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Berichten van 9 december 2015 tot 10 december 2015

Emily Dickinson, Karl Heinrich Waggerl, Jorge Semprún, Gertrud Kolmar, Nelly Sachs, Cornelia Funke

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

 

Als ik niet meer in leven zal zijn

Als ik niet meer in leven zal zijn
En de roodborstjes komen, zul je dan schenken
Dat eene met 't dasje van karmozijn
Een kruimel brood als aandenken?
 
En hoor je dan mijn dank woord niet.
Diep uit de donk're groeve,
Weet, dat ik 't tóch zal beproeven
Met mijn lippen van graniet.

Vertaald door Simon Vestdijk

 

 

Als Men Zijn leven opgeeft

Als Men Zijn leven opgeeft
Valt afscheid van de rest
Niet zwaar, zoals wanneer de Dag
Het hele Westen lost

De Top, het langste zichtbaar
Vervult Hem nog met spijt
Maar als de Jodium bij Staar
Is het voor korte tijd-

 

Vertaald door Peter Vestegen

 

 

Dood maakt iets veelbetekenend

Dood maakt iets veelbetekenend
Waar eerst geen oog voor was
Om aandacht doen zij smeken
Nu dat het is volbracht

Creaties om bij stil te staan
Verfijnd van wol of krijt
Hier zat ze aan te werken tot …
Steeds bezig als altijd

De vingerhoed te zwaar werd
Een steek niet afgehecht
Daar opgeborgen in het stof
En in de kast gelegd

Een boek dat van een vriend was
Waarin je her en der
Zijn streepjes vond met potlood
En nu was het zover

En lees ik, als ik lees, niet
Bang dat wat staat gegrift
En onvervangbaar, kostbaar
Door tranen wordt gewist.

 

Vertaald door Ans Bouter

 

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Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)
Cover van een biografie

 

 

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook alle tags voor Karl Heinrich Waggerl op dit blog.

Uit: Worüber das Christkind lächeln musste

„Gut so. Aber nicht ganz gut, denn es saß noch ein Floh auf dem Boden der Krippe in der Streu und schlief. Dieses winzige Scheusal war dem Engel Gabriel entgangen, versteht sich, wann hatte auch ein Erzengel je mit Flöhen zu tun! Als nun das Wunder geschehen war, und das Kind lag leibhaftig auf dem Stroh, so voller Liebreiz und so rührend arm, da hielten es die Engel unterm Dach nicht mehr aus vor Entzücken, sie umschwirrten die Krippe wie ein Flug Tauben. Etliche fächelten dem Knaben balsamische Düfte zu und die anderen zupften und zogen das Stroh zurecht, damit ihn ja kein Hälmchen drücken oder zwicken möchte.
Bei diesem Geraschel erwachte der Floh in der Streu. Es wurde ihm gleich himmelangst, weil er dachte, es sei jemand hinter ihm her, wie gewöhnlich. Er fuhr in der Krippe herum und versuchte alle seine Künste und schließlich, in der äußersten Not, schlüpfte er dem göttlichen Kinde ins Ohr. "Vergib mir!" flüsterte der atemlose Floh, "aber ich kann nicht anders, sie bringen mich um, wenn sie mich erwischen. Ich verschwinde gleich wieder, göttliche Gnaden, lass mich nur sehen, wie!" Er äugte also umher und hatte auch gleich seinen Plan. "Höre zu", sagte er, "wenn ich alle Kraft zusammennehme, und wenn du still hältst, dann könnte ich vielleicht die Glatze des heiligen Josef erreichen, und von dort weg krieg ich das Fensterkreuz und die Tür...."
"Spring nur!" sagte das Jesuskind unhörbar, "ich halte stille!"
Und da sprang der Floh. Aber es ließ sich nicht vermeiden, dass er das Kind ein wenig kitzelte, als er sich zurechtrückte und die Beine unter den Bauch zog.
In diesem Augenblick rüttelte die Mutter Gottes ihren Gemahl aus dem Schlaf. "Ach, sieh doch!" sagte Maria selig, "es lächelt schon!"

 

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Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)
Monument in in St. Johann im Pongau, Salzburger Land.

 

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook alle tags voor Jorge Semprún op dit blogen ook mijn blog van 10 december 2010.

Uit: Oefening in overleven (Vertaald door Marianne Kaas)

“Ik zat in het discrete, mij gunstig gezinde schemerlicht van de bar met zijn lambriseringen van het Lutetia, waar het vrijwel verlaten was. Maar het was niet het moment; het moment, bedoel ik, om er met velen te zijn, het moment om er te worden verwacht of er op iemand te wachten.
Trouwens, ik wachtte op niemand. Ik was er naar binnen gegaan om ongestoord wat fantomen uit het verleden op te roepen. Waaronder het mijne, waarschijnlijk, de jonge schim, die niet ver weg was, van de oude schrijver die ik was geworden.
Zeker, ouderdom, eindigheid waren voorzienbaar, meteen al vervat in de kalme of noodlottige banaliteit van de loop der dingen. Geen verrassing, die leeftijd uiteindelijk te hebben bereikt, geen verdienste ook. Een lichte matheid, soms, dat wel. Verwondering ook, die vrolijk kan zijn, opwindend, of, afhankelijk van het moment, geërgerd, weemoedig, zoveel kansen om jong te sterven te zijn misgelopen.
Maar schrijver? Was dat zo vanzelfsprekend in het verre verleden waaraan ik terugdacht? In die tijd zag ik me veeleer geconfronteerd met de absolute onmogelijkheid, de onbetamelijkheid zelfs van het schrijven.
Ik zat dus in de bar van het Lutetia, ik wachtte op niemand.
Ik voelde alleen het verlangen mijn bestaan tegen het licht te houden, de lichtheid ervan te bepalen.
Vroeger was het Lutetia een plaats die gemeden moest worden.
Ik spreek over de bezettingstijd, dat zal duidelijk zijn. En het Lutetia was niet de enige plaats die maar beter gemeden kon worden, zeker niet. Er waren er meer, en vele, in de Parijse topografie.
Hotels, vaak. Zo ook het Majestic, aan de avenue Kléber.
In 1943, het jaar waarin ik twintig werd, in het begin van dat jaar kwam ik wel eens door dat quartier.”

 

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Jorge Semprún (10 december 1923 - 7 juni 2011)
 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Gertrud Kolmar op dit blog.

 

Madonna aus dem Hause Tempi

O Mutter! Deren Arm ein All umspannt!
So süß entzückt, mit schüchternem Begreifen,
So zitternd trägt ihr Blümlein deine Hand
Und wagt es kaum, den zarten Schmelz zu streifen.

Ein goldnes Schlüss'lein, das dein Herz erschließt,
Ein lebend Liebeswort aus Gottes Munde,
Ein rein Gefäß, drein deine Seele gießt
Die klarste Wonne jeder früh'ren Stunde.

Die Händchen, ros'ge Falterflügelein,
Sie flögen himmelwärts so gern, so gerne;
Von seinen Lippen strömt dir Sonnenschein,
In seinen Äuglein strahlen Mond und Sterne.

Du Rosenblüte, die kein Winter schreckt,
Alltäglich Wunder in der Welt Getriebe,
Du Wesen, das im Weib die Mutter weckt,
Von Liebe stammt und kommt und bittet: »Liebe!«

Ich knie' nicht vor der Himmelskön'gin Thron,
An einem Frauenglück möcht' teil ich haben;
Ich grüß' die Mutter mit dem kleinen Sohn,
Nicht die Madonna mit dem Jesusknaben.

 

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Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)
Madonna Tempi door Raphaël, 1508

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Nelly Sachs op dit blog.

 

Chor der Geretteten

Wir Geretteten,
Aus deren hohlem Gebein der Tod schon seine Flöten
schnitt,
An deren Sehnen der Tod schon seinen Bogen strich -
Unsere Leiber klagen noch nach
Mit ihrer verstümmelten Musik.
Wir Geretteten,
Immer noch hängen die Schlingen für unsere Hälse gedreht
Vor uns in der blauen Luft -
Immer noch füllen sich die Stundenuhren mit unserem
tropfenden Blut.
Wir Geretteten,
Immer noch essen an uns die Würmer der Angst.
Unser Gestirn ist vergraben im Staub.
Wir Geretteten
Bitten euch:
Zeigt uns langsam eure Sonne.
Führt uns von Stern zu Stern im Schritt.
Laßt uns das Leben leise wieder lernen.
Es könnte sonst eines Vogels Lied,
Das Füllen des Eimers am Brunnen
Unseren schlecht versiegelten Schmerz aufbrechen lassen
Und uns wegschäumen -
Wir bitten euch:
Zeigt uns noch nicht einen beißenden Hund -
Es könnte sein, es könnte sein
Daß wir zu Staub zerfallen -
Vor euren Augen zerfallen in Staub.
Was hält denn unsere Webe zusammen?
Wir odemlos gewordene,
Deren Seele zu Ihm floh aus der Mitternacht
Lange bevor man unseren Leib rettete
In die Arche des Augenblicks.
Wir Geretteten,
Wir drücken eure Hand,
Wir erkennen euer Auge -
Aber zusammen hält uns nur noch der Abschied,
Der Abschied im Staub
Hält uns mit euch zusammen.

 

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Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)
Bij de uitreiking van de Nobelprijs aan haar in 1966 

 

 

De Duitse schrijfster en illustratrice Cornelia Funke werd geboren in Dorsten op 10 december 1958. Zie ook alle tags voor Cornelia Funke op dit blog.

Uit: Hinter verzauberten Fenstern

“Julia setzte sich auf.
Keiner würde merken, wenn sie sich den Kalender doch mal ansehen würde: Das war immer noch interessanter, als nur hier rumzuliegen und Löcher in die Decke zu starren. Vorsichtig schob sie die Beine aus dem Bett. Brrr. Fast hätte sie sie gleich wieder zurückgezogen. Es war lausig kalt. Hastig schlüpfte sie in ihre Pantoffeln und zog sich den Morgenmantel an. Hellblau. Sie hatte einen roten gewollt. Aber Mama fand Blau hübscher. Na ja. Leise, ganz leise schlich sie zur Tür. Der Holzboden knarrte etwas, und direkt unter ihrem Zimmer schliefen ihre Eltern. Vorsichtig drehte sie den Schlüssel im Schloss herum. Besser, sie machte kein Licht an im Flur. Also im Dunkeln die Treppe hinunter und über den schmalen Flur zur Küchentür. Zum Glück stand sie offen. In der Küche war es stockdunkel. Julia tastete mit den Fingern über den Küchentisch, bis sie plötzlich die Pappe des Kalenders fühlte. Sie klemmte sich das Ding unter den Arm und schlich genauso lautlos zurück, wie sie gekommen war. Sie schloss die Tür wieder hinter sich zu und knipste die kleine Lampe neben ihrem Bett an. Dann kroch sie schnell samt Morgenmantel unter ihre Decke.“

 

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Cornelia Funke (Dorsten, 10 december 1958)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn blog van 10 december 2011 deel 1 en eveneens deel 2 en ook deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:56 Reageer op dit bericht

Thomas Verbogt, Gioconda Belli, Michael Krüger, Joe McGinniss, Wolfgang Hildesheimer, Anna Gavalda, Ödön von Horváth, John Milton

De Nederlandse schrijver Thomas Verbogt werd op 9 december 1952 geboren in Nijmegen. Zie ook alle tags voor Thomas Verbogt op dit blog.

Uit:Als de winter voorbij is

“Het leek wel alsof je schrok,’ zegt Aimee.
‘Schrok?’
De etage waar ik ruim vijftien jaar heb gewoond, is bijna leeg. De meeste spullen zijn al naar het huis van Aimee gebracht, nog veel te veel, maar ‘die zoek ik daar wel uit’, een voornemen dat ze niet omhelsde.
‘Wat we hier kunnen doen, hoeven we daar niet meer.’
Ze houdt van het elimineren van ballast. En het meeste dat we bewaren in onze huizen, in de kasten, op zolder, in de kelder, is ballast. Misschien een poging inzicht te krijgen in onze identiteit of de betekenis van ons leven, misschien willen we denken: we zijn tenminste wat we bewaard hebben. Van veel hebben we ooit gedacht: leuk voor later. Het is veel sneller later dan we konden vermoeden en dan moet er dus veel leuk zijn, maar de dingen van toen zijn dat meestal niet, omdat ze niet eens de ruimte krijgen dat te worden.
Aimee kan enorm vragend een stapeltje brieven omhooghouden, bijeengehouden door bijvoorbeeld een rood touwtje – omdat ik ooit een rood touwtje passend vond voor die brieven, afkomstig van een geliefde die me schandalig had laten zitten, een gang van zaken die vloekte met de toon van haar brieven. En natuurlijk was ik het zelf die ervoor had gezorgd dat ze me schandalig liet zitten. Ik heb al vroeg geleerd over dit soort kwesties alsjeblieft niet te klagen.
‘Wanneer lees je die?’ Aimee stelt vragen zo dat ik de tijd neem om serieus over een antwoord na te denken.
‘Misschien wel nooit meer. Ik ben er zelfs bang voor,’ zeg ik. En ik denk erbij dat ik bang ben voor alles wat te dichtbij komt. Misschien is het geen angst, misschien wil ik het niet, maar veel van wat je niet wilt, heeft ook met angst te maken.
Aimee pakt een nieuwe vuilniszak. Paar dagen geleden stonden er dertig op de stoep, dertig loodgrijze, lompe, vormloze omhulsels van een vergeetbaar verleden.”

 

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Thomas Verbogt (Nijmegen, 9 december 1952)

 

 

De Nicaraguaanse schrijfster, dichteres en ex-politica Gioconda Belli werd geboren op 9 december 1948 in Managua. Zie ook alle tags voor Gioconda Belli op dit blog.

Uit: Scroll of Seduction

"It's sad to think that jealousy drove her insane."
"Well, that's what they said. And that's one of the mysteries you can help me unravel."
"I don't see how."
"By thinking like her, putting yourself in her place. I want you to let her story flood your consciousness. You're almost the same age. And, like her, you also had to leave your country and be on your own since you were very young."
My grandparents dropped me off at the boarding school one September day in 1963. Although the stone building was austere and gloomy — high-walled, windowless, an imposing front door with an old coat of arms on the lintel — its solemnity perfectly suited my frame of mind. I walked down the tiled hallway and into the stillness of the reception area feeling that I was leaving behind a noisy world that in no way acknowledged the catastrophe that had cut short my childhood. Neither day nor night, countryside nor city, managed to register my sadness the way the silence of that convent did, with its one lone pine shading the tiny central garden that no one ever visited. Four years I had lived there resigned and uncomplaining. And though the other girls were pleasant toward me, they also kept a prudent distance, influenced, I think, by the tragedy that had thrust me in their midst. The nuns' good intentions surely contributed to my isolation. They must have told the other girls to be compassionate and sensitive toward me, to avoid doing anything to reopen my wounds or to further sadden me. They even refrained from talking about their family vacations and their home life in my presence, thinking, I imagine, that talking about their parents would make me miss mine.”

 

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Gioconda Belli (Managua, 9 december 1948)

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Krüger werd geboren op 9 december 1943 in Wittgendorf. Zie ook alle tags voor Michael Krüger op dit blog.

 

Wettervorhersage

Irgendwann wird der Schnee
sich auflösen in der Schmelze
und zum Gießbach werden,
der die dunklen Flüsse aufhellt
auf ihrem bewachten Weg
zum Meer. Irgendwann
werden die Wolken hochgehen
und die Bühne freigeben
für die bittenden Augen.
Irgendwann werden wir wieder
im Freien sitzen
an den frisch gebeizten Tischen
und die Bücher lesen,
die im Winterschlaf lagen.
Also komm bitte bald,
denn so wie es aussieht,
wird es irgendwann wieder

 

 

Die Reise nach Jerusalem

Griechenlands steinerne Faust sah ich
im Mittelmeer liegen und ein Schiff,
das dem Wasser die Bläue abzog
in gekräuselten Streifen. Weiter östlich
türkische Gedichte, unaussprechlich,
von Wellen rhythmisch bewegt.
Ich sah, wie sich das Wasser trennte
vom Salz an der büßenden Küste.
Zwischen all den mürrischen Steinen
entstanden die Epen: die Erzählung
der Distel und des Brots,
von der Sonne gebacken.
Dort unten ging die Sprache an Land,
und jedes Ding erhielt einen Namen.
Ich konnte es deutlich sehen -
die Worte zitterten wie eine Schar Vögel
über dem öden Grund.
Wir mußten uns anschnallen, festgezurrt,
mit angehaltenem Atem
erreichten wir das gelobte Land.

 

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Michael Krüger (Wittgendorf, 9 december 1943)

 

 

De Amerikaanse schrijver Joe McGinniss werd geboren in New York City op 9 december 1942. Zie ook alle tags voor Joe McGinniss op dit blog.

Uit:The Rogue

“Saturday, May 22, 2010
I moved in next door to Sarah Palin today. It was a dazzling Alaskan spring day: sky blue, air cool, sun warm, the water of Lake Lucille glimmering, mountains standing in bold relief beyond the southern shore, resident grebes tending noisily to their nests.
Sitting on my deck overlooking the lake at 11:00 pm, I consider myself as lucky as a man can be. It has been more than thirty years since I last spent a summer in Alaska, yet here I am. A light breeze blows from the northwest, riffling the lake’s surface. The glowing mountains on the far side reflect the day’s slowly waning light.
I arrived in Anchorage ten days ago. I stayed with my old friends Tom and Marnie Brennan in their house on Government Hill while looking for a place to rent.
The first possibility was an “executive apartment” in a grubby East Anchorage neighborhood populated mostly by empty storefronts and overflowing garbage bins. (Question: How can the stores be empty and the garbage bins full?) The apartment was in a squat concrete six-plex. The rent was $2,400 per month, utilities not included. I arranged to see it on Wednesday, three days ago.
At 11:00 am, I pulled into the asphalt lot outside the apartment building to wait for the rental agent. I got out of my car to stand in the warm spring sunshine. Almost immediately, the main door opened and a young woman holding a baby emerged onto a concrete landing a few steps up from the parking lot. The baby was crying. The woman put the baby down on the concrete and sat in a plastic chair. She covered her face with her hands and she, too, began to cry.”

 

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Joe McGinniss (9 december 1942 - 10 maart 2014)

 

 

De Duitse schrijver en schilder Wolfgang Hildesheimer werd geboren op 9 december 1916 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Wolfgang Hildesheimer op dit blog.

Uit: Mozart

„Jedenfalls muß er sofortiger Einnahmen bedurft haben. Daher schrieb er einige Lieder für den „liebsten besten Freund“ Gottfried von Jacquin, die ihm dieser wahrscheinlich sofort honorierte, um später zumindest zwei von ihnen unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen. Doch das hat Mozart ihm wohl nicht übelgenommen. Ein Copyright gab es damals nicht; sowohl Geber als auch Nehmer waren freizügig in der Verfügung über geistiges Eigentum des jeweils anderen. Mozart, der manchmal kleinere Kompositionen so generös verschenkte wie heute ein Schriftsteller Autogramme austeilt, nahm es darin nicht genau, ja, manche seiner größeren Werke sogar scheint er unmittelbar nach der Niederschrift vergessen zu haben. So war er zum Beispiel „ganz surprenirt, über die Qualität der für Salzburg geschriebenen D Dur-Sinfonie (K. 385, ‘Haffner-Sinfonie’)“ als er sie im Februar 1783, ein Jahr nach ihrer Aufführung, vom Vater zurückerhielt; er meinte, „die muß gewis guten Effect machen“ (15. Februar 1783). Wir können ihm nachträglich diesen „Effect“ bestätigen.
Auch mit Zitaten und Anleihen ging man freizügiger um. Aus dem Bläser-Divertimento in Es Dur (K. 24oa) hat man sich gleich mehrfach bedient. Das Andante des ersten Satzes benützte Herr Gruber für sein Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht ...“, das Presto assai muß Beethoven wohl den Anstoß zum Rondo des C Dur-Klavierkonzerts gegeben haben. Gewiß hat auch Mozart selbst solche Anleihen gemacht ...”

 

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Wolfgang Hildesheimer (9 december 1916 – 21 augustus 1991)
Cover 

 

De Franse schrijfster Anna Gavalda werd geboren op 9 december 1970 in Boulogne-Billancourt. Zie ook alle tags voor Anna Gavalda op dit blog.

Uit:Des vies en mieux

“Comme tout cela était pittoresque... Elle se sentait touriste, flâneuse, en excursion dans sa propre vie. Elle fendait la bise, jouait avec les chauffeurs d'autobus, slalomait entre ces lourdauds de Vélib', suivait le baron Haussmann à la trace, laissait derrière elle le popu (ce qu'il en restait) de la place de Clichy, longeait des immeubles de plus en plus cossus, saluait la jolie rotonde du parc Monceau, se demandait chaque matin qui habitait là, dans ces hôtels particuliers de folie et si ces demi-dieux se rendaient compte de la chance qu'ils avaient, prenait son petit déjeuner dans différents troquets, voyait les prix grimper à mesure que les numéros d'arrondissement diminuaient, regardait les gens, feuilletait Le Parisien, tournait les dos aux écrans de télévision, écoutait les discussions de comptoir, s'initiait aux pronostics hâbleurs, vains, sonnants et/ou trébuchants du tiercé et des ligues de foot, s'en mêlait quand le cœur y était et pédalait ferme pour rattraper son retard.
Avait la chair de poule dans les descentes et des bouffées d'ardeur dans les côtes...
Y croyait.
Y croyait dur comme fer.
Elle s'était improvisé une destinée, jouait avec sa destinée, jouait avec sa solitude, se faisait tout un cinéma, se prenait pour la Mathilde d'Un long dimanche de fiançailles, cherchait un garçon [...] et, même si elle ne le trouvait pas, même si tout cela n'était qu'une couillonnade de plus au pays des Oui-Oui de la Vie, ce n'était pas grave, ce ne serait pas grave, il lui avait déjà offert ce cadeau magnifique de se savoir debout, décidée, matinale et vivante et déjà... déjà c'était beaucoup.
Pendant tout le temps que durerait cette bolée de petits matins frais, le monde, du moins, le monde lui aurait appartenu. »

 

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Anna Gavalda (Boulogne-Billancourt, 9 december 1970)

 

 

De Hongaars-Duitse schrijver Ödön von Horváth werd geboren op 9 december 1901 in Fiume. Zie ook alle tags voor Ödön von Horváth op dit blog.

Uit: Der ewige Spießer

„Mitte September 1929 verdiente Herr Alfons Kobler aus der Schellingstraße sechshundert Reichsmark. Es gibt viele Leut, die sich soviel Geld gar nicht vorstellen können.
Auch Herr Kobler hatte noch niemals soviel Geld so ganz auf einmal verdient, aber diesmal war ihm das Glück hold. Es zwinkerte ihm zu, und Herr Kobler hatte plötzlich einen elastischeren Gang. An der Ecke der Schellingstraße kaufte er sich bei der guten alten Frau Stanzinger eine Schachtel Achtpfennigzigaretten, direkt aus Mazedonien. Er liebte nämlich dieselben sehr, weil sie so überaus mild und aromatisch waren.
»Jessas Mariandjosef!« schrie die brave Frau Stanzinger, die, seitdem ihr Fräulein Schwester gestorben war, einsam zwischen ihren Tabakwaren und Rauchutensilien saß und aussah, als würde sie jeden Tag um ein Stückchen kleiner werden – »Seit wann rauchens denn welche zu acht, Herr Kobler? Wo habens denn das viele Geld her? Habens denn wen umgebracht, oder haben Sie sich gar mit der Frau Hofopernsänger wieder versöhnt?« »Nein«, sagte der Herr Kobler. »Ich hab bloß endlich den Karren verkauft.«
Dieser Karren war ein ausgeleierter Sechszylinder, ein Kabriolett mit Notsitz. Es hatte bereits vierundachtzigtausend Kilometer hinter sich, drei Dutzend Pannen und zwei lebensgefährliche Verletzungen. Ein Greis.
Trotzdem fand Kobler einen Käufer. Das war ein Käsehändler aus Rosenheim, namens Portschinger, ein begeisterungsfähiger großer dicker Mensch. Der hatte bereits Mitte August dreihundert Reichsmark angezahlt und hatte ihm sein Ehrenwort gegeben, jenen Greis spätestens Mitte September abzuholen und dann auch die restlichen sechshundert Reichsmark sofort in bar mitzubringen. So sehr war er über diesen außerordentlich billigen Gelegenheitskauf Feuer und Flamme."

 

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Ödön von Horváth (9 december 1901 – 1 juni 1938)

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Milton werd geboren op 9 december 1608 in Londen. Zie ook alle tags voor John Milton op dit blog.

Uit: Paradise Lost (Book I)

Though all our glory extinct, and happy state
Here swallowed up in endless misery.
But what if he our Conqueror, (whom I now
Of force believe Almighty, since no less
Then such could have overpowered such force as ours)
Have left us this our spirit and strength entire
Strongly to suffer and support our pains,
That we may so suffice his vengeful ire,
Or do him mightier service as his thralls
By right of war, what e're his business be
Here in the heart of Hell to work in fire,
Or do his errands in the gloomy deep;
What can it then avail though yet we feel
Strength undiminished, or eternal being
To undergo eternal punishment?
Whereto with speedy words the arch-fiend replied.
Fallen Cherub, to be weak is miserable
Doing or suffering: but of this be sure,
To do ought good never will be our task,
But ever to do ill our sole delight,
As being the contrary to his high will
Whom we resist. If then his providence
Out of our evil seek to bring forth good,
Our labor must be to pervert that end,
And out of good still to find means of evil;

Which oft times may succeed, so as perhaps
Shall grieve him, if I fail not, and disturb
His inmost counsels from their destined aim.

 

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John Milton (9 december 1608 – 8 november 1674)
Portret in Milton’s Cottage, 1690

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 9e december ook mijn blog van 9 december 2012 deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:51 Reageer op dit bericht

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