Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 20 december 2016 tot 21 december 2016

Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Heinrich Böll, Ivan Blatný, Garmt Stuiveling, Ludwig Hölty, Rebecca West

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook alle tags voor Ted van Lieshout op dit blog.

 

Varkensvoeder

Er was een kleine mopperkont
die boos was op zijn moeder,
omdat hij nooit iets lekkers kreeg,
behalve varkensvoeder.

'Waarom,' vroeg hij aan mama,
'krijg ik altijd gerst en gort
en nooit eens ijs en friet
met mayonaise op mijn bord?'

'Je stelt je aan,' zei mama,
'want je krijgt ook rauwe biet.'
'Dat klopt wel,' riep de knorrepot,
'maar dat lust ik ook niet!'

'Je eet wat er op tafel komt,'
zei streng het moederzwijn,
'dan had je maar het kind
van iemand anders moeten zijn.'

 

 

Het spook

Er was een spook dat spoken wou, maar bang was in het donker.
En als er 's nachts gedoold moest worden door het huis, dan klonk er
de hele tijd een stemmetje, 't kwam uit de hoek vandaan,
dat angstig vroeg: 'O, mag er alstublieft een lichtje aan?'

De mensen die daar sliepen werden wakker van 't geluid.
Ze lagen bevend in hun bed en durfden er niet uit,
behalve een klein meisje dat is opgestaan en toen
de gang op ging om voor het spook een lampje aan te doen.

 

 1989565-59ec4995ab60c63f0b8fdcc2f909b6c5.jpg
Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook alle tags voor Rolf Lappert op dit blog.

Uit: Über den Winter

„Im Schlafzimmer zog er sich eine saubere Hose und ein frisches Hemd an. Auf dem Bett sitzend, schüttelte er Sand aus den Schuhen, über deren dunkelblauen Segeltuchstoff verwischte weiße Linien aus Meersalz liefen. Nachdem er die Taschenlampe aus der Küche geholt hatte, verließ er das Haus. Entgegen Wielands Anweisung, die Tür immer zu verriegeln, zog er sie auch jetzt nur zu. Dann folgte er der schulterhohen Mauer, die das Grundstück und den einstöckigen Bau umgab.
Das Licht des Mondes und der Sterne ließ den Boden gerade so hell schimmern, dass Salm die Taschenlampe nicht brauchte. Er kannte den Pfad und jede Vertiefung, jeden Stein und jede armdicke Wurzel, die ein längst toter Baum auf der Suche nach Wasser geschlagen hatte. Obwohl der Weg leicht abschüssig war, konnte Salm das Meer nicht sehen, dafür die flache Düne, hinter der sich während des Sturms die Wellen mit einem bis zum Haus vernehmlichen Grollen gebrochen hatten.
Sobald er den höchsten Punkt des mit Sträuchern und zähen Grasbüscheln bewachsenen Damms erreicht hatte, lag die schwarze Wasserfläche vor ihm. Er lauschte eine Zeit lang dem regelmäßigen Atem der See, ließ den Blick über den Strand gleiten und dann über den kaum zu erkennenden Strich des Horizonts, auf dem er in kindli cher Erwartung die Umrisse eines Schiffes auszumachen hoffte. Aber die Leere vor ihm war vollkommen, und er wandte sich nach rechts, wo in der Ferne die üblichen vier, fünf Lichter der Ferienhaussiedlung flimmerten.
Die gewaltigen Wellen hatten den Sand bis nahe an die Düne heran planiert. Das Schwemmgut lag ungewöhnlich weit hinten, fast am Dünenfuß, wo es sich mit altem Treibholz, Tang und Müll vermisch te. Salm lief den flachen Hang hinunter und leuchtete mit der Taschenlampe über den Saum aus Ablagerungen, den das vom Sturm aufgewühlte Meer hinterlassen hatte.“

 

 1989565-0cde46202b635f8e3bdcfae1520ac951.jpg
Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)
Cover

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook alle tags voor Thomas Hürlimann op dit blog.

Uit: Der Filialleiter

„Sein Fußbad erfüllte Willy auch an diesem Abend mit Behagen. Dann rief er sich in Erinnerung, was ablief. Ungeheuerlich! Auf dem Schirm wurde das emotionale Defizit eines Ehemanns behandelt, und dieser Ehemann war er selbst, der Filialleiter Willy P.! Er griff zum Glas und hatte Mühe, das Bier zu schlucken. Hinter seinem Rücken war Maria-Lisa zu den Fernsehleuten gegangen. Warum? Willy hatte keine Ahnung. Willy wusste nur das eine: Vor seinen Augen wurde sein Supermarkt zerstört.
Maria-Lisa reichte ihm das Frotteetuch, aber der Filialleiter stieg noch nicht aus dem Eimer. Er hielt das Tuch in der Hand, und so stand er nun, nur mit Unterhemd und Unterhose bekleidet, minutenlang im Kamillenbad – ein totes Paar Füße, im Supermarkt plattgelatscht.
«Das Wasser wird kalt», sagte Maria-Lisa.
Der Filialleiter rieb sich die Füße trocken, dann gab er Maria-Lisa das Tuch. Als die Spätausgabe der Tagesschau begann, saßen sie wieder auf dem Kanapee. Maria-Lisa und der Filialleiter, Seite an Seite, er trank sein Bier und sie knabberte Salzstangen.“

 

 1989565-510d1fd9ca338a0c443fc712ceec4c2b.jpg
Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)
Zug 

 

 

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

Uit: Haus ohne Hüter 

"Mitten in der Nacht auch konnte ihr plötzlich einfallen, daß ihre Zigarettendose leer war — eine hübsche hellblaue Porzellandose, in die sie zwei Zwanzigerpackungen entleeren konnte. Dann ging sie - leise vor sich hinfluchend - im Hause herum und suchte Zigaretten: schlurfende Riesengroßmutter mit ganz hellem, blondem Haar und rosigem Gesicht, die zuerst zu Albert ging: nur Albert rauchte Zigaretten, die ihrem Geschmack entsprachen.
Glum rauchte nur Pfeife, und Mutters Marke mochte die Großmutter nicht -»schwacher Weiberdreck - oh, mir wird schon schlecht, wenn ich die Strohdinger sehe -«, und Bolda hatte immer nur ein paar halbzerdrückte, flekkige Zigaretten im Schrank, mit denen sie den Briefträger beglückte und den Mann vom Elektrizitätswerk, Zigaretten, die Großmutters Spott herausforderten. »Sehen aus, als hättest du sie aus Weihwasser gefischt und getrocknet, alte Schlunze - Nonnenzigaretten, bäh«, und manchmal waren gar keine Zigaretten im Haus, und Onkel Albert mußte sich mitten in der Nacht ankleiden, mit seinem Auto in die Stadt fahren, um Zigaretten zu holen, oder Albert und die Großmutter suchten Fünfzigpfennig- und Markstücke zusammen, und Albert mußte am Automaten welche ziehen. Dann beruhigte sich die Großmutter nicht, wenn sie zehn oder zwanzig Stück bekam - fünfzig mußten es sein, knallrote Packungen, auf denen Tomahawk stand, Rein Virginia, sehr lange, ganz schneeweiße, sehr starke Zigaretten. - »Oh, sie müssen aber frisch sein, lieber Junge« - und sie umarmte Albert im Flur, wenn er zurückkam, küßte ihn und murmelte: »Wenn du nicht wärst, mein Junge - wenn du nicht wärst - ein Sohn könnte nicht besser sein.«
Dann endlich ging sie in ihr Zimmer, aß ihre Brote, dick mit Butter und Fleisch belegte große Weißbrotschnitten, trank ihren Wein und rauchte.
Albert war fast so regelmäßig wie Glum: ab elf war bei Onkel Albert Ruhe - alles, was nach elf im Hause geschah, ging aufs Konto der Weiber: Großmutter, Bolda und Mutter. Die Mutter stand nur selten auf, aber sie las lange und rauchte leichte, ganz flache Zigaretten, die sie aus einer gelben Packung nahm.“

 

 1989565-4482e17588077ced1d15fd2fafa97cb1.jpg
Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)
Scene uit de gelijknamige televisiefilm uit 1975 

 

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatnýop dit blog. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog.

 

Rodina (Family)

I feel at home with you, when watering the cacti,
the rubber plant, the ivy and the rest.
I must be going then, your putting right my neck-tie,
the breakfast's over now and you can have a rest.
And when the evening comes, I'm back to our harbour,
the world's a picture now, you are the golden frame,
with our dogs and cats, the mantel-piece of marble,
for years and years from now it will be quite the same.

 

Fate

The will to life is remorselessly exploding all eternity
there is no death
we must acquiesce
there is no and then the yes
yes we want it so
we can't choose the absolute nothing

 

 1989565-b3a7a6c5b4a4aa7febbae77e16d68982.jpg
Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook alle tags voor Garmt Stuiveling op dit blog.

 

Schemerwijze

Door de late najaarsmiddagschemer
die tot waas van nevel zich verdicht,
schuift vanuit een wolkbeslagen hemel
weifelend en schuw het bleeke licht
in mijn kamer binnen, waar de dingen
staan gelijk verstorven, vaal ontkleurd,
maar de stilte, dromenzwaar doorgeurd,
overvuld is van veel teedre erinneringen.

Nimmer in het klare daglichtschijnen,
nimmer 's avonds, als der lampen brand
tussen toegeschovene gordijnen
gele glanzen wekt van wand tot wand,
nimmer heb ik zó bewust geweten
niet te stillen pijn van eenzaamheid,
altijd in mij schrijnende, altijd
in dagdruk bestaan verdrongen, ònvergeten.

Zie, mijn vingers spelen klankeloze
vreemde teedre melodieën - Zie,
't lage westen dempt zons laatste broze
licht tot klankeloze melodie.
d' Avond komt. De herfst komt. Aan de hemel
uit diep wolkenwak straalt koel en ver,
sidderend verstild, nachts eerste ster
door de vreemde teedre najaarsmiddagschemer....



 1989565-834548b2a839ce4f559bacf009ca1731.jpg
Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985) 

 

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook alle tags voor Ludwig Hölty op dit blog.

 

Das Traumbild

Wo bist du, Bild, das vor mir stand,
Als ich im Garten träumte,
Den Rosmarin ins Haar mir wand,
Der um mein Lager keimte;
Wo bist du, Bild, das vor mir stand,
Mir in die Seele blickte,
Und eine warme Mädchenhand
An meine Wange drückte?

Nun such' ich dich, mit Harm erfüllt,
Bald bey des Dorfes Linden,
Bald in der Stadt, geliebtes Bild,
Und kan dich nirgends finden.
Nach jedem Fenster blick' ich hin,
Wo nur ein Schleyer wehet,
Und habe dich, o Lieblingin,
Noch nirgends ausgespähet.

Komm' selber, süßes Bild der Nacht,
Komm', mit den Engelsminen,
Und mit der leichten Schäfertracht,
Worin du mir erschienen.
Bring' mit die schwanenweiße Hand,
Die mir das Herz gestohlen,
Das purpurrothe Busenband,
Das Sträuschen von Violen.

Dein großes, blaues Augenpaar,
Woraus ein Engel blickte,
Die Stirne, die so freundlich war,
Und guten Abend nickte.
Den Mund, der Liebe Paradies,
Die kleinen Wangengrübchen,
Wo sich der Himmel offen wies,
Bring' alles mit, mein Liebchen!

 

 1989565-a79d10b59db5e1ec97634663788db98a.jpg
Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)
Beeld in het Hölty-Gymnasium in Celle

 

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook alle tags voor Ribecca West op dit blog. Zie ook alle tags voor Rebecca West op dit blog.

Uit: The Return of the Soldier

“That day its beauty was an affront to me, because, like most Englishwomen of my time, I was wishing for the return of a soldier. Disregarding the national interest and everything else except the keen prehensile gesture of our hearts toward him, I wanted to snatch my Cousin Christopher from the wars and seal him in this green pleasantness his wife and I now looked upon. Of late I had had bad dreams about him. By nights I saw Chris running across the brown rottenness of No-Man's-Land, starting back here because [Page 8]  he trod upon a hand, not even looking there because of the awfulness of an unburied head, and not till my dream was packed full of horror did I see him pitch forward on his knees as he reached safety, if it was that. For on the war-films I have seen men slip down as softly from the trench-parapet, and none but the grimmer philosophers could say that they had reached safety by their fall. And when I escaped into wakefulness it was only to lie stiff and think of stories I had heard in the boyish voice of the modern subaltern, which rings indomitable, yet has most of its gay notes flattened: "We were all of us in a barn one night, and a shell came along. My pal sang out, 'Help me, old man; I 've got no legs!' and I had to answer, 'I can't, old man; I've got no hands!'" Well, such are the dreams of English-women to-day. I could not complain, but I wished for the return of our soldier. So I said: [Page 9]
"I wish we could hear from Chris. It is a fortnight since he wrote."
And then it was that Kitty wailed, "Ah, don't begin to fuss!" and bent over her image in a hand-mirror as one might bend for refreshment over scented flowers.“

 

 1989565-b0033a60cf599318a3617bf40ff0eaa6.jpg
Rebecca West (21 december 1892 - 15 maart 1983)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn blog van 21 december 2014 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:45 Reageer op dit bericht

Hans van Willigenburg, Sky Gilbert, Friederike Mayröcker, Sandra Cisneros, J. van Oudshoorn, Ramon Stoppelenburg, Jürg Laederach, Peter May

De Nederlandse dichter, schrijver en journalist Hans van Willigenburg werd geboren in Utrecht op 20 december 1963. Zie ook alle tags voor Hans van Willigenburg op dit blog.

 

Bukowski

het dichtersfeest was in volle gang
een waaier aan dranken klokte door de kelen
de stemmen werden met de minuut luidruchtiger

er hing die avond zoals dat heet
beslist iets in de lucht

B. ging aanvankelijk mee in de flow
verzorgde onopvallend zijn aandeel in de roes
maar toen de broeierigheid overkookte
en een onnoembare spleen
de poëten in (nog) hogere sferen bracht

zat B. reeds lang en breed op de wc-bril
aan een sigaret te lurken

in gedachten beitelend
aan een passende tussenzin

 

 

Woonlasten

Een potje binnenkomst in eigen kamer
lokt nog geen reactie uit, de materiële toeschouwers
zijn zich van geen kwaad bewust en zij zijn het.
Zij nagelen. Ik ben niet meer dan hun handige punaise,
hun onvolprezen, utilitaire diersoort; de grazende hechter
van bijvoorbeeld talloze bureauladen met inhoud
en wat hier van buiten als wind en vogelgezang
binnendringt. - Mijn verwaaide kop! Mijn onbezorgd gefluit!

Wat zal ik eens krachtdadig door het raam blijven kijken
verstenen als ik kan
deze bestemming bruskeren
met de handen in mijn zakken, berustend,
het stoffen ramen zemen voor eeuwig laten versloffen zo -
nee, liever toch dan Mohikaan middels feesten
een horde mededieren zuipsgewijs laten bekendmaken
mijn hier gevestigd, verankerd bestaan.
Het zogenaamd wellevend woningdom.   

 

 1989194-02e6b4cd22f9ff245afc0f22c7495c1c.png
Hans van Willigenburg (Utrecht, 20 december 1963)

 

 

De Canadese dichter, schrijver en acteur Sky Gilbert werd geboren op 20 december 1952 Norwich, Connecticut. Zie ook alle tags voor Sky Gilbert op dit blog.

 

Analysis

I have met Robert DeParis many times
there are so many boys who say things that are not true
I want to believe them
and when they are speaking, in fact, I do
they take me to other worlds
they tell me what to do
I follow because I am naturally obedient
I realize that there is a bit of Karla Homolka going on here
I was, after all, in the thrall of Robert DeParis
in his Travelodge room
being shaved and sprayed with cologne
I think it was the argument he had with that guy
in the third bar we went to
when Robert insisted that he knew Neil the owner
in fact, had just talked to him
and the guy said Neil is in Thailand
and Robert said yes, I just talked to him in Thailand
now keep the bar open you asshole we just want another drink
the manager appeared
it was very dramatic
everything is very dramatic with Robert
he had to calm down
so he started talking about Antoine
I am drawn to the demons
or the demons are drawn to me
somebody has to love them, right?
demons get lonely too.

 

 1989194-700990222d2dc124a71bcf6f6b1df04c.jpg
Sky Gilbert (Norwich, 20 december 1952)
 

 

De Oostenrijkse dichteres en schrijfster Friederike Mayröcker werd op 20 december 1924 in Wenen geboren. Zie ook alle tags voor Friederike Mayröcker op dit blog.

 

ein überaus schönes und blaues Manöver / Lilien auf die Brust gemalt / für Thomas Kling

iin den Haaren die Lindenbaumfächer
nordafrikanischer Knötchenfrucht
springen im funkelnden Wind nämlich
zu Boden geschüttelt vom zaubrischen
Schopf oder Duft oder Hölderlins Jugendlocke
oder es steigt ein Hündchen schwammig
ins herbeigerufene Taxi
oder es stehen weiße Tennisschuhe zum Trocknen
in der Sonne am offenen Fenster
oder man liegt ausgestreckt mit wächsernen
Ohren auf einer Bank im Halbschatten des Baumes
welcher die Herzschläge zählt
/ einer heiligen Caterina von Siena
mit dem Lilienstab vor den weißen, vor den
halbgeöffneten Augen

 

 

Rom, 7. November 1994

durch die Viale Bruno Buozzi und am Hotel Lord Byron
vorüber, hinüber zum Kiosk, fragen ob Ansichtskarten von Rom,
der Mann mürrisch und mit seinen Händen mich abweisend, und
die hohe Platanenallee umschlungen vom zarten Dunst
des November wo ich lief und die Gesichter erblickte, die
schwebenden Fahrzeuge, leichtes Nieseln und kehrt machte
die andere Straßenseite zurücklief, mich nicht zu
verirren, während die Gefühle losgelassen, emporschwingend
die Wälder ohne Zögern mir folgten wie der tägliche
Aderlaß der Gedanken, wie die täglichen
GEDANKEN TOD SÜNDEN, verlispelt, und Abklatsch
(Hitzegestalt), auf dem runden Papierteller
mit alten Kaffeeflecken der poetische Furor : Baudelaire
in der Mundhöhle

 

 1989194-273c917242cc4aa4ed0bf57b6f480a39.jpg
Friederike Mayröcker (Wenen, 20 december 1924) 
Cover 

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Sandra Cisneros werd geboren op 20 december 1954 in Chicago. Zie ook alle tags voor Sandra Cisneros op dit blog.

 

You Called Me Corazón

That was enough
for me to forgive you.
To spirit a tiger
from its cell.

Called me corazón
in that instant before
I let go the phone
back to its cradle.

Your voice small.
Heat of your eyes,
how I would've placed
my mouth on each.

Said corazón
and the word blazed
like a branch of jacaranda.

 

 

Bay Poem from Berkeley

Mornings I still
reach for you before
opening my eyes.

An antique habit from
last summer when we pulled
each other into the heat of groin

and belly, slept with an arm
around the other.
The Texas sun was like that.
Like a body asleep beside you.

But when I open my eyes
to the flannel and down,
mist at the window and blue
light from the bay, I remember
where I am.

This weight
on the other side of the bed
is only books, not you. What
I said I loved more than you.
True.

Though these mornings
I wish books loved back.

 


 1989194-1d6b05b036f0530886fac2516a3b0ff0.jpg
Sandra Cisneros (Chicago, 20 december 1954)

 

 

De Nederlandse schrijver J. van Oudshoorn (pseudoniem van Jan Koos Feylbrief) werd geboren in Den Haag op 20 december 1876. Zie ook alle tags voor J. van Oudshoorn op dit blog.

Uit: Willem Mertens’ levensspiegel

‘Wat zou dit wijde landschap met de ruischend-brekende zee hem thans wezen zonder de kleine, donkere menschfiguur? Hij verhaastte zijn stap en naderkomend aan de zoo vertrouwde groep van den man in bukkende houding bij de plompe kar, waarvoor in vage omtrekken het groezelig paard en het mat-belichte opspetten van een te wilde golf, voelde hij zich in een lichte verrukking bijna gelukkig. Hoe aanlokkelijk verscheen de hem wachtende taak thans bij de aanschouwing van den eenvoudigen mensch in rustige overgave aan den arbeid te midden van gods wonderlijke natuur. Met een diepe opademing herkreeg hij, voor het laatst, denzelfden twijfelloozen aanblik van de wereld, waarmede de zwoeger tijdens een rustpooze over zee tuurde.
Het lag alles slechts aan hem zelf. Hoe had hij het kunnen vergeten? Hem wachtte een nieuwe betrekking met goede vooruitzichten. Men had hem de hand gereikt en het zou dwaasheid zijn in onverzoenlijkheid te blijven volharden. Vóór alles hier van daan, want tusschen de menschen en het liefde-warme leven lag de toekomst.
In de tram op weg naar huis merkte hij zijn enthousiasme danig minderen. Hij was de jaren te lang van hen gescheiden geweest om zich zoo op eenmaal vertrouwd met hen te voelen. Toch trachtte hij slechts hun beste eigenschappen, hun degelijk-, hun gemakkelijkheid in den omgang, voor alles hun nuchtere rust, tot hun recht te doen komen. Hij gaf zich moeite om echt ongedwongen te lachen tegen een juffrouw die naast hem met haar kindje bezig was. Het baatte alles niet. Hem bemachtigde een steeds grootere afkeer van hun wezen, zoodat hij ten slotte vanuit zijn eenzamen hoek toch weder stug en verachtelijk op hun doen en laten neer zag."

 

 1989194-ab446bd649d99bbe45a549659b9d3e9c.jpg
J. van Oudshoorn (20 december 1876 – 31 juli 1951)

 

De Nederlandse schrijver Ramon Stoppelenburg werd geboren in Leiden op 20 december 1976. Zie ook alle tags voor Ramon Stoppelenburg op dit blog.

Uit Let me stay for a day

« Eventually the secret service declared me unfit. They said I’d gone crazy, they said. I was sad, but meanwhile I knew what was hidden in Britain’s soil and how I could make lots of money from it. The only thing I needed to do was find it.’
I looked at him as though I believed him, but inside I was laughing my head off. I didn’t doubt this all being his truth, particularly when he told me how the medicinal tests had ruined his body, but I’d never heard such a bizarre story.
Douglas would have loved to take me on his search for gold, but because there was the Foot and Mouth Epidemic at the time in 2001, the local police officer wouldn’t allow him to go to his work. I would have liked to give it a try.
In the morning I skipped the cold shower and after a quick breakfast, I was ready to depart again. Douglas took me down in his van and - out of affection for the barking dogs - I sat in the back seat again until Douglas dropped me off at the motorway. I thanked him for hosting me for a day and his interesting stories.
On my way to my next destination, I got a lift from a man who, when was young, had hitchhiked through large parts of Europe. He told me how he ended up in Amsterdam once and he bought a big bundle of cannabis.
After a while he reached the German border where he was told to either hand it in or smoke it all. He camped several days at the border and smoked it. My driver laughed out loud for narrating his discernment in my home country.
Having picked me up from such a remote spot on the motorway, he wondered where I came from.
‘I stayed with a gold panner in Daer,’ I told him.“

 

 1989194-19fde439d52c14b61f808e95e5554f60.jpg
Ramon Stoppelenburg (Leiden, 20 december 1976)

 

 

De Zwitserse schrijver Jürg Laederach werd geboren op 20 december 1945 in Basel. Zie ook alle tags voor Jürg Laederach op dit blog.

Uit: Depeschen nach Mailland

„Gesendet: Dienstag, 19. März 2002 17:07

Da ich mich sorgfältig grippeimpfen ließ, ist klar, daß ich Grippe dies Jahr besonders heftig bekomme. Das Täschli kann nur vom Säli sein, ein entzückendes, großartiges Täschli, es stahl mir Zeit, weil ich es bewunderte, staunend davor saß, es mit den Farben mehrerer Tischflächen abglich, dann verzweifelt ein Wort für es suchte. Es ist ganz klar ein Täschli, weil ich nämlich schon innerlich fühlte, daß du mir das Wort wegnehmen willst, nein, es gehört mir, das Täschli, Hände weg, ich hau dir auf die Finger, mein Täschli. Sieht übrigens ziemlich gut aus, und der Deckel flappt so hin und her. Nun kommen wir zum Entscheidenden, denn es ist klar, daß wir plattenaustauschend bei der Verpackung landen würden: ich stehe nun unter dem Druck, dir meinen einzigartigen LATZ schicken zu müssen, wart ab, also, zunächst zögert man, wie aufmachen, dann findet man’s raus und macht’s auf und hebt den Latz an.
Das Besondere wird sein, wenn es dann kommt, daß du nie vermutest, darin könne eine CD stecken, weil’s so dünn ist, ich meine, es ist ein Vexierbild, aber angesichts der Festmaterie hast du den Eindruck, es sei dünner als ein Täschli, obschon es das nicht ist, du bist aber davon überzeugt, es ist das Dünnste überhaupt, du fängst schon an dich damit zu rasieren, aber dann kannst du die Gillette eben öffnen und es ist noch was drin; macht aber das Täschli nicht überflüssig, besonders weil es nur einenLatz und einTäschli gibt. UnsereCollectionistauf natürliche Weise begrenzt, zwei Platten, links im Zimmer des achten Stockes, rechts im Zimmer des vierten Untergeschosses, immer von der einen zu der ananderen, eine Dame am Arm, die wiederum ihr Täschli trägt.“

 

 1989194-966e5ac47625edd6f889b788d18bf3a4.jpg
Jürg Laederach (Basel, 20 december 1945)
 

 

De Schotse schrijver Peter May werd geboren op 20 december 1951 in Glasgow. Zie ook alle tags voor Peter May op dit blog.

Uit: Coffin Road

“I chuckle, though there is really nothing to laugh about. It is the irony, I suppose. ‘The first summer I was here, I landed one day to find that the Lighthouse Board had sent in decorators to paint the place. Everything was opened up. The guys were okay with me taking a look around and we got chatting. The forecast was good, and they expected to be here for a few days. So I spun them the story about writing a book and said I would probably be back tomorrow. And I was. Only this time with a pack of Blu-tack. When they were having their lunch, I took the keys from the inner and outer doors and made impressions. Dead simple. Had keys cut, and access to the place whenever I wanted thereafter.’ The final panel falls away in my hands, and I reach in to retrieve a black plastic bag. I hand it up to Jon, and he peels back the plastic to look inside. As I stand up, I lift one of the wooden panels. I know that this is the one chance I will get, while he is distracted, and I swing the panel at his head as hard as I can. The force with which it hits him sends a judder back up my arms to my shoulders, and I actually hear it snap. He falls to his knees, dropping the hard drive, and his gun skids away across the floor. Sally is so startled, she barely has time to move before I punch her hard in the face. I feel teeth breaking beneath the force of my knuckles, behind lips I once kissed with tenderness and lust. Blood bubbles at her mouth. I grab Karen by the arm and hustle her fast down the corridor, kicking open the door and dragging her out into the night. The storm hits us with a force that assails all the senses. The wind is deafening, driving stinging rain horizontally into our faces. The cold wraps icy fingers around us, instantly numbing. Beyond the protection of the walls, it is worse, and I find it nearly impossible to keep my feet as I pull my daughter off into the dark. Only the relentless turning of the lamp in the light room above us provides any illumination. We turn right, and I know that almost immediately the island drops away into a chasm that must be two or three hundred feet deep. I can hear the ocean rushing into it. Snarling, snapping at the rocks below and sending an amplified roar almost straight up into the air. I guide Karen away from it, half-dragging her, until we reach a small cluster of rocks and I push her flat into the ground behind them. I tear away the tape that binds her wrists, then roll her on to her back to peel away the strip of it over her mouth.”

 

 1989194-abf9d827a672e72e48e95cd1b7244628.jpg
Peter May (Glasgow, 20 december 1951)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 20e december ook mijn blog van 20 december 2015 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:16 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten