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Berichten van 11 augustus 2019 tot 12 augustus 2019

Hans Andreus, Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Marcellus Emants, Dolce far niente

 

Dolce far niente

 

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A Relaxing Day door Dima Dmitriev, 2013

 

 

Liedje van de luie week

Maandag
is Kalmpjes-aan-dag.

Dinsdag
is Kom-ik-begin-'s-dag.

Woensdag
is Zou-ik-het-wel-doen-dag,

Donderdag
is Dit-is-een-bijzondere-dag,

want Vrijdag
is Morgen-weer-vrij-dag

en Zaterdag
is 's Avonds-wordt-het-later-dag

en Zondag
is Eet-je-buikje-rond-dag,

dus Maandag,
tja Maandag,
dat is weer Kalmpjes-aan-dag.

 

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Hans Andreus (21 februari 1926 – 9 juni 1977)
Relaxen in Amsterdam, de geboorteplaats van Hans Andreus

 

 

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Joseph und seine Brüder

“Joseph also, wohnhaft im Distrikte Kenana des Landes, das ägyptisch das Obere Retenu hieß, in seines Vaters von Terebinthen und immergrünen Steineichen beschattetem Familienlager bei Hebron, ein berühmt angenehmer Jüngling, angenehm namentlich in erblicher Nachfolge seiner Mutter, die hübsch und schön gewesen war, wie der Mond, wenn er voll ist, und wie Ischtars Stern, wenn er milde im Reinen schwimmt, außerdem aber, vom Vater her, ausgestattet mit Geistesgaben, durch welche er diesen wohl gar in gewissem Sinne noch übertraf, — Joseph denn schließlich (zum fünften- und sechstenmal nennen wir seinen Namen und mit Befriedigung; denn um den Namen steht es geheimnisvoll, und uns ist, als gäbe sein Besitz uns Beschwörerkraft über des Knaben zeitversunkene, doch einst so gesprächig-lebensvolle Person) — Joseph für sein Teil erblickte in einer südbabylonischen Stadt namens Uru, die er in seiner Mundart »Ur Kaschdim«, »Ur der Chaldäer« zu nennen pflegte, den Anfang aller, das heißt: seiner persönlichen Dinge. Von dort nämlich war vor längeren Zeiten — Joseph war sich nicht immer ganz im klaren darüber, wie weit es zurücklag — ein sinnender und innerlich beunruhigter Mann nebst seinem Weibe, die er aus Zärtlichkeit wohl gern seine »Schwester« nannte, und anderen Zugehörigen ausgezogen, um es dem Monde, der Gottheit von Ur, gleichzutun und zu wandern, weil er das als das Richtigste und seinem unzufriedenen, zweifelvollen, ja gequälten Zustande Angemessenste empfunden hatte. Sein Auszug, dem eine Sinnbetonung von Widerspruch und Auflehnung nicht abzusprechen gewesen war, hatte zusammengehangen mit gewissen Bauwerken, die ihm auf beleidigende Weise eindrucksvoll gewesen und die der dortzulande eben herrschende Nimrod und Erdengewaltige wenn nicht errichtet, so doch erneuert und übermächtig erhöht hatte: weniger, nach des Ur-Mannes geheimer Überzeugung, den göttlichen Lichtern zu Ehren, denen sie geweiht waren, denn als Hemmriegel der Zerstreuung und himmelaufragende Male von des Nimrods-Königs gesammelter Macht, — welcher der Mann von Ur sich nun gerade entzogen hatte, indem er sich dennoch zerstreute und mit seinem Anhange auf unbestimmte Wanderschaft begab.

 

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De jas van Jozef wordt aan Jakob getoond door Diego Velázquez, 1630

 

Josephs Überlieferungen waren nicht ganz einsinnig darin, ob es die große Mondburg von Ur gewesen war, die den Unzufriedenen namentlich geärgert, der getürmte Tempel des Sin-Gottes, nach welchem das ganze Land Sinear also benannt war und dessen Name auch in so manchem mitklang, was Heimatlicheres bezeichnete, wie etwa in dem des Berges Sinai; oder etwa jenes hochragende Sonnenhaus, der Mardug-Tempel Esagila zu Babel selbst, dessen Spitze der Nimrod ebenfalls gleich dem Himmel erhöht hatte und von dem Joseph genaue mündliche Beschreibung besaß. Auch war da offenbar noch mehreres andere gewesen, woran der sinnende Mann sich gestoßen hatte: angefangen von der Nimrod-Gewaltigkeit überhaupt bis zu den und den Sitten und Bräuchen, die den anderen als heilig hergebracht und unveräußerlich erschienen waren, ihm aber die Seele je mehr und mehr mit Zweifeln erfüllt hatten; und da mit zweifelnder Seele nicht gut stillsitzen ist, so hatte er sich eben in Bewegung gesetzt. Er war nach Charran gelangt, der Mondstadt des Nordens, der Stadt des Weges, im Lande Naharain, wo er mehrere Jahre verblieben war und Seelen gesammelt, sie in die enge Verwandtschaft der Seinen aufgenommen hafte. Das war aber eine Verwandtschaft, die Unruhe bedeutete und fast nichts weiter, —Unruhe der Seele, sich äußernd in einer Unrast des Leibes, die mit dem Leichtsinn gewöhnlicher Wanderlust und abenteuernder Freizügigkeit wenig zu schaffen hatte, vielmehr die Getriebenheit und Heimsuchung eines Einzelnen war, in dessen Blut sich Schicksalsentwicklungen dunkelanfänglich vorbereiteten, zu deren erdrückender Tragweite die Qual seiner Friedlosigkeit in heimlich genauem Verhältnis mochte gestanden haben.“

 

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Thomas Mann (6 juni 1875 – 12 augustus 1955)

 

 

De Nederlandse schrijver Marcellus Emants werd op 12 augustus 1848 in Voorburg geboren. Zie ook alle tags voor Marcellus Emants op dit blog.

Uit: Lichte kost (Een dag van ijdelheid)

“Pas toen zij voor het laatste haakje geen oog meer vond, bemerkte zij haar fout, maakte met één ruk alles weer los, en begon nogmaals van boven af aan.
Zij was er zeker van deze melodie meer te hebben gehoord; maar kon zich niet herinneren waar, en meende ook dat haar man in de vorm en de harmonie veranderingen had aangebracht.
Welk een geestdrift in die wijs; wat een pit in dat ritme; welk een rijkdom van akkoord-verbindingen! Het was een allegro vol bruisend leven, vol node bedwongen kracht, een muziek, die de zenuwen prikkelde, de spieren spande en elke sluimerende levensvonk tot een heldere vlam moest aanblazen!
Van welke componist of dit stuk wel was?
Vruchteloos verdiepte Mina zich in gissingen; zij zocht onder de beroemdste namen; doch vond er geen, die paste.
Veel later dan gewoonlijk kwamen moeder en dochter zo ver klaar, dat zij naar beneden konden gaan om in de huiskamer te ontbijten.
Van haar binnentreden in het achtervertrek bemerkte Koever even weinig, als van Mina's driemaal herhaalde vraag: ‘Ga je vanmorgen niet naar Kraijenhof, 't is al half negen gestagen?’
In het kleine voorsalon aan zijn vleugel gezeten, speelde hij onverdroten door en zijn volle aandacht bleef op het beschreven - ja bekraste - muziekblad gericht, dat, naast vele dergelijke, op het lessenaartje van zijn instrument rustte. Nu en dan neuriede hij er bij - wat Mina boven niet had gehoord - en de woorden: vrijheid, pal staan, trouw tot in de dood, waren duidelijk te onderscheiden.
Om Jetje niet te laten wachten, smeerde Mina nu maar eerst een paar boterhammen, schonk een glas melk in en liet het kind aan de etenstafel plaats nemen. Daarna trad zij naar voren, ging aan de piano staan, legde een hand op Hendriks schouder, en vroeg nog eenmaal:
‘Heeft juffrouw Kraijenhof haar les afgezegd?’
Nauwelijks had Koever zijn vrouw bemerkt, of met zenuwachtige opgewondenheid sprong hij van zijn taboeret op, sloot haar in zijn armen, kuste herhaaldelijk de rode lippen, de frisse wangen, zelfs de bruine kijkers, en riep eindelijk op hartstochtelijke toon uit:
‘Nu heb ik het! Nu ben ik zeker van mijn zaak! Nu twijfel ik niet langer aan de overwinning!’
Verbaasd keek Mina hem in de zonderling glanzende, hel blauwe ogen, en vroeg op bezorgde, bijna angstige toon:
‘Man, wat scheelt je? Waar heb je 't over?’
Een paar keer haalde Koever de dunne vingers van zijn linkerhand door de blonde, achterovergolvende haren heen, terwijl de rechter een zakdoek te voorschijn bracht, waarmee hij zich het voorhoofd afwiste. Ondertussen riep hij met trillende stem uit:
‘Waar ik 't over heb? Waar ik 't over heb? Dat zal je horen!’

 

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Marcellus Emants (12 augustus 1848 – 14 oktober 1923)
Jeugdportret van Emants door M.W. Liernur, 1862.

 

 

De Duitse dichter en schrijver en germanist Hans-Ulrich Treichel werd geboren op 12 augustus 1952 in Versmold. Zie ook alle tags voor Hans-Ulrich Treichel op dit blog.

Uit: Der Verlorene

„Abfahrt Berlin Hauptbahnhof 12.37 Uhr. Ankunft Kutno 17.07 Uhr. Der Berlin-Warszawa-Expreß war reservierungspflichtig. Ich hatte einen Platz an der Abteiltür reserviert, da ich sowohl im Flugzeug als auch in der Bahn zu Beklemmungen neige, wenn ich nicht am Gang beziehungsweise an der Abteiltür sitze. Neben mir war zudem frei, so daß ich mich auf eine entspannte Reise freuen konnte. Mir gegenüber saß eine ältere, ganz in Schwarz gekleidete Dame und daneben ein junges, unübersehbar verliebtes Pärchen. Der junge Mann mit seinem strohig-blonden Haar, den vollen Lippen und melancholischen Augen gefiel mir. Und das Mädchen, das eine sehr tief sitzende Jeans, eine viel zu kurze Bluse und eine Perle im Bauchnabel trug, ebenfalls. Die beiden redeten unentwegt miteinander, allerdings auf polnisch, was ich schade fand, ich hätte sie gern ein wenig belauscht. Und wenn sie nicht redeten, dann küßten sie sich, was weder die ältere Dame noch mich störte. Im Gegenteil. Wäre ich der junge Mann gewesen, dann hätte ich das Mädchen auch geküßt. Ich fand es sehr anziehend, zumal sie mich beim Küssen einige Male durch den Vorhang ihrer brünetten Haare unverhohlen anschaute und anscheinend nichts dagegen hatte, daß ich den beiden bei ihren Zärtlichkeiten zusah. Ich bemühte mich trotzdem, mich auf meine eigenen Angelegenheiten zu konzentrieren, und blätterte zuerst im Fahrplanheft, holte dann meine Lektüre aus der Tasche und breitete sie auf dem Sitz neben mir aus. Der Zug fuhr laut Plan über Frankfurt/Oder, Rzepin, Poznan und Konin nach Kutno. Konin kannte ich aus den Papieren meiner Eltern. Hier hatten sie im Januar 1945 ihr erstes Kind Günter auf der Flucht vor den Russen zurücklassen müssen, waren danach in einen Wald geflüchtet und schließlich für ein Jahr in einem polnischen Arbeitslager interniert worden. Sie hatten ihren verlorenen Sohn trotz jahre- und jahrzehntelanger Suche mit Hilfe des Suchdienstes des Roten Kreuzes niemals wiedergefunden. Ich hatte darüber vor gut einem Jahrzehnt ein Buch geschrieben. Einige Jahre später habe ich ein Buch über einen Mann namens Stephan geschrieben, der als Akademischer Rat in Berlin lebt, ein Buch über seinen verlorenen Bruder geschrieben hat und sich noch einmal, sechzig Jahre nach Kriegsende, auf die Suche nach dem Bruder begibt. Bald darauf habe ich es ihm nachgetan und mich auch selbst auf die Suche nach meinem Bruder gemacht. Die Suche habe ich inzwischen hinter mir. Stephan hatte sich außerdem vorgenommen, einen Ort namens Bryschtsche oder auch Bryszcze in der Ukraine zu besuchen, wo sein Vater geboren worden war. Er hatte den Ort dann doch nicht besucht und war lieber nach Ägypten gereist, um sich die Pyramiden anzuschauen, Freuds Traumdeutung zu lesen und sich in einem Hotel auf einer Nilinsel unweit von Luxor auf eine Affäre mit einer deutschen Archäologin einzulassen. Er hat recht daran getan, denn was hätte ihn in der Ukraine schon erwartet? Ein verschlafenes Bauerndorf, wenn überhaupt. Vielleicht existierte es schon längst nicht mehr und war irgendwelchen Plattenbausiedlungen gewichen. Stephan ist nicht nach Bryschtsche gereist. Ich wollte es besser machen. Die Reise habe ich inzwischen ebenfalls hinter mir.“

 

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Hans-Ulrich Treichel (Versmold, 12 augustus 1952)

 

 

Zie voor de schrijvers van de 12e augustus ook mijn blog van 12 augustus 2018 en mijn blog van 12 augustus 2015 en mijn blog van 12 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 10:29 Reageer op dit bericht

Kleines Beispiel (Erich Fried)

 

Bij de 19e zondag door het jaar

 

 

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De ontrouwe knecht, tekening door Rembrandt van Rijn

 

 

Kleines Beispiel

Auch ungelebtes Leben
geht zu Ende
zwar vielleicht langsamer
wie eine Batterie
in einer Taschenlampe
die keiner benutzt

Aber das nutzt nicht viel:
Wenn man
(sagen wir einmal)
diese Taschenlampe
nach so- und so vielen Jahren
anknipsen will
kommt kein Atemzug Licht mehr heraus
und wenn du sie aufmachst
findest du nur noch Knochen
und falls du Pech hast
auch diese
schon ganz zerfressen

Da hättest du
genauso gut
leuchten können

 

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Erich Fried (6 mei 1921 – 22 november 1988)
Pfarrkirche hl. Franz von Assisi in Wenen, de geboorteplaats van Erich Fried

 

 

Zie voor de schrijvers van de 11e augustus ook mijn volgende blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 13:47 Reageer op dit bericht

Dolce far niente, Fernando Arrabal, Yoshikawa Eiji, Ernst Stadler, Hugh MacDiarmid, Andre Dubus

 

Dolce far niente

 

 

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Slapende herder met zijn hond door Filippo Palizzia, ca. 1870

 

 

Traum ist Brokat, der vor dir niederfließt.

Traum ist Brokat, der vor dir niederfließt.
Traum ist ein Baum, ein Glanz der geht, ein Laut –
ein Fühlen, das in dir beginnt und schließt ist Traum;
ein Tier das dir ins Auge schaut ist Traum;
ein Engel, welcher dich genießt, ist Traum.
Traum ist das Wort, das sanften Falles in dein Gefühl
fällt wie ein Blütenblatt,
das dir im Haar bleibt: licht, verwirrt und matt –,
hebst du die Hände auf: auch dann kommt Traum,
kommt in sie wie das Fallen eines Balles –;
fast alles träumt –, du aber trägst das alles.

 

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Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
Borstbeeld van Rilke in Praag, zijn geboorteplaats

 

 

De Spaanse schrijver, dichter, dramaturg en cineast Fernando Arrabal werd geboren in Melila, Spaans Marokko op 11 augustus 1932. Zie ook alle tags voor Fernando Arrabal op dit blog.

Uit: Lettre au général Franco (Vertaald door Dominique Sevrain)

« Excellence,

Je vous écris cette lettre avec amour. Sans la plus légère ombre de haine ou de rancœur, il me faut vous dire que vous êtes l’homme qui m’a causé le plus de mal. J’ai grand peur en commençant à vous écrire. Je crains que cette modeste lettre, qui émeut tout mon être, soit trop fragile pour vous atteindre, qu’elle n’arrive pas entre vos mains. Je crois que vous souffrez infiniment. Seul un être qui ressent une telle souffrance peut imposer tant de douleur autour de lui. La douleur règne non seulement sur votre vie d’homme politique et de soldat, mais jusque sur vos distractions. Vous peignez des naufrages, votre jeu favori est de tuer des lapins, des pigeons ou des thons. Dans votre biographie : que de cadavres ! en Afrique, aux Asturies, pendant la guerre civile et l’après-guerre. Toute votre vie couverte par la moisissure du deuil. Je vous imagine cerné de colombes sans pattes, de guirlandes noires, de rêves qui grincent le sang et la mort. Je souhaite que vous vous transformiez, que vous changiez, que vous vous sauviez, oui ; c’est-à-dire que vous soyez heureux, enfin. Que vous renonciez au monde de répression, de haine, de geôle, de bons et de méchants qui présentement vous entourent. Je ne fais pas partie des espagnols qui, par légion, à la fin de la guerre civile, traversèrent les Pyrénées couvertes de neige, comme mon ami Enrique qui avait alors 11 mois. Les ventres secs, l’épouvante à flot cherchaient la cime et fuyaient le fond de la terreur. Que d’héroïsmes anonymes, que de mères à pied portant leurs enfants dans leurs bras. Puis, tout au long de ces années, de ces derniers lustres, combien ce sont exilés ? Combien ont émigré ? Ne voyez en moi aucun orgueil. Je ne me sens en aucune façon supérieure à quiconque et moins qu’à personne à vous. Nous sommes tous les mêmes. Mais il faut écouter cette voix qui vient jusqu’à vous, baignée d’émotions, volant par-dessus la moitié de l’Europe. Ce que je vais vous écrire dans cette lettre, la plupart des hommes d’Espagne pourraient vous le dire si leurs bouches n’étaient pas scellées. C’est ce que disent les poètes en privé. Mais ils ne peuvent proclamer à haute voix le cri de leur cœur : ils risquent la prison. C’est pourquoi tant s’en sont allés. Votre régime est un maillon de plus dans une chaîne d’intolérance commencée en Espagne voilà des siècles. Je voudrais que vous preniez conscience de cette situation et, grâce à cela, que vous ôtiez les baillons et les menottes qui emprisonnent la plupart des espagnols. Tel est le but de ma lettre: vous voir changer. »

 

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Fernando Arrabal (Melila, 11 augustus 1932)
Cover Spaanse uitgave

 

 

De Japanse schrijver Yoshikawa Eiji werd geboren op 11 augustus 1892 in de prefectuur Kanagawa. Zie ook alle tags voor Yoshikawa Eiji op dit blog.

Uit: Taiko (Vertaald door William Scott Wilson)

“Whether in the villages or on the roads, the children were quick to yell this whenever they saw warriors. The general, the mounted samurai, and the common soldiers dragging their feet were all silent, their strong faces set like masks. They did not warn the children about getting too close to the horses, nor did they favor them with so much as a grin. These troops seemed to be part of the army that had withdrawn from Mikawa, and it was clear that the battle had been bitterly fought. Both horses and men were exhausted. Blood-smeared wounded leaned heavily on the shoulders of their comrades. Dried blood glistened, as black as lacquer, on armor and spear shafts. Their sweaty faces were so caked with dust that only their eyes shone through. "Give the horses water," ordered an officer. The samurai on horseback passed the order along in loud voices. Another order went out to take a rest. The horsemen dismounted, and the foot soldiers stopped dead in their tracks. Breathing sighs of relief, they dropped wordlessly onto the grass. Across the river, Kiyosu Castle looked tiny. One of the samurai was Oda Nobuhide's younger brother, Yosaburo. He sat on a stool, gazing up at the sky, surrounded by half a dozen silent retainers. Men bound up arm and leg wounds. From the pallor of their faces it was clear they had suffered a great defeat This did not matter to the children. When they saw blood, they themselves became heroes bathed in blood; when they saw the glitter of spears and pikes, they were convinced that the enemy had been annihilated, and they were filled with pride and excitement. "Hachiman! Hachiman! Victory!" When the horses had drunk their fill of water, the children threw flowers at them, too, cheering them on. A samurai standing beside his horse spotted Hiyoshi and called, "Yaemon's son! How is your mother?" "Who, me?" Hiyoshi walked up to the man and looked straight up at him with his grimy face. With a nod, the man put his hand on Hiyoshi's sweaty head. The samurai was no more than twenty years old. Thinking this man had just come from battle, and feeling the weight of the hand in its chain-mail gauntlet on his head, Hiyoshi was overwhelmed by a feeling of glory.”

 

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Yoshikawa Eiji (11 augustus 1892 – 7 september 1962)
Cover Spaanse uitgave

 

 

De Duitse dichter Ernst Stadler werd geboren op 11 augustus 1883 in Colmar (Kolmar). Zie ook alle tags voor Ernst Stadler op dit blog.

 

Beata Beatrix

Dämmerläuten schüttet in den veilchenblauen Abend
weiße Blütenflocken. Kleine Flocken
blank wie Muschelperlen rieseln· tanzen·
schwärmen weich wie dünne blasse Daunen·
wirbelnd· wölkend. Schwere Blütenbäume
streuen goldne Garben. Wilde Gärten
tragen mich in blaue Wundernächte·
große wilde Gärten. Tiefe Beete
schwanken brennend auf· wie Traumgewässer
still und spiegelnd. Silberkähne heben
mich von braunen Uferwiesen
in das Leuchten. Über Scharlachfluten
dunklen Mohns· der rot in Flammensäulen
züngelt· treibt der Nachen. Bleiche Lilien
tropfen schillernd drüberhin wie Wellen.
Düfte aus kristallnen Nächten tauchend·
schlingen wirr und hängen sich ins Haar·
und sie locken . . leise· leise . .
und die grünen klaren Tiefen flimmern . .
Purpurstrahlen schießen . . leise sink ich . .
süß umfängt mich müder Laut von Geigen . .
schwingt· sinkt· gleitende Paläste
funkeln fern. Licht stürzt
über mich. Weit· grün
schwebt ein Glänzen . .

 

 

Bahnhöfe

Wenn in den Gewölben abendlich die blauen Kugelschalen
Aufdämmern, glänzt ihr Licht in die Nacht hinüber gleich dem Feuer von Signalen.
Wie Lichtoasen ruhen in der stählernen Hut die geschwungenen Hallen
Und warten. Und dann sind sie mit einem Mal von Abenteuer überfallen,
Und alle erzne Kraft ist in ihren riesigen Leib verstaut,
Und der wilde Atem der Maschine, die wie ein Tier auf der Flucht stille steht und um sich schaut,
Und es ist, als ob sich das Schicksal vieler hundert Menschen in ihr erzitterndes Bett ergossen hätte,
Und die Luft ist kriegerisch erfüllt von den Balladen südlicher Meere und grüner Küsten und der großen Städte.
Und dann zieht das Wunder weiter. Und schon ist wieder
Stille und Licht wie ein Sternhimmel aufgegangen,
Aber noch lange halten die aufgeschreckten Wände, wie Muscheln Meergetön, die verklingende Musik eines wilden Abenteuers gefangen.

 

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Ernst Stadler (11 augustus 1883 – 30 oktober 1914)

 

 

De Schotse dichter Hugh MacDiarmid werd geboren op 11 augustus 1892 als Christopher Marray Grieve in Langholm. Zie ook alle tags voor Hugh MacDiarmid op dit blog.

 

Gairmscoile (Fragment)

II

Wergeland, my warld as thine 'ca' canny' cries,
And daurna lippen to auld Scotland's virr.
Ah, weel ye kent—as Carlyle quo' likewise—
Maist folk are thowless fules wha downa stir,
Crouse sumphs that hate nane 'bies wha'd wauken them.
To them my Pegasus tae's a crocodile.
Whummelt I tak' a bobquaw for the lift.
Insteed o' sangs my mou' drites eerned phlegm.
... Natheless like thee I stalk on mile by mile,
Howk'n up deid stumps o' thocht, and saw'in my eident gift.

Ablachs, and scrats, and dorbels o' a' kinds
Aye'd drob me wi' their puir eel-droonin' minds,
Wee drochlin' craturs drutling their bit thochts
The dorty bodies! Feech! Nae Sassunuch drings
'll daunton me. —Tak' ye sic things for poets?
Cock-lairds and drotes depert Parnassus noo.
A'e flash o' wit the lot to drodlich dings.
Rae, Martin, Sutherland—the dowless crew,
I'll twine the dow'd sheaves o' their toom-ear'd corn,
Bind them wi' pity and dally them wi' scorn.

Lang ha'e they posed as men o' letters here,
Dounhaddin' the Doric and keepin't i' the draiks,
Drivellin' and druntin', wi' mony a datchie sneer
... But soon we'll end the haill eggtaggle, fegs!
... The auld volcanoes rummle 'neath their feet,
And a' their shoddy lives ‘ll soon be drush,
Danders o' Hell! They feel th' unwelcome heat,
The deltit craturs, and their sauls are slush,
For we ha'e faith in Scotland's hidden poo'ers,
The present's theirs, but a' the past and future's oors.

 

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Hugh MacDiarmid (11 augustus 1892 – 9 september 1978)

 

 

De Amerikaanse schrijver en essayist Andre Dubus werd geboren op 11 augustus 1936 in Lake Charles, Louisiana. Zie ook alle tags voor Andre Dubus op dit blog.

Uit: Dancing After Hours

“Beneath his heart, wings fluttered. He looked at her eyes and the wings paused like a hawk's, and glided. "You," he said, and they rushed in his breast, and someplace beneath them he felt the cool plume of a lie. "I want to feel you." The lie spread upward, but light was in her eyes, and she was standing, was saying softly: "Let's go." He stood and put on his coat and hat; she had a black umbrella; she left her newspaper on the counter and he followed her out the door. She opened the umbrella, held it between them, and he stepped under it. His arm touched hers; perhaps it was the first time he had ever touched her. He went with her up the street, away from the river; at the corner she stopped and faced traffic, and watched the red light. He looked at her profile. Suddenly he felt the solidity of the earth beneath his feet. Were gravity and grave rooted in the same word? In that moment, looking at her left eye and its long upturning lashes, her nose and lips, and the curve of her chin, he could have told her they must not do this, that he was a waste of her time, her fertility. Then she turned to him, and her eyes amazed him; he was either lost or found, he could not know which, and he surrendered. The traffic light changed and they crossed the street and she led him down a brick alley between brick shops, then across a courtyard. His life was repeating itself, yet it felt not repetitious but splendid, and filled with grace. He lowered his eyes to rain moving on darkened bricks. God in heaven, he thought, if there is one, bless us. As a boy he was an Episcopalian. Then, with his first wife, he became his flesh and what it earned. Only his love for his children felt more spiritual than carnal. Holding one in his arms, he felt connected with something ancient, even immortal. In the arms of his passionate wife he felt a communion he believed was the supreme earthly joy. It had ended and he had found it again with other wives and other women, and always its ending had flung him into a dark pit of finitude, whose walls seeped despair as palpable as the rain he walked in now, after too many years. Doreen's kiss dispelled those years. She gave it to him just across the threshold of her apartment, and he marveled at the resilience of nature. So many kisses in his lifetime, yet here he was, as though kissed for the first time on a front porch in summer in Dayton, Ohio. Oh plenitude, oh spring rain, and new love. He did not see the apartment: it was objects and shadows they moved through. Her unmade bed was box springs and a mattress on the floor, and quickly they were in it, his hat and clothes on the carpet with hers. He did not want it to end; he made love to her with his lips, his hands, his tongue. The muscles of her arms and stomach and legs were hard, her touch and voice soft; he spoke her name, he called her "sweet," he called her "my lovely," he perspired, and once from his stomach came a liquid moan of hunger.”

 

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Andre Dubus (11 augustus 1936 –  24 februari 1999)
Cover

 

 

Zie voor nog meer schrijvers ook mijn blog van 11 augustus 2016 en ook mijn blog van 11 augustus 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 09:51 Reageer op dit bericht

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