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Berichten van 21 december 2016 tot 22 december 2016

Astrid Lampe, Margit Schreiner, Hugo Loetscher, Jean Racine, Kenneth Rexroth, E. A. Robinson, Felicitas Hoppe, Christoph Keller, Johan Sebastian Welhaven

De Nederlandse dichteres en schrijfster Astrid Lampe werd geboren in Tilburg op 22 december 1955. Zie ook alle tags voor Astrid Lampe op dit blog.

 

strafgeschoeide babyvoetjes

strafgeschoeide babyvoetjes
maat doet er nu even niet toe
harde neus
hard contrefortje

heus, al wat dit brein aan roodharigs vermag
werkt de pols vrij
rolstoel precies in de loop

doe
doe

schenk dat vervloekt konijn wat liefde kutje
ik ga je niet verlinken
ik stop je in mijn molen heus
en prik je op mijn draaimatras kaninchen
ik

bingo

wou alleen nog maar
groot en anoniem door een groot al net zo anoniem museum slenteren
me hard afzetten op het maagdmariablauw van bollywood
mét snor - hoorspelacteur - conejo si te gusta mompelen of zoiets
in mezelf moederen

wil je amerika nog zien stampertje?
nee!

 

 

dit dwergkonijntje laat zich bibberend bekijken

dit dwergkonijntje laat zich bibberend bekijken
...waar zijn je handjes dan?
volk stuift op platte gympen uiteen

zo'n hoofd is een hard ding
-weg uit deze dimensie!
dit meisje poetst haar paardenstel
haar meester verstopt zich
ik kan al bijna een staart

hier zijn haar handjes
ze laat haar verse vrind heus niet buiten staan

(zeker en vast nie)

 

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Astrid Lampe (Tilburg, 22 december 1955)

 

 

De Oostenrijkse schrijfster Margit Schreiner werd geboren op 22 december 1953 in Linz. Zie ook alle tags voor Margit Schreiner op dit blog.

Uit: Das menschliche Gleichgewicht

„Wahrscheinlich ist der Mensch von Natur aus ungeeignet für die Natur. Findet er nämlich ungestörte Natur vor, ist ihm das Leben in der ungestörten Natur zu mühsam, also zerstört er sie, um sie zu verbessern. Hat er sie verbessert, also zerstört, sehnt er sich nach unzerstörter Natur. Das Gleiche gilt für unsere Gefühle. Wir sind unfähig, damit umzugehen. Passiert nichts, ist uns langweilig, passiert etwas, sind wir gleich überfordert. Nehmen wir zum Beispiel die über Sechzigjährigen.
Sie sind in der Regel froh, wenn die Kinder aus dem Haus sind, kein unangemeldeter Besuch erscheint und sie ihre Ruhe haben. Einerseits. Andererseits beklagen sie sich schnell über Langeweile. Sie wollen etwas erleben. Erleben sie etwas, ist es ihnen aber gleich zu anstrengend. Manche Sechzigiährigc täuschen die unter Sechzigjährigen, indem sie mit einer Aktentasche unter dem Arm oder, wenn es sich um fortschrittliche und intelligente Sechzigjährige handelt, mit einem Rucksack auf dem Rücken durch die Stadt hetzen, was den Eindruck vermitteln soll, dass sie viel zu erledigen haben.
Obwohl sie meistens nicht mehr arbeiten oder zumindest in Altersteilzeit gegangen sind, haben sie es ständig eilig und drängen sich grundsätzlich überall vor: beim Arm, in der Straßenbahn, im Supermarkt. Sollen sie sich aber einmal an der Supermarktkasse beeilen, weil sich hinter ihnen bereits eine Schlange gebildet hat, ermahnen sie die hinter ihnen Wartenden zu mehr Gelassenheit im Alltag. Gelassenheit ist es aber gerade, was ihnen selbst am meisten fehlt. Sie jammern unentwegt über alles Mögliche: über Hüftgelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Rheuma oder Gicht. Haben sie weder Kalkschultern, Arthritis, Arthrose, Arteriosklerose oder Osteoporose noch grauen oder grünen Star, so fürchten sie entweder ständig, dass sie kurz davor sind, daran zu erkranken, oder bereits längst unerkannt daran erkrankt sind. Den Arzt besuchen sie so oft wie möglich und begründen dies mit der Angst vor steigender Schlaganfall- und Herzinfarktgefahr aufgrund mannigfaltiger Verkalkungen und Verstopfungen. Wobei sie dem Arzt stets ankreiden, entweder eine falsche Diagnose zu erstellen oder ihren Zustand zu verharmlosen. Die Ärzte stöhnen, wenn die Sechzigjährigcn ihre Wartezimmer verstopfen, weil sie an Blasenschwäche, Schwindel, Schwerhörigkeit leiden oder zu leiden glauben.“

 

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Margit Schreiner (Linz, 22 december 1953)

 

 

De Zwitserse schrijver Hugo Loetscher werd geboren op 22 december 1929 in Zürich. Zie ook alle tags voor Hugo Loetscher op dit blog.

Uit: Kulinaritäten (Briefwisseling met Alice Vollenweider)

„4. Januar 1975
Liebes Aschenbrödel, ja, es sind die richtigen schwarzen Bohnen – aber damit hat es sich auch schon. Ich sagte Dir damals, als ich Dich vor dem Wa renhaus traf, ich hätte gerneeinmal eine Feijoada gemacht, hic et nunc in Zürich, und dass man dafür schwarze Bohnen braucht.
Die habe ich jetzt, dank Dir. Aber eine Feijoada habe ich immer noch nicht.
Dabei – ich habe alles gemacht, wie es im Büchlein stand, und ich habe ein Büchlein Lateinamerikanische Küche. Ich habe also die Bohnen eine Nacht lang eingeweicht, und dann habe ich sie gekocht.
Im Büchlein stand »zwei Stunden«. Nach zwei Stunden waren sie so hart wie am Anfang. Also ließ ich sie noch eine Stunde auf dem Feuer. Das hat auch nicht geholfen. Dann habe ich eine Büchse Erbsen aufgemacht, nur um zu wis sen, wie etwas ausschaut, das weich ist.
Was habe ich falsch gemacht? Man sagte mir, ich hätte die Bohnen nicht einfach in Wasser, sondern in Salzwasser legen sollen, aber davon stand nichts im Büchlein. Und dann habe ich, um ehrlich zu sein, die Bohnen einen Tag lang stehen lassen, ich habe sie nicht nach der durchweichten Nacht, son dern erst am folgenden Tag aufs Feuer getan – jedenfalls sind sie noch immer in diesem Topf und hart wie am ersten Tag. Mag sein, dass es eine Erklärung dafür gibt, ich habe mir auch die meine zurechtgelegt – sofern es eine Psychoanalyse für Boh nen gibt. Haben sie sich vielleicht deswegen verhärtet, weil sie nach einer aufgeweichten Nacht auf den Kochtopf warteten und dann nicht hineinkamen, also ein reines Ressentimentver halten?“

 

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Hugo Loetscher (22 december 1929 – 18 augustus 2009)
Zürich, kerstmarkt

 

 

De Franse dichter en schrijver Jean Racine werd geboren op 22 december 1639 in La Ferté-Milon. Zie ook alle tags voor Jean Racine op dit blog.

 

Sur les vaines occupations des gens du siècle (Fragment)

O Sagesse, ta parole
Fit éclore l’Univers,
Posa sur un double Pôle
La Terre au milieu des Mers.
Tu dis. Et les Cieux parurent,
Et tous les Astres coururent
Dans leur ordre se placer.
Avant les Siècles tu règnes.
Et qui suis-je que tu daignes
Jusqu’à moi te rabaisser ?

Le Verbe, image du Père,
Laissa son trône éternel.
Et d’une mortelle Mère
Voulut naître homme, et mortel.
Comme l’orgueil fut le crime
Dont il naissait la Victime,
Il dépouilla sa splendeur,
Et vint pauvre et misérable,
Apprendre à l’homme coupable
Sa véritable grandeur.

L’âme heureusement captive
Sous ton joug trouve la paix,
Et s’abreuve d’une eau vive
Qui ne s’épuise jamais.
Chacun peut boire en cette onde.
Elle invite tout le monde.
Mais nous courons follement,
Chercher des sources bourbeuses,
Ou des citernes trompeuses
D’où l’eau luit à tout moment.


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Jean Racine (22 december 1639 - Parijs, 21 april 1699)

Portret door François de Troy, eind 17e eeuw

 

  

De Amerikaanse dichter Kenneth Rexroth werd geboren in South Bend (Indiana) op 22 december 1905. Zie ook alle tags voor Kenneth Rexroth op dit blog.

 

The Bad Old Days

The summer of nineteen eighteen
I read The Jungle and The
Research Magnificent. That fall
My father died and my aunt
Took me to Chicago to live.
The first thing I did was to take
A streetcar to the stockyards.
In the winter afternoon,
Gritty and fetid, I walked
Through the filthy snow, through the
Squalid streets, looking shyly
Into the people’s faces,
Those who were home in the daytime.
Debauched and exhausted faces,
Starved and looted brains, faces
Like the faces in the senile
And insane wards of charity
Hospitals. Predatory
Faces of little children.
Then as the soiled twilight darkened,
Under the green gas lamps, and the
Sputtering purple arc lamps,
The faces of the men coming
Home from work, some still alive with
The last pulse of hope or courage,
Some sly and bitter, some smart and
Silly, most of them already
Broken and empty, no life,
Only blinding tiredness, worse
Than any tired animal.
The sour smells of a thousand
Suppers of fried potatoes and
Fried cabbage bled into the street.
I was giddy and sick, and out
Of my misery I felt rising
A terrible anger and out
Of the anger, an absolute vow.
Today the evil is clean
And prosperous, but it is
Everywhere, you don’t have to
Take a streetcar to find it,
And it is the same evil.
And the misery, and the
Anger, and the vow are the same.

 

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Kenneth Rexroth (22 december 1905 – 6 juni 1982)

 

 

De Amerikaanse dichter Edwin Arlington Robinson werd geboren op 22 december 1869 in Head Tide, Maine. Zie ook alle tags voor E. A. Robinson op dit blog en ook alle tags voor E. Robonson.

 

Why He Was There

Much as he left it when he went from us
Here was the room again where he had been
So long that something oh him should be seen,
Or felt-and so it was. Incredulous,
I turned about, loath to be greeted thus,
And there he was in his old chair, serene
As ever, and as laconic as lean
As when he lived, and as cadaverous.

Calm as he was of old when we were young,
He sat there gazing at the pallid flame
Before him. 'And how far will this go on?'
I thought. He felt the failure of my tongue,
And smiled: 'I was not here until you came;
And I shall not be here when you are gone.'

 

 

Erasmus

When he protested, not too solemnly,
That for a world’s achieving maintenance
The crust of overdone divinity
Lacked aliment, they called it recreance;
And when he chose through his own glass to scan
Sick Europe, and reduced, unyieldingly,
The monk within the cassock to the man
Within the monk, they called it heresy.

And when he made so perilously bold
As to be scattered forth in black and white,
Good fathers looked askance at him and rolled
Their inward eyes in anguish and affright;
There were some of them did shake at what was told,
And they shook best who knew that he was right.

 

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E. A. Robinson (22 december 1869 – 6 april 1935)
Cover biografie 

 

 

De Duitse schrijfster Felicitas Hoppe werd geboren op 22 december 1960 in Hameln. Zie ook alle tags voor Felicitas Hoppe op dit blog.

Uit: Hoppe

“Es ist weder der fehlende Schreibtisch noch die Schokolade, auch nicht das Fernrohr, sondern der Rucksack, der zu Hoppes Erkennungsmerkmal werden wird, zu ihrer höchst persönlichen Rüstung. Bis zum Schluss ihrer Laufbahn (in rund vierzig Jahren weit über fünftausend Auftritte in über zweihundert Ländern in unterschiedlichen Kostümen und Rollen) ist kein einziger Auftritt ohne Rucksack vermerkt.
Bis heute unvergessen ein frühes Eishockeyturnier in Edmonton, von dessen Teilnahme die damals zwölfjährige und überaus hoffnungsvolle Hoppe (»Superpuck«) ausgeschlossen wird, als sie sich beim entscheidenden Endspiel so unvermutet wie beharrlich weigert, auf dem Eis ihren Rucksack abzulegen. Sieben Jahre später die Verweigerung der Aufnahme in die Dirigentenklasse eines Konservatoriums in Adelaide: »Man dirigiert bei uns immer noch mit den Armen, nicht mit dem Rücken«, so die Begründung des Vorsitzenden der Auswahlkommission Melville Drugs, dem gegenüber Hoppe behauptet haben soll, sie brauche den Rucksack als Gegengewicht, da sie sonst von der Musik »weggetragen« werde. Und, last but not least, zwei Jahrzehnte später, Hoppes legendärer Auftritt auf einem Podium in Tokio, als sie aus dem Stegreif einen knapp zweistündigen Vortrag zum Thema Rucksack, Buckel, Fetisch hält. Die Presse spekuliert über den Inhalt des mittlerweile angewachsenen Gepäckstücks: »Reine Leere. Verbergungsstrategien.
Warum macht sie nicht einfach den Reißverschluss auf und lässt uns einen Blick ins Innere werfen?«

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Felicitas Hoppe (Hameln, 22 december 1960)
Cover

 

 

De Zwitserse schrijver Christoph Keller werd geboren op 22 december 1963 in St. Gallen. Zie ook alle tags voor Christoph Keller op dit blog.

Uit:Alles Übrige ergibt sich von selbst (Samen met Heinrich Kuhn)

„Nach Nächten, die kaum Abkühlung brachten. geschieht es in letzter Zeit immer öftter. dass Minetti auf seiner Parkbank einnickt. Holt ihn dann der Schrei eines Kindes, der Rut einer Mutter oder Werkzeuggeklirr aus Willis Gerätehalle zurück, ist er verwirrt und vermag nicht zu entscheiden. was noch zum Schlaf gehorte und was schon Wachzustand ist.
Während er sich wegen des Sonneneinfalls an den Rand der Bank verschiebt, fällt ihm auf, wie hinter dem übermannshohen Eisenzaun. der den Zentralpark umsäumt ein Baukran wie ein Warnsignal in den Himmel sticht. In einer Höhe von gegen vierzig Metern scheint sich dessen Arm mit dem Beton-Gegengewicht auf der andern Seite zu bewegen. Dabei ist es Sonntag. und die Baustelle nicht in Betrieb. Doch er schwebt. das steht fest, schwenkt über ein benachbartes Hausdach hinweg. über die Strasse. über die Mauer des Parks und wirft sein Schattengetlecht über die Wiese. Niemand sitzt in der Kabine des Kranführers. Wie ist es möglich, eine tormenschwere Konstruktion so spielerisch leicht zu bewegen?
Er schliesst die Augen und spürt. wie sich genau in diesem Moment der Kranarm über ihm befindet.
Gleichzeitig ist es ihm klar. wie demütigend banal die Klärung des Geheinmisses sein könnte. Wozu sollte er es wissen wollen! Schon schwebt er selbst dort oben, steigt höher und höher, getragen vom Wind.“

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Christoph Keller (St. Gallen, 22 december 1963)
St. Gallen

 

 

De Noorse dichter en criticus Johan Sebastian Welhaven werd op 22 december 1807 in Bergen geboren. Zie ook alle tags voor Johan Sebastian Welhaven op dit blog.

 

The Wild Hunt (Fragment)

Loudly through air at night they haste,
An uproar on wild black horses!
As a storm the wild crowds travel by
With nothing but clouds for foothold.
Over the valleys, the woods and meadows -
Through darkness and weather, they never heed.
The traveler throws himself frightened to ground.
Listen... what clamor! It's the forces of Asgard!

Thor, the strong one, his hammer high,
Stands tall in his rig, in front of the pack.
He strikes his shield and hot red flames
Light up the nightly raid at the scene.
Horns blow, and an awesome noise
From bells and riding gear resounds.
Then the pack roars loudly and people listen
With rising fear in their quaking homes.

The Wild Hunt of Asgard raids the county
Whilst fall and winter at stormy nights.
But it favors to travel at Yuletide...
They feast with trolls and giants;
they closely ride by meadow and path
And pass the fearful nation.
Then, - take care farmer! Keep all in order!
As the wild hunt of Asgard may visit your home!

 

Vertaald door Liv Wenger

 

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Johan Sebastian Welhaven (22 december 1807 – 21 oktober 1873)
Portret door Carl Peter Lehmann, 1842

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e december ook mijn blog van 22 december 2013 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:30 Reageer op dit bericht

Ted van Lieshout, Rolf Lappert, Thomas Hürlimann, Heinrich Böll, Ivan Blatný, Garmt Stuiveling, Ludwig Hölty, Rebecca West

De Nederlandse dichter en schrijver Ted van Lieshout werd geboren op 21 december 1955 in Eindhoven. Zie ook alle tags voor Ted van Lieshout op dit blog.

 

Varkensvoeder

Er was een kleine mopperkont
die boos was op zijn moeder,
omdat hij nooit iets lekkers kreeg,
behalve varkensvoeder.

'Waarom,' vroeg hij aan mama,
'krijg ik altijd gerst en gort
en nooit eens ijs en friet
met mayonaise op mijn bord?'

'Je stelt je aan,' zei mama,
'want je krijgt ook rauwe biet.'
'Dat klopt wel,' riep de knorrepot,
'maar dat lust ik ook niet!'

'Je eet wat er op tafel komt,'
zei streng het moederzwijn,
'dan had je maar het kind
van iemand anders moeten zijn.'

 

 

Het spook

Er was een spook dat spoken wou, maar bang was in het donker.
En als er 's nachts gedoold moest worden door het huis, dan klonk er
de hele tijd een stemmetje, 't kwam uit de hoek vandaan,
dat angstig vroeg: 'O, mag er alstublieft een lichtje aan?'

De mensen die daar sliepen werden wakker van 't geluid.
Ze lagen bevend in hun bed en durfden er niet uit,
behalve een klein meisje dat is opgestaan en toen
de gang op ging om voor het spook een lampje aan te doen.

 

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Ted van Lieshout (Eindhoven, 21 december 1955)

 

 

De Zwitserse schrijver Rolf Lappert werd geboren op 21 december 1958 in Zürich. Zie ook alle tags voor Rolf Lappert op dit blog.

Uit: Über den Winter

„Im Schlafzimmer zog er sich eine saubere Hose und ein frisches Hemd an. Auf dem Bett sitzend, schüttelte er Sand aus den Schuhen, über deren dunkelblauen Segeltuchstoff verwischte weiße Linien aus Meersalz liefen. Nachdem er die Taschenlampe aus der Küche geholt hatte, verließ er das Haus. Entgegen Wielands Anweisung, die Tür immer zu verriegeln, zog er sie auch jetzt nur zu. Dann folgte er der schulterhohen Mauer, die das Grundstück und den einstöckigen Bau umgab.
Das Licht des Mondes und der Sterne ließ den Boden gerade so hell schimmern, dass Salm die Taschenlampe nicht brauchte. Er kannte den Pfad und jede Vertiefung, jeden Stein und jede armdicke Wurzel, die ein längst toter Baum auf der Suche nach Wasser geschlagen hatte. Obwohl der Weg leicht abschüssig war, konnte Salm das Meer nicht sehen, dafür die flache Düne, hinter der sich während des Sturms die Wellen mit einem bis zum Haus vernehmlichen Grollen gebrochen hatten.
Sobald er den höchsten Punkt des mit Sträuchern und zähen Grasbüscheln bewachsenen Damms erreicht hatte, lag die schwarze Wasserfläche vor ihm. Er lauschte eine Zeit lang dem regelmäßigen Atem der See, ließ den Blick über den Strand gleiten und dann über den kaum zu erkennenden Strich des Horizonts, auf dem er in kindli cher Erwartung die Umrisse eines Schiffes auszumachen hoffte. Aber die Leere vor ihm war vollkommen, und er wandte sich nach rechts, wo in der Ferne die üblichen vier, fünf Lichter der Ferienhaussiedlung flimmerten.
Die gewaltigen Wellen hatten den Sand bis nahe an die Düne heran planiert. Das Schwemmgut lag ungewöhnlich weit hinten, fast am Dünenfuß, wo es sich mit altem Treibholz, Tang und Müll vermisch te. Salm lief den flachen Hang hinunter und leuchtete mit der Taschenlampe über den Saum aus Ablagerungen, den das vom Sturm aufgewühlte Meer hinterlassen hatte.“

 

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Rolf Lappert (Zürich, 21 december 1958)
Cover

 

 

De Zwitserse schrijver Thomas Hürlimann werd geboren op 21 december 1950 in Zug. Zie ook alle tags voor Thomas Hürlimann op dit blog.

Uit: Der Filialleiter

„Sein Fußbad erfüllte Willy auch an diesem Abend mit Behagen. Dann rief er sich in Erinnerung, was ablief. Ungeheuerlich! Auf dem Schirm wurde das emotionale Defizit eines Ehemanns behandelt, und dieser Ehemann war er selbst, der Filialleiter Willy P.! Er griff zum Glas und hatte Mühe, das Bier zu schlucken. Hinter seinem Rücken war Maria-Lisa zu den Fernsehleuten gegangen. Warum? Willy hatte keine Ahnung. Willy wusste nur das eine: Vor seinen Augen wurde sein Supermarkt zerstört.
Maria-Lisa reichte ihm das Frotteetuch, aber der Filialleiter stieg noch nicht aus dem Eimer. Er hielt das Tuch in der Hand, und so stand er nun, nur mit Unterhemd und Unterhose bekleidet, minutenlang im Kamillenbad – ein totes Paar Füße, im Supermarkt plattgelatscht.
«Das Wasser wird kalt», sagte Maria-Lisa.
Der Filialleiter rieb sich die Füße trocken, dann gab er Maria-Lisa das Tuch. Als die Spätausgabe der Tagesschau begann, saßen sie wieder auf dem Kanapee. Maria-Lisa und der Filialleiter, Seite an Seite, er trank sein Bier und sie knabberte Salzstangen.“

 

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Thomas Hürlimann (Zug, 21 december 1950)
Zug 

 

 

De Duitse schrijver Heinrich Böll werd geboren op 21 december 1917 in Keulen. Zie ook alle tags voor Heinrich Böll op dit blog.

Uit: Haus ohne Hüter 

"Mitten in der Nacht auch konnte ihr plötzlich einfallen, daß ihre Zigarettendose leer war — eine hübsche hellblaue Porzellandose, in die sie zwei Zwanzigerpackungen entleeren konnte. Dann ging sie - leise vor sich hinfluchend - im Hause herum und suchte Zigaretten: schlurfende Riesengroßmutter mit ganz hellem, blondem Haar und rosigem Gesicht, die zuerst zu Albert ging: nur Albert rauchte Zigaretten, die ihrem Geschmack entsprachen.
Glum rauchte nur Pfeife, und Mutters Marke mochte die Großmutter nicht -»schwacher Weiberdreck - oh, mir wird schon schlecht, wenn ich die Strohdinger sehe -«, und Bolda hatte immer nur ein paar halbzerdrückte, flekkige Zigaretten im Schrank, mit denen sie den Briefträger beglückte und den Mann vom Elektrizitätswerk, Zigaretten, die Großmutters Spott herausforderten. »Sehen aus, als hättest du sie aus Weihwasser gefischt und getrocknet, alte Schlunze - Nonnenzigaretten, bäh«, und manchmal waren gar keine Zigaretten im Haus, und Onkel Albert mußte sich mitten in der Nacht ankleiden, mit seinem Auto in die Stadt fahren, um Zigaretten zu holen, oder Albert und die Großmutter suchten Fünfzigpfennig- und Markstücke zusammen, und Albert mußte am Automaten welche ziehen. Dann beruhigte sich die Großmutter nicht, wenn sie zehn oder zwanzig Stück bekam - fünfzig mußten es sein, knallrote Packungen, auf denen Tomahawk stand, Rein Virginia, sehr lange, ganz schneeweiße, sehr starke Zigaretten. - »Oh, sie müssen aber frisch sein, lieber Junge« - und sie umarmte Albert im Flur, wenn er zurückkam, küßte ihn und murmelte: »Wenn du nicht wärst, mein Junge - wenn du nicht wärst - ein Sohn könnte nicht besser sein.«
Dann endlich ging sie in ihr Zimmer, aß ihre Brote, dick mit Butter und Fleisch belegte große Weißbrotschnitten, trank ihren Wein und rauchte.
Albert war fast so regelmäßig wie Glum: ab elf war bei Onkel Albert Ruhe - alles, was nach elf im Hause geschah, ging aufs Konto der Weiber: Großmutter, Bolda und Mutter. Die Mutter stand nur selten auf, aber sie las lange und rauchte leichte, ganz flache Zigaretten, die sie aus einer gelben Packung nahm.“

 

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Heinrich Böll (21 december 1917 – 16 juli 1985)
Scene uit de gelijknamige televisiefilm uit 1975 

 

 

De Tsjechische dichter Ivan Blatný werd geboren op 21 december 1919 in Brno. Zie ook alle tags voor Ivan Blatnýop dit blog. Zie ook alle tags voor Ivan Blatný op dit blog.

 

Rodina (Family)

I feel at home with you, when watering the cacti,
the rubber plant, the ivy and the rest.
I must be going then, your putting right my neck-tie,
the breakfast's over now and you can have a rest.
And when the evening comes, I'm back to our harbour,
the world's a picture now, you are the golden frame,
with our dogs and cats, the mantel-piece of marble,
for years and years from now it will be quite the same.

 

Fate

The will to life is remorselessly exploding all eternity
there is no death
we must acquiesce
there is no and then the yes
yes we want it so
we can't choose the absolute nothing

 

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Ivan Blatný (21 december 1919 – 5 augustus 1990)

 

 

De Nederlandse dichter en literator Garmt Stuiveling werd geboren in Stroobos op 21 december 1907. Zie ook alle tags voor Garmt Stuiveling op dit blog.

 

Schemerwijze

Door de late najaarsmiddagschemer
die tot waas van nevel zich verdicht,
schuift vanuit een wolkbeslagen hemel
weifelend en schuw het bleeke licht
in mijn kamer binnen, waar de dingen
staan gelijk verstorven, vaal ontkleurd,
maar de stilte, dromenzwaar doorgeurd,
overvuld is van veel teedre erinneringen.

Nimmer in het klare daglichtschijnen,
nimmer 's avonds, als der lampen brand
tussen toegeschovene gordijnen
gele glanzen wekt van wand tot wand,
nimmer heb ik zó bewust geweten
niet te stillen pijn van eenzaamheid,
altijd in mij schrijnende, altijd
in dagdruk bestaan verdrongen, ònvergeten.

Zie, mijn vingers spelen klankeloze
vreemde teedre melodieën - Zie,
't lage westen dempt zons laatste broze
licht tot klankeloze melodie.
d' Avond komt. De herfst komt. Aan de hemel
uit diep wolkenwak straalt koel en ver,
sidderend verstild, nachts eerste ster
door de vreemde teedre najaarsmiddagschemer....



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Garmt Stuiveling (21 december 1907 - 11 mei 1985) 

 

 

De Duitse dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty werd geboren op 21 december 1748 in Mariensee bij Hannover. Zie ook alle tags voor Ludwig Hölty op dit blog.

 

Das Traumbild

Wo bist du, Bild, das vor mir stand,
Als ich im Garten träumte,
Den Rosmarin ins Haar mir wand,
Der um mein Lager keimte;
Wo bist du, Bild, das vor mir stand,
Mir in die Seele blickte,
Und eine warme Mädchenhand
An meine Wange drückte?

Nun such' ich dich, mit Harm erfüllt,
Bald bey des Dorfes Linden,
Bald in der Stadt, geliebtes Bild,
Und kan dich nirgends finden.
Nach jedem Fenster blick' ich hin,
Wo nur ein Schleyer wehet,
Und habe dich, o Lieblingin,
Noch nirgends ausgespähet.

Komm' selber, süßes Bild der Nacht,
Komm', mit den Engelsminen,
Und mit der leichten Schäfertracht,
Worin du mir erschienen.
Bring' mit die schwanenweiße Hand,
Die mir das Herz gestohlen,
Das purpurrothe Busenband,
Das Sträuschen von Violen.

Dein großes, blaues Augenpaar,
Woraus ein Engel blickte,
Die Stirne, die so freundlich war,
Und guten Abend nickte.
Den Mund, der Liebe Paradies,
Die kleinen Wangengrübchen,
Wo sich der Himmel offen wies,
Bring' alles mit, mein Liebchen!

 

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Ludwig Hölty (21 december 1748 – 1 september 1776)
Beeld in het Hölty-Gymnasium in Celle

 

 

De Britse schrijfster Rebecca West werd geboren op 21 december 1892 in Londen als Cicily Isabel Fairfield. Zie ook alle tags voor Ribecca West op dit blog. Zie ook alle tags voor Rebecca West op dit blog.

Uit: The Return of the Soldier

“That day its beauty was an affront to me, because, like most Englishwomen of my time, I was wishing for the return of a soldier. Disregarding the national interest and everything else except the keen prehensile gesture of our hearts toward him, I wanted to snatch my Cousin Christopher from the wars and seal him in this green pleasantness his wife and I now looked upon. Of late I had had bad dreams about him. By nights I saw Chris running across the brown rottenness of No-Man's-Land, starting back here because [Page 8]  he trod upon a hand, not even looking there because of the awfulness of an unburied head, and not till my dream was packed full of horror did I see him pitch forward on his knees as he reached safety, if it was that. For on the war-films I have seen men slip down as softly from the trench-parapet, and none but the grimmer philosophers could say that they had reached safety by their fall. And when I escaped into wakefulness it was only to lie stiff and think of stories I had heard in the boyish voice of the modern subaltern, which rings indomitable, yet has most of its gay notes flattened: "We were all of us in a barn one night, and a shell came along. My pal sang out, 'Help me, old man; I 've got no legs!' and I had to answer, 'I can't, old man; I've got no hands!'" Well, such are the dreams of English-women to-day. I could not complain, but I wished for the return of our soldier. So I said: [Page 9]
"I wish we could hear from Chris. It is a fortnight since he wrote."
And then it was that Kitty wailed, "Ah, don't begin to fuss!" and bent over her image in a hand-mirror as one might bend for refreshment over scented flowers.“

 

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Rebecca West (21 december 1892 - 15 maart 1983)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 21e december ook mijn blog van 21 december 2014 deel 2 en eveneens deel 3.

Geschreven door Romenu om 18:45 Reageer op dit bericht

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