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Berichten van 21 januari 2013 tot 22 januari 2013

Wilhelm Genazino, Rainer Stolz, Lord Byron, Krzysztof Kamil Baczyński

De Duitse schrijver Wilhelm Genazino werd geboren op 22 januari 1943 in Mannheim. Zie ook alle tags voor Wilhelm Genazino op dit blog.

 

Uit: Das Glück in glücksfernen Zeiten

 

“An einem Tisch rechts von mir höre ich jemanden einen Satz sagen, den ich selbst gerne gesagt hätte: Ich bin mal wieder der einzige, der auf mich Rücksicht nimmt. Eine junge Bedienung stellt einen Cappuccino vor mir ab und wendet mir dann ihren Textrücken zu. Gegen meinen Willen beschleicht mich das vertrauteste Unbehagen: Daß mein Leben nicht so bleiben kann, wie es ist. Groteskerweise bin ich im großen und ganzen mit unseren Verhältnissen zufrieden, das heißt mit unsererWohnung, mit meinem Einkommen, mit meinen quasi ehelichen Verhältnissen, das heißt mit meiner Lebensgefährtin Traudel. Dennoch habe ich den Eindruck, daß die ganze Zeit eine unhaltbare Sache abläuft: mein Leben. In den letzten beiden Monaten ist der innere Drang, mein Leben in neue Bahnen zu lenken, deutlich stärker geworden. Von dem Wunsch nach Veränderung geht ein Druck aus, dem ich fast wehrlos ausgesetzt bin, weil ich nicht die geringste Ahnung habe, wie und womit ich irgendwelche Veränderungen herbeiführen könnte. Das ist nicht die ganze Wahrheit. Dann und wann zeigt sich ein winziger Hoffnungsschimmer, der eine Art Glanz in mir zurückläßt. Traudel polemisiert stark gegen meine Veränderungswünsche. Sie sagt mir immer wieder, daß ich allen Grund habe, mit der Welt und mir zufrieden zu sein. Es ist ein Frevel, sagt sie, daß ein gutsituierter Mensch wie du mit solchen Gespenstereien im Kopf herumläuft.

In der Regel pflichte ich ihr bei und halte für eine Weile den Mund. Ein Trompeter kommt, hängt seine Plastiktüte an einen Pfosten, tritt vor die Leute hin und spielt. Mich frappiert, wie schnell der Trompeter eingesteht, daß er erstens die Trompete kaum beherrscht und zweitens gar nicht Trompete spielen will, sondern lieber betteln möchte.”

 

 

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Wilhelm Genazino (Mannheim, 22 januari 1943)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rainer Stolz werd geboren in Hamburg op 22 januari 1966. Hij woont nu in Berlijn. Zie ook alle tags voor Rainer Stolz op dit blog.

 

 

Selbstporträt mit Subunternehmen

 

Nicht, dass wer glaubt, ich mach Pause, bloß

weil ich kurz mal hier auf'm Boden liege - so

leicht hör ich nicht auf, kreativ zu sein, nein:

Als mein eigener Chief steh ich noch jederzeit

für mein Team ein, mitsamt der Quertreiber, die

mir innere Sicherheit geben - nehm ich sie einfach

auf Verdacht einmal fest in die Arme. Yes, danach

rufen sie in mir, die Punker und Hacker mit verflucht

guten Ideen, die mutigsten Subunternehmen ins Leben!

Und das wolln wir doch, die Totale Innovation, oder? Wo

einst Ich war, da muss nämlich echt nicht noch mal

so ein Diktator erstarken. Es reicht präventiv schon

das parat liegende Diktiergerät zu starten und dem

was sich lossagt, seinen Lauf zu lassen.

 

 

 

Haiku-Vogelporträts

 

Am Feinkost-Laden

zerfressene Buchstaben.

Bettelndes Tschilpen.

 

*

 

Die Flügel schlagen

die Luft, in der er verharrt -

bis sich was bewegt.

 

 

 

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Rainer Stolz (Hamburg, 22 januari 1966)

 

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver George Gordon Byron (beter bekend als Lord Byron) werd geboren op 22 januari 1788 in Londen. Zie ook alle tags voor Lord Byron op dit blog.

 

 

And thou art dead, as young and fair

 

And thou art dead, as young and fair

As aught of mortal birth;

And form so soft, and charms so rare,

Too soon return'd to Earth!

Though Earth receiv'd them in her bed,

And o'er the spot the crowd may tread

In carelessness or mirth,

There is an eye which could not brook

A moment on that grave to look.

 

I will not ask where thou liest low,

Nor gaze upon the spot;

There flowers or weeds at will may grow,

So I behold them not:

It is enough for me to prove

That what I lov'd, and long must love,

Like common earth can rot;

To me there needs no stone to tell,

'T is Nothing that I lov'd so well.

 

Yet did I love thee to the last

As fervently as thou,

Who didst not change through all the past,

And canst not alter now.

The love where Death has set his seal,

Nor age can chill, nor rival steal,

Nor falsehood disavow:

And, what were worse, thou canst not see

Or wrong, or change, or fault in me.

 

The better days of life were ours;

The worst can be but mine:

The sun that cheers, the storm that lowers,

Shall never more be thine.

The silence of that dreamless sleep

I envy now too much to weep;

Nor need I to repine

That all those charms have pass'd away,

I might have watch'd through long decay.

 

The flower in ripen'd bloom unmatch'd

Must fall the earliest prey;

Though by no hand untimely snatch'd,

The leaves must drop away:

And yet it were a greater grief

To watch it withering, leaf by leaf,

Than see it pluck'd to-day;

Since earthly eye but ill can bear

To trace the change to foul from fair.

 

I know not if I could have borne

To see thy beauties fade;

The night that follow'd such a morn

Had worn a deeper shade:

Thy day without a cloud hath pass'd,

And thou wert lovely to the last,

Extinguish'd, not decay'd;

As stars that shoot along the sky

Shine brightest as they fall from high.

 

As once I wept, if I could weep,

My tears might well be shed,

To think I was not near to keep

One vigil o'er thy bed;

To gaze, how fondly! on thy face,

To fold thee in a faint embrace,

Uphold thy drooping head;

And show that love, however vain,

Nor thou nor I can feel again.

 

Yet how much less it were to gain,

Though thou hast left me free,

The loveliest things that still remain,

Than thus remember thee!

The all of thine that cannot die

Through dark and dread Eternity

Returns again to me,

And more thy buried love endears

Than aught except its living years.

 

 

 

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Lord Byron (22 januari 1788 – 19 april 1824)

Portret door Thomas Philipps, 1824 

 

 

 

 

De Poolse dichter Krzysztof Kamil Baczyński werd op 22 januari 1921 in Warschau geboren. Zie ook alle tags voor Krzysztof Kamil Baczyński op dit blog.

 

 

The Glimpse

 

Nothing shall return. These the times
already forgotten; only darkness -
how evil and empty -
sets in mirrors on my own images.

 

O, I know, by heart I know and do not wish
to repeat; I cannot know my forms
in advance. Thus I die
with half-revealed God on my lips.

 

And now again we sit in a circle,
and planet rain rumbles at walls,
and the heavy gaze like a rope over table,
and clouds of silence stand still.

 

And one of us - that is I
came to love. The world blossomed for me
like a great cloud, a fire-dream
and I am straight as a tree.

 

While the second of us - that is I
conceived shivering hate
and that’s a knife that glitters
from my eyes numb as water - that’s no tear.

 

While the third of us - that is I
reflected in cried-out tears,
and my pain’s like a huge darkness.

And the fourth whom I know

who will teach meekness again
these futile times of mine
and my heart very sick with the death
hatching in me.

 

 

Vertaald door Alex Kurczaba

 

 

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Krzysztof Kamil Baczyński (22 januari 1921 – 4 augustus 1944)

 



Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 20:17 Reageer op dit bericht

Herwig Hensen, August Strindberg, Gotthold Ephraim Lessing

De Belgische dichter en schrijver Herwig Hensen werd geboren op 22 januari 1917 in Antwerpen. Zie ook alle tags voor Herwig Hensen op dit blog.


Uit:
Wanhoop is een lekke schuit


Ik bén dit bos. Hazen en herten

vieren in mij hun sprongen uit.

Ik ben beslotenheid en verten,

valstrik en buit.


Ik ben de nesten in de bomen,

de zomerwind, het bladgeruis,

en in het licht achter de zomen

het laatste huis.

Vanuit mijn angsten en mijn listen

ben ik de roep die hevig schreit,

want onder lagen lucht en misten stolt reeds mijn tijd.

Straks zal ik droefheid zijn van regen.

En tussen dag en avondrood

word ik de waanzin van de weengen, dan de dood


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Herwig Hensen (22 januari 1917 - 24 mei 1989)

In 1939




De Zweedse schrijver Johan
August Strindberg werd op 22 januari 1849 in Stockholm geboren. Zie ook alle tags voor August Strinberg op dit blog.


Das dreizehnte Axiom


Euklids zwölftes Axiom lautet bekanntlich: Wenn eine
Gerade zwei andere Geraden so trifft, daß die Innenwinkel,
die auf derselben Seite liegen, zusammen kleiner sind
als zwei rechte, dann sollen diese beiden Geraden, wenn
sie ins Unendliche verlängert werden, auf der Seite zusammentreffen,
auf der diese Winkel liegen, die zusammen
kleiner sind als zwei rechte.
Wenn dies ein selbstverständlicher Satz ist, der weder
bewiesen werden kann noch muß, um wieviel klarer ist da
nicht das Axiom von der Existenz Gottes?
Wer ein Axiom zu beweisen versucht, gerät in Unsinnigkeiten,
deshalb sollen wir nie versuchen, die Existenz
Gottes zu beweisen.
Und wer das Selbstverständliche in einem Axiom nicht
begreifen kann, der gehört zu den Menschenkindern, denen
das Begreifen schwerfällt, und diese Benachteiligten soll
man bedauern, aber nicht bestrafen.
Will man nun eine Definition von Gott geben, sagt man
zuerst, daß er allmächtig ist; daraus folgt als Korollar,
daß er die Gesetze, die er gegeben hat, aufheben kann; da
wir aber nicht all seine Gesetze kennen, wissen wir nicht,
wann er ein uns unbekanntes Gesetz anwendet oder ein
uns bekanntes aufhebt. Was wirWunder nennen,kann also
nach strengen Gesetzen zustande kommen, die wir nicht
kennen, und wir müssen deshalb angesichts ungewöhnlicher
und unerklärlicher Ereignisse darauf achten, daß wir
keine Fehlschlüsse ziehen, durch die wir uns das Gelächter
und die Verachtung von Mitmenschen einhandeln, denen
das Begreifen leichtfällt.


Vertaald door Angelika Gundlach



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August Strindberg (22 januari 1849 – 14 mei 1912)

Zelfportret, 1891





De Duitse dichter en schrijver
Gotthold Ephraim Lessing werd geboren op 22 januari 1729 in Braunschweig. Zie ook alle tags voor Gotthold Ephraim Lessing op dit blog.


Der Schiffbruch


»Gewagt! Freund, komm mit mir aufs Meer!

Das Trinken macht den Beutel leer,

Drum hol ich mir in fernen Landen,

Die unsre Väter niemals fanden,

Gold, Silber, Berlen, Edelstein;

Und folglich Wein.«


Nein Freund! nein Freund, dies wag ich nicht.

Gesetzt, daß unser Schiff zerbricht,

So müssen wir ins Wasser sinken,

Und Wasser wohl gezwungen trinken.

Und Wasser, Wasser schmecket schlecht.

Hab ich nicht recht?


Ja, wär im Meere lauter Wein,

So gäng ich, Freund, die Schiffahrt ein.

O Freund! o Freund, mit Freuden

Wollt ich gar Schiffbruch leiden.

Doch dies ist nicht. Drum bleibe hier.

Man borget dir.



Abschied an den Leser

Wenn du von allem dem, was diese Blätter füllt,
Mein Leser, nichts des Dankes wert gefunden:
So sei mir wenigstens für das verbunden,
Was ich zurück behielt.



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Gotthold Ephraim Lessing (22 januari 1729 - 15 februari 1781)

Borstbeeld door Ernst Rietschel, 1848



Zie voor nog meer schrijvers van de 22e januari ook mijn blog van 22 januari 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 19:24 Reageer op dit bericht

Ludwig Thoma, Egon Friedell, Louis Menand, Imre Madách, Ludwig Jacobowski, Kristín Marja Baldursdóttir

De Duitse dichter en schrijver Ludwig Thoma werd geboren op 21 januari 1867 in Oberammergau. Zie ook alle tags voor Ludwig Thoma op dit blog.

 

Uit: Münchnerinnen

 

„In einer Seitengasse der inneren Stadt lag die Spezereiwarenhandlung von Nepomuk Globergers sel. Erben. Zwei Ladenfenster und eine mit Schnitzereien geschmückte Glastüre nahmen zu ebener Erde die Front des schmalen Globergerschen Hauses ein; in einer Nische über den Fenstern des ersten Stockwerkes stand eine schmerzhafte Mutter Gottes, und davor brannte in einer roten Ampel ein ewiges Licht, gestiftet vom Gründer des Geschäftes, Nepomuk Globerger, der unter Max Joseph aus der Altöttinger Gegend nach München verzogen war.

Wer sich an alten Häusern als den Wahrzeichen und Zeugen einer lieben Vergangenheit erfreut, mochte gerne vor dem Hause stehen bleiben und die Rokokoornamente über den Fenstern betrachten.

Aber der Laden mit den Auslagen mußte ihn aus der Behaglichkeit aufstören, denn Benno Globerger, der jetzige Besitzer, war dem Zeitgeiste, der Höhe und Breite braucht, um sich protzig zu geben, gefolgt und hatte die Fenster vergrößert, mit Spiegelscheiben versehen und mit Rolläden geschmückt.

Hinter den Fenstern leuchteten Plakate von Zigarettenfabriken, von Kakao-, Feigen- und Malzkaffeefirmen hervor.

Sympathische Hausmütterchen tranken aus großen Tassen ihre Lebenselixiere, Andreas Hofer schwang die Fahne zu Ehren eines Feigenkaffees, und reizvolle Damen rauchten Zigaretten und zeigten ihre schlanken Waden her.

Wer in den Laden eintrat, wurde von einem älteren, anscheinend schwerhörigen Ladendiener ohne sich überstürzende Höflichkeit begrüßt und konnte an seiner bedächtigen Manier, die Waren in Papier einzuschlagen, sehen, daß man hier Zeit hatte.

Ein Lehrbub, dessen sommersprossiges Gesicht Lust zu dummen Streichen verriet, stand gaffend hinter der Budel und schlenkerte mürrisch zur hinteren Türe hinaus, wenn ihm der Ladendiener in grobem Ton einen Auftrag gab.

Viel beschäftigt schien nur Herr Benno Globerger zu sein, der im anstoßenden offenen Kontor hinter einem Pulte stand.

Aber wenn er spielerisch mit dem Federhalter Kreise beschrieb, um schwungvolle Kaufmannsbuchstaben aufs Papier zu malen, oder wenn er sorgfältig ein Lineal auflegte, um rote Striche unter schwarze zu ziehen, erkannte man, daß seine Arbeit mehr qualitativ als quantitativ bedeutend war.”

 

 

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Ludwig Thoma (21 januari 1867 – 26 augustus 1921)

Standbeeld in Rottach-Egern, Beieren

 

 

 

 

De Oostenrijkse schrijver en kunsthistoricus Egon Friedell werd op 21 januari 1878 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Egon Friedell op dit blog.

 

Uit: Goethe. Groteske in 2 Bildern (Samen met Alfred Polgar)

 

“Eine tiefe Stimme. Du mußt es dreimal sagen!

Züst, zitternd, wiederholt automatisch. Der Teufel soll ihn holen! Verdunkelung, die Tür springt auf, es erscheint Goethe.

Züst, mit schwacher Stimme. Wer sind Sie? Es wird wieder hell.

Goethe, milde, Ei, kenne Se mich denn net? Ich bin doch der, wo der Deiwel hole soll.

Züst fällt auf die Knie und wiederholt. Altmeister ... Dichterheros ... Neuschöpfer der deutschen Dichtung ... Großer Dioskur von Weimar ... Wiederbeleber der Antike ...

Goethe. Ei, lasse Se doch die Förmlichkeite! Sache Se oifach zu mir Exzellenz, verstanne? Da der Schüler ihn verständnislos ansieht. Verstehe Se mei Frankforterisch net recht? Lächelnd. Ja, 's Hochdeutsch hat mer immer Schwierigkeite gemacht. Und nu sache Se mer, was wolle Se eichentlich geche mich, daß Se immer so uff mich rumschimpfe?

Züst. Ich ... ich ... möchte ... weil ich's nicht finden kann ... wenn Exzellenz so gütig wären ... wie oft waren Exzellenz in Italien?

Goethe. No, dreimal wird's schon gewese soi – Aber sache Se mer, was geht Ihne das an?

Züst, indem er sich erhebt. Ach, Exzellenz, das kommt doch sicher morgen dran in der Prüfung. Ich weiß ja, alles, was Sie betrifft, ist sehr wichtig und interessant, aber es ist so furchtbar viel. Und wenn ich die Prüfung nicht besteh', muß ich in ein Bankgeschäft und ich möcht' doch so riesig gern Doktor der Philosophie werden, um im Kabarett auftreten zu können ...

Goethe. No, no, nur net gar so hoch hinauswolle!

Linerl. Ach ja, er tragt so viel schön vor!

Goethe bemerkt Linerl. E nett Mädche! Faßt sie unters Kinn.

Züst. Ach Gott, manchmal hab' ich den Eindruck: wirklich jede Frage über Goethe könnten eigentlich nur Exzellenz selber beantworten!

Goethe. Was? Ich selber? Sie, da bringe Se mich uff e Idee! Da wolle mer mal n' kleine Jokus aufführe. Ich wer die Prüfung für Ihne mache. Ich wer mich in Ihne verwandle! Da wird emal der Schüler mehr wisse wie die Herre Lehrer! Alle wern glaube, Sie sind's und derweil wer ich dastehe und alle Frache großartig beantworte. Wenn irchend jemand das Zeich weiß, so bin ich's doch! Vergnügt. Das Zeichnis werd sich gewasche hawwe!”

 

 

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Egon Friedell (21 januari 1878 – 16 maart 1938)

Egon Friedell als Goethe 

 

 

 

De Amerikaanse schrijver en letterkundige Louis Menand werd geboren op 21 januari 1952 in Syracuse, New York. Zie ook alle tags voor Louis Menand op dit blog.

 

Uit: The Marketplace of Ideas

 

“It is easy to see how the modern academic discipline reproduces all the salient features of the professionalized occupation. It is a self-governing and largely closed community of practitioners who have an almost absolute power to determine the standards for entry, promotion, and dismissal in their fields. The discipline relies on the principle of disinterestedness, according to which the production of new knowledge is regulated by measuring it against existing scholarship through a process of peer review, rather than by the extent to which it meets the needs of interests external to the field. The history department does not ask the mayor or the alumni or the physics department who is qualified to be a history professor. The academic credential is non-transferable (as every Ph.D. looking for work outside the academy quickly learns). And disciplines encourage—in fact, they more or less require—a high degree of specialization. The return to the disciplines for this method of organizing themselves is social authority: the product is guaranteed by the expertise the system is designed to create. Incompetent practitioners are not admitted to practice, and incompetent scholarship is not disseminated.”

 

 

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Louis Menand (Syracuse, 21 januari 1952)

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver Imre Madách werd geboren op 21 januari 1823 in Dolná Strehová in het huidige Slowakije. Zie ook alle tags voor Imre Madách op dit blog.

 

Uit: Die Tragödie des Menschen

 

„Die Schutzgeister der Gestirne sind vorübergezogen.

ERZENGEL GABRIEL.

Der du den wüsten Raum gemessen,

Indem du ihn mit Stoff erfüllet,

Wodurch sich Größe und Entfernung

Hat auf dein weises Wort enthüllet,

Hosanna dir, Gedanke!

Wirft sich nieder.

ERZENGEL MICHAEL.

Die du das ewig Wandelbare

Mit dem Beständigen vermähltest,

Indem für Zeit und Ewigkeiten

Du Art und Einzelwesen wähltest,

Dir keusche Kraft, Hosanna!

Wirft sich nieder.

ERZENGEL RAFAEL.

Die du zur Quelle frischer Freuden

Bewußtsein gabst dem trägen Stoffe,

Daß deiner Weisheit teilhaft werde

Die weite Welt und Segen hoffe,

Hosanna dir, o Güte!

Wirft sich nieder.

Pause.

DER HERR.

Und Lucifer du schweigst, stehst mürrisch da,

Kannst nicht ein Wort zu meinem Lobe finden!

Vielleicht gefällt dir nicht, was ich erschuf?”

 

 

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Imre Madách (21 januari 1823 – 5 oktober 1864)

 



De Duitse dichter en schrijver Ludwig Jacobowski werd geboren op 21 januari 1868 in Strzelno (Strelno). Zie ook alle tags voor Ludwig Jacobowski op dit blog.

 

 

Großstadt-Lärm

 

Wo bist du, stilles Ackerland,

vom bittern Tagewerk ermüdet,

du grenzenloser Himmelsrand,

von treuen Sternen eingefriedet?

 

O draußen, wo die Nacht sich senkt,

auf Gärten, Heide, Wald und Fluren,

und locker in den Ästen hängt

ein Hauch von Dampf und Silberspuren.

 

Hier schleiche ich die Mauern lang,

die droh’n auf mich herabzufallen.

Nachtschwärmer kreuzen meinen Gang

Und taumeln in durchlärmten Hallen.

 

Gejohle aus dem Kellerloch,

bis an die Dächer ein Gebrause, -

o Land der Stille, hol mich doch,

hol den Gefangenen nach Hause.

 

 

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Ludwig Jacobowski
(21 januari 1868 – 2 december 1900)

Strzelno




De IJslandse schrijfster Kristín Marja Baldursdóttir werd geboren op 21 januari 1949 in Hafnarfjörður. Zie ook alle tags voor Kristín Marja Baldursdóttir op dit blog.

 

Uit: Das Lachen der Seemöwe (Vertaald door Coletta Bürling)

 

“Unterwegs hörte sie aus einiger Entfernung das Klappern von hochhackigen Schuhen, war aber zu sehr mit ihren Bauchschmerzen beschäftigt, um es zu beachten. Es war ihr so egal, daß sie sich nicht einmal umdrehte, um zu sehen, wer schon so früh am Ostersonntag unterwegs war, und war bereits zuhause am Gartentor angelangt, als ihr bewußt wurde, daß die Frau ihr die ganze Zeit auf den Fersen gewesen war. Da endlich drehte sie sich um.
Als sie in eisblaue Augen blickte, erinnerte sie sich undeutlich an ein Foto und an die Beschreibung einer Frau, von der Kidda und Großmutter gesprochen hatten. Einer Frau, die angeblich eine Figur wie ein Coca-Colaflasche hatte, eine Haut wie Alabaster und Augen wie Diamanten, dunkles Haar und Lippen wie Schneewittchen. Eine Offenbarung, hatten sie gesagt. Die Frau, die dort mit halbgeschlossenen Augen vor ihr stand, das aufgesteckte Haar unter dem Hut verborgen, gertenschlank, langbeinig, und mit halbgeschlossenen Augen, konnte deswegen durchaus eine Offenbarung sein.
Agga hing wie ein Äffchen am Gartentor, die beiden musterten sich gegenseitig und schließlich fragte Agga pfiffig: Bist du die aus Ämärrika?
Ich bin Freyja, sagte die Frau leise aus zierlichem Mund.
Agga schluckte, und die Frau fragte, ob sie das Tor öffnen wolle oder ob sie darüberklettern müßte. Agga öffnete, indem sie sich mit einem Bein abstieß, und die Frau stöckelte mit einem kleinen, kantigen Koffer in der Hand auf ihren hohen Absätzen durchs Tor. Mitten auf den Stufen zum Haus drehte sie sich um und fragte: Ist Júlíana zu Hause?”

 

 

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Kristín Marja Baldursdóttir (Hafnarfjörður, 21 januari 1949)




Zie voor nog meer schrijvers van de 17e januari ook mijn blog van 17 januari 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 19:42 Reageer op dit bericht

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