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Berichten van 17 maart 2016 tot 18 maart 2016

Christa Wolf, Charlotte Roche, John Updike, Wilfred Owen, Stéphane Mallarmé, Héctor Bianciotti, Hellema, Friedrich Hebbel

De Duitse schrijfster Christa Wolf werd geboren op 18 maart 1929 in het huidige Poolse Gorzów WielkopolskiZie ook alle tags voor Christa Wolf op dit blog.

Uit: Kassandra

„Marpessa, sah ich, die, wie einmal schon, mit mir nicht sprechen wollte, war besser vorbereitet, auf was wir nun erfahren, als ich, die Seherin; denn ich zog Lust aus allem, was ich sah – Lust; Hoffnung nicht! – und lebte weiter, um zu sehn.
Merkwürdig, wie eines jeden Menschen Waffen – Marpessas Schweigen, Agamemnons Toben – stets die gleichen bleiben mssen. Ich freilich hab allmählich meine Waffen abgelegt, das wars, was an Veränderung mir möglich war.
Warum wollte ich die Sehergabe unbedingt? Mit meiner Stimme sprechen: das äußerste. Mehr, andres hab ich nicht gewollt. Zur Not könnt ich es beweisen, doch wem? Dem fremden Volk, das, frech und scheu zugleich, den Wagen umsteht? Ein Grund zu lachen, gäbe es den noch: Mein Hang, mich zu rechtfertigen, sollte sich, so kurz vor mir selbst, erledigt haben.
Marpessa schweigt. Die Kinder will ich nicht mehr sehn. Sie hlt sie unter dem Tuch vor mir versteckt.
Der gleiche Himmel über Mykenae wie über Troia, nur leer. Emailleschimmernd, unzugänglich, blankgefegt. Etwas in mir entspricht der Himmelsleere über dem feindlichen Land. Noch alles,was mir widerfahren ist, hat in mir seine Entsprechung gefunden. Es ist das Geheimnis, das mich umklammert und zusammenhält, mit keinem Menschen habe ich darber reden können.
Hier erst, am äußersten Rand meines Lebens, kann ich es bei mir selber benennen: Da von jedem etwas in mir ist, habe ich zu keinem ganz gehçrt, und noch ihren Haß auf mich hab ich verstanden. Einmal, »früher«, ja, das ist das Zauberwort, hab ich in Andeutungen und halben Sätzen mit Myrine darüber sprechen wollen – nicht, um mir Erleichterung zu verschaffen, die gab es nicht. Sondern weil ich es ihr schuldig zu sein glaubte. Troias Ende war abzusehen, wir waren verloren. Aineias mit seinen Leuten hatte sich abgesetzt. Myrine verachtete ihn. Und ich versuchte ihr zu sagen, daß ich Aineias – nein, nicht nur verstand: erkannte. Als sei ich er. Als kauerte ich in ihm, speiste mit meinen Gedanken seine verräterischen Entschlüsse.“

 

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Christa Wolf (18 maart 1929 – 1 december 2011) 
Cover 

 

 

De Duitse schrijfser, televisiepresentatrice, actrice en zangeres Charlotte Roche werd geboren in High Wycombe, Engeland, op 18 maart 1978. Zie ook alle tags voor Charlotte Roche op dit blog.

Uit: Mädchen für alles

„Jetzt gehen die wieder an meinen Kühlschrank! Die sind wie eine Meute hungriger Wölfe. Oder sagt man Rudel? Egal. Alle haben sich in unserem Haus verteilt. Manche sitzen sogar auf unserem Bett und quatschen schön ein bisschen. Hoffentlich bleibt’s dabei. Ey, wehe! In der Küche findet so was wie eine Stehparty im Sitzen statt. Auf der Arbeitsfläche. Ein Rock sitzt fast im Käse.
Ich schaue mich um und sehe nur hässliche junge Menschen und die buckelige Verwandtschaft meines Mannes. Ist das schon ein Grund für eine Scheidung? Dass mein Mann seinem kleinen Bruder erlaubt hat, in unserem Haus seine Hochzeit zu feiern? Sein Bruder ist wirklich viel jünger als er, irgend so eine Art ­Unfall, oder wie nennt man das? Nachzügler? Nesthäkchen? Weil er im Vergleich zu meinem Mann so jung ist, ist es eher keine Bruder­beziehung, sondern eine Vater-Kind-Beziehung. Jörg stimmt oft irgendwelchen absurden Dingen zu, die der kleine Bruder, Arne, anfragt. Diesmal ist es, wie so oft, falsch rum gelaufen. Mein Mann hat mich gefragt, ob sein kleiner Bruder in unserem Haus seine Hochzeit feiern darf, ich habe Nein gesagt, da musste mein Mann mir gestehen, dass er aber leider die Üblichkeiten nicht eingehalten hat, seinem Bruder das schon erlaubt hatte, bevor er mich gefragt hat, und jetzt wegen mir und meiner Absage in der Zwickmühle sitzt.
So wie ich die Situation beurteile, sitzt er nicht in der Zwickmühle wegen meiner Absage, sondern wegen seinem voreiligen Erlauben. Aber egal. Es ist jetzt, wie es ist. Arne feiert seine meiner Meinung nach viel zu frühe Hochzeit jetzt gegen meinen Willen in unserem Haus. Hat das schon mal jemand gehört? Wie wär’s, er arbeitet erst hart, hat dann ein Haus und heiratet dann da drin? Oder wie wär’s mit Hotel oder Kneipe?“
 

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Charlotte Roche (High Wycombe, 18 maart 1978)

 

 

De Amerikaanse dichter en schrijver John Updike werd geboren in Shillington, Pennsylvania, op 18 maart 1932. Zie ook alle tags voor John Updike op dit blog.

Uit: Rabbit, Run 

“Nelson! Stop that this minute!" She turns rigid in the glider but does not rise to see what is making the boy cry. Eccles, sitting by the screen, can see. The Fosnacht boy stands by the swing, holding two red plastic trucks. Angstrom's son, some inches shorter, is batting with an open hand toward the bigger boy's chest, but does not quite dare to move forward a step and actually strike him...Nelson's face turns up toward the porch and he tries to explain, "Pilly have - Pilly -" But just trying to describe the injustice gives it unbearable force, and as if struck from behind he totters forward and slaps the thief's chest and receives a mild shove that makes him sit on the ground. He rolls on his stomach and spins in the grass, revolved by his own incoherent kicking. Eccles' heart seems to twist with the child's body; he knows so well the propulsive power of a wrong, the way the mind batters against it and each futile blow sucks the air emptier until it seems the whole frame of blood and bone must burst in a universe that can be such a vacuum.”
(…)

“Dabbling in the sandbox gives Rabbit a small headache. Over at the pavilion the rubber thump of Roofball and the click of checkers call to his memory, and the forgotten smell of that narrow plastic ribbon you braid bracelets and whistlechains out of and of glue and of the sweat on the handles on athletic equipment is blown down by a breeze laced with children's murmuring. He feels the truth: the thing that has left his life has left irrevocably; no search would recover it. No flight would reach it. It was here, beneath the town, in these smells and these voices, forever behind him. The fullness ends when we give Nature her ransom, when we make children for her. Then she is through with us, and we become, first inside, and then outside, junk. Flower stalks.”

 

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John Updike (18 maart 1932 – 27 januari 2009)

 

 

De Engelse dichter en schrijver Wilfred Owen werd op 18 maart 1893 geboren in Oswestry in Shropshire. Zie ook alle tags voor Wilfred Owen op dit blog.

 

Conscious

His fingers wake, and flutter up the bed.
His eyes come open with a pull of will,
Helped by the yellow may-flowers by his head.
A blind-cord drawls across the window-sill . . .
How smooth the floor of the ward is! what a rug!
And who's that talking, somewhere out of sight?
Why are they laughing? What's inside that jug?
"Nurse! Doctor!" "Yes; all right, all right."

But sudden dusk bewilders all the air --
There seems no time to want a drink of water.
Nurse looks so far away. And everywhere
Music and roses burnt through crimson slaughter.
Cold; cold; he's cold; and yet so hot:
And there's no light to see the voices by --
No time to dream, and ask -- he knows not what.

 

 

Hospital Barge

Budging the sluggard ripples of the Somme,
A barge round old Cérisy slowly slewed.
Softly her engines down the current screwed,
And chuckled softly with contented hum,
Till fairy tinklings struck their croonings dumb.
The waters rumpling at the stern subdued;
The lock-gate took her bulging amplitude;
Gently from out the gurgling lock she swum.

One reading by that calm bank shaded eyes
To watch her lessening westward quietly.
Then, as she neared the bend, her funnel screamed.
And that long lamentation made him wise
How unto Avalon, in agony,
Kings passed in the dark barge, which Merlin dreamed.

 

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Wilfred Owen (18 maart 1893 – 4 november 1918)
Portret door Anthony Brown, 2011

 

 

De Franse dichter Stéphane Mallarmé werd geboren in Parijs op 18 maart 1842. Zie ook alle tags voor Stéphane Mallarmé op dit blog.

 

Don du poème

Je t'apporte l'enfant d'une nuit d'Idumée !
Noire, à l'aile saignante et pâle, déplumée,
Par le verre brûlé d'aromates et d'or,
Par les carreaux glacés, hélas ! mornes encor
L'aurore se jeta sur la lampe angélique,
Palmes ! et quand elle a montré cette relique
A ce père essayant un sourire ennemi,
La solitude bleue et stérile a frémi.

Ô la berceuse, avec ta fille et l'innocence
De vos pieds froids, accueille une horrible naissance
Et ta voix rappelant viole et clavecin,
Avec le doigt fané presseras-tu le sein
Par qui coule en blancheur sibylline la femme
Pour des lèvres que l'air du vierge azur affame ?

 

 

Victorieusement fui ...

Victorieusement fui le suicide beau
Tison de gloire, sang par écume, or, tempête !
Ô rire si là-bas une pourpre s'apprête
A ne tendre royal que mon absent tombeau.

Quoi ! de tout cet éclat pas même le lambeau
S'attarde, il est minuit, à l'ombre qui nous fête
Excepté qu'un trésor présomptueux de tête
Verse son caressé nonchaloir sans flambeau,

La tienne si toujours le délice ! la tienne
Oui seule qui du ciel évanoui retienne
Un peu de puéril triomphe en t'en coiffant

Avec clarté quand sur les coussins tu la poses
Comme un casque guerrier d'impératrice enfant
Dont pour te figurer il tomberait des roses.

 

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Stéphane Mallarmé (18 maart 1842 - 9 september 1898)
Portret naar een foto uit 1862

 

 

De Argentijnse schrijver Héctor Bianciotti werd geboren op 18 maart 1930 in Córdoba. Zie ook alle tags voor Héctor Bianciotti op dit blog.

Uit: The Death of Borges

“He was animated by this conversation, and Maria Kodama and I asked him if he would get up and walk with us in the corridor. Not without some fears, he accepted. At first trembling, he finished by holding himself straight and firm. He smiled, and in a voice that was weak but that became heavy and jarring and strong when he recited Anglo-Saxon or Icelandic texts, he chanted—one might say “intoned”—the last verse of the ballad of Maldon, just as we were leaving the corridor.

He released his beloved falcon into the forest
and entered the battle.

Two weeks later, he was back at his hotel. He could have returned to his house in Buenos Aires. He had reasons to do so; he feared what would happen to his old editions of Anglo-Saxon sagas. He decided to stay in Geneva, the city of his youth; he wanted to be near the lake. He worked to the end on a scenario for a film on Venice. He was glad to have visitors, always happy to talk to people capable of carrying on a dialogue with his vast memory and of contributing something unexpected to it.”

 

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Héctor Bianciotti (18 maart 1930 – 11 juni 2012)
Héctor Bianciotti en Jorge Luis Borges 

 

 

De Nederlandse schrijver Hellema (pseudoniem voor Alexander Bernard (Lex) van Praag) werd geboren in Amsterdam op 18 maart 1921. Zie ook alle tags voor Hellema op dit blog.

Uit: Kimberley

“Hij kan dus ook nooit te kort schieten en dan zijn tekortkomingen op mij projecteren. Hij verwijt mij niets. Ik hoef niet beter te zijn dan ik ben. Ik hoef niet te liegen om geloofwaardig te zijn. Hij aanvaardt mij. En zolang ik hem niet ontken, dat wil zeggen hem op een of andere manier kwel, voelt hij zich door mij aanvaard. Hij mist de ijdelheid om behaagd te willen worden. Het behaagd willen worden waarmee mensen aandacht trekken, wat een manier van zeuren is. Maar zeuren betekent iets anders dan waarover gezeurd wordt en wat dat is, moet je raden; dat is het spel waarvan je niet moe mag worden en god-bewaar dat je een fout maakt, dan kun je beter het veld ruimen. En een aap kopen.”
(…)

De naam is voor ieder in de diamanthandel geïnteresseerde een toverwoord. Kimberley levert de wereld aardse schatten van fabelachtige waarde. Hier werd de Cullinan gevonden van meer dan drieduizend karaat, die nog bij Asscher in Amsterdam geslepen is. Maar wie dat allemaal niet weet, zou menen in een verarmd stadje te zijn dat een kwijnend bestaan lijdt."

 

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Hellema (18 maart 1921 – 19 maart 2005)
Cover 

 

 

De Duitse schrijver Christian Friedrich Hebbel werd geboren in Wesselburen op 18 maart 1813. Zie ook alle tags voor Friedrich Hebbel op dit blog.

 

Das letzte Glas

Das letzte Glas! Wer mag es denken!
Und dennoch muß ein letztes sein!
Mich drängt’s, es hastig einzuschenken,
Fällt auch die Träne mit hinein.
Stoß an! Du stießest gar zu heftig!
In tausend Scherben liegt das Glas.
Ein neues bringt mir schon geschäftig
Der Kellner; nochmals füll ich das.

Das letzte Glas! Wer mag es schauen!
Und dennoch muß ein letztes sein!
Du ziehst nun bald in ferne Gauen:
Denkst du im fremden Land noch mein?
Stoß an! Ich zittre gar zu heftig!
In tausend Scherben liegt das Glas.
Ein neues bringt mir schon geschäftig
Der Kellner; nochmals füll ich das.

Das letzte Glas! Wer mag es trinken!
Und dennoch muß ein letztes sein!
Dir werden neue Freunde winken,
Ich aber bleib hier ganz allein!
Stoß an! Zu Boden werf ich’s heftig!
Warum schon jetzt das letzte Glas!
Ein neues bringt mir schon geschäftig
Der Kellner; nochmals füll ich das.

Das letzte Glas! Wir lassen’s stehen!
Versiegle und verschließ den Wein!
Wenn wir dereinst uns wieder sehen,
So soll es unser erstes sein!
Komm, an den Mund preß ich dich heftig,
Als wärst du selbst mein letztes Glas!
Was wir uns sind, das fühl ich kräftig,
Jetzt geh mit Gott! Wir bleiben das!

 

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Friedrich Hebbel (18 maart 1813 - 13 december 1863)
Monument in Wesselburen

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 18e maart ook mijn blog van 18 maart 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 22:30 Reageer op dit bericht

Prijs van de Leipziger Buchmesse voor Guntram Vesper

De Prijs van de Leipziger Buchmesse 2016 gaat naar de Duitse schrijver Guntram Vesper Hij ontvangt de prijs, waaraan een geldbedrag van € 15.000 verbonden is in de categorie fictie voor zijn roman “Frohburg”. In de meer dan duizend pagina’s tellende roman vertelt Vesper gaat over zijn geboorteplaats Frohburg: een kleine stad ten zuiden van Leipzig, waar hij zijn kindertijd en jeugd doorgebracht, voordat de familie in 1957 vluchtte naar de Bondsrepubliek. Zie ook alle tags voor Guntram Vesper op dit blog.

Uit: Frohburg

„Unsere uneigene Sache, unser eigentliches Ding: die endlos langen Sommerabende. Fußball. Räuber und Gendann, Versteckspiel, renn ums Leben. Sonst abgeschlagen, ausgeschieden, ausgenommen. zu den Toten. In den Auguststaub klopfende lgelitsandalen, hallende Rufe, spitze Schreie. Grölen. Quieken. zurückgeworfen vom dämmergrauen Geviert der Häuserreihen, Geschiebe‚ Gesehubse, Gezerre, Gerangel, bei zunehmender Dunkelheit,  gemeint die Mädchen, wer sonst.
Brückengasse Wyhrabrücke Gußleisenkonstruktion aus Cainsdorf, Königin-Marien-l-lütte. Unter jedem Laster Zittern, Beben. Schwingen. Auch bei Hochwasser und Eisgang: Treibgut Balken, Schollenstoß,
Töpferplatz. Die Maulbeerhecke. Eßbar oder. Drei Trittstufen zur Schöpfe. Der alte Bürstenrnacher Prause bis zum Knie im seichten Fluß: Auf Wiedersehn, du schöne Welt. Von der Tochter zurückgesehleppt ins Haus und eingeschlossen. Warum auch nicht. muß sein. Lindenreihe. In den Hundstagswochen, vor Gewittern schwarzrotes Gewimmel der Franzosenkäfer.
Greifenhainer Straße.
Die Großeltern. Nach dem großen Brand am Markt das Haus am Fluß gekauft. Dort ich geboren.
(…)

Meine ersten Jahre, die ersten anderthalb Jahrzehnte, dort drüben, da hinten, in Frohburg. Als hätte man sie im Hinterzimmer einer riesengroßen, rastlos stampfenden Mühle verbracht, die Ideen und Gefühle und noch die leisesten Regungen zerschrotete und Menschen verbrauchte, in maßloser Menge, ganze Städte, Landstriche, Provinzen und Länder wurden zu Schutt und Erinnerung, während man selber Lesen und Schreiben lernte und die Sonne aufgehen und hinter dem Horizont wieder versinken sah. Zitternde Bilder, zitternder Boden. Wirkt und wühlt in uns weiter, wirst sehen.
Kindheit ohne Ziel, ohne Mitte. Musik war Kirchengesang oder FDJ-Lied, Wörter wie Oper, Sinfonie, Streichquartett hast du kaum oder gar nicht gehört, sie kamen, wenn du genau überlegst, einfach nicht vor, einfach, das sagt sich so leicht, von Mozart, Beethoven, von Hans Pfitzner, sein Vater in Frohburg geboren, und Schönberg keine Spur. Rückschritt, den man Fortschritt nannte. Fortschritt, der Rückschritt hieß. Dazu die Lehrer, Uniformfotos von gestern bestens versteckt, wenn nicht verbrannt, was sie als junge Offiziere und Unteroffiziere an der Ostfront oder im Hinterland getrieben hatten, darüber kein Wort, sie lobten Johannes R. Becher und Kuba über alles und beteten jede Eloge der Zeitungen auf Aschajew und Babajewski nach, Fern von Moskau, Ritter des goldenen Sterns, was sie wirklich dachten, behielten sie lieber für sich.“

 

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Guntram Vesper (Frohburg, 28 mei 1941)

Geschreven door Romenu om 11:11 Reageer op dit bericht

Siegfried Lenz, Thomas Melle, Hans Wollschläger, Hafid Aggoune, Rense Sinkgraven, William Gibson, Patrick Hamilton, Karl Gutzkow

De Duitse schrijver Siegfried Lenz werd op 17 maart 1926 in Lyck, in de landstreek Masuren in Oostpruisen geboren. Zie ook alle tags voor Siegfried Lenz op dit blog.

Uit: Deutschstunde

„Aber hinter der für tat sich, je länger wir dorthin blickten, doch etwas, der Glutklumpen einer Zigarette wurde da hinter der schmalen Milchglasscheibe sichtbar, ein Räuspern war zu hören, und während Per Arne Scheßel sich zu einer kargen, aber immer noch einladenden Geste bereitfand, trat endlich Asmus Asmussen ein, Autor des Buches »Meeresleuchten« und Ehrenvorsitzender des Glüseruper Heimatvereins. Obwohl er in Marineuniform, als Stabsobergefreiter eintrat, wurde er sofort erkannt, mit Rufen und Beifall begrüßt, worauf er leger, doch militärisch zurückgrüßte und die Zigarette ausdrückte. Der Schöpfer von Timm und Tine, der bei uns ziemlich populären Figuren aus dem »Meeresleuchten« - beide hatten sich, wenn ich mich nicht täusche, durch eine Flaschenpost kennengelernt, fanden diesen Austausch so ergiebig, dass sie auch als Verlobte und Verheiratete Flaschenpost wechselten, trieben das Spiel unermüdlich weiter, hielten die Flaschenpost auch noch in hohem Alter für die schönste, jedenfalls sparsamste Art der Mitteilung und gaben somit ihrem Autor die Möglichkeit, lange nach ihrem Tode immer noch an entlegenen Stränden verkorkte Post zu entdecken, mit der zeilenschindend bekenntnishafte Neuigkeiten von Timm und Tine nachgeliefert wurden.
Also dieser Asmus Asmussen, der auf einem Vorpostenboot in der Nordsee Dienst tat, war auf einen Kurzurlaub von Bremerhaven heraufgekommen. Fr war ein säbelbeiniger Mann mit starkem, gewissermaßen lohendem Haarwuchs, seine Halsmuskeln waren erschreckend ausgebildet wie bei einem Gewichtheber, der Blick beherrschte alle Spielarten zwischen kühn und gütig, und man hätte sich ihn nicht ohne weiteres als Schöpfer von Timm und Tine vorstellen können, wenn da nicht sein aufschlussreicher Mund gewesen wäre, ein empfindsamer, rundlicher Pfennigmund, will ich mal sagen. Der Mund verriet ihn. Geschickt zog er sich die Matrosenmütze mit den langen Bändern vom Kopf, hielt sie vorschriftsmäßig. Kokarde und Adler nach vorn, unterm Arm und ließ sich von meinem Großvater willkommen heißen. Er nickte fast zu jedem Satz des Willkommens. Er schien einverstanden damit, dass Per Arne Scheßel ihn zunächst einen intimen Kenner der Heimat nannte, dann einen wehrhaften Vorposten der Heimat, auch erhob er keine Einwände, als man in ihm den Gestalter von einheimischem Schicksal und schließlich sogar das Gewissen von Glüserup begrüßte. Asmus Asmussen nickte nur, und er lächelte zustimmend, als mein Großvater das Thema des Abends bekanntgab, zu dem ein Berufener sich äußern werde; das Thema hieß: »Meer und Heimat«; der Berufene: Asmus Asmussen. Darauf setzte sich mein Großvater.”

 

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Siegfried Lenz (17 maart 1926 – 7 oktober 2014)

 

 

De Duitse schrijver Thomas Melle werd geboren op 17 maart 1975 in Bonn. Zie ook alle tags voor Thomas Melle op dit blog.

Uit: Sickster

„Der Startschuss ist wörtlich zu nehmen : ein ohrenbetäubender Knall. Ihm folgt, feiner als haarfein, ein Riss.
Es war der Sommer 1994, und der Abikorso der Canisius-Schule zog durch die stille, der Bedeutungslosigkeit entgegendämmernde Stadt Bonn. Aufgekratzt und zugleich etwas dumpf vom Feiern, das sich über Tage hingezogen hatte, dumpf auch von der langen Prüfungsphase und der plötzlichen Erleichterung, der kein rechter Sinn zugeordnet werden konnte, wollten die Abiturienten nur noch jubeln. Sie schwenkten die Bierflaschen, krächzten Triumphschreie in den Fahrtwind, hielten ihre Gesichter in die Sonne und holten aus den fingerbemalten Wagen so viel Lärm her aus, wie nur möglich war, durch Motorjaulen, Reifenquietschen, Dauerhupen : eine Schneise des Lärms, die sich gleich hinter ihnen wieder schloss.
Der Jubel der Abiturienten hatte dabei etwas Ausgestelltes, Gespieltes. Er war mehr Wollen als Jubeln. Diesen Tag hatten sie sich schon so oft vorgestellt und herbeigesehnt, dass er das Versprechen, das von ihm ausgegangen war, kaum einlösen konnte. Mit unbeholfenen, groben Gesten und vollmundigen Rufen versuchten die Abgänger, sich als die Könige des Tages zu fühlen, und fielen dabei seltsamerweise in Stereotype ihrer jetzt begrabenen Achtziger-Jahre-Kindheit zurück. Lara imitierte ohne Grund den ostfriesischen Komiker Otto Waalkes und presste immer wieder ein tiefes « Jaa ! Jaaa ! » aus ihren Stimmbändern hervor. Eva warf mit ihren Korkenzieherlocken um sich und genoss den Wind, ganz so, als sei sie in einem Werbeclip für Haarspray gelandet. Jakob trug Basecap und Sonnenbrille und schrie unverständliche Parolen durch eine Flüstertüte, welche noch aus Golfkriegszeiten stammte. Achim und Anja tanzten eine seltsame Mischung aus Lambada und Breakdance und spitzten ihre Lippen immer wieder zu Kussmündern, wenn sie sich in die Augen blickten. Alle johlten, klatschten, stampften.“

 

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Thomas Melle (Bonn, 17 maart 1975)

 

 

De Duitse schrijver, essayist, vertaler, uitgever, historicus, organist en muziekwetenschapper Hans Wollschläger werd geboren op 17 maart 1935 in Minden. Zie ook alle tags voor Hans Wolfschläger op dit blog.

Uit: Karl May und das Reich des Silbernen Löwen

„Der jenseits liegende Teil des Berges war nicht steil gerichtet: er bildete vielmehr eine moosig grüne Böschung, auf welcher einzelne uralte Eichen und andere Laubhölzer standen. Das lockte hinüber aber leider konnten wir nicht, weil der Felsenspalt uns von ihm trennte ... (XXVIII, 244 ff.)
So weit die Schilderung, die mitten in eine der Mayschen Modell-Landschaften führt. Gleichwohl unterscheidet sich, was hier im »Reiche des Silbernen Löwen« der Reisefabel kulissenmäßig vor den Weg geschoben wird, grundsätzlich von allen früheren Duplikaten. Auch der unvorbereitete Leser, der dem reitenden Effendi aus dem Land der Deutschen bislang schon über ungezählte Wüsten-Warrs und Trümmerstätten in ungezählte exotische Täler gefolgt ist, wird einigermaßen stutzen bei dem dumpfen Hall, der aus diesem Tal des Sackes durch den gewohnten Lese-Ton heraufdringt, und irgendwie doch spüren dürfte er, daß es von da an - mit wachsend hohlem Hufschlag - über sehr doppelte Böden hinweggeht. Tatsächlich betreten wir in dieser »Sackgasse« - das ist in der oberschichtigen Allegorie der Chiffren-Wert dieser Landschaft - einen der immer merkwürdigen Schauplätze der Literatur: ein ganz abseitiges Schriftsteller-Leben geht darin zu Ende - und ein neues, nicht minder abseitiges beginnt. Die offizielle Literatur-Würdigung hat das bis heute in ungewöhnlich gewöhnlicher Trägheit nicht recht wahrhaben wollen und überdrüssigen Ohrs darüber weggehört, schien doch auch unter diesen angegrauten Soffitten des Show-Masters May nichts weiter zu schallen als das altbekannte Geräusch jenes Pferdefußes der Literatur, der schön und züchtig »Volksschrifttum« heißt. Dabei ging dort etwas sehr Anderes vor sich, und das - ein wunderlichstes Schauspiel der Bekehrung - mag durchaus staunend betrachtet werden: wie da ein Autor, 60 Jahre alt, der bis dahin ein ganzes Schreiber-Leben lang das getan hatte, was man ebenso allgemein wie milde »Fabulieren« nennen könnte, plötzlich vor dem Ende seines »Lateins« steht und alsbald in einer Bildersprache sich mitzuteilen fortfährt, die seinen Leser-Millionen ausgesprochen - nun, sagen wir »persisch« vorkommen mußte. Planer gesagt: es handelt sich hier um jenen Orts- und Zeit-Punkt in der Geographie von »Karl Mays Gesammelten Reiseerzählungen«, wo der Autor die überaus erfolgreich visitierten Gefilde der Parterre-Literatur hinter sich ließ und einen ersten Schritt über die Grenze der Großen Dichtung tat.“

 

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Hans Wollschläger (17 maart 1935 – 19 mei 2007)

 

 

De Nederlandse dichter Rense Sinkgraven werd op 17 maart 1965 geboren in het Friese Sint Jacobiparochie. Zie ook alle tags voor Rense Sinkgravem op dit blog.

 

Piramide met sleutelgat
Groninger Forum

Dit hemel op aarde noemen,
greep naar de sterren, knipoog naar God.
Icoon, slanke verleider, wangedrocht.

Ze zullen je haten, van je houden.
Laat je omarmen door het warme plein.
Je hart verlicht de blinde nacht.

Een sleutel opent de nieuwe stad.
Een dromer leegt zijn laatste glas.
Een meisje danst wat zonlicht in de dag.

In een café mompelen oude mannen
over wat geweest is.

 

 

Ondenkbaar

Als het ondenkbare iets zou zijn,
zou het dan lijken op wat wij al kennen?
Iets vertrouwds?
Zoals een huis een huis blijft ook
al ben je er niet.
Iemand antwoordt maar
niemand die roept.
Thuiskomen en weer gaan.

 

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Rense Sinkgraven (Sint Jacobiparochie, 17 maart 1965)

 

 

De Franse schrijver Hafid Aggoune werd geboren op 17 maart 1973 in Saint-Etienne. Zie ook alle tags voor Hafid Aggoune op dit blog.

Uit: Anne F.

“Chère Anne,
C'est le coeur lourd que je t'écris.
J'ai longtemps fixé la fenêtre ouverte, décidé à en finir avant le lever du jour.
Tandis que mes doigts effleuraient sans but les tranches de mes livres, ouvrant et fermant au hasard ces petits univers clos et infinis qui m'ont tant nourri, ton nom est apparu et j'ai oublié ma résolution.
J'ai relu ton Journal, à mon âge, quarante ans passés, chose que je n'aurais pas imaginée. Peu d'adultes te relisent - ils devraient pourtant.
En te redécouvrant au fil des pages, l'envie de t'écrire a été plus forte que tout.
Tes mots ont repoussé la honte et la culpabilité qui m'ont envahi ces derniers jours, deux poisons s'insinuant en moi, jusqu'au dégoût de vivre.
Avant que le soleil ne se lève, c'est vers toi qu'iront mes pensées.
La première fois que je t'ai lue j'avais quinze ans, mais le souvenir est vif, celui de ton unique oeuvre, bouleversante et universelle, petit bout de vie déposé sur du papier traversant les époques et les frontières.
Quinze ans, cet âge que tu auras pour l'éternité.
Je ne t'ai pas trouvée changée, toujours alerte, l'esprit agile, poignante, perspicace, joyeuse, touchante, étonnante, précoce dans ton regard, ta compréhension des êtres et ton analyse des choses de la vie, le peu que tu en auras connu.
Ton époque et la mienne sont deux soeurs de larmes.
Est-ce qu'il pleut des gouttes d'espoir sur les ténèbres ?“

 

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Hafid Aggoune (Saint-Etienne, 17 maart 1973)

 

 

De Amerikaanse schrijver William Ford Gibson werd geboren in Conway (South Carolina) op 17 maart 1948. Zie ook alle tags voor William Gibson op dit blog.

Uit: Idoru

“``No,'' Laney said. ``Thanks.''
Rydell stood, automatically straightening the creases in his khaki uniform trousers. He wore a black nylon web-belt hung with various holstered devices, all of them black, a short-sleeved white shirt, and a peculiarly immobile black tie. ``I'll leave the number in your box,'' he said.
Laney watched the security man cross the terra cotta and the various rugs, to vanish past the darkly polished panels of the registration desk. He'd had something going on cable once, Laney had gathered. Nice guy. Loser.
Laney sat there until dawn came edging in through the tall, arched windows, and Taiwanese stainless could be heard to rattle, but gently, from the darkened cave of the breakfast room. Immigrant voices, in some High Steppe dialect the Great Khans might well have understood. Echoes woke from the tiled floor, from the high beams surviving from an age that must once have seen the advent of Laney's kind or predecessors, their ecology of celebrity and the terrible and inviolable order of that food chain.
Rydell left a folded sheet of Chateau notepaper in Laney's box.
A Tokyo number. Laney found it there the next afternoon, along with an updated estimate of his final bill from the lawyers.
He took them both up to the room he could no longer even pretend to afford.
A week later he was in Tokyo, his face reflected in an elevator's gold-veined mirror for this three-floor ascent of the aggressively nondescript O My Golly Building. To be admitted to Death Cube K, apparently a Franz Kafka theme bar.

 

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William Gibson (Conway, 17 maart 1948)

 

 

De Engelse schrijver Patrick Hamilton werd geboren op 17 maart 1904 in Hassocks, Sussex. Zie ook alle tags voor Patrick Hamilton op dit blog.

Uit:Hangover Square

“Click!
Hullo, hullo - here we are! - here we are again!
He was on Hunstanton station and it had happened again. Click, snap, pop - whatever you like - and it all came flooding back!
The sound-track had been resumed with a sudden switch; the grim, dreary, mysterious silent film had vanished utterly away, and all things were bright, clear, vivacious, sane, colourful and logical around him, as he carried his bag, at three o’clock on Boxing Day, along the platform of the little seaside terminus.
It had happened at the barrier, as he offered his ticket to be clipped by the man. You might have thought that the click of the man’s implement as he punctured the ticket had been the click inside his head, but actually it had happened a fraction of a second later - a fraction of a fraction of a second, for the man still held his ticket, and he was still looking into the man’s grey eyes, when he heard the shutter go up in his head, and everything came flooding back.
It was like bursting up into fresh air after swimming gravely for a long time in silent, green depths: the first thing of which he was aware was the terrific sustained hissing noise coming from the engine which was to take him back to London. While he yet looked into the man’s eyes he was aware of this noise. He knew, too, perfectly well, that this noise had been going on ever since he had entered the station, while he was buying his ticket, while he was dragging his bag to the barrier. But it was only now, now that his brain had clicked back again, that he heard it.”

 

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Patrick Hamilton (17 maart 1904 – 23 september 1962)
Affiche voor de film uit 1945

 

 

De Duitse schrijver en journalist Karl Gutzkow werd geboren op 17 maart 1811 in Berlijn. Zie ook alle tags voor Karl Gutzkow op dit blog.

 

Die Überzeugung ist des Mannes Ehre

Die Überzeugung ist des Mannes Ehre,
Ein Vließ, das keines Fürsten Hand
Und kein Capitel um die Brust ihm hängt.
Die Überzeugung ist des Kriegers Fahne,
Mit der er, fallend, nie unrühmlich fällt.
Der Ärmste selbst, verloren in der Masse,
Erwirbt durch Überzeugung sich den Adel,
Ein Wappen, das er selbst zerbricht und schändet,
Wenn er zum Lügner seiner Meinung wird.

 

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Karl Gutzkow (17 maart 1811 – 16 december 1878)
Litografie door Valentin Schertle, 1840

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 17e maart ook mijn blog van 17 maart 2015 en ook mijn blog van 17 maart 2013 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:49 Reageer op dit bericht

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