Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 13 april 2013 tot 14 april 2013

Alexandre Jardin, Roman Graf, Tjitse Hofman, Péter Esterházy, Landolf Scherzer, Gabriele Stötzer

De Franse schrijver Alexandre Jardin werd geboren in Neuilly op 14 april 1965. Zie ook alle tags voor Alexandre Jardin op dit blog.

 

Uit: Bille en tête

 

“Mon père continuait à habiller de noir son existence. Son deuil interminable m'accablait chaque fois davantage. Alors, quand la coupe était pleine, je courais retrouver Clara. Sa maison riante m'accueillait à lit ouvert. Ses caresses me rassasiaient. Nous faisions l'amour à en perdre la tête pour oublier la mort de ma mère.
Chez Clara, c'était mieux qu'une auberge espagnole. On y trouvait plus que ce qu'on y apportait. J'apportais mes seize ans, et j'y trouvais l'amour, le vrai.

(...)

 

“Sur le chemin du retour, bercé par les cahots ferroviaires, je pensais à toi, l'Arquebuse. Ta mort ferait de moi un riche héritier en rillettes et autres cochonnailles ; mais tu me laisserais longtemps le regret de tes sourires. Pour la première fois, tu m'apparus égoïste; car enfin, tes retrouvailles avec le bon Dieu étaient bien jolies, mais qu'allais-je faire de mes pleurs? Tu ne serais plus là pour les sécher. Grand-mère irresponsable, tu n'avais pas songé qu'en mourant tu me léguerais aussi de la tristesse. Voilà ce que c'est que les vieux. Et, chose plus cruelle encore, tu me forçais à étouffer mes larmes ; car pleurer aurait été te trahir. Pourtant, le jour de ta mort, je te ferais cette infidélité. L'espace de quelques sanglots, je me laisserais chialer, tu m'entends, oui chialer comme un enfant. Mais rassure-toi, ce sera très bref. Je te promets d'être heureux et de rire aux éclats à la sortie de ton enterrement. Sitôt la grille du cimetière franchie, je m'engage même à basculer une fille dans une meule de foin. On fera l'amour à ta santé ; ça ne sera pas triste ; je le jure sur ta tête.”

 

 

1374199-a822e97a31bf6cdacc1469b325edae91.jpg 

Alexandre Jardin (Neuilly, 14 april 1965)

 

 

 

 


De Zwitserse dichter en schrijver
Roman Graf werd geboren geboren op 14 april 1978 in Winterthur, Zwitserland. Zie ook alle tags voor Roman Graf op dit blog.

 

 

Neuer Tag

 

Nacht
Lebt in den Tag hinein.
Welt im Traum
Beginnt mich zu verlassen.
Ich muss jetzt selbst erschaffen.
Liege fest im warmen Laken.
Wer dreht die Heizung auf,
Wo ist der Abend hin.
Ich zieh mich an.
Die Arbeit geht nicht aus.

 

 

 

Der Anfang eines Tages

 

Augen auf, der Tag da. Dein Herz
Nicht eingeschlafen in der Nacht.
Und du – wieder kein Zar.
Wie immer (zwanzig Jahre) „Gepuffte Weizenkost“,
Während draussen das Gold der Sonne.
Du stehst im März eines Jahres.
Die Pflanzen fangen an zu blühen
Und Blätter. Welt noch nicht untergegangen.
Hält im Gleichgewicht. Zuhause die Arbeit,
Ein Gedicht verficht irgendetwas.
Was wolltest du denken?
Tee beruhigt die Gedanken.
Trinken.

 

 

 

 1374199-506b9ee50d841b78da53edef587d65a5.jpg

Roman Graf (Winterthur, 14 april 1978)

 

 

 

 

 

De Nederlandse dichter Tjitse Hofman werd geboren in Assen op 14 april 1974. Zie ook alle tags voor Tjitse Hofman op dit blog.

 

 

HOOI

Zij bloeide
het was de tijd van hooi
van werken en insecten
 
Het was de tijd van zoet
het zoemen van bloesem
zweet en stof
 
Van wagens lossen
en later op de zolder
de kat en haar kroost.

 

 

 

Allerliefste

Wat ik
het liefste
het aller
allerliefste

Ben jij
in je blote
in je onvergrote
blote

Je onvergrote
Blozende
blootste jij

Dat staat je
het mooiste
het aller
allermooiste

het allerblootste
mooie blozende
bloot zo mooi
ben jij.

 

 

 

1374199-375a627898f87404599ca98e924e69b6.jpg
Tjitse Hofman (Assen, 14 april 1974)

 

 

 

 

 

De Hongaarse schrijver Graaf Péter Esterházy van Galántha werd geboren in Boedapest op 14 april 1950. Zie ook alle tags voor Péter Esterházy op dit blog.

 

Uit: Celestial Harmonies (Vertaald door Judy Sollosy)

 

“Green peppers or tomatoes stuffed with cottage cheese and dill, or just a boiled onion with mayonnaise, canned liver paté tuned up with sour cream and thyme - something. For the sake of appearances. Our mother could make something out of almost nothing. No, not just something, but something beautiful. In every sphere of life she was at war with anything ugly, anything that lacked shape. Hard semolina pudding from goat's milk and grits, which she then flattened out, baked, cut into rounds, then she stacked them up with jam between the layers. This was the Tower of Babel. We could talk to our heart's delight then, partly pure nonsense, partly gibberish (obvious wisdom). Duck sans orange. Who wants more sansorange? (Déclassé humor.) In short, hors d'oeuvres and dolce. La dolce vita.
"A little dolce? Pur la bon buss."
This double sentence was always forthcoming, as if we had to choose.
But there was no denying the tomato juice with pepper, nutmeg, ginger and ground orange peel, when available. We loved it. Our friends make faces and pushed the plate away.
"You're putting on airs!"
When it came to food, there might have been a touch of the précieux in us. We were proud of our taste buds.”

 

 

1374199-b1aa46c2c20a94d18ba7e47976317f4d.jpg 

Péter Esterházy (Boedapest, 14 april 1950)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver Landolf Scherzer werd geboren op 14 april 1941 in Dresden. Zie ook alle tags voor Landolf Scherzer op dit blog.

 

Uit: Urlaub für rote Engel: Reportagen

 

“Ich kenne sie als Mitarbeiterin vom Rat des Bezirkes. Sie war unter anderem für die Schriftsteller verantwortlich. Sie nahm regelmäßig an den Sitzungen unseres Verbandes teil, und ich erinnere mich, dass sie mütterlich war. Und Staatsmacht. Am Telefon sagt sie mir, dass sie morgen in den Urlaub fahre. Parlaments- und Schulferien in Thüringen. Nachmittags müsse sie zur Stadtratssitzung, also wenn, dann solle ich sofort kommen. wöhnt, bis 60 oder 65 zu arbeiten, und dann bekam man automatisch seine Rente. Jetzt aber, dieser Bürokraten Überlebens- Schreibkram, der ängstigt viele.«
Dann würde sie noch einige sehr alte Frauen im Haus betreuen. Beispielsweise die Elisabeth Keyser, schon über 80. »Ich schaue jeden Abend nach ihr, das ist sozusagen mein Nachtgebet.« Aber wenn ich wirklich über das soziale Engagement der PDS schreiben wolle, sei ich bei ihr falsch. Da müsste ich mit der Heide Schwalbe sprechen. Die habe als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses in der Stadt ein Kinderparlament gegründet, oder mit der ehemaligen Pastorin Renate Müller, die 1990 in die PDS eingetreten sei, oder mit der Designerin Hayde-Nina Klonz, die sich nun um Häftlinge kümmere und mit ihnen im Knast Bilder male, oder mit der Else Duske, die mit anderen Genossen jeden Dienstag im Suhler Büro der Thüringer PDS-Vorsitzenden Gabi Zimmer sitze und dort Rentenantragsstellern Hilfe zur Selbsthilfe gebe. Über 5.000 wären schon dort gewesen.”

 

 

1374199-9a64aac4cb58aef776a303b193e1ff10.jpg 

Landolf Scherzer (Dresden, 14 april 1941)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Gabriele Stötzer werd geboren op 14 april 1953 in Emleben inThüringen in de toenmalige DDR. Zie ook alle tags voor Gabriele Stötzer op dit blog.

 

Uit: Ich bin die Frau von gestern

 

“Sie haben keine Gefühle füreinander. Ihre Eltern hatten keine Zeit, es ihnen zu lehren, und jetzt beschäftigt sich niemand mehr mit ihnen. Sie haben viel Zeit, denn es gibt nichts mehr zu tun. Die Landschaften sind zerstört, es lohnt sich kaum noch zu reisen. Sie setzen sich auf die Tische und machen die Beine breit. Sie sind unkeusch und zügellos, und doch weiß ich nicht, wie sie Liebe machen. Den Nutten fehlen die Freier. Und reißt sich einmal eine die Kleider vom Leib, schaut keiner hin. Vielleicht weil die Musik fehlt.
Er hätte weiter geredet. Er wäre vielleicht noch tiefer gegangen, hätte noch weiter ausgeholt. Er hätte ein terminologisch-philosophisches System aufbauen können. Er hätte mir seine Jugend erzählen können. Aber er sah mir an, dass ich den Kontakt zerbrach. Wir waren noch aus der Zeit, da man sich ohne Worte verstand. Wo ein Blick noch ein Meer war. Wir wussten das Gleiche. Wir hatten Augen, Ohren, Gefühl und Wissen. Wir hatten gehört, gesehen, gefühlt und gelebt. Wir wussten zu allem die richtigen Worte. Wir wussten das Gleiche. Wir waren stumm.”

 

 

 1374199-8c76d9a2fcb4d34a2f0d8fb93e829a73.jpg

Gabriele Stötzer (Emleben, 14 april 1953)


 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 18:52 Reageer op dit bericht

Charles Lewinsky, Helene Hübener, Roberto Schopflocher, Martin Kessel, Gerhard Rohlfs

De Zwitserse schrijver en draaiboekauteur Charles Lewinsky werd geboren op 14 april 1946 in Zürich. Zie ook alle tags voor Charles Lewinsky op dit blog.

 

Uit: Johannistag

 

“Wenn man sich der Dorfmitte nähert, rücken die Häuser näher zusammen, sie haben sich auf städtisch herausgeputzt und ihre Gärten hinter sich versteckt, als ob sie sich der Tomatenstauden schämten und der wuchernden Gurken. Wer zu den Beeten will, muss zuerst durch die Garage, die früher mal eine Scheune war, und bevor er wieder auf die Straße hinausgeht, wechselt er die Schuhe. Die Grundstücke sind durch immer neue Erbteilungen verwinkelt und verzahnt; man kennt seine Nachbarn, wenn man hier wohnt, hat ihnen seit Generationen in die Fenster gesehen und in die Geschichten.

Man hat mir zum Beispiel (das wird Dir gefallen) von einem Mann erzählt, der konnte sich zwischen zwei Schwestern nicht entscheiden, heiratete schließlich die eine und nahm die andere mit ins Haus, und immer, wenn die ledige schwanger war, musste sich die verheiratete den Bauch ausstopfen, um das Kind später als ihr eigenes ausgeben zu können. Ich habe die Geschichte gehört, als ob sie sich gestern ereignet hätte oder vorgestern, aber als ich Genaueres wissen wollte, stellte sich heraus, dass sie im letzten Jahrhundert spielt. Wie der Mann geheißen hat und seine zwei Frauen, das wusste man nicht mehr zu sagen, aber das Haus, in dem die beiden immer abwechselnd ihre Kinder geboren haben, das konnte man mir noch zeigen.

Die Leute in diesen Häusern sind anders als die am Rande des Dorfes, obwohl es nur ein paar Schritte dahin sind, bürgerlicher, sie haben Jobs irgendwo in der Umgebung, oder sie ziehen sich

zumindest an, als ob sie Arbeit haben würden, wenn sich nur welche finden ließe. Am Morgen fahren sie mit ihren Autos weg, lassen die grün lackierten Scheunentore offen stehen, so dass man die Stapel mit den Mineralwasser kisten sehen kann und die sauber aufgeräumte Werkbank, am Abend kommen sie wieder zurück, aus ihren Küchen riecht es nach Zwiebeln und Knoblauch, und wenn man später noch einmal vorbeigeht, flackern die Fernsehschirme hinter den Fenstern.”

 

 

1374197-90716091b44b9cbac363c06a2057d247.jpg 

Charles Lewinsky (Zürich, 14 april 1946)

 

 

 


De Duitse schrijfster
Helene Hübener werd geboren op 14 april 1843 in Sternberg. Zie ook alle tags voor Helene Hübner op dit blog.

 

Uit: Es muß doch Frühling werden

 

“Der Unwille legte sich sofort, als es den fremden Herrn erblickte.

„Verzeihen Sie“, stotterte es errötend, „ich dachte, es wäre einer von unsern Jungen; sie wissen, dass die Eltern um diese Zeit schlafen, vergessen es aber oft – und da wollte ich schelten!“

„Nun, da schelten Sie nur“, sagte Herr von Buchwald lächelnd. „Wir haben’s verdient, wenn wir die Eltern gestört haben, und werden später wieder reinschauen.“

Das junge Mädchen, das mit klugen Augen die Sache durchschaut hatte, dachte sich wohl, dass der Junge zu den Eltern in Pension gebracht werden solle, und da sie wünschten, zu drei Pflegesöhnen noch einen vierten bei sich aufzunehmen, sagte sie mit gewinnender Stimme:

„Nein, fortlassen darf ich Sie nicht, da würde der Papa ungehalten sein. Bitte, wollen Sie eintreten?“

Herr von Buchwald betrat einen geräumigen hellen Vorsaal, der, nach dem Büfett und dem großen Esstisch zu urteilen, als Speisezimmer diente. Das junge Mädchen hatte augenscheinlich hier mit Näharbeit gesessen. Sie war noch in ihrer Hand, auch war es Herrn von Buchwald nicht entgangen, dass es eine geplatzte Weste war, die von der kunstfertigen Hand des kleinen Blondkopfes wiederhergestellt wurde. „Ein gutes Zeichen“, dachte er, „hier flicken sie für die Pensionäre.“ Was ihn weiter angenehm berührte, war die einfache und äußerst sauber gehaltene Wohnung. Das junge Mädchen öffnete die Tür des Besuchszimmers und ließ die Fremden mit der Versicherung hinein, der Papa würde gleich kommen. Während

Herr von Buchwald gern die schneeweißen Gardinen, die blanken Fenster, die blühenden, wohlgepflegten Blumen btrachtete und von da seine Blicke auf gute Kupferstiche und Photographien schweifen ließ, sagte er sich: „Hier weht gesunde Luft, innerlich und äußerlich, Gott gebe, dass ich mich nicht täusche.“

 

 

1374197-a04759f325d449392fe408c01eadb5ff.jpg
Helene Hübener (14 april 1843 – 5 juni 1918)

Sternberg, markt

 

 

 

 

 

De Duits-Argentijnse schrijver Robert Schopflocher werd geboren op 14 april 1923 in Fürth. Zie ook alle tags voor Roberto Schopflocher op dit blog.

 

Uit: Weit von wo

 

“Ich kann mich nur einer einzigen Schikane erinnern, welche wir  über uns ergehen lassen mussten: Das Schwimmbassin durften  wir nicht gleichzeitig mit den »Ariern« benutzen. Nur am Abend

wurde uns eine kurze Badezeit bewilligt. Man könnte diese Verfügung ironisieren und von der humoristischen Seite betrachten.

Viele der von ihr Betroffenen taten dies auch. Aber gerade das ist  ja das Unheimliche: Alle nahmen wir diese uns auferlegte Demütigung als die natürlichste Sache der Welt hin. Was beweist, wie

schnell sich Unterdrückte an den Zustand ihrer Unterdrückung gewöhnen und sich deren Regeln unterwerfen. Dr. Alfred Dang, der Direktor der antifaschistischen Pestalozzi-Schule von Buenos

Aires, sah sich einmal zu seiner Bestürzung der schüchternen Frage ausgesetzt, die ein gerade aus Deutschland eingetroffenes jüdisches Emigrantenkind an ihn richtete. Der Junge wollte wis-

sen, ob es sich auf die Bank neben seinen »arischen« Mitschüler setzen dürfe. Und ein alter Nennonkel meines Vaters erkundigte sich verwundert, wie es mir als Jude eigentlich gelungen sei, in

eine staatliche Landwirtschaftsschule aufgenommen zu werden.

Als unser Schiff die deutschen Hoheitsgewässer hinter sich gelassen hatte, atmeten die jüdischen Emigranten erleichtert auf und beglückwünschten sich einander, weil sie dem Hitlerterror

entronnen waren. Vermutlich haben sich bei einer solchen Gelegenheit auch die knapp zwei Jahre später ausreisenden Passagiere zugeprostet, nicht ahnend, dass sie sich auf einer Irrfahrt befanden, auf einem jener Gespensterschiffe, die einen Hafen nach dem andern anlaufen würden, in der vergeblichen Bemühung, sich seiner dem Tod geweihten Menschenfracht zu entledigen.”

 

 

1374197-23cec1cfa71d4323194791f76b8421f1.jpg 

Robert Schopflocher (Fürth, 14 april 1923)

 

 

 

 


De Duitse dichter en schrijver
Martin Kessel (eig. Hans Brühl) werd geboren op 14 april 1901 in Plauen (Vogtland). Zie ook alle tags voor Martin Kessel op dit blog.

 

 

Aphorismen

 

 

"Die Jugend verachtet die Folgen; darauf beruht ihre Stärke."

 

 

"Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, daß man recht haben und ein Idiot sein kann."

 

 

"Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot. Diese gibt es aber doch: ausgestorben."

 

 

"Man ist in dem Maße zur Freiheit reif als man zur Selbstkritik fähig ist."

 

 

 

1374197-7a2140693f732bbcc9d420b3e73a614c.jpg 
Martin Kessel (14 april 1901 – 14 april 1990)

 

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en Afrikareiziger Gerhard Rohlfs werd geboren op 14 april 1831 in Vegesack bij Bremen. Zie ook alle tags voor Gerhard Rohlfs op dit blog.

 

Uit: Mein erster Aufenthalt in Marokko und Reise südlich vom Atlas durch die Oasen Draa und Tafilet


„
Wie ganz anders ist die gegenüberliegende spanische Küste, grüne, wein- und olivenumrankte Berge, überall Städte, freundliche Villen und Dörfer, kleine Schiffe, die den Küstenverkehr vermitteln; man kann keinen grösseren Gegensatz denken.

Gegen Abend desselben Tages verliessen wir die Küste, ohne sie jedoch ganz aus den Augen zu verlieren, und hielten auf Gibraltar, welches noch Nachts erreicht wurde. Bis zum folgenden Mittag ruhte der Dampfer, sodann wurde die Meerenge durchschnitten und wir waren um 3 Uhr vor Tanger. Zahlreiche Jollen waren gleich vorhanden, uns Passagiere aufzunehmen, die jetzt ausser mir fast nur noch aus Bewohnern des Landes Marokko bestanden. Eine Jolle war bald gefunden, aber man kann auch mit diesen kleinen Fahrzeugen nicht unmittelbar ans Land kommen, sondern bedarf dazu eines Menschen, der einen heraustragen muss. Bei sehr flachem Strande ist nämlich die Brandung so stark, dass die Böte dort nicht anlegen können. Ich miethete einen kräftigen Neger, der mich rittlings auf seinen Schultern vom Boote aus ans Land trug.

Für einzelne Reisende sind die Douane-Schwierigkeiten nicht lästig, zumal für mich, da mein Pass bekundete, dass ich unter englischem Schutze stände. Die Dragomanen der verschiedenen Consulate fragen die gelandeten Fremden nach ihrer Nationalität, und als ich meinen Bremer Pass in die Hände eines vornehm aussehenden Juden legte, des Dolmetsch des englischen Generalconsulates, waren im Augenblick alle Schwierigkeiten beseitigt. Die Hansestädte standen dazumal unter grossbritanischem Schutze, während Preussen sich durch Schweden vertreten liess.

Ein Absteigequartier war auch bald gefunden, das Hôtel de France, welches von einem Levantiner Franzosen gehalten wurde, ein reizendes Haus, in ächt maurischem Style. Von einem früheren Gouverneur Stadt erbaut, gehörte dasselbe jetzt der marokkanischen Regierung, der Eigenthümer der Gastwirthschaft hatte es nur miethweise.”

 

 

1374197-77c4dc03696fece99563f5df71fdf8ce.jpg
Gerhard Rohlfs (14 april 1831 – 2 juni 1896)

Tafilet 

Geschreven door Romenu om 18:48 Reageer op dit bericht

Nachoem Wijnberg, Saskia Noort, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Samuel Beckett

De Nederlandse dichter en schrijver Nachoem Mesoelam Wijnberg werd geboren in Amsterdam op 13 april 1961. Zie ook alle tags voor Nachoem Wijnberg op dit blog.

 

 

Huis bij de rivier

 

Kinderen mogen van hem spelen
op de begraafplaats naast zijn huis

of mogen daar stil zijn
en bloemen neerleggen op de graven

en mogen de volgende dag op school zeggen: 'Luister,
gisteren legde ik bloemen neer op het graf van je oma.'

Huis bij de rivier.
Vissen in de rivier.

 

 

 

Wat ik hoor

 

Dat is wat ik gehoord heb,
het is mij verteld,
maar niet als iets
wat ik niet moet vergeten.

Iets horen
van lang geleden,
alsof voor alles geldt
dat het altijd nog kan komen.

Wat begint met
een langzame golf,
een deur die opengaat,
wil iemand naar binnen?

Wat ik mij herinner
is wat mij verteld is,
langzaam overeind komen
en golven komen door de schemering, van wat?

 

 

 

1373553-0a1c71b7115d2c6163086d8393ab92d8.jpg 

Nachoem Wijnberg (Amsterdam, 13 april 1961)

 

 

 

 

 

De Nederlandse schrijfster, freelance journaliste en columniste Saskia Noort werd geboren in Bergen op 13 april 1967. Zie ook alle tags voor Saskia Noort op dit blog.

 

Uit: 40

 

“Zomervakantie

Het ligt op de bank en het hangt. Rara wat is dat? Mijn zoon in zijn favoriete zomervakantiepositie. Vriendjes zijn op vakantie, buiten kletteren de verfrissende zomerbuitjes al dagenlang tegen de ruiten, alle computerspelletjes zijn gespeeld, alle dvd’s bekeken, alle scheten uitgewisseld per MSN,alle ijsjes opgegeten, alle ballen lek. Tennissen? Bleh. Een boswandeling? Gadver. Naar de storm kijken aan het strand? Dûh. Museumpje pakken in Amsterdam? Kots-kots.
Het hangt ondersteboven,voeten over de rugleuning, chips malend onderuit en die enkele vriend die hij op heeft weten te snorren, hangt ernaast. Giebelend. Ruftend. Boerend. Neuspeuterend. Alles omvermaaiend met hun onhandige knokige ledematen. Overal commentaar op leverend met hun verveelde, overslaande stemmen. Ja hoor, mam, wat zie je eruit. Jezus, pap, doe even normaal. En naar bed gaan ze ook al helemaal nooit meer. Met hun alles horende oren hangen ze om je heen, met hun allesziende ogen registreren ze ieder non-verbaal bericht, Big Kid Is Watching You, en een beetje ruziemaken, laat staan seksen is er niet meer bij. Jullie gaan toch niet scheiden, hè? Jullie gaan toch niet vrijen, hè?”

 

 

 1373553-eb6c8c1ba4415ad06281690929e37cc0.jpg

Saskia Noort (Bergen, 13 april 1967)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver Jean-Marie Gustave Le Clézio werd geboren op 13 april 1940 in Nice. Zie ook alle tags voor Jean-Marie Gustave Le Clézio op dit blog.

 

Uit: In the forest of paradoxes (Vertaald door  Alison Anderson)

 

“Why do we write? I imagine that each of us has his or her own response to this simple

question. One has predispositions, a milieu, circumstances. Shortcomings, too. If we are

writing, it means that we are not acting. That we find ourselves in difficulty when we are faced with reality, and so we have chosen another way to react, another way to communicate, a certain distance, a time for reflection.

If I examine the circumstances which inspiredme to write–and this is not mere self-indulgence, but a desire for accuracy–I see clearly that the starting point of it all for me was war. Not war in the sense of a specific time of major upheaval, where historical events are experienced, such as the Frenchcampaign on the battlefield at Valmy, as recounted by Goethe on the German side and my ancestor François on the side of the armée révolutionnaire.

That must have been a moment full of exaltation and pathos. No, for me war is what civilians experience, very young children first and foremost. Not once has war ever seemed to me to be an historical moment. Wewere hungry, we were frightened, we were cold, and that is all. I remember seeing the troops of Field Marshal Rommel pass by under my window as they head

ed towards the Alps, seeking a passage to the north of Italy and Austria. I do not have a particularlyvivid memory of that event.

I do recall, however, that during the years which followed the war we were deprived of everything, in particular books and writing materials. For want of paper and ink, I made my first drawings and wrote my first texts on the back of the ration books, using a carpenter’s blue and red pencil. This left me with a certain preference for rough paper and ordinary pencils. For want of any children’s books, I read my grandmother’s dictionaries. They were like a marvellous gateway, through which I embarked on a discovery of the world, to wander and daydream as I looked at the illustrated plates, and the maps, and the lists of unfamiliar words.”

 

 

1373553-e235eabaec0d5ba8ada9120b55157a78.jpg 

Jean-Marie Gustave Le Clézio (Nice, 13 april 1940)

 

 

 

 

 

De Ierse (toneel)schrijver en dichter Samuel Barclay Beckett werd geboren in Foxrock, Dublin op 13 april 1906. Zie ook alle tags voor Samuel Beckett op dit blog.

 

Uit: Waiting for Godot

 

“VLADIMIR:

Boots must be taken off every day, I'm tired telling you that. Why don't you listen to me?

ESTRAGON:

(feebly). Help me!

VLADIMIR:

It hurts?

ESTRAGON:

(angrily). Hurts! He wants to know if it hurts!

VLADIMIR:

(angrily). No one ever suffers but you. I don't count. I'd like to hear what you'd say if you had what I have.

ESTRAGON:

It hurts?

VLADIMIR:

(angrily). Hurts! He wants to know if it hurts!

ESTRAGON:

(pointing). You might button it all the same.

VLADIMIR:

(stooping). True. (He buttons his fly.) Never neglect the little things of life.

ESTRAGON:

What do you expect, you always wait till the last moment.

VLADIMIR:

(musingly). The last moment . . . (He meditates.) Hope deferred maketh the something sick, who said that?

ESTRAGON:

Why don't you help me?”

 

 

 

 1373553-d7a1be555342051c3f5385c3999a9cca.jpg

Samuel Beckett (13 april 1906 - 22 december 1989)
Scene uit „Waiting For Godot, Studio 54, New York, 2009




Zie voor nog meer schrijvers van vandaag ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 12:07 Reageer op dit bericht

Seamus Heaney, Stephan Hermlin, Orhan Veli, Tim Krabbé

De Ierse dichter Seamus Heaney werd op 13 april 1939 te County Derry, Noord-Ierland, geboren. Zie ook alle tags voor Seamus Heaney op dit blog.

 

 

The Harvest Bow

 

As you plaited the harvest bow
You implicated the mellowed silence in you
In wheat that does not rust
But brightens as it tightens twist by twist
Into a knowable corona,
A throwaway love-knot of straw.

Hands that aged round ashplants and cane sticks
And lapped the spurs on a lifetime of game cocks
Harked to their gift and worked with fine intent
Until your fingers moved somnambulant:
I tell and finger it like braille,
Gleaning the unsaid off the palpable,

And if I spy into its golden loops
I see us walk between the railway slopes
Into an evening of long grass and midges,
Blue smoke straight up, old beds and ploughs in hedges,
An auction notice on an outhouse wall—
You with a harvest bow in your lapel,

Me with the fishing rod, already homesick
For the big lift of these evenings, as your stick
Whacking the tips off weeds and bushes
Beats out of time, and beats, but flushes
Nothing: that original townland
Still tongue-tied in the straw tied by your hand.

The end of art is peace
Could be the motto of this frail device
That I have pinned up on our deal dresser—
Like a drawn snare
Slipped lately by the spirit of the corn
Yet burnished by its passage, and still warm.

 

 

 

Postscript

 

And some time make the time to drive out west
Into County Clare, along the Flaggy Shore,
In September or October, when the wind
And the light are working off each other
So that the ocean on one side is wild
With foam and glitter, and inland among stones
The surface of a slate-grey lake is lit
By the earthed lightening of flock of swans,
Their feathers roughed and ruffling, white on white,
Their fully-grown headstrong-looking heads
Tucked or cresting or busy underwater.
Useless to think you'll park or capture it
More thoroughly. You are neither here nor there,
A hurry through which known and strange things pass
As big soft buffetings come at the car sideways
And catch the heart off guard and blow it open.

 

 

 

1373549-cee3b7f1c92f5111614850a3e990e571.jpg 

Seamus Heaney (County Derry, 13 april 1939)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Stephan Hermlin werd als zoon van joodse immigranten geboren op 13 april 1915 in Chemnitz Zie ook alle tags voor Stephan Hermlin op dit blog.

 

Uit: Abendlicht

 

“Seit ich zum erstenmal "Tausendundeine Nacht" gelesen hatte, drang immer die gleiche rubinene Glut aus der Nacht der Basare, lief der gleiche kleine Wasserverkäufer durch die schweren Schlagschatten, stand die gleiche unsichtbare Sonne an einem tiefblauen Himmel über der Morgenkühle in den Häuserschluchten. Umgeben von Armut und Verfall und dem Einbruch einer widerwärtigen Technik stand ich lange neben den Märchenerzählern an den Straßenecken. Ihre Sprache verstand ich nicht; nur in den Augen ihrer zerlumpten Zuhörer lebten die Bilder und Gestalten meiner Kindheit. Lange suchte ich nach einem Licht, das ich einmal deutlich gesehen hatte. Ich habe es nicht gefunden.
Mit dreizehn Jahren las ich zufällig das "Kommunistische Manifest"; es hatte später Folgen. Mich bestach daran der große poetische Stil, dann die Schlüssigkeit des Gesagten. Zu den Folgen gehörte, daß ich es mehrmals las, im Laufe der Jahre sicher zwei dutzendmal. In drei Ländern hörte ich bei meinem Lehrer Hermann Duncker Vorlesungen über das Manifest; Duncker, der das Werk vom ersten bis zum letzten Wort hätte auswendig hersagen können, gehört zu jenen nicht mehr Lebenden, die noch mit Tränen der Ergriffenheit in den Augen über marxistische Theorie sprachen. Das berühmte Werk führte mich zu schwierigeren, umfangreicheren Schriften der marxistischen Literatur, aber ich kehrte immer wieder auch zu ihm zurück. Längst schon glaubte ich, es genau zu kennen, als ich, es war etwa in meinem fünfzigsten Lebensjahr, eine unheimliche Entdeckung machte. Unter den Sätzen, die für mich seit langem selbstverständlich geworden waren, befand sich einer, der folgendermaßen lautete: "An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung aller die Bedingung für die freie Entwicklung eines jeden ist." Ich weiß nicht, wann ich begonnen hatte, den Satz so zu lesen, wie er hier steht. Ich las ihn so, er lautete für mich so, weil er meinem damaligen Weltverständnis auf diese Weise entsprach. Wie groß war mein Erstaunen, ja mein Entsetzen, als ich nach vielen Jahren fand, daß der Satz in Wirklichkeit gerade das Gegenteil besagt: "... worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist."

 

 

 1373549-513ebd1822df9837e2aa97038476bf50.jpg

Stephan Hermlin (13 april 1915 – 6 april 1997)

Hier met de Albanese schrijver Zihni Sako (rechts) op een congres in 1952

 

 

 

 


De Turkse dichter
Orhan Veli (eig. Orhan Veli Kanık) werd geboren op 13 april 1914 in Izmir. Zie ook alle tags voor Orhan Veli op dit blog.

 

 

MY TREE

 

If there were other trees
in our neighbourhood
I would not love you so.
But if you knew
how to play backgammon with me
I would love you even more.

O beautiful tree!
When you die
I hope we'll have moved
to another neighbourhood.

 

 

 

 

FOR FREE

 

We are living for free;
The air's for free, the clouds are for free,
hills and dales are for free.
Rain and mud are for free.
The outside of cars,
the foyers of movie-houses,
shop-windows are for free.
It's not the same as bread and cheese -
but salt-water is for free.

 

Freedom will cost you your life,
but slavery is free - somewhere -
to anyone who wants it.
We are living for free.
For free.

 

 

 

THE TRAM-DRIVER

 

He looks in front of him all the time.
He doesn't smoke.
He is
a wonder!

 

 

 

Vertaald door Murat Nemet-Nejat e.a.

 

 

 

1373549-2fa7d963bcf19d09583b7edaefea3baf.jpg 

Orhan Veli (13 april 1914 – 14 november 1950)

 

 

 

 


De Nederlands schrijver en schaker
Tim Krabbé werd geboren in Amsterdam op 13 april 1943. Zie ook alle tags voor Tim Krabbé op dit blog.

 

Uit: Vertraging

 

„Met zijn zaklantaarn scheen hij langs de bomenrij, maar ineens was het alsof zijn licht geweldig aangloeide. Hij keek om: het waren de koplampen van een auto die vlakbij stilhield. Hij deed zijn lantaarn uit. Een deur sloeg, er klonken stemmen, lichtbundels van lantaarns zochten tussen de bomen en verblinden hem.

'Blijf staan!' zei een stem.

Hij stak zijn handen in de lucht en begon voorzichtig naar het licht toe te lopen. De Bundels weken uit zijn ogen, en hij zag twee mannen. Ze hadden uniformen aan, en op hun auto stond POLICE.

'Ze is hier,' zei hij.

'Wie is hier.'

'Madame Twenty. Ze moet hier zijn. Ik zoek haar al de hele tijd, maar ik kan haar niet vinden. Ik ben Jacques Bekker, de Nederlandse quizmaster.'

Hij werd achter in de auto gezet, de politiemannen vroegen per radio om versterking, en toen die er was, en men op zijn aanwijzingen het lichaam van Moniek gevonden had werd hij naar Strobe gebracht. Onderweg, zo zouden de politiemannen later op de avond aan de toegestroomde pers vertellen, herhaalde hij voordurend dat hij een lafbek was die voor eeuwig zijn kans had gemist.“

 

 

1373549-e6bc21ff2f5a858beacfd0731b51e22c.jpg
Tim Krabbé (Amsterdam, 13 april 1943)

Geschreven door Romenu om 12:03 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten