Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 27 november 2011 tot 28 november 2011

Erwin Mortier, Sherko Fatah, Alberto Moravia, Rita Mae Brown, Julian Randolph Stow

De Vlaamse dichter en schrijver Erwin Mortier werd geboren in Nevele op 28 november 1965. Zie ook alle tags voor Erwin Mortier op dit blog.

 

Uit: Gestameld liedboek – Moedergetijden

 

“Ze is een spiegel geworden. Zien wij er opgewekt uit, dan is zij het ook–min of meer. Staan de zorgen en het verdriet op ons aangezicht te lezen, dan slaat ook bij haar de treurnis toe. Maar de laatste tijd, de laatste tijd verblijft ze steeds vaker in wat een permanente ontwrichting lijkt. Ik kan alleen maar hopen dat in haar geest nog maar weinig besef heerst van tijd, dat er in haar niets meer leeft dat weet dat het vroeger anders was, beter. De gedachte kan nooit lang troost bieden.
In een eeuwig nu van angst moeten leven is wellicht een even grote marteling – alleen maar heden, alleen maar paniek.
Soms, wanneer ze me met haar blik fixeert, denk ik dat in haar brein een of ander mechanisme naar alle tekenen van emoties speurt, in mijn gelaat, in mijn hele lichaam. Doe ik me opgewekter voor dan ik me voel, dan lukt het niet haar tot rust te brengen. Ergens in haar hersenen pikt een of ander circuit op dat ik me anders gedraag dan het gesteld is met mijn humeur. Een instinct misschien, dat nog min of meer intact is of wie weet sterker naar de voorgrond treedt nu de complexe functies van denken en spreken zo goed als ingestort zijn.

(…)

 

We zijn doodsbang. We zeggen er weinig over, maar we zijn doodsbang. Doodsbang voor wat komen gaat, hoe onvermijdelijk ook. Doodsbang voor de rouw, die we tegelijk vandaag nog zouden willen aanvatten om niet langer in deze schemerzone tussen leven en dood te moeten blijven hangen. Het is vis noch vlees, dag noch nacht, dood noch leven. De ziekte trapt haar de tijd uit en schopt ons uit de taal. Woorden, ze lijken me een soort van granenontbijt tegenwoordig: ongetwijfeld gezond, maar nogal smaakloos.”

 

 

 1041321-985fee76f26574d08d2f706a56365613.jpg

Erwin Mortier (Nevele, 28 november 1965)

 

 


De Duitse schrijver
Sherko Fatah werd geboren op 28 november 1964 in Oost-Berlijn. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009.en ook mijn blog van 28 november 2010.

Uit: Ein weißes Land

 

“Ich sitze hier und beobachte dich wie einen Fremden. Aber ich kenne dich. Vielleicht werde ich es dir nie sagen: Ich kenne dich, ich kenne dich gut. Es ist einige Jahre her. Es ist eine Ewigkeit her. Lange genug, um mich nicht mehr zu erkennen. Aber wie auch, du schaust mich nicht an, du schaust nie jemanden direkt an.

Du bist der wichtige Doktor aus dem fernen Deutschland. Und ich, was bin ich schon? Der Bote, den du nicht brauchst, der dir lästig ist. Aber würdest du mich anschauen, dann wüsstest du es sofort. Wir waren uns einmal so nahe wie zwei eingesperrte, verängstigte Hunde, wir hatten den gleichen Dreck in unseren Mäulern, und in jener fernen, kalten Nacht war unsere Angst eine, wir waren ein furchtsames Tier mit zwei Köpfen. Wir haben den Tod gesehen, wie er leibhaftig über die morastige Erde schritt. Seine schmutzigen Stiefel ließen den feuchten Boden schmatzen. Er war schmal von Gestalt, hatte einen großen Kopf mit hoher Stirn. Er sprach deine Sprache. Du hast ihn sicher nicht vergessen. Niemand kann das. Aber vielleicht willst du ihm nur einfach um keinen Preis je wieder begegnen, und sei es nur in der Erinnerung, im Gesicht eines Überlebenden aus jener Zeit. Ich verstehe dich, ich verstehe dich gut, du wichtiger Mann.

Und doch, Gottes Wege sind unerforschlich, bist du hierhergekommen. Du hättest überall hingehen können nach dem Krieg. Aber nein, du bist hier, vor meinen Augen, und allein dein Anblick

bringt mir die alte Furcht zurück, die uns beide einmal umschlossen hielt wie eine Faust.

Ich rutschte auf dem Holzstuhl herum, den mir der Doktor am ersten Tag hingestellt hatte. Wortlos, ohne Gruß oder eine andere Regung erledigte dieser hochgewachsene, drahtig wirkende Mann

die Sache selbst. Er ließ mich, den Boten, einfach mitten im Krankensaal stehen und kam nach kurzer Zeit mit dem Stuhl zurück. Nah am Fenster stellte er ihn ab. Als er wieder an mir vorbeiging,

wies er nur hinter sich.”

 

 

 1041321-2c127085bc045845d2be6b647e4983ee.jpg

Sherko Fatah (Oost-Berlijn, 28 november 1964)

 

 

 

 


De Italiaanse schrijver Alberto Moravia werd geboren in Rome op 28 november 1907. Zie ook alle tags voor Alberto Moravia op dit blog.

 

Uit: Römische Erzählungen (Vertaald door Jutta Eckes)

 

„Er brauchte ja auch nur in den Rückspiegel über der Windschutzscheibe zu blicken, um genau zu sehen, was hinter ihm vorging. Wir fuhren am Trappistenkloster und dann an der Expo ’42 vorbei und schließlich in einem Rutsch durch bis zur Abzweigung nach Anzio. Dort nahm ich das Gas weg und fragte den Blonden neben mir, wohin genau sie denn eigentlich gebracht werden wollten. Er antwortete: »An einen ruhigen Ort, wo niemand ist|. . . Wir wollen allein sein.« Ich sagte: »Hier gibt es

dreißig Kilometer menschenleeren Strand|. . . Da müßt ihr euch schon entscheiden.« Das Mädchen rief von hinten: »Lassen wir ihn doch entscheiden.« Ich antwortete: »Was hab’ ich damit zu tun?« Doch das Mädchen hörte nicht auf zu rufen: »Lassen wir ihn doch entscheiden«, und lachte, als hätte es etwas furchtbar Komisches gesagt. Also sagte ich: »Der Lido di Lavinio ist sehr überlaufen|. . . Aber ich werd’ euch an einen Ort nicht weit von hier bringen, wo keine Menschenseele ist.« Meine Worte brachten das Mädchen erneut zum Lachen; es schlug mir von hinten auf die Schulter und sagte: »Bravo|. . . du bist intelligent|. . . du hast begriffen, was wir wollen.« Ich wußte nicht, was ich von

diesem Benehmen halten sollte; einerseits ging es mir auf die Nerven, andererseits ließ es mich hoffen. Der Blonde hüllte sich in finsteres Schweigen, schließlich sagte er: »Pina, ich finde das

keineswegs zum Lachen.« So fuhren wir denn weiter.

Es war sehr heiß, windstill, und die Straße blendete; die beiden hinten im Auto hörten nicht auf zu plappern und zu lachen, doch dann verstummten sie ganz plötzlich, und das war noch schlimmer, denn ich sah, wie der Blonde in den Rückspiegel blickte und dann die Nase kraus zog, als hätte er etwas gesehen, was ihm nicht gefiel. Längs der Straße breiteten sich jetzt auf der einen Seite sonnenverbrannte Felder aus und auf der anderen dichter Buschwald. Bei einem Schild mit der Aufschrift »Jagen verboten« bremste ich und bog in einen kurvenreichen Weg ein. Ich war hier im Winter auf der Jagd gewesen, es war wirklich ein einsamer Ort, unmöglich zu finden, wenn man sich

nicht auskannte. Hinter dem Buschwald kam ein Pinienhain und nach dem Pinienhain der Strand und das Meer. In diesem Pinienhain hatten sich nach der Landung bei Anzio die Amerikaner verschanzt, es gab noch die Schützengräben; verrostete Konservendosen und leere Patronenhülsen lagen herum, und die Leute blieben fern aus Angst vor Minen.“

 

 

 1041321-c37ca6a45d212d1798e6dfe2a498d14c.jpg

Alberto Moravia (28 november 1907 – 26 september 1990)

Portret door Renato Guttuso, 1940

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Rita Mae Brown werd geboren in Hanover, Pennsylvania op 28 november 1944. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Rubyfruit Jungle

 

"You shut up or I'll knock your lips down your throat, Broccoli Detwiler."

"I'll shut up if you don't tel1 anyone I showed you my thing."

"What's there to tell? All you got is a wad of pink wrinkles hangin' around it. It's ugly."

"It is not ugly."

"Ha. It looks awful. You think it's not ugly because it's yours. No one else has a dick like that. My cousin Leroy, Ted, no one. I bet you got the only one in the world. We oughta make some money off it."

"Money? How we gonna make money off my dick?"

"After school we can take the kids back here and show you off, and we charge a nickel a piece."

"No. I ain't showing people my thing if they're gonna laugh at it."

"Look, Broc, money is money. What do you care if they laugh? You'll have money then you can laugh at them. And we split it fifty-fifty."

The next day during recess I spread the news. Broccoli was keeping his mouth shut. I was afraid he'd chicken out but he came through. After school about eleven of us hurried out to the woods between school and the coffee shop and there Broc revealed himself. He was a big hit. Most of the girls had never even seen a regular dick and Broccoli's was so disgusting they shrieked with pleasure. Broc looked a little green around the edges, but he bravely kept it hanging out until everyone had a good look. We were fifty-five cents richer.

Word spread through the other grades, and for about a week after that, Broccoli and I had a thriving business. I bought red licorice and handed it out to all my friends. Money was power. The more red licorice you had, the more friends you had. Leroy, my cousin, tried to horn in on the business by showing himself off, but he flopped because he didn't have skin on him. To make him feel better, I gave him fifteen cents out of every day's earnings.

Nancy Cahill came every day after school to look at Broccoli, billed as the "strangest dick in the world." Once she waited until everyone else had left. Nancy was all freckles and rosary beads. She giggled every time she saw Broccoli and on that day she asked if she could touch him. Broccoli stupidly said yes. Nancy grabbed him and gave a squeal.“

 

 

 1041321-690bd06dd328a6c8a5edc028ef0fc3d1.jpg

Rita Mae Brown (Hanover, 28 november 1944)

 

 

 

 

 

De Australische dichter en schrijver Julian Randolph Stow werd geboren in Geraldton in het westen van Australië op 28 november 1935. Zie ook mijn blog van 28 november 2008  en ook mijn blog van 28 november 2009 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Tourmaline

 

“Against the intense blue of the Tourmaline sky, the walls of the exercise yard, like a low square tower, glimmered with all the light and purity the sun could discover in their pale stonework; and I noticed with pride, the rough beauty of the round window set high in the front wall, the handsome curve of masonry above the gate.

(…)

 

I stepped out of my door to look once more at my garden. I have said before that the sky is the garden of Tourmaline.

The much-praised, the inexhaustible stars above me. Islands, ice-cold and burning. The burning ice-cold purity of God.

Love inexpressible, inexhaustible. My love for him, it, them. No matter if such love is not returned. In the contemplation of stars, in the remembrance of oceans and flowers, in the voice of a lone crow and the jacaranda-blue of far ranges, I have all I need of requital…I reach out with every nerve to the ultimate purity.

Lord, fill me with your sap and make me grow.

Make me tall as karri, broad as a Moreton Bay fig. Let me shelter all Tourmaline in my shade.

Birds in the air; sheep in the far green distance.

Love, love, love; like an ache, like an emptiness.”

 

 

1041321-a95aa8270a7f04c5ba5f7c2efe56c3d9.jpg
Julian Randolph Stow (28 november 1935 – 29 mei 2010)




Zie voor nog meer schrijvers van de 28e november ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:58 Reageer op dit bericht

Philippe Sollers, Hugo Pos, Nancy Mitford, Stefan Zweig, Dawn Powell

De Franse schrijver Philippe Sollers werd geboren op 28 november 1936 in Bordeaux. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Un vrai roman. Mémoires

 

„(Francis Ponge)
Je vais voir Ponge chez lui, rue Lhomond, près du Panthéon, au moins une fois par semaine. Sa solitude est alors terrible, sa pauvreté matérielle visible. Là-dessus, une fierté et une ténacité radieuse, quelque chose de radical et d’aristocratique, dans le genre « tout le monde a tort sauf moi, on s’en rendra compte un jour ». J’arrivais, je m’asseyais en face de lui dans son petit bureau décoré par Dubuffet, j’avais des questions, il parlait, je le relançais. J’ai fait ce que j’ai pu pour lui par la suite : invitation d’un mois à l’île de Ré, conférence à la Sorbonne, envoi de caisses de vin de Bordeaux, obtention d’un maigre salaire dans le budget de la revue « Tel Quel » (il figure en tête du premier numéro), livre d’entretiens d’abord diffusés à la radio, etc. J’apporte un électrophone et on écoute du Rameau, et encore du Rameau (c’est son musicien préféré). Ponge, à ce moment-là, est très isolé : mal vu par Aragon en tant qu’ancien communiste non stalinien, tenu en lisière par Paulhan (malgré leur grande proximité), laissé de côté par Sartre, après son essai retentissant sur lui dans « Situations I ». Il est donc encore loin de l’édition de ses œuvres complètes et de la Pléiade, mais le temps fait tout, on le sait. Jusqu’en 1968, idylle. Ensuite, on s’énerve, moi surtout. Raisons apparemment politiques, mais en réalité littéraires (Malherbe, sans doute, mais n’exagérons rien) et métaphysiques (le matérialisme de Lucrèce, pourquoi pas, mais pas sur fond de puritanisme protestant). De façon pénible et cocasse, la rupture se produit apparemment sur Braque (texte critique de Marcelin Pleynet, privilégiant Freud), mais aussi (rebonjour Freud) à cause de mon mariage (sa propre fille est alors à remarier). Il y a, de part et d’autre, des insultes idiotes. A mon avis, à oublier.“

 

 

 1041317-e716424951ca02a1e185f550de1b74d2.jpg

Philippe Sollers (Bordeaux, 28 november 1936)

 

 


De Surinaamse schrijver, dichter en jurist
Hugo Pos werd geboren in Paramaribo op 28 november 1913. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009 en ook mijn blog van 28 november 2010.

Uit: In Triplo. Op weg naar Tokio I

 

„In mijn herinnering waren dat alle politiekantoren en een kantoor van een Indonesisch dagblad

dat openlijk tot revolutie opriep. Ik weet dat zo goed, omdat een vriend van mij, die zich ergerde dat dat zo maar kon, me tevergeefs voorstelde om het zonder bevel van hogerhand op onze beurt te gaan bezetten. De eerste paar dagen werd ik samen met een stuk of wat anderen ondergebracht in een groot flatgebouw tegenover een spoorwegstation. Tot onze verbazing bleven de treinen rijden. Omdat we er niet zeker van konden zijn dat de reizigers die naar Djakarta kwamen uitsluitend vreedzame

groente - en kippenverkopers waren, stelden we volgens een rooster een reguliere bewaking van het gebouw in. Meneer Bloem, voor de oorlog het hoofd van de Weeskamer, in mijn ogen een man op leeftijd, had de nachtdienst. Nu had meneer Bloem nog nooit van zijn leven een geweer in handen gehad, zodat eerst een kortstondige instructie daaraan voorafging. We hielden ons hart vast dat als zich iets voordeed - wat gelukkig niet het geval is geweest - meneer Bloem zich in zijn voet

zou schieten.

Na een paar weken van betrekkelijk niets doen in een chaotische stad waar af en toe zonder aanwijsbare reden een plotseling heftig schieten losbarstte, kreeg ik de opdracht om naar een legerkamp in de buurt van het kleine vliegveld Ketjilitan te gaan om een overspannen vaandrig af te lossen. Het kamp werd vrijwel iedere avond aangevallen door groepen peloppors, de jonge heethoofden van de Republiek.“

 

 

 1041317-55ecdaa42e3e32ff3e04cccde2514687.jpg

Hugo Pos (28 november 1913  - 11 november 2000)

 

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver Stefan Zweig werd op 28 november 1881 in Wenen. Zie ook alle tags voor Stefan Zweig op dit blog.

 

Uit: Brennendes Geheimnis

 

„Der Partner

Die Lokomotive schrie heiser auf: Der Semmering1 war erreicht. Eine Minute rasteten die schwarzen Wagen im silbrigen Licht der Höhe, warfen ein paar bunte Menschen aus, schluckten andere ein, Stimmen gingen geärgert hin und her, dann schrie vorne wieder die heisere Maschine und riss die schwarze Kette rasselnd in die Höhle des Tunnels hinab. Rein ausgespannt, mit klaren, vom nassen Wind reingefegten Hintergründen lag wieder die hingebreitete Landschaft.

Einer der Angekommenen, jung, durch gute Kleidung und eine natürliche Elastizität des Schrittes sympathisch auffallend, nahm den andern rasch voraus einen Fiaker zum Hotel. Ohne Hast trappten die Pferde den ansteigenden Weg.

Es lag Frühling in der Luft. Jene weißen, unruhigen Wolken flatterten am Himmel, die nur der Mai und der Juni hat, jene weißen, selbst noch jungen und flattrigen Gesellen, die spielend über die blaue Bahn rennen, um sich plötzlich hinter hohen Bergen zu verstecken, die sich umarmen und fliehen, sich bald wie Taschentücher zerknüllen, bald in Streifen zerfasern und schließlich im Schabernack den Bergen weiße Mützen aufsetzen.

Unruhe war auch oben imWind, der die mageren, noch vom Regen feuchten Bäume so unbändig schüttelte, dass sie leise in denGelenken krachten und tausend Tropfen wie Funken von sich wegsprühten. Manchmal schien auch Duft vom Schnee kühl aus den Bergen herüberzukommen, dann spürte man imAtem etwas, das süß und scharf war zugleich. Alles in Luft und Erde war Bewegung und gärende Ungeduld. Leise schnaubend liefen die Pferde den jetzt niedersteigenden Weg, die Schellen klirrten ihnen weit voraus.

Im Hotel war der ersteWeg des jungen Mannes zu der Liste der anwesenden Gäste, die er – bald

enttäuscht – durchflog. «Wozu bin ich eigentlich hier», begann es unruhig in ihm zu fragen. «Allein

hier auf dem Berg zu sein, ohne Gesellschaft, ist ärger als das Bureau. Offenbar bin ich zu früh gekommen oder zu spät. Ich habe nie Glück mit meinem Urlaub. Keinen einzigen bekannten Namen

finde ich unter all den Leuten.Wennwenigstens ein paar Frauen da wären, irgendein kleiner, im Notfall sogar argloser Flirt, um diese Woche nicht gar zu trostlos zu verbringen.» Der junge Mann, ein Baron von nicht sehr klangvollem österreichischem Beamtenadel, in der Statthalterei angestellt, hatte sich diesen kleinen Urlaub ohne jegliches Bedürfnis genommen, eigentlich nur, weil sich all seine Kollegen eine Frühjahrswoche durchgesetzt hatten und er die seine dem Dienst nicht schenken wollte.“

 

 

1041317-14776be6f63330689579be8fff5e6289.jpg
Stefan Zweig (28 november 1881 – 22 februari 1942)

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Nancy Mitford werd geboren op 28 november 1904 in Londen. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Love in a Cold Climate

 

„Burke makes it out just a shade more ancient than does Debrett, but both plunge back into the mists of mediaeval times from which they drag forth ancestors with P. G. Wodehouse names, Ugs and Berts and Threds, and Walter Scott fates. “His Lordship was attainted—beheaded—convicted—proscribed—exiled—dragged from prison by a furious mob—slain at the Battle of Crécy—went down in the White Ship—perished during the third crusade—killed in a duel.” There were very few natural deaths to record in the early misty days. Both Burke and Debrett linger with obvious enjoyment over so genuine an object as this family, unspoilt by the ambiguities of female line and deed poll. Nor could any of those horrid books, which came out in the nineteenth century, devoted to research and aiming to denigrate the nobility, make the object seem less genuine. Tall, golden-haired barons, born in wedlock and all looking very much alike, succeeded each other at Hampton, on lands which had never been bought or sold, generation after generation until, in 1770, the Lord Hampton of the day brought back, from a visit to Versailles, a French bride, a Mademoiselle de Montdore. Their son had brown eyes, a dark skin and presumably, for it is powdered in all the pictures of him, black hair. This blackness did not persist in the family. He married a golden-haired heiress from Derbyshire, and the Hamptons reverted to their blue-and-gold looks, for which they are famous to this day. The son of the Frenchwoman was rather clever and very worldly; he dabbled in politics and wrote a book of aphorisms, but his chief claim to fame was his great and lifelong friendship with the Regent, which procured him, among other favours, an earldom. His mother’s family having all perished during the Terror in France, he took her name as his title. Enormously rich, he spent enormously; he had a taste for French objects of art and acquired, during the years which followed the Revolution, a splendid collection of such things, including many pieces from the royal establishments, and others which had been looted out of the Hotel de Montdore in the rue de Varenne. To make a suitable setting for this collection, he then proceeded to pull down at Hampton the large plain house that Adam had built for his grandfather and to drag over to England stone by stone (as modern American millionaires are supposed to do) a Gothic French chateau.“

 

 

 1041317-3a289f11c841291dd990664860698e50.jpg

Nancy Mitford (28 november 1904 – 30 juni 1973)

 

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Dawn Powell werd geboren op 28 november 1896 in Mount Gilead, Ohio. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Angels on Toast

 

„It was a dull evening tonight and the girls had listlessly walked through the dinner-show with little more than the orchestra and waiters for audience. Since their gifts were little more than walking under any circumstances the performance was not too much worse than usual. As soon as the Olivers and Donovans arrived, however, the place sprang into action. Two girls who had been slumping at the bar wrangling with the bartender now rushed to attach a cigarette tray and flower tray respectively to their persons; Tessie, the accordionist, struck up "Give My Regards to Broadway," a roguish reminder that on Mr. Oliver's last appearance at "The Top" he had obliged with a simple timestep to that tune. The headwaiter, a punch-drunk ex-fighter, who was making himself feel like a crowd with a series of short brandies, snapped to his heels, with an almost reverential bow.

"Good evening, Mr. Donovan," he said. "And Mr. Oliver. Well, well!"

He had fortunately learned to take no chances on calling the ladies by name, but men customers sometimes wondered whether the flattery to their ego of the bow and their names remembered was really worth while, since the lady was often not impressed so much with the regard in which her husband or boy-friend was held as by the deduction that he must spend a lot of money here.“

 

 

 1041317-2306e8076bf71451e9347a3eacdf4ba7.jpg

Dawn Powell (28 november 1896 – 14 november 1965)

Geschreven door Romenu om 19:24 Reageer op dit bericht

Dennis Brutus, Alexander Blok, William Blake, Carl Jonas Love Almqvist, Yves Thériault

De Zuidafrikaanse dichter en (oud-)verzetsstijder Dennis Brutus werd geboren op 28 november 1924 in Harare in Zimbabwe. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2009  en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

 

Akhenaton’s Song/ Prayer/ Psalm

 

Light gleaming through trees

light above sunset hills

light glowing golden

Rhodesian-Zimbabweau red

light pink-grey on Africa’s desert wastes

light on lifted psalms in adoration

psalms lifting in thanksgiving

receiving light in gratitude.

 

light, source of being

light glowing over, everywhere, forever

light glowing over all, over all.

 

light at the center of all things

light at the origin of all things

light reaching across distances of the cosmos

light without which all that is is nothing.

light the seed of our being

 

light that inserts, asserts, establishes being

light that defines us as divinity

light that unifies us with divinity.

 

 

 

Seattle

 

We all have our causes

dear to our hearts

that we work and sacrifice for:

the freedom of these,

justice for those,

the struggle against their oppressor:

but let there be one cause

that we all unite to serve

that we all resolve to serve—

the cause of the Native Americans.

 

 

 1041308-70ac35cd933483289e38e23e6864c244.jpg

Dennis Brutus (28 november 1924 – 26 december 2009)

 

 

 


De Russische schrijver en dichter
Alexander Blok werd geboren op 28 november 1880 in St. Petersburg. Zie ook alle tags voor Alexander Blok op dit blog.

 

"All perished, All!..."

 

All perished, all! The sun, in flame and brilliance,

As did it long before, the years’ circle fulfils.

A sorrow grave deplores the past existence –

That was so beautiful – under the solemn hills.

And in the black night a white specter-mist

Waits other shades, the silent one and grievous.

 

Oh, whitening shade, again you will obtain

Crowds of others, lost of past, entire.

A night will pass, come a long day again –

Again will rise, in its self-scorching mire,

Sun of the day, the sun of golden fire,

And will again burn the sad hills and plain.

 

 

 

"I'm Hamlet Now..."

 

I’m Hamlet now. Freezes blood,

When the perfidy waves laces,

While love is first - and lives in heart

For her – the one in times and spaces.

 

Ophelia, my dear friend,

You got away by cold fierce,

And, Prince, I’m dying in my land,

With poisoned swords in fighting pierced.   

 

 

 

 

"Night, Streets, the Lantern..."

 

Night, streets, the lantern, the drugstore,

The meaningless and dusky light.

A quarter of the century more --

All fall the same into your sight!

 

You died – as it was before –

You have the former way to start:

The streets, the lantern, the drugstore,

Swell of the canal in the night.

 

 

 

Vertaald door Yevgeny Bonver

 

 

1041308-6cc68f66c6168bc915efaafcc3752528.jpg
Alexander Blok (28 november 1880 – 7 augustus 1921)

Portret door Konstantin Somov

 

 

 


De Engelse schrijver, dichter en schilder
William Blake werd geboren op 28 november 1757 in Londen. Zie ook alle tags voor William Blake op dit blog.

 

 

A Little Boy Lost

 

"Nought loves another as itself,

Nor venerates another so,

Nor is it possible to thought

A greater than itself to know.

 

"And, father, how can I love you

Or any of my brothers more?

I love you like the little bird

That picks up crumbs around the door."

 

The Priest sat by and heard the child;

In trembling zeal he seized his hair,

He led him by his little coat,

And all admired the priestly care.

 

And standing on the altar high,

"Lo, what a fiend is here! said he:

"One who sets reason up for judge

Of our most holy mystery."

 

The weeping child could not be heard,

The weeping parents wept in vain:

They stripped him to his little shirt,

And bound him in an iron chain,

 

And burned him in a holy place

Where many had been burned before;

The weeping parents wept in vain.

Are such things done on Albion's shore?

 

 

 1041308-d5c56ecace2c7ff00b7588799383770c.jpg

William Blake (28 november 1757 – 12 augustus 1827)

William Blake: The Angel of the Revelation, ca. 1803–5

 

 

 

 

 

De Zweedese dichter, schrijver, criticus en reiziger Carl Jonas Love Almqvist werd geboren in Stockholm op 28 november 1793. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Das Geschmeide der Königin (Vertaald door Klaus-Jürgen Liedtke)

 

“Über Schwedens Hauptstadt schwebte der schreckliche Genius des Königsmords. Seine breiten Schwingen waren oben schwarz wie eine Märznacht um 12 Uhr; darunter rot wie die lodernden Flammen in einem Maskenballsaal.
"Es brennt! Feuer!" riefen einige Masken bei den Kulissen. Rasch aber wurden die Flammen am Mantel des Königs gelöscht, und seine Umgebung begann zu ahnen, dass der Ruf lediglich ein Vorwand gewesen sein mochte, um Alarm zu schlagen und den Täter zu tarnen. Am Boden stieß Leutnant Pollets Fuß gegen ein Messer, scharf und mit Widerhaken; nicht weit davon entfernt lag eine Pistole; und dichter bei den Logen auf dem Boden eine zweite Pistole. - Der König war nicht tot, wurde aber verwundet aus dem Redoutensaal in seine Gemächer getragen."

 

Tintomara: Victor!
Ferdinand: O verbirg deinen Schmerz nicht! Er zeigt sich so unbeschreiblich in deiner ganzen Gestalt. Noch erkenne ich alle Züge des munteren feengleichen Wesens, das die Wälder ringsum mit den leichtesten Sprüngen, mit scherzhaften Possen schmückte, ach! Mit Bewegungen unerklärlicher Anmut ... und doch ist alles verändert, alles! Ein Schleier umzittert deine ganze Miene wie aus feinstem Dunkel .... dein himmlischer Blick schaut auf mich mit einer Sanftheit, die mich beseligt, und - doch erschrickt! Großer, lebendiger Gott, was - was ist der Gegenstand deines Schmerzes?“

 

 

 1041308-39ee27d8ba7a3a7d32ca9921aada430d.jpg

Carl Jonas Love Almqvist (28 november 1793 - 26 september 1866)

Portret door Carl Peter Mazer 

 

 

 

  

De Canadese schrijver Yves Thériault werd geboren op 28 november 1915 in Quebec. Zie ook mijn blog van 28 november 2008 en ook mijn blog van 28 november 2010.

 

Uit: Agaguk

 

„La balle fut un ouragan qui jaillit du canon. Mais elle ne tua pas le loup. Elle ne fit que l'égratigner au passage. Il roula par terre et se retrouva dix pas plus loin. Il fut aussitôt sur ses pattes.

Agaguk était debout aussi, son couteau au poing.

Le loup bondit.

Une masse fantomatique, sorte de bolide lancé des airs, s'abattait sur Agaguk. L'homme et la bête basculaient dans le noir. La gueule du loup s'ouvrait, baveuse de rage, et mordait avec un grondement diabolique l'être qui se débattait furieusement entre ses pattes.

C'était entre les deux une lutte horrible, une gymnastique macabre. À chaque gueulée de la bête, le cri de l'homme s'enflait en vrille et crevait la nuit. Le loup en furie l'agrippait, le labourant à grands coups de griffes, puis l'homme saisissant la seconde propice - celle où l'animal s'arc-boutait pour foncer à nouveau - repliait son bras pour plonger le couteau dans le cuir de la bête. Alors celle-ci s'esquivait, mais pour bondir de nouveau sur l'homme qui se raidissait contre la torture.

De grands lambeaux de chair pendaient entre les dents de l'animal.

Un combat terrible, mêlé de cris et de rugissements où, tour à tour, l'homme et la bête, égaux en puissance ou en fureur, dominaient. Soudain la lame du couteau brilla. Le poing partit comme une flèche, s'abattit. Une fois, une autre et une autre fois encore.

Agaguk avait, dans la bouche, un goût sucré de sang qui lui redonnait des nerfs et de la poigne. Maintenant, à cheval sur le loup qui se démenait en hurlant, il frappait à tour de bras, toute vigueur retrouvée, toute douleur assoupie.

Puis il se releva, passa le bras sur sa figure ensanglantée et mesura en lui les forces restantes.

Le loup blanc, éventré, gisait à ses pieds.

Agaguk défit la corde qui lui servait de ceinture, en noua une extrémité autour des pattes d'arrière du loup, s'attela au fardeau et le traîna sur la toundra.“

 

 

 1041308-28aec4eabfff62afae6f5bdfc2c0aae6.jpg

Yves Thériault (28 november 1915 – 20 oktober 1983)

Geschreven door Romenu om 19:16 Reageer op dit bericht

Navid Kermani, James Agee, Nicole Brossard, Annette von Droste-Hülshoff

De Duits-Iraanse schrijver en islamist Navid Kermani werd geboren op 27 november 1967 in Siegen. Zie ook mijn blog van 27 november 2008 en ook mijn blog van 27 november 2009.en ook mijn blog van 27 november 2010.

 

Uit: Dein Name

 

„Nach dem Frühstück fing er an, das Ritualgebet zu erlernen, die salât oder persisch das namâz. Die wesentlichen Texte und Abläufe sind ihm bekannt, hinter oder neben anderen hat er schon häufig gebetet. Aber allein zu beten, so daß man die Texte und Abläufe ohne nachzudenken selbst abspulen muß, ist anders. Man kommt schnell durcheinander. Er ist daher, als er einsah, beten zu müssen, weil er weder schreiben noch lesen konnte, zu den Vermietern der Scheune gegangen, um aus dem Internet eine Gebetsanleitung auf den Laptop zu laden. Man wird selbst mit der Analogleitung rasch fündig, tippt »Islamisches Gebet« in die Suchmaschine und kann schon den ersten Link gebrauchen. Da er den Laptop schlecht mit ans Waschbecken nehmen konnte, notierte er sich die neun Abschnitte der rituellen Waschung, des wozuh, am Rande des Feuilletons, das er unter der Ablage aus einer Kiste mit Altpapier nahm. Claus Peymann inszeniert Peter Handkes Spuren der Verirrten am Berliner Ensemble, was man auch nicht gesehen haben muß. Die Waschung hatte er schon oft vollzogen, mußte nur die Reihenfolge der Körperteile sich merken, was keine Viertelstunde dauerte.

Anschließend breitete er die gelbe Vliesdecke, auf der die Frau morgens Gymnastik treibt, neben dem Schreibtisch aus, richtete den Bildschirm so ein, daß er die Gebetsanleitung aus einem Meter Entfernung lesen konnte, stellte sich in Richtung Mekka auf das sozusagen goldene Vlies und betete. Dem Sohn, der immer wieder neben sich auf den Laptop blickte, sich auch mal verhaspelte und deshalb ein Gebet neu aufsagen oder die Verbeugung wiederholen mußte, gelang es nur sehr eingeschränkt, »seine Verbindung zur Außenwelt« abzubrechen und »sich nun in Gedanken vor Allah (t)« zu befinden, wie es die Gebetsanleitung vom Gläubigen verlangt. Im Sinne der Rechtsschulen war sein Gebet sicher nicht gültig, obwohl auch sie, andererseits, die gute Absicht honorieren und sein Bemühen daher kaum tadeln würden. Ihm half es am Morgen, er will nicht sagen: es befriedete, aber,

nein, abgelenkt kann er es auch nicht nennen, das wäre zu schwach, ihm hat das Gebet ermöglicht, diesen Absatz zu beginnen, statt weiter die Scheune wie eine Tier im Käfig auf und ab zu gehen.“

 

 

 1040615-431204ac7ea2bf906ec0a545e109d487.jpg

Navid Kermani (Siegen, 27 november 1967)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter en prozaïst James Agee werd geboren in Knoxville, Tennessee.op 27 november 1909. Zie ook alle tags voor James Agee op dit blog.

 

Uit: Een sterfgeval in de familie (Vertaald door Nele Ysebaert)

 

„Hij werd in het donker wakker en wist alleen dat hij klaarwakker was en ademde; toen legde hij zijn hoofd naar links en zag het raam. Gordijnen verhieven zich haast van de vloer tot het plafond, torenhoog, gespleten. Ze deinden als een ademhaling op de tocht door het open raam, doorschijnend, steeds anders plooiend, langs de kier in het midden geschulpt als twee schalen van een zeedier.
Onder de schelle booglamp van de straatlantaarn waren ze zo wit als suiker. De weelderige bloemen en ranken die er machinaal in waren verwerkt toonden zelfs nog schriller wit waar het licht erop viel; elders waren ze donker in de transparante stof.
Het licht zette de schaduwen van blad op de gordijnen, die deinden op de deinende stof en op de ruit erachter en op de kale ruit ertussen.
Waar het licht op de bladeren viel leken ze in brand te staan, een giftig groen. Elders waren ze heel donkergrijs of nog donkerder. Achter elk van deze duizenden dicht opeengepakte bladeren huisde onnatuurlijk licht of diepe duisternis.
Al die bladeren werden bewogen zonder elkaar te raken doordat de hele boom zich geluidloos roerde in zijn slaap.
Tegenover het zijne was nog een raam. Ook achter dat open raam waren bewegende gordijnen, bestrooid met de schaduwen van bewegend blad. Achter die gordijnen en de kale ruit ertussen was de kamer zo donker als de zijne.
Hij hoorde de zomernacht.
De lucht trilde als wegstervend klokgelui van het laatste vermoeide misbaar van sprinkhanen. Koppelingen botsten en voegden zich aaneen; een rangeerlocomotief hijgde zwaar.“


1040615-bea28dc364927fce0eaf5ebbd56cdd25.jpg
James Agee (27 november 1909 - 16 mei 1955)

 

 

 

De Canadese dichteres en schrijfster Nicole Brossard werd geboren op 27 november 1943 in Montreal (Quebec). Zie ook alle tags voor Nicole Brossard op dit blog.

 

 

Smooth Horizon of the Verb Love

 

      1

 

an urban image from the eighties

when we hung out at Chez Madam Arthur

and at the back of the room

women wrapped their arms around

nights of ink and dawn

 

 

      2

 

calendar of murmurs

vague caresses about the planet and its water

we could have confused words

but there were doors open

confetti in the midst of darkness

gentle ways

to swoon in a corner with she who

put her tongue in my mouth

 

 

      3

 

focus on yes, on the woman’s

eyelids

caress not silence not word

focus beyond. Hold me back

 

 

 

 1040615-abdae93b84c608a1b9b9e56870b4e9d8.jpg

Nicole Brossard (Montreal, 27 november 1943)

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata (Bij de eerste zondag van de Advent):

  

De Duitse dichteres en schrijfster Annette von Droste-Hülshoff werd op 10 januari 1797 op het slot Hülshoff in Westfalen geboren. Zie ook alle tags voor Annette von Droste-Hülshoff op dit blog.

 

 

Am ersten Sonntage im Advent

Evang.: Eintritt Jesu in Jerusalem

Du bist so mild,
So reich an Duldung, liebster Hort,
Und mußt so wilde Streiter haben;
Dein heilig Bild
Ragt überm stolzen Banner fort,
Und deine Zeichen will man graben
In Speer und funkensprüh'nden Schild.

Mit Spott und Hohn
Gewaffnet hat Parteienwut,
Was deinen sanften Namen träget,
Und klirrend schon
Hat in des frömmsten Lammes Blut
Den Fehdehandschuh man geleget,
Den Zepter auf die Dornenkron'.

So bleibt es wahr,
Was wandelt durch des Volkes Mund:
Daß, wo man deinen Tempel schauet
So mild und klar,
Dicht neben den geweihten Grund
Der Teufel seine Zelle bauet,
Sich wärmt die Schlange am Altar.

Wenn Stirn an Stirn
Sich drängen mit verwirrtem Schrei
Die Kämpfer um geweihte Sache,
Wenn in dem Hirn
Mehr schwindelt von der Welt Gebräu,
Von Siegesjubel, Ehr und Rache
Mehr zähe Spinngewebe schwirr'n,

Als stark und rein
Der Treue Nothhemd weben sich
Sollt', von des Herzens Schlag gerötet:
Wer denkt der Pein,
Durchzuckend wie mit Messern dich,
Als für die Kreuz'ger du gebetet! -
O Herr, sind dies die Diener dein?

Wie liegt der Fluch
Doch über Alle, deren Hand
Noch rührt die Sündenmutter Erde!
Ist's nicht genug,
Daß sich der Flüchtling wärmt am Brand
Der Hütte? Muß auf deinem Herde
Die Flamme schür'n unsel'ger Trug?

Wer um ein Gut
Der Welt die Sehnsucht sich verdarb,
Den muß der finstre Geist umfahren;
Doch was dein Blut,
Dein heilig Dulden uns erwarb,
Das sollten kniend wir bewahren
Mit starkem aber reinem Mut,

Allmächt'ger du,
In dieser Zeit, wo dringend Not,
Daß rein dein Heiligtum sich zeige,
O, laß nicht zu,
Daß Lästerung, die lauernd droht,
Verschütten darf des Hefens Neige
Und, ach, den klaren Trank dazu!

Laß alle Treu'
Und allen standhaft echten Mut
Aufflammen immer licht und lichter!
Kein Opfer sei
Zu groß für ein unschätzbar Gut,
Und deine Scharen mögen dichter
Und dichter treten Reih an Reih.

Doch ihr Gewand
Sei weiß, und auf der Stirne wert
Soll keine Falte düster ragen;
In ihrer Hand,
Und faßt die Linke auch das Schwert,
Die Rechte soll den Ölzweig tragen,
Und aufwärts sei der Blick gewandt.

So wirst du früh
Und spät, so wirst du einst und heut'
Als deine Streiter sie erkennen:
Voll Schweiß und Müh',
Demütig, standhaft, friedbereit;
So wirst du deine Scharen nennen
Und Segen strömen über sie.

 

 

 1040615-c6f809abba70bf32e156c5f8f5417fd5.jpg

Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

De werkkamer van Droste-Hülshoff in het slot de Meersburg

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 27e november ook mijn vorige blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:53 Reageer op dit bericht

Jacques Godbout, Philippe Delerm, Klara Blum, Jos. Habets, Friedrich von Canitz

De Canadese dichter, schrijver, essayist en filmmaker  Jacques Godbout werd geboren op 27 november 1933 in Montreal, Quebec. Zie ook mijn blog van 27 november 2008 en ook mijn blog van 27 november 2009 en ook mijn blog van 27 november 2010.

 

Uit: Les Têtes à Papineau

 

“Le plafond blanc, par contre, invite à la rêverie. « C’est bien notre genre ! » soupire François. Il entend que Charles va en profiter pour se perdre dans l’éther, encore une fois. François déteste rêvasser. Il préfère l’action immédiate, quitte à se brûler les pattes. Charles contemple les plafonds blancs et s’invente des paysages. Il s’y perd facilement. François, s’il n’est pas stimulé de l’extérieur, ne pense à rien. Mais il est plus rapide que Charles à la détente. C’est une boule sur un billard électrique. Charles ressemble plus pour sa part à un étang matinal sous la brume. Ce n’est pas commode. De plus en plus nous nous regardons comme chiens de garde, les babines retroussées sur nos dents pointues. Or nous sommes condamnés, comme personne au monde, à un perpétuel tête-à-tête : nous n’avons, de naissance, qu’un seul cou, un seul tronc, deux bras, deux cannes, un organe de reproduction. Cela nous tient ensemble. Ensemble.

Nos deux têtes prennent racine à la hauteur de la trachée-artère, de guingois, de ghingoua, mais à même le cou. Comme les deux branches d’un V victorieux. Elles sont autonomes. Pas que pour les émotions ! La pensée. La voix. La salive aussi. Il nous arrive assez souvent, pour cela même, de nous étouffer bruyamment. C’est dangereux une trachée envahie. Il suffit d’un rien. Nous avons un ami qui est mort étranglé par une seule arête de poisson.

Il était à table, au restaurant. Quand l’arête se piqua dans sa gorge, il se mit à faire des bruits inattendus. Des grimaces. Les convives se tapèrent sur les cuisses. Il était habituellement très drôle. Les grimaces empirèrent, il se roulait par terre, en cravate et gilet. Il était toujours tiré à quatre épingles. Il devint rouge comme une brique hollandaise. Puis bleu fromage. La table entière était morte de rire. Mais c’est lui qui resta sur le carreau. Quand on s’aperçut qu’il était sérieux, il était trop tard. Il avait fait sa dernière blague. C’est parfois dangereux d’être pris pour un clown.”

 

 1040609-2e2a0f71f4b01195234976a759ba20a5.jpg

Jacques Godbout (Montreal, 27 november 1933)

 

 

 

 

De Franse schrijver Philippe Delerm werd geboren op 27 november 1950 in Auvers-sur-Oise. Zie ook mijn blog van 27 november 2008 en ook mijn blog van 27 november 2009 en ook mijn blog van 27 november 2010.

 

Uit: Le Buveur de Temps

 

„Et vous écartez le rideau. Votre soif secrète et la douceur de votre main ont tourné la première page, et commencé l’histoire d’un personnage différent. Je suis bien dans un cadre, c’est bien le début d’un romaN. Mais je vous donnerai la courbe de ma bulle, le centre lent de mon regard, les gestes gourds de mon corps effacé pour mieux se couler dans l’espace, ne rien comprendre et ne rien pénétrer, pour mieux se fondre et regarder.

Ne vous méprenez pas. Malgré mon espace ovoïde, mon corps informulé, je n’ai rien d’un fœtus. Je ne viens pas d’un autre monde par la chair et le sang ; aucune hérédité ne m’impose un projet, des limites. Non, si je viens au monde, c’est un peu comme dans le poème de Supervielle, vous savez :

 

« Il vous naît un oiseau dans la force de l’âge
En plein vol et cachant votre histoire en son cœur
Puisqu’il n’a que son cri d’oiseau pour la montrer. »

 

Voilà, c’est ça. Je suis un ami inconnu. Je viens sur terre pour nouer entre nous ce lien fragile qui n’a pas de nom. Pas encore. Amour, amitié, tendresse, les mots sont codifiés, pour un usage et des rapports précis. Mais entre nous, ce sera bien plus vague.

J’étais bien dans ma bulle. Je le sens maintenant à la fraîcheur de l’air d’ici, qui brûle un peu ; l’air de ma planète était parfait, il n déchirait pas la poitrine, ne donnait pas envie de bouger, de changer. C’était un long sommeil, les yeux ouverts dans les eaux du soleil. C’était la solitude aussi, mais je vous regardais. Êtes-vous bien sur terre ? Excusez-moi. Êtes-vous bien, sur terre ?

Votre réponse est un silence, l’ébauche d’un sourire au coin des lèvres. J’aime bien ce silence, où je sens quelques gouttes de temps pur à la tristesse douce-amer. J’aime bien ce sourire, l’humour est la pudeur des jours –vous êtes tellement civilisé.“

 

 

 1040609-b9fa3584b931ccf1ec9f3f669ccdbdda.jpg

Philippe Delerm (Auvers-sur-Oise, 27 november 1950)

 

 

 


De Duitstalige, joodse, Oostenrijkse, Russische en Chinese dichteres en schrijfster
Klara Blum werd geboren op 27 november 1904 in Czernowitz in de Bukowina. Zie ook alle tags voor Klara Blum op dit blog.

 

 

Mädchen im Büro

 

Vor fünfzehn Jahren

Setzte ich mich an diesen Tisch

Und schrieb mit fliegenden Händen

Unter Diktat.

Seither habe ich viele tausend Papiere beschrieben.

Kollegen Männer kamen nach mir und überholten mich.

Aber ich

Bin bis heute unter Diktat geblieben,

Immer nur unter Diktat.

 

Meine Sinne habe ich in Ketten gelegt,

Jahre verbracht in willenlos folgsamer Arbeit,

Willenlos auf den Einen gewartet, der niemals kam.

Manchmal

Heulen Sie mitten hinein in mein papierenes Leben,

Festgekettete Hunde, tausendmal böser als freie,

Aber, wie andre, sie losbinden

Kann ich nicht mehr.

 

 

 1040609-74bee5a1755fc5ed1f1f843aaae9ef45.jpg

Klara Blum (27 november 1904 - 4 mei 1971)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver, priester en archivaris Joannes Josephus (Jozef) Habets werd geboren in Oirsbeek op 27 november 1829. Zie en ook mijn blog van 27 november 2010.

 

Uit: Levensschets van Egidius Slanghen

 

„Ik begin met verlof te vragen om een oogenblik van mijn eigen persoon te spreken. Ik verlang dit te doen om den korten inhoud van dit levensbericht te rechtvaardigen. Voor het eerst heb ik den Heer Slanghen ontmoet in 1851, ten huize van onzen gemeenschappelijken vriend en kunstliefhebber, wijlen den Heer Charles Guillon, Notaris te Roermond. Ik was toen student in het Seminarie dier stad en hij vertoefde als rentmeester op het naburig Kasteel Aldengoor. Bij die gelegenheid verhaalde hij mij iets, wat ik niet wist, namelijk dat wij bloedverwanten waren.

Sedert die eerste ontmoeting heb ik eene warme genegenheid voor dien langen, mageren neef, met dat kaal voorhoofd en dien zwarten knevel gekoesterd, die weinig sprak en bijna nooit lachte, al liep het gesprek ook over een humoristisch onderwerp. Ik noemde daar Slanghen mijn neef; ik moet echter, om bij de waarheid te blijven, die uitdrukking nader verklaren; hij was eigenlijk niet mijn neef maar een neef mijner moeder. Wanneer mij in later jaren, de eene of andere gelegenheid naar den omtrek van Hoensbroeck riep, waar Slanghen was gaan wonen en waar hij als burgemeester fungeerde, verzuimde ik nooit hem een bezoek te brengen. Hij toonde mij dan met welgevallen allerhande kunstnieuws of liever kunstouds hetwelk hij had aangekocht, sprak over 't een of ander onderwerp onzer oude geschiedenis van Limburg en vroeg niet zelden naar ons oordeel over 't stukje beeldhouw- of snijwerk, waaraan hij arbeidde. Ook hij bracht mij sedert de laatste twintig jaren regelmatig eens in 't jaar een tegenbezoek en vertoefde dan enkele dagen te mijnen huize.“

 

 

1040609-85cef3521c6658dcc0aff7046ffccb38.jpg
Jos. Habets (27 november 1829 - 22 juni 1893)

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en diplomaat Friedrich Ludwig Rudolf Freiherr von Canitz werd geboren op 27 november 1654 in Berlijn. Zie ook mijn blog van 27 november 2010.

 

 

Christus in der Krippen

 

Das Kind, das dort in Heu und Stroh verstecket lieget,

Und dem das tumme Vieh aus seiner Wiegen frißt,

Ist grösser als die Welt, weil es Gott selber ist,

Der über Höll' und Tod in seiner Armuth sieget.

Was mag die Ursach seyn, daß Er so schlecht erschienen?

Es könnt ihm ja ein Thron seyn von Saphir bereit,

Sein Lager mit dem Glantz der Sternen überstreut,

Warum bedient Ihn nicht ein Heer von Cherubinen?

Kaum findet sich ein Raum den Heyland zu bewirthen;

Die Krippe wird sein Bett', ein Stall ist sein Pallast;

Wenn Er die keusche Brust der Mutter hat umfaßt,

So hält Er sein Bancket, sein Hoff besteht aus Hirten.

Ihr Grossen, die ihr euch als Götter laßt verehren,

Die ihr von eurem Stuhl aus Diamanten blitzt,

Und, eurer Meinung nach, dem Himmel näher sitzt,

Als die, so Menschen sind, diß will euch etwas lehren:

Der Höchste spottet hier der Güter dieser Erde,

Die offt ein Sterblicher für seinen Himmel hält,

Und zeiget euch dabey, daß, wenn es ihm gefällt,

Der Purpur uns zu Heu, und Heu zu Purpur, werde.

 

 

 1040609-a9bfa428af6cb3b696e8fb533d88f656.jpg

Friedrich von Canitz (27 november 1654 - 11 augustus 1699)

Geschreven door Romenu om 19:29 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten