Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 3 juni 2012 tot 4 juni 2012

Marie Ndiaye, Ralf Thenior, Erasmus Schöfer, Buddy Wakefield, Yaak Karsunke, Elizabeth Jolley

De Franse schrijfster Marie Ndiaye werd geboren op 4 juni 1967 in Pithiviers. Zie ook alle tags voor Marie Ndiaye op dit blog.

 

Uit: Drei starke Frauen (Vertaald door Claudia Kalscheuer)

 

„Und der, der sie empfing oder wie durch Zufall auf der Schwelle seines großen Betonhauses auftauchte, in einem schlagartig so starken Licht, daß es von seinem hellgekleideten Körper auszugehen und sich von dort zu verbreiten schien, dieser Mann, der klein und schwerfällig dastand und ein weißes Strahlen aussandte wie eine Neonleuchte, dieser plçtzlich auf der Schwelle seines

übertrieben großen Hauses erschieneneMann hatte, so sagte sich Norah sofort, nichts mehr von seinem Hochmut, von seiner Statur, von seiner früher auf geheimnisvolle Weise gleichbleibenden und dadurch unvergnüglich wirkenden Jugendlichkeit.

Er hielt die Hände über dem Bauch gefaltet und den Kopf zur Seite geneigt, und dieser Kopf war grau, dieser Bauch wölbte sich unter dem weißen Hemd schlaff über den Gürtel der cremefarbenen Hose.

In einemkalten Lichtschein stand er da,wahrscheinlich vom Ast eines der Flammenbäume des Gartens auf die Schwelle seines protzigenHauses gefallen, denn, so sagte sich Norah, sie hatte die Eingangstür nicht aus den Augen gelassen, während sie sich dem Gartentor näherte, und sie hatte sie nicht aufgehen und ihren Vater hinaustreten sehen – und doch war er vor ihr in der Abenddämmerung erschienen, dieser leuchtende und heruntergekommeneMann, der den Eindruck machte, als habe ein ungeheurer Schlag auf den Kopf seine harmonischen Proportionen zerstçrt, an die Norah sich erinnerte, und ihn in einen dicken, halslosen Mann mit schweren, kurzen Beinen verwandelt.

Regungslos beobachtete er, wie sie auf ihn zukam, und nichts in seinemzçgernden, etwas verlorenen Blick verriet, daß er sie erwartete, daß er sie aufgefordert, ja inständig gebeten hatte (soweit ein solcherMann, dachte sie, überhaupt fähig war, irgendeine Art von Hilfe zu erflehen), ihn zu besuchen.“

 

 

 1171587-f53cba3d70682ca16d8c77271db5b4f6.jpg

Marie Ndiaye (Pithiviers, 4 juni 1967)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Ralf Thenior werd geboren op 4 juni 1945 in Bad Kudowa. Zie ook alle tags voor Ralf Thenior op dit blog.

 

 

Dämonenwerk


Die Finsternis hinterm Jahrmarktszelt
ist nur Dunkelheit, süße Dunkelheit.

Die Finsternis überm Rest der Welt
ist das Licht der Schatten, günstige Gelegenheit
den Hundsköpfigen, die Töpfe mit Neid
zu füllen, Hass zu quellen, Fettnäpfchen
zu stellen, Fallgruben auszuheben, Buch-
seiten zusammenzukleben, Stille mit Gier
zu vergiften, Worte im Munde zu drehn,
Herpes zu züchten, Gerüchte in die Ohren
zu wehn, Löcher in die Welt zu bohren
und sie mit Sprengstoff zu schwängern.

Und die Leute rennen im Neonlicht
und sehen es doch und sehen es nicht.



Mann auf der Brücke

Ans Geländer lehnt er sich, steht,
spürt noch das Beben unter den Füßen
vom Schritt; im Gemüt wächst langsam

ein Faulschwamm, ins Wasser senkt er
den Blick, auf das Fließen – wie leicht
diese Freude zu anderen Zeiten, doch heute

ein Bangen, es trübt seine Sinne, verfärbt
seine Aura und spült die Gewissheit
aus seiner Seele – sie flieht mit den Wellen,

das Wasser, das Wasser trägt sie davon.

 

 

 

 1171587-447b3e0c527e28133c05212fddbe9a67.jpg

Ralf Thenior (Bad Kudowa, 4 juni 1945)

 

 

 


De Duitse schrijver
Erasmus Schöfer werd geboren op 4 juni 1931 in Altlandsberg bij Berlijn. Zie ook alle tags voor Erasmus Schöfer op dit blog.

 

Uit: Die Kinder des Sisyfos

 

“Vier Uhr, sagt Sotiria, wir wollten ans Meer, Tinka – Tinka hat sie mich genannt oder Katinka, wenn sie ein bisschen zärtlich sein wollte, aber erst seit den Ferien, dort hat sie sich das ausgedacht. Ist die russische Form von Katina. Kommst du nicht mit? hat sie gesagt, Abschied nehmen.

Jetzt – mitten in der Nacht? Verbiestert war ich noch, und draußen hat der Hahn von unserem Bauern gekräht, wie bestellt, direkt vor der offenen Tür. Ob sie den bestellt hat? Hat sie gelacht, klar, extra für dich, hab ihn bestochen mit Kuchen, und ob sie mir einen Tee kochen sollte.

