Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 29 maart 2012 tot 30 maart 2012

100e Sterfdag Karl May, Gerrit Komrij, Uwe Timm, Paul Verlaine, Milton Acorn

Vandaag precies 100 jaar geleden overleed de Duitse schrijver Karl May. Karl May werd geboren op 25 februari 1842 in Hohenstein-Ernstthal. Zie ook alle tags voor Karl May op dit blog.

 

Uit: Winnetou

 

„Winnetou zeigte schon jetzt, trotz seiner Jugend, die Umsicht, welche ich später so oft an ihm bewundert habe. Er sagte sich, daß wir uns noch in der Nähe befinden müßten und die an dem Feuer stehenden, also beleuchteten Apachen im Nachteile seien, weil sie uns für unsere Gewehre ein sicheres Zielen gestatteten. Darum rief er:

»Tatischa, tatischa!«

   Dieses Wort heißt, sich entfernen. Er setzte auch schon zum Sprunge an, doch ich kam ihm zuvor. Vier, fünf schnelle Schritte hatten mich an den Kreis gebracht, welcher ihn umgab. Rechts und links die mir im Wege stehenden Apachen auseinander werfend, drang ich hindurch, und Hawkens, Stone und Parker folgten mir auf dem Fuße. Eben als Winnetou sein lautes "Tatischa, tatischa!" gerufen hatte und sich zum Fortspringen umwendete, stand er vor mir und wir sahen uns einen Moment lang in die Gesichter. Seine Hand fuhr blitzschnell in den Gürtel, um das Messer zu ziehen, da aber traf ihn schon mein Faustschlag gegen die Schläfe. Er wankte und brach auf die Erde nieder. Zugleich sah ich, daß Sam, Will und Dick seinen Vater gepackt hatten.

   Die Apachen heulten vor Wut auf; aber ihr Geheul war nicht zu hören, denn es wurde übertönt von dem schrecklichen Brüllen der Kiowas, welche sich nun auf sie warfen.

   Ich stand, da ich den Kreis der Apachen durchbrochen hatte, mitten in dem kämpfenden und heulenden Knäuel von Menschen, welche miteinander rangen. Zweihundert Kiowas gegen vielleicht fünfzig Apachen, also vier gegen einen! Aber die braven Krieger Winnetous wehrten sich aus allen Kräften. Ich hatte zunächst alles aufzubieten, mehrere von ihnen von mir abzuhalten, und mußte mich darum, da ich mich in ihrer Mitte befand, wie ein Kreisel im Kreise drehen. Dabei gebrauchte ich nur meine Fäuste, denn ich wollte keinen verwunden oder gar töten. Als ich noch vier oder fünf niedergeschlagen hatte, bekam ich Luft, und zu gleicher Zeit wurde der allgemeine Widerstand schwächer. Nach fünf Minuten seit unserm Angriffe war der Kampf zu Ende. Fünf Minuten nur! Aber in einem solchen Falle bedeuten sie doch eine lange Zeit!“

   

 

1125252-4999d7fe14de2106de4552733d728f27.jpg
Karl May
(25 februari 1842 – 30 maart 1912)

Winnetou (Pierre Brice) op zijn paard Iltschi

 

 

 

 

De Nederlandse dichter, schrijver, criticus, polemist en toneelschrijver Gerrit Komrij werd geboren op 30 maart 1944 in Winterswijk. Zie ook alle tags voor Gerrit Komrij op dit blog.

 

 

De zwijgzaamheid

 

Eer maakt men lakens wit met inkt,
Eer spreekt men schaak met bezemstelen,
Eer vindt men nog een roos die stinkt,
Eer ruilt men stenen voor juwelen,

Eer breekt men ijzer met zijn handen,
Eer zal men stijgen in valleien,
Eer legt en een garnaal aan banden,
Eer leert men geiten kousen breien,

Eer plant men bomen op de weg,
Eer zal men kakken in zijn hoed,
Dan dat ik u mijn ziel blootleg
En zeg wat ik thans lijden moet.

 

 

 

City Lights

 

De ruimte van een plein. Het is al nacht.
De hele dag liep ik door nauwe stegen
Waar ik verdwaasd mijn leven overdacht:
As, stof en zaagsel om bijeen te vegen.

De ruimte, eindelijk. Een klok die luidt.
Het is het stadsplein van een oude prent.
Tientallen stegen komen er op uit.
Poort, boog en standbeeld, alles is present.

Traag loop ik op het stralend marmer af.
Het is, hoe kan het anders, volle maan.
Een uil roept. In de verte klinkt geblaf.
Ik zie mijn moeder op de sokkel staan.

 

 

 

Fietstocht

 

Het verre postkantoor was de magneet.
Niet om de luchtpostzegels of de taal
Van overzeese stempels – nee, het deed
Op tweehoog ’s middags dienst als jeugdleeszaal.
Tweemaal, op dinsdag en donderdag,
Verdween ik in het ruime trapportaal
En kwam weer buiten met een brede lach.
Ik had mijn voorraad boeken andermaal.

Met in mijn hoofd een eerste regel die
Ik vluchtig had gezien bij een verhaal
Werd, fietsend, al naar het vervolg gegist.

Toch geselde ik vervaarlijk het pedaal
Om sneller thuis te zijn, omdat ik wist:
Het boek is beter dan de fantasie.

 

 

 

 1125252-5475b55576ca4c3111fd11b950a6ef6f.jpg

Gerrit Komrij (Winterswijk, 30 maart 1944)

Hier met de componist Louis Gauthier (links)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Uwe Timm werd geboren op 30 maart 1940 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Uwe Timm op dit blog.

 

Uit:  Die Entdeckung der Currywurst

 

„Sie hantierte an einer großen gußeisernen Pfanne.
Hin und wieder drückte eine Bö den Sprühregen unter das schmale Vordach: eine Feldplane, graugrün gesprenkelt, aber derartig löchrig, daß sie nochmals mit einer Plastikbahn abgedeckt worden war.
Hier geht nix mehr, sagte Frau Brücker, während sie das Sieb mit den Pommes frites aus dem siedenden Öl nahm, und sie erzählte, wer inzwischen alles aus dem Viertel weggezogen und wer gestorben sei. Namen, die mir nichts sagten, hatten Schlaganfälle, Gürtelrosen, Alterszucker bekommen oder lagen jetzt auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Frau Brücker wohnte noch immer in demselben Haus, in dem früher auch meine Tante gewohnt hatte.
Da! Sie streckte mir die Hände entgegen, drehte sie langsam um. Die Fingergelenke waren dick verknotet. Is die Gicht. Die Augen wollen auch nicht mehr. Nächstes Jahr, sagte sie, wie jedes Jahr, geb ich den Stand auf, endgültig. Sie nahm die Holzzange und griff damit eine der selbst eingelegten Gurken aus dem Glas. Die haste schon als Kind gern gemocht: Die Gurke bekam ich jedesmal gratis. Wie hältste das nur in München aus?
Imbißstände gibts dort auch.
Darauf wartete sie. Denn dann, und das gehörte mit zu unserem Ritual, sagte sie: Jaa, aber gibts da auch Currywurst?
Nein, jedenfalls keine gute.
Siehste, sagte sie, schüttete etwas Curry in die heiße Pfanne, schnitt dann mit dem Messer eine Kalbswurst in Scheiben hinein, sagte Weißwurst, grausam, und dann noch süßer Senf. Das veddelt einen doch. Sie schüttelte sich demonstrativ: Brrr, klackste Ketchup in die Pfanne; rührte; gab noch etwas schwarzen Pfeffer darüber und schob dann die Wurstscheiben auf den gefältelten Pappteller: Das is reell. Hat was mitm Wind zu tun. Glaub mir Scharfer Wind braucht scharfe Sachen.
Ihr Schnellimbiß stand wirklich an einer windigen Ecke. Die Plastikbahne war dort, wo sie am Stand festgezurrt war, eingerissen, und hin und wieder, bei stärkeren Böen, kippte eine der großen Plastik-Eistüten um. Das waren Reklametische, auf deren abgeplattetem Eis man die Frikadellen und, wie gesagt, diese ganz einmalige Currywurst essen konnte.“

 

 

 1125252-fc96ae7f93522dcadd261ed54e662818.jpg

Uwe Timm (Hamburg, 30 maart 1940)

 

 

 

 

De Franse dichter Paul Marie Verlaine werd geboren in Metz op 30 maart 1844. Zie ook alle tags voor Paul Verlaine op dit blog.

 

 

Art poétique

 

De la musique avant toute chose,

Et pour cela préfère l'Impair

Plus vague et plus soluble dans l'air,

Sans rien en lui qui pèse ou qui pose.

 

Il faut aussi que tu n'ailles point

Choisir tes mots sans quelque méprise :

Rien de plus cher que la chanson grise

Où l'Indécis au Précis se joint.

 

C'est des beaux yeux derrière des voiles,

C'est le grand jour tremblant de midi,

C'est, par un ciel d'automne attiédi,

Le bleu fouillis des claires étoiles !

 

Car nous voulons la Nuance encor,

Pas la Couleur, rien que la nuance !

Oh ! la nuance seule fiance

Le rêve au rêve et la flûte au cor !

 

Fuis du plus loin la Pointe assassine,

L'Esprit cruel et le Rire impur,

Qui font pleurer les yeux de l'Azur,

Et tout cet ail de basse cuisine !

 

Prends l'éloquence et tords-lui son cou !

Tu feras bien, en train d'énergie,

De rendre un peu la Rime assagie.

Si l'on n'y veille, elle ira jusqu'où ?

 

O qui dira les torts de la Rime ?

Quel enfant sourd ou quel nègre fou

Nous a forgé ce bijou d'un sou

Qui sonne creux et faux sous la lime ?

 

De la musique encore et toujours !

Que ton vers soit la chose envolée

Qu'on sent qui fuit d'une âme en allée

Vers d'autres cieux à d'autres amours.

 

Que ton vers soit la bonne aventure

Eparse au vent crispé du matin

Qui va fleurant la menthe et le thym...

Et tout le reste est littérature.

 

 

 

 

Le poète et la muse

 

La Chambre, as-tu gardé leurs spectres ridicules,

O pleine de jour sale et de bruits d'araignées ?

La Chambre, as-tu gardé leurs formes désignées

Par ces crasses au mur et par quelles virgules ?

 

Ah fi! Pourtant, chambre en garni qui te recules

En ce sec jeu d'optique aux mines renfrognées

Du souvenir de trop de choses destinées,

Comme ils ont donc regret aux nuits, aux nuits d'Hercules !

 

Qu'on l'entende comme on voudra, ce n'est pas ça :

Vous ne comprenez rien aux choses, bonnes gens.

Je vous dis que ce n'est pas ce que l'on pensa.

 

Seule, ô chambre qui fuis en cônes affligeants,

Seule, tu sais! mais sans doute combien de nuits

De noce auront dévirginé leurs nuits, depuis !

 

 

 

1125252-79c549b4b6b57bf5d1a95f89b48fd6cc.jpg
Paul Verlaine (30 maart 1844 - 8 januari 1896)

Portret door Gustave Courbet

 

 

 

 

De Canadese dichter Milton James Rhode Acorn werd geboren op 30 maart 1923 in Charlottetown, Prince Edward Island. Zie ook alle tags voor Milton Acorn op dit blog.

 

 

The natural History Of Elephants (Fragment)

 

In the elephant's five-pound brain
The whole world's both table and shithouse
Where he wanders seeking viandes, exchanging great farts
For compliments. The rumble of his belly
Is like the contortions of a crumpling planetary system.
Long has he roved, his tongue longing to press the juices
From the ultimate berry, large as
But tenderer and sweeter than a watermelon;
And he leaves such signs in his wake that pygmies have fallen
And drowned in his great fragrant marshes of turds.

In the elephant's five-pound brain
The wind is diverted by the draughts of his breath,
Rivers are sweet gulps, and the ocean
After a certain distance is too deep for wading.
The earth is trivial, it has the shakes
And must be severely tested, else
It'll crumble into unsteppable clumps and scatter off
Leaving the great beast bellowing among the stars.

In the elephant's five-pound brain
Dwarves have an incredible vicious sincerity,
A persistent will to undo things. The beast cannot grasp
The convolutions of destructqon, always his mind
Turns to other things - the vastness of green
And of frangibility of forest. If only once he could descend
To trivialities he'd sweep the whole earth clean of his tormentors
In one sneeze so mighty as to be observed from Mars.

 

 

 

 1125252-959eb438532272291b20eb0f14a51a01.jpg

Milton Acorn (30 maart 1923 – 20 augustus 1986)

Charlottetown 

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 30e maart ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 19:24 Reageer op dit bericht

Erika Mitterem, Christine Wolter,Tom Sharpe, Gert Heidenreich, Theo Breuer

De Oostenrijkse schrijfster en dichteres Erika Mitterer werd geboren op 30 maart 1906 in Wenen. Zie ook alle tags voor Eika Mitterer op dit blog.

 

 

Nichts für ungut!

 

Lieber Herr Wolf,

sagte der Hirte,

Sie wissen, daß ich nichts gegen Sie habe,

Sie sind ein harmloser Spaziergänger,

selbstverständlich.

 

Aber da einige Schafe

in meinem Pferch sich durch Ihr

wertes Erscheinen beunruhigt fühlen,

 

ersuche ich Sie höflich,

sich zu entfernen.

 

Ich habe aber Hunger,

erwiderte der Wolf.

 

Ach so... Ja, dann...

stammelte der Hirte.

 

Nichts für ungut!

 

 

 

Wie alle

 

"Wenn ich sagen könnte, was ich wirklich denke!"

seufzte der geistreiche Mann. Er sagte es dann

unter vier Augen.

"Aber ich muß Rücksicht nehmen auf die Medien,

um meiner Arbeit willen."

 

So ist er also, der flammende Streiter

für Nächstenliebe und Fernstenliebe –

Allseits bewundert, weil er nicht salbungsvoll

redet, sondern mit funkelnder Intelligenz –

so ist er also

ein Opportunist, wie wir alle.

 

Aus edlen Motiven, natürlich.

Wer nicht?

 

 

 1125248-fa0ad9a0ce52640fcca89d4a64aaee9d.jpg

Erika Mitterer (30 maart 1906 – 14 oktober 2001)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster en vertaalster Christine Wolter werd geboren op 30 maart 1939 in Königsberg. Zie ook alle tags voor Christine Wolter op dit blog.

 

Uit: Das Herz, diese rastlose Zuneigungs- und Abneigungsmaschine

 

„Das Mädchen hat die Pelzkappe abgenommen und den Koffer ins Gepäcknetz geschwungen, bevor der Reisende aufspringen kann. Das Mädchen sitzt ihm gegenüber mit blauen Augen, einem Blau, das er noch nie gesehen hat. Einem Vergißmichnieblau, einem Mittelmeerblau, das er erst kurz darauf sehen wird, in Italien, in Genua, und das ihm dann nur noch als ein Augenblau erscheinen wird. Unglaublich. Da sitzt sie, die Angeblickte, ihm ganz ruhig gegegenüber.

 Während sie mir die staubgrauen Beine in der Schüssel abseifte, dabei die verkrusteten Knie vorsichtig ausließ, schaute ich auf ihr Haar im selbstgehäkelten Netz, feines, dunkelblondes Haar. Ihre Geschichte hatte den Titel: Wie sich dein Vater in mich verliebte. Denn er, der Bekannt-Berühmte hatte sich in sie, das Mädchen am Zug, verliebt. Er, nicht sie. Sie hatte nichts dazu getan. Hatte einfach dagestanden. War ihm nicht nachgelaufen, hatte ihn um nichts gebeten, nichts geboten. Er, nicht sie.“

 

 

1125248-cc9d5ac60fb03c36b84c2d35c7a5caaa.jpg 

Christine Wolter (Königsberg, 30 maart 1939)

Königsberg

 

 



De Engelse schrijver
Tom Sharpe werd geboren op 30 maart 1928 in Londen. Zie ook alle tags voor Tom Sharpe op dit blog.

 

Uit: Lauter Irre (Vertaald door Marie-Luise Bezzenberger)

 

„Es ist eine der verblüffenderen Tatsachen, dass es in England auch heute noch Familien gibt, die in Häusern wohnen, die ihre Vorfahren vor Jahrhunderten erbaut haben, auf Land, das ihnen bereits vor der Zeit der normannischen Eroberungszüge gehörte. Die Gropes aus Grope Hall sind eine solche Familie. Sie sind weder reich noch adlig und haben auch niemals den Neid ihrer mächtigeren oder einflussreicheren Nachbarn erregt.

Die Gropes haben sich vielmehr aus allem herausgehalten und sich nie auch nur im Geringsten für Politik, Religion oder irgendetwas anderes interessiert, was ihnen Ärger hätte eintragen können. Stattdessen haben sie brav ihre Felder bestellt, die noch immer dieselben Namen tragen wie im 12. Jahrhundert. Es steckte keine gezielte Strategie dahinter. Im Gegenteil, meist geschah es aus Trägheit und in dem Bestreben, sich nicht mit ehrgeiziger, tüchtiger Nachkommenschaft zu belasten.

Die Gropes aus Grope Hall sind in der Grafschaft Northumberland zu Hause. Es heißt, sie können ihre Herkunft bis zu einem dänischen Wikinger zurückverfolgen, einem gewissen Awgard dem Bleichen, der auf der Überfahrt über die Nordsee so seekrank gewesen war, dass er sich von seinem Stoßtrupp absetzte, während dieser das Nonnenkloster zu Elnmouth plünderte. Anstatt Nonnen zu schänden, wie es eigentlich von ihm erwartet wurde, lieferte er sich auf Gedeih und Verderb einer Dienstmagd aus, auf die er in der Backstube gestoßen war.“

 

 

 1125248-6c6590e4afb0e16a51af9362a7bdf64e.jpg

Tom Sharpe (Londen, 30 maart 1928)

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en (radio)journalist Gert Heidenreich werd geboren op 30 maart 1944 in Eberswald. Zie ook alle tags voor Gert Heidenreich op dit blog.

 

Uit: Abschied von Newton

 

“Aufregender wäre New York gewesen, Kairo oder Rom, aber es geschah in München, einem sich selbst fremden Vorort der Alpen, den sich die Weltgeschichte zuweilen für die Anfänge folgenreicher Verwerfungen aussucht.

Wie jedes Jahr waren Bürger und Behörden vom Wintereinbruch überrascht worden. Als der erste Schnee aus dem Nachthimmel auf die Schienenstränge hinter dem Hauptbahnhof rieselte, kam es sofort zu erstaunlichen Verspätungen im Nah- und Fernverkehr. Auf den Bahnsteigen breitete sich unter den Wartenden eine Geduld aus, die nur Fremde verwirrte, weil ihnen nicht bewußt war, daß sie sich weit im Südosten befanden, wo slawische und katholische Ergebenheit eine nirgends sonst zu findende Legierung bilden.

Glänzend wie Rinnsale entsprangen die Geleise dem kühlen Licht der Bahnhofshalle. Sie unterquerten nach geradem Lauf drei weitgespannte Brücken und verzweigten sich, die Stadt verlierend, zu einem düsteren, da und dort von glimmenden Signalen bestandenen Flußdelta. Über die Schotterinseln und Dämme wuchs langsam der Schimmel der Stille, und die Schläge und Klagen von Eisenbahnrädern und Bremsklötzen glätteten sich zu einem leisen, fließenden Rauschen.”

 

 

 1125248-17312a43ec35341bf9dcb2dc11b1188f.jpg

Gert Heidenreich (Eberswald, 30 maart 1944)



 

De Duitse schrijver en dichter Theo Breuer werd geboren op 30 maart 1956 in Zülpich. Zie ook alle tags voor Theo Breuer op dit blog.

 

 

auf der straße

ein sehr heißer maimorgen
der himmel: wolkenlos, tiefblau

kanalarbeiter haben die straße aufge-
rissen

mit dem preßlufthammer
birst der tag – – –

dazwischen (gleichwohl)
das titititititi der goldammer —

so geht jeder
an sein geschäft

(meines ist das wort)

 

 

 

sosososo

keine ente –
selbst sonette
(jede wette)
bloß fragmente

leben ohne poesie
ohne po
einfach so
(frage: wie)

alle wetter
versefügen
(also lügen)

ist
kein mist
(um so better)

 

 

 

1125248-fb33d021780200100f878c8b29a6ac3b.jpg
Theo Breuer (Zülpich, 30 maart 1956)

Geschreven door Romenu om 19:16 Reageer op dit bericht

Jean Giono, Gabriela Zapolska, Luise Hensel, Anna Sewell, Sean O'Casey, Herbert Asmodi

De Franse schrijver Jean Giono werd geboren op 30 maart 1895 Manosque in het Département Alpes-de-Haute-Provence. Zie ook alle tags voor Jean Giono op dit blog.

 

Uit: Ennemonde et autres caractères

 

“Les routes font prudemment le tour du Haut Pays. Certaines fermes sont à dix ou vingt kilomètres de leur voisin le plus proche; souvent, c'est un homme seul qui devrait faire ces kilomètres pour rencontrer un homme seul, il ne les fait pas de toute sa vie; ou bien c'est une tribu d'adultes, d'enfants et de vieillards qui devrait aller vers une autre tribu d'adultes, d'enfants et de vieillards pour y voir quoi ? des femmes démantelées par les grossesses répétées, des hommes rouges et des vieillards faisandés (les enfants aussi d'ailleurs) et sefaire regarder de haut ? on s'en fiche. Si on veut se faire voir, ça se fera aux foires. Trente ou quarante kilomètres séparent les villages qui restent soigneusement sur les pourtours où passe la route.Dans les terres : hêtres, châtaigniers, chênes rouvres, hêtres de plus en plus énormes et hauts à mesure qu'on pénètre plus profond, rouvres de plus en plus millénaires; loin de tout commerce avec les hommes, des familles de bouleaux, très belles en été, et qui disparaissent, blanc sur blanc, dans la neige; sur les landes, des lavandes, des genêts, de l'alpha, du carex, de la dendelion, puis des pierres, des pierres roulées, comme si jadis, dans ce hauteurs, passaient des fleuves; enfin, au grand large, des pieres plates, sonores comme des cloches, reproduisant le moindre bruit; le saut d'un criquet, le trot d'une souris, le glissement d'ne vipère, ou le vent qui prend appui sur ces tremplins telluriques.”

 

 

 1125244-d2408eddc1d53d757e29b501fb51011b.jpg

Jean Giono (30 maart 1895 – 9 oktober 1970)

 

 

 

 

De Poolse schrijfster Gabriela Zapolska werd geboren op 30 maart 1857 in Podhajce bij Łuck. Zie ook alle tags voor Gabriela Zapolska op dit blog.

 

Uit: Sommerliebe (Vertaald door Karin Wolff)

 

„Als ihre Schar um ein weiteres Wesen wuchs, nahm man es mit einer gewissen Courtoisie auf, rückte nur ein bißchen zusammen. «So ist es wohl am besten, schön still und friedlich», schienen sich alle zu sagen, wenn sie sich bei Tisch versammelten oder beim Abendtee. Sie unterhielten sich dann, aber es war eine Unterhaltung, die niemals tiefer an ihre Seelen rührte. Es mochte scheinen, als geschähe dies aus Zartgefühl, dabei war es wohl Befangenheit, die Furcht, nur nicht plötzlich die ihnen eigentümlichen Rüstungen zu erblicken. Die Fehler und Schwächen der Kinder, obschon unter dem Mäntelchen höflichen Betragens verborgen, existierten nichtsdestoweniger, gefährlich und tragisch. Ihre Probleme wurden niemals angesprochen, man überging sie, genauso wie die Anfälligkeit ihrer Körper für Skrofulose. «So ist es wohl am besten.»
Bedächtig ächzten die städtischen Uhren neun. Und wieder setzte hoch oben der hejnal ein und durchschnitt die Luft, rief, klagte, zerriß einsame, in sich oder Erinnerungen versunkene Herzen.
Tuska kam der Gatte in den Sinn: dieser schmächtige, allmählich kahle Mann - schwächlich, höflich, unscheinbar -, der in Haus und Leben so wenig Platz zu beanspruchen schien. Seit Jahren hatte sie ihn kaum wahrgenommen. Selbst im Moment der Annäherung blieb er ihr fremd. Doch ihn dabei anzusehen, wäre ihr nicht eingefallen. Nun, bei der Abfahrt, gönnte sie ihm endlich einen Blick.
Er stand auf dem Bahnsteig in seinem grünlichen abgetragenen Paletot. Um sie und Pita an den Zug zu bringen, hatte er das Büro verlassen. Er kam ihr seltsam kümmerlich und gealtert vor.“

 

  

1125244-e5d1b73721421488ddbb420344892377.jpg 

Gabriela Zapolska (30 maart 1857 – 17 december 1921)

Portret door Julian Falat, 1898 

 

 

 

 

De Duitse dichteres Luise Hensel werd geboren op 30 maart 1798 in Linum nabij Fehrbellin (Brandenburg). Zie ook alle tags voor Luise Hensel op dit blog.

 

 

Sursum Corda!
 
Was verlangst du, warum bangst du,
Armes, unruhvolles Herz?
Sei zufrieden, denn hienieden
Ist nur eitel Gram und Schmerz.
 
Willst du Gaben gerne haben,
Die kein Wurm noch Rost verzehrt?
Laß die Erde, daß dir werde,
Was da unvergänglich währt.
 
Willst du lieben? Suche drüben
Den, der liebenswürdig ist;
Alles leide, alles meide,
Bis du Ihm einst ähnlich bist.
 
Ringe, meide, bis die Freude
Dieser Welt vorüber ist;
Schau zur Höhe, bis das Wehe
Dieser Welt dein Herz vergißt.
 
O der Schmerzen, bis im Herzen
Treu' und Demut endlich siegt
Und die Taube, frommer Glaube,
Selig Ihm entgegenfliegt!
 
Stille, stille! Herr, Dein Wille,
Der geschehe auch an mir!
Amen, Amen! und Dein Namen
Sei gepriesen dort und hier!

 

 

1125244-bd979e46e34a7de7d4f83a4404aa566e.jpg 

Luise Hensel (30 maart 1798 – 18 december 1878)

Het Luise Hensel huis in Paderborn 

 

 

 


De Engelse schrijfster
Anna Sewell werd geboren op 30 maart 1820 in Great Yarmouth, Norfolk. Zie ook alle tags voor Anna Sewell op dit blog.

 

Uit: Black Beauty

 

„Before I was two years old a circumstance happened which I have never forgotten. It was early in the spring; there had been a little frost in the night, and a light mist still hung over the woods and meadows. I and the other colts were feeding at the lower part of the field when we heard what sounded like the cry of dogs. The oldest of the colts raised his head, pricked his ears, and said, "There are the hounds!" and cantered off, followed by the rest of us, to the upper part of the field, where we could look over the hedge and see several fields beyond. My mother and an old riding horse of our master's were also standing near, and seemed to know all about it. "They have found a hare," said my mother, "and if they come this way we shall see the hunt."

And soon the dogs were all tearing down the field of young wheat next to ours. I never heard such a noise as they made. They did not bark, nor howl, nor whine, but kept on a "yo! yo, o, o! yo, o, o!" at the top of their voices. After them came a number of men on horseback, all galloping as fast as they could. The old horses snorted and looked eagerly after them, and we young colts wanted to be galloping with them, but they were soon away into the fields lower down; here it seemed as if they had come to a stand; the dogs left off barking and ran about every way with their noses to the ground.

"They have lost the scent," said the old horse; "perhaps the hare will get off."

  

 

 1125244-dfcaef43043ddf2cff19517ffe915869.jpg

Anna Sewell (30 maart 1820 – 25 april 1878)

Cover

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 30 maart 2009.


De Duitse dichter, schrijver en draaiboekauteur Herbert Asmodi werd geboren op 30 maart 1923 in Heilbronn.

 

Zie voor onderstaande schrijver ook mijn blog van 30 maart 2010.

 

De Ierse dichter en toneelschrijver Sean O'Casey werd geboren in Dublin op 30 maart 1880. Zie ook mijn blog van 30 maart 2009.

Geschreven door Romenu om 19:12 Reageer op dit bericht

Geert van Istendael, Wim Brands, Eric Walz, Georg Klein, Ernst Jünger, Yvan Goll, R. S. Thomas

De Vlaamse prozaschrijver, dichter en essayist Geert van Istendael werd geboren in Ukkel op 29 maart 1947. Zie ook alle tags voor Geert van Istendael op dit blog.

 

 

Kinderen zijn weke diertjes, zout

 

Kinderen zijn weke diertjes, zout
van snot en tranen, kinderen verduren
het grofste zand, het knarsen en het schuren:
met schuim en branding zijn zij vreemd vertrouwd.

 

Ze spartelen en komen aangedreven,
uit water losgewoeld, gegooid op land,
tot eb hen terugspoelt naar een overkant:
een onvoorspelbaar tij speelt met hun leven.

 

Bescherm de weerschijn van hun parelmoer,
het zijn geen schelpjes uit een oude zomer.
Dit zegt de dichter u, die ijle dromer:

 

zet als het moet de stad in rep en roer,
het gaat om nu, niet om een lief verleden.
Een kind heeft recht op diepe zekerheden.

 

 

 

In Memoriam Matris (Obiit 1.III.95)

 

Ze was al heel erg oud. Daar riep een meisje:
'Kijk, oma, het is winter!' En zij zei:
'Ik zou zo graag gaan spelen, weer spelen
in de sneeuw.' De lente kwam, een lente
later zou ze sterven. Maar ze zei:
'Ik zou zo graag gaan lopen, lopen door
de regen, al die druppels op mijn gezicht.'

De zomer was voorbij, voorbij. Ze zei:
'Die appeltjes rook ik zo graag, vooral
wat in het gras lag, in de grote tuin van
mijn pa. Dat rook zo goed, zo goed.' Haar rimpels
betoveren haar glimlach, het verleden
staat op een kier. Heel even kijkt een meisje
naar een oud meisje in een hof van Eden.

 

 

 

 1124511-c8bc3ebe52d0b04ee2867a684c9b9ec8.jpg

Geert van Istendael (Ukkel, 29 maart 1947)

 

 

 

 

De Nederlandse dichter, journalist en presentator Wim Brands werd geboren in Brummen op 29 maart 1959. Zie ook alle tags voor Wim Brands op dit blog.

 

 

Te schrijven zoals mijn grootouders

 

Te schrijven zoals mijn grootouders
een telefoongesprek voerden.

Ze belden nooit, ze werden
een doodenkele keer gebeld

en konden tot aan het einde
van hun leven niet geloven

dat hun stemmen ook elders
klonken.

Hing de telefoon weer
op de plek van de koffiemolen,

zei mijn grootmoeder bijvoorbeeld
na lage tijd: ze zeggen dat ze komen

en mijn grootvader: wil je dat ik
erlangs rijd?

 

 

 

Als het heeft gesneeuwd

 

Als het heeft gesneeuwd schudt de stad haar ziel uit,

zoals een hond zichzelf verlost
van water na een duik in de late lente;

wie het schudden wil zien hoeft niet eens op te letten.
Je loopt op straat en zie:

op een hoek speelt een man
op een piano die aan het begin van de avond

bij het grofvuil is gezet.

 

 

 

1124511-e21024afdb6d06b4327c9557fa04694d.jpg
Wim Brands (Brummen, 29 maart 1959)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Eric Walz werd geboren op 29 maart 1966 in Königstein im Taunus. Zie ook alle tags voor Eric Walz op dit blog.

 

Uit: Die Sündenburg

 

“DER SCHREI WAR von erschreckender Schönheit wie aus einem Albtraum. Ich hätte nie gedacht, dass es eine Frau gibt, die so entsetzlich schön schreien kann. Ich wünschte, ich könnte es. Aber alles, was aus meinem zungenlosen Mund kommt, sind zermahlene Brocken von Wörtern, noch nicht einmal die Vokale treffe ich richtig. Sie verlaufen in meinem Mund ineinander und werden zu etwas Breiigem, das die Leute ekelt, und deswegen versuche ich erst gar nicht, zu sprechen, es sei denn, ich will jemanden ärgern. Elicias Schrei war ein klares, helles A. Ich erwachte erst davon, als Elicia nahe an meiner Kammer vorbeilief, und ich benötigte einen Moment, um ihren Schrei von dem Lärm der im Burghof feiernden Krieger unterscheiden zu können. Wie ein Wind fegten die junge Frau und ihr Schrei an mir vorüber. Ich öffnete die Tür und sah, wie Elicia in die Kammer ihrer drei Zofen stürmte, doch nur, um sogleich ihren verzweifelten Irrlauf durch die Burg fortzusetzen. Ihre Zofen folgten ihr wie ein Schweif. Das klare A wurde zu einem weichen, klagenden E, das stets von Neuem wiederholt wurde: ein E, Atemluft holen, wieder ein E, Atemluft holen ... Zu diesem Zeitpunkt rannte Elicia bereits durch den großen Hof, bekleidet mit einem von der Hüfte abwärts nassen, leicht rötlichen Nachtgewand. Ratlos standen die Leute herum - Wachen, Gesinde -, und keiner durfte es wagen, Elicia, die Tochter des Grafen, aufzuhalten. Die Einzigen, denen das außer mir gestattet gewesen wäre, waren ihr Vater, ihre Mutter und ihr Gemahl, aber von denen war keiner zu sehen. Manche von den Wachen und vom Gesinde sprachen Elicia an und wollten ihr helfen, doch sie bahnte sich ihren Weg, ihr jammerndes E vor sich herschickend und hinter sich herziehend.”

 

 

1124511-d8bb48a15e242a8db9559c5d3c41b656.jpg
Eric Walz (Königstein im Taunus, 29 maart 1966)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Georg Klein werd geboren op 29 maart 1953 in Augsburg. Zie ook alle tags voor Georg Klein op dit blog.

 

Uit: Roman unserer Kindheit

 

„Es regnet und regnet. Aber selbst, wenn es endlos regnen würde, könnte unsere weitherzige Mutter nicht alle Kinder lieben. Ein Dutzend mehr oder minder süßer Gören gibt es allein hier im dritten Aufgang. Jeweils zehn gehören in den zweiten und in den ersten des grünen Blocks. Und auch der vordere Wohnblock des Hofs bringt es auf dreißig Kinder. Wenn die Sonne scheint, drängeln sich im Betonquadrat des Sandkastens die wühlenden, die häufelnden, die Förmchen vollklopfenden Kleinen. Die Mädchen im Puppenalter haben dann ihre Decken unter der Robinie oder unter der Eberesche ausgebreitet, weil dies die größten Bäume des Hofs sind und durch ihr lichtes feinfingriges Laub den besten Schatten für die Trance des Mutter-Kind-Spiels spenden. Die Jungen und die wilderen Mädchen, die Bubenmädchen, turnen an den Wäschestangen oder unterwerfen sich den Regeln der sechs Ballspiele, die man in der Neuen Siedlung kennt. Elf große Bälle kommen zwischen dem gelben und dem grünen Block zum Einsatz. Acht sind aus Plastik, und jeder weiß, dass so ein leichtes, lausig dünnes Ding nur einmal gegen den Stacheldraht bei den Garagen fliegen muss, um kaputt zu sein. Zwei der größeren Knaben besitzen echte Fußbälle, die man mit gelbem Schuhfett einreibt und gegen deren Ledernähte eine verborgene Gummiblase drängt.“

 

 

 1124511-b38b86904a87e8027f5082fd01bd3ad3.jpg

Georg Klein (Augsburg,  29 maart 1953)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Ernst Jünger werd geboren in Heidelberg op 29 maart 1895. Zie ook alle tags voor Ernst Jünger op dit blog.

 

Uit: Kriegstagebuch 1914-1918

 

2. I .15.

Am nächsten Morgen wurden wir eingeteilt. Ich kam zur 9. Kompanie. Wir legten uns dann etwas in die Schule des Ortes. Plötzlich krachte es [2 -3 Buchstaben gestrichen, unlesbar] ziemlich in unsrer Nähe. Aus allen Häusern liefen die Soldaten auf die Straße. Dann pfiff es 3 Mal dicht über uns hinweg. Alles lachte und niemand lief, aber jeder senkte den Kopf. Wenige Augenblicke später wurden die ersten Getroffenen auf Zeltbahnen herangetragen. Der erste, den ich sah, war blut überstromt und rief ein heiseres ersticktes zu Hilfe, zu Hilfe. Dem Zweitem hing das Bein lose am Schenkel. Es waren 9 Mann getötet, darunter der Musikdirektor Gebhardt. Es wurde von Spionage gesprochen, da unser Dorf erst seit gestern befeuert wurde. Wir standen längere Zeit hinter einer Böschung am Dorf und gingen dann wieder hinein. Ich kam nach her am Portal des Schlosses vorbei. Eine Granate war in die linke Ecke eingeschlagen. Einige große Blutlachen röteten die Straße und am Pfeiler klebte Hirn. Die schwere Eisentür war oben zerfetzt und von c. 50 Stücken durchschlagen. Ein durlöcherter Helm und Feldmütze lagen darunter. Oben hing lustig ein Schild: „Zur Granatecke .” Wir blieben tagsüber im Dorfe und am Abend marschierten wir in Feuerstellung. Unser Weg führte uns durch ein völlig zerschossenes Dorf dann kamen wir auf die sogenannte Fasanerie, ein Gehöft, das die Reserve für die Schützengräben beherbergt. Dort hieß es „Laden und Sichern” und dann ging es weiter vor. Mindestens 20 Minuten ging es durch lange Verbindungsgräben. Rechts und links wären wüste Granatfelder, ein Sprengtrichter neben dem andern. Endlich waren wir am äußerstem Schützengraben. Teils lagen wir die Nacht über in den engen Erdlöchern, teils wachten wir bei den Gewehren. Geschossen wurde wenig, aber unaufhörlich. Einmal pfiff eine Kugel über unsre Köpfe. Drei Stunden mußte ich wachen, eine Vorposten stehn . Priepke machte einen Patrouillengang bis an das Drahtverhau des Feindes, um dort eine Ermunterung an Überläufer anzuheften. Ich hatte 2 Stunden Vorposten und 2 Stunden Grabenwache.“

 

 

 1124511-530b1a3ba71b57c46969597c949cfea1.jpg

Ernst Jünger (29 maart 1895 - 17 februari 1998)

 

 

  

 

De Duits-Franse dichter en schrijver Yvan Goll (eig. Isaac Lang) werd geboren in Saint-Dié-des-Vosges op 29 maart 1891. Zie ook alle tags voor Yvan Goll op dit blog.

 

 

Ode an den Herbst

 

Zweite Fassung

Warum zerreißen die Ulmen
Schon ihr Gewand
Und schlagen um sich mit den Armen
In irrer Besorgnis?
Des Sommers goldene Ruhe
Hat sie verlassen.
Verloren sind die Schlüssel
Die Schlüsselblumen des Glücks
Im grauen Grase,
Und schon vergessen
Verklingen im Abgrund
Die Schwüre der Liebe.

 

Der große König
Der seltsam Wissende
Herrscher des Waldes
Er gibt den Kampf auf
Gegen die Wolken,
Er läßt sein rostiges
Szepter fallen,
Der Apfel der Weisheit
Und alle Kronjuwelen
Verfaulen.

 

Im brüchig rasselnden
Geißblattgeranke
Klopfet die Angst des Iltis
Und über dem Teiche
Zerbricht die Libelle
Wie tönendes Glas.

 

Nur die Zentauren
Im roten Barte
Sie rennen erfreut
Mit funkelnden Hufen
Die Hügel ab,
Und ihre Spuren
Verglimmen im Moose.

 

Es lösen die Blätter
Sich ab von den Stämmen
Wie wehe, wie wehende Hände;
Sie schichten unten
Ein kupfernes Grab
Den sterbenden Vögeln.

 

In den Ruinen
Der Vogelburg wohnt noch
Die nächtliche Eule
Mit großen Augen
Das Schicksal beleuchtend.

 

 

 

 1124511-ecd2d517f99b468ac68d3be1e10f7263.jpg

Yvan Goll (29 maart 1891 – 27 februari 1950)

 

 

 

 

De Welshe dichter Ronald Stuart Thomas werd geboren op 29 maart 1913 in Cardiff. Zie ook alle tags voor R. S. Thomas op dit blog.

 

 

The Village

 

Scarcely a street, too few houses
To merit the title; just a way between
The one tavern and the one shop
That leads nowhere and fails at the top
Of the short hill, eaten away
By long erosion of the green tide
Of grass creeping perpetually nearer
This last outpost of time past.

So little happens; the black dog
Cracking his fleas in the hot sun
Is history. Yet the girl who crosses
From door to door moves to a scale
Beyond the bland day's two dimensions.

Stay, then, village, for round you spins
On a slow axis a world as vast
And meaningful as any posed
By great Plato's solitary mind.

 

 

 

Death Of A Poet

 

Laid now on his smooth bed
For the last time, watching dully
Through heavy eyelids the day's colour
Widow the sky, what can he say
Worthy of record, the books all open,
Pens ready, the faces, sad,
Waiting gravely for the tired lips
To move once -- what can he say?

His tongue wrestles to force one word
Past the thick phlegm; no speech, no phrases
For the day's news, just the one word ‘sorry';
Sorry for the lies, for the long failure
In the poet's war; that he preferred
The easier rhythms of the heart
To the mind's scansion; that now he dies
Intestate, having nothing to leave
But a few songs, cold as stones
In the thin hands that asked for bread.

 

 

 

 1124511-8ae923b00ff4eeb0a8e173229251cb0c.jpg

R. S. Thomas (29 maart 1913 – 25 september 2000)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 29e maart ook mijn vorige blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 18:59 Reageer op dit bericht

Jacques Brault, Denton Welch, Marcel Aymé, R. Dobru, Jenő Rejtő, Johann Musäus

De Canadese dichter, schrijver en vertaler Jacques Brault werd geboren op 29 maart 1933 in Montreal. Zie ook alle tags voor Jacques Brault op dit blog.

 

 

Je suis venue    

 

Je suis venue     faiseur d'ombre

pour posséder seulement l'obscur de toi

mes jambes ceinturent ta noirceur et serrent

comme flammes du jour enserrent la nuit

elles cernent les ombres certaines que tu étales

sur ma peau et sur les fibres de mes nerfs noircis

sans ces ombres je serais dissoute

dans l'air vague unique de ruineuse lumière

et la nuit par nombreuses bouches se fermerait

sur ma courbe stérile     sans fin

faiseur d'ombre porte-moi partout

dans les espaces sombres

                                      (ton visage est mon dernier abîme)

car je ne suis venue oui que pour posséder l'obscur

de toi     seulement l'obscur

 

 

 

Laissez-moi dans la nuit


Laissez-moi dans la nuit
écouter la vieille histoire
du vent et de la pluie
et l'histoire d'un amour
mêmement vieilli

La marée monte et les vagues
montrent à nouveau les dents
je suis assis sur la plage
parmi des épaves à demi rongées
j'attends mon tour j'attends

Je désire quitter ce monde
sur la pointe des pieds
comme on sort de son lit
pour ne pas éveiller les dormeurs
qui rêvent de sommeil sans fin

Quand je n'étais pas mort
j'allais de bon matin
balayer les ravines d'ombre
maintenant poussière de poussière
je prends soin de mes ombres

 

 

 1124507-6ae7e98762c9c897ceb122c779194597.jpg

Jacques Brault (Montreal, 29 maart 1933)

 

 

 

 

De Engelse schrijver Maurice Denton Welch werd geboren op 29 maart 1915 in Sjanghai. Zie ook alle tags voor Denton Welch op dit blog.

 

Uit: In Youth Is Pleasure

 

„One summer, several years before the war began, a young boy of fifteen was staying with his father and two elder brothers at a hotel near the Thames in Surrey. The hotel had once been a country house, and before that a royal palace. But now the central courtyard was glassed over to make a huge tea-lounge; there was a glistening range of downstairs cloakrooms, and a whole new wing with ballroom, and little box bedrooms above.

The hotel still stood in charming parkland, with terraced gardens and lawns sloping down to a little artificial lake almost entirely surrounded by huge overgrown brambles. Only the lake and its banks were neglected; the rest of the grounds, with the fountain, the grotto, the cottage orne, and the elaborate pets’ cemetery, were kept in very trim order.

The young boy, whose name was Orvil Pym, wandered out into these trim gardens on his first night at the hotel. He and his father had arrived that afternoon in one of those large black polished Daimlers which the suspicious always imagine have been hired.

Mr. Pym, home from the East for six months, had gone up to the Midlands to fetch Orvil from school. Orvil had been ill for the last few days of term. Being already very uneasy and anxious about life, he was one of the first to show signs of food-poisoning; but soon two wards in the Sanatorium were full of other boys from his House showing the same signs.“

 

 

 1124507-cbcf0dfff3acb61979906f06df50bcc1.jpg

Denton Welch (29 maart 1915 – 30 december 1948)

 

 

 

 

De Franse schrijver en toneelauteur Marcel Aymé werd geboren op 29 maart 1902 in Joigny. Zie ook alle tags voor Marcel Aymé op dit blog.

 

Uit: Le passe-muraille

 

“Cette étrange faculté, qui semblait ne répondre à aucune de ses aspirations, ne laissa pas de le contrarier un peu et, le lendemain samedi, profitant de la semaine anglaise, il alla trouver un médecin du quartier pour lui exposer son cas. Le docteur put se convaincre qu'il disait vrai et, après examen, découvrit la cause du mal dans un durcissement hélicoïdal de la paroi strangulaire du corps thyroïde. Il prescrivit le surmenage intensif et, à raison de deux cachets par an, l'absorption de poudre de pirette tétravalente, mélange de farine de riz et d'hormone de centaure.

Ayant absorbé un premier cachet, Dutilleul rangea le médicament dans un tiroir et n'y pensa plus. Quant au surmenage intensif, son activité de fonctionnaire était réglée par des usages ne s'accommodant d'aucun excès, et ses heures de loisir, consacrées à la lecture du journal et à sa collection de timbres, ne l'obligeaient pas non plus à une dépense déraisonnable d'énergie. Au bout d'un an, il avait donc gardé intacte la faculté de passer à travers les murs, mais il ne l'utilisait jamais, sinon par inadvertance, étant peu curieux d'aventures et rétif aux entraînements de l'imagination. L'idée ne lui venait même pas de rentrer chez lui autrement que par la porte et après l'avoir dûment ouverte en faisant jouer la serrure. Peut-être eût-il vieilli dans la paix de ses habitudes sans avoir la tentation de mettre ses dons à l'épreuve, si un événement extraordinaire n'était venu soudain bouleverser son existence.”

 

 

 1124507-dd1ff0944a860b100dd0b6d915c3b128.jpg

Marcel Aymé (29 maart 1902 – 15 oktober 1967)

 

 

 

 

De Surinaamse dichter, schrijver en politicus R. Dobru (pseudoniem van Robin Ewald Raveles)werd geboren in  Paramaribo op 29 maart 1935. Zie ook alle tags voor R. Dobru op dit blog.

 

 

ik wil geen strand zijn

 

ik wil geen strand zijn

waarop de golfslag streelt

en weer verdwijnt

maar een strand van rotsen

waarop de storm woedt

zonder eind

 

Ik wil geen vlam zijn

van een lucifer

die eenmaal gloeit en sterft

maar een brand in een oliemijn

een zon

met een eeuwige schijn

 

Ik wil geen bries zijn

met een zucht

maar een orkaan met een vlucht

om te gieren langs het leven

bezeten van geluk

om het uit te gillen

 

Ik wil geen viool zijn

maar een drum

om te roffelen

door de aderen van mijn volk

en met ritme

de toekomst te voorspellen

 

Ik wil geen druppel zijn

maar een Waterval

om met geraas te storten

in de hersenen van de Natie

en de bast der blindheid

te verscheuren

in naam van de Waarheid

           

ik wil een hamer zijn

om te beuken

op konservatisme en

kolonialisme

in naam van progressie

en nationalisme

 

 

 

1124507-88c7cb32651439e0c3eedbe854429721.jpg 

R. Dobru (29 maart 1935 - 17 november 1983)

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver Jenő Rejtő (eig. Reich Lajos) werd geboren op 29 maart 1905 in Boedapest. Zie ook alle tags voor Jenő Rejtő op dit blog.

 

Uit: The 14-Carat Roadster (Vertaald door Patricia Bozsó)

 

„Naturally, not one word of all this was true. But the gullibility of very young girls and aged scientists is apparently boundless. The professor put on his pince-nez. "So, you are an emigrant."

"Definitely Professorovitch Uncleushka," Gorchev answered, with a sigh. "Once in high spirits, my father gave ten thousand roubles to the Tsar's ballet... And he was flown to Tsarskoe Selo in a troika with a gold escutcheon on it... Oh, kontusovka! Oh, Volga, if only I could be there once again..."

"But listen, you can't remember Russia if you are only twenty-one!"

"That makes it all the more difficult, Uncleushka Professorovska! Just imagine! I have never once seen that magnificent snowy land which so unforgettably lives in my memory..."

"And where are you en route to now, Mr. Gorchev?"

"I'm travelling for political purposes, disguised as a sailor."

If we have observed our hero scrupulously, then we will have noted something peculiar about him: he never told the truth, but then he never lied either. It was just that he said, without hesitation, anything and everything that came into his mind - a habit that plunged him into many astounding situations. His words rarely followed a logical line; nor, for that matter, did his actions.

"Unfortunately I'm travelling with very little money," he went on. "A scoundrel cheated me of everything."

"How on earth did it happen?"

"I was unsuspecting and stupid. One becomes acquainted with all sorts of shifty characters, without ever thinking of the consequences. It just happened that in London a crook taught me to play macao, and won all my money."

 

 

 1124507-36005f418fec027b36551d644c20c6ec.jpg

Jenő Rejtő (29 maart 1905 – 1 januari 1943)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Johann Karl August Musäus werd geboren op 29 maart 1735 in Jena. Zie ook alle tags voor Johann Musäus op dit blog.

 

 

Uit: Vierte Legende von Rübezahl

 

„Allein der Schreier, der vorher auf der Mutter Rücken ritt, wollte sich durch nichts befriedigen lassen, war ein störrischer eigensinniger Junge, der die Erdbeere, die ihm die liebreiche Mutter darreichte, von sich warf, und dazu schrie als wenn er gespießt wär. Darüber riss ihr doch endlich die Geduld aus: »Rübezahl«, rief sie, »komm und friss mir den Schreier.« Augenblicks versichtbarte sich der Geist in der Köhlergestalt, trat zum Weibe und sprach: »Hie bin ich, was ist dein Begehr?« Die Frau geriet über diese Erscheinung in groß Schrecken, wie sie aber ein frisches herzhaftes Weib war, sammlete sie sich bald und fasste Mut. »Ich rief dich nur«, sprach sie, »meine Kinder schweigen zu machen, nun sie ruhig sind bedarf ich deiner nicht, sei bedankt für deinen guten Willen«. »Weißt du auch«, gegenredete der Geist, »dass man mich hier ungestraft nicht ruft? Ich halte dich beim Wort, gib mir deinen Schreier dass ich ihn fresse, so ein leckerer Bissen ist mir lange nicht vorgekommen.« Drauf streckt' er die rußige Hand aus, den Knaben in Empfang zu nehmen.“

 

 

 1124507-7526635939b6dc022624b3a690e90c47.jpg

Johann Musäus (29 maart 1735 – 28 oktober 1787)

Illustratie door Ludwig Richter

 

Geschreven door Romenu om 18:51 2 reacties Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten