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Berichten van 1 mei 2009 tot 2 mei 2009

Gottfried Benn, Esther Freud, Novalis, Angela Krauß, Udo Steinke

De Duitse dichter en schrijver Gottfried Benn werd geboren in Mansfeld op 2 mei 1886. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007 en ook mijn blog van 2 mei 2008.

 

 

Durch jede Stunde...

 

Durch jede Stunde, durch jedes Wort

blutet die Wunde der Schöpfung fort,

verwandelnd Erde und tropft den Seim

ans Herz dem Werde und kehret heim.

Gab allem Flügel, was Gott erschuf,

den Skythen die Bügel dem Hunnen den Huf -

nur nicht fragen, nur nicht verstehn;

den Himmel tragen, die weitergehn,

nur diese Stunde ihr Sagenlicht

und dann die Wunde, mehr gibt es nicht.

Die Äcker bleichen, der Hirte rief,

das ist das Zeichen: tränke dich tief,

den Blick in Bläue, ein Ferngesicht:

das ist die Treue, mehr gibt es nicht,

Treue den Reichen, die alles sind,

Treue dem Zeichen, wie schnell es rinnt,

ein Tausch, ein Reigen, ein Sagenlicht,

ein Rausch aus Schweigen, mehr gibt es nicht.

 

 

 

 

 

Mann und Frau gehn durch die Krebsbaracke

 

Der Mann:

Hier diese Reihe sind zerfallene Schöße

und diese Reihe ist zerfallene Brust.

Bett stinkt bei Bett. Die Schwestern wechseln stündlich.

 

Komm, hebe ruhig diese Decke auf.

Sieh, dieser Klumpen Fett und faule Säfte,

das war einst irgendeinem Mann groß

und hieß auch Rausch und Heimat.

 

Komm, sieh auf diese Narbe an der Brust.

Fühlst du den Rosenkranz von weichen Knoten?

Fühl ruhig hin. Das Fleisch ist weich und schmerzt nicht.

 

Hier diese blutet wie aus dreißig Leibern.

Kein Mensch hat soviel Blut.

Hier dieser schnitt man

erst noch ein Kind aus dem verkrebsten Schoß.

 

Man läßt sie schlafen. Tag und Nacht. - Den Neuen

sagt man: hier schläft man sich gesund. - Nur sonntags

für den Besuch läßt man sie etwas wacher.

 

Nahrung wird wenig noch verzehrt. Die Rücken

sind wund. Du siehst die Fliegen. Manchmal

wäscht sie die Schwester. Wie man Bänke wäscht.

 

Hier schwillt der Acker schon um jedes Bett.

Fleisch ebnet sich zu Land. Glut gibt sich fort,

Saft schickt sich an zu rinnen. Erde ruft.

 

 

 

 

 

Gottfried_Benn
Gottfried Benn (2 mei 1886 - 7 juli 1956)

 

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Esther Freud werd geboren in Londen op 2 mei 1963. Freud brak in 1994 door met haar roman Hideous Kinky (vertaald als De kleur van henna), die gaat over haar merkwaardige jeugd in Marokko. De gelijknamige film – met Kate Winslet– werd een groot succes. Freuds werk verscheen in meer dan dertien landen. In haar romans spelen familierelaties een nadrukkelijke rol. Esther Freud is de dochter van kunstschilder Lucian Freud en de achterkleindochter van Sigmund Freud. Esther Freud is tevens actrice en mede-oprichter van het vrouwentheater Norfolk Broads.

 

Uit: Love Falls

 

“I don't know if I've ever mentioned my friend Caroline,' Lambert said as a thick white plate of kedgeree arrived at the table and was set down on the linen cloth in front of Lara, 'but I had a letter this morning, and . . .' He paused to acknowledge the arrival of his chops. 'It seems she's not at all well.'

'Oh. I mean, no. I don't think you have.' Lara stared down at the slivers of browned fish, the gold yolk of the egg, the parsley sticking to the rice. She wanted to start but it seemed rude. 'Is she very . . . ?'She never knew if you were allowed to mention age to people who were old. 'Is she . . .' She said it brightly. 'Very old?'

'Well. . .'Her father took up a sharp knife and cut into the meat. 'Not terribly. A few years more than me. Sixty-ish, maybe?' He sighed. 'Quite young.'

Lara nodded as she scooped up her first mouthful, the soft grains cinnamon- and clove-scented, the tiny seeds of caraway cracking between her teeth, and wondered when, if ever, she would think of sixty-ish as young.

'It made me wonder,' her father continued while the waiter poured tea, 'if I shouldn't visit. She's taken a house in Italy for the summer. She takes one every year, her late husband was Italian, and every year she invites me, but this time . this time I thought I actually might go.'

He looked down then, frowning, giving Lara a chance to observe him, see how this declaration was affecting him, a man who made it a point never to leave London, had not left it, as far as she knew, since before she was born. Why, she'd asked him once, do you never travel? And he'd shrugged and said whytravel when you're already in the best place there is?

For a while they ate in silence and then, still chewing, he fixed Lara with a look. 'Have you ever been?'”

 

 

 

 

Freud
Esther Freud (Londen, 2 mei 1963)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Novalis werd geboren in Oberwiederstedt op 2 mei 1772. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007. en ook mijn blog van 2 mei 2006 en ook mijn blog van 2 mei 2008.

 

 

Geschichte der Poesie

 

Wie die Erde voller Schönheit blühte,

Sanftumschleiert von dem Rosenglanz

Ihrer Jugend und noch bräutlich glühte

Aus der Weihumarmung, die den Kranz

Ihrer unenthüllten Kindheit raubte,

Jeder Wintersturm die Holde mied,

O! da säuselte durch die belaubte

Myrte Zephir sanft das erste Lied.

Eva lauschte im Gebüsch daneben

Und empfand mit Jugendphantasie

Dieser Töne jugendliches Leben

Und die neugeborne Harmonie,

Süßen Trieb empfand auch Philomele

Leise nachzubilden diesen Klang;

Mühelos entströmet ihrer Kehle

Sanft der göttliche Gesang.

 

Himmlische Begeistrung floss hernieder

In der Huldin reingestimmte Brust,

Und ihr Mund ergoss in Freudenlieder

Und in Dankgesängen ihre Lust,

Tiere, Vögel, selbst die Palmenäste

Neigten staunender zu ihr sich hin,

Alles schwieg, es buhlten nur die Weste

Froh um ihre Schülerin.

 

Göttin Dichtkunst kam in Rosenblüte

Hoher Jugend eingehüllt herab

Aus dem Äther, schön wie Aphrodite,

Da ihr Ozean das Dasein gab.

Goldne Wölkchen trugen sie hernieder,

Sie umfloss der reinste Balsamduft,

Kleine Genien ertönten Lieder

In der tränenlosen Luft.

 

 

 

 

 

Geistliche Lieder  III

 

Wer einsam sitzt in seiner Kammer,

Und schwere, bittre Tränen weint,

Wem nur gefärbt von Not und Jammer

Die Nachbarschaft umher erscheint;

 

Wer in das Bild vergangner Zeiten

Wie tief in einen Abgrund sieht,

In welchen ihn von allen Seiten,

Ein süßes Weh hinunter zieht; –

 

Es ist, als lägen Wunderschätze

Da unten für ihn aufgehäuft,

Nach deren Schloß in wilder Hetze

Mit atemloser Brust er greift.

 

Die Zukunft liegt in öder Dürre

Entsetzlich lang und bang vor ihm,

Er schweift umher, allein und irre,

Und sucht sich selbst mit Ungestüm.

 

Ich fall ihm weinend in die Arme:

Auch mir war einst, wie dir, zumut,

Doch ich genas von meinem Harme,

Und weiß nun, wo man ewig ruht.

 

Dich muß, wie mich, ein Wesen trösten,

Das innig liebte, litt und starb;

Das selbst für die, die ihm am wehsten

Getan, mit tausend Freuden starb.

 

Er starb, und dennoch alle Tage

Vernimmst du seine Lieb und ihn,

Und kannst getrost in jeder Lage

Ihn zärtlich in die Arme ziehn.

 

Mit ihm kommt neues Blut und Leben

In dein erstorbenes Gebein;

Und wenn du ihm dein Herz gegeben,

So ist auch seines ewig dein.

 

Was du verlorst, hat er gefunden;

Du triffst bei ihm, was du geliebt:

Und ewig bleibt mit dir verbunden,

Was seine Hand dir wiedergibt.

 

 

 

 

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Novalis (2 mei 1772 -  25 maart 1801)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Angela Krauß werd geboren op 2 mei 1950 in Chemnitz. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007 en ook mijn blog van 2 mei 2008.

 

Uit: Weggeküßt

 

“Kürzlich wachte ich auf und merkte, noch im Liegen, daß etwas geschehen war. Vorsichtig, ohne mich zu rühren, tastete ich mit halbgeschlossenen Augen meine Umgebung ab.

Sie war verändert. Allerdings befand sich alles noch am selben Platz, so wie ich es gegen Mitternacht verlassen hatte. Vertiko, Spiegel, der Stuhl mit den Kleidern standen wie gewohnt um mein Bett herum.

Nur schaute keines mich mehr an.

Solange ich denken kann, erwache ich morgens in eine Welt, die auf mich wartet. Die Tiere rufen und schreien. Der Schrank, verschlossen und beherrscht, wartet auf mich. Der Stuhl steht mit vor Ungeduld vibrierenden Beinen da, der Spiegel hat die Augen aufwärts gedreht, ich sehe nur das Weiße, ehe er gleich, ein Blick von mir genügt, das Bewußtsein wiedererlangt. Die Wäsche, die Strümpfe, die Kleider warten auf mich, die ich ihr Inhalt bin.

Und plötzlich, von heut auf morgen, hatten sie damit aufgehört.

Ich blickte mit halbgeschlossenen Augen immer wieder von einem zum andern. Unverwandte Erscheinungen, die bestenfalls Gegenstände genannt werden konnten, ebensogut auf dem Kopf stehen oder sich jeden Moment zu anderen, beliebigen Molekülketten formieren.

Ich setzte mich lange diesem unvertrauten Zustand aus. Ohne Ergebnis.”

 

 

 

 

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Angela Krauß (Chemnitz, 2 mei 1950)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Udo Steinke werd geboren op 2 mei 1942 in Łódź. Vanaf 1947 woonde zijn familie in Eilenburg, waar hij na de middelbare school in de zoetwarenindustrie ging werken. Van 1960 tot 1965 studeerde hij in Leipzig literatuur. Daarna werd hij lector in een Leipziger uitgeverij. In 1968 keerde hij na een dienstreis niet terug naar de DDR en vestigde zich in München waar hij als journalist werkte en een baan vond bij het Goethe Instituut. Zijn literaire doorbraak kwam in 1980 met de novelle Ich kannte Talmann. Steinke was bevriend met Heinrich Böll, Willy Brandt en Hans-Dietrich Genscher

 

Uit: Zu Bölls Tod

 

“Und eines Tages, drei Bücher sind bereits erschienen, wird man in eine Privatwohnung eingeladen und wer steht dort? Leibhaftig steht der Förderer dort. Er hat natürlich dafür gesorgt, dass man eingeladen worden ist. Und er setzt sich in einen Sessel, ein ganz tiefes, fast ebenerdiges Ding, man setzt sich einfach selbst auf den Arsch mitten auf die Erde vor den Niedrigsessel und zu Füssen des Mannes, und der Mann spricht über sein Rauchen, nein – über seine Rauchsucht spricht er, sagt, dass er im Krieg beinah kriminell geworden wäre, nur um an Zigaretten ranzukommen; man traut seinen Ohren nicht, der Mann spricht so ruhig, sanft und bescheiden über seine beinahkriminelle Zigarettensucht während des Krieges als würde er von seiner besonderen Liebe zu den Blattfarben im Herbst schwärmen. Ich würde lieber sterben als mit dem Rauchen aufzuhören, sagt er und lächelt zart und glücklich und deutet auf seine Füße, von denen man ein Stückchen abgeschnitten hatte, weil „ ich so viel geraucht habe“ erklärt er und man könnte schwören, dass Sokrates nie in seinem Leben ein weiseres Gesicht getragen haben kann als in dem Moment der sanfte Mann mit den gekürzten Füßen.

Man spürt Ganshaut auf dem Nacken, denkt an die fast zärtlichen Briefe, die der Mann einem geschrieben hat mit einer Schrift, die mein Lehrer glatt mit einem „Sehr gut“ ausgezeichnet hätte, Und dann denkt man: Das kann nicht wahr sein, Und dann heult man und denkt: Jedenfalls heule ich jetzt nicht.”

 

 

 

 

udosteinke
Udo Steinke (2 mei 1942 – 12 oktober 1999)

 

Geschreven door Romenu om 20:00 Reageer op dit bericht

Jurgis Baltrušaitis, Gisela Elsner, Franz Innerhofer, Georges-Arthur Goldschmidt, James Holmes, Jerome K. Jerome, Klaus Konjetzky

De Litouwse schrijver en vertaler Jurgis Baltrušaitis werd geboren op 2 mei 1873 in Paantvardys. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007 en ook mijn blog van 2 mei 2008.

 

 

 

THE SONG OF THE TUMBLEDOWN HOUSE

 

A tumbledown old house I know –

Beside its doorstep burdocks grow;

Its narrow windows seem to wince

As if it grieves and weeps long since,

As if it were already tired

Of earthly, beggarly attire.

 

A cross and well-pole lean outside;

The fence is almost nullified;

Caved in and crooked, poorly thatched,

The roof still hangs, repaired and patched,

The straw upon it sticking out,

Quite often torn by storms, no doubt.

 

Where noisy feet at balls once leapt

The floor now creaks, unwashed, unswept.

Where youthful joy once sang, divine,

Dry willows, bent, the pathway line.

The yard's in a neglected state;

Long since no dog barks at the gate.

 

The housewife doesn't hear a thing,

Though once she'd made young heartstrings ring.

The leaves on garden trees scarce shake,

So the tired widow shouldn't wake

And not be parted with her wealth –

Her sleep, her dreams of youth and health.

 

 

 

 

 

SEEING OFF A STORK

 

The sun's hanging low in the sky,

All the woodland birds quieten now.

They gather in flocks and fly

From the woods, now more spacious, somehow.

 

Brother stork, my visitor rare,

Both together we weathered our woes.

Now, my brother, alone you prepare

To travel – how far, God knows!

 

There gardens in autumn don't fade,

Skies shine in the sun's golden fire,

And here – only empty fields

And the falsehood of empty desire.

 

Mottled Autumn through stubble and straw

Lays its pathways all covered with mud.

I dream of your country, dear stork,

While the autumn wind chills my blood.

 

Ah, get ready, get ready, dear thing,

To catch up with the setting sun's beams!

The sun is for those who have wings,

While the lot of the wingless are dreams.

 

 

 

 

Vertaald door Dorian Rottenberg

 

 

 

 

JurgisBaltrusaitis
Jurgis Baltrušaitis (2 mei 1873 – 3 januari 1944)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Gisela Elsner werd geboren op 2 mei 1937 in Nürnberg. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007 en ook mijn blog van 2 mei 2008.

 

Uit: Das Berührungsverbot

 

“Als Keitel während der allabendlichen Zusammenkünfte mit seiner Familie, und zwar Satz für Satz gewohnheitsmäßig betonend, es lohne sich kein Wort darüber zu verlieren, zum ersten Male von sich aus über seine Tätigkeit zu reden begann, drückten seine Eltern einander unter dem Tisch die Hände. Seine Frau beugte sich dicht, als müsse sie sich seiner vergewissern, mit bald leuchtenden, bald vor Rührung feuchten Augen vor. Daß er seiner Tätigkeit – er könne, meinte er, weil das Wort Beruf wegen der kümmerlichen Kenntnisse zu hochgegriffen sei, das Wort Arbeit indes wegen der hohen Bezahlung zu tief, ohne Beschönigung nur eines von sich sagen: er sei beschäftigt – daß er also seiner Tätigkeit nichts als Klagen abgewinnen konnte, machte die heimliche Beglückwünschung der Eltern unter dem Tisch keineswegs hinfällig. Endlich, flüsterte seine Mutter seinem Vater unter vier Augen vor dem Schlafengehen zu, endlich spricht er so wie du.”

 

 

 

 

elsner
Gisela Elsner (2 mei 1937 – 13 mei 1992)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Franz Innerhofer werd geboren op 2 mei 1944 in Krimml. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007 en ook mijn blog van 2 mei 2008.

 

Uit: Schöne Tage. Schattseite. Die großen Wörter

 

„Kein Mensch, der sich mit ihm befaßte, zu viele Gegenstände, als daß er sich mit einem hätte befassen können, nur die Großmutter war da und arbeitete den ganzen Tag. Die Mutter arbeitete draußen. Zwei Jahre hatte Holl Zeit, um sich zwischen Gegenständen und Menschen ein wenig zurechtzufinden, aber es verging kein Tag, wo er sich nich an ihnen stieß oder von ihnen gestoßen wurde.

Im Sommer waren die Mutter und der Stiefvater auf der Alm. Im Herbst, Winter und Frühjahr kamen sie mit den anderen Knechten und Mägden werktags zweimal schnell ins Haus, würgten das Essen hinunter, blieben einige Minuten schweigend um den Tisch sitzen, dann kam die Großmutter in die Stube, hielt die Tür auf und schickte alle hinaus. Die einen verschwanden in den Stall oder in die Scheune, die anderen gingen schweigend hinaus auf eines der Felder oder hinauf in den Wald.“

 

 

 

 

Innerhofer
Franz Innerhofer (2 mei 1944 – 19 januari 2002)

 

 

 

 

 

De Frans-Duitse schrijver, essayist en vertaler Georges-Arthur Goldschmidt werd geboren op 2 mei 1928 in Reinbek bij Hamburg. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007.

 

Uit: Über die Flüsse

 

„Möglicherweise weiß doch der Autor am besten, was und wie er es meinte, er versteht den Text, so wie er ihn im Entstehen in sich fühlte; jedenfalls, wenn er das Glück hat, »zweisprachig« und selber Übersetzer zu sein, weiß er genau, wie und ob er seinen Text in der anderen Sprache erkennen würde. Er weiß, wie seine Inbilder aussehen, wie sie liegen, und es kommt darauf an, daß diese Inbilder auch für ihn in der anderen Sprache die gleichen sind, daß sie erkennbar bleiben, in ihm so stehen, wie er sie empfand. Es geht darum, daß es derselbe Text bleibt. Es geht auch darum, daß der Text nicht von der anderen Sprache umgestaltet wird. Deshalb wurde so genau, so wortgetreu wie nur möglich übersetzt, ohne vom Text abzuweichen. Die seltenen Fälle, wo es geschehen ist, werden durch eine Fußnote gekennzeichnet. Der Autor-Übersetzer wurde immer von dem Hintergedanken der möglichen Rückübersetzung geleitet. Es galt dem Ursprungstext so nahe zu bleiben wie nur möglich, ohne hineinzuinterpretieren, ohne den Text der Zielsprache mehr als nötig anzupassen. Und doch, durch den anderen Sprachklang, durch die anderen Sprachvorstellungen ist es ein anderer Text geworden.

Gerade der Übergang von einer Sprache in die andere ist das interessante Problem. Wie bei jeder Übersetzung aber bleibt ein Rest hängen, es ist derselbe Text, dennoch wird er ganz anders, da die Zielsprache eine ganz andere ist. Über den Rand der Sprache kommt man nie in die andere, und der Rand bleibt hinten. Die eine Sprache läßt man liegen mit allem, was sie ausmacht, und versetzt seinen Stoff in eine völlig andere Sprache. Gerade dies ist das Rätsel des Übersetzens, das Risiko, dem sich jeder Übersetzer ausliefert.“

 

 

 

 

Goldschmidt
Georges-Arthur Goldschmidt (Reinbek, 2 mei 1928)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter en vertaler James Stratton Holmes werd geboren in Collins, Iowa, op 2 mei 1924. Zie ook mijn blog van 2 mei 2007.

 

Uit: Rebuilding the Bridge at Bommel

 

“De meest letterlijke vertaling zou zijn: „I went to Bommel for the bridge to see” maar dat is geen goed Engels, en al helemaal niet poëtisch. Iedere Nederlander met een beetje kennis van de Engelse taal zou waarschijnlijk zeggen: „I went to Bommel to see the bridge”. Dat is syntactisch correct maar, ai, in tekst en ritme doet die zin in het Engels onvermijdelijk denken aan het kinderversje „I went to London to visit the queen”. En díe associatie is voor dit melancholieke sonnet van Nijhoff absoluut ongewenst. „I went to Bommel for to see the bridge” misschien? Dan loopt de zin niet lekker meer: het jambische metrum wordt doorbroken, dat is ook zonde. „I went to Bommel, I went to see the bridge” dan? Maar dan verander je als vertaler dat kenmerkende parlando van Nijhoff, die spreektaalachtige stijl, in iets tamelijk plechtstatigs. Dat past niet bij Nijhoff.



 

 

James_Holmes
James Holmes (2 mei 1924 - 6 november 1986)

 

 

 

 

De Engelse schrijver Jerome Klapka Jerome  werd geboren op 2 mei 1859 in Walsall, in het toenmalige graafschap Staffordshire. Hij bezocht de Marylebone Grammar School, maar begon al op 14-jarige leeftijd te werken als klerk bij de spoorwegen. Later werd hij onderwijzer, acteur en journalist. Hij trouwde in 1888 en kreeg een dochter. In 1893 richtte hij het weekblad 'Today' op. Tijdens de Eerste Wereldoorlog diende hij als ambulancechauffeur in Frankrijk. In 1888 publiceerde hij zijn eerste boek, On Stage and Off. Een jaar daarna had hij veel succes met The Idle Thoughts of an Idle Fellow, en met zijn bekendste boek, Three Men in a Boat (1889), waarin hij op onnavolgbare wijze, met vele terzijdes, de belevenissen beschrijft van drie vrienden die een boottochtje maken op de Theems. Dit boek vond een vervolg in Three Men on the Bummel, waarin dezelfde drie vrienden een tocht door Duitsland ondernemen.

 

Uit: Three Men on a Boat

 

“I remember going to the British Museum one day to read up the treatment for some slight ailment of which I had a touch - hay fever, I fancy it was. I got down the book, and read all I came to read; and then, in an unthinking moment, I idly turned the leaves, and began to indolently study diseases, generally. I forget which was the first distemper I plunged into - some fearful, devastating scourge, I know - and, before I had glanced half down the list of "premonitory symptoms," it was borne in upon me that I had fairly got it. I sat for awhile, frozen with horror; and then, in the listlessness of despair, I again turned over the pages. I came to typhoid fever - read the symptoms - discovered that I had typhoid fever, must have had it for months without knowing it - wondered what else I had got; turned up St. Vitus's Dance - found, as I expected, that I had that too, - began to get interested in my case, and determined to sift it to the bottom, and so started alphabetically - read up ague, and learnt that I was sickening for it, and that the acute stage would commence in about another fortnight. Bright's disease, I was relieved to find, I had only in a modified form, and, so far as that was concerned, I might live for years. Cholera I had, with severe complications; and diphtheria I seemed to have been born with. I plodded conscientiously through the twenty-six letters, and the only malady I could conclude I had not got was housemaid's knee.”

 

 

 

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Jerome K. Jerome (2 mei 1859 – 14 juni 1927)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 2 mei 2007.

 

De Duitse schrijver en dichter Klaus Konjetzky werd geboren op 2 mei 1943 in Wenen.

 

Geschreven door Romenu om 19:57 Reageer op dit bericht

Guido Gezelle, Joseph Heller, Johano Strasser, Yánnis Rítsos, Ignazio Silone

De Vlaamse dichter Guido Gezelle werd geboren in Brugge op 1 mei 1830. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 1 mei 2006 en ook mijn blog van 1 mei 2008.

 

 

 

‘k Zat bij nen boom te lezen

 

‘k Zat bij nen boom te lezen,

al in mijnen brevier;

de zunne kwam gerezen,

gelijk een kole vier;

de blijde vogels dronken

de dreupels van den mei,

de morgenperelen blonken

en brandden in de wei,

lijk vier:

'k zat bij nen boom te lezen,

al in mijnen brevier!

 

 

 

 

Het Schrijverke

 

O Krinklende winklende waterding

met ‘t zwarte kabotseken aan,

wat zien ik toch geren uw kopke flink

al schrijven op ‘t waterke gaan!

Gij leeft en gij roert en gij loopt zo snel,

al zie ‘k u noch arrem noch been;

gij wendt en gij weet uwen weg zo wel,

al zie ‘k u geen ooge, geen één.

Wat waart, of wat zijt, of wat zult gij zijn?

Verklaar het en zeg het mij, toe!

Wat zijt gij toch, blinkende knopke fijn,

dat nimmer van schrijven zijt moe?

Gij loopt over ‘t spegelend water klaar,

en ‘t water niet meer en verroert

dan of het een gladdige windtje waar,

dat stille over ‘t waterke voert.

o Schrijverkes, schrijverkes, zegt mij dan, -

met twintigen zijt gij en meer,

en is er geen een die ‘t mij zeggen kan: -

Wat schrijft en wat schrijft gij zo zeer?

Gij schrijft, en ‘t en staat in het water niet,

gij schrijft, en ‘t is uit en ‘t is weg;

geen christen en weet er wat dat bediedt:

och, schrijverke, zeg het mij, zeg!

Zijn ‘t visselkes daar ge van schrijven moet?

Zijn ‘t kruidekes daar ge van schrijft?

Zijn ‘t keikes of bladtjes of blomkes zoet,

of ‘t water, waarop dat ge drijft?

Zijn ‘t vogelkes, kwietlende klachtgepiep,

of is ‘et het blauwe gewelf,

dat onder en boven u blinkt, zoo diep,

of is het u, schrijverken zelf?

En t krinklende winklende waterding,

met ‘t zwarte kapoteken aan,

het stelde en het rechtte zijne oorkes flink,

en ‘t bleef daar een stondeke staan:

"Wij schrijven," zoo sprak het, "al krinklen af

het gene onze Meester, weleer,

ons makend en leerend, te schrijven gaf,

één lesse, niet min nochte meer;

wij schrijven, en kunt gij die lesse toch

niet lezen, en zijt gij zo bot?

Wij schrijven, herschrijven en schrijven nog,

den heiligen Name van God!"

 

 

 

 

 

gezelle
Guido Gezelle (1 mei 1830 – 27 november 1899)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Joseph Heller werd geboren in New York op 1 mei 1923. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 1 mei 2008.

 

Uit: No Laughing Matter

 

“IN AUGUST OF 1982 a twenty-six-year-old man in New Jersey wrote to tell me he had been on a respirator in the intensive care unit of a hospital for fifty-eight days and had not been able to talk all that time. He was admitted to the hospital on February 1, 1982, and released five months later on June 30. His wife informed me in a separate letter that he was able by August to do just about everything but play softball and run. His rate of recovery from the effects of the ailment from which he had suffered was exceptional. But what struck me more profoundly was the information that he had been deprived of the ability to speak for the fifty-eight days he required the mechanical assistance of a respirator in order to breathe. I was stunned by the knowledge. Although more than eight months had elapsed since the date of my own hospitalization with the identical ailment, and over three since my discharge, the thought had not once occurred to me that I would have been unable to talk if I too had required a tracheostomy.

My attending doctors were twin brothers who maintained their medical practice together. In my instance they had adopted the sensible approach of not giving me any distressing information about my illness unless they had to; and I had adopted the sensible defense of not seeking any. I do not remember their telling me that I would not be able to speak once the tracheostomy they mentioned as all but inevitable had been performed and I had been connected through an incision at the throat to the ventilating machine which I believe, perhaps incorrectly, was already there, built into the wall at the head of my bed. I cannot recall even associating the procedure with the need for an apparatus to breathe for me.”

 

 

 

 

heller
Joseph Heller (1 mei 1923 – 12 december 1999)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Johano Strasser werd geboren op 1 mei 1939 in Leeuwarden. Hij stamt uit een internationale familie. Zijn vader was de zoon van een Franse moeder en een Oostenrijkse vader, zijn moeder was Nederlandse. Sinds 1945 leefde de familie in Duitsland. Strasser studeerde voor tolk en vertaler in Mainz en werkte in dit beroep vanaf 1961 bij Ford in Keulen. Daarna studeerde hij in Mainz filosofie. Vervolgens deed hij onderzoek in het Verenigd Koninkrijk, Nederland en Duitsland en habiliteerde zich in de politicologie aan de Freie Universität in Berlijn in 1977. Daar werkte hij vervolgens als docent Sinds 1983 is hij zelfstandig schrijver. Zijn succesvolste boek is de roman Stille Jagd uit 1995. Sinds 2002 is Strasser president van de Duitse PEN club.

 

Uit: Als wir noch Götter waren im Mai

 

“Die Landschaft meiner Kindheit hat mich nie losgelassen, auch dann nicht, als ich längst in der Pfalz, in Mainz, in Berlin und schließlich am Starnberger See lebte. Manchmal steigen auch heute noch ohne erkennbaren Anlaß die Bilder aus der Erinnerung auf: taunasse Wiesen, glänzend in der Morgensonne, das schuppige Rot der Föhren, das winterfahle Gras an einer Böschung, wo ich mich

im Schutz einer Schlehdornhecke in der Märzsonne wärme, ein stiller Fluß, das Wasser dunkelgrün unter tiefhängenden Ästen, die schwarzen Scherenschnitte der Eichenkronen gegen den hellen Abendhimmel. Auch die Gerüche und die Laute stellen sich ein, der Duft, der aufsteigt, wenn in der Nachmittagsschwüle der Regen in schweren Tropfen auf den Sandboden fällt, der Schrei der Bekassinen in den Wümmewiesen, das leise Flirren der Pappeln im Sommerwind.

Als Kind bin ich jahrelang jeden Morgen um halb sieben, den Schulranzen auf dem Rücken, zum zwei Kilometer außerhalb unseres Dorfes gelegenen Bahnhof gelaufen. Bei jedem Wetter, und fast immer allein. Die Straße führte am Sägewerk vorbei, durch tiefliegende Wiesen, eine Brücke über einen Bach mit moorigem Wasser, dann nach links einen flachen sandigen Hügel hinauf, Ginsterbüsche gab es hier und dazwischen schüttere Kartoffelfelder. Bis zum Bahnübergang ging es gerade aus, dann rechts ab ein Stück an den Gleisen entlang bis zum Bahnhofsgebäude. Ich glaube, Kinder sind Animisten. Oder Pantheisten.”

 

 

 

 

Strasser
Johano Strasser (Leeuwarden, 1 mei 1939)

 

 

 

 

 

De Nieuwgriekse dichter Yánnis Rítsos werd geboren op 1 mei 1909 in Monemvasia. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 1 mei 2008.

 

 

MY STAR YOU'VE SET (VASSILEPSES ASTERI MOU)

My star, you've set, fading out in the dark, aIl Creation has set,
and the sun, a black ball of twine, has gathered in its bright light

Crowds keep passing by and jostling me, soldiers trample on me,
but my own gaze never swerves ana my eyes never leave you.

The misty aura of your breath I feel against my cheek;
ah, a buoyant great light's a-float at tlie end of the road.

The palm of a hand bathed in light is wiping the tears from my eyes;
ah my son, the words you spoke rush into my innermost core.

And look now; I've risen again, my limbs can still stand firm;
a blithe light, my brave lad; has lifted me up from the ground.

Now you are shrouded in banners. My child, now go to sleep
I'm on my way to your brothers, beanng your voice with me

 

 

 

 

 

MY SWEET LAD YOU HAVE NOT BEEN LOST (GLYKE MOU ESSY DEN CHATHIKES)

 

My son, what Fate has destined you and what Fate was my doom
to kindle such buming grief, such fire inside my breast?

My sweet lad, you have not been lost, you live inside my veins.
My son, flow deep into all our veins and stay for ever alive.

 

 

 

Vertaald door Amy Mims

 

 

 

 

Ritsos
Yánnis Rítsos (1 mei 1909 — 11 november 1990)

 

 

 

 

 

De Italiaanse schrijver Ignazio Silone werd geboren op 1 mei 1900 in Pescina dei Marsi. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 1 mei 2008.

 

Uit: Das Geheimnis des Luca (Vertaald door Fritz Jaffe)

 

»Da hast du dir aber ein schönes Stück geleistet«, rief Don Serafino mit gespielter Entrüstung. »Darf man fragen, wo du diese Manieren gelernt hast? Bürgermeister, Beisitzer, Pfarrer und Carabinieri haben bis zwei Uhr auf dich gewartet. Was meinst du, wie sich die Ärmsten durch deine Schuld vor der Bevölkerung blamiert haben?«

»Hast du etwa nicht auch auf mich gewartet?« fragte Andrea. »Wäre schade.«

»Selbstverständlich war ich da«, antwortete Don Serafino. »Aber ich war der einzige, der wußte, daß du nicht kommen würdest, der einzige, der die Gründe deiner Abwesenheit kannte, und auch der einzige« jetzt bekannte er sich zum Scherz - »der einzige, der heimlich den Rummel genoß.«

»Du hast doch hoffentlich nicht verraten, wo ich steckte, und mit wem?«

»Nein, ich habe die ganze Litanei hergesagt, ein wahres Vergnügen. Ich habe alle Leute gegen dich aufgehetzt. Wirklich ein Skandal, sagte ich. Kein guter Anfang für das neue Regime. An Stelle des Bürgermeisters würde ich sofort mein Amt niederlegen. Ich muß gestehen, daß Don Franco besonders verbittert war. Er erwartete dich vor dem Durchgang mit ganzen Bündeln von Schriftstücken unter dem Arm. >Die Nachbargemeinden werden vor Neid bersten<<, hatte er gesagt, als er kam Sein religiöses Ideal besteht ja bekanntlich in der Förderung der Bautätigkeit. Du kannst dir also vorstellen, wie sehr du gerade ihn enttäuscht hast. Als der Bürgermeister vom Balkon aus dem Häuflein, das ausgeharrt hatte, verkündete, daß ein kleiner Reiseunfall dein Eintreffen verhindert habe, lachten ihn die Leute einfach aus. Kurz und gut, Andrea, ich muß dir sagen, du gefällst mir, du bist besser, als ich vorausgesehen hatte.«

»Hast du Freude an Skandalen?«

»Manchmal. Wenn sie der bürgerlichen Obrigkeit schaden, weide ich mich geradezu daran. Nun muß ich nur noch herausbekommen, wohin sie gegangen sind, um die Flaschen Wermut und die Torten zu vertilgen, die auf Kosten der Gemeinde für den zu deinen Ehren vorgesehenen Imbiß erstanden worden waren. « Das Stübchen des Priesters mit seiner niedrigen Decke und der dunklen Holztäfelung der Wände empfing aus zwei Fensterluken karges Licht.”

 

 

 

Silone
Ignazio Silone (1 mei 1900 – 22 augustus 1978)

 

Geschreven door Romenu om 20:34 Reageer op dit bericht

Antal Szerb, Aleksander Wat, Viktor Astafiev, Reinier van Genderen Stort, Marcel Prévost, Konrad Weiß, José Martiniano de Alencar

De Hongaarse schrijver Antal Szerb werd geboren op 1 mei 1901 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 1 mei 2008.

 

Uit: In der Bibliothek (Vertaald door Timea Tankó)

 

“Nachdem man mich wegen meiner als unsittlich empfundenen Art, Krawatten zu tragen, und wegen unmoralischer Umtriebe in Cambridge hinausgeworfen hatte, immatrikulierte ich mich am University College London, zu dessen Besonderheit es zählt, dass der Dekan das Recht hat, Priester, denen es einfallen sollte, das Universitätsgelände zu betreten, von eben diesem zu verweisen. Es wird jedoch geheimgehalten, dass es dieses Recht gibt.

Eines Tages zog ich probeweise den traditionellen und aus Kinofilmen wohlbekannten Talar der anglikanischen Geistlichen an und setzte mich demonstrativ in den Säulengang der Universität, wo sich junge Engländerinnen und junge Perser in der spärlichen englischen Sonne bräunten, als sei dies ihr Lieblingssport. Andächtig schloss ich die Augen, und ein süßer Schauder durchfuhr mich, während ich auf den Festzug des Dekans, der würdigen Alten und der Cellerarii der Universität wartete, denn ich habe eine Schwäche für jede Art von Umzug. Sie kamen jedoch nicht, die Teestunde rückte näher, und ich musste einsehen, dass ich wieder einmal naiv gewesen war. Also versuchte ich mich in der Rolle des Straßenpredigers. Ich breitete die Arme aus, nannte die Anwesenden meine Brüder und Schwestern, so, wie es sich gehört, und begann über gewisse Visionen zu sprechen, die mir angeblich im Schnellzug von London nach Liverpool gekommen seien, in denen ich die Einrichtung des Himmels klar vor Augen gehabt hätte und aufgrund deren ich wüsste, dass das große Tier aus der Apokalypse eigentlich Schottland sei. Die jungen Engländerinnen hörten mir mit andächtiger Langeweile zu, und es gelang mir nicht, auch nur das geringste Aufsehen zu erregen. Sie sind nicht einmal weggegangen. Äußerst gedemütigt machte ich mich auf den Weg, um meinen Tee zu trinken. Ich spürte, dass meine Wesensart an der englischen Wohlerzogenheit abprallte und mein Dasein hier eigentlich gar kein teleologisches war.“

 

 

 

 

szerb
Antal Szerb [1 mei 1901 – 27 januari 1945)

 

 

 

 

 

De Poolse schrijver en dichter Alexander Wat werd geboren op 1 mei 1900 in Warschau. Zie ook  Zie ook mijn blog van 1 mei 2007 en ook mijn blog van 1 mei 2008.

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Uit: Jenseits von Wahrheit und Lüge (Vertaald door Esther Kinsky)

 

„WAT: Die Auflösung der kommunistischen Partei durch Moskau hat mich eigentlich nicht besonders beeindruckt, was mich hingegen unglaublich betroffen hat, war der Tod und die Lagerhaft vieler Freunde und guten Bekannten. All diese Menschen , die liquidiert wurden – das war natürlich ein schrecklicher Eindruck. Man wußte sogleich, sie sind im Gefängnis, es gibt einen Prozeß, sie sind beschuldigt, polnische Geheimdienstler zu sein usw. Das fing schon 1937 an. Zu den ersten Verhaftungen von Polen in Rußland kam es 1936, 1937. Einige wurden erst 1938 nach Moskau beordert, aber die meisten saßen schon lange dort in Haft. Warski saß schon seit Jahren, fast alle Wichtigen saßen seit Jahren. Ein paar waren in Paris und wurden  von dort nach Moskau gerufen. Die Liquidierungsprozeß begann schon von der Auflösung der Partei. Das war während der stalinistischen Welle der großen Säuberungen, der Prozesse usw.“

 

 

 

Wat
Aleksander Wat (1 mei 1900 – 29 juli 1967)

 

 

 

 

 

De Russische schrijver Viktor Astafiev werd geboren op 1 mei 1924 in Ovsyanka. Zie ook mijn blog van 1 mei 2007.

 

Uit: Wasjutka und der Taigasee (Vertaald door Maria Luise Völter)

 

“An Wasjutkas Stiefeln klebten nasse Erdklumpen. Er war müde, durchgeschwitzt, und immer wieder setzte er sich in Trab, um mit dem Vater Schritt zu halten. "Weißt du, ich habe sie im Fliegen getroffen, die Enten ..." Der Vater reagierte nicht. Wasjutka lief wieder eine Weile schweigend neben ihm her. Dann fing er noch einmal an: "Weißt du? Sie im Fliegen zu schießen, ist besser: Man trifft dann gleich mehrere!" "Gib nicht so an!" sagte der Vater streng und schüttelte den Kopf. "Woher du nur deine Prahlsucht hast! Ach du liebe Not!" Wasjutka sagte kleinlaut: "Ich gebe doch nicht an. Wenn es wahr ist, warum sollte ich dann prahlen?" Der Vater antwortete nicht, und Wasjutka wechselte verlegen das Gesprächsthema. "Schon bald, Papa, wird die Fichte zu sehen sein, unter der ich übernachtet habe. Ach, war es damals kalt!" "Mag sein, aber jetzt bist du verschwitzt. Geh hinunter, geh zum Großvater ins Boot und erzähl ihm von den Enten. Er liebt solche Geschichten. Geh jetzt, geh!" Wasjutka blieb zurück und wartete auf das Boot, das die Fischer an einer Leine hinter sich herzogen. Sie waren alle sehr müde, und Wasjutka schämte sich, in das Boot einzusteigen. Er half den Fischern beim Ziehen. Sobald in der Ferne der breite, in der dichten Taiga verborgene See zu sehen war, sagte einer von den Fischern: "Da ist Wasjutkas See." So kam es, daß die Leute den neu entdeckten See "Wasjutkasee" nannten. Der See war tatsächlich reich an Fischen. Die Brigade des Gregorij Schadrin stellte sich auf Taigaseefischfang ein. Im Winter wurde ein Häuschen gebaut. Die Fischer brachten Kisten, Salz und Netze dahin und richteten einen ständigen Stützpunkt für Seefischfang ein. Es gelang ihnen nun ganz einfach, so viele Fische zu fangen, wie es ihnen im Plan vorgeschrieben war, und noch viel mehr ...”

 

 

 

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Viktor Astafiev (1 mei 1924 – 29 november 2001)

Monument in Krasnoyarsk

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Reinier van Genderen Stort werd geboren op 1 mei 1886 in Buitenzorg, Nederlands Indië. Het gezin Van Genderen Stort woonde tot 1888 in het huis van zijn grootvader die goeverneur-generaal van Nederlands Indië was. In 1888 vertrokken ze naar Nederland. Daar bezocht Van Genderen Stort het gymnasium in Amsterdam en begon hij te schrijven, daarbij gestimuleerd door Frans Mijnssen en Willem Kloos. Hij studeerde enige tijd Frans, hetgeen hem in contact bracht met auteurs als Zola, Flaubert, Montaigne en Guy de Maupassant, schrijvers die zijn werk sterk hebben beïnvloed. Financieel gesteund door zijn moeder legde Van Genderen Stort zich geheel toe op het schrijverschap. Hij publiceerde korte verhalen in De Stem, De Gids, Nederland en De Nieuwe Gids. In 1912 verscheen zijn eerste boekpublicatie: Idealen en ironieën. Als gevolg van een ongeneeslijke ziekte werd Van Genderen Stort in 1917 geheel blind en moest hij zijn werk voortaan dicteren. Niettemin bleef hij op deze manier publiceren en in 1925 verscheen zijn meest bekende roman Kleine Inez, die door de Maatschappij der Nederlandse Letterkunde te Leiden bekroond werd met de Lucy B. en C.W. van der Hoogtprijs. Vanaf 1935 woonde Van Genderen Stort in Wapenveld in Gelderland, in het huis van zijn jeugdvriendin Gon Waterman met wie hij in 1937 in het huwelijk trad. In deze omgeving schreef hij twee dichtbundels: Najaarsvruchten (1936) en Rijmproeven (1937). Het is echter vooral zijn proza waardoor hij bekend gebleven is.

 

Uit: Kleine Inez

 

“Floris Roelof Scanderbergh was geboren in een kleine, oude stad, gelegen aan de Zuiderzee, waar zijn vader koopman was. De veste was vroeger aanzienlijk geweest. In de Middeleeuwen reeds had zij een talrijke vloot met kruisvaarders bemande koggen naar het Heilige Land gezonden en, stemhebbende stad van het machtig Holland der zeventiende eeuw, had zij haar aandeel gehad in de zeevaart, die 's lands rijkdom en grootheid had gevestigd, zoo goed als andere steden, die haar fortuinlijke ontwikkeling hadden mogen vervolgen en wier geschatte mededingster zij oudtijds geweest was. Maar de herinneringen aan dit roemrijk verleden hadden Floris Roelof tot daden meer dan tot droomen geprikkeld. Een praktische en methodische zin onderscheidde hem voor alles; maatschappelijk aanzien en stoffelijke welvaart zou hij, volgens het voorbeeld der vaderen, bestreven. De staatkundige en godsdienstige gedachten, die zijn tijdgenooten bewogen, waren doorgedrongen ook tot hem, ten spijt van zijn gymnasiale onderhoorigheid, ten spijt van de achterlijkheid of veeleer de weerbarstigheid van het stadje, waar de traditiën der regentenpolitiek nog heerschten, waar alle liberalisme werd verdoemd, waar aan weerwolven werd geloofd en waar, des winters, op onwaarschijnlijke wijze getafeld werd.”

 

 

 

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Reinier van Genderen Stort (1 mei 1886 – 7 januari 1942)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 1 mei 2007.

 

De Franse schrijver Marcel Prévost (eig Eugène Marcel) werd geboren op 1 mei 1862 in Parijs.

 

De Duitse dichter Konrad Weiß werd op 1 mei 1889 geboren in Rauhenbretzingen.


De Braziliaanse schrijver José Martiniano de Alencar werd geboren op 1 mei 1829 in Mecejana.

 

Geschreven door Romenu om 20:30 Reageer op dit bericht

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