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Berichten van 6 juli 2011 tot 7 juli 2011

Lion Feuchtwanger, Vladimir Majakovski, Jeff VanderMeer, Reinhard Baumgart, Kuno Bärenbold, János Székely

De Duitse schrijver Lion Feuchtwanger werd geboren in München op 7 juli 1884. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Die Geschwister Oppermann

 

“Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. Stürmisch, in breiter Front, brach Donnerwölkchen in den Raum ein. Gewaltig kam sie auf den schmalen François zu, umbauscht von ihrem Schlafrock. So erfüllt war sie von dem, was sie zu sagen hatte, daß es ihr die Sprache verschlug. Wortlos knallte sie ein großes, entfaltetes Zeitungsblatt auf den Schreibtisch, so daß es das Manuskript, die Bände der alten Klassiker, den Klopstock fast völlig überdeckte.

Es war die heutige Ausgabe des Berliner Organs der Völkischen. „Da“, brachte Frau Emilie François heraus, nichts weiter, uind stand da, dasleibgewordene Verhängnis. François las. Es war ein Artikel über die Zustände am Königin-Luise-Gmnasium. Diese Schule, längst eine Züchtungsanstalt von Landesverrätern, hieß es, sei jetzt vollends verrottet. Ein jüdischer Schüler, ein hoffnungsvoller Sproß der Familie Oppermann, habe in einem Schulvortrag vor versammelter Klasse Hermann den Befreier aufs wüstete geschmäht, ohne daß es bis jetzt seinem nationalen Klassenlehrer geglückt wäre, das Früchtchen zur Rechenschaft zu ziehen. Beschützt von dem verwelschten Vorstand der Anstalt, einem typischen Vertreter des Systems, spreitzte sich noch immer der freche Judenjunge in der

Glorie des Landesverrats. Wann endlich werde die nationale Regierung diesen unerhörten

Zuständen ein Ende bereiten?

François nahm die Brille ab, blinzelte. Er fühlte sich sehr elend. „Nun?“ fragte drohend Donnerwölkchen.

François wußte nicht, was antworten. „Was für ein entsetzliches Deutsch“, sagte er

nach einer Weile.

Er hätte es besser nicht gesagt. denn diese Äußerung endlich entfesselte Donnerwölkchen. Was? Der Mann hat sich und seine Familie durch seine ewige, phlegmatische Unentschlossenheit ruiniert, und jetzt hat er gegen den Angreifer nichts vorzubringen, als daß sie schlechtes Deutsch sprachen? War er wahnsinnig?

Die Portiersfrau hat ihr den Artikel gebracht, morgen werden ihr zehn Freundinnen den Artikel bringen. Sieht er denn nicht, daß es aus ist? Mit Schmach und Schande wird man ihn aus dem Amt jagen.

Fraglich, ob man ihm Pension zuerkennt. Was dann? Zwölftausendsiebenhundert Mark haben sie auf der Bank. Die Papiere stehen nicht mehr ihre vollen Hundert. Wovon soll man leben? Er, sie und die Kinder? „Von dem da?“ fragte sie und schlug mit der Hand auf sein Manuskript; sie erreichte aber nur das Zeitungsblatt.“

 

 

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Lion Feuchtwanger (7 juli 1884 – 21 december 1958)

Hier met de schrijver Bertolt Brecht (links) 

 

 

 

 

De Russische dichter Vladimir Majakovski werd op 7 juli 1893 in Georgië geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2010 en eveneens alle tags voor Vladimir Majakovski op dit blog.

 

Ich

 

3. Einige Worte über meine Mama

Ich habe eine Mama auf Kornblumentapeten.
Doch ich spaziere inmitten bunter Pfaue
und quäle, abgemessnen Schritts, die haarigen Kamillen.
Der Abend spielt auf rostigen Oboen,
ich gehe zum Fenster
im Glauben,
dass ich sie wiedersehe:
die aufs Haus
gestreute
Wolke.
Doch bei der kranken Mama
läuft das Rascheln vorbei des Volkes
vom Bett bis hin zur leeren Ecke.
Mama weiß –
dies sind die Gedanken des wahnsinnigen Haufens,
der unter dem Dach der Weinhandlung Schustow hervorkriecht.
Und während meine Stirn, die vom Filzhut gekrönte,
den verlöschenden Rahmen blutig bespritzt,
sage ich,
mit dem Brummbass das Heulen des Windes eröffnend:
“Mama.
Wenn ich die Vase eures Martyriums,
die tanzende Wolken mit Stöcken zerschlugen,
zu bedauern anfinge, –
wer soll dann die goldenen Hände liebkosen,
die ans Blechschild geschlagen wurden bei Avanzos Vitrinen? … „

 

 

 

Und könntet ihr?

 

Die Farbe direkt aus dem Becher verspritzend
hab ich die Karte des Alltags bestrichen;
aus einer Schüssel Sülze gezogen,
zeig ich des Meeres Wangenbogen.
Von Blechfischschuppen las ich viele
Rufe neuer Lippen vor.
Und ihr?
Könnt ihr Nocturne spielen
auf einer
Flöte aus Wasserrohren?

 

 

 

Vertaald door Eric Boerner

 

 

 

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Vladimir Majakovski (7 juli 1893 - 14 april 1930)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Jeffrey Scott VanderMeer werd geboren op 7 juli 1968 in Belfont, Pennsylvania. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007  en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009.

 

Uit: City of Saints and Madme

 

„The question that most intrigued Dradin, that guided his thoughts and bedeviled his nights, was this: Would Cadimon Signal take pity on a former student and find a job for him? He hoped, of course, for a missionary position, but failing that a position which would not break his back or tie him in knots of bureaucratic red tape. Dad was an unlikely ally in this, for Dad had recommended Dradin to Cadimon and also recommended Cadimon to Dradin.

Before the fuzzy beginnings of Dradin's memory, Dad had, when still young and thin and mischievous, invited Cadimon over for tea and conversation, surrounded in Dad's study by books, books, and more books. Books on culture and civilization, religion and philosophy. They would, or so Dad told Dradin later, debate every topic imaginable, and some that were unimaginable, distasteful, or all too real until the hours struck mid night, one o'clock, two o'clock, and the lanterns dimmed to an ironic light, brackish and ill-suited to discussion. Surely this bond would be enough? Surely Cadimon would look at him and see the father in the son?

After breakfast, necklace and map in hand, Dradin wandered into the religious quarter, known by the common moniker of Pejora's Folly after Midan Pejora, the principal early architect, to whose credit or discredit could be placed the slanted walls, the jumble of Occidental and accidental, northern and southern, baroque and pure jungle, styles. Buildings battled for breath and space like centuries-slow soldiers in brick-to-brick combat.“

 

 

 

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Jeff VanderMeer (Belfont, 7 juli 1968)

 

 

 

 

De Duitse schrijver, essayist en literatuurcriticus Reinhard Baumgart werd geboren op 7 juli 1929 in Breslau. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Damals, ein Leben in Deutschland

 

„Gemischte Herkunft also: ein Kleinbürgersohn aus dem schlesischen Osten hatte die höhere Tochter, Kind eines Gutsherrn aus alter Braunschweiger Familie, zur Ehe gewonnen. Die Spur der Vaterfamilie verliert sich rasch im Dunkel. Schon von seinem Großvater wußte er selbst nicht viel mehr, als daß der Streckenarbeiter bei der Reichsbahn gewesen war. Um so weiter ließen sich die Vorfahren meiner Mutter verfolgen, in direkter Linie über die beiden Maler Lucas Cranach bis ins 15. Jahrhundert, auf einer Nebenlinie sogar ins Fürstenhaus der Askanier und also, weil diese Hochfeudalen im Mittelalter sich alle miteinander vermischten, weiter bis auf Karl den Großen.
Das alles lernte ich, beklommen und stolz, wenn ich bei meiner Großtante Stapelfeld bäuchlings auf dem düsteren Perser lag und ihre Ahnentafeln studierte. Diese Tante Helene, jung verwitwet, inzwischen schlohweiß und etwas versponnen, hatte viel Zeit für Familiengeschichte und für mich, schwärmte für den Führer und die große deutsche Vergangenheit und tauschte sich über unsere Ahnen mit einem eifrig und pedantisch forschenden Vetter aus. Da sie für mich außer den Stammbäumen auch alle von ihr abonnierten Illustrierten bereithielt, radelte ich oft und gern zu ihr hinüber ins Reihenhaus nach Stabelwitz. Obwohl sie seltsam war, ein bißchen unheimlich. Nicht nur, weil die alte Dame sich so herzlich begeisterte für die neue, junge braune Zeit und ihre Führer, sondern weil sie immer, wenn ein Gewitter anrückte, verlegen kichernd in ihren Kleiderschrank stieg, aus Angst vor Donner und Blitzen: Mach du nur weiter!“

 

 

 

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Reinhard Baumgart (7 juli 1929 – 2 juli 2003)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Kuno Bärenbold werd geboren op 7 juli 1946 in Pfullendorf. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Kältegrade

 

“Die Plastiktüte stellte ich vor mir auf den Boden. Ab und zu tat ich so, als würde ich einen kräftigen Zug aus der Rotweinflasche nehmen. Über eine Stunde war ich neugierigen Blicken und verächtlichem Grinsen ausgeliefert. Einige Leute machten einen weiten Bogen um mich und tuschelten. Zeigten mit dem Finger auf mich. Andere blieben kurz stehen. Sie wollten wissen, was auf dem Pappschild stand:

Ex-Gefangener bittet um keine Spende, sondern um weniger Vorurteile gegenüber Inhaftierten. Bitte nehmen Sie ein Gedichtblatt.

Arbeitskollegen und Bekannte beachteten mich so wenig wie der Oberlehrer des Knastes, der mit finsterer Miene in einem Steh-Café verschwand.

"Wollen Sie ein Gedichtblatt haben?"

"Ist das von Ihnen?"

"Ja."

"Hier, nehmen Sie das."

"Nein, ich nehme kein Geld."

"Aber einen Flachmann."

"Auch nicht."

"Wovon leben Sie denn?"

"Ach, ich komm schon über die Runden."

"Na, dann geht's Ihnen ja prächtig."

Um mich warm zu halten, wechselte ich den Standort. Der Hut verursachte Schmerzen. Als Nicht-Brillenträger wurde es mir schwindlig. Vermummte Gestalten huschten vorüber. Ich konnte nur noch erahnen, was um mich herum geschah. Wurde angerempelt und gestoßen. Ich setzte mich auf eine Bank und wartete, bis es mir wieder besser ging.”

 

 

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Kuno Bärenbold (7 juli 1946 – 6 mei 2008)

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver en draaiboekaureur János Székely werd geboren op 7 juli 1901 in Boedapest. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Der arme Swoboda (Vertaald door Leon Scholsky)

 

„Zugegeben, er war auch ein seltenes Exemplar: ein Hüne, an die zwei Meter groß, muskulös und massig wie ein Ochse, mit baby blauen Kinderaugen, die treuherzig aus den tiefen Augenhöhlen guckten wie ein fröhliches Sperlingspärchen, das sein Nest hoch oben in eine gefährliche Klippe gebaut hat. Die stark hervorstehenden Wangenknochen fi elen im rechten Winkel steil bis zum klobigen Kinn ab; darüber wucherte ein dichter, zausiger, brandroter Haarschopf. Swoboda hätte seine verfi lzten Locken niemals einem Haarschneider anvertraut. Er stutzte sie selbst alle drei Monate mit der großen Schere des Bahnhofsvorstehers.

Eigentlich hieß er gar nicht Swoboda. Man hatte ihn mal zum Spaß so genannt, als vor vielen Jahren

in der Gegend ein Mörder namens Swoboda gesucht wurde. Der Name war an ihm haften geblieben, was als zusätzlicher Beweis seiner Beschränktheit gedeutet wurde.

Er war in der tiefsten Slowakei geboren worden, wo sich die Bauern jahraus, jahrein von Kartoffeln

ernähren und Tuberkulose und Kropf üppig gedeihen wie winterharte Pfl anzen in fetter Ackerkrume.

Er war in einem Runkelfeld gezeugt worden und hatte seinen Vater nie gesehen, auch wenn seine

Mutter immer beteuerte, er würde sie bestimmt eines Tages besuchen kommen. Er war kein schlechter Mann, seufzte sie dann, aber er war Flußschiffer, und die Strömung hatte seine Zille weit-weit in die Ferne getrieben. Swoboda liebte seine Mutter über alles – »meine Mamiiinka«, wie er sie in seiner breiten Mundart nannte. Er redete ständig von »Mamiiinka« – und hatte ein ganzes Repertoire von wirren Geschichten über sie auf Lager. Zwar wurde niemand klug daraus, aber sie waren bestimmt herzergreifend, die Geschichten, denn er fügte jeweils schniefend hinzu: »Arme Mamiiinka, ohne die Zugluft tät sie heut noch leben.«

Seine Angst vor Zugluft machte ihn zur Zielscheibe ständigen Spotts. Wenn der Bahnhofsvorsteher

nicht da war, ließen die trödelnden Angestellten Türen und Fenster sperrangelweit offenstehen und

riefen nach Swoboda, nur um ihn Hals über Kopf davonrennen zu sehen.“

 

 


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János Székely (7 juli 1901 – 16 december 1958)

Boedapest



Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juli ook
mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:49 Reageer op dit bericht

Miroslav Krleza, Clemens Haipl, Ludwig Ganghofer, Joseph Winckler, Hasan Abidi

De Kroatische schrijver Miroslav Krleza werd geboren op 7 juli 1893 in Zagreb. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2008 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: The Banquet in Blitva (Vertaald door Edward Dennis Goy and Jasna Levinger)

 

„But who are we who live while our Blitva has not perished? I, Nielsen, and that Blitvinian they've arrested and whom they're leading in chains across the empty square, under the monument of the Blitvinian genius. In a rubber raincoat that poor bugger passed by, pale and upright, defiant, surrounded by a patrol of cuirassiers, and from under his left shoulder blade, as though drawn in bright red lipstick (almost cadmium), over the muddy and drenched rubber flowed perpendicularly an intensely red stream of fresh human blood. It was morning. A gray, dark, guttering, slimy, antipathetic, muddy Blitvinian morning, and in the distance, from around the corner, where stood the frowning scaffolding of a new five-story building, from the new Blitvinian corso came the sound of "Tango-Milango" from the Hotel Blitvania. That the Hotel Blitvania, as Barutanski's headquarters, had served as a central torture chamber during the years '17, '18, and '19 and that in the cellars of that accursed hotel several hundred people had been slaughtered was known to all in the city and over the whole of Blitva, and for years people made a detour around it in silence and with bowed heads, but today, on that very same place of execution, they were dancing the Tango-Milango.

In the newspapers of that mythical period, when Barutanski ruled from that accursed hotel as the first Protector, one might read in some texts consisting of cleverly infiltrated lines, between two or three words, timidly and cautiously, hints that once again someone had been massacred in the Hotel Blitvania, that someone had given evidence in court from a stretcher, that someone had been blinded, that someone had had needles stuck under his nails, and another with broken joints, but today it was all forgotten, today the Hotel Blitvania had been renovated as a first-class hotel. Today the Hotel Blitvania was a center for tourist traffic. Today rich foreigners and foreign diplomats of high rank stayed there. Today, for whole nights, they danced the Tango-Milango. And in general, in all Europe there wasn't a square centimeter on which somebody had not been blinded or had his joints broken or been beaten to death like a dog.“



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Miroslav Krleza (7 juli 1893 – 29 december 1981)

Buste in Pecs

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver, cabaretier, tekenaar en muziekproducent Clemens Haipl werd geboren op 7 juli 1969 in Wenen. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Sind wir bald da?

 

“Nach der Lesung war ich noch ein wenig unterwegs. Ein Freund von mir ist ein, ich möchte fast sagen: international lässiger DJ und hat in Wien aufgelegt. Er hat mich auf die Gästeliste des Clubs geschrieben, was mich natürlich extrem stolz gemacht hat. Ich als aufstrebender Literat auf der Gästeliste des etablierten DJs und Musikproduzenten. Ich bin dabei, ich bin hip. Besonders gefreut hat mich das mit der Gästeliste, weil an dem Abend überhaupt kein Eintritt verlangt wurde. Es gab keinen Türsteher, niemanden, den ich mit einem beiläufig hingeworfenen »Ich bin auf der Liste« beeindrucken hätte können.

Ich habe kurz überlegt, ob ich jemand Wildfremdem erklären soll, dass ich auf der »Liste« bin. Möglicherweise hätte er oder sie mich dann aber für sehr blöd, eventuell sogar für gefährlich gehalten. Und das will ich ja wirklich nicht. Genauso gut könnte man jemanden ansprechen und ihm wissend »Ich habe mir gerade ein Bier gekauft« ins Ohr raunen oder »Ich habe mir heute die Schuhe selbst gebunden, ich, ich selbst!« Man sollte nicht allzu überrascht tun, wenn man dann von anderen für seltsam gehalten wird. Mein Gott, ist halt so.

Wie auch immer: Ich war also in diesem Club und habe ansatzweise verstanden, warum im Zusammenhang mit Pop immer wieder von »Jugendkultur« die Rede ist und nicht von »Lebenssituationen- jeglichen-Alters-Kultur«. Kurz, ich bin mir sehr alt vorgekommen. Ich glaube schon, dass ich mich mit all den zwanzigjährigen Damen wunderbar unterhalten könnte, geistreiche

Gespräche führen, lachen, philosophieren usw., das Übliche halt.”

 

 

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Clemens Haipl (Wenen, 7 juli 1969)

 

 

 


De Duitse schrijver
Ludwig Albert Ganghofer werd op 7 juli 1855 geboren in Kaufbeuren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009
en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Der Ochsenkrieg

 

„In den großen Zelten, die auf der Wiesenhöhe der Nürnberger Straße für das Königspaar und sein Gefolge errichtet standen, hatten Herr Sigismund und Frau Barbara die verstaubten Reisekleider abgelegt und für den Einzug in Regensburg sich angetan mit dem Schmuck der Herrscherwürde.

Während die Königin, die immer geraumer Zeit bedurfte, um sich schön zu machen, noch vor dem silbernen Reisespiegel saß, hatte der König schon das Zelt verlassen und stand in der milden Sonne. Noch trug er die Krone nicht. Doch seine hohe Gestalt, in der sich Majestät und Anmut paarten, war schon umflossen von den starren Falten des schwer mit Gold bestickten und mit Hermelin verbrämten Purpurmantels. Darunter schimmerte der lange, bis zum Gürtel geschlitzte Reitrock von mattgrüner, mit Perlenblumen benähter Seide. An den Füßen glitzerten die goldgespornten Schnabelschuhe; und die großen, bunten Emailglieder des Gürtels trugen das breite Schwert, an dessen Knauf ein grüner Smaragd von der Größe einer Welschnuß funkelte – ein Stück geschliffenen Glases – den echten kostbaren Schwertstein hatte Herr Sigismund zu Nürnberg verpfänden müssen, um Geld für die Regensburger Reise zu beschaffen. Dieses Geld war auch schon wieder ausgegeben, war auf der langen Reisestrecke in die flehenden Hände des verarmten Volkes geflossen, das überall in hoffendem Glauben die Straße des schönen, hilfreichen Königs belagert hatte. Er kam zu seiner treuen Reichsstadt Regensburg mit einer Tasche, die so leer war wie ein junges Grab, aus dem der Schaufelmann soeben herausgestiegen.

Von den widerlichen Sorgen, die seine häusliche Wirtschaft bedrückten, war in seinen hellen, heiteren Augen kein Schatten zu gewahren. Er schwatzte munter und stand unter dem reinen Himmel wie ein menschgewordener Sonnenstrahl.“

 

 

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Ludwig Ganghofer (7 juli 1855 – 24 juli 1920)

Standbeeld in Rottach-Egern

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Alfred Josef Werner Winckler werd op 7 juli 1881 in Bentlage bij Rheine geboren. Zie ook mijn blog van 7 juli 2007 en ook mijn blog van 7 juli 2009 en ook mijn blog van 7 juli 2010.

 

Uit: Eiserne Sonette

 

Es summt der Dynamo, an Uhr und Skalen

Gehn geisterleis die Zeiger, rasend drehn

Die Räder; allgewaltig, zauberschön

Des Stahlkolosses Kolben schwirrn und mahlen.

Selbsttätig wacht es, nährt sich, rechnet Zahlen,

Kühlt die Gelenke, bleibt wie denkend stehn

Und rast aufs neu; lautlos die Meister gehen

Und sehn nur nach den Zeichen und Signalen.

Maschinen, summende Arbeitsbienen,

Ihr Wunderwesen, ihr Gnome und Hünen,

Formen heißt Fronen;

Weltgebundene, weltumgestaltende,

Geisterfundene, geisterhaft schaltende,

Murmelnde Mütter neuer Äonen.

 

*

 

Ich fron wie ihr täglich um Lohn und Brot
Und steh nicht abseits in der Weltbetrachtung

Wie Lenau in hochmütiger Verachtung;

Ich tu mein Teil, denn Pflicht tut jedem not.

Und blühn mir Kränze, sät' ich selbst sie ein;

Ich wusch mich hart und blank in Zorn und Zähren,

Aus heißer Notdurft lernt ich euch verklären –

Des Werktags Stirn geb ich den Heiligenschein.

Dies schenkt kein Weib – sei Mann! Nach

Männern schreit

Die Zeit; Tod aller Weichlichkeit!

Und lockten uns mit Pfaun und Papageien

Granatbäume auf goldsmaragdner Wiese,

Wir könnten uns der Muße nicht mehr freuen,

Wir bauten einen Schacht im Paradiese.

 

 

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Josef Winckler (7 juli 1881 – 29 januari 1966)

 

 


De Pakistaanse dichter, schrijver en journalist Hasan Abidi werd geboren op 7 juli 1929 in Jaunpur in Uttar Pradesh. Zie ook mijn blog van 7 juli 2009
en ook mijn blog van 7 juli 2010.

Uit: Life spent in madness was not in vain / though many a pain the heart endured. (Bespreking van zijn biografie door Murtaza Razvi)

 

„Born into a waning feudal setup in a small town of Zafarabad in district Jaunpur, UP, India, Hasan Abidi learnt at a very early age to live without the care and warmth of parents: his mother passed away while he was only a child, the father remarried, and it was up to his grandfather and uncles and aunts who took turns to raise him. Schooling and then life at college followed; it was during the latter period that he got enamoured by literature, rubbed shoulders with learned professors, writers and critics, completed his degree and was almost inadvertently told by his elders to go try his luck in the new state of Pakistan.
That journey proved to be a one-way fare. Abidi sahib spent the early years of his professional life in the Lahore of the 50’s, a time when a whole conglomerate of writers, poets and political activists graced the city with their presence. The word from those who knew Abidi sahib in those years was that he was known to carry messages to and from Syed Sajjad Zaheer, wearing a burqa to avoid suspicion by the authorities that had dubbed the communist leader as a threat to Pakistan.
A considerable portion of a chapter in the book is devoted to the Sajjad Zaheer episode, but there is no mention of a burqa in it — a detail that Abidi sahib probably thought was frivolous and not worthy of recording. Then came the confinement, first in the infamous Lahore Fort’s dungeon and then in prison, where Abidi sahib was kept in the cell that had also served as a death cell for freedom-fighter Sardar Bhagat Singh. Here the famous couplet summed up the poet’s feelings:

“Ik ajab bu-i-nafas aati hai deevaron se / Haai zindaan mein bhi kya loag the ham se pehle”.

(The walls breathe out a unique fragrance / What people were in prison before us.)“

 

 

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Hasan Abidi (7 juli 1929 – 6 september 2005)

Geschreven door Romenu om 19:40 Reageer op dit bericht

Ivo Victoria

De Vlaamse schrijver Ivo Victoria (pseudoniem van Hans van Rompaey) werd op 7 juli 1971 geboren in Edegem (Antwerpen) Hij studeerde communicatiewetenschappen aan de Katholieke Universiteit Leuven. Als zanger van de inmiddels ter ziele gegane popband Kamino bracht hij diverse albums uit en toerde hij door de Benelux. Hij werkte bij verschillende Belgische platenmaatschappijen en was betrokken bij de organisatie van het Lowlands-festival. Tegenwoordig werkt hij als freelanceprojectmanager om meer tijd te kunnen maken voor zijn ware passie: schrijven.

 

Uit: Gelukkig zijn we machteloos

 

`Billie was door het dolle heen. Regenwater en modder spatten op haar broek en shirt iedere keer wanneer haar voeten in het gras landden. Ze kronkelde als een bergrivier, haar handen gleden als vissen langs haar gezicht over haar kleine boezem en haar gladde buik, over haar buik naar haar voeten tot ze opgekruld als een egel dicht tegen de grond zat en dan sprong ze weer op en spreidde haar armen en benen, strekte haar lichaam zo ver ze kon en het leek alsof ze minutenlang in de lucht bleef hangen, gedragen door de wind en de regen - en ze zong.`

(...)

 

De waarheid is een schuinsmarcheerder. Een hypocriet. Zo eentje die lacht en beweert dat hij het alleen maar zegt in mijn eigen belang. De waarheid heeft geen belang. Ze bestaat niet eens echt, ze sluipt door ons leven als een dief, een stille zucht- niemand heeft haar ooit gezien. We kennen haar van horen zeggen: dat is de basis van elk geloof.


 

 

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Ivo Victoria (Edegem, 7 juli 1971)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Bodo Kirchhoff, William Wall, Bernhard Schlink, Marius Hulpe

De Duitse schrijver

Bodo Kirchhoff werd geboren op 6 juli 1948 in Hamburg. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008 en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.

Uit: Erinnerungen an meinen Porsche

“Regel Nummer eins: Wer ein Buch schreiben will, muss Zeit und Geld haben und wenigstens einen guten Grund. Zeit hatte ich genug unter all den Prominentenleichen im Waldhaus, ebenso Geld, ob in Übersee oder hier, und mein Grund lag auf der Hand, wenn ich an mir heruntersah; dazu kam die Weltlage in diesem Herbst, womit ich das allgemeine Finanzchaos meine. Fehlte noch der Anstoß, um aus Notizen ein Buch zu machen, und da reichte es, dass gleich zwei ungebremste Frauen am selben Wochenende in der Kurklinik auftauchen wollten: die Frau, ohne die es keinerlei Grund gäbe, überhaupt nachzudenken, und meine liebe Ursel, die mich zur Welt gebracht hat.
Wie immer, wenn sie Ideen hatte, rief sie am späteren Abend an, meine rauchende, nachtmenschige, irgendwie immer noch linke Mutter – ab und zu sollte man sich diesen nicht mehr zu steigernden Verwandtschaftsgrad schriftlich vor Augen führen –, und kaum hatte sie ihren Besuch angekündigt und nebenbei nach meinem Befin-den gefragt, kam der übliche Schwall zur Lage der Dinge aus Sicht ihrer Alters-WG. Dein Kapitalismus ist am Ende, rief sie, es gibt nur noch Schulden, die ganze Welt ist verschuldet, wie soll das weitergehen? Kein Wunder, wenn bei uns die Sozis mit Kommunisten paktieren, nur kann ich leider keine Frau wählen, die anderen den Mund verbietet: Isch-Basta heißt die bei mir nur – am Anfang vom Ende steht immer der Größenwahn! Etwas mehr Bescheidenheit, Dannymann, und du wärst nie in dieser Klinik gelandet und könntest nach wie vor Dinge tun, auf die Männer so stolz sind! Hier holte Ursel zum ersten Mal Luft, und hier hole auch ich Luft: für einen Rückblick – auch wenn Rückblicke nicht bei allen beliebt seien, wie mir ein schreiberfahrener Mitpatient zu bedenken gab; nur sollte sich einer, der’s ernst meint, nicht gleich bei allen beliebt machen wollen: Regel Nummer zwei für mein Gefühl.”




Bodo Kirchhoff (Hamburg, 6 juli 1948)



De Ierse dichter en schrijver dichter William Wall werd geboren in Cork City in 1955. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.


Ghost estate

women inherit
the ghost estate
their unborn children
play invisible games
of hide & seek
in the scaffold frames
if you lived here
you’d be home by now

they fear winter
& the missing lights
on the unmade road
& who they will get
for neighbours
if anyone comes anymore
if you lived here
you’d be home by now

the saurian cranes
& concrete mixers
the rain greying into
the hard-core
& the wind
in the empty windows
if you lived here
you’d be home by now

the heart is open plan
wired for alarm
but we never thought
we’d end like this
the whole country
a builder’s tip
if you lived here
you’d be home by now

it’s all over now
but to fill the holes
nowhere to go
& out on the edge
where the boys drive
too fast for the road
that old sign says
first phase sold out




William Wall (Cork City, 6 juli 1955)




De Duitse schrijver en jurist Bernhard Schlink werd geboren in Großdornberg op 6 juli 1944. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008 en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.

Uit: Sommerlügen

„Der Tag, an dem sie aufhorte, ihre Kinder zu lieben, war nicht anders als andere Tage. Als sie sich am nachsten Morgen fragte, was den Verlust der Liebe ausgelost hatte, fand sie keine Antwort. Hatten ihre Ruckenschmerzen sie besonders gequalt? Hatte das Scheitern an einer einfachen hauslichen Aufgabe sie besonders gedemutigt? Hatte eine Auseinandersetzung mit dem Personal sie besonders gekrankt? So etwas Kleines musste es gewesen sein. Etwas Groses passierte in ihrem Leben nicht mehr.
Aber was es auch war, der Verlust war da. Sie hatte den Horer abgenommen, um ihre Tochter anzurufen und ihren Geburtstag zu besprechen, die Gaste, den Ort, das Essen, und legte wieder auf. Sie wollte nicht mit ihrer Tochter sprechen. Sie wollte auch mit keinem anderen Kind sprechen. Sie
wollte ihre Kinder nicht sehen, nicht an ihrem Geburtstag und nicht davor und nicht danach. Dann sas sie neben dem Telefon und wartete, dass die Lust zum Telefonieren sich einstellen wurde. Aber sie stellte sich nicht ein. Als am Abend das Telefon klingelte, nahm sie nur ab, weil ihre Kinder sonst besorgt bei der Pforte angerufen und das Personal auf sie gehetzt hatten. Da log sie lieber gleich, sie konne nicht reden, sie habe Besuch.
Sie hatte nichts an ihren Kindern auszusetzen. Sie hatte es gut mit ihnen. Auch die anderen Frauen im Sti∫ sagten ihr, wie gut sie es mit ihnen habe. Wie wohlgeraten ihre Kinder seien: der eine Sohn ein hoher Richter und der andere ein Museumsdirektor, die eine Tochter mit einem Professor verheiratet
und die andere mit einem bekannten Dirigenten!
Wie aufmerksam sie sich um sie kümmerten! Sie kamen zu Besuch, ließen zwischen dem Besuch des einen und des anderen Kinds nicht zu viel Zeit verstreichen, blieben für ein oder zwei Nächte, holten sie manchmal für zwei oder drei Tage zu sich und brachten zum Geburtstag ihre Familien mit. Sie halfen ihr bei Steuererklärung, Versicherung und Beihilfe, begleiteten sie zum Arzt und beim Kauf von Brille und Hörgerät. Sie hatten ihre Familien, ihre Berufe, ihre Leben. Aber sie ließen ihre Mutter daran teilhaben.“




Bernhard Schlink (Großdornberg, 6 juli 1944)




De Duitse dichter en schrijver Marius Hulpe werd geboren op 6 juli 1982 in Soest, Nordrhein-Westfalen. Zie ook mijn blog van 19 juni 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.


ein kleiner spaziergang

ein kleiner spaziergang durch den park eine frau
filmt die familie ihres sohnes & schwenkt
nachdem alles erfasst ist in den kinderwagen archivierung
heißt das eine vergangenheit produzieren eine die
greifbar ist sehbar & hörbar die für lange
das bedürfnis stillt nach erinnerung nach kindheit &
um sie unsterblich zu machen die stunden der ersten
schritte wie niedlich soll mal eines tages
einer sagen der davorsitzt vor irgendeiner
zukünftigen glotze mit einem die mutter
stolz machenden überwältigten gesichtsausdruck



wie ein ameisenvolk wandern

wie ein ameisenvolk wandern
die bunten millionen durch die unterirdischen
verkehrswege in reih und glied rempeln
ausnahmsweise auch mal was die regel
bestätigt kleine ketten ein strom ein
anständiges völkchen ist es müde
der schiefen blicke man kann hier gut
einen abend verbringen wie sollte
es auch schon langweilig werden
bei so einer vielfalt manche nennen es
einheitsbrei aber genauso gut ist es alles
in einem bühne kleiderschrank wunderhübscher
menschenbasar humane preise ein hüftschwung
jemanden nettes vorbeilassen oder auch
einfach nur das lächeln des fremden


Marius Hulpe (Soest, 6 juli 1982)



Zie voor nog meer schrijvers van de 6 juli ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag .

Geschreven door Romenu om 21:00 Reageer op dit bericht

Peter Hedges, Wadih Saadeh, Fabrice Colin, Tobias Sommer

De Amerikaanse schrijver, draaiboekauteur en regisseur

Peter Hedges werd geboren in West Des Moines, Iowa, op 6 juli 1962. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008. en en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.

Uit: The Heights

“That morning we woke to find our street buried in snow. The stoops, the sidewalk, the row of parked cars were a blanket of white; the trees looked as if they’d been dipped in frosting, and the whole of Oak Lane—with its impeccably preserved century-old brownstones—had the look of a vintage photograph. Only the loud scrape from an approaching snowplow betrayed what Tim, my history-teaching husband, would like to believe: Erase the plow, remove the light poles and the telephone wires, toss out all electrical appliances, and it could be any other Brooklyn Heights morning, circa 1848 or 1902.
Staring down from our fourth-floor apartment, I made out the faint prints from Tim’s boots. Before sunrise, he’d crossed between two parked cars and trudged with his backpack full of graded papers toward Montague Street, where he’d climbed the steps to the Montague Academy. During the night, the thick flakes had fallen gently, but now it was morning, and the wind blew in gusts that rattled the windows of the living room/dining room/toy room where I was standing. I felt a chill.
Sam came running down the hall, his diaperless pants at his knees, crying, “Mommy, pee-pee! Pee-pee!” Teddy, newly four, followed, saying, “Sam made a mess!” Minutes before, I’d abruptly left the kitchen because, between the repeated calls of “More milk, Mommy” and “I’m hungry, Mommy” and “Mommy, Sam’s hitting me,” I knew either they’d stop, as asked, or I would snap. With few places to look, it took no time for them to find me.
Teddy had been up early due to a bad dream, and Sam had eaten hardly any breakfast, feeding himself only the brightly colored mini-marshmallows from his favorite sugared cereal. “This will not do,” I announced grandly. But, of course, it would. It did.
When Tim phoned from school, I had to shout over Sam, who was shrieking, while Teddy kept pushing the button that made the phone go on speaker. Tim asked, “How’s it going?” more out of habit, I suppose, because one little moment of listening, and he’d know.“


Peter Hedges (West Des Moines, 6 juli 1962)




De Libanees-Australische dichter en schrijver
Wadih Saadeh werd geboren in Shabtin in Libanon op 6 juli 1948. Zie en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.


The Dead Are Sleeping

They were innocent people.
They would caress their children’s hair in the dusk,
dropping off to sleep.

They were innocent, simple people,
sweating during the day and smiling.
On their way home they would pause before shop windows,
measuring with their eyes the size of children’s clothes,
then walk on.

They would take one step
in the early breath of dawn
to touch the tree trunks.
During January frosts,
while they were watching,
some branches would bear fruit.
Their scythes yearned for the fields,
the air in the village was waiting for their cries.
Suddenly, their wheat became ribs,
the breeze and grass, rooted
in their bodies.

They were innocent, simple people.
Each evening the sun slid its silky mantle
over their souls.

Dawn Death

They open their doors before sunrise.
They open the two shutters of their windows
so the sunlight can enter.
With the breath of dawn
flowers drink,
life is enjoyed.
At daybreak,
a beam of sunlight
shining through a crack in the door
lies across closed eyelids.

Vertaald door Anne Fairbairn




Wadih Saadeh (Shabtin, 6 juli 1948)




De Franse schrijver

Fabrice Colin werd geboren op 6 juli 1972 in Parijs. Zie ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.

Uit: Elric (Samen met Michael Moorcock)

„Ils s’arrêtèrent sur un talus, à leurs pieds, immenses et sinistres, les ruines de l’antique Soom s’étendaient, entourées de la jungle.
Le duc Oregino posa sa main gantée sur la poignée de la hache de bataille en acier enchâssé d’argent couvert d’abondantes gravures, fleuron de la cavalerie de Uyt. Un air de scepticisme se peignait sur son visage. Il jeta un coup d’oeil à l’albinos qui s’était arrêté à ses côtés.“
(…)

„Assise à son chevet, la servante retroussa la manche de sa tunique et dénuda sa maigre épaule entourée d’un bandage. L’albinos se redressa, étonné. Elle l’avait déjà soigné, hier, et il ne se souvenait de rien. Ôtant la bande de lin, la jeune femme en déroula une seconde et appliqua un onguent sur la plaie. Ayant cherché son regard en vain, Elric s’étendit de nouveau, offert aux circonvolutions de ses doigts satinés. Cette simplicité, songea-t-il, cette beauté sans condition était ce qui manquait à sa vie. Il avait entrevu une forme de bonheur, jadis – il en avait caressé les contours dans les prairies de son île natale, tandis que Cymoril chevauchait à son côté. Mais quand ils étaient rentrés ce soir-là sous les gouttes brûlantes de l’orage il avait compris, avec une poignante certitude, que le temps de l’innocence s’achevait pour lui et ne reviendrait jamais plus.“




Fa
brice Colin (Parijs, 6 juli 1972)



De Duitse dichter en schrijver Tobias Sommer werd geboren op 6 juli 1978 in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Zie ook mijn blog van 29 december 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.

Uit: Die Leuchtturmwärterin

„Die Terrasse oder das Schlafzimmerfenster, sagte meine Frau, vor Jahren, an dem Tag, als wir das Haus kauften. Es war keine Frage, sie wartete nicht auf eine Antwort, sie sah mich an und sprach diesen Vergleich, langsam, überlegt, wie zu sich selbst. In ihrem abwesenden Blick, der vom Strohdach zum Meer und wieder zurück schweifte, sah ich Leselampen, Nachtschränke, Kerzenständer und Weinregale, die sie in variantenreiche Positionen verschob. Dieser Halbsatz war typisch für unsere Beziehung, jemand redet, bricht ab, kann mit dem Fragment leben, weil es in seinen Augen lückenlos ist, und schweigt, ohne zu ahnen, dass der andere den Wortfetzen dreht und wendet; diese Szene vor dem Rohbau unseres neuen Zuhauses war charakteristisch für uns, weil wir schwiegen. Diese Frage war für mich nie Bestandteil von Überlegungen, sie war selbstredend; von der Terrasse aus möchte ich auf den Strand blicken können.
Du würdest schmunzeln, mit den Fingern deiner linken Hand das Grinsen verbergen; jede Wandöffnung in deinem vom Wasser umrundeten Turm zeigt auf das Meer.
Meine Frau entschied sich für das Fenster, durch das nun ein leichter Wind zieht, meine Zehen kühlt und langsam unter die Bettdecke kriecht. Die Kälte stört sie nicht, ich höre ihr monotones Atmen, der ihren Schlaf unterstreicht. Ihre Augäpfel bewegen sich unter den geschlossenen Lidern, als suchen sie den Traum, der kommen und durch ihren Körper zucken wird, wie jede Nacht. Ich warte, zähle rückwärts Zahlenketten, die aus meinem Kopf nicht weichen wollen, dreizehn Kreissektoren, vier Himmelsrichtungen, eine Umdrehungszeit von sechzig Sekunden. Ich bilde Additionen, dividiere Quersummen, suche Zahlen für den richtigen Preis, es ist meine Aufgabe, als Immobilienmakler. In dieser Nacht rechne und schiebe ich, bis ich eine Folge aus Fibonacci-Zahlen erhalte und bin mir sicher: Meine Frau würde sie erkennen und sagen: Alle guten Dinge sind drei.“




Tobias Sommer (Bad Segeberg, 6 juli 1978)

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Eino Leino, Serge Pey, Walter Flex, Paul Keller

De Finse dichter en schrijver

Eino Leino (eig. Armas Eino Leopold Lönnbohm) werd geboren op 6 juli 1878 in Paltamo. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.


The Heart

I.
Heart, what are you sawing?
are you sawing planks,
four planks for me
to lie down in,
a pleasant place to lie down?

It’s iron I’m sawing
I’m breaking your chains
so that your soul
will be free,
your unhappy soul will be free.

II.
Heart, what are you whispering?
Are you whispering the wondrous
path of the daylight
a pass through the mountains
toward the stars in the sky?

It’s darkness I’m whispering
dark Tuoni’s poems
chasms, trouble,
uttering nothing,
the blessedness of pride.


Vertaald door by Lola Rogers




Eino Leino (6 juli 1878 – 10 januari 1926)

Standbeeld in Helsinki




De Franse dichter

Serge Pey werd geboren in Toulouse op 6 juli 1950. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2008 en en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.


Le poème est une oreille

Le poème est une oreille
et non une bouche
car l’homme est né
d’une oreille qui voit
et toute oreille copie l’enfant
qui tourne dans le ventre d’une étoile
qui cherche le ciel qu’elle n’a pas

Seule la bouche capable de devenir une oreille
est une vraie bouche

Je parle
Tu parles
comme une étoile
Nous conjuguons la nuit

Le poème non né de l’oreille
n’a pas de mains dans les yeux
ne marche pas avec les pieds
arrache les langues
et bâillonne les bouches
fermées dans les baisers

Les cinq façons de marcher
celle du pied à la bouche
celle de l’oreille à l’œil
celle du pied à l’oreille
celle de la bouche à l’œil
celle du pied à l’œil
ne mènent pas toutes
au ventre de l’étoile

La gauche et la droite du feu
se rejoignent
dans la main épaisse du ciel
et retournent les oreilles
qui n’ont pas entendu




Serge Pey (Toulouse, 6 juli 1950)




De Duitse dichter en schrijver Walter Flex werd geboren op 6 juli 1887 in Eisenach. Zie ook mijn blog van 6 juli 2007 en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.


Ein froh und tröstlich Lied

Gottvaters blühendes Wunderkleid
wallt über unsere Lande weit
und schmückt die arme Erde.
Die Blumenwiese ist sein Saum,
die Kinder haschen noch im Traum
danach mit Lustgebärde.

Gottvaters blühendes Wunderkleid
birgt allen Trost für Menschenleid!
Aus seinen langen warmen Falten
hat Menschenhand ihr täglich Brot
und Früchte süß und goldenrot
noch Jahr um Jahr erhalten.

Gottvaters blühendes Wunderkleid
rauscht durch die Welt in Ewigkeit
und hört nicht auf zu prangen.
Und rauscht uns noch zur Nacht Geleit!
Der letzte Griff in Gottes Kleid
stillt Bangen und Verlangen.




Walter Flex (6 juli 1887 – 16 oktober 1917)




De Duitse schrijver Paul Keller werd op 6 juli 1873 in Arnsdorf geboren. Zie en ook mijn blog van 6 juli 2009 en ook mijn blog van 6 juli 2010.

Uit: Ferien vom Ich (Nach meiner Heimkehr)

„Der Johannisbrunnen! In seinem Becken ließ ich als Kind meine Schifflein schwimmen. Sie schwammen nach Amerika, nach Jerusalem oder gar bis ins Riesengebirge. Mein Bruder Joachim, der mit auf dem Brunnenrande saß, lächelte oft verächtlich über diese Reiserouten. Er war drei Jahre älter als ich und schon Gymnasiast. Da verachtete er meine Abcschützen-Geographie. Mit Schifflein spielte er nicht mehr; er liebte nur wissenschaftliche Unterhaltung. So warf er Fische aus Blech, die ein eisernes Maul hatten, ins Wasser und angelte mit einem Magneten nach ihnen. Er hatte ein Senkblei, und wenn seine Fische nicht bissen, sagte er: es läge am Wetter oder ich stände mit meinem infam weißen Spitzenkragen zu nahe am Wasser und verscheuchte die Fische.
Unterdes fuhren meine Schiffe nach Jerusalem oder ins Riesengebirge, und oben auf dem grünen Balkon am Brunnenplatz saß unsere Mutter bei ihrer Handarbeit und schaute manchmal zu uns herunter.
Wie kommt es doch, daß Menschen von einem solchen Brunnenrand fortziehen können, daß er ihnen nicht lieber und größer ist als alle Küsten des Ozeans?
Mein Bruder und ich sind fortgezogen, und die gute Frau auf dem grünen Balkon ist allein geblieben. Als Studenten kamen wir noch regelmäßig zu den Ferien. Joachim aber war kaum mit seinen Studien fertig, als er seine Ehe schloß mit jenem unselig schönen Mädchen, dem die Schönheit zum Fluche
gegeben war. Nach einem Jahre wurde das Kind geboren, und nach nur wieder einem halben Jahre war ich dabei, als die Frau vor Gericht die Aussage machte, sie habe sich selbst mit einem Revolver in die Brust geschossen, weil ihr Mann sie nach einem furchtbaren Streit verlassen habe.“



Paul Keller (6 juli 1873 – 20 augustus 1932)

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Miquel Bulnes

De Nederlandse schrijver Miquel Bart Ekkelenkamp Bulnes werd geboren op 6 juli 1976 in Bloomington, Indiana (Verenigde Staten van Amerika). Hij groeide op in Zoetermeer en Ugchelen en behaalde zijn gymnasiumdiploma in Apeldoorn in 1994. Datzelfde jaar begon hij met zijn medicijnenstudie aan de Universiteit van Utrecht. Tijdens deze studie deed hij een half jaar onderzoek aan de Universiteit van Texas.  Na zijn afstuderen in de geneeskunde in 2001, werkte hij eerst een jaar als co-assistent interne geneeskunde, pneumologie en cardiologie in het Groene Hart Ziekenhuis in Gouda. In 2002 begon hij zowel aan onderzoek i.v.m. zijn proefschrift als aan zijn verdere opleiding in het UMC. In 2007 volgde een sabbatical jaar om te reizen en te schrijven. Sinds november 2008 werkt hij als arts-microbioloog aan het Utrechts Universitair Medisch Centrum. Daarnaast  publiceert hij reglmatig romans, columns en artikelen.  Bulnes debuteerde in 2003 met de roman „Zorg“. In 2005 volgde zijn tweede roman „Lab“, in 2007 „Attaque“.

 

Uit: Het bloed in onze aderen

 

„Mensen die menen dat de hel een plek is onder de grond, met veel vuur en duivels die je prikken, hebben duidelijk nog nooit een zomer doorgebracht in het Rif.
Met slepende voeten trekt luitenant Emilio Amores een spoor naar zijn tent. Hij haat Afrika. Hij wil naar huis. Hij wil een overplaatsing naar een regiment op het Iberisch schiereiland, een rustige post op het platteland. Of het nu de heuvels van Asturias zijn of de vlaktes van Castilië, de Andalusische droogte of zelfs Galicië, waar het altijd regent, het is hem om het even. Emilio is geen afrikanist, hij is een ambtenaar, hier heeft hij niets te zoeken. De stationering in het Rif begint haar tol te eisen. De mens is niet gemaakt om in de woestijn te leven en een langdurig verblijf ontneemt elke man zijn rede. Het drijft mensen tot waanzin, zoals kapitein Santamaría, een fanaticus die alle greep op de realiteit is kwijtgeraakt, een slavendrijver die zijn soldaten midden op de dag door de woestijn laat marcheren, die hen in het brandende zand laat opdrukken wanneer ze achterblijven. En het leidt tot kaalheid. Als Emilio de handen door zijn haar haalt, laten er tegenwoordig hele plukken los. De inhammen van zijn haarlijn lopen steeds verder naar achteren, terwijl hij in Spanje door de vrouwen werd geprezen om zijn verzorgde volle bos.
Emilio is acht weken verwijderd van zijn zesentwintigste verjaardag, en tien weken van het vaderschap. Thuis in de Rioja wacht een zwangere echtgenote op zijn terugkeer. De luitenant hoopt op een dochter, die hij Carmen wil noemen, naar zijn overleden moeder. Zoons geven alleen maar verdriet, weet hij. Zijn oudste broer is omgekomen bij de rellen in Barcelona en zijn jongste broertje is bezweken aan de tyfus. Dan is er nog een derde, waar nooit over wordt gesproken. Amores’ twee zussen zijn de enigen die zijn vader op diens oude dag enige troost, warmte en afleiding bieden. Ze bereiden zijn maaltijden, lezen hem voor en helpen bij het beheer van de wijngaard.
Amores weet dat sommige rekruten met brandnetels in hun wonden wrijven om ze tot zweren te maken, of tabak eten om hun huid geel te doen worden als bij een leverziekte. Alles om maar weg te komen uit het protectoraat. Zelf heeft hij overwogen zich in het been te schieten, maar uiteindelijk durfde hij dit niet. Emilio Amores wil niet toegeven aan de wanhoop. Wanhoop brengt zelfvernietiging.“

 

 

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Miquel Bulnes (Bloomington, 6 juli 1976)

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