Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 16 juli 2015 tot 17 juli 2015

Dolce far niente, Emily Dickinson, Rainer Kirsch, Martin R. Dean

 

Dolce far niente

 

 1791797-12b456b91263fa5761ad06b8de24f1ee.jpg
Morgen, Zon Effect, Eragny door Camille Pissarro, 1899

 

 

Uit : Complete Poems. 1924, Part Two: Nature

V

THE SUN just touched the morning;     
The morning, happy thing,       
Supposed that he had come to dwell,   
And life would be all spring.     
She felt herself supremer,—           
A raised, ethereal thing;           
Henceforth for her what holiday!          
Meanwhile, her wheeling king  
Trailed slow along the orchards
His haughty, spangled hems,          
Leaving a new necessity,—     
The want of diadems!  
The morning fluttered, staggered,        
Felt feebly for her crown,—     
Her unanointed forehead                 
Henceforth her only one.

 

 1791797-0613e6ea23dfca71b54712cb2e5ec057.jpg
Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Amherst. The Homestead (nu museum), gebouwd rond 1813. Hier werd Emily geboren.

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rainer Kirsch werd geboren op 17 juli 1934 in Döbeln. Zie ook alle tags voor Rainer Kirsch op dit blog en ook mijn blog van 17 juli 2010.

 

 

Ausflugmachen

Na, wohin gehts?
In den Eichenwald, in den Eichenwald
Der graue Kuckuck ruft dort bald.
Wünsch eine gute Fahrt!

Na, wohin gehts?

In den Fichtenwald, in den Fichtenwald
Wo Goldhahns und Kreuzschnabels Stimmlein schallt.

Wünsch eine gute Fahrt!

Na, wohin gehts?

In den Buchenwald, in den Buchenwald
Dort pfeift der warme Wind so kalt
Dort schmeckt die Luft so seltsam süß.
Dort riechts so stark nach Paradies
Dort ist der schwarze Rauch zu sehn
Dort pfeift der Wind, der Rauch bleibt stehn
Dort weht der Wind schon siebzehn Jahr
Dort schreit der Rauch wohl immerdar.

Wünsch eine gute Fahrt!

 

 

 

Da ging die Zeit, und sonst kein Weg

Da ging die Zeit, und sonst kein Weg: die Zeiger
Stehn schon verkehrt, wohin du dich auch drehst
Und spiele ich den Redner oder Schweiger
Du gehst bloß gut, wo du bloß besser gehst

Und schöner liegst, und aufgehst, mir, Gestirn
Das, soviel auch eröffnet, nicht erkannt ist
In schneller wechselnden Phasen, die wir irrn
Seit gestern weißt du fünfmal, wo dein Land ist

Das ich dir aufheb unter der Lippen Schimmer
Daß du ans gleiche Ufer keinmal steigst
Die Rotation verhält, wenn du dich neigst
Und stürzt, denn du bist gut : Das war das Zimmer

Zwölf Meter im Quadrat, ein Laken, Wein
Und über uns das Weltall fällt nicht ein.

 

 1791797-8b6d022c162b6f9436ae0c3c45443a15.jpg
Rainer Kirsch (Döbeln, 17 juli 1934)

 

 

 

De Zwitserse schrijver Martin R. Dean werd geboren op 17 juli 1955 in Menziken Aargau. Zie ook alle tags voor Martin R. Dean op dit blog en ook mijn blog van 17 juli 2010.

Uit:Falsches Quartett

“Lucas Brenners Gymnasium, so sagten einige, lag dem Himmel näher als der Hölle. Außerhalb der Stadt thronte der Bau verborgen hinter Linden, Eichen und Buchen auf einem Hügel. Im Winter leuchtete der knochenbleiche Sandstein zwischen den Stämmen hindurch, das Licht aus den Bibliotheksfenstern fiel auf den beschneiten Kiesplatz, an dessen Peripherie eine Gruppe alter Bäume in einen Wald überleiteten, der sich wie eine dunkle Zunge ins Tal erstreckte. An Sommertagen sah man in der Ferne die Solitude, die Ruine des klassizistischen Gebäudes inmitten des dichten, von einem Fluss geteilten Waldes. Die Solitude war eine Brache Land, ein Stück gefallener Himmel, wo die Schüler an den Wochenenden ihren Trieben freien Lauf ließen.
Der Eingang des Gymnasiums bestand aus einer massiven, noch aus dem vorletzten Jahrhundert stammenden Holztür, deren zwei schwere Flügel abends vom freundlichen Zerberus Koni Wyss geschlossen wurden. Wer drin war, hatte es geschafft, ebenso, wer heil wieder herauskam.
Das Gymnasium zählte ungefähr tausendeinhundert strebende, irrende oder verlorene Seelen. Es galt als Hort der Besten in der Region und hielt mit seinem Elitebewusstsein nicht hinter dem Berg. Seit sich die Rahmenbedingungen im Bildungswesen verschlechterten, propagierte Rektor Lorenz Lichtsteiger eine antizyklische Haltung und bläute jeder Schülerin und jedem Schüler ein, sich als Teil einer gesellschaftlichen Elite zu begreifen: Das Gymnasium sei der beste Ort für den Erwerb einer soliden Bildung, die als Investition in die Zukunft zu verstehen sei. Rudi, der Witzigste im Lehrerkollegium, veränderte Lichtsteigers Satz vor der Kaffeemaschine dahingehend, dass das Gymnasium der beste Umschlagplatz für neueste und teuerste Designerdrogen sei. Ebenso gefragt sei es als Sammelplatz nächtlicher Besäufnisse, im Sommer ein Idyll für klebrige Stelldicheins, was die im Wäldchen herumliegenden und bis auf den Kiesplatz verstreuten Präservative beweisen würden.“

 

 1791797-c7b557a9ae403ffc79c9228c4b7ac8fd.jpg
Martin R. Dean (Menziken, 17 juli 1955)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 17e juli ook mijn blog van 17 juli 2013 en ook mijn blog van 17 juli 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:54 Reageer op dit bericht

Lilian Loke

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Duitse schrijfster Lilian Loke werd geboren in 1985 in München. Loke, wiens vader uit Maleisië afkomstig is, groeide meertalig op met Duits, Engels en Kantonees. Ze studeerde aan de Ludwig Maximilian Universiteit in München Engelse literatuur, Duitse literatuur en kunstgeschiedenis. Zij werd daarna werkzaam aan de universiteit als assistente en werkte tegelijkertijd bij uitgeverijen als vertaalster. Sinds 2012 werkt ze als consultant in een Münchens PR-bureau. Voor haar literaire werk heeft ze diverse prijzen ontvangen: Zo ontving zij in 2011 een beurs voor de schrijverswerkplaats van de Jürgen Ponto Stichting, kreeg ij hetzelfde jaar de publieksprijs van het literatuurfestival “Wortspiele” in München en een literaire beurs van de stad München. In 2015 verscheen haar eerste roman “Gold in den Straßen” over de steile opkomst en snelle neergang van een makelaar in luxe vastgoed. Deze werd bekroond met de Tukan Preis en de Beierse Kunstprijs.

Uit: Gold in den Straßen

„Als er den Kopf über Wasser bringt, versucht Meyer zu schreien. aber sein Atem reicht nicht. Baumkronen. kahl und dunkel gegen den Himmel. bevor sich das Wasser wieder über ihm schließt. kalt seinen Mund ausfiillt. lm Weiher des Stadtwalds. so also. Licht bricht durch die Oberfläche. mit jeder Bewegung wird der Widerstand seiner Kleider bleierner. Ein Schmerz in der Brust, als berste etwas, bis sein Kragen Meyer plötzlich den Hals abschntirt. etwas packt ihn von hinten, zerrt ihn hoch. Auf einmal spürt er fest den Grund unter sich, eine Hand auf dem Rücken. eine Hand an der Schulter. Ihm fährt luft in die Lungen. und ein Husten zwingt ihn vorniiber, auf dem Wasser erkennt er die Spiegelung des Himmels. Der Baumkronen. seines eigenen Gesichts: ungläubig blickt er an sich herunter. Das Wasser reicht ihm kaum bis zur Brust.
Hey. alles in Ordnung mit ihnen? Dicht neben ihm im Wasser steht ein Mann. sein Blick mehr verwirrt als besorgt. Die neongrüne Sportiacke klebt ihm nass am Oberkörper. – Mein Gott, was machen Sie denn? Sie sind ja gar nicht mehr hochgekommen.
Kreislauf wohl der Kreislauf, - Meyer wischt sich über die Augen. Er zittert am ganzen Körper, je mehr er versucht. es zu unterdrücken. desto mehr zittert er. Er dachte. er ertrinke. ln dieser Pfütze von Weiher.
Los. kommen Sie. raus aus dem Wasser. Der Mann fasst ihn um die Schultern, zieht ihn von der steilen. gemauerten Uferkante am Stauwehr fort und hilft ihm die Böschung hinauf, zurück bis zum Waldweg. dann setzt er sich neben ihn auf den Boden. kippt grimmig das Wasser aus den Schuhen. - Ehrlich. wie haben Sie denn das geschafft?
Heute früh fuhr Meyer extra raus zum Laufen in den Stadtwald. wollte sich ordnen vor dem Termin mit Brink. Während er ine Runden lief, spielte er wieder und wieder die penibel geplante Besichtigungsroute für die Villa durch, neun Zimmer, drei Bäder, Einliegerwohnung für Personal, ein Parkgrundstück mit prächtigem, altem Baumbcstand. Als er vor ein paar Wochen das Haus in Kronberg für Brink akquiriert hatte, war Meyer sich sicher. das werde das perfekte Matching. dieser Abschluss bringe ihn der Büroleitung bei Falber ganz nahe.“

 

 1899244-d3fea0eb4611c77d4fc0a6d07cfa7ce8.jpg
Lilian Loke (München, 1985)





Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Dolce far niente, William Henry Davies, Reinaldo Arenas

 

Dolce far niente

 

 1791350-8226593982b5535588829bb3f7e014d3.jpg
De Rustende Reiziger door Frans van Mieris I, rond 1655

 

 

Leisure

What is this life if, full of care,
We have no time to stand and stare.

No time to stand beneath the boughs
And stare as long as sheep or cows.

No time to see, when woods we pass,
Where squirrels hide their nuts in grass.

No time to see, in broad daylight,
Streams full of stars, like skies at night.

No time to turn at Beauty's glance,
And watch her feet, how they can dance.

No time to wait till her mouth can
Enrich that smile her eyes began.

A poor life this is if, full of care,
We have no time to stand and stare.

 

 1791350-3a7b18728bb77708463570fb113b14df.JPG
William Henry Davies (3 juli 1871 in - 26 september 1940)
Newport (Wales), Westgate Square,met het Westgate Hotel en Stow Hill
William Henry Davies werd geboren in Newport

 

 

De Cubaanse dichter en schrijver Reinaldo Arenas werd geboren op 16 juli 1943 in Holguin. Zie ook alle tags voor Reinaldo Arenas op dit blog.

Uit: The Color of Summer (Vertaald door Andrew Hurley)

„Virgilio Piñera:
The dratted circumstance of water, water everywhere
exhorts you, dear friend, to flee, to fly—get out of here.
Oh, I wish that I could join you! But this double-crossing queer
(Miss Coco Salas) has been assigned to keep an eye on me, for fear
that I might try it.
So woe is me! I cannot fly! I cannot flee!
And to top it off, they say tonight
Fifo's thugs are going to take my life.
The order's out, the die is cast, the time is ripe.
And so—
spied upon, spat upon, and hooted,
malnourished, impoverished, barefooted,
watching you sail into the west
while I wait to greet my death,
I raise my glass in tribute to you—
We who are about to die salute you.
(Avellaneda looks back in concern, hesitates.)
No, Gertrudis, don't look back. Forget I said that, dear—
Don't let the dratted circumstance of water, water everywhere
get to you.
Be you, be free, be all that you can be—
Flee this horrid Island! Flee!—Godspeed!”

 

 1791350-e64a36090f41dce1818aea60eff2b09b.jpg
Reinaldo Arenas (16 juli 1943 – 7 december 1990)
Javier Bardem als Reinaldo Arenas en Olivier Martinez als
Lazaro Gomez Carilles in de film „Before Night Falls“ uit 2000

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 16e juli ook mijn blog van 16 juli 2014 en ook mijn blog van 16 juli 2013 en ook mijn blog van 16 juli 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 15:46 Reageer op dit bericht

In Memoriam Rogi Wieg

 

In Memoriam Rogi Wieg

In zijn woonplaats Amsterdam is woensdagavond de Nederlandse dichter en schrijver Rogi Wieg overleden. Dat heeft zijn vrouw laten weten via Wiegs uitgeverij In de Knipscheer. Rogi Wieg was 52 jaar oud. Zie ook mijn blog van 21 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Rogi Wieg op dit blog.

 

Poëzie

Nu is het dus dat ik niet meer weet
hoe bang zijn was. Ik zal niet langer vijand
zijn van zoveel vormen goedheid. Maar vergeet
niet wat je was: ogen, haar, een hand

om mee te schrijven. En wat moet ik zeggen,
de stadsweg waarover je naar huis toe gaat,
mijn huis zelfs is zo liefdevol voor mij. Verleggen
van dit leven is gewichtig. dat je hier bestaat

alsof je altijd zal bestaan lijkt eigenaardig
- en al die mooie dingen dan -
om alles weg te gooien voor wat poëzie is te lichtvaardig.

Er is te weinig taal in mij om zaken
te omschrijven zoals dit gebrek aan angst;
dus noem ik maar wat afgebroken wordt, om nog iets goed te maken.

 

 

Als een sonnet van verveling

Vroeger wist ik al dat trage tijd
in mijn leven komen zou, dadenloos omlijnd.
Geboren in een sterrendoek zijn alle dingen toen verleid
tot maan die opkomt, maan die niet verdwijnt.
 
De stad legt zich in straten aan mij uit;
de nachtlamp brandt, gekletter van bestek.
Hier is men thuis in dat wat sluit
en nooit meer opengaat. Ik weet alleen oneigenlijk vertrek.
 
Ik deed de tijd af of ik niet bedacht
dat wat voorbij is nooit meer wijkt
en bij me blijft tot kindszijn toe.
 
Men kleedt zich uit, de klacht is moe
dat tijd veel trager lijkt
en einde weer tot herkomst bracht.

 

 

I WANT TO TALK ABOUT YOU

God, geef mij nog een laatste
gedicht. In Uw metaforen beveel
ik mijn lichaam en geest.

Laat mijn dood een bloemlezing
zijn van iemand en iets. God,
maak van mijn pijn een bloementrompet
en maak van mij een vuurzee van water.

Zo zal ik niet sterven, maar ga ik
alleen een beetje dood. In mijn
ruggenmerg strooit U confetti
en daaruit zullen vleugels groeien.

Zo zal ik gezelschap voor U zijn
en U vliegensvlug voorlezen uit
oude boeken. Mijn God, ik zal
U niet verlaten.

 

 

 1791241-e61ad7cc69cf97592032a1055a300134.JPG
Rogi Wieg (21 augustus 1962) – 15 juli 2015)

Geschreven door Romenu om 08:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten