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Berichten van 5 juli 2010 tot 6 juli 2010

William Wall, Bernhard Schlink, Bodo Kirchhoff, Marius Hulpe, Fabrice Colin, Tobias Sommer

De Ierse dichter en schrijver dichter William Wall werd geboren in Cork City in 1955. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

Uit: The Eyeball Bomber

 

„Galleries downsized and there were massive redundancies in art management at all levels. The only

growth areas were in security and storage. But the greatest damage was done in the public sphere. Advertising attracted unparalleled revulsion. Street artists were stoned. Company logos disappeared from clothing and documents. The graphic virtually vanished as a public interface with high art.

At what point did the eyeball bomber formulate his ultimate plan? The evidence is both fantastically

complete and disappointingly imprecise. We know that he began to document the process using a

digital camcorder somewhere around May 2009. This is based on a two second clip in which the corner of a newspaper appears; the headline seems to reference the retreat from Basra. All other metadata relating to the movie files has been scrupulously removed at binary code level from the extant material. This had to have been carried out by someone with low-level programming expertise – yet another puzzle.

What we know is this:

On a morning in May he made contact through the artist’s underground railway with Gerhard

Fromm, a German sculptor with a background in explosives. Fromm must have been excited by what he heard because he immediately broke cover, surfacing in Trieste, Barcelona and Stansted. Police kept him under continuous surveillance but had no reason to suspect he was meeting anyone sinister when he sat down to watch a Chelsea match in the Duke of York on Ball’s Pond Road, Hackney. During half time he went to the toilet and disappeared for three months. When he emerged again from deep cover he was stepping off a bus in Leonberg near Stuttgart.“

 

 

 

WilliamWall

William Wall (Cork City, 6 juli 1955)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en jurist Bernhard Schlink werd geboren in Großdornberg op 6 juli 1944. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008 en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

Uit: Das Wochenende

 

« Andreas ließ nicht locker. »Was sagst du dazu?«
»Es ist nicht mein erstes Essen in Freiheit. Wir haben heute morgen an der Autobahn und heute mittag in Berlin gegessen.«

»Deshalb sind wir erst heute abend gekommen«, erklärte Christiane. »Ich dachte, Jörg sollte ein bißchen Stadtluft schnuppern. Die Entlassung kam so überraschend, daß sie das übliche Programm nicht fahren konnten. Sie haben ihn vorgestern ein bißchen rausgeführt - das war’s. Kein regelmäßiger Freigang, kein offener Vollzug. Aber nehmt euch doch, worauf wartet ihr?« Sie schob die Schüssel mit Kartoffelsalat zu Karin und die mit den Bratwürsten zu Andreas.

»Danke.« Karin nahm die Schüssel. »Ich will die Antwort nicht schuldig bleiben. Die Hetze wird mir oft zuviel, nicht nur weil ich eigentlich langsam bin. In der Hetze kommen Singen, Beten und Predigen nicht mehr wirklich aus dem Herzen, sondern werden zum Job, den ich erledigen muß. Das wird Gott nicht gerecht und tut mir nicht gut.«

»Das nenne ich eine gute Antwort.« Ulrich nickte und tat sich Kartoffelsalat auf den Teller. Als er die Schüssel zu Ilse schob, wandte er sich zu Jörg. »Dich muß ich gar nicht erst fragen.«

Irritiert sah Jörg Ulrich an, dann Christiane, dann wieder Ulrich. »Was . . .«

»Ob es dir manchmal zuviel geworden ist. Was war eigentlich das Schlimmste im Gefängnis? Daß du gerade keine Hetze hattest, sondern zu viel Zeit und zu wenig zu tun? Daß du immer am selben Fleck warst? Die anderen Insassen? Das Essen? Kein Alkohol? Keine Frauen? Eine Einzelzelle hast du gehabt, habe ich mal gelesen, und arbeiten hast du nicht müssen - das ist die halbe Miete, stimmt’s?«

Jörg rang um eine Antwort und .ng schon einmal an, mit den Händen zu reden. Christiane intervenierte. »Ich finde nicht, daß das Fragen sind, die gerade jetzt gestellt gehören. Laß ihn ankommen, ehe du ihn ausfragst.«



 

 

Schlink
Bernhard Schlink (Großdornberg, 6 juli 1944)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Bodo Kirchhoff werd geboren op 6 juli 1948 in Hamburg. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008 en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

Uit: Infanta

 

“An einem heißen Januartag gegen Ende dieses Jahrhunderts drehte der Wind über einer kleinen Küstenstadt; zwei Wolkenmassen trieben aufeinander zu, und bald lag nur noch die Umgebung einer Kirche in der Sonne. Auf den Stufen der Kirche saß ein Priester und schaute über einen sandigen Platz, menschenleer und voller Wahlplakate. In seinen Armen ruhte eine Pekinesenhündin. Hinter seinem Rücken, im Dunkel des Eingangs, flüsterten Kinder. »Der mit dem Hündchen«, drang es nach draußen, »der mit dem Hündchen ist Father McEllis.«
Ein Taxi fuhr auf den Platz. Es wirbelte Staub hoch und puderte die Gesichter der Kandidaten, wurde langsamer und fuhr wieder an, schrammte eins der Plakate und hielt. Ein Fahrgast mit Gepäck stieg aus. Er streckte die Beine und griff sich ins Kreuz, er klopfte sich sauber - für einen Einheimischen war er zu groß, auch etwas zu ungeniert. Der Priester besaß einen Blick für Menschen und Wolken; dieser Mann hatte etwa seine Größe und käme gleich in einen kurzen, aber sintflutartigen Guß. McEllis setzte die Hündin ab und erhob sich. Eine Schwester aus der fremden Gemeinde half ihm in die Soutane, und er dachte an die Hände, die er gewohnt war. Wie sie ihm Kragen und Faltenwurf richteten, den Stoff über seinen Schultern glattstrichen und verlorene Härchen entfernten, einmal im Monat, zwölfmal im Jahr. Das Taxi fuhr weiter. Die ersten Tropfen platzten in den Sand. Der Mann, der kein Einheimischer war, drehte sich um. Er trug dunkle Kleidung, hatte helle Haut - und ein gutes Gesicht, auch dafür besaß der alte Missionar einen Blick. Dann fiel der Regen wie ein Vorhang, während die Kindergemeinde zu singen begann.
McEllis ging zum Altar. Nachdem er still gebetet hatte, sah er den Reisenden eintreten, durchnäßt wie ein Schiffbrüchiger und ebenso bestaunt. Einige Kinder rückten. Der Mann setzte sich an den Rand einer Bank, schob sein nasses Haar aus der Stirn und sah auf eine Leinwand, die neben der Kanzel von einem Querbalken hing. Alle Strophen des Liedes standen dort angeschrieben, fett wie ein Reklametext und in englischer Sprache. Es waren einfache Worte über die Liebe zu Jesus, es war auch eine einfache Melodie. McEllis hatte einen Moment lang den Eindruck, der Durchnäßte sei von ihren Klängen gerührt. Aber das lag an den Regentropfen, die über seine Wangen liefen.”

 

 

 

BodoKirchoff
Bodo Kirchhoff (Hamburg, 6 juli 1948)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Marius Hulpe werd geboren op 6 juli 1982 in Soest, Nordrhein-Westfalen. Zie ook mijn blog van 19 juni 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

 

arbeit getan

 

adieu liebe möhne
zur langeweile hochtalentierte
& verschlingende fläche
grandiose beherbergerin
ein schlaf wie auf nadeln
einer stolzen jugend
machs gut liebes wasser
meine spiegelnde welle
in die der regen formen
spülte gravierte ein zellstern
du spiegelst nur deinen eigenen wald
sein staubiges grün &
dein vermodertes dunkel
deine jugend & damit
meine verschaukelten jahre

 

 

 

 

marius-hulpe
Marius Hulpe (Soest, 6 juli 1982)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Fabrice Colin werd geboren op 6 juli 1972 in Parijs. Zie ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

Uit: Bal de givre à New York

 

«Vous êtes la fille de Cyrius Claramond ?

Notre limousine était arrêtée à un passage piéton. Le chauffeur avait incliné son rétroviseur pour mieux me voir. 

- Oui.

- Un grand homme, fit-il en enfonçant l’accélérateur tandis que le feu repassait au vert. Dommage qu’il ne soit plus parmi nous.

Nos regards se croisèrent.

- Désolé, ajouta l’homme. Je ne voulais pas vous blesser.

- Ce n’est rien.

Le silence retomba. Dix minutes plus tard, nous longions Central Park. Là-bas, dans les ténèbres, la tour Seth-Smith étincelait.  

- Et vous êtes la petite amie de Wynter…

- Non !

La réponse avait jailli brusquement. Le chauffeur ricana.

- Décidément, je n’en rate pas une. 

Il paraissait amusé.

- Wynter est un ami, fis-je, comme si j'avais voulu me convaincre moi-même. Mais nous ne nous connaissons pas depuis très longtemps.

- Je vois.

Il y avait quelque chose d'éminement désagréable dans ce « je vois » : une pointe de scepticisme qui me laissait penser que Wynter n’en était pas à son coup d’essai en matière d’invitations au bal. »

 

 

 

Fabrice_Collin
Fabrice Colin (Parijs, 6 juli 1972)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Tobias Sommer werd geboren op 6 juli 1978 in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Zie ook mijn blog van 29 december 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2009..

 

 

Waldsterben

 

Von den Wegen

Auf denen ich mich bewegte

Wird man berichten

Zwangsläufig, glaubte ich

Nun liegen sie hinter mir

 

Mit beiden Beinen im Rohhumus,

grundwassernah im Sumpfmoos

fast bis zum Halse

In diesem immergrünen Fluchtort

 

Verästelungen neben und in mir

Zweigen sich von den Bäumen

Und meinen Gedanken ab

Noch ist sie da

Die Erinnerung von dem Weg hierher

 

Zuhörer im Unterholz, Lügner in den Kronen

überall die falschen Hoffungen im Gebüsch

Flügelschlagende Geräusche einer Art Freiheit über mir

Der Wunsch zurück entsteht

Aber ich vergesse

vom Weg abgekommen jede Richtung

 

 

 

 

tobiassommer
Tobias Sommer (Bad Segeberg, 6 juli 1978)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:59 Reageer op dit bericht

Peter Hedges, Wadih Saadeh, Serge Pey, Walter Flex, Paul Keller, Eino Leino

De Amerikaanse schrijver, draaiboekauteur en regisseur Peter Hedges in West Des Moines, Iowa, op 6 juli 1962. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008. en en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

 

Playing with the Silversteins, Part One

 

Whenever Possible, Play with the Silversteins.

This has been a mantra of mine for most of my life.

The Hedges family lived next door to the Silversteins. Lee and Larry Silverstein were fraternal twins and easily two of the coolest kids in West Des Moines. Lee wore glasses, Larry often didn’t wear a shirt. Lee could outthink you, Larry could outfox you – and just being their neighbor, just knowing them, made me feel special.

Why should you want to play with the Silversteins? Because they were the best. In everything. Baseball, football, basketball, in Ditch ‘Em and Flashlight Tag.

If you play with the Silversteins, be prepared to lose. You’ll lose most of the time. But you will get better.

If I hadn’t I played with the Silversteins…

The following may never have happened:

When I was eight-years-old and in the third grade, the Silverstein twins were in fifth grade. One day Lee and I were playing Ping Pong in their basement. Most likely, Lee was winning. While we played, I told him a story I’d made up. He liked my story and told me I should write it down. But I didn’t like the physical act of writing. I was left-handed and had hard-to-read penmanship. We played on.

 

 

 

hedges
Peter Hedges (West Des Moines, 6 juli 1962)

 

 

 

 

De Libanees-Australische dichter en schrijver Wadih Saadeh werd geboren in Shabtin in Libanon op 6 juli 1948. Zie en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

 

Shadows

 

They glided down towards the sea,

drifting from their mountains like soft shadows,

in case they woke the grass.

Passing over fields,

some shadows whispered farewell and slept;

others clung to rocks and stretched,

dragging the people back.

As they moved, exhausted,

towards the sea,

the sun above them was

searching for a needle

to stitch them once more, to their shadows.

 

 

 

 

Glances

 

Leaving their eyes behind while walking,

they rely upon past glances.

Silence is lying over their bodies,

with soft winds of the dead

and the spirit of devastated places.

If clouds drift into their minds,

it rains in distant fields.

 

They walk.

When they are weary,

they lay down their glances and sleep.

 

 

 

 

Saadeh
Wadih Saadeh (Shabtin, 6 juli 1948)

 

 

 

 

De Franse dichter Serge Pey werd geboren in Toulouse op 6 juli 1950. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008 en en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

 

Uit: Choix de textes

 

Dans le décor spectaculaire

(l’horizon guillotine la tête du soleil

et la mer se remplit de sang)

la poésie ne rencontre que des choses

et leur prix de cirque

sur les gradins

 

Des clowns récitent le rire qui ne fait plus rire

Les enfants vomissent des trapèzes

et des singes empaillés

Les singes attachent les dompteurs

 

On fait des collections de titres

dans l’air

Puis nous brûlons les images d’eau

et les images de bois

que déversent les boîtes de la mort

La conscience commence par la désobéissance

de ses NON

 

La poésie n’est au service de personne

ni même des poètes qui portent dans leurs bras une lune coupée

ou de la poésie qui garde l’autre moitié

de la lune

 

Mais dans le cirque on n’applaudit

que les coupures sans les moitiés

de ce qu’elles ont coupé

 

Chaque poète réunit un parlement

dans la cache secrète d’un livre que personne n’a jamais lu

et lira tout seul entre les lignes de sa vie

 

Et cependant tout le monde veut respirer

et personne ne

peut respirer

et beaucoup disent « nous respirerons plus tard ».

Et la plupart ne meurent pas car ils sont déjà morts.

Les prisonniers provisoires

regardent leur libération tuer les gardes de leur prison

L’égalité entre le verre et le marteau

se résout dans le son de son brisement

Et la fraternité entre le verre et le marteau

n’est qu’un

fantôme de verre dans une poubelle de verre

 

Les égalités ne s’égalent pas entre elles

 

Les définitions ne sont que des os éparpillés

dans le ciel tenus par les becs des vautours

Les yeux des chiens ne battent pas

car ils sont sans paupières

 

L’infini est dans notre finitude

La liberté du nuage nous est chère

 

Elle fait tomber des titres sur nos

livres qui ne savent pas lire

 

Le livre de notre mort

envoie des bateaux en papier

sur la rivière qui a peur de son lit

quand elle n’a plus sommeil

 

 

 

 

 

Pey
Serge Pey (Toulouse,  6 juli 1950)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Walter Flex werd geboren op 6 juli 1887 in Eisenach. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

 

 

Wildgänse rauschen durch die Nacht

 

Wildgänse rauschen durch die Nacht
Mit schrillem Schrei nach Norden -
Unstäte Fahrt! Habt acht, habt acht!
Die Welt ist voller Morden.

Fahrt durch die nachtdurchwogte Welt,
Graureisige Geschwader!
Fahlhelle zuckt, und Schlachtruf gellt,
Weit wallt und wogt der Hader.

Rausch′ zu, fahr′ zu, du graues Heer!
Rauscht zu, fahrt zu nach Norden!
Fahrt ihr nach Süden übers Meer -
Was ist aus uns geworden!

Wir sind wie ihr ein graues Heer
Und fahr′n in Kaisers Namen,
Und fahr′n wir ohne Wiederkehr,
Rauscht uns im Herbst ein Amen!

 

 

 

 

Flex
Walter Flex (6 juli 1887 – 16 oktober 1917)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Paul Keller werd op 6 juli 1873 in Arnsdorf geboren. Zie en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

Uit: Nach meiner Heimkehr

 

„Der alte Johannisbrunnen rauscht wieder vor meinem Fenster. Hoch ragt das Bild des Taeufers; aus der ehernen Schale, die seine erhobene Hand haelt, plaetschert das Wasser hinab ins steinerne Becken. In alter Zeit soll ein heidnisches Heer an diesem Brunnen voruebergezogen sein; die Recken haben den rauhen Nacken gebeugt und sind hier getauft worden. Am naechsten Tage fielen alle in der Schlacht. Ihre Leichname blieben liegen unter den dunklen Baeumen der Waldschlucht, da die Krieger heimtueckisch erschlagen wurden; aber am Abend, als die Sonne rot am Himmel brannte, kamen weisse Schemen zum Stadttore herein, die hatten Kraenze um die Stirnen und laechelten wie Kinder. Als sie am Brunnen vorbeizogen, liess der heilige Baptista die eherne Taufschale fallen und faltete die Haende; denn diese reinen Seelen brauchten kein Wasser der Gnade mehr. Die Gekraenzten zogen langsam zum Stadttore hinaus, den Weihnachtsberg hinauf, und als sie auf der goldglaenzenden Hoehe standen, winkten sie noch einmal herab ins Tal und zogen dann fort, weit ueber die rote Sonne hinaus, und der Heilige am Brunnenplatz schaute ihnen nach. Erst als es Nacht war, bueckte er sich nach der verlorenen Taufschale, und nun haelt er sie wieder in erhobener

Hand seit vielen Jahrhunderten.

Das ist eine der vielen Sagen und Legenden von Waltersburg. Die Waltersburger haben ganz eigene Geschichten. Sie borgen nicht von fremden Gauen und Staedten; ihr romantisches Tal war immer so reich, dass sie Fremdes nicht noetig hatten.“

 

 

 

Keller
Paul Keller (6 juli 1873 – 20 augustus 1932)

 

 

 

 

 

De Finse dichter en schrijver Eino Leino (eig. Armas Eino Leopold Lönnbohm) werd geboren op 6 juli 1878 in Paltamo. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en en ook mijn blog van 6 juli 2009.

 

 

Peace
 
What is this fragrance around me?
What is this quietness?
What is this knowledge of peace in my heart?
What strange, great, new thing is this?

 

I can hear the flowers growing
and the talk of the trees in the wood.
I think all my old dreams are ripening,
all the hopes and the wishes I sowed.

 

Everything’s quiet around me,
Everything’s gentle and sweet.
Great flowers are opening up in my heart
with a fragrance of deepest peace.

 

 

 

Vertaald door by Lola Rogers

 

 

 

eino_leino
Eino Leino (6 juli 1878 – 10 januari 1926)

 

Geschreven door Romenu om 19:55 Reageer op dit bericht

In Memoriam Jan Blokker

In Memoriam Jan Blokker

 

 

De Nederlandse schrijver, columnist en journalist Jan Blokker is vandaag op 83-jarige leeftijd in zijn woonplaats Amsterdam overleden. Jan Blokker begon in 1952 als leerling-verslaggever bij Het Parool, waarvoor hij op verzoek van Simon Carmiggelt filmrecensies ging schrijven. In 1954 werd hij filmredacteur bij het Algemeen Handelsblad. Jarenlang werkte hij als eindredacteur televisie bij de VPRO en adjunct-hoofdredacteur van de Volkskrant. Een publiek figuur werd Blokker vooral als dagbladcolumnist. Sinds 1967 schreef hij columns over politiek en samenleving voor de Volkskrant. In 2006 stapte hij over naar nrc.next en NRC Handelsblad. Blokker schreef filmscenario´s, kinderboeken en romans. Met zonen Jan en Bas maakte hij boeken over vaderlandse en bijbelse geschiedenis. Zie ook mijn blog van 27 mei 2007, mijn blog van 27 mei 2008 en mijn blog van 27 mei 2009 en ook mijn blog van 27 mei 2010.

 

Uit: Over het onzienlijke

 

„Er is ook iemand bij die drs Van Praag heet en die alles weet, want ik zie hem altijd overal opduiken en je kunt het zo krankzinnig niet bedenken, of hij geeft het antwoord. Wat is de precieze samenstelling van behangerslijm? Vraag het Van Praag. Hoe veel weegt god? Vraag het Van Praag. Ligt de schuld bij de communisten of bij Metternich? Vraag het Van Praag. Onze WC lekt. Vraag het Van Praag.

Zie je nou aan zo'n man dat hij van bovenmenselijk, eigenlijk onvoorstelbaar formaat is?

Dat is het gekke: neen.

Zondag bijvoorbeeld waren ze met elkaar bezig over de Schouw in Ruimte en Tijd, dus feitelijk gewoon over de oerwortel van het levensbeginsel, en als je het beeld zou hebben weggedacht zou je toch al gauw verondersteld hebben dat ze met vurige koolstenen op de plaats waar wij ogen hebben, met een rode puntmuts op en in fladderende zwarte jassen per bezem door het zwerk vlogen, maar als je ze zag, kwam er eigenlijk maar één indruk over: zij dragen een vlinderdasje.

Niets in hun uiterlijk verraadt buitengewoonheid, integendeel: wat er van ze overkomt zou ik eerder willen aanduiden als hun binnen-gewoonheid. De huiskamer van de discussieleider, en trouwens ook die van die Van Praag, zou ik zo kunnen uittekenen: de toverboeken in een met groenfluwelen valletjes beschermd rek, de vier donkerbruine crapauds rond de lage tafel die gedekt is met een pers of een gehaakt kleed, en verscheidene elpenhouten boeddha's, vroeg-Deense kruisbeelden en een steentjessnoer uit Afghanistan naast de portretten van Rudolf Steiner en Krisnamurti op de schoorsteenmantel. O ja, en overal schuifdeuren met glas-in-lood-raampjes in blauwgrijs geschilderde, vlekkeloze lijsten - en de nooit meer weg te reinigen geur van iemand die vorige week een kliekje heeft laten aanbranden.

Soms denk ik - nee, weet ik wel zeker - dat de raadselen van het Al en de diepere zin van het Bestaande dat wij niet Kennen Kunnen, alleen maar in zulke gedempt gehouden huiskamers ontsluierd mogen worden. Er was zondag trouwens ook een helderziende in het spel en die hadden ze eerst thuis gefilmd, en jawel hoor: grijsblauw schilderwerk, een tapijtje op tafel en een schuifdeur met glasraampjes op de achtergrond. En inderdaad hoefde hij maar heel even een zakkam te betasten die onder diepe geheimhouding en in zeven zegels gesloten door drs Van Praag was meegegeven, of hij voelde, in die kamer, dat Tijd en Ruimte wegvielen en dat er een Draad door de geschiedenis liep waaruit bleek dat Jac. van Belle zeer vermoedelijk de gereïncarneerde Cleopatra is.

Het vervult me met ontzag. Maar toch ook met een zekere bezorgdheid - want hoe lang nog zullen mensen in zulke kamers leven en wie verzekert mij dat de Geest en de Stammen ook willen aankloppen bij mannen zonder vlinderdasje?

Kortom: hoelang houden we nog Contact met de Eeuwigheid?

Ik zal het Van Praag eens vragen.“

 

 

 

 

Jan_Blokker

Jan Blokker (27 mei 1927 - 6 juli 2010)

Geschreven door Romenu om 16:52 Reageer op dit bericht

Felix Timmermans, Jean Cocteau, Michael Blake, Jacqueline Harpman, Jean Raspail, Barbara Frischmuth

De Vlaamse schrijver Felix Timmermans werd op 5 juli 1886 geboren te Lier. Zie ook mijn blog van 7 juli 2006 en ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

 

Sint Franciscus

 

Het is gedaan met al die ijdle dingen!

De maan speelt op de zilvren avondfluit;

hij zingt nu niet meer mee, dat lied is uit,

een schooner stem kon in zijn ziele dringen.

 

Hij zal in d'afgrond van Gods liefde springen,

trekt zijn verleden en zijn kleêren uit,

en in een pij, met zijne ziel als luit

gaat hij al beedlend langs de huizen zingen,

 

zingt voor den wolf, de vogels en de bloemen,

kan al wat leeft zijn broers en zusters noemen,

de Liefde zingt hem mager als een riet.

 

In zulke pure mensch wil God staand branden,

boort hem Zijn vuur door voeten, hart en handen.

Uit elke wonde juicht het zonnelied!

 

 

 

 

God rolt de zonnen door zijn handen…

 

God rolt de zonnen door zijn handen

zoals de boer het zaad.

De ruimte kent geen randen

en eindloos staat

de sterrentuin te branden.

 

Als dauwdrop aan der aarde bloeme’

weerspiegel ik het al.

Ik hoor de sferen zoemen

Gans 't sterrendal

probeert Uw naam te noemen.

 

't Geheim blijft tot de nacht behoren,

waarin ik ben ontstaan,

tot, opgeslorpt, in schijn verloren

in 't licht vergaan

in U ik word herboren!

 

 

 

Timmermans

Felix Timmermans (5 juli 1886 – 24 januari 1947)

Portret door Gerard Vekeman

 

 

 

 

De Franse dichter, romanschrijver, toneelschrijver, ontwerper en filmmaker Jean Cocteau werd op 5 juli 1889 in Maisons Lafitte geboren. Zie ook mijn blog van 5 juli 2006 en ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

 

 

Léone

 

1

C’est la nuit du vingt-huit que je rêvai Léone.
En posant sur la nuit ses pattes de lionne
Elle marchait (Léone) entre les feux éteints.
Ainsi les acteurs grecs marchent sur des patins.

 

2

Léone s’avançait jusqu’à l’aube nubile.
A marcher sur la nuit ses pieds étaient habiles
Car Léone marchait à même sur la nuit.

 

3

Le rêve était en moi comme Léone en lui.
Le cortège funèbre avait peine à la suivre
Le carrousel tordait ses cordages de cuivre
L’automate scandait la troupe de ses pas :
Tout paraissait tourner mais ne remuait pas.
Car Léone sachant que le miroir renverse
Montait à reculons l’échelle de l’averse.

 

 

 

 

Le camarade

 

Ce coup de poing en marbre était boule de neige,
et cela lui étoila le coeur
et celà étoilait la blouse du vaiqueur,
le vainqueur noir que rien ne protège.

 

Il restait stupéfait,debout
dans la guérite de solitude,
jambes nues sous le gui, les noix d'or, le houx,
étoilé comme le tableau noir de l'étude.

 

Ainsi partent souvent du collège
ces coups de poings faisant cracher le sang,
ces coups de poings durs des boules de neige,
que donne la beauté vite au coeur en passant.

 

 

 

 

jean-marais-jean-cocteau

Jean Cocteau (5 juli 1889 – 11 oktober 1963)

Hier met Jean Marais (voorgrond) aan de Cote d’Azur, 1939

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Michael Blake werd geboren in Fort Bragg, North Carolina, op 5 juli 1945. Zie ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Uit: The Holy Road

 

„They might challenge their husband on the proximity of the family lodge to water, or the sleeping habits of the children, or the preparation of a feast, but they kept their misgivings about the white woman’s scalp to themselves. How their husband displayed his souvenir, taken in honorable combat at the cost of his own disfigurement, was simply none of their business.
Nor was it the business of anyone else in the village, and, like thewives of Wind In His Hair, every member of the community kept his feelings about the scalp hidden from public view. But the unvoiced opinions only added to a sense of dread that had been growing steadily among them for years. The presence of the white woman’s scalp in the village served as a constant reminder of the strange, unfathomable threat that had come to dominate their lives. It was the worst kind of threat a people can endure, an invisible horror that disturbs good sleep, confuses clear thinking, and makes the steadiest heart skip with odd, little ripples of fear at what tomorrow might bring.“

 

 

 

 

Michael_Blake
Michael Blake (Fort Bragg, 5 juli 1945)

 

 

 

 

 

De Franstalige, Belgische schrijfster Jacqueline Harpman werd geboren op 5 juli 1929 in Ukkel.

 

Uit: Le bonheur dans le crime

 

"Il faut vous représenter cette maison en 1908, brillamment éclairée, avec des calèches qui arrivent de partout et des femmes couvertes de diamants et de plumes, quand le quartier n'était encore que prairies à la lisière de la forêt. (...)

Elle avait été construite par Georges Dutilleul, un banquier qui voulait y donner des fêtes prodigieuses. Il rêvait qu'on se disputerait le privilège d'être invité; il y aurait des intrigues. des déceptions et des victoires. (...)

Mais le jour de l'inauguration, il trouva sur la coiffeuse de sa femme le coffret à bijoux vide et un mot d'adieu. (...)

Elle était partie avec un Argentin aussi riche que le mari et bien plus beau. (...)

Le banquier se tira une balle dans la tête pendant que les premiers invités arrivaient. (...)

La maison, comme vous pouvez le voir, est très grande, et les murs ont des particularités qui font que le son s'y propage mal; on n'entendit pas le coup de feu. (...)

On ne sait pas pourquoi le banquier avait demandé à son architecte de lui faire des chambres et des passages dérobés, et cela est bien agaçant. La maison apparente est doublée d'une maison secrète dissimulée dans les murs et les planchers. Entre le plafond du grand salon et le sol de sa chambre, se trouvait un petit appartement où l'on pouvait à peine se tenir debout. Il y avait deux pièces, dont 1'une fut nommée la chambre aux Juifs et l'autre la chambre aux Anglais. (...)

Le plan de cette maison doit être d'une ingéniosité extraordinaire, on ne se doute pas du tout de ce qu'elle recèle, à peine s'il petit advenir que l'on pense, distraitement qu'elle est un peu moins grande qu'on ne le croirait quand on la voit de l'extérieur. (...)

Souvent, je me suis demandé ce qui avait pu conduire un banquier honorable, même s'il mourut d'être cocu, à un caprice si curieux."

 

 

 

JacquelineHarpman
Jacqueline Harpman (Ukkel, 5 juli 1929)

 

 

 

 

De Franse schrijver Jean Raspail werd geboren in Chemillé-sur-Dême op 5 juli 1925.

 

Uit: Camp des Saints

 

“Car l’Occident est vide, même s’il n’en a pas encore et véritablement conscience. Civilisation extraordinairement inventive, certainement la seule à être capable de relever les insurmontables défis du troisième millénaire, l’Occident n’a plus d’âme. A l’échelle des nations, des races et des cultures, comme à celle de l’individu, c’est toujours l’âme qui gagne les combats décisifs. C’est elle et elle seule qui forme la trame d’or et d’airain dont sont faits les boucliers qui sauvent les peuples forts. Je ne distingue plus guère d’âme chez nous. A regarder par exemple mon propre pays, la France, il me vient souvent l’impression, comme dans un mauvais rêve éveillé, que bien des Français “de souche”, aujourd’hui, ne sont plus que des bernard-l’ermite qui vivent dans des coquilles abandonnées par les représentants d’une espèce à présent disparue, qui s’appelait l’espèce française et n’annonçait en rien, par on ne sait quel mystère génétique, celle qui s’est en cette fin de siècle affublée de ce nom. Ils se contentent de durer.”
“Mais le tout petit bourgeois sourd et aveugle reste bouffon sans le savoir. Encore miraculeusement à l’aise dans ses grasses prairies d’Occident, il crie en louchant sur son plus proche voisin : “Faites payer les riches!” Le sait-il seulement, mais enfin le sait-il! que le riche c’est précisément lui, et que ce cri de justice, ce cri de toutes les révoltes, hurlé par des milliards de voix, c’est contre lui et contre lui seul que bientôt il s’élèvera. C’est tout le thème du "Camp des Saints".
Alors que faire?
Je suis romancier. Je n’ai pas de théorie, pas de système ni d’idéologie à proposer ou à défendre. Il me semble seulement qu’une seule alternative se présente à nous : apprendre le courage résigné d’être pauvre ou retrouver l’inflexible courage d’être riches. dans les deux cas, la charité dite chrétienne se révélera impuissante. Ces temps-là seront cruels.”

 

 

 

Jean-Raspail

Jean Raspail (Chemillé-sur-Dême,  5 juli 1925)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijfster en vertaalster Barbara Frischmuth werd geboren op 5 juli 1941 in Altaussee.

 

Uit: Donna und Dario

 

“Die Häuser standen noch ziemlich dicht in jenem Teil der Stadt, und ihre Dächer waren von Tauben bevölkert. Dazu kamen Möwen vom nahen Kanal, aber auch Krähen aus dem Freiland vom anderen Ufer. Von Spatzenhorden und vereinzelten Wanderfalken gar nicht zu reden, die sich ebenfalls in der Stadt niedergelassen hatten, weil es da mehr zu fressen gab.

Es herrschte also reger Betrieb im Luftraum über den Gassen. Das Flügelschlagen nahm kein Ende, ebenso wenig das Tschilpen, Gurren, Krächzen und Pfeifen. Dass aber auch Katzen durch die Luft geflogen kamen, war eine Neuheit, die sogar die abgebrühtesten Käfigvögel auf ihren Fensterbrettern erstaunte. "Nichts für ungut." Das war alles, was Dario zu der Riesenrabenkrähe zu sagen wusste, auf deren Rücken er nach seinem verhängnisvollen Sprung aus dem Fenster gelandet war. Sie waren beide auf einen vorüberfahrenden Sperrmüllwagen gestürzt, mitten auf ein altes Sofa, dessen Polsterung den Aufprall ein wenig milderte.

"Nimm sofort dein mörderisches Werkzeug aus meinem unschuldigen Leib", zeterte die zerzauste Krähe, "oder ich hacke dir die Augen aus, so schnell kannst du gar nicht schauen."

"Du meine Güte!" Dario zog schleunigst die Krallen ein, aber ganz ohne Gewalt ging das nicht. Der Vogel musste Federn lassen. "Ich habe es nicht so gemeint." Dario spuckte und spuckte. Die pechschwarzen Daunen, die er sich aus den Pfoten zupfte, steckten nun zwischen seinen Zähnen.

"Soll das ein Witz sein, oder hast du eine Meise?" Die Krähe zielte mit dem Schnabel nach ihm und versuchte gleichzeitig ihr Gefieder in Ordnung zu bringen.

"Was für eine Meise?", fragte Dario. Er kannte nur die Vögel von den städtischen Dächern.

"Du musst übergeschnappt sein", krächzte die Krähe, ein beachtliches, ausgewachsenes Exemplar. "Seit wann springen Katzen aus dem fünften Stock?" Sie kämmte ihr Gefieder, hackte nach ihm und schimpfte abwechselnd, während Dario sich sachte immer weiter zurückzog, bis sein Schwanz sich an der Seitenlehne des Sofas stauchte.

"Ein Irrtum", flüsterte er zerknirscht.

"Was heißt da Irrtum?" Die Krähe hatte nun selber den Schnabel voller Federn.“

 

 

 

frischmuth
Barbara Frischmuth (Altaussee, 5 juli 1941)    

 

 

 

Zie voor de drie bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 5e juli ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:16 Reageer op dit bericht

Josef Haslinger, Marcel Achard, Ilse Gräfin v. Bredow, Tin Ujević, Walter Matthias Diggelmann, Marcel Arland

De Oostenrijkse schrijver Josef Haslinger werd op 5 juli 1955 in Zwettl geboren. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Uit: Das Vaterspiel

 

„Mimi rutschte zu mir herüber und berührte mich mit ihrem Knie. Sie sagte: Heute muss ich dir noch ein paar Dinge erzählen. Und morgen früh sagst du mir, ob du gleich wieder zurückfliegst oder ob du bleibst und mir hilfst.
Was ist es?, fragte ich. Und warum diese Geheimniskrämerei?
Mimi sagte auf Deutsch und so laut, dass der Fahrer es hören konnte: Halten Sie bitte an! Der Fahrer reagierte nicht.
Sie lehnte sich zurück und sagte: Dieses Haus auf Long Island ist nicht leer. Dort lebt jemand, von dem niemand weiß, dass er noch lebt. Auch ich habe es jahrelang nicht gewusst. Und diejenigen, die vermuten, dass er noch lebt, wissen nicht, wo er lebt.
Wer ist es?
Mein Großonkel. Der Bruder meiner Großmutter.
Und warum muss er sich verstecken?
Weil er gesucht wird.
Weshalb?
NS-Verbrechen.
Der muss doch ein alter Mann sein.
Sogar sehr alt. Er ist 78.
Und seit wann versteckt er sich?
Seit 32 Jahren.
Seit 32 Jahren?
Ja. Zuerst in der Wohnung, in der wir gerade waren, dann im Haus auf Long Island. Und was soll ich machen?
Sein Versteck verbessern.
Während dieses Gesprächs war mir, als würde ich in einem Aufzug stecken, der in den Keller hinabrast. Hilflos drückte ich noch an irgendwelchen Knöpfen herum, ohne Hoffnung, dass sie den Aufzug zum Halten bringen würden. Dann schlug der Aufzug im Keller auf. Sein Versteck verbessern. Einem Nazi helfen. Sonst noch etwas? Ich saß in diesem Taxi und glotzte auf die Hochhäuser hinaus.“

 

 

 

Haslinger
Josef Haslinger (Zwettl, 5 juli 1955)

 

 

 

 

De Franse schrijver en toneelauteur Marcel Achard (eig. Marcel-Auguste Ferréol) werd geboren op 5 juli 1899 in Sainte-Foy-lès-Lyon. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Uit: Jean de la Lune

 

„JEF. - "Ne dites rien. N'ajoutez rien. Me voilà heureux pour trois mois si vous ne me dîtes pas de choses méchantes."

MARCELINE - "Vous n'êtes pas exigeant."

JEF. - "C'est que je vous aime tant. J'ai peur de tout perdre par une exigence. "

MARCELINE - avec un attendrissement ironique - "Pauvre garçon ! Je comprends pourquoi Richard vous appelle Jean de la Lune."

JEF. "Il n'est pas le seul. Depuis le collège, tous mes amis m'appellent ainsi. Je ne sais pas si c'est très gentil. "

MARCELINE - "Certainement".

 

 

 

marcelachard

Marcel Achard (5 juli 1899 – 4 september 1974)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Ilse Gräfin v. Bredow werd geboren op 5 juli 1922 in Teichenau. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Uit: Ein Bernhardiner namens Möpschen

 

„Der See lag so nah, daß man im Winter das Eis seufzen und knacken hörte, und so weit, wenn man in der Sommerhitze den schmalen Wiesenpfad zum Ufer hinunter trabte. Im Frühjahr überschwemmte er die Wiese hinter dem Gutshaus. Dann kamen die Hechte zum Laichen die Gräben entlanggeschwommen. Die Wiese war der beste Wetterprophet: Jedesmal, wenn sie gemäht wurde, begann eine Regenperiode, so hoch die Schwalben auch flogen. Der Rhin mündet in den See und den Großen Graben, auf dessen schmaler Brücke stets die Pferde scheuten, weil die Bohlen so dröhnten. Auf dem verwitterten Warnschild daneben war nur noch die Unterschrift zu lesen: "Der Luchgrabenschaudirektor."

Der See gehörte zum Dorf wie der Flieder entlang der Gartenzäune, die Sandlöcher der Hühner auf der Straße, der über den Höfen kreisende Habicht, die Hornissen hinter Lamprechts Holzschuppen und wie Erna Hagemann.“

 

 

 

bredow

Ilse Gräfin v. Bredow (Teichenau, 5 juli 1922)

 

 

 

 

De Kroatische dichter Tin Ujević werd geboren op 5 juli 1891 in Vrgorac in het toenmalige Oostenrijk-Hongarije. Zie ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

 

Daily Lament

 

How hard it is not to be strong,
How hard it is to be alone,
And to be old, yet to be young!

 

And to be weak, and powerless,
Alone, with no one anywhere,
Dissatisfied, and desperate.

 

And trudge bleak highways endlessly,
And to be trampled in the mud,
With no star shining in the sky.

 

Without your star of destiny
To play its twinklings on your crib
With rainbows and false prophecies.

 

– Oh God, oh God, remember all
The glittering fair promises
With which you have afflicted me.

 

Oh God, oh God, remember all
The great loves, the great victories,
The wreaths of laurel and the gifts.

 

And know you have a son who walks
The weary valleys of the world
Among sharp thorns, and rocks and stones,

 

Through unkindness and unconcern,
With his feet bloodied under him,
And with his heart an open wound.

 

His bones are full of weariness,
His soul is ill at ease and sad,
And he's neglected and alone,

 

And sisterless, and brotherless,
and fatherless, and motherless,
With no one dear, and no close friend,

 

And he has no-one anywhere
Except thorn twigs to pierce his heart
And fire blazing from his palms.

 

Lonely and utterly alone
Under the hemmed in vault of blue,
On dark horizons of high seas.

 

Whom can he tell his troubles to
When no-one’s there to hear hues call,
not even brother wanderers.

 

Oh God, you sear your burning word
Too hugely through this narrow throat
And throttle it inside my cry.

 

And utterance is a burning stake,
Though I must yell it out, I must,
Or, like a kindled log, burn out.

 

Just let me be a bonfire on
A hill, just one breath in the fire,
If not a scream hurled from the roofs.

 

Oh God, let it be over with,
This miserable wandering
Under a vault as deaf as stone.

 

Because I crave a powerful word,
Because I crave an answering voice,
Someone to love, or holy death.

 

For bitter is the wormwood wreath
And deadly dark the poison cup,
So burn me, blazing summer noon.

 

For I am sick of being weak,
And sick of being all alone
(seeing I could be hale and strong)

 

And seeing that I could be loved),
But I am sick, sickest of all
To be so old, yet still be young!

 

 

 

 

Vertaald door Richard Burns en Daša Marić

 

 

 

Tin_Ujevic
Tin Ujević (5 juli 1891 – 12 november 1955)

 

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Walter Matthias Diggelmann werd geboren op 5 juli 1927 in Zürich. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2008 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Uit: Geschichten um Abel und andere Erzählungen

 

„Immerhin hat sie mir nicht einfach einen Brief hinterlassen; kurz und bündig und mit der abschliessenden Bemerkung: »… bitte suche mich nicht, es hat keinen Sinn, und frage nicht… Warja!«
Warja, seit sieben Jahren meine Frau, sass in der Küche. Es sind jetzt zwanzig Minuten her. Ich ging hinaus, um mir einen Filterkaffee zu machen. Ich mache mir jeden Samstagnachmittag gegen vier einen Filterkaffee. Denn jeden Samstag schlafe ich nach dem Mittagessen ein bis zwei Stunden. Und wenn ich dann erwache, zünde ich mir eine Zigarette an und gehe in die Küche, um mir einen Kaffee zu machen.

Warja sass auf einem Schemel und starrte auf ihre Füsse. Die Hände hatte sie auf dem Schoss gefaltet. Ich nahm die kleine, weisse Emailpfanne und setzte das Wasser auf. Wir hatten die weisse Emailpfanne nach der Geburt Olivers gekauft; die Kinderschwester hatte darauf bestanden. Die Milch für das Baby dürfe nicht in einer Pfanne, die auch für andere Dinge Verwendung finde, erhitzt werden. Warja blickte mich nicht an, als sie sagte:
»Entschuldige, aber ich habe Schwierigkeiten.«
»Mein Gott«, erwiderte ich, »dafür musst du dich wirklich nicht entschuldigen. Jeder hat von Zeit zu Zeit Schwierigkeiten.«
»Aber ich habe Schwierigkeiten mit dir.«
Als Warja das sagte, war mir, als hörte ich eine fremde Stimme. Und dann hob sie das Gesicht, und sie starrte mich abwehrend und erschrocken an.
»Ich kann nicht bei dir bleiben«, sagte sie.“

 

 

 

waltermatthiasdiggelmann

Walter Diggelmann (5 juli 1927 – 29 november 1979)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver en criticus Marcel Arland werd geboren in  Varennes-sur-Amance op 5 juli 1899. Zie ook mijn blog van 5 juli 2007 en ook mijn blog van 5 juli 2009.

 

Uit: Zélie dans le désert

 

«Regardant Jeannie à la dérobée, je m'aperçus qu'elle pleurait. Elle pleurait sans bruit, immobile : en avait-elle conscience ? Simplement, une larme après l'autre coulait sur son visage, jusqu'aux lèvres qui s'avançaient en une moue enfantine.
- Jeannie, lui dis-je, peut-être que vous le verrez cet après-midi au bal.
- Au bal ? Oui, c'est vrai. Tu vois, j'ai mis ma belle robe. Je l'avais faite pour lui et il ne l'a pas encore vue.»

 

 

 

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Marcel Arland (5 juli 1899 -12 januari 1986)

Geschreven door Romenu om 20:13 Reageer op dit bericht

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