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Berichten van 13 april 2018 tot 14 april 2018

Péter Esterházy, Alexandre Jardin, Tjitse Hofman, Landolf Scherzer, Charles Lewinsky, Roman Graf

De Hongaarse schrijver Graaf Péter Esterházy van Galántha werd geboren in Boedapest op 14 april 1950. Zie ook alle tags voor Péter Esterházy op dit blog.

Uit: Celestial Harmonies (Vertaald door Judy Sollosy)

“My father was one of the most generously endowed figures of seventeenth-century Hungarian culture and history. At the peak of his political career, he bore the title of Palatine and Prince of the Empire. He turned the palace of Kismarton into a magnificent residence, building several churches and keeