Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 9 november 2009 tot 10 november 2009

250 Jaar Friedrich Schiller, Rick de Leeuw, Jan van Nijlen

250 Jaar Friedrich Schiller

De Duitse dichter en schrijver Johann Christoph Friedrich von Schiller werd geboren op 10 november 1759 in Marbach. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2007  en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

Der Abend.

Nach einem Gemälde.

 

Senke, strahlender Gott - die Fluren dürsten
Nach erquickendem Thau, der Mensch verschmachtet,
Matter ziehen die Rosse -
Senke den Wagen hinab!

 

Siehe, wer aus des Meers krystallner Woge
Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?
Rascher fliegen die Rosse,
Tethys, die göttliche, winkt.

 

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme
Springt der Führer, den Zaum ergreift Cupido,
Stille halten die Rosse,
Trinken die kühlende Fluth.

 

An dem Himmel herauf mit leisen Schritten
Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süße
Liebe. Ruhet und liebet!
Phöbus, der liebende, ruht.

 

 

 

 

Sängers Abschied.

 

Die Muse schweigt; mit jungfräulichen Wangen,
Erröthen im verschämten Angesicht,
Tritt sie vor dich, ihr Urtheil zu empfangen;
Sie achtet es, doch fürchtet sie es nicht.
Des Guten Beifall wünscht sie zu erlangen,
Den Wahrheit rührt, den Flimmer nicht besticht;
Nur wem ein Herz empfänglich für das Schöne
Im Busen schlägt, ist werth, daß er sie kröne.

 

Nicht länger wollen diese Lieder leben,
Als bis ihr Klang ein fühlend Herz erfreut,
Mit schönern Phantasieen es umgeben,
Zu höheren Gefühlen es geweiht;
Zur fernen Nachwelt wollen sie nicht schweben,
Sie tönten, sie verhallen in der Zeit.
Des Augenblickes Lust hat sie geboren,
Sie fliehen fort im leichten Tanz der Horen.

 

Der Lenz erwacht, auf den erwärmten Triften
Schießt frohes Leben jugendlich hervor,
Die Staude würzt die Luft mit Nektardüften,
Den Himmel füllt ein muntrer Sängerchor,
Und Jung und Alt ergeht sich in den Lüften
Und freuet sich und schwelgt mit Aug' und Ohr.
Der Lenz entflieht! Die Blume schießt in Samen,
Und keine bleibt von allen, welche kamen.

 

 

 

 

Schillers huis in Weimar

Schillerhaus

 

Uit: Kabale und Liebe

 

Zimmer beim Musikus.

Miller steht eben vom Sessel auf und stellt sein Violoncell auf die Seite. An einem Tisch sitzt Frau Millerin noch im Nachtgewand und trinkt ihren Kaffee.

Miller(schnell auf- und abgehend). Einmal für allemal! Der Handel wird ernsthaft. Meine Tochter kommt mit dem Baron ins Geschrei. Mein Haus wird verrufen. Der Präsident bekommt Wind, und kurz und gut, ich biete dem Junker aus.

Frau. Du hast ihn nicht in dein Haus geschwatzt - hast ihm deine Tochter nicht nachgeworfen.

Miller. Hab' ihn nicht in mein Haus geschwatzt - hab' ihm 's Mädel nicht nachgeworfen; wer nimmt Notiz davon? - Ich war Herr im Haus. Ich hätt' meine Tochter mehr coram nehmen sollen. Ich hätt' dem Major besser auftrumpfen sollen - oder hätt' gleich Alles Seiner Excellenz, dem Herrn Papa, stecken sollen. Der junge Baron bringt's mit einem Wischer hinaus, das muß ich wissen, und alles Wetter kommt über den Geiger.

Frau(schlürft eine Tasse aus). Possen! Geschwätz! Was kann über dich kommen? Wer kann dir was anhaben? Du gehst deiner Profession nach und raffst Scholaren zusammen, wo sie zu kriegen sind.

Miller. Aber, sag mir doch, was wird bei dem ganzen Commerz auch herauskommen? - Nehmen kann er das Mädel nicht - Vom Nehmen ist gar die Rede nicht, und zu einer - daß Gott erbarm? - Guten Morgen! - Gott, wenn so ein Musje von sich da und dort, und dort und hier schon herumbeholfen hat, wenn er, der Henker weiß! was als? gelöst hat, schmeckt's meinem guten Schlucker freilich, einmal auf süß Wasser zu graben. Gib du Acht! gib du Acht! und wenn du aus jedem Astloch ein Auge strecktest und vor jedem Blutstropfen Schildwache ständest, er wird sie, dir auf der Nase, beschwatzen, dem Mädel Eins hinsetzen und führt sich ab, und das Mädel ist verschimpfiert auf ihr Lebenlang, bleibt sitzen, oder hat's Handwerk verschmeckt, treibt's fort. (Die Hand vor der Stirn) Jesus Christus!

Frau. Gott behüt' uns in Gnaden!

Miller. Es hat sich zu behüten. Worauf kann so ein Windfuß wohl sonst sein Absehen richten? - Das Mädel ist schön - schlank - führt seinen netten Fuß. Unterm Dach mag's aussehen, wie's will. Darüber guckt man bei euch Weibsleuten weg, wenn's nur der liebe Gott parterre nicht hat fehlen lassen - Stöbert mein Springinsfeld erst noch dieses Kapital aus - he da! geht ihm ein Licht auf, wie meinem Rodney, wenn er die Witterung eines Franzosen kriegt, und nun müssen alle Segel dran, und drauf los, und - ich verdenk's ihm gar nicht. Mensch ist Mensch. Das muß ich wissen.

Frau. Solltest nur die wunderhübsche Billeter auch lesen, die der gnädige Herr an deine Tochter als schreiben thut. Guter Gott! da sieht man's ja sonnenklar, wie es ihm pur um ihre schöne Seele zu thun ist.“

 

 

 

 

 

schiller
Friedrich Schiller (10 november 1759 - 9 mei 1805)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter schrijver, zanger en producer Rick de Leeuw werd geboren in Haarlem op 10 november 1960. Zie ook mijn blog van 10 november 2007 en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

Vanuit de 13u55 Brussel-Amsterdam

 

boerderijen
met gulle hand
over het oude land
uitgestrooid

een beekje
een hooiberg
een tractor
in de verte
koeien vredig
zonder doel
van het ene hier
naar het andere

op het centraal station
fiets gejat en nee ik heb geen euro
is er gelukkig weinig meer van te merken

 

 

 

 

Rick_de_Leeuw
Rick de Leeuw (Haarlem, 10 november 1960)

 

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Jan van Nijlen werd geboren op 10 november 1884 in Antwerpen. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

De eenzame

 

Een grijze middag in 't begin van mei,
een klein café 'Au Voyageur' geheten,
in wolken rook rijdt soms een trein voorbij…
Wat doe ik hier? De hemel mag het weten.

Van de oude dromen, die ik dacht vergeten,
voel ik de vleugelslag opeens nabij;
reeds deze morgen wist ik mij bezeten,
is het lente, of ligt de schuld bij mij?

Sedert de tijd dat 'k lezen kan en schrijven
kon ik nooit rustig in een kamer blijven.
Nu ben 'k alleen maar thuis in de natuur

of in een koffiehuis. Ik kan niet leven
met vaders, moeder, zusters, nichten, neven,
soms met een vriend, en voor een enkel uur.

 

 

 

 

Maannacht

 

Roep mij niet wakker midden in de nacht
omdat de maan bloeit met zo fel een luister
er blinkt voor mij in 't schijnbaar dode duister
een dieper licht dan ooit ik heb verwacht,
en klank en geur die me onverzadigd lieten
en, een voor een, de uren van zaligheid,
zijn, licht en teer, niets meer dan rekwisieten:
de laatste droom is de een'ge werkelijkheid.

 

 

 

 

 

VanNijlen
Jan van Nijlen (10 november 1884 – 14 augustus 1965)

Geschreven door Romenu om 20:21 Reageer op dit bericht

Arnold Zweig, Jacob Cats, Aka Morchiladze, August De Winne, Willem Penning, Pieter Frans van Kerckhoven, Oliver Goldsmith

De Duitse schrijver Arnold Zweig werd op 10 november 1887 in een gematigd religieuze joodse familie geboren in Glogau, Neder-Silezië (nu Głogów, Polen). Zie ook mijn blog van 10 november 2008.

 

Uit: Junge Frau von 1914

 

„Ein Laken über einen schwarz wachstuchenen Diwan gebreitet; neben ihn tritt das Schicksal, Frau Nocks, in der Hand das dünne Mundstück einer Spülspritze. Sie watschelt heran, die behäbige Frau; ihre wasserblauen Augen und ihr beruhigender Zuspruch vertreiben das Gefühl nicht, man solle gespießt werden. Aber Frau Nocks sagt: 'Alles hygienisch, Fräuleinchen, ich weiß, was man sich schuldig ist. Bei mir gehen die feinsten Damen ein und aus, Potsdam und der höchste Adel. Und bloß nicht bibbern. Hübscher als der Landwehrkanal ist es allemal.'
----
Lenore befiehlt sich, den blechernen Spülkasten anzusehen, der vor ihr am Fensterriegel hängt. Dann durchfährt sie eine unerhörte Berührung. Der Schmerz zwingt ihr den Schrei ab, den sie so wild zurückzudrängen sucht. Das stößt an die geheimste Seele, an das Leben selbst - es darf nicht sein. Gleich darauf das Gefühl, sie werde aufgeschwemmt. Der Schmerz ist weg, beim Zahnarzt tut es manchmal ärger weh - aber versinkt der Diwan langsam in den Fußboden, Kopfende voran?
'Na, na' sagt Frau Nocks mit ihrer gutmütigen Stimme, 'das war alles. Das ist eben die Eröffnung, Fräulein, und besser von außen nach innen mit 'ner kleinen Spritze als nach sechs sieben Monaten mit dem dicken Kopp von unserm neuen Weltbürger.'
Lenore krallt sich ins Wachstuch. Es ist nichts, mir wird doch nicht schlecht. Das Fensterkreuz da oben steht ganz schwarz in Finsternis in grauem Dunkel. Erweichende Schwäche macht ihr das Herz schwinden. Sie erblaßt, sie vergilbt.
'Sie werden uns doch nicht wegbleiben, Fräuleinchen', hört sie Frau Nocks flüstern, 'I wo denn. Es ist ja schon alles aus und vorbei.'

 

 

 

arnold_zweig_1987
Arnold Zweig (10 november 1887 – 26 november 1968)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en schrijver Jacob Cats werd geboren op 10 november 1577 in Brouwershaven. Zie ook mijn blog van 10 november 2006 en ook mijn blog van 10 november 2008.

 

 

Van de drank

 

De wijn is voor de mens en voor de rapste geesten,
Maar water uit de beek ten dienste van de beesten,
Al wat de wijngaard geeft dat is een schone vrucht,
Om al wat droefheid smaakt te drijven op de vlucht.
Wijn dient van goede reuk en goede smaak te wezen,
Dan nog een klare glans die wordt er in geprezen,
Ook dient hij niet verschraald, maar vers getapt te zijn,
En vocht aldus gesteld dat noem ik goede wijn.
Maar wijn van rode verf dient niet te veel geschonken,
Want 't maakt de buiken hard in overmaat gedronken.

Ik moet in dit geval de vrienden doen gedinken,
Van al te nieuwe most niet al te veel te drinken,
Want dat en doet de blaas noch ook de mage goed,
Dus gaat niet tot de most met al te rasse spoed
't Is beter dat de wijn haar klaarheid mag bekomen,
Eer dat ze wat te veel dient in te zijn genomen,
Men heeft van oude tijd die lieden wijs geschat,
Die dronken klare wijn en uit het oudste vat.

 

 

 

 

 

Lof op de Hollandse boter

 

Al wat in oude tijd van boter is geschreven,
Daar ben ik niet gezind mijn zegel toe te geven;
Niet ene van de hoop en heeft er ooit gekend,
Wat boter deze kust door al de wereld zendt.
Dit zuivel (naar ik zie) wordt dikmaals niet geprezen,
Maar haar vermaarde lof is nu te hoog gerezen:
De boter die althans in Holland wordt gemaakt,
Is als een honingdauw, die al de wereld smaakt.
Ik laat op dit geval de Griekse meesters twisten,
Mij dunkt, dat die niet veel van onze boter wisten;
Dank God, o Hollands volk! Voor zo een schone vond,
Die zoet is in de smaak en voor het lijf gezond.

 

 

 

 

Cats

Jacob Cats (10 november 1577 – 12 september 1660)

Standbeeld in Brouwershaven

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 10 november 2008.

 

De Georgische schrijver Aka Morchiladze werd geboren op 10 november 1966 in Tbilisi.

 

De Belgische schrijver August De Winne werd geboren in Brussel op 10 november 1861.

 

De Nederlandse schrijver en dichter Willem Levinus Penning werd geboren in Schiedam op 10 november 1840.

 

De Vlaamse schrijver Pieter Frans van Kerckhoven werd geboren in Antwerpen op 10 november 1818.


De Ierse dichter en schrijver Oliver Goldsmith werd geboren in Pallas (Ierland) op 10 november 1730.

Geschreven door Romenu om 20:15 Reageer op dit bericht

Ivan Toergenjev, Erika Mann, Velemir Chlebnikov

De Russische schrijver Ivan Sergejevitsj Toergenjev werd geboren op 9 november 1818 in Orjol, in de Oekraïne. Zie ook mijn blog van 9 november 2006 en ook mijn blog van 9 november 2007 en ook mijn blog van 9 november 2008.

 

Uit: Aufzeichnungen eines Jägers (Vertaald door Peter Urban)

 

„Wer Gelegenheit hatte, aus dem Bolchovschen Landkreis in den Tizdrinschen hinüberzugelangen, den hat vermutlich der jähe Unterschied zwischen dem Menschenschlag des Orlovschen Gouvernements und dem Kalugaer Schlag verblüfft. Der Orlovsche Bauer ist klein von Wuchs, leicht gebückt, mürrisch, blickt scheel aus den Augen, lebt in elenden Espenholzhütten, geht zum Frondienst, treibt keinen Handel, ißt schlecht, trägt Bastschuhe; der Kalugaer Zinsbauer bewohnt geräumige Kiefernholzhütten, ist groß von Wuchs, blickt kühn und heiter drein, ist im Gesicht rein und weiß, handelt mit Öl und Teer und geht an den Feiertagen in Stiefeln.

Das Orlovsche Dorf (wir sprechen vom östlichen Teil des Gouvernements Orël) ist gewöhnlich inmitten von Ackerland gelegen, nahe einer Schlucht, die sich irgendwie in einen schmutzigen Teich verwandelt hat. Außer einigen Korbweiden, die stets zu Diensten sind, und zwei, drei dürren Birken

sieht man auf eine Verst im Umkreis keinen Baum; Hütte klebt an Hütte, die Dächer sind mit

fauligem Stroh gedeckt … Das Kalugaer Dorf hingegen ist größtenteils von Wald umgeben; die Hütten stehen freier und gerader, sind mit Brettern gedeckt; die Tore schließen fest, der Flechtzaun um den Hof ist nicht umgestürzt und neigt sich nicht nach außen, lädt nicht jedes vorüberlaufende Schwein zu Gast …

Auch der Jäger hat es im Gouvernement Kaluga besser. Im Orlovschen Gouvernement werden die

letzten Wälder und Plätze* binnen fünf Jahren verschwunden sein, an Sümpfe ist nicht mehr zu denken; im Kalugaer hingegen erstrecken sich Hegwälder auf Hunderte, Sümpfe auf über Dutzende

von Verst, und noch ist der edle Vogel, der Birkhahn, nicht weggezogen, noch gibt es die gutmütige

Sumpfschnepfe, und das geschäftige Rebhuhn erheitert und erschreckt durch sein plötzliches Aufflattern Schützen und Hund.

Als ich in meiner Eigenschaft als Jäger den Tizdrinschen Kreis besuchte, begegnete ich im Freien einem kleinen Kalugaer Gutsbesitzer, Polutykin, dessen Bekanntschaft ich machte, einem leidenschaftlichen Jäger, folglich auch einem vortrefflichen Menschen.

Zwar hatte er auch einige Schwächen: er freite um sämtliche reichen Bräute im Gouvernement und

vertraute, wurden ihm Hand und Haus verwehrt, seinen Kummer sämtlichen Freunden und Bekannten an, den Eltern der Bräute hingegen schickte er als Geschenke weiterhin saure Pfirsiche und andere unreife Erzeugnisse seines Gartens; er liebte es, immer wieder ein und denselben Witz zu erzählen, über den, trotz der Beachtung, die Hr. Polutykin ihm schenkte, entschieden niemand mehr lachen konnte; er lobte die Werke Akim Nachimovs4 und die Novelle «Pinna»5; stotterte; gab seinem Hund den Namen Astronom; pflegte statt jedoch zu sagen jendoch und führte bei sich zu Hause die französische Küche ein, deren Geheimnis, nach dem Verständnis seines Koches, in der völligen Veränderung des natürlichen Geschmackes jeder Speise bestand: Fleisch roch bei diesem Feinschmecker nach Fisch, Fisch nach Pilzen und Makkaroni nach Schießpulver; dafür geriet nie eine Mohrrübe in die Suppe, die zuvor nicht die Gestalt eines Rhombus oder Trapezes angenommen hätte.“

 

 

 

 

turgenev
Ivan Toergenjev (9 november 1818 – 3 september 1883)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Erika Mann werd geboren op 9 november 1905 in München als oudste dochter van de Duitse schrijver Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 9 november 2006 en ook mijn blog van 9 november 2008.

 

Uit: In the Shadow of the Magic Mountain. The Erika and Klaus Mann Story (biografie door Andrea Weiss)

 

„erika: Should the way be this long?
klaus: Oh, every way is long.
The death-watch in our chest ticks slowly, and every drop of blood measures its time. Life—a lingering fever. For tired feet every way is too far …
erika: And for tired ears every word too much.


In a large meadow behind an old villa, Erika and Klaus Mann e
nacted this scene from Georg Büchner’s play Leonce und Lena. Erika, ever dramatic, wore a long white nightgown with a black wool cape thrown over her shoulder, while Klaus pranced about in a black vest, black silk suspender stockings, and short purple bloomers. There was no audience to be found, not even their adoring younger siblings Golo and Monika, although Erika in particular always craved an audience. They reveled in theatricality for its own sake, and did not need to prove their brilliance to anyone. It was the summer of 1922. Klaus and Erika were fifteen and sixteen years old.

“We were six children, and we came in three couples, always one boy and one girl,” is how Elisabeth Mann, their youngest sister, recalled the family constellation. The eldest couple, Erika and Klaus, shared an exclusive make-believe world in which they created a secret language and role-played a variety of bizarre characters. They had little apparent need for their parents, younger siblings, governesses or teachers, all of whom found them enchanting but were baffled by their enigmatic speech, their private jokes and sudden outbursts of laughter.

Erika and Klaus would wander aimlessly for hours around their Herzog Park neighborhood in Munich, or through the woods and meadows of Bad Tölz, a rural Bavarian village where they spent the long lazy summers of their childhood. During these walks they cooked up everything from ambitious theatrical productions to audacious pranks they could try out on the household servants. Often they came across curious strangers, who, mistaking the tomboy Erika for a “little fellow,” would ask them casually about their father, hoping to glean some little piece of gossip about the famous author from his unsuspecting children. The children of Thomas Mann were far too clever to fall for such tricks. Klaus recalled these encounters with righteous indignation:

Why was that stupid old lady so interested in our father? Why did she call him “dad” without even knowing his name? And what on earth made her say that we were “different” and “cute”? … Was it conceivable that people, in their colossal dumbness, found anything to object to in Erika and myself? … We did not need the outside world of the ribald strangers. What could it offer us? It was specious and dreary. In our own realm we found everything we could wish for. We had our own laws and taboos, games and superstitions; our songs and slogans, our arbitrary animosities and predilections. We were self-sufficient.

They were a striking, complementary pair: Erika, tall and imposing with her dark, unruly hair, defiant expression, and scraped knees; Klaus, androgynously beautiful with his shoulder-length blond curls, faraway eyes, and gentle manner. They didn’t particularly look like twins, but they “acted twin-like in an almost provocative way,” according to Klaus. He was fascinated by their mother Katia’s close relationship with her twin brother (who was also named Klaus), and sought to replicate that closeness with Erika.“

 

 

 

 

 

Manns_swimsuits-thumb
Erika Mann (9 november 1905 - 27 augustus 1969)

De „tweeling“ Klaus en Erika Mann

 

 

 

 

 

De Russische dichter en schrijver Velemir Chlebnikov werd geboren op 9 november 1885 in Tundotovo. Zie ook mijn blog van 9 november 2006 en ook mijn blog van 9 november 2008.

 

Laughter


O, laugh, laughers!

O, laugh out, laughers!

You who laugh with laughs,

you who laugh it up laughishly

O, laugh out laugheringly

O, belaughable laughterhood

- the laughter of laughering laughers!

O, unlaugh it outlaughingly,

belaughering laughists!

Laughily, laughily,

Uplaugh, enlaugh, laughlings, laughlings

Laughlets, laughlets.

O, laugh, laughers!

O, laugh out, laughers!

 

 

 

 

 

Today I will go


Today I will go once again

Into life, into haggling, into market,

And lead the army of my songs

To duel against the market tide.

 

 

 

 

 

Velemir

Velemir Chlebnikov (9 november 1885 - 28 juni 1922)

Geschreven door Romenu om 20:20 Reageer op dit bericht

Anne Sexton, Karin Kiwus, Roger McGough, Mohammed Iqbal, Imre Kertész, Carl Sagan, Raymond Devos

De Engelse dichteres en schrijfster Anne Sexton werd geboren op 9 november 1928 in Newton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 9 november 2008.

 

 

After Auschwitz

 

Anger,

as black as a hook,

overtakes me.

Each day,

each Nazi

took, at 8: 00 A.M., a baby

and sauteed him for breakfast

in his frying pan.

 

And death looks on with a casual eye

and picks at the dirt under his fingernail.

 

Man is evil,

I say aloud.

Man is a flower

that should be burnt,

I say aloud.

Man

is a bird full of mud,

I say aloud.

 

And death looks on with a casual eye

and scratches his anus.

 

Man with his small pink toes,

with his miraculous fingers

is not a temple

but an outhouse,

I say aloud.

Let man never again raise his teacup.

Let man never again write a book.

Let man never again put on his shoe.

Let man never again raise his eyes,

on a soft July night.

Never. Never. Never. Never. Never.

I say those things aloud.

 

I beg the Lord not to hear.

 

 

 

 

 

Baby Picture

 

It's in the heart of the grape

where that smile lies.

It's in the good-bye-bow in the hair

where that smile lies.

It's in the clerical collar of the dress

where that smile lies.

What smile?

The smile of my seventh year,

caught here in the painted photograph.

 

It's peeling now, age has got it,

a kind of cancer of the background

and also in the assorted features.

It's like a rotten flag

or a vegetable from the refrigerator,

pocked with mold.

I am aging without sound,

into darkness, darkness.

 

Anne,

who are you?

 

I open the vein

and my blood rings like roller skates.

I open the mouth

and my teeth are an angry army.

I open the eyes

and they go sick like dogs

with what they have seen.

I open the hair

and it falls apart like dust balls.

I open the dress

and I see a child bent on a toilet seat.

I crouch there, sitting dumbly

pushing the enemas out like ice cream,

letting the whole brown world

turn into sweets.

 

Anne,

who are you?

 

Merely a kid keeping alive.

 

 

 

 

 

anne-sexton
Anne Sexton (9 november 1928 – 4 oktober 1974)

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Karin Kiwus werd geboren op 9 november 1942 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 9 november 2008.

 

 

Im ersten Licht

Wenn wir uns gedankenlos getrunken haben
    aus einem langen Sommerabend
      in eine kurze heiße Nacht
wenn die Vögel dann früh
      davonjagen aus gedämpften Färbungen
in den hellen tönenden frischgespannten Himmel

wenn ich dann über mir in den Lüften
weit und feierlich mich dehne
in den mächtigen Armen meiner Toccata

wenn du dann neben mir im Bett
deinen auslandenden Klangkörper bewegst
dich dumpf aufrichtest und zur Tür gehst

und wenn ich dann im ersten Licht
    deinen fetten Arsch sehe
      deinen Arsch
                        verstehst du
deinen trüben verstimmten ausgeleierten Arsch

dann weiß ich wieder
      daß ich dich nicht liebe
                                wirklich
        daß ich dich einfach nicht liebe.


 

 

Kiwus
Karin Kiwus (Berlijn, 9 november 1942)

 

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver Roger Joseph McGough werd geboren op 9 november 1937 in Litherland, Lancashire. Zie ook mijn blog van 9 november 2008.

 

 

 

The Trouble with Snowmen

 

'The trouble with snowmen,'

Said my father one year

'They are no sooner made

than they just disappear.

 

I'll build you a snowman

And I'll build it to last

Add sand and cement

And then have it cast.

 

And so every winter,'

He went on to explain

'You shall have a snowman

Be it sunshine or rain.'

 

And that snowman still stands

Though my father is gone

Out there in the garden

Like an unmarked gravestone.

 

Staring up at the house

Gross and misshapen

As if waiting for something

Bad to happen.

 

For as the years pass

And I grow older

When summers seem short

And winters colder.

 

The snowmen I envy

As I watch children play

Are the ones that are made

And then fade away.

 

 

 

 

 

RogerMcGough
Roger McGough (Litherland, 9 november 1937)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 9 november 2008.

 

De Indische dichter en schrijver Mohammed Iqbal werd geboren op 9 november 1877 in Sialkot in het tegenwoordige Pakistan. Zie ook mijn blog van 9 november 2006.

 

De joods-Hongaarse schrijver Imre Kertész werd geboren op 9 november 1929 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 9 november 2006.

 

De Amerikaanse schrijver, astronoom en populariseerder van de wetenschap Carl Edward Sagan werd geboren in New York op 9 november 1934.


De Belgische humorist, cabaretier en schrijver Raymond Devos werd geboren in Moeskroen op 9 november 1922.

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten