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Berichten van 16 mei 2012 tot 17 mei 2012

Christi Himmelfahrt (Annette von Droste-Hülshoff)


Bij Hemelvaart

 

 

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'L’Ascensione di Cristo' door Il Garofalo, 1510-1520

 

 

 

Christi Himmelfahrt

 

Er war ihr eigen drei und dreißig Jahr.

Die Zeit ist hin, ist hin!

Wie ist sie doch nun alles Glanzes bar,

Die öde Erd', auf der ich atm' und bin!

Warum durft' ich nicht leben, als sein Hauch

Die Luft versüßte, als sein reines Aug'

Gesegnet jedes Kraut und jeden Stein?

Warum nicht mich? Warum nicht mich allein

O Herr, du hättest mich gesegnet auch!

 

Dir nachgeschlichen wär' ich überall

Und hätte ganz von fern,

Verborgen von gebüschesgrünem Wall,

Geheim betrachtet meinen liebsten Herrn.

Zu Martha hätt' ich bittend mich gewandt

Um einen kleinen Dienst für meine Hand:

Vielleicht den Herd zu schüren dir zum Mahl,

Zum Quell zu gehn, zu lüften dir den Saal –

Du hättest meine Liebe wohl erkannt.

 

Und draußen in des Volkes dichtem Schwarm

Hätt' ich versteckt gelauscht,

Und deine Worte, lebensreich und warm,

So gern um jede andre Lust getauscht;

Mit Magdalena hätt' ich wollen knien,

Auch meine Träne hätte sollen glühn

Auf deinem Fuß; vielleicht dann, ach, vielleicht

Wohl hätte mich dein selig Wort erreicht:

Geh hin, auch deine Sünden sind verziehn!

 

Umsonst! Und zwei Jahrtausende nun fast

Sind ihrem Schlusse nah',

Seitdem die Erde ihren süßen Gast

Zuletzt getragen in Bethania.

Schon längst sind deine Märtyrer erhöht,

Und lange Unkraut hat der Feind gesät;

Gespalten längst ist deiner Kirche Reich,

Und trauernd hängt der mühbeladne Zweig

An deinem Baume; doch die Wurzel steht.

 

Geboren bin ich in bedrängter Zeit;

Nach langer Glaubensrast

Hat nun verschollner Frevel sich erneut;

Wir tragen wieder fast vergeßne Last,

Und wieder deine Opfer stehn geweiht.

Ach, ist nicht Lieben seliger im Leid?

Bist du nicht näher, wenn die Trauer weint.

Wo Drei in deinem Namen sind vereint,

Als Tausenden in Schmuck und Feierkleid?

 

'S ist sichtbar, wie die Glaubensflamme reich

Empor im Sturme schlägt,

Wie Mancher, der zuvor Nachtwandlern gleich,

Jetzt frisch und kräftig seine Glieder regt.

Gesundet sind die Kranken; wer da lag

Und träumte, ward vom Stundenschlage wach;

Was sonst zerstreut, verflattert in der Welt,

Das hat um deine Fahne sich gestellt,

Und jeder alte, zähe Firnis brach.

 

Was will ich mehr? Ist es vergönnt dem Knecht,

Die Gabe seines Herrn

Zu meistern? Was du tust, das sei ihm recht!

Und ist dein Lieben auch ein Flammenstern,

Willst läutern du durch Glut, wie den Asbest,

Dein Eigentum von fauler Flecken Pest:

Wir sehen deine Hand und sind getrost,

Ob über uns die Wetterwolke tost,

Wir sehen deine Hand und stehen fest.

 

 

 

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Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Burcht Hülshoff bij Münster op een ansichtkaart

 

 

 

Zie voor de schrijvers van de 17e mei ook mijn vorige blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 10:03 Reageer op dit bericht

Lars Gustafsson, Peter Høeg, Gary Paulsen, Dennis Potter, Henri Barbusse

De Zweedse dichter en schrijver Lars Gustafsson werd geboren in Västeras, op 17 mei 1936. Zie ook alle tags voor Lars Gustafsson op dit blog.

 

 

Elegie auf einen Labrador

 

Mitten im Sommer gibt es bei uns Tage,

an denen es plötzlich Herbst ist.

Die Krähen im Baum schlagen schärfere Töne an.

Die Klippen ragen deutlicher aus dem See als sonst.

Sie wissen etwas. Sie haben es immer gewußt.

Wir auch, doch wollen wir nichts davon wissen.

Auf dem Heimweg bist du oft am Bug gestanden,

an solchen Abenden, hast den Gerüchen nachgespürt,

die übers Wasser kamen, mit ruhig gesammelten Blick,

den Abend entziffert, die schwache Rauchfahne

eines Sommerhauses, den Pfannkuchen, der irgendwo

drei Kilometer weiter briet, einen Dachs bemerkt,

der ich weiß nicht wo in der Dämmerung stand

und etwas witterte, ganz wie du. Unsere Freundschaft

war natürlich ein Kompromiß: wir lebten zusammen

in zwei verschiedenen Welten, der meinigen

mit ihren Buchstaben, einem lebenslänglichen Text,

und der deinen mit ihren Gerüchen. Ich hätte viel

für deine Kenntnisse gegeben, für dein Vermögen,

ein Gefühl wie Eifer, Haß oder Liebe wie eine Welle

über den ganzen Körper hinlaufen zu lassen

von der Nase bis zum Schwanz, für deine Unfähigkeit,

dich damit abzufinden, daß der Mond eine Tatsache ist.

Bei Vollmond hast du dich lauthals darüber beklagt.

Als Gnostiker warst du mir überlegen, und somit

hast du dauernd im Paradies gelebt. Auch pflegtest du

Schmetterlinge aufzuschnappen im Sprung und sie dann

hinunterzuschlucken. Abstoßend fanden manche das.

Mir gefiel es. Warum habe ich es dir darin

nie gleichtun können? Und dann die Türen!

Waren sie zu, so legtest du dich hin und schliefst ein;

irgend jemand würde sie sicherlich öffnen,

früher oder später. Du hattest recht. Ich hatte unrecht.

Heute, da diese lange, stumme Freundschaft vorbei ist

für immer, frage ich mich, ob auch ich am Ende

etwas konnte, was dir imponiert hat. Ich meine nicht

deinen festen Glauben, daß ich es war, der die Gewitter

hervorrief. Das war ein Wahn. Ich denke eher,

mein sichres Gefühl dafür, daß der Ball vorhanden war,

auch wenn er sich hinter dem Sofa versteckt hielt,

hat dir eine Ahnung verschafft von meiner Welt.

Fast alles in meiner Welt hält sich versteckt

hinter etwas anderem. Ich nannte dich  “Hund”.

Ich frage mich ganz im Ernst: Hast du mich wohl

für einen größern, lauteren “Hund” gehalten,

oder für etwas anderes, etwas für immer Unbekanntes,

das einfach ist, was es ist, und existiert

auf seine Weise und damit basta: den Pfiff

durch den nächtlichen Park, dem zu folgen

man sich angewöhnt hat ohne so recht zu wissen,

was das ist, dem man folgt. Und ich

wußte ebensowenig von dir und davon, was du warst.

Von diesem objektiveren Standpunkt aus

waren wir zwei Organismen, zwei jener Orte,

an denen das Universum sich in sich selber

verknotet, verwickelt, kurzlebige, komplexe Strukturen

aus Eiweiß, die sich immer weiter verheddern müssen,

um zu überleben, bis das Ganze versagt

und sich wieder vereinfacht, der Knoten sich löst,

das Rätsel verschwindet. Du warst eine Frage,

gerichtet an eine andere Frage, sonst nichts,

und keine von beiden konnte der andern Antwort geben.

 

 

 

Vertaald door Hans Magnus Enzensberger

 

 

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Lars Gustafsson (Västeras, 17 mei 1936)

 

 

 

 

De Deense schrijver Peter Høeg werd geboren in Kopenhagen op 17 mei 1957. Zie ook alle tags voor Peter Høeg op dit blog.

 

Uit: The Quiet Girl (Vertaald door Nadia Christensen)

 

„SheAlmighty had tuned each person in a musical key, and Kasper could hear it. Best in the brief, unguarded moments when people were nearby but didn't yet know he was listening. So he waited by the window, as he was doing now.

It was cold. The way it could be only in Denmark, and only in April. When, in mad enthusiasm for the spring light, people turned off the central heating, brought their fur coats to the furrier, dispensed with their long underwear, and went outside. And only when it was too late, discovered that the temperature was at freezing, the relative humidity 90%, and the wind was from the north and went straight through clothing and skin, deep into the body, where it wrapped itself around the heart and filled it with Siberian sadness.

The rain was colder than snow, a heavy, fine rain that fell like a gray silk curtain. From behind that curtain a long black Volvo with tinted windows appeared. A man, a woman, and a child got out of the car, and at first it looked promising.

The man was tall, broad-shouldered, used to getting his own way—and capable of having a powerful impact on those around him if he didn't. The woman was blond as a glacier and looked like a million bucks; she also looked smart enough to have earned it herself. The little girl had dignity and wore expensive clothes. It was like a tableau of a holy, wealthy family.

They reached the center of the courtyard, and Kasper got his first sense of their musical key. It was D-minor, at its worst. As in Toccata and Fugue in D-Minor. Great fateful pillars of music.

Then he recognized the little girl. At that precise moment the silence occurred.

It was very brief, perhaps a second, perhaps not at all. But while it lasted, it obliterated reality. It took away the courtyard, the rehearsal ring, Daffy's office, the window. The bad weather, the April month. Denmark. The present time.

Then it was over. Vanished, as if it had never existed“.

 

 

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Peter Høeg (Kopenhagen, 17 mei 1957)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Gary Paulsen werd geboren op 17 mei 1939 in Minneapolis, Minnesota. Zie ook alle tags voor Gary Paulsen op dit blog.

 

Uit: Brian's Return

 

„Brian sat quietly, taken by a peace he had not known for a long time, and let the canoe drift forward along the lily pads. To his right was the  shoreline of a small lake he had flown into an hour earlier. Around him was the lake itself, an almost circular body of water of approximately  eighty acres surrounded by northern forest—pine, spruce, poplar and birch—and thick brush.
It was late spring—June 3, to be exact—and the lake was teeming, crawling, buzzing and flying with life. Mosquitos and flies filled the  air, swarming on him, and he smiled now, remembering his first horror at the small blood drinkers. In the middle of the canoe he had an old coffee  can with some kindling inside it, and a bit of birchbark, and he lit them and dropped a handful of green poplar leaves on the tiny fire. Soon smoke  billowed out and drifted back and forth across the canoe and the insects left him. He had repellant with him this time—along with nearly two  hundred pounds of other gear—but he hated the smell of it and found it didn't work as well as a touch of smoke now and then. The blackflies and  deerflies and horseflies ignored repellant completely—he swore they seemed to lick it off—but they hated the smoke and stayed well off the  canoe.

The relief gave him time to see the rest of the activity on the lake. He remained still, watching, listening.“

 

 

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Gary Paulsen (Minneapolis, 17 mei 1939)

 

 

 

 

De Britse schrijver Dennis Potter werd geboren op 17 mei 1935 in Forest of Dean, Gloucestershire. Zie ook alle tags voor Dennis Potter op dit blog.

 

Uit: Dennis Potter: Showing 'The Very Age and Body of the Time His Form and Pressure' (Dissertatie van Paul A. Ferguson)

 

'Adieu, Adieu, Adieu. Remember Me': Karaoke and Cold Lazarus

There's an uneasy moment towards the end of the third episode of Cold Lazarus when, as Martina Matilda Masdon speaks across the Atlantic via autocube to Emma Porlock, the writing begins to seem profoundly awkward, uncharacteristic, forced, un-natural even:

 

Masdon: … register what I have to say.
Emma: I am registering, Ms Masdon.
Masdon's voice: First, why do you behave in a way that could lead an uncharitable person to conclude that you are a nasty two-faced, two-timing sewer rat?
Emma: Which uncharitable person would that be, Ms Masdon? I only know of one such.

 

It may seem uncharitable of me to mention such a lapse, and indeed in so doing it might be seen as a progression down the slope towards the subjective 'nastiness' of Literary Criticism indicated by Philip Marlow with 'swine to the left of [me], swine to the right of [me], grunt grunt'. But then that would be to assume, again uncharitably, that in making such a point I merely wanted to say that Potter 'didn't write this bit very well'. Although evidently a point of departure, this is not my intention.“

 

 

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Dennis Potter (17 mei 1935 – 7 juni 1994)

 

 

 


De Franse dichter en schrijver
Henri Barbusse werd geboren op 17 mei 1873 in Asnières-sur-Seine. Zie ook alle tags voor Henri Barbusse op dit blog.

 

 

La Pleureuse

 

Oh bien des fois, au gré du rêve où tu te penches,

Tu vis le hameau calme avec ses maisons blanches,

Et la paix de l’azur a fait pleurer ta paix.

Et bien des fois, la nuit, lorsque tu regardais,

J’ai senti ta douleur monter jusqu’aux étoiles,

Et te vis épier dans l’ombre aux ombres pâles

Cet immense malheur qu’on ne peut pas savoir...

Lorsque nous regardons monter la mer du soir,

Ainsi que deux faux dieux sur les mornes rivages,

Nous voyons devant nous passer de grands veuvages

Et c’est ton désespoir qui souffre avec douceur.

Désert de ton frisson, pauvreté de ton cœur !

Et tu vas inquiète, et très calme et très seule,

Ô si jeune âme avec des mains comme une aïeule,

Toi qui, pauvre rêveuse, avais aux temps lointains

Dans les nuits de bonheur des songes enfantins,

Qui, bercée à la voix d’aurore qui se lève

Et souriante encor d’une écharpe de rêve,

Dans le ciel du matin n’as trouvé que l’azur !

Si le dieu de cœur simple est le seul dieu très pur,

Pleure la grande vie et tout ce que vous faites,

Ô vous qui souriez, ô ceux que tu rachètes

Quand lasse, dans les champs d’étés et de sommeil,

Tu sens se dévaster la pitié du soleil !

Et je te dis souvent que nous sommes sublimes

Et qu’il est un mystère, et que nous l’entendîmes ;

Et je te dis cela quand nous nous effleurons,

Quand le demi-sommeil laisse errer nos deux fronts

Et que la lampe est douce au fond de l’âme close...

Et sans me regarder, tu pleures d’autre chose.

 

 

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Henri Barbusse (17 mei 1873 –30 augustus 1936)


Zie voor nog meer schrijvers van de 17e mei ook mijn blog van 17 mei 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 09:58 Reageer op dit bericht

Adrienne Rich, Paul Gellings, Friedrich Rückert, Jakob van Hoddis

De Amerikaanse dichteres Adrienne Rich werd 16 mei 1929 geboren te Baltimore. Adrienne Rich overleed op 27 maart van dit jaar op 82-jarige leeftijd. Zie ook alle tags voor Adrienne Rich op dit blog.

 

 

Quarto
June 8, 2009

 

1.
Call me Sebastian, arrows sticking all over
The map of my battlefields. Marathon.
Wounded Knee. Vicksburg. Jericho.
Battle of the Overpass.
Victories turned inside out
But no surrender

Cemeteries of remorse
The beaten champion sobbing
Ghosts move in to shield his tears

 

2.
No one writes lyric on a battlefield
On a map stuck with arrows
But I think I can do it if I just lurk
In my tent pretending to
Refeather my arrows

I'll be right there! I yell
When they come with their crossbows and white phosphorus
To recruit me
Crouching over my drafts
lest they find me out
and shoot me

 

3.
Press your cheek against my medals, listen through them to my heart
Doctor, can you see me if I'm naked?

Spent longer in this place than in the war
No one comes but rarely and I don't know what for

Went to that desert as many did before
Farewell and believing and hope not to die

Hope not to die and what was the life
Did we think was awaiting after

Lay down your stethoscope back off on your skills
Doctor can you see me when I'm naked?

 

4.
I'll tell you about the mermaid
Gets legs for dancing Sheds swimmable tail
Sings like the sea with a choked throat
Knives straight up her spine
Lancing every step
There is a price
There is a price
For every gift
And all advice 

 

 

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Adrienne Rich (16 mei 1929 – 27 maart 2012)

 

 

 

 

De Nederlandse dichter en vertaler Paul Johann Gellings werd geboren in Amsterdam op 16 mei 1953. Zie ook alle tags voor Paul Gellings op dit blog.

 

 

De peperbus spreekt

 

De dichter van de stad kijkt uit zijn zolderraam.
Dat doet hij iedere ochtend en bijna iedere avond.
Hij zoekt een tel en ziet mij in de verte staan.

 

Even luistert hij naar het spelen van de beiaardier
en droomt mij op de voorplecht van een stenen schip
dat onverstoorbaar meevaart met de aarde hier.

 

In de romp valt soms de zon door glas in lood,
soms trillen kaarsenvlammen in het halfdonker,
gebeden, vragen over het leven en de dood.

 

Alleen ieder antwoord gaat in raadselen gehuld,
nieuwe geheimen, een wolk, zoals die bronzen
nevel waar ons carillon de stad mee vult.

 

Wie ben ik toch? Voor late reizigers een baken,
tot na de laatste trein wacht ik hier goudgehelmd,
vuurtoren die uitkijkt op een zee van daken.

 

Zo ben ik bij daglicht ook een gids voor iedereen.
Voor wie mij kent is het onmogelijk verdwalen.
Opeens weet je het weer: daar moet je heen.

 

De dichter van de stad kijkt uit zijn dakkapel.
Hij heeft me laten spreken – maar de beiaard
is de echte stem waarmee ik mijn verhaal vertel.

 

 

 

Western

 

schemer in de stad
in de huizen
trillen testbeelden
kleuren en strepen
en vlekken in ogen

en de stad is nacht
nu de vlekken hoofden zijn
de kleuren Arizona
de strepen pistolen
de schemer vergeten
tot morgen
waar de tijd
verdoofd
per oog – te paard
heen gaat

 

 

 

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Paul Gellings (Amsterdam, 16 mei 1953)

 

 

 

 

De Duitse dichter Johann Michael Friedrich Rückert werd geboren in Schweinfurt op 16 mei 1788. Zie ook alle tags voor Friedrich Rückert op dit blog.

 

Uit: Geharnischte Sonnette

 

IV

 

Ihr, die ihr klebt an eurem Werkgerüste,

Um Holz und Stein nach eurem Maß zu hauen.

Damit nur jeder laß ein Werklein schauen,

Sich jeder nur als kleiner Schöpfer brüste!

 

Wann lasset ihr das törichte Gelüste,

Ein grundlos Nichts auf euren Sand zu bauen?

Ihr bauet Hüttlein, und es sinkt mit Grauen

Indes die Beste, Vaterland, in’s Wüste.

 

O sammlet, sammlet euch, zerstreute Haufen,

Legt euer kleines Werkgerät bei Seiten,

Wollt nicht euch um die Mörtelsteine raufen!

 

Erst gilt’s den Mittelpunkt euch zu erstreiten,

Der Freiheit Grundstein erst gilts zu erkaufen

Mit Blut; dann baut drauf eure Einzelheiten.

 

 

V.

 

Ihr, die der Himmel hat bestellt, als Lichter

Zu leuchten denen, die im Finstern klimmen,

Wie habt ihr also euer Amt zum schlimmen

Mißbraucht, ihr Lehrer, Denker, Forscher, Dichter!

 

Den Schlaf der Trägheit, aller Kraft Vernichter,

Drin aufgelöst ihr euer Volk seht schwimmen,

Statt es zu wecken draus mit euren Stimmen,

Wiegt ihr’s noch meht in eitle Traumgesichter.

 

Eins ist uns Not! Wach sein zum Kampfgewitter,

Wollt ihr nicht mehren selbst der Kämpfer Summe,

Schmelzt sie nur nicht durchs Klimpern eurer Zither.

 

Hört wohl ein Gott eu’r loses Wortgesumme?

Er hört’s daß er die Lei’r euch schlag’ in Splitter,

Und euch schlag’ auf den Mund, daß er verstumme.

 

 

 

Heiland Frühling

 

Heiland Frühling ist ins Land gekommen;
Bring' er Heil und Heilung allem, allen!
Heile von Beklemmung, was beklommen,
Heile vom Verfalle, was verfallen,
Von der Überfrömmigkeit die Frommen,
Fromme Tauben von des Geiers Krallen.
Alles Unvollkommne sei vollkommen,
Und auf Erden Gottes Wohlgefallen!

 

 

 

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Friedrich Rückert (16 mei 1788 - 31 januari 1866)

Gedenksteen aan Rückerts geboortehuis in Schweinfurt

 

 

 

 

De Duitse dichter Jakob van Hoddis (pseudoniem van Hans Davidsohn) werd geboren in Berlijn op 16 mei 1887. Zie ook alle tags voor Jakob von Hoddis op dit blog.

 

Der Todesengel

 

II

Er kommt aus einer Höhle, wo ein Knabe
ihn als Geliebte wunderzart umfing.
Er flog durch seinen Traum als Schmetterling
und ließ ihn Meere sehn als Morgengabe.

 

Und Lüfte Indiens, wo an Fiebertagen
das greise Meer in gelbe Buchten rennt.
Die Tempel, wo die Priester Zimbeln schlagen,
um Öfen tanzend, wo ein Mädchen brennt.

 

Sie schluchzt nur leise, denn der Schar Gesinge
zeigt ihr den Götzen, der auf Wolken thront
und Totenschädel trägt als Schenkelringe,
der Flammenqual mit schwarzen Küssen lohnt.

 

Betrunkne tanzen nackend zwischen Degen,
und einer stößt sich in die Brust und fällt.
Und während blutig sich die Schenkel regen,
versinkt dem Knaben Tempel, Traum und Welt.

 

 

III

Dann flog er hin zu einem alten Manne
und kam ans Bett als grüner Papagei.
Und krächzt das Lied: »O schmähliche Susanne!«
Die längst vergessne Jugendlitanei.

 

Der stiert ihn an. Aus Augen glasig blöde
blitzt noch ein Strahl. Ein letztes böses Lächeln
zuckt um das zahnlose Maul. Des Zimmers Öde
erschüttert jäh ein lautes Todesröcheln.

 

 

 

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Jakob van Hoddis (16 mei 1887 – mei/juni ? 1942)

Postkaart, ontworpen door Achim Knorr



Zie voor nog meer schrijvers van de 16e mei ook mijn blog van 16 mei 2011 deel 2.
Geschreven door Romenu om 19:15 Reageer op dit bericht

In Memoriam Carlos Fuentes


In Memoriam Carlos Fuentes

 

De Mexicaanse schrijver Carlos Fuentes is in een ziekenhuis in Mexico-Stad op 83-jarige leeftijd overleden. Het bericht over zijn dood werd dinsdag via Twitter bevestigd door president Calderón. Carlos Fuentes Macías werd op 11 november 1928 in Panama-Stad geboren. Zie ook alle tags voor Carlos Fuentes op dit blog.

 

Uit: Inez (Vertaald door Margaret Sayers Peden)

 

„Could this round seal be the key to his own personal dwelling? Not the physical house where he was living in Salzburg; not the transitory houses he had lived in throughout his itinerant profession; not his childhood house in Marseilles, tenaciously forgotten so that he would not have to recall ever again, the migrant's poverty and humiliation; not even the cave, our first castle, we can reconstruct in our imagination. Could it be the original space, the intimate, inviolable, irreplaceable circle that contains us all but at the price of exchanging sequential memory for an initial memory that is complete in itself and has no need to consider the future?
Baudelaire evokes a deserted house filled with moments now dead. Is it enough to open a door, uncork a bottle, take down an old suit, for a soul to come back to fill it?
Inez.
He repeated the woman's name.
Inez.
It rhymed with "regress," Ee-ness, and in the crystal seal the maestro hoped to find the impossible reflection of both: Inez and a return to a time before the years prohibiting his love. Inez. Regress.
It was a crystal seal. Opaque but luminous. That was its greatest marvel. In its place on the tripod by the window, light could shine through it, and then the crystal scintillated. It shot delicate sparks, and illegible letters appeared, revealed by the light: letters of a language unknown to the aged orchestra conductor, a score in a mysterious alphabet, perhaps the language of a lost people, maybe a voiceless clamor that came from a long-ago time and in a certain way mocked the professional artist who was so faithful to the composition that even knowing it by memory he had to have it before his eyes as he directed...
Light in silence.
Lyrics without voice.“

 

 

 

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Carlos Fuentes (11 november 1928 – 15 mei 2012)

Geschreven door Romenu om 07:46 Reageer op dit bericht

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