Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 7 juni 2016 tot 8 juni 2016

Marguerite Yourcenar, Lutz Seiler, Ulf Stolterfoht, Péter Gárdos, Gwen Harwood, H. J. Friedericy, Udo Kawasser, Michael Basse

De Belgisch-Amerikaanse, Franstalige schrijfster Marguerite Yourcenar werd geboren in Brussel op 8 juni 1903. Zie ook alle tags voor Marguerite Yourcenar op dit blog.

Uit: Memoirs of Hadrian (Vertaald door Grace Frick, in samenwerking met de schrijfster)

“Almost everything that we know about anyone else is at second hand. If by chance a man does confess, he pleads his own cause and his apology is made in advance. If we are observing him, then he is not alone. They have reproached me for liking to read the police reports of Rome, but I learn from them, all the time, matter for amazement; whether friends or suspects, familiars or persons unknown, these people astound me; and their follies serve as excuse for mine. Nor do I tire of comparing the clothed and the unclothed man. But these reports, so artlessly detailed, add to my store of documents without aiding me in the least to render a final verdict. That this magistrate of austere appearance may have committed a crime in no way permits me to know him better. I am henceforth in the presence of two phenomena instead of one, the outer aspect of the magistrate and his crime.
As to self-observation, I make it a rule, if only to come to terms with that individual with whom I must live up to my last day, but an intimacy of nearly sixty years' standing leaves still many chances for error. When I seek deep within me for knowledge of myself what I find is obscure, internal, unformulated, and as secret as any complicity. A more impersonal approach yields informations as cool and detached as the theories which I could develop on the science of numbers: I employ what intelligence I have to look from above and afar upon my life, which accordingly becomes the life of another. But these two procedures for gaining knowledge are difficult, and require, the one, a descent into oneself, the other, a departure from self. Out of inertia I tend, like everyone else, to substitute for such methods those of mere habit, thus conceiving of my life partly as the public sees it, with judgments readymade, that is to say poorly made, like a set pattern to which an unskillful tailor laboriously fits the cloth which we bring him. All this is equipment of unequal value; the tools are more or less dulled; but I have no others: it is with them that I must fashion for myself as well as may be some conception of my destiny as man."

 

 1923347-57d61eb5a55c6498bc27350c3e92309c.jpg
Marguerite Yourcenar (8 juni 1903 – 17 december 1987)
Hadrianus en Antinous, standbeeld in Florence

 

 

De Duitse dichter en schrijver Lutz Seiler werd geboren op 8 juni 1963 in Gera. Zie ook alle tags voor Lutz Seiler op dit blog.

Uit: Kruso

“Seit er aufgebrochen war, befand sich Ed in einem Zustand übertriebener Wachsamkeit, der es ihm verboten hatte, im Zug zu schlafen. Vor dem Ostbahnhof, der im neuen Fahrplan Hauptbahnhof hieß, gab es zwei Laternen, eine am Postgebäude schräg gegenüber und eine über dem Haupteingang, wo ein Lieferwagen parkte, mit laufendem Motor.
Die Leere dieser Nacht widersprach seinen Vorstellungen von Berlin, aber was wusste er schon von Berlin. Bald kehrte er in die Schalterhalle zurück und verkroch sich auf einer der breiten Fensterbänke. In der Halle war es so still, dass er von seinem Platz aus das Knattern hören konnte, mit dem der Lieferwagen draußen abfuhr.
Er träumte von einer Wüste. Am Horizont ein Kamel, das näher kam. Es schwebte in der Luft und wurde dabei von vier oder fünf Beduinen gehalten, was ihnen einige Mühe zu bereiten schien. Die Beduinen trugen Sonnenbrillen, sie beachteten ihn nicht. Als Ed die Augen aufschlug, sah er das cremeglänzende Gesicht eines Mannes, so nah, dass er es zuerst nicht überblicken konnte. Der Mann war alt und sein Mund gespitzt, als wollte er pfeifen - oder als hätte er gerade geküsst. Augenblicklich zuckte Ed zurück, und der Küsser hob die Arme.
Oh,Verzeihung,Verzeihung, tut mir sehr leid, ich möchte - wirklich nicht stören, junger Mann.«
Ed rieb sich die Stirn, die sich feucht anfühlte, und raffte seine Sachen zusammen. Der Alte roch nach Florena-Creme, sein braunes Haar war in einem steifen glänzenden Bogen nach hinten gelegt.
Es ist nur so«, begann seine flötende Rede, »dass ich gerade mitten in einem Umzug bin, einem großen Umzug, und jetzt haben wir schon Nacht, Mitternacht, viel zu spät, dum-merweise, und von meinen Möbeln steht noch ein Schrank, ein wirklich guter, wirklich großer Schrank, draußen auf der Straße…“

 1923347-88dcbdf128db3aa2eac45a9ba28ccdd5.jpg
Lutz Seiler (Gera, 8 juni 1963)

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Ulf Stolterfoht werd geboren op 8 juni 1963 in Stuttgart. Zie ook alle tags voor Ulf Stolterfoht op dit blog.

 

fachsprachen IV (2) [was von "gesanglos" übrig bleibt]

was von "gesanglos" übrig bleibt - "ein ernster vogel"
reißt es an. kein ernster vogel handelt ab was der
erscheinung eigen schien. er streicht sich sozusagen
durch. man schüttelt innerlich den kopf. man nickt.
siehts ein. das muß das wesen der verneinung sein.
was auf den zweiten blick verwirrt: ... KEINE X

PFERDE (... bringen einen weg) hält auf den dritten
stand und fest. kein eines pferd hält also fest.
elf pferde oder neun: sie bringen einen weg. genau
wie keine zehn. sie halten einen fest. dann aber
bitte nichts wie ran an keine null pferde - sie
abzubäumen/aufzuzäumen  was nämlich sache ist

(um letzte zweifel auszuräumen): nicht nicht zu
unterlassen. nicht zu vergessen: vergessen. zu
hungern. es schlichtweg verrichtet. nähme sich vor:
zu schneiden das brot. vergißt es. wird nun (das
brot wird immer härter) zu schneiden nennen "sägen"
sein? sei eure rede bestenfalls ja ja / nein nein!

was ähnlich schwer zu klären ist: ob es vielleicht
wahrscheinlich gibt. tendenz: vielleicht. wahrscheinlich
nicht. doch damit steht man schnell allein. kommt also
nicht umhin "unding schlechthin" als haben ding zu gelten
lassen. das brotlose des unterfangens: nicht nur nicht
nicht zu sagen / un zu tun. dann seine schönheit aber auch.

 

 1923347-2abdac910fcdfb96b1998dc8b8363f9e.jpg
Ulf Stolterfoht (Stuttgart, 8 juni 1963)

 

 

De Hongaarse schrijver en film- en theaterregisseur Péter Gárdos werd geboren op 8 juni 1948 in Boedapest. Zie ook alle tags voor Péter Gárdos op dit blog.

Uit: Fieber am Morgen (Vertaald door Timea Tankó)

»Ich lebe.«
Der Kapitän musterte ihn. Aschfahle Haut spannte sich über seinem Schädel, durch die Brillengläser verzerrt, wirkten die Pupillen riesig, und in seinem Mund tat sich eine dunkle Höhle auf. Damals hatte mein Vater so gut wie keinen Zahn mehr.
 Was genau geschehen war, weiß ich nicht. Vielleicht hatten drei grobschlächtige Handlanger des Regimes eine schmächtige Gestalt in einem Luftschutzkeller halb totgeschlagen. Vielleicht hatte an der Decke eine einzige, nackte Glühbirne gehangen. Vielleicht hatte einer der Schläger, der mit dem nackten Oberkörper, ein Bügeleisen in der Hand gehabt, mit dem er den Gefangenen mit der eingefallenen Brust, meinen Vater, mehrmals ins Gesicht geschlagen hatte.
Die offizielle Version besagt lakonisch, dass ihm die meisten Zähne 1944 im Zuchthaus am Margarethenring in Budapest ausgeschlagen worden waren.
 Aber hier und jetzt lebte er tatsächlich, er atmete, wenn auch etwas pfeifend, und seine Lunge tat ihr Bestes, um die frische Meeresluft aufzunehmen.
Der Kapitän blickte durch sein Fernrohr.
»Wir legen für fünf Minuten in Malmö an.«
Diese Information sagte meinem Vater sehr wenig. Er war bloß einer von zweihundertfünfundzwanzig kranken Menschen in außerordentlich schlechtem gesundheitlichen Zustand, die von Lübeck nach Stockholm gebracht wurden. Manche von ihnen wären schon glücklich gewesen, wenn der Kapitän ihnen hätte versichern können, dass sie den Zielhafen lebend erreichen würden. Einige Minuten Aufenthalt in Malmö spielten für sie nicht die geringste Rolle. Der Kapitän fuhr jedoch fort, als erstattete er einem Vorgesetzten Bericht.
»Den Befehl habe ich über Funk erhalten. Diese Unterbrechung war in der planmäßigen Route nicht vorgesehen.«
Das Schiffshorn tutete. Im Nebel tauchten die Docks des Hafens von Malmö auf. Mein Vater blickte nach oben, über ihm kreisten Möwen.
Sie legten ganz am Ende der Mole an.“

1923347-924469a2de5a42077ae1f0d633d6fc3e.jpg
Péter Gárdos (Boedapest, 8 juni 1948)

 

 

De Australische dichteres en librettiste Gwen Harwood werd geboren op 8 juni 1920 in Taringa, Queensland. Zie ook alle tags voor Gwen Harwood op dit blog.

 

The Violets

It is dusk, and cold. I kneel to pick
frail melancholy flowers among
ashes and loam. The melting west
is striped like ice-cream. While I try
whistling a trill, close by his nest
our blackbird frets and strops his beak
indifferent to Scarlatti’s song.
Ambiguous light. Ambiguous sky

Towards nightfall waking from the fearful
half-sleep of a hot afternoon
at our first house, in Mitchelton,
I ran to find my mother, calling
for breakfast. Laughing, “It will soon
be night, you goose,” her long hair falling
down to her waist, she dried my tearful
face as I sobbed, “Where’s morning gone?”

and carried me downstairs to see
spring violets in their loamy bed.
Hungry and cross, I would not hold
their sweetness, or be comforted,
even when my father, whistling, came
from work, but used my tears to scold
the thing I could not grasp or name
that, while I slept, had stolen from me

those hours of unreturning light.
Into my father’s house we went,
young parents and their restless child,
to light the lamp and the wood stove
while dusk surrendered pink and white
to blurring darkness. Reconciled,
I took my supper and was sent
to innocent sleep.
Years cannot move

nor death’s disorienting scale
distort those lamplit presences:
a child with milk and story-book;
my father, bending to inhale
the gathered flowers, with tenderness
stroking my mother’s goldbrown hair.
Stone-curlews call from Kedron Brook.
Faint scent of violets drifts in air.

 

 1923347-4a1e3a0477a41509831621c6d4cab925.jpg
Gwen Harwood (8 juni 1920 - 5 december 1995)
Still Life Violets door Frederick Fenetty (1854-1915)

 

 

De Nederlandse schrijver Herman Jan (Han) Friedericy werd op 8 juni 1900 geboren in Stadskanaal in de gemeente Onstwedde. Zie ook alle tags voor H. J. Friedericy op dit blog.

Uit: Bendeleider (Onder het pseudoniem H. J. Merlijn)

“Hij stapte als een echte militair de kamer van mijn Toewan Petoro binnen. Hij sloeg de hakken tegen elkaar en groette. De drie Toewans stonden op en gaven Toewan Kapten een hand. Toen gingen zij alle vier zitten. Mijn Toewan riep mij en ik moest de lege glazen meenemen en aan de Njonja nog vier split vragen. Bij mijn terukomst lag er een kaart op tafel en Toewan Kapten liet er al pratend zijn wijsvinger over lopen. De andere Toewans knikten. Mijn Toewan ging weer telefoneren. Nu vroeg hij of de Tomarilalang1) wilde komen. Samen met Aroe2) Ta. De Tomarilalang bestuurt als hoofd van de Zeven Vorsten, de Aroepitoe3), het rijk van Bone en Aroe Ta is het hoofd van de hele politie in Bone. Hij is zeer gevreesd, vooral in de bergstreken, waar het wemelt van veedieven. De Tomarilalang is een van de beste mensen, die ik ken. Ik ben even oud als hij en ik heb met hem gespeeld op een leeftijd, dat wij nog naakt liepen. Niemand in Bone weet iets kwaads van hem te zeggen. Hij heeft een goed hart, is rechtvaardig en voor niemand bang. Mijn Toewan en hij zijn grote vrienden.
De Tomarilalang en Aroe Ta kwamen gauw. Ook zij kwamen aan de tafel zitten. Aroe Ta praat altijd veel en vlug. Ook nu weer. Iedereen sprak na de aankomst van de Tomarilalang en Aroe Ta Maleis. Daarom kwam ook ik langzamerhand te weten wat er gebeurd was.
In Peneki, vertelde Toewan Petoro Sengkang - hij zei eigenlijk Peniki, maar dat doet er niet toe - in Peneki, een klein dorp anderhalf uur met de auto van Sengkang gelegen, waren de vorige middag drie mannen aangekomen. Zij kwamen uit het Oosten, van de zeekant, uit een onbewoonde vlakte. Zij schreeuwden opgewonden en de bewoners van de eerste huizen van het dorp waren verschrikt de huizen ingevlucht toen zij zagen, dat de drie mannen met krissen zwaaiden. Twee Chinese timmerlieden waren daar bezig een kleine toko te bouwen en door het hameren, dat zij deden en ook wel, denk ik, doordat zij zelf, als de meeste Chinezen in de buitenlucht, luidkeels tegen elkaar aan het praten waren, hoorden zij het geschreeuw van de mannen niet.”

 

 1923347-a5834a3c217b0834ceca8dd16985f6b6.jpg
H. J. Friedericy (8 juni 1900 – 23 november 1962)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata:

De Oostenrijkse dichter, vertaler, danser en choreograaf Udo Kawasser werd geboren in 1965 in Vorarlberg. Zie ook alle tags voor Udo Kawasser op dit blog.

Uit: Einbruch der Landschaft

„…jetzt ist es mir doch passiert, diese Mattigkeit, die mich auf einmal befallen hat, das Gefühl zu Schwinden bei lebendigem Leib, hatte schon geglaubt, meine Vorsicht würde mich auch die zweite Hälfte meines Aufenthalts überstehen lassen. diese Erniedrigung durch einen haltlos gewordenen Darm, der jeden Schritt vor die Tür zur Mühsal und zum unkalkulierbaren Risiko werden lässt, sein unter Krämpfen hervorspritzender Inhalt, den ich mit Wasserkübeln hinunterschwemmen muss, da die Tanks auf dem Dach wieder leer sind, das Pendeln zwischen Bett und Klo in dieser neuen Behausung, der Schweiß rinnt mir in dem engen Abtritt in die Bauchfalten, sammelt sich als kühler Fleck am Steiß, die längst entleerten Eingeweide pressen nur mehr einen hellen, stinkenden Schleim hervor, über dem ich zusammengekauert brüte, weiß nie, ob ich schon aufstehen kann, ob noch mehr kommen wird. was habe ich mir da eingefangen, dass mein Körper nicht mehr an sich halten kann, sich in ein einziges furzendes Loch verwandelt und die Gedanken herabzieht und lähmt? hätte das Frittierte an Vidas Stand nicht essen dürfen! starre vor mich hin, über mir surrt die Neonröhre, während der Anus sich immer wieder zusammenzieht, entspannt... da bewegt sich etwas vor meiner Nase, aus den Ritzen der morschen Klotür tasten die filigranen Antennen der Kakerlaken hervor, es tue ihr leid, ich müsse verstehen, aber eine Jinetera, so eine schwarze Nutte aus dem Osten, so meine weiße Vermieterin, komme ihr nicht ins Haus.“.

1923347-ab39d5cab98cd39661aac471dfa7e869.JPG
Udo Kawasser (Vorarlberg, 1965)

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Basse werd geboren in 1957 in Bad-Salzuflen / Nordrhein-Westfalen. Zie ook alle tags voor Michael Basse op dit blog.

 

Wir werden immer jünger

Wir werden immer jünger
von jahr zu jahr schwinden die falten
der kummer drückt nicht mehr so ins gesicht
da ist was wie frühling in unsren blicken
etwas wie übermut
uns graut nicht mehr vor gipfeln
die wir früher verschmähten
in hundert jahren werden wir schweben
schwereloser sternenstaub
tanzende eiskristalle
keiner ist vor uns sicher

 

 1923347-3263f6d260cf7c36f35569076f563a96.jpg
Michael Basse (Bad-Salzuflen, 1957)

Geschreven door Romenu om 18:14 Reageer op dit bericht

Orhan Pamuk, Monika Mann, Nikki Giovanni, Harry Crews, Louise Erdrich, Mascha Kaléko, Jan Engelman

De Turkse schrijver Orhan Pamuk werd geboren op 7 juni 1952 in Istanbul. Zie ook alle tags voor Orhan Pamuk op dit blog.

Uit: Dat vreemde in mijn hoofd (Vertaald door Hanneke van der Heijden en Margreet Dorleijn)

“Dit is het verhaal van het leven en de dromen van Mevlut Karataş, venter van boza en yoghurt. Mevlut werd in 1957 geboren in het westelijkste deel van Azië, in een armoedig Centraal-Anatolisch dorp, niet ver van een meer, dat je in de verte nevelig kon zien liggen. Op zijn twaalfde kwam hij naar Istanbul, de hoofdstad van de wereld, waar hij de rest van zijn leven zou doorbrengen. Toen hij vijfentwintig was schaakte hij een meisje, wat nogal vreemd verliep, de gebeurtenis bepaalde zijn hele verdere leven. Hij keerde terug naar Istanbul, trouwde en kreeg twee dochters. Hij werkte aan één stuk door en had allerlei baantjes, zo ventte hij yoghurt, werkte als ijscoman, verkocht rijst met kikkererwten, was kelner. Maar wat voor werk hij ook deed, het venten van boza en het verzinnen van vreemde dromen ’s avonds in de straten van Istanbul zou hij nooit opgeven.
Onze hoofdpersoon, Mevlut, was lang, hij had een sterk en tegelijk rank lichaam, en zag er goed uit. Hij had een jongensachtig gezicht dat vrouwen vertederde, donkerblond haar, en een oplettende en intelligente blik. Voor een beter begrip van het verhaal zal ik mijn lezers hier en daar nog eens aan die twee kenmerken van Mevlut herinneren, namelijk dat zijn gezicht niet alleen in zijn jeugd maar ook na zijn veertigste iets jongensachtigs had, en dat vrouwen hem knap vonden. Dat Mevlut altijd optimistisch en vol goede bedoelingen was – naïef volgens sommigen – hoef ik niet apart in herinnering te brengen, dat zult u vanzelf wel zien. Hadden mijn lezers net als ik met Mevlut kennis kunnen maken, dan zouden ze de vrouwen, die hem knap en jongensachtig vonden, gelijk gegeven hebben en hebben toegegeven dat ik niet overdrijf omwille van een kleurrijker verhaal. Laat ik meteen van de gelegenheid gebruikmaken om te zeggen dat dit boek geheel op ware gebeurtenissen berust, dat ik nergens de zaken zal aandikken, maar me ertoe beperk een aantal vreemde gebeurtenissen, die nu eenmaal hebben plaatsgevonden, op een rijtje te zetten zodat mijn lezers ze beter kunnen volgen.”

 

 1922998-e3f44d4144089f466f9fc57cfec3a83e.jpg
Orhan Pamuk (Istanbul, 7 juni 1952)
 

 

De Duitse schrijfster Monika Mann werd als vierde kind van Thomas Mann geboren op 7 juni 1910 in München. Zie ook alle tags voor Monika Mann op dit blog.

Uit:Das fahrende Haus

„Es war soweit – wiederum im Sommer –, daß ich vor den hohen Richter trat. In einem turnsaalartigen Archiv, wo Männer in Hemdärmeln und Goldbrillen zwischen Akten schwitzten, saßen wir, die Angeklagten – nein, die Antragsteller, Verfechter eines Titels, eines Rechts, auf langen Bänken oder Stühlchen und warteten. Emigranten aus aller Herren Länder – Japaner, Portoriker, Deutsche, Philippiner, Juden, Holländer, Franzosen, Neger – teils trüben und hungrigen Angesichts – erwarteten das Urteil, würden oder würden sie nicht jenen Titel, jenes Recht erlangen. Wir saßen 2, 3, 4 und 5 Stunden. Die Hitze war groß.
Der Straßenverkehr verhing sich klirrend in den Fenstern. Ab und zu verschwand einer von uns hinter einer Türe, wohin ein Mann in Hemdärmeln und Goldbrille aktenbeladen ihn beorderte. Ich erfuhr, daß dort eine Art Untergericht stattfand, eine Art Untergott waltete : Von ihm wurde man in das eigentliche Gemach und vor den eigentlichen Gott gestellt. Ich hatte das Haus am frühen Morgen betreten. Die Sonne kochte mittaglich, als ich von meinen beiden Zeugen schützend eingerahmt – als wir drei wie die Zinnsoldaten vor den Richter traten. Jetzt sah ich den Rhododendronwald Pennsylvaniens, der mit seinen rosa, weißen und blauen Blüten und seiner satten Ruh’ von der feuchten Hitze widerstrahlte – in dem ich die Constitution gelernt hatte, die Präsidenten, die 48 Staaten, und ich fühlte mich plötzlich wohl, glücklich. Ob ich Amerikas Ehre mit Waffen verteidigen wolle, hörte ich fragen. Nein, antwortete ich glücklich. Als der Richter mit freundlichem, ja gewinnendem Lächeln seine Frage wiederholt hatte, gab ich ihm das Ja, obwohl ich keine Waffe in den Händen gehabt hatte, obwohl ich mit Waffen nicht umzugehen wußte.“

 

 1922998-64ff53fb8e3660f64c72c96184474ec2.jpg
Monika Mann (7 juni 1910 – 17 maart 1992) 
Portret door Andreas Noßmann, 2010

 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Nikki Giovanni werd geboren op 7 juni 1943 in Knoxville, Tennessee. Zie ook alle tags voor Nikki Giovanni op dit blog.

 

Walking Down Park

walking down park
amsterdam
or columbus do you ever stop
to think what it looked like
before it was an avenue
did you ever stop to think
what you walked
before you rode
subways to the stock
exchange (we can't be on
the stock exchange
we are the stock
exchanged)

did you ever maybe wonder
what grass was like before
they rolled it
into a ball and called
it central park
where syphilitic dogs
and their two-legged tubercular
masters fertilize
the corners and side-walks
ever want to know what would happen
if your life could be fertilized
by a love thought
from a loved one
who loves you

ever look south
on a clear day and not see
time's squares but see
tall Birch trees with sycamores
touching hands
and see gazelles running playfully
after the lions
ever hear the antelope bark
from the third floor apartment

ever, did you ever, sit down
and wonder about what freedom's freedom
would bring
it's so easy to be free
you start by loving yourself
then those who look like you
all else will come
naturally

ever wonder why
so much asphalt was laid
in so little space
probably so we would forget
the Iroquois, Algonquin
and Mohicans who could caress
the earth

ever think what Harlem would be
like if our herbs and roots and elephant ears
grew sending
a cacophony of sound to us
the parrot parroting black is beautiful black is beautiful
owls sending out whooooo's making love ...
and me and you just sitting in the sun trying
to find a way to get a banana tree from one of the monkeys
koala bears in the trees laughing at our listlessness

ever think its possible
for us to be
happy

 

 1922998-272db56dfa2b6ad62d97d6647c128273.jpg
Nikki Giovanni (Knoxville, 7 juni 1943)
Cover 

 

 

De Amerikaanse schrijver Harry Crews werd geboren op 7 juni 1935 in Bacon County, Georgia. Zie ook alle tags voor Harry Crews op dit blog.

Uit: A Feast of Snakes

“White people were dangerous and snakes were dangerous and now the two were working together, each doing what the other told it to. She was sure she had seen a snake in a weeded ditch with the head of a white man. Right after she came out of the house on the way to Big Joe's, which she had immediately forgotten, she saw it, long and black and diamond-patterned in the ditch with a white man's head. It had blue eyes. The bluest eyes any white man ever had. She was sure she had seen it. She thought she had seen it. Maybe it was only a dream or a memory of another time. Whatever it was, she still saw it every time she closed her eyes, coiled there on the back of her eyelids, blue-eyed and dangerous.”
(…)

“He did not know what love was. And he did not know what good it was. But he knew he carried with him, a scabrous spot of rot, of contagion, for which there was no cure. Rage would not cure it. Indulgence made it worse, flamed it, made it grow like cancer. And it had ruined his life. Not now, not in this moment. Long before. The world had seemed a good and liveable place. Brutal, yes. but there was a certain joy in that. The brutality on the football fields, in the tonks, was celebration. Men were maimed without malice, sometimes--often even--in friendship. Lonely, yes. Running was lonely. Sweat was lonely. The pain of preparation was lonely. There's no way to share a pulled hamstring with somebody else. There's no way to farm out part of a twisted knee. But who in god's name ever assumed otherwise? Once you know that it was all bearable.”

 

 1922998-9bc12c4ac48b763f4a2e050571b28bf8.jpg
Harry Crews (7 juni 1935 – 28 maart 2012)
Cover

 

 

De Amerikaanse schrijfster Louise Erdrich werd geboren op 7 juni 1954 in Little Falls, Minnesota. Zie ook alle tags voor Louise Erdrich op dit blog.

 

Family Reunion (Fragment)

Headless and clenched in its armor, the snapper
is lugged home in the trunk for tomorrow’s soup.
Ray rolls it beneath a bush in the backyard and goes in  
to sleep his own head off. Tomorrow I find
that the animal has dragged itself off.
I follow torn tracks up a slight hill and over
into a small stream that deepens and widens into a marsh.

Ray finds his way back through the room into his arms.  
When the phonograph stops, he slumps hard in his hands  
and the boys and their old man fold him into the car
where he curls around his bad heart, hearing how it knocks  
and rattles at the bars of his ribs to break out.

Somehow we find our way back. Uncle Ray  
sings an old song to the body that pulls him
toward home. The gray fins that his hands have become  
screw their bones in the dashboard. His face  
has the odd, calm patience of a child who has always
let bad wounds alone, or a creature that has lived  
for a long time underwater. And the angels come  
lowering their slings and litters.

 

 1922998-395f9de52cadd2be76687bfa758be038.jpg
Louise Erdrich (Little Falls, 7 juni 1954)

 

 

De Duitstalige dichteres Mascha Kaléko (eig. Golda Malka Aufen) werd geboren op 7 juni 1907 in Krenau of Schidlow in Galicië in het toenmalige Oostenrijk-Hongarije, nu Polen. Zie ook alle tags voor Mascha Kaléko op dit blog.

 

Heimweh, wonach?

Wenn ich „Heimweh“ sage, sag ich „Traum“.
Denn die alte Heimat gibt es kaum.
Wenn ich Heimweh sage, mein ich viel:
Was uns lange drückte im Exil.
Fremde sind wir nun im Heimatort.
Nur das „Weh“, es blieb.
Das „Heim“ ist fort.

 

 

Seiltänzerin ohne Netz

Mein Leben war ein Auf-dem-Seile-Schweben.
Doch war es um zwei Pfähle fest gespannt.
Nun aber ist das starke Seil gerissen:
Und meine Brücke ragt ins Niemandsland.

Und dennoch tanz ich und will gar nichts wissen,
Teils aus Gewohnheit, teils aus stolzem Zorn.
Die Menge starrt gebannt und hingerissen.
Doch gnade Gott mir, blicke ich nach vorn.

 

 1922998-656bdebc1e8f693cee38d567539ddec0.jpg
Mascha Kaléko (7 juni 1907 – 21 januari 1975)
Cover

 

 

De Nederlandse dichter Johannes Aloysius Antonius Engelman werd geboren in Utrecht op 7 juni 1900. Zie ook alle tags voor Jan Engelman op dit blog.

 

Zacht branden

Zacht branden van de teedre lenden:
een wiegeling, een wit satijn
aan mijne handen, de gewenden,
die met haar leest verzameld zijn

tot éne slag en in het stuwen
des bloeds niet laten van hun wit.
Die stem, die stameling bij 't huwen:
wie zijt gij? - En het diepst bezit

de tweelingster, haar ogen, weergevonden
in de golven en het nachtstruweel
der haren, stromende ontbonden
op deze schouder en haar prille keel.

 

Conflict

Ik kuste de wreef, toen de fijne enkel:
haar schoot geurde wild als zo menig uur.
Maar zij trok het hemd weer over haar schenkel
en keerde zich zwijgende af, naar de muur.

 

 1922998-1ad455f74fd29bfeb79c7cb174797d3b.jpg
Jan Engelman (Utrecht 7 juni 1900—Amsterdam 20 maart 1972)
 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e juni ook mijn blog van 7 juni 2015 deel 2.

Geschreven door Romenu om 17:40 Reageer op dit bericht

In Memoriam Peter Shaffer

 

In MemoriamPeter Shaffer

 

De Britse toneelschrijver Peter Shaffer is maandag op 90-jarige leeftijd in Ierland overleden. Peter Shaffer werd geboren op 15 mei 1926 in Liverpool.  Zie ook alle tags voor Peter Schaffer op dit blog.

Uit: Equus

„DYSART Me?
HESTHER I mean, to hospital.
DYSART Now look, Hesther. Before you say anything else, I can take no more patients at the moment. I can't even cope with the ones I have.
HESTHER You must.
DYSART Why?
HESTHER Because most people are going to be disgusted by the whole thing. Including doctors.
DYSART M AY I REMIND YOU I SHARE THIS ROOM WITH TWO
HIGHLY competent psychiatrists?
HESTHER Bennett and Thoroughgood. They'll be as shocked as the public.
DYSART T HAT ' S AN ABSOLUTELY UNWARRANTABLE STATEMENT .
 

 1922997-3fe8a981028d9081892c7a0d1bf2082f.jpg
Scene uit een opvoering in Londen, 2012

 

HESTHER O H , THEY ' LL BE COOL AND EXACT . A ND
UNDERNEATH they'll be revolted, and immovably English. Just like my bench.
DYSART Well, what am I? Polynesian?
HESTHER You know exactly what I mean!…...
(pause) Please, Martin. It's vital. You're this boy's only chance.
DYSART Why? What's he done? Dosed some little girl's Pepsi with Spanish Fly? What could possibly throw your bench into two-hour convulsions?
HESTHER He blinded six horses with a metal spike.
A long pause.
DYSART Blinded?
HESTHER Yes.
DYSART All at once, or over a period?
HESTHER All on the same night.“

 

 1922997-d6e2ca9b028ae6e96d9e22bd0fb57a74.jpg
Peter Shaffer (15 mei 1926 – 6 juni 2016)



Geschreven door Romenu om 17:31 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten