. Dan groeit het besef dat we religies hebben uitgevonden om in twee essentiele, nog altijd aanwezige behoeften te voorzien waar de seculiere maatschappij niet erg adequaat mee omgaat: in de eerste plaats de behoefte om, ondanks onze diepgewortelde egoistische en gewelddadige neigingen, op harmonieuze wijze in gemeenschappen samen te leven. En in de tweede plaats de behoefte om het hoofd te bieden aan afschuwelijk leed dat voortkomt uit onze ontvankelijkheid voor fiasco’s in de beroepssfeer, verstoorde relaties, het overlijden van dierbaren en ons eigen verval en verscheiden. God mag dan dood zijn, de dringende kwesties die ons ertoe brachten Hem te verzinnen spelen nog altijd en vragen om oplossingen die niet verdwijnen zodra we attent zijn gemaakt op enkele wetenschappelijke onjuistheden in het verhaal van de zeven broden en vissen.
Het moderne atheïsme is zo onverstandig geweest over het hoofd te zien hoeveel aspecten van de godsdiensten relevant blijven nadat hun fundamentele leerstellingen zijn verworpen. Zodra we niet meer menen dat we geen andere keuze hebben dan erop af te geven of ons eraan te onderwerpen, vinden we de vrijheid om in religies talloze ingenieuze concepten te ontdekken waarmee we kunnen proberen enkele van de hardnekkigste en meest verwaarloosde kwellingen van het seculiere leven te verzachten.”

 

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Alain de Botton (Zürich, 20 december 1969)
Cover

 

 

De Oostenrijkse schrijver Gernot Wolfgruber werd geboren op 20 december 1944 in Gmünd. Zie ook alle tags voor Gernot Wolfgruber op dit blog.

Uit: Herrenjahre

„Das war ja nicht einmal wahr. Aber es wäre was gewesen. Stattdessen sollte Handwerk noch immer einen goldenen Boden haben. Und wenn einer tüchtig ist, kann er sich selbständig machen. Dann ist er sein eigener Herr. Melzer hätte gerne etwas dagegen gesagt, wenn er was dagegen zu sagen gewusst hätte. Aber seine Reden wären ohnedies gleichgültig gewesen. Tischlerlehre und Schluss: das musste der Vater garnicht mehr extra sagen. Herumreden nützte nichts. Phantasieren auch nicht. Gegenvorschlag hatte er keinen. Ambitionen auch nicht. Als knapp vor Schulschluss einige von Melzers Mitschülern noch immer nicht wussten, was sie werden sollten, aber doch was werden mussten, war er dann doch ein wenig froh gewesen, zum Stollhuber zu kommen. Weil er sich keine Gedanken machen, weil er sich für nichts entscheiden musste. Als er während des einen Ferienmonats nach der Schule, den er noch hatte machen dürfen, vor dem Spiegel den blauen Arbeitsanzug anprobierte, den ihm die Mutter gekauft hatte, war er sich so erwachsen vorgekommen, dass ihm das gleich wie eine Entschädigung im voraus gewesen war. Vielleicht war der Stollhuber ein wenig grober als andere Lehrherren, zumindest war er jähzornig gewesen, aber wenigstens nicht nachtragend. Andere waren auch das noch. Aber Lehrherr ist sowieso Lehrherr: das hatte sich immer wieder herausgestellt, wenn Melzer mit seinen Freunden geredet hatte. Ein Lehrherr, der über Dinge hinwegsah, die andere zum Anlass genommen hätten, konnte das nicht absichtlich tun, musste ein Trottel sein, der nichts sieht. Freundlichkeit und Nachsicht als Dummheit, als Schwäche: anders konnte Melzer sich nicht denken, dass so eine Ausnahme zustande kam. Wo doch kein Lehrherr im Ort das notwendig hatte. Wo er der Herr war. Wo Lehrstellen rar waren. Immer hatte es schon Sprüche gegeben, gegen die Melzer nicht angekommen war. Sätze, die ganz harmlos taten, garnicht nach Befehlen klangen, aber dann doch welche waren, oder ärger noch, weil sie anonym dastanden. Während der Schulzeit war ein Spruch ständig gegenwärtig gewesen, aufgestempelt auf jedes Schulheft: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Beweis: Wenn er größer ist, wird er das verstehen. Kaum hatte er Fragen gestellt, wenn er etwas sollte, was ihm nicht von selber einging, waren Sprüche gekommen. Immer wieder war er ihnen gegenüber gestanden und das Höchste, was er hatte tun können, war Achselzucken gewesen. Aber damit waren sie nicht weggegangen, waren sie höchstens durch andere ausgetauscht worden und dann plötzlich wieder irgendwo dagestanden, wo er sie garnicht erwartet hatte, überraschend und endgültig wie das Ende von Sackgassen. Besonders während seiner Lehrzeit hatten sie überhand genommen, hatte man versucht, ihn mit Sprüchen stillzuhalten und seine vergeblichen Ausbruchsversuche im nachhinein noch einmal für gesetzwidrig zu erklären, vorwurfsvoll die Mutter.“

 

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Gernot Wolfgruber (Gmünd, 20 december 1944)
Cover

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e december ook mijn blog van 20 december 2017 en ook mijn blog van 20 december 2015 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 16:15 Reageer op dit bericht

In Memoriam Michaël Slory

In Memoriam Michaël Slory

De Surinaamse dichter Michaël Arnoldus Slory is gisteren op 83-jarige leeftijd overleden. Michaël Arnoldus Slory werd geboren in Totness, district Coronie in Suriname, op 4 augustus 1935. Zie ook alle tags voor Michaël Slory op dit blog.

 

Sinaasappel, bitter is je schil

Sinaasappel,
bitter is je schil
maar zoet je orgeade.

Loon naar werken.

Op Afobaka wil ik zijn
als de arbeiders staken,
de morgen zich boort
in de papaya,
het bauxiet woedend zingt
over zoveel misbruik,
zoveel leugens
zoveel misleiding.

 

 

Aan de eerbiedwaardige lichtekooi van Sartre

De wonde
van de neger
in New York.

Een warme haat.

Schreeuw
die elke stap fijnmaalt.

Een drassig moeras
deze wonde.

 

 

Brasa mi ori...

Brasa mi ori na ini wan odi, bifosi mi krei.
Brasa mi ori, bikasi tide mi firi taki mi londrei.
A libi na wan steifi, steifi toko?
Brasa mi ori nanga yu lafendra nanga yu spesrei.           

 

Vertaling:

 

Groet me met...

Groet me met een omhelzing, dat ik niet ween.
Omhels mij, want vandaag voel ik de leegte.
Is het leven dan een worstelen in de modder?
Omhels me met je geur van lavendel en specerij.

 

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Michaël Slory (4 augustus 1935 – 19 december 2018)



Geschreven door Romenu om 07:59 Reageer op dit bericht

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