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Berichten van 20 december 2015 tot 21 december 2015

Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Heinrich Böll, Ivan Blatný, Garmt Stuiveling, Ludwig Hölty

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook alle tags voor Ted van Lieshout op dit blog.

Uit: Gebr.

“... er is nog zo veel dat ik je moet vertellen. Om te beginnen dit: ik heb tegen je gelogen. Het was niet omdat ik de waarheid niet kon zeggen, maar omdat ik het niet wilde. Want als ik je de waarheid vertel, zit ik met een probleem. Ik wou je dagboek redden zodat je gedachten bewaard blijven, maar in je dagboek staat een geheim dat je van mij gestolen hebt en het is belangrijk dat mijn geheimen geheim blijven. Dat is volgens mij niet mogelijk als dit dagboek blijft bestaan en iedereen het kan lezen. Toch wil ik, nu het nog kan, niet meer tegen je liegen. Ik wil dat je de waarheid weet, ook al betekent dat waarschijnlijk dat ik je dagboek dan moet laten verbranden. Dan is deze reddingsactie mislukt.’
(…)

‘Toen kreeg ik een mal idee, nou ja, niet eens zo gek als je bedenkt dat het carnaval is en buiten iedereen zich heeft verkleed. Ik heb besloten om mijn eigen carnaval te vieren. Ik kleedde me uit en trok jouw kleren aan: je versleten spijkerbroek omdat je daaraan nog het best kunt zien dat de jongen die erin zat eruit is, en je blauwe trui met de gaten waar je ellebogen hebben gezeten. Je zou denken dat broertjes die maar dertien maanden schelen in elkaars kleren passen. Wij niet. Toen je dertien was, schoot je als een bamboespruit de hoogte in, terwijl ik maar niet wilde groeien. Nu ben ik zestien en jij bent veertien gebleven, en nog steeds hangen je ellebogen en je knieën me te laag. Ik moet de pijpen van je broek wel twee keer omslaan voor mijn voeten te voorschijn komen. De knoop krijg ik makkelijk dicht, maar de rits niet omhoog omdat ik, “met jouw lichaam aan”, een veel te dikke kont heb (of een te grote piemel, dat kan ook). Het trekt ook bij mijn schouders en bovenbenen. Je knelt, Maus. Is dat niet heerlijk? Ik houd je aan. Deze carnaval ga ik verkleed als mijn broertje.’

 

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Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook alle tags voor Rolf Lappert op dit blog.

Uit:Über den Winter

„Seit dem Abend hatte sich das Meer wieder beruhigt. Die Stille war ein unablässiges Innehalten, ein scheinbar endloses Warten. Es gab kein Haus in der Nähe, kein Licht weit und breit, keine lebende, einer Sprache mächtige Seele. Zum nächsten Ort, einer Ansammlung verlassener Hotels, Läden und Imbissbuden, fuhr man Stunden auf der von Sand bedeckten Straße. Trockene Wärme erfüllte die Luft, herübergetragen aus Afrika, das als Ahnung hinter dem Horizont lag. Das Uhrwerk der Insektenbeine, das Fächern der Palmblätter, das Bellen verwilderter Hunde: die Geräusche einer Nacht ohne Menschen. Über allem spannte sich der Himmel, eine tiefschwarze See, aus der Sterne emporstiegen und als eisiges Glitzern auf die Erde herabsanken. Die Welt drehte sich in ihrer eigenen schweren Dunkelheit, Kontinente trieben voneinander weg.
Lennard Salm lag auf dem Rücken im Gras. Wenn er den Atem anhielt, hörte er das leise Rollen der Wellen. Er öffnete die Augen und betrachtete eine Weile das Sternengewirr. Vielleicht war es zehn, dachte er, vielleicht auch schon Mitternacht. Seine Uhr hatte er vor Wochen beim Kartenspiel verloren. Falter stießen gegen den Schirm der Petroleumlampe, deren kümmerlicher Schein den Innenhof kaum erhellte. Wegen des Unwetters hatte er die letzten drei Tage untätig vertrödelt. Jetzt war er müde vom Nichtstun und der Anstrengung, diesem Zustand ein Glücksgefühl abzuringen. Seit Ausbruch des Sturms trank er den Wein nicht mehr, mit dem der Keller, ein Bunker unter dem Küchenboden, gefüllt war. Auch nüchtern blieb der Eindruck, eine Art Ende erreicht zu haben, einen Punkt, an dem es keinen wirklichen Grund zum Bleiben mehr gab und schon gar keine Rechtfertigung für seine Lethargie, die, so redete er sich ein, in einem direkten Zusammenhang mit dem Verlust seiner Uhr stand.
Er setzte sich auf und schlüpfte in die Plastiklatschen, die er kurz nach seiner Ankunft am Strand gefunden hatte, eine rote, brettharte von der Dicke eines Steaks und eine gelbe, dünn wie ein Stück filetierten Fischs, vom Meerwasser spröde geworden. Dann ging er ins Badezimmer und wusch sich die Hände und das Gesicht mit Wasser, das lauwarm war und nach den modrigen Wänden des Betontanks roch, aus dem es gepumpt wurde. Er drehte den Hahn zu und betrachtete sich im Spiegel, hielt eine Weile seinem Blick stand, der fest war, nur leicht getrübt von einem Schleier vagen Zweifels an etwas, das er nicht benennen konnte. Seine Haut war kaum brauner geworden, nur trockener unter dem struppigen Bart, der seinem Gesicht nichts verlieh außer einer gleichgültig hingenommenen Verwahrlosung.“

 

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Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook alle tags voor Thomas Hürlimann op dit blog.

Uit: Der Filialleiter

“Als der Filialleiter des Supermarktes auf dem Fernsehschirm seine Frau erblickte, erschrak er zu Tode. Nein, er täuschte sich nicht – das erste Programm zeigte Maria-Lisa, seine eigene Frau. Im schicken Blauen sass sie in einer grösseren Runde, und gerade jetzt, da der Filialleiter seinen Schock überwunden glaubte, wurde Maria-Lisa von der Moderatorin gefragt, was sie für ihren Ehemann empfinde.
«Nichts», sagte Maria-Lisa.
«Maria-Lisa!», entfuhr es dem Filialleiter, und mit zittriger Hand suchte er den Unterarm seiner Frau. Wie jeden Abend sassen sie nebeneinander vor dem Fernseher, und beide hatten ihre Füsse in rote Plastikeimerchen gestellt, in ein lauwarmes Kamillenbad – das stundenlange Stehen im Supermarkt machte ihnen zu schaffen.
Die Bildschirm-Maria-Lisa lächelte. Dann erklärte sie, über den Hass, ehrlich gesagt, sei sie schon hinaus.
Der Filialleiter hielt immer noch Maria-Lisas Arm. Er schnaufte, krallte seine Finger in ihr Fleisch und stierte in den Kasten. Hier, fand er, war sie flacher als im Leben. Sie hatte ihr Was-darfs-denn-sein-Gesicht aufgesetzt und bemerkte leise, aber dezidiert: «Mein Willy ekelt mich an.»
Und das in Grossaufnahme!
Nun sprach eine blonde Schönheit über die Gefahren der Affektverkümmerung und der Filialleiter, dem es endlich gelang, die Augen vom Apparat zu lösen, versuchte seine Umgebung unauffällig zu überprüfen. Jedes Ding war an seinem Platz. In der Ecke stand der Gummibaum, an der Wand tickte die Kuckucksuhr, und neben ihm sass die Frau, mit der er verheiratet war. Kein Spuk – Wirklichkeit! Maria-Lisa war auf dem Bildschirm, und gleichzeitig griff sie zur Thermosflasche, um in die beiden Plastikeimer heisses Wasser nachzugiessen.“

 

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Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)
 

 

 

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

Uit: Haus ohne Hüter 

„Meistens aber hörte er Glum noch im Zimmer darüber: den schweren ruhigen Schritt, oder Albert, der im Zimmer nebenan bei der Arbeit leise pfiff, und oft kam Bolda noch spät die Treppe herunter, um sich unten in der Küche etwas zu brutzeln: schlurfende Schritte, zaghaft angeknipstes Licht, und doch begegnete sie meistens der Großmutter, und deren dunkle Stimme sagte dann in der Diele: »Na, du gierige Schlunze, machst dir mitten in der Nacht noch was zurecht — brätst du, fummelst du, kochst du dir noch irgendeinen Dreck?« Dann lachte Bolda mit ihrer schrillen Stimme: »Ja, du verfressenes Aas, ich hab' noch Hunger, magst du was mit?« — Wieder schrilles Lachen bei Bolda und ein dumpfes, viel Ekel ausdrückendes Bäh der Großmutter. Oft auch tuschelten die beiden nur, und er hörte nur hin und wieder ein Lachen: grell von Bolda, dunkel von der Großmutter. —
Glum aber, der oben auf und ab ging, las in seinen merkwürdigen Büchern: >Dogmatik< und >Moraltheologie<. punkt="" zehn="" l="" schte="" er="" das="" licht="" ging="" ins="" badezimmer="" oben="" wusch="" sich="" em="">— Rauschen des Wassers und der Puff, wenn die Stichflamme die vielen Flämmchen des Gasboilers entzündete, dann kehrte Glum in sein Zimmer zurück, löschte das Licht und kniete im Dunkeln vor seinem Bett nieder, um zu beten. Er hörte genau, wenn Glum die schweren Knie auf den Boden setzte, und wenn es in den anderen Räumen still war, hörte er ihn oben murmeln: lange murmelte Glum dort oben im Dunkeln. Und wenn Glum dann aufstand und die Stahlfedern der Matratze quietschten, dann war es genau halb elf. Alle im Hause außer Glum und Albert waren unregelmäßig in ihren Gewohnheiten:
Bolda konnte noch nach Mitternacht herunterkommen, um sich in der Küche Schlaftee zu kochen, Hopfenblätter, die sie in einer braunen Papiertüte bereithielt; und die Großmutter ging manchmal noch nachts, wenn die Uhr schon lange eins geschlagen hatte, in die Küche, machte sich einen ganzen Teller voller Fleischbrote und ging mit einer Flasche Rotwein unter dem Arm in ihr Zimmer zurück.“

 

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Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)

 

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatnýop dit blog. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog.

 

Brno Elegies

2
The plain spreads out form you when you’ve gone by
the cemetery wall where greensward glistens.
Beat on it desperately and in reply
a startled bird flies off into the distance.

And startled through the sky he loops and pegs,
who danced on graves and sang the dead his jokes.
Regret draws tighter, tighter, till it chokes.
You watch his flight, lead clipped onto his leg.

You watch his flight, how he lightly wheels,
a wound upon the sky that slowly heals
above the meadows, cradled by a beck.
That silver furrow… groove… that thread… a speck.

 

Vertaald door Justin Quinn

 

Charity

Hearken, the rivers won't be frozen this winter
or nearly any other winter for that matter
this is a milde climate
Don't uproot the begonias leave them in
the gardens of the Gulf Stream
sweet like a nun's concerne for the world
sweet like a warble of a Bonni's warbler.

 

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Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook alle tags voor Garmt Stuiveling op dit blog.

Uit: Op zoek naar Louis Couperus

“Hoe meer men van Couperus kent, hoe moeilijker het valt hem te situeren. Dat geldt van alle groten, in feite zelfs van alle kleineren. Niemand heeft genoeg aan een etiket. Maar voor een eerste verantwoorde typering kan men bij velen toch volstaan met een persoonlijke variant van een algemene term. Heel de groepering in stromingen en tijdvakken berust op de veronderstelling van die mogelijkheid. Begrippen als renaissance, barok en romantiek hebben geen andere inhoud dan de gemeenschappelijke kenmerken bij verschillende kunstenaars en zelfs kunsten. Couperus evenwel dwingt tot zóveel variatie en voorbehoud, dat het begrip zelf erdoor verdwijnt. Hij is niet alleen anders dan anderen, hij is telkens een ander. Het heeft de eigentijdse critici gehinderd en verward. Hij paste niet in hun schema's, zijn beweeglijkheid stoorde hun Hollandse zin voor orde. Nauwelijks had men hem keurig beoordeeld en veilig ondergebracht, of met een volgend boek ontsnapte hij hun systeem. Terzij van de velen die bleven wat zij waren en deden wat verwacht werd, verraste hij met telkens nieuwe mogelijkheden, een tovenaar voor de een, een goochelaar voor de ander.
Zoals het de critici verging bij zijn leven, vergaat het na zijn dood nog ieder die zijn werk leest in de orde van ontstaan, eerste voorwaarde voor het begrip van iemands ontplooiing. Van traditionele historiserende gedichten moet men overschakelen naar modern psychologisch proza. Van somber fatalisme naar tedere idylle en glanzende extase. Van de echte Haagse aristocratie naar een gefingeerd Zuidoosteuropees vorstenhof. Van symbolische sprookjes naar een paar realistische romans, op Java en in Italië. Van het verwelkende Den Haag uit het fin de siècle naar het antieke Rome van de knaap-keizer Heliogabalus. En nauwelijks terug in Den Haag, bij de ‘oude mensen’, neemt Couperus ons opnieuw mee in ruimte en tijd: naar Egypte, naar Griekenland, naar Spanje, naar Perzië."

 

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Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985)
Hier met H. A. Gomperts (rechts) 

 

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook alle tags voor Ludwig Hölty op dit blog.

 

Die Knabenzeit

Wie glücklich, wem das Knabenkleid
Noch um die Schultern fliegt,
Wem lächelnde Zufriedenheit
Den jungen Busen wiegt.

Der Kräusel, und das Steckenpferd,
Auf dem er herrisch sitzt,
Das hölzerne Husarenschwert
Belustigen ihn itzt.

Den Ball, des Knaben Busenfreund,
Der durch die Lüfte rollt,
Sobald der Blumenmond erscheint,
Vertauscht' er nicht um Gold.

Nie mahlt der Harm, die Pest der Welt,
Sein blühendes Gesicht,
Als wenn sein Ball ins Waßer fällt,
Als wenn sein Schwert zerbricht.

Er hüpfet oft, vom Schweiße naß,
Den halben Sommertag,
Im Garten, durch das bunte Graß,
Den Schmetterlingen nach.

So spielt er, bis das Mittagsbrodt
Ihn in die Stube winkt,
Und tändelt, bis das Abendroth
Durch Silberwolken blinkt.

Vergnügen hüpft um ihm herum,
Wenn Morpheus Mohn verstreut,
Er tanzet in Elisium,
Beglückte Knabenzeit!

 

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Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)
Hölty woonde 1765 – 1768 in dit huis in Celle 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn blog van 21 december 2014 deel 2 en eveneens deel 3.



Geschreven door Romenu om 18:49 Reageer op dit bericht

Der Weihnachtsbaum (Heinrich Seidel)

 

Bij de vierde zondag van de Advent

 

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Decoration du sapin de Noël door Marcel Rieder, 1898

 

 

Der Weihnachtsbaum

Schön ist im Frühling die blühende Linde,
bienendurchsummt und rauschend im Winde,
hold von lieblichen Düften umweht.

Schön ist im Sommer die ragende Eiche,
die riesenhafte, titanengleiche,
die da in Wettern und Stürmen besteht.

Schön ist im Herbste des Apfelbaums Krone,
die sich dem fleißigen Pfleger zum Lohne
beugt von goldener Früchte Pracht.

Aber noch schöner weiß ich ein Bäumchen,
das gar so lieblich ins ärmlichste Räumchen
strahlt in der eisigen Winternacht.

Keiner kann mir ein schöneres zeigen:
Lichter blinken in seinen Zweigen,
goldene Äpfel in seinem Geist,

und mit schimmernden Sternen und Kränzen
sieht man ihn leuchten, sieht man ihn glänzen
anmutsvoll zum lieblichsten Fest.

Von seinen Zweigen ein träumerisch Düften
weihrauchwolkig weht in den Lüften,
füllet mit süßer Ahnung den Raum!

Dieser will uns am besten gefallen,
ihn verehren wir jauchzend vor allen,
ihn, den herrlichen Weihnachtsbaum!

 

 

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Heinrich Seidel (25. Juni 1842 – 7. November 1906)
Dorpskerk van Perlin, waar Heinrich Seidel werd geboren.

 

 

Zie voor de schrijvers van de 20e december ook mijn vorige drie blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:38 Reageer op dit bericht

Hans van Willigenburg, Sky Gilbert, Friederike Mayröcker, Sandra Cisneros, J. van Oudshoorn

De Nederlandse dichter, schrijver en journalist Hans van Willigenburg werd geboren in Utrecht op 20 december 1963. Zie ook alle tags voor Hans van Willigenburg op dit blog.

 

Huiselijk welvaren

Mijn rijkdom is dat ik me afvraag
wat ik vandaag ga doen.

Dat ik het antwoord niet weet
vanwege de vele mogelijkheden.

Dat ik bij gebrek aan besluitvaardigheid
achter het raam ga zitten en kijk
naar de stroom auto's op de openbare weg.

Dat ik onachterhaalbaar
aan één bepaald boek begin te denken
dat ik lang geleden las en waarvan één detail op de kaft
- de glimlach van een snoezig geïllustreerde kikker -
mij soms lijkt op een gedachtespoor te zetten
en het volgende moment weer niet.

Dat ik na enige tijd
- geen idee hoe lang precies -
opsta en volledig niet verontrust naar de ijskast loop
en na die met mijn krachtige arm te hebben geopend
naar een fles frisdrank grijp.

Dat er na de eerste slok frisdrank een áááááh! aan mijn keel ontsnapt
waaromheen ironietekens volstrekt maar dan ook volstrekt
misplaatst zouden zijn.

 

 

CV

Mijn taak van vandaag is niet beter te leren nadenken.
De feiten eerlijker op een rijtje te zetten.
Mijn geduld verder tot bloei te laten komen.
Of de omgeving met nog scherpere ogen waar te nemen.          
                                                                              
Al tijden heb ik mijn honger naar taken verloren,
en zeker naar het soort taken dat beloften vooruit stuurt
over vermeende inzichten en gedragingen van een hogere orde.
 
Mijn taak van vandaag (en morgen en overmorgen)
is dergelijke taken van me af te laten glijden.
 
Als ik geluk heb zijn er een paar momenten op een dag
waarop ik kan zeggen dat die taak (dat af laten glijden, dus)
voor even is geslaagd.
 
Tijdens het boeren, gapen, niezen, scheten laten, masturberen,
bouw ik mijn mooiste CV op.

 

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Hans van Willigenburg (Utrecht, 20 december 1963)

 

 

De Canadese dichter, schrijver en acteur Sky Gilbert werd geboren op 20 december 1952 Norwich, Connecticut. Zie ook alle tags voor Sky Gilbert op dit blog.

 

Why Cathy Lee Gifford is just like the United States of America

She's mean
She's greedy
She's very very pretty
And of course she's a lying hypocrite
And of course she's on TV every morning
And just like America, Cathy Lee Gifford is a drag queen
And what's a drag queen?
Well someone who just can't stop drawing attention to how pretty they are I
mean Cathy Lee everytime she moves her legs or bats an eye or touches her
hair she reminds you, in that subtle way she has of how beautiful she is and
yes okay so she IS beautiful but more than that each gesture says I'm
beautiful, so beautiful, and that I'm barely, just barely conscious of it,
and on top of that I'm intelligent (questionable) and vicious. I can be
vicious. If I have to, I can defend myself against anything and I'll still
be beautiful, oooh I'm just stamping my little high heels right now and
removing a stray lock of hair with my long long dangerous fingernails yes I
can stand up for what I believe and be glamorous too
And I believe in America (which means myself) Cathy Lee Gifford
And I believe in fidelity and marriage and love (and all the other lies)
And even when you find my husbands fat hairy wrinkly old dick up some
forty-five year old Exercise Queen in a hotel I can pull my life back
together and lie
Like drag queens and the United States of America I can lie
I can exploit Latina women in sweat shops and then I can appear with
President Clinton and I can lie
And you will love me, Cathy Lee Gifford
You will
But most of all, you will watch me on TV
Because that's the way mornings are;
Inescapable, the beginning of all that treachery and drudgery and then
there's me, being more beautiful than you'll ever be
Look at me
I'm Cathy Lee
I'm some kind of an achievement

 

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Sky Gilbert (Norwich, 20 december 1952)
 

 

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Friederike Mayröcker werd op 20 december 1924 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Friederike Mayröcker op dit blog.

 

bin jetzt mehr in Canaillen Stimmung

ich freue mich nicht wenn mir jemand gepreßte Blumen
oder 200 Millionen Jahre alten Lavasand sendet
ich freue mich nicht über Blumen an meiner Tür
über Blumensträuße wenn jemand mich aufsucht -
solche Zeichen haben für mich jeglichen Sinn
verloren, sind mir leere anspruchsvolle Gesten geworden.
Weiß ja nicht wo und wie ich mich befinde, nur,
daß das alte PIANO PONY mein Komet ist und mit mir weint.

 

 

Aus der Tiefe

Mit dieser Überbürde süsz und herz-zäh wie Blumen
(ein einsamer Wassertropfen im schwarzen Ziehbrunnen schwebender Wolken
eine seidene Monsterprozession schnurgerader sonniger Ameisen
eine endlose Strasze bei Nacht
eine fremde Begrüszung über bernstein-fragenden Tieraugen

Gewaltsames leiden die verkerbten Steine von Stonehenge
ein grausiges knarrendes Feld unbändiger Steinheere
horizontal-massige Gehege
harte Gevierte aus Luft

Versunken wie Wasser blaszblau ein geahntes gepfähltes Paradies
ein schwimmendes graues Paradies von Wolken gestützt
preisgegeben dennoch : der heimsenden Tiefe
den fischblauen Kanälen den verwirrenden Stegen und Katzen-Brücken
den Morgendämmerungen) beweint bekränzt..

 

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 Friederike Mayröcker (Wenen, 20 december 1924) 

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Sandra Cisneros werd geboren op 20 december 1954 in Chicago. Zie ook alle tags voor Sandra Cisneros op dit blog.

 

I Am On My Way to Oklahoma to Bury the Man I Nearly Left My Husband For

Your name doesn’t matter.
I loved you.
We loved.
The years

I waited—
by the river for your pickup
truck to find me. Footprints
scattered in the yellow sand.
Husband, mother-
in-law, kids wondering
where I’d gone.

You wouldn’t
the years I begged. Would
the years I wouldn’t. Only
one of us had sense at a time.

I won’t see you again.
I guess life presents you
choices and you choose. Smarter
over the years. Oh smarter.
The sensible thing smarting
over the years, the sensible
thing to excess, I guess.

My life—deed I have
done to artistic extreme—I
drag you with me. Must wake
early. Ride north tomorrow.
Send you off. Are you fine?
I think of you often, friend,
and fondly.

 

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Sandra Cisneros (Chicago, 20 december 1954)

 

 

De Nederlandse schrijver J. van Oudshoorn (pseudoniem van Jan Koos Feylbrief) werd geboren in Den Haag op 20 december 1876. Zie ook alle tags voor J. van Oudshoorn op dit blog.

Uit: Afscheid

“Terwijl het afgejakkerde paard met geschamp van ijzer over keien ruggelings tot staan kwam, zoodat hij in de donkere vigelante bijna voorover tuimelde, werd de straatdeur geopend. Hij was er en men verwachtte hem; zijn telegram was dus nog aangekomen.
Hij nam zijn hand-tasch van het bankje tegenover, Andries rukte het portier open en tegen het licht uit de smalle gang stond Marie, blootshoofds en zwart, in den waaienden regen. Zijn moeder was er niet.
Nog met zijn hand in die van Andries en teruglachend tegen Marie, zag hij zijn moeder, onaanzienlijk in de diepte van het gangetje. Ze was grijzer geworden en in haar kommervolle trekken miste hij met een lichte teleurstelling eenig blijk van vreugde over zijn komst. Hoe waren dan hare laatste brieven zoo vol verlangen geweest?
Opzettelijk wendde hij zich naar den koetsier. Maar Andries had al afgerekend. De vigelante ratelde weg in de laatste onwezenlijkheid der lange reis. Zijn komst hier was voldongen!
Druk-achteloos pratend tegen die uit kieschheid nog wat achterbleven, ging hij in het portaaltje al langzamer zijn moeder tegemoet. ‘Dag moeder’, zeide hij met een flauwe poging om toch vooral gewoon opgewekt te schijnen. ‘Zoo jongen’, begroette zij hem gelaten ‘ben je daar’. Toen hoorde hij de straat-deur achter zich sluiten en nog bezig zijn hand uit de hare los te maken, had zij hem vluchtig op de wang gezoend. Hij moest zich wel uit eigen beweging hebben gebukt. Hoe dan ook, die eerste begroeting, waar hij zoo tegen opgezien had, was gelukt en hij merkte zich al aanstonds in zijn verlof op dreef komen. Goed, dat hij het doorgezet had.
Terwijl de anderen de huiskamer begonnen binnen te gaan, bleef hij nog dralen voor den bamboe-kapstok met onder een soort afdakje een geslepen spiegeltje. Hij was er. Met de handen in de zakken, blootshoofds, zich geheel thuis voelend thans, schreed hij door het benauwend smalle gangetje. Verbeelding week voor werkelijkheid. Juist zoo, zoo bedompt en klein, met het blikken olie-lampje, het goedkoope pleisterwerk, had hij het zich die jaren gedacht."

 

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J. van Oudshoorn (20 december 1876 – 31 juli 1951)
In 1942

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e december ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:20 Reageer op dit bericht

Alain de Botton, Ramon Stoppelenburg, Aziz Nesin, Hortense Calisher, Jürg Laederach, Peter May

De Zwitserse schrijver en filosoof Alain de Botton werd geboren in Zürich op 20 december 1969. Zie ook alle tags voor Alain de Botton op dit blog.

Uit: On Love

“Every fall into love involves the triumph of hope over self-knowledge. We fall in love hoping we won't find in another what we know is in ourselves, all the cowardice, weakness, laziness, dishonesty, compromise, and stupidity. We throw a cordon of love around the chosen one and decide that everything within it will somehow be free of our faults. We locate inside another a perfection that eludes us within ourselves, and through our union with the beloved hope to maintain (against the evidence of all self-knowledge) a precarious faith in our species.”
(…)

“To be loved by someone is to realize how much they share the same needs that lie at the heart of our own attraction to them. Albert Camus suggested that we fall in love with people because, from the outside, they look so whole, physically whole and emotionally 'together' - when subjectively we feel dispersed and confused. We would not love if there were no lack within us, but we are offended by the discovery of a similar lack in the other. Expecting to find the answer, we find only the duplicate of our own problem.”
(…)

“Perhaps the easiest people to fall in love with are those about whom we know nothing. Romances are never as pure as those we imagine during long train journeys, as we secretly contemplate a beautiful person who is gazing out of the window – a perfect love story interrupted only when the beloved looks back into the carriage and starts up a dull conversation about the excessive price of the on-board sandwiches with a neighbour or blows her nose aggressively into a handkerchief.”

 

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Alain de Botton (Zürich, 20 december 1969)

 

 

De Nederlandse schrijver Ramon Stoppelenburg werd geboren in Leiden op 20 december 1976. Zie ook alle tags voor Ramon Stoppelenburg op dit blog.

Uit Let me stay for a day

“On the walls hung several large, roughly drawn maps of Britain. On them dates were written parts were colored purple and green as they had been scratched on by a small child.
‘Here,’ Douglas said when I looked at one of the maps, ‘some really large nuggets were found here! I came to this area because no one had found anything here yet. I could be the first. And, you know what?’ he said pointing at an area colored purple on the map, ‘Here, off the coast of Wales there’s more gold than you can imagine!
If I’m ever able to recover it, I’ll be very rich!’
During dinner I asked him whether he had always been a gold panner.
‘I started panning gold for health reasons. I had enough of my job as a secret agent working for MI5 and MI6.’
That really surprised me! Was I seriously having dinner with a retired James Bond?
‘I started as a sailor with the Royal Navy, Douglas said. ‘And because I knew so much about the world, I advised the Ministries of Foreign Affairs of foreign countries, which is how I ended up in the secret service.’
‘So you were a spy?’
‘No, eventually I became a security expert’, and Douglas got all his evidence out. He showed me photographs of himself in a uniform on big Navy ships and in the dessert of Oman. ‘I designed the infrared defense line around a secret American army base in England.’ He then explained the entire system to me, so I now know everything about this infrared protection that I now only have to find that secret American base. ‘To make some money on the side, because I wasn’t earning much, I registered myself for medical tests and was paid well for subjecting myself to several medicinal tests. »

 

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Ramon Stoppelenburg (Leiden, 20 december 1976)
Cover 

 

 

De Turkse dichter en schrijver Aziz Nesin werd geboren op 20 december 1915 in Istanbul. Zie ook alle tags voor Aziz Nesin op dit blog.

 

Sounds

If you hear the sound of the key in the lock
When you come home at night
Know that you are alone

If you hear a small cracking sound
When you push the light switch
Know that you are alone

If the sound of your heart doesn't let you sleep
When you go to bed
Know that you are alone

If you hear that time is nibbling
The books and papers in your room
Know that you are alone

If a voice from the past
Is calling you to the old days
Know that you are alone

If you want to escape from loneliness
Without appreciating it
You are totally alone even if you can escape

 

 

Longing

You made me wait so long, so long that
I got used to missing you
You came back after a long time
I now love longing for you more than I love you


Vertaald door Fatih Akgül

 

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Aziz Nesin (20 december 1915 – 6 juli 1995)

 

 

De Amerikaanse schrijfster Hortense Calisher werd geboren in New York op 20 december 1911. Zie ook alle tags voor Hortense Calisher op dit blog.

Uit: The Beautiful and Damned

“Now Adam J. Patch, more familiarly known as "Cross Patch," left his father's farm in Tarrytown early in sixty-one to join a New York cavalry regiment. He came home from the war a major, charged into Wall Street, and amid much fuss, fume, applause, and ill will he gathered to himself some seventy-five million dollars.
This occupied his energies until he was fifty-seven years old. It was then that he determined, after a severe attack of sclerosis, to consecrate the remainder of his life to the moral regeneration of the world. He became a reformer among reformers. Emulating the magnificent efforts of Anthony Comstock, after whom his grandson was named, he levelled a varied assortment of uppercuts and body-blows at liquor, literature, vice, art, patent medicines, and Sunday theatres. His mind, under the influence of that insidious mildew which eventually forms on all but the few, gave itself up furiously to every indignation of the age. From an armchair in the office of his Tarrytown estate he directed against the enormous hypothetical enemy, unrighteousness, a campaign which went on through fifteen years, during which he displayed himself a rabid monomaniac, an unqualified nuisance, and an intolerable bore. The year in which this story opens found him wearying; his campaign had grown desultory; 1861 was creeping up slowly on 1895; his thoughts ran a great deal on the Civil War, somewhat on his dead wife and son, almost infinitesimally on his grandson Anthony.
Early in his career Adam Patch had married an anæmic lady of thirty, Alicia Withers, who brought him one hundred thousand dollars and an impeccable entré into the banking circles of New York. Immediately and rather spunkily she had borne him a son and, as if completely devitalized by the magnificence of this performance, she had thenceforth effaced herself within the shadowy...”

 

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Hortense Calisher (20 december 1911 – 15 januari 2009)
Kersttijd in New York

 

 

De Zwitserse schrijver Jürg Laederach werd geboren op 20 december 1945 in Basel. Zie ook alle tags voor Jürg Laederach op dit blog.

Uit: Der arme Florian (Harmfulls Hölle)

„Im Hause des Florian Gramful verwesten Massen von toten Nadeln.
»Nadeln stechen, muß erbrechen, hau sie tot, mit einem Säcklein Schrot!« pflegte Florian zu murmeln und hopste, mit seinem Totschlger bewaffnet, von Ecke zu Ecke und schlug auf die kurzen Striche an der Wand ein, die er Nadeln nannte. Es handelte sich um Injektionen, die er sich selbst verabreichte, um sich herum aber sah er viele schnelle Verabreicher.
Mir waren diese Nadeln unheimlich. Immer stach er in sich hinein. Die geçffnete Haut schmatzte. Am ganzen Körper schauderte ich, schaut nicht so, es ist meine Sache, ihr seht es nicht. Ich fhlte unerklrliche Empfindungen des Mitleids, des mangelnden Mitleids, alle gleich.
Sie tobten in meiner Brust, ich wollte seine Kellerwohnung mit den zu Sesseln geschnittenen Torfballen unverzüglich verlassen.
Beim Öffnen der Tür fielen aus dem Zwischenraum zwischen Türblatt und Rahmen ganze Rudel aneinanderklebender Nadeln, zu Stäben zusammengerostet, kippten mir entgegen. Ich wich ihnen knapp aus, sah mich durchbohrt.
»Der Tag sei mir gnädig. Woher kommen denn die?« fragte ich ahnungsvoll.”

 

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Jürg Laederach (Basel, 20 december 1945)
 

 

De Schotse schrijver Peter May werd geboren op 20 december 1951 in Glasgow. Zie ook alle tags voor Peter May op dit blog.

Uit: Het vierde offer

“Belangstellend liet ze haar blik door de theesalon dwalen. De oude vent met het honkbalpetje had nog steeds het eerste honk niet bereikt met het jonge Chinese meisje. Vlak vooraan zat een jongeman, geboeid hield hij zijn blik op de band terwijl zijn hoofd ritmisch op en neer bewoog op de maat van de muziek. Hij was gebiologeerd. Zijn aantrekkelijke vriendin, genegerd door haar minnaar, hield zichzelf wakker met het doelloos scheppen van de prachtigste origamiwezens uit één enkel vierkant zakdoekje. Margaret keek geïntrigeerd toe hoe het meisje een pauw met een uitgewaaierde staart en geheven kop toverde, een ingewikkelde en minutieuze reeks vouwen in het zakdoekje. Toen ze klaar was, gaf ze haar vriend, op zoek naar zijn waardering, een por. Hij wierp snel een blik op haar creatie, knikte met een half lachje en richtte zijn aandacht vervolgens weer op de muziek. Het meisje haalde de schouders op en met één enkele beweging maakte ze al haar werk weer ongedaan en begon aan iets anders.
Er brak enthousiast applaus los toen het nummer afgelopen was. De toetsenist sprak enige ogenblikken in het Chinees en Margaret merkte dat er hoofden hun kant op begonnen te draaien. Michael bloosde. Toen ging de toetsenist over in het Engels. 'En voor diegenen die geen Chinees spreken,' zei hij, 'vanavond hebben we een zekere meneer Michael Zimmerman onder ons.' Hij gebaarde met een hand in Michaels richting en meer mensen keken, en hier en daar klonk applaus. 'Welnu, mochten jullie hem al kennen, de meeste van jullie hebben hem waarschijnlijk op tv gezien. Hij doet die populaire, historische documentaires. Maar weinigen zullen weten dat Michaels ware talent de altsax is.'
Michael draaide zich half naar haar om. 'Dit is gênant.'
'Ik wist niet dat je speelde,' zei Margaret, plotseling geïntrigeerd door deze nieuwe en onverwachte kant. En toen besefte ze dat ze eigenlijk helemaal niets van hem af wist.”

 

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Peter May (Glasgow, 20 december 1951)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e december ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 10:19 Reageer op dit bericht

Ferdinand Avenarius, Gernot Wolfgruber, Vaino Linna, John Fletcher, Mendele Mojcher Sforim

De Duitse dichter en activist Ferdinand Avenarius werd geboren in Berlijn op 20 december 1856. Zie ook alle tags voor Ferdinand Avenarius op dit blog.

 

Vorfrühling

Verloren im Raume
ein erster Vogelruf.

Doch schwer hinschnaubend
durchs dampfende Marschland
mit dem Eisen durchwühlt's
der gewaltige Stier.

Und festen Tritts hinter ihm
schreitet der Mensch,
die Körner schleudernd,
wo auseinander
mit schwarzroten Wellen
schäumt der Grund.

Regenschwanger
der Himmel darüber
breit lagernd
in schlafender Kraft.

 

 

Herbstgold

Wie war's im Walde
heut wunderhold -
die Wipfel alle
von rotem Gold!

Goldender Boden,
golden der Duft,
fallende Blätter
von Gold aus der Luft.

Und es leuchtet
aus Tod und Vergeh'n
golden die Hoffnung
aufs Aufersteh'n.

 

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Ferdinand Avenarius (20 december 1856 – 22 september 1923)
Vuurtoren bij Kampen op Sylt. In de zomer verbleef Avenarius meestal in Kampen
en hij is er ook gestorven en begraven.

 

 

De Oostenrijkse schrijver Gernot Wolfgruber werd geboren op 20 december 1944 in Gmünd. Zie ook alle tags voor Gernot Wolfgruber op dit blog.

Uit: Herrenjahre

„Er hatte sich den Beruf nicht selber ausgesucht. Er war drum herumgekommen, sich einen aussuchen, sich für etwas entscheiden zu müssen, wovon er ja doch keine Ahnung hatte, wie es wirklich war. Schon während seiner Volksschulzeit hatte es als sicher gegolten, daß er zum Stollhuber in die Tischlerei kommen würde, und er ist mit dieser Gewißheit aufgewachsen. Der Preiml, den er als Lehrer in Knabenhandarbeit gehabt hatte und der ihm den Vierer in diesem Fach manchmal sogar hat schenken müssen, der Preiml war zwar überzeugt gewesen, daß Melzer für diesen Beruf garnicht tauge, aber diese Meinung hatte weiter nichts bedeutet. So wenig, wie es bedeutet hatte, daß Melzer selbst keine besondere Lust hatte. Sein Vater war sowas wie ein Freund des Stollhuber gewesen. »Mein Kriegskamerad«, nannte ihn der Vater, obwohl er den Stollhuber schon lange vorher gut gekannt hatte. Und der Stollhuber hatte dem Vater versprochen, angeblich schon während der Gefangenschaft, ihm »einen Buben zu nehmen«. Andere wären froh an deiner Stelle, hatte der Vater zu Melzers Gesichtsausdruck gesagt. Dankbar könntest du sein, sagte die Mutter. Obwohl sie sonst selten mit dem Vater einer Meinung war. Aber Melzer hat leider keine Dankbarkeit in sich spüren können. Was ist es denn schon Besonderes, in einer kleinen Werkstatt Tischler zu werden? hat er gemeint. Aber was war denn schon überhaupt etwas Besonderes? Großwildjäger, Rolf Torring, Kommissar Wilton?"

 

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Gernot Wolfgruber (Gmünd, 20 december 1944)

 

 

De Finse schrijver Väinö Linna werd geboren op 20 december 1920 in Urjala, bij Tampere. Zie ook alle tags voor Väinö Linna op dit blog.

Uit:The Unknown Soldier(Vertaald doorDavid McDuff)

“Battalion-at-tention!’ The battalion, gathered in a snowy clearing, froze to attention. Major Sarastie produced a sheet of paper and started reading from it. The men listened, a little perplexed. They already knew what had happened. What was the sense of reading to them about it. Two men had been executed because they had refused to return to their sentry posts. After they had heard about the execution, some had tried to chase down the military policemen who had performed it. Luckily, they had not been able to catch up with them; after all, they had been the least culpable parties to this crime.
When the major had finished reading, he went on to say: ‘Well, yes, this sentence has been carried out to show men guilty of insub­ordination that the army can’t afford to treat such matters as a joke. I hope and believe that it won’t be necessary to read such things again to this battalion. But whenever it should prove necessary, martial law will be enforced to the full extent of its severity.’
Only now the men understood the purpose of the reading. They were being threatened. The crisis in military morale at the end of 1941 had forced the high command to consider ways to resolve it. And, as is always the case with such people, the high command tried to blame its own mistakes on crimes committed by others, and to do so by means of court martials and executions. Of course such draconic measures made no sense whatsoever, considering the character of the Finnish army, and this should have been obvious to anyone, even those whom our Lord had not blessed with abundant intelligence.”

 

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Väinö Linna (20 dezember 1920 - 21 april 1992)

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Fletcher werd geboren in Rye (Sussex) en gedoopt op 20 december 1579. Zie ook alle tags voor John Fletcher op dit blog.

 

Take, Oh Take Those Lips Away

Take, oh take those lips away,
That so sweetly were forsworn,
And those eyes, the break of day,
Lights that do mislead the morn:
But my kisses bring again,
Seals of love, but sealed in vain.

Hide, oh hide those hills of snow,
Which thy frozen bosom bears,
On whose tops the pinks that grow
Are yet of those that April wears.
But first set my poor heart free,
Bound in those icy chains by thee.

 

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John Fletcher (20 december 1579 - 29 augustus 1625)
Portret naar Cornelis Janssens van Ceulen door C. H. Midforth, 1904

 

 

De Wit-Russische, jiddische, schrijver Mendele Mojcher Sforim werd geboren op 20 december 1835 in Kpyl bij Minsk. Zie ook alle tags voor Mendele Mojcher Sforim op dit blog.

Uit: Fischke der Krumme

„Offenbar war ich mitten im Beten – ich will es gar nicht über die Lippen bringen! – eingeschlafen. Ich sehe mich um: mein Wägelchen ist in ein tiefes Loch, wie man es in der Fuhrmannssprache »Tintenfaß« nennt, hineingeraten, und die Hinterräder haben sich an die Achse eines anderen Wagens festgehakt. Mein Gaul steht ganz unglücklich da, er ist mit einem Bein über die Deichselstange geraten, hat sich in die Zügel verwickelt und schnarcht wie eine Gans. Von der andern Seite des Wagens her regnet es unter Husten und Keuchen jüdische Flüche und Schimpfworte. »Ein Jude!« sage ich mir: »Also ist's nicht gefährlich!« Und ich stürze voller Zorn zum fremden Wagen. Unter dem Wagen liegt ein Mann in Tales und Tfillim; die Peitschenschnur hat sich mit dem Tfillimriemen verwickelt, und er versucht mit aller Kraft, sich aus seiner Lage zu befreien. Ich schreie: »Unerhört!« Er schreit: »Unerhört!« Ich schimpfe, was ich schimpfen kann, er flucht, daß ich ihn gar nicht anschauen mag. Ich schreie: »Wie kann ein Jude beim Beten einschlafen?« Er antwortet: »Wie kann nur ein Mensch so schnarchen?« Ich verwünsche seinen Vater, er verwünscht meine Mutter. Ich schlage sein Pferd, er befreit sich aus den Zügeln, läuft auf mein Pferd zu und beginnt es zu schlagen. Die beiden Pferde stellen sich auf die Hinterbeine, und wir stehen voreinander voller Zorn wie zwei Hähne und sind bereit, uns in die Pejes zu fahren. So stehen wir eine Sekunde unbeweglich da und blicken einander scharf an. Das war wohl schön anzuschauen: zwei jüdische Helden, mit Tales und Tfillim angetan, stehen zornig gegeneinander und sind bereit, ihren Heldenmut zu zeigen und mitten im freien Felde Ohrfeigen auszutauschen, wie man es sonst nur im Bejssmedresch – es sei davon wohl unterschieden! – zu tun pflegt. Es lohnte sich wirklich, dieses Bild zu sehen. Wir stehen so da, schauen einander an, und die Ohrfeigen hängen schon in der Luft, als wir beide plötzlich einige Schritte zurücktreten und erstaunt ausrufen: »Ach, Reb Alter!« – »Ach, Reb Mendele!«

 

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Mendele Mojcher Sforim (20 december 1835 - 8 december 1917)

Geschreven door Romenu om 10:17 Reageer op dit bericht

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