Da bin ich auf, und wie ich meine Sachen zusammensuch, vom Boden, steigt mir der Abend wieder rauf ins Gedächtnis, das Abschiedsessen beim Nikos, auf der Platia, ich denk, ich muss zu viel getrunken haben. Wenn dus nicht mehr weißt, meint sie, muss es wohl so sein. Scheiß Retsina. Haben wir über das Tanzen geredet, sie fands schön, ich auch. Der Stavros mit seiner Bouzouki und Asteris, ein andrer Fischer, mit der Fidel. Die dicken rissigen Finger mit Dreck unter den Nägeln auf

dem schmalen Holz, immer wieder diese flinken Finger, die kaum Platz hatten zwischen den Saiten, und darüber das lachende Gesicht, die schwarze Fischermütze in den Locken und Schweiß auf der Stirn. Obwohl ich das alles kannte, von zu Hause, hab ichs mit ganz neuen Augen gesehn. Zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder auf einem Dorf! Hab gemerkt in den drei Wochen, wie sehr mich die Großstadt entfremdet hat, von meiner eignen Kindheit.

Wir haben geschwitzt, vom Tanzen, von der Musik, vom Wein, ungeheuer lustiger Abend. Wir waren fast die einzigen griechischen Frauen, die getanzt haben, die vom Dorf trauen sich ja immer noch kaum mitzutanzen. Und so paradox – ein paar von den Fremden haben besser getanzt als wir! Die deutschen Mädchen, hat Sissu gemeint, die lernen unsre Tänze, und in Athen kennt sie bald keiner mehr. Vielleicht hast du auch einen gelernt, auf Leros? Wenigstens den Kalamatianos?”

 

 

 1171587-b5ed951caffe7b9d387a7a021a55b402.jpg

Erasmus Schöfer (Altlandsberg, 4 juni 1931)

Hier links bij de uitreiking van de  Gustav-Regler-Preis der Kreisstadt Merzig, 2008

 

 

 

De Amerikaanse (slam) dichter Buddy Wakefield werd geboren op 4 juni 1974 in Shreveport, Louisiana. Zie ook alle tags voor Buddy Wakefield op dit blog.

 

 

Giant Saint Everything (Fragment)

 

There were days I wanted out.

But then You would go and do things

like dive into the Vancouver ocean,

big brilliant cliché poem that You are,

water rolling off Your back

as You swam toward a sunset

that hung like a sacred recipe painted

all the way around Your holy head.

 

And then there were the ways You watched me

moving back into my cave where the wheels turn,

same wheels that drove You off.

I should have told You

before talking in terms of Forever

that any given day wears me out and works me sour,

that there are nights when the sky is so clear

I stand obnoxious underneath it

begging for the stars to shoot at me

just so I can feel at Home.

 

What’s left of You now is a shrine

built from the pieces I kept of Your presence,

Your incredible stretch of presence.

It sits in Our room like a sandpiper

cross-legged and crying,

remembering the night we met

and the day You left, and the Light

shifting in between.

By the side of it stands a picture of the poem where I promised,

“You will never have another lonely holiday.”

 

The words “I Promise” and “Forever”

begged me not to use them

but sometimes I don’t listen to God,

so You can imagine how much it hurt

to let Your last birthday pass

with no word. August 3rd.

You weren’t the only one comin’ up lonesome.

 

Listen, if I had to make a list

of everything everywhere

- and I mean everything… everywhere -

the very last to-do on that infinite list of

every – single – thing – would be – to hurt You,

so I need You to know

that in an attempt to keep my promise

I did write a letter to You on Your birthday.

 

It was covered in stickers of flock-printed stars,

choir claps, and a bonfire of buttercups stuck in the air,

but when I finally drew enough courage

to send You all the Love in the World

my hand snapped off in the mailbox

from clenching.

 

It was returned to me with a gospelstitch, a hope stamp

and a note etched into the palm I had to pry open

with the pressure of pitching doves

reminding me

we agreed to let each other go.

 
There is a point when tears don’t work

to wash things away anymore.

Grabbing for breath has now broken my fingers.

I miss You so much some days

that I beg for the airplane to crash

with just enough time in the freefall

for scribbling “I Love You” across my chest.

That way – when they find my burning breast plate –

they will tell You how the very last thing I did with my life

was call out Your name.

 

 

 1171587-6296a1fc9d6f84aeaf3d8c114059c659.jpg

Buddy Wakefield (Shreveport, 4 juni 1974)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Yaak Karsunke werd geboren op 4 juni 1934 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Yaak Karsunke op dit blog.

 

 

älteres paar

(nach Sebald Beham)

                                             für Ingrid

 

auf einem handtellergroßen

kupferstich von 1543

siehst du sie stehen

eine frau & einen mann

nicht eben schlank nicht mehr jung

die erfinder der liebe

 

das tappen der feigenbaumblätter

die sich aneinander rieben

ließ Eva nicht schlafen

& als Adam den apfel nahm sah er

ihre brüste mit neuen

augen vor seinen

sich öffnenden lippen

 

(kurz darauf waren beide

von erkenntnis heftig bewegt)

 

die schlange züngelt

aus dem paradies & gleitet

geschmeidig auf dich & mich zu -

lass uns in den garten gehen

& ihren altar

mit granatäpfeln schmücken

 

 

 

perdido

 

einer nach dem andern gibt die kanne

oder das horn ab

klappt den klavierdeckel zu

lehnt seinen bass an die wand

 

auch tänzer verlassen die bühne

vor zwei tagen Nurejew

gestern starb Dizzy Gillespie

einer aids einer krebs so als ob man

es sich aussuchen könnte wie früher

als man die wahl hatte zwischen

alkohol & heroin

 

ladies and gentleman: this

was the massey hall quintett

1953 im mai

the greatest bebop concert ever

mit Charlie "Bird" Parker

John Birks "Dizzy" Gillespie

Bud Powell & Charles Mingus &

 

hinter dem Schlagzeug Max Roach

still alive spielt jetzt

den letzten chorus blues march

für trommel allein

 

 

 

 1171587-2a77c2dc4e1eb671dc7d3f2160b0fb14.jpg

Yaak Karsunke (Berlijn, 4 juni 1934)

Museuminsel, Berlijn, Bode Museum

 

 

 

 

De Australische schrijfster Elizabeth Jolley werd geboren op 4 juni 1923 in Birmingham, Engeland. Zie ook alle tags voor Elizabeth Jolley op dit blog.

 

Uit: The Well

 

“'What have you brought me Hester? What have you brought me from the shop?'
'I've brought Katherine, Father,' Miss Harper said. 'I've brought Katherine, but she's for me.'

One night Miss Hester Harper and Katherine are driving home from a celebration, a party at a hotel in town, to which Miss Harper has been an umwilling guest. Katherine had wanted very much to go to the party. She is under the spell of a succession of film stars, the present one being John Travolta. She tries to walk exactly as he walks. Having seen every one of his films several times she is able to imagine herself, when dancing, as his chosen perpetual partner. Miss Harper, unable to refuse Kathy anything, has endured a long evening bearing at least two insults, one of these, because of the Peter Pan collar, laden with disturbing implication. She also suffered during the evening's long drawn-out entertainment a renewal of the realization of her own changed status brought about by recent events.

 

 

 1171587-a4194d910f400cfdde4a71cec10ba1b8.jpg

Elizabeth Jolley (4 juni 1923 – 13 februari 2007)




Zie voor nog meer schrijvers van de 4e juni ook
mijn blog van 4 juni 2011 deel 2.
Geschreven door Romenu om 18:55 Reageer op dit bericht

Allen Ginsberg, Philippe Djian, Maarten van Buuren, Monika Maron, Larry McMurtry

De Amerikaanse dichter Irwin Allen Ginsberg werd geboren in Newark, New Jersey, op 3 juni 1926. Zie ook alle tags voor Allen Ginsberg op dit blog.

 

 

Father Death Blues

 

Hey Father Death, I'm flying home
Hey poor man, you're all alone
Hey old daddy, I know where I'm going

Father Death, Don't cry any more
Mama's there, underneath the floor
Brother Death, please mind the store

Old Aunty Death Don't hide your bones
Old Uncle Death I hear your groans
O Sister Death how sweet your moans

O Children Deaths go breathe your breaths
Sobbing breasts'll ease your Deaths
Pain is gone, tears take the rest

Genius Death your art is done
Lover Death your body's gone
Father Death I'm coming home

Guru Death your words are true
Teacher Death I do thank you
For inspiring me to sing this Blues

Buddha Death, I wake with you
Dharma Death, your mind is new
Sangha Death, we'll work it through

Suffering is what was born
Ignorance made me forlorn
Tearful truths I cannot scorn

Father Breath once more farewell
Birth you gave was no thing ill
My heart is still, as time will tell.

 

 

 

 

First Party At Ken Kesey's With Hell's Angels

 

Cool black night thru redwoods
cars parked outside in shade
behind the gate, stars dim above
the ravine, a fire burning by the side
porch and a few tired souls hunched over
in black leather jackets. In the huge
wooden house, a yellow chandelier
at 3 A.M. the blast of loudspeakers
hi-fi Rolling Stones Ray Charles Beatles
Jumping Joe Jackson and twenty youths
dancing to the vibration thru the floor,
a little weed in the bathroom, girls in scarlet
tights, one muscular smooth skinned man
sweating dancing for hours, beer cans
bent littering the yard, a hanged man
sculpture dangling from a high creek branch,
children sleeping softly in their bedroom bunks.
And 4 police cars parked outside the painted
gate, red lights revolving in the leaves.

 

 

 

 1170705-0e8e34c15bcb66f4a9130017e7356728.jpg

Allen Ginsberg (3 juni 1926 - 6 april 1997)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Philippe Djian werd geboren in Parijs op 3 juni 1949. Zie ook alle tags voor Phiippe Dijan op dit blog.
 

Uit: Betty Blue - 37,2° am Morgen (Vertaald door Melanie Walz en Michael Mosblech)

 

„Für den frühen Abend waren Gewitter angesagt, aber der Himmel blieb blau und der Wind hatte nachgelassen. Ich ging kurz in die Küche, um nachzugucken, ob im Topf auch nichts anpappte. Alles bestens. Ich ging raus auf die Terrasse, ein kühles Bier in der Hand, und hielt meinen Kopf eine Zeitlang in die pralle Sonne. Das tat gut, seit einer Woche knallte ich mich jeden Morgen in die Sonne und kniff fröhlich die Augen zusammen, seit einer Woche kannte ich Betty.

Ich dankte dem Himmel zum wiederholten Mal und langte mit leicht vergnügtem Grinsen nach meinem Liegestuhl. Ich machte es mir gemütlich. Wie einer, der Zeit hat und ein Bier in der Hand. In dieser ganzen Woche hatte ich, wenn’s hoch kam, so um die zwanzig Stunden geschlafen, und Betty noch weniger, vielleicht auch überhaupt nicht, was weiß ich, immer wieder mußte sie mich aufscheuchen, immer wieder hatte sie noch was Besseres vor. He, du wirst mich doch jetzt nicht allein lassen, sagte sie andauernd, he, was ist denn los mit dir, schlaf doch nicht ein. Und ich öffnete die Augen und lächelte. Eine rauchen, bumsen oder einfach quatschen, ich hatte es schwer, nicht aus dem Takt zu kommen. Zum Glück brauchte ich mich tagsüber kaum anzustrengen. Wenn alles glatt lief, war ich gegen Mittag mit meiner Arbeit durch und hatte für den Rest des Tages Ruhe. Ich mußte bloß bis sieben Uhr in der Gegend bleiben und auftauchen, wenn man mich brauchte. Wenn es schön war, konnte man mich gewöhnlich in meinem Liegestuhl finden, da konnte ich stundenlang drin liegen bleiben. Mir schien es dann, als hätte ich die rechte Balance zwischen Leben und Tod gefunden, als hätte ich die einzig gescheite Beschäftigung überhaupt gefunden. Man braucht sich bloß die Mühe zu machen, fünf Minuten nachzudenken, dann begreift man, daß einem das Leben nichts Aufregendes bietet außer ein paar Dingen, die man nicht kaufen kann. Ich machte mein Bier auf und dachte an Betty.“

 

 

 1170705-566718c08b43bdd227b5e822d2a799ee.jpg

Philippe Djian (Parijs, 3 juni 1949)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver en letterkundige Maarten van Buuren werd geboren op 3 juni 1948 in Maassluis. Zie ook alle tags voor Maarten van Buuren op dit blog.

 

Uit: De artistieke ervaring

 

„‘De kunstenaar is de schepper van mooie dingen,’ zegt Oscar Wilde aan het begin van The Picture of Dorian Gray. Met mooie dingen bedoelde Wilde dingen die hem genot verschaften. In de roman vertelt hij hoe Lord Henry zijn leven aangenaam vult met het bijwonen van toneelvoorstellingen, het bezoeken van tentoonstellingen en het verzamelen van Chinees porselein, kostbare boeken en Perzische tapijten. Pronkstuk van zijn verzameling is Dorian Gray, een levend kunstwerk dat hem hetzelfde artistieke plezier verschaft als een Grieks Hermes-beeld uit zijn collectie. Kunst is in de wereld van Wilde onlosmakelijk verbonden met leven en met genot.

De vermenging van kunst en leven spreekt me erg aan, maar niet op de manier die Wilde voorstelt. Wildes maatstaf voor schoonheid was de Griekse kunst. Mensen en dingen gaven hem artistiek genoegen voorzover ze hem herinnerden aan beelden, toneelstukken en gedichten van de Griekse meesters. Dat geeft iets stars en onbewegelijks aan zijn schoonheidsopvatting. En ook iets oppervlakkigs: Wildes kunstwerken hebben een wrijvingloze, naar kitsch neigende prettigheid. Dat is niet de schoonheid die mij treft. Maar welke is dat wel? Op die vraag weet ik zo geen antwoord. Ik zal mijn vraag wat bescheidener stellen: op welke momenten word ik getroffen door iets moois? Wanneer doen zich artistieke ervaringen voor en wat zijn dat?

De voorbeelden die me te binnen schieten zijn een beetje verwarrend, omdat hun aanleidingen weinig met kunst te maken hebben. Ze deden zich onverwacht voor bij dagelijkse bezigheden. Ik zal een voorbeeld geven.

Vorige week keek ik 's avonds laat naar de tv. De dag was lang geweest, ik was toe aan een uur pretentieloze verstrooiing. Er werd een programma aangekondigd over spionage in de ddr. Dat leek me wel wat. Ik verheugde me op de sluwe streken waarmee Oost-Duitse spionnen de Engelse mi-5 te snel af waren; op sigarettenpakjes, tubes tandpasta en dasspelden waarin ongelooflijk kleine fotoappartuur of even klein, maar dodelijk wapentuig verborgen zat. De wereld van James Bond, maar dan echt. Maar het viel tegen.“

 

 

 1170705-b1ab7ce0762dda7e54fb49985fa3a14e.jpg

Maarten van Buuren (Maassluis, 3 juni 1948)

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Monika Maron werd geboren op 3 juni 1941 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Monika Maron op dit blog.

 

Uit: Ach Glück

 

„Sie war noch nie allein geflogen, immer hatte Achim neben ihr gesessen; einmal Laura, als sie ihr zum Abitur das Wochenende in London geschenkt hatten und Achim zwei Tage vorher krank geworden war.
Zum ersten Mal allein fliegen. Zum ersten Mal nach Mexiko. Im Alter verging die Zeit wahrscheinlich so schnell, weil man fast nichts mehr zum ersten Mal tat. Monatelang, jahrelang wiederholte man, was man schon tausendmal getan hatte, sodass die Monate und Jahre sich wie eine Folie über ein altes, vollkommen gleiches Muster legten und mit ihm verschmolzen, als hätte es sie gar nicht gegeben.
Jeden Morgen die gewohnte Sorte Tee oder Kaffee kochen, die einmal abonnierte Zeitung lesen, zur gleichen Zeit mit der gleichen Arbeit beginnen, am Abend die gleichen Freunde treffen oder einen alten Film sehen und sich erschrecken, weil man sich nur noch an Bruchstücke erinnern kann. So war es. Sogar, als sie plötzlich in einem anderen Staat lebten und von der Kaffeesorte bis zur Zeitung alles anders wurde und sie sogar in eine andere Wohnung in einem anderen Stadtbezirk zogen, war es nach kurzer Zeit wieder so. Sie tranken anderen Kaffee, lasen andere Zeitungen, aber wenn sie beim Frühstück einander gegenüber saßen, war es wie in all den Jahren davor, als hätten sie ihr Leben in eine andere Sprache übersetzt, in der sie nun die alten Sätze sagten. Sie klangen nur anders.
Bis vor vier Monaten war es so.
Vielleicht wäre auch ohne Bredow alles so geworden, wie es jetzt war; wer konnte das wissen. Aber fest stand, dass mit Bredow - seit sie ihn von dem Abfalleimer befreit hatte, an den ihn jemand auf dem Parkplatz an der Autobahnausfahrt Bredow gebunden hatte - die Serie von Erstmaligkeiten begonnen hat. Bredow war ihr erster Hund.“

 

 

 1170705-45c0abbc04ee686dde4e2686c1ec5393.jpg

Monika Maron (Berlijn, 3 juni 1941)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver Larry Jeff McMurtry werd geboren op 3 juni 1936 in Wichita Falls, Texas. Zie ook alle tags voor Larry McMurtry op dit blog.

 

Uit: Crazy Horse

 

„CRAZY HORSE, a Sioux warrior dead more than one hundred and twenty years, buried no one knows where, is rising again over Pa Sapa, the Black Hills of South Dakota, holy to the Sioux. Today, as in life, his horse is with him. Fifty years of effort on the part of the sculptor Korczak Ziolkowski and his wife and children have just begun to nudge the man and his horse out of what was once Thunderhead Mountain. In the half-century that the Ziolkowski family has worked, millions of tons of rock have been moved, as they attempt to create what will be the world's largest sculpture; but the man that is emerging from stone and dirt is as yet only a suggestion, a shape, which those who journey to Custer, South Dakota, to see must complete in their own imaginations.
It is a nice irony that the little town Crazy Horse has come to brood over is named for his old adversary George Armstrong Custer -- Long Hair, whose hair, however, had been cut short on the day of his last battle, so that it is not certain that the Sioux or Cheyenne who killed him really recognized him until after he was dead. Crazy Horse had one good look at Custer, in a skirmish on the Yellowstone River in 1873, but Custer probably never saw Crazy Horse clearly enough to have identified him, either on the Yellowstone or at the Little Bighorn, three years later. The thousands who come to the Crazy Horse Monument each year see him as yet only vaguely; but that, too, will change. One day his arm will stretch out almost the length of a football field; statistics will accumulate around his mountain just as legends, rumors, true tales and tall tales, accumulated around the living man.

What should be stressed at the outset is that Crazy Horse was loved and valued by his people as much for his charity as for his courage. Ian Frazier, in his fine book Great Plains, reports correctly that the Crazy Horse Monument is one of the few places on the Great Plains where one will see a lot of Indians smiling.“

 

 

 1170705-c2342d41583aa465cb64eaddc953f19a.jpg

Larry McMurtry (Wichita Falls, 3 juni 1936)



Zie voor nog meer schrijvers van de 3e juni ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 15:18 Reageer op dit bericht

Norbert Gstrein, Gerhard Zwerenz, Kathleen E. Woodiwiss, Carlo Michelstaedter, Eugène Van Oye

De Oostenrijkse schrijver Norbert Gstrein werd geboren op 3 juni 1961 in Mils bei Imst, Tirol. Zie ook alle tags voor Norbert Gstrein op dit blog.


Uit: Die Winter im Süden


„Obwohl sie zu Hause längst schon getrennt schliefen, nahmen sie sich für diese paar Tage ein gemeinsames Zimmer, und am Ende lohnte sie ihm seine Anstrengungen, ihr zu zeigen, wie sehr er sie immer noch begehrte, beugte sich über ihn, erweckte mit ein paar Handgriffen den verschlafenen Wurm zum Leben, dem sie früher einmal wie eine Schlangenbeschwörerin die zärtlichsten Namen gegeben hatte, und hörte erst auf, sich an ihm abzumühen, als er sich mit ein paar schlaffen Zuckungen blind in ihren Mund ergoß. Damit hatte sie es hinter sich, denn er entschuldigte sich umständlich dafür, wie er es immer getan hatte, wenn es ihm nicht gelungen war, sich ihr rechtzeitig

zu entziehen, und wußte am nächsten Morgen nicht mehr, wie er sie anschauen sollte, warf ihr verstohlen die verzweifelten Blicke des Internatsschülers zu, der er einmal gewesen war, und

alberte mit den jungen Engländerinnen herum, mit denen sie sich in ihrem Hotel den Frühstücksraum teilten, während sie still neben ihm saß und dachte, was war seine Sehnsucht schon

gegen ihre, sie hätte den überkandidelten Damen folgen können, wenn sie sich später mit großen, ganz und gar unzeitgemäßen Hüten aufmachten, die Insel zu erkunden, und einen Tag

lang wieder ein Mädchen sein.

Zurück in Wien, ließ sie ein paar Monate verstreichen und erkundigte sich schließlich mehr, um ihm zu schmeicheln, als daß sie es wirklich hätte wissen wollen, warum er abends so viel außer Haus sei. Es wäre für sie keine Katastrophe gewesen, die Wahrheit zu erfahren, und sie sah ihm zu, wie er sich wand, bis er soweit war, sich alles von ihr anzuhören. Dann fragte sie ihn, ob er etwas dagegen hätte, wenn sie eine Weile nach Zagreb ginge, und ärgerte sich darüber, daß sie es in derselben Sekunde

auch schon abschwächte.

»Es wäre nur für den Sommer.«



1170702-d6d9b553f04f83b6470ec535444f34c2.jpg
Norbert Gstrein (Mils, 3 juni 1961)





De Duitse schrijver en essayist
Gerhard Zwerenz werd geboren op 3 juni 1925 in Crimmitschau in Saksen.
Zie ook alle tags voor Gerhard Zwerenz op dit blog.


Uit:
Nicht alles gefallen lassen ...


“Wir wohnten im dritten Stock mitten in der Stadt und haben uns nie etwas zuschulden kommen lassen, auch mit Dörfelts von gegenüber verband uns eine jahrelange Freundschaft, bis die Frau sich kurz vor dem Fest unsre Bratpfanne auslieh und nicht zurückbrachte. Als meine Mutter dreimal vergeblich gemahnt hatte, riß ihr eines Tages die Geduld und sie sagte auf der Treppe zu Frau Muschg, die im vierten Stock wohnt, Frau Dörfelt sei eine Schlampe. Irgendwer muß das den Dörfelts hinterbracht haben, denn am nächsten Tag überfielen Klaus und Achim unsern Jüngsten, den Hans, und prügelten ihn windelweich. Ich stand grad im Hausflur, als Hans ankam und heulte. In diesem Moment trat Frau Dörfelt drüben aus der Haustür, ich lief über die Straße, packte ihre Einkaufstasche und stülpte sie ihr über den Kopf. Sie schrie aufgeregt um Hilfe, als sei sonst was los, dabei drückten sie nur die Glasscherben etwas auf den Kopf, weil sie ein paar Milchflaschen in der Tasche gehabt hatte. Vielleicht wäre die Sache noch gut ausgegangen, aber es war just um die Mittagszeit, und da kam Herr Dörfelt mit dem Wagen angefahren. Ich zog mich sofort zurück, doch Elli, meine Schwester, die mittags zum Essen heimkommt, fiel Herrn Dörfelt in die Hände. Er schlug ihr ins Gesicht und zerriß dabei ihren Rock. Das Geschrei lockte unsere Mutter ans Fenster, und als sie sah, wie Herr Dörfelt mit Elli umging, warf unsre Mutter mit Blumentöpfen nach ihm. Von Stund an herrschte erbitterte Feindschaft zwischen den Familien. Weil wir nun den Dörfelts nicht über den Weg trauten, installierte Herbert, mein ältester Bruder, der bei einem Optiker in die Lehre geht, ein Scherenfernrohr am Küchenfenster. Da konnte unsre Mutter, waren wir andern alle unterwegs, die Dörfelts beobachten.”


1170699-d56498fbf1954a8235619e84e217065f.jpg

Gerhard Zwerenz (Crimmitschau, 3 juni 1925)





De Amerikaanse schrijfster
Kathleen E. Woodiwiss werd geboren op 3 juni 1939 in Alexandria, Louisiana. Zie ook alle tags voor Kathleen E. Woodiwiss
op dit blog.


Uit:
A Rose In Winter


"Marriage!"

Erienne Fleming drew back from the hearth and slammed the poker into the stand, venting a growing vexation with the still young day. Outside, the cavorting wind gleefully whipped large, splashing raindrops and stinging shards of sleet against the leaded windowpanes to mock with its carefree abandon the bondage she felt in her spirit. The rolling chaos of dark clouds churning close above the tiled roof of the mayor's cottage mirrored the mood of this trim, dark-haired young woman whose eyes flashed with a violet fire of their own as she glared down into the flames.
"Marriage!"
The word flared afresh in her brain. Once the symbol of a girlhood dream, of late it had become more a synonym for foolery. It was not that she opposed the institution. Oh, no! Under the careful guidance of her mother, she had prepared herself to be a fitting spouse for any man. It was only that her father, that self-same mayor of Mawbry, was bent on matching her to any wealthy purse, regardless of what foppish, obese, or bone-thin caricature of a man bore it to her door. All other desirable traits, including manners, seemed unimportant to him. Indeed, not even to be considered. If the man be rich and willing to wed, then he was a likely candidate for her hand. A sorry lot they had proven to be, and yet -- Erienne's finely arched brows drew together in sudden doubt -- perhaps they were the best her father could do without the enticement of even a reasonable dowry.“


1170699-08ab45967b33aa1b3284d333e03a0975.jpg

Kathleen E. Woodiwiss (3 juni 1939 – 6 juli 2007)

3rd Steet in Alexandria, Louisiana, ‘s avonds





De Italiaanse dichter, filosoof en schilder
Carlo Michelstaedter werd geboren op 3 juni 1887 in Gorizia. Zie ook alle tags voor Carlo Michaelstaedter op dit blog.


Welle auf Welle


Welle auf Welle schlägt an die Klippe
– vorüber ziehen am Horizont die weissen Segel
ohne Rast steigt steigt an
mal süß, mal stürmisch die bewegte Flut.
Doch Welle und Sonne, Wind, Segel und Klippen,
diese ist die Erde, jenes der Horizont
des fernen Meeres, das Meer ohne Grenzen.
Nicht ist es das freie Meer ohne Ufer,
das Meer, wohin die Welle nicht gelangt,
das Meer, das aus sich die Winde zeugt,
Licht aussendet und wieder in den Schoße nimmt,
das Meer, das aus seinem Leben tausende Leben
loslöst und in nur einem Leben wächst.

Ah, es ist kein Meer nah oder fern, welches
nicht belasteten die vielen Ufer, die vielen Winde
nicht aus seinem einsamen Frieden rissen,
Meer ist nicht das nur eins unter Meeren ist.
Auch das Meer ist eine Wüste ohne Leben,
trocken traurig starr ermüdet.
Und der Tage und der Monde Lauf,
der Winde und der Küsten Wechsel,
dies Spiel es doch drückt und fesselt
– das Meer das nicht Meer ist auch wenns Meer ist.
Wieder trifft der Wind auf die müde Welle,
und mein Kiel durchfurcht das alte Kielwasser.
Und wenn meine Hand zwischen Wind und Meer
das Ruder führt und das Segel lenkt
ist meine Hand nichts als die Hand
jenes Windes und jener Welle die nicht ruht...
Wie ruhelos schlägt doch die Welle,
und wie ruhelos der Stürme Wolken wehen,

derart sie, die einsame Seele plagt
durch neue Wellen zu schreiten und endlos
neue Grenzen unter neuen Sternen
das Auge täuschen, das geheftet am Horizont
wo die Sonne sich um wieder aufzugehen erhebt.

An meine Sonne, an mein Meer, auf diesen Strassen
der Erde oder des Meers, wende ich mich vergebens,
vergeblich alles Leid und vergeblich die Hoffnung,
ist das ganze Leben nicht trocken und verlassen
,
bis in einem Punkt sichs sammelt im Hafen,
aus sich selbst in einem Punkte aufflammt.

Vertaald door Adrian Giacomelli


1170699-8819bc1b5368ea60d449b584f56d89e6.jpg

Carlo Michelstaedter (3 juni 1887 - 17 oktober 1910)

Zelfportret met vlammen





De Vlaamse dichter, toneelschrijver en arts
Eugène Van Oye werd geboren in Torhout op 3 juni 1840.
Zie ook alle tags voor Eugène Van Oye op dit blog.



Wees man


Wees man en houd u recht: buig nooit en buig voor niemand
-

dan voor de Waarheid, bruid der eeuwen, geest van God,

Zie! rond uw voeten krielt een kruipend slavenrot…

Ontstijg dien modderpoel! Daar zijt ge uzelf, zijt Iemand.


1170699-18bbdac06eb535c1956f89a6ad03998b.jpg

Eugène Van Oye (3 juni 1840 - 4 juni 1926)

Kasteel Wijnendale in Torhout

Geschreven door Romenu om 15:07 Reageer op dit bericht

Pedro Mir, Detlev von Liliencron, Friederike Brun, Otto Erich Hartleben, Philippe Quinault

De Domicaanse dichter en schrijver Pedro Mir werd op 3 juni 1913 in San Pedro de Macorís geboren. Zie ook alle tags voor Pedro Mir op dit blog.

 

Uit: Countersong to Walt Whitman (Vertaald door Jonathan Cohen)

 

17

 

Why did you want to listen to a poet?
I am speaking to one and all.
To those of you who came to isolate him from his people,
to separate him from his blood and his land,
to flood his road.
Those of you who drafted him into the army.
The ones who defiled his luminous beard and put a gun
on his shoulders that were loaded with maidens and pioneers.
Those of you who do not want Walt Whitman, the democrat,
but another Whitman, atomic and savage.
The ones who want to outfit him with boots
to crush the heads of nations.
To grind into blood the temples of little girls.
To smash into atoms the old man's flesh.
The ones who take the tongue of Walt Whitman
for a sign of spraying bullets,
for a flag of fire.
No, Walt Whitman, here are the poets of today
aroused to justify you!
Poets to come! … Arouse! for you must justify me.
Here we are, Walt Whitman, to justify you.
Here we are
                    for your sake
                                         demanding peace.
The peace you needed
to drive the world with your song.
Here we are
                    saving your hills of Vermont,
your woods of Maine, the sap and fragrance of your land,
your spurred rowdies, your smiling maidens,
your country boys walking to creeks.
Saving them, Walt Whitman, from the tycoons
who take your language for the language of war.
No, Walt Whitman, here are the poets of today,
the workers of today, the pioneers of today, the peasants
of today,
              firm and roused to justify you!
O Walt Whitman of aroused beard!
Here we are without beards,
without arms, without ears,
without any strength in our lips,
spied on,
red and persecuted,
full of eyes
wide open throughout the islands,
full of courage, of knots of pride
untied through all the nations,
with your sign and your language, Walt Whitman,
here we are
                    standing up
                                        to justify you,
our constant companion
of Manhattan!

 

 

 

 1170695-5292879556c8501c25df8a7f1c5cf0eb.jpg

Pedro Mir (3 juni 1913 – 11 juli 2000)

 

 

 

 

De Duitse dichter Detlev von Liliencron werd op 3 juni 1875 in Kiel geboren. Zie ook alle tags voor Detlev von Liliencron op dit blog.

 

April

 

Wie der Südwind pfeift,

In den Dornbusch greift,

Der vor unserm Fenster sprießt.

Wie der Regen stürzt

Und den Garten würzt,

Und den ersten Frühling gießt.

 

Plötzlich säumt der Wind,

Und der Regen rinnt

Spärlich aus dem Wolkensieb.

Und die Mühle dreht

Langsam sich und steht,

Die noch eben mächtig trieb.

 

Schießt ein Sonnenblick

Über Feld und Knick,

Wie der Blitz vom Goldhelm huscht,

Und auf Baum und Gras

Schnell im Tropfennaß

Tausend Silbertüpfel tuscht.

 

Wieder dann der Süd,

Immer noch nicht müd,

Zornt die Welt gewaltig an.

Und der Regen rauscht,

Und der Garten lauscht

Demütig dem wilden Mann.

 

Meiner Schulter dicht

Lehnt dein hold Gesicht,

Schaut ins Wetter still hinein.

Kennst das alte Wort,

Ewig treibt es fort:

Regen tauscht und Sonnenschein.

 

 

 

1170695-105b16cc70c99ec27d6dcffd6bba62d9.jpg
Detlev von Liliencron (3 juni 1875 – 22 juli 1909)

In 1904 

 

 

 

 

De Deense dichteres Friederike Brun werd geboren op 3 juni 1765 in Gräfentonna, Thüringen. Zie ook alle tags voor Friederike Brun op dit blog.

 

 

Sehnsucht nach der Schweiz

Sehnend denk’ ich Eurer stillen Hütten,
     Wo die Unschuld immer lächelnd wohnt;
Wo die Einfalt väterlicher Sitten
     Reines Blut und muntres Alter lohnt.
 

Thränen rinnen, denk’ ich Eurer Höhen,

     Eurer tiefen Thäler frisch umkränzt;
Eurer Eisgefilde, Eurer Seen,
     Sanft vom Aetherhimmel überglänzt;
 
Und der Wiesenplane, wo im Weiden

 

     Unter Kindern Ziegenheerden geh’n,

Und der Kindheit zephyrgleiche Freuden
     Mit den Blütenflocken mich umwehn:

Wo des Felsstrom’s nächtlich wildes Rauschen,
     Das der Abhang schwindelnd überblickt,

 

Stumm der Hirt und seine Braut belauschen,

     Tief im Anschau’n seiner Kraft entzückt;
 
Wo des Knaben braune Pfirsigwange
     Glänzend schwarzes Lockenhaar umwallt,
Und aus voller Brust im Lenzgesange

 

     Kraftgefühl und Freiheitssinn erschallt;


Wo Natur und Menschheit still vereinet,
     Hand in Hand, auf Himmelshöhen geh’n;
Wo kein Auge bittre Thränen weinet,
     Frohe Blicke nur zum Himmel seh’n!

 

 

 

 1170695-e8b00ec3a4ddfefa6bbade51b714b268.jpg

Friederike Brun (3 juni 1765 – 25 maart 1835)

Portret door C. W Eckersberg, 1818

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Otto Erich Hartleben werd geboren op 3 juni 1864 in Clausthal. Zie ook alle tags voor Otto Erich Hartleben op dit blog.

 

 

Moderne Oden - I

 

1

Nicht sank in Schwachheit unserer Sprache Kunst,

seitdem verhallt ist früher Heroen Schritt –

wir wandeln weiter ihre Bahnen

tönenden Fusses – und schauen lichtwärts.

 

Wir meistern, stolz nicht minder wie jene, noch

das Wort, und kunstreich meisselt die sichre Hand

aus deutscher Sprache reinstem Marmor

nimmer-vergänglicher Formen Schönheit.

 

Denn für der Menschheit heilige Güter schlägt

auch uns das Herz. Die fröhliche Flammengluth,

die ewig zu den Sternen deutet,

loht auch in uns von dem Grund der Seelen.

 

Wie Göttern einst der lockigen Hebe Hand

geschenkt den Nectar ewigen Jugendmuths,

so wollen wir in alten Schalen

reichen den schäumenden Wein der Zeiten.

 

 

 

1170695-c7f9c58a476ecc2bacb1d0854c80bd13.jpg
Otto Erich Hartleben (3 juni 1864 – 11 februari 1905)

 

 

 

 

De Franse dichter, schrijver en librettist Philippe Quinault werd geboren in Parijs op 3 juni 1635. Zie ook alle tags voor Philippe Quinault op dit blog.

 

 

Poème de Sceaux (Fragment)

 

Je me vis aborder par une Nymphe aimable :
       Mes yeux furent surpris de l’esclat admirable
 Dont elle fit briller tous les lieux d’alentour :
            Mille fleurs ornoient son passage,
            Et mille oiseaux par leur ramage
            A l’envy luy faisoient la cour.

            Quitte, dit-elle, une entreprise
 Que tu ne dois point achever ;
       Le choix d’une Déesse à qui je suis soumise
       Pour un autre dessein t’a voulu reserver.
       Cent merveilles icy se trouvent reunies ;
       Il faut plus d’une main, il faut divers genies
 Pour en bien exprimer les charmes differents :
       Je doy te faire voir ce que tu dois descrire ;
            Avec tes efforts les plus grands
            A peine y pourras tu suffire.

       Ces beaux lieux sont cheris de la Divinité
 Qui s’éveillant, quand tout sommeille,
            Escarte, d’une main vermeille,
            La plus espaisse obscurité :
       Et pour le bien du monde, active et diligente,
            Avec une douce clarté,
 Rallume du Soleil la lumiere esclatante.

 

 

 

1170695-e76201024c3b4146a895351d03b4dbfb.jpg
Philippe Quinault (3 juni 1635 - 26 november 1688)

Geschreven door Romenu om 15:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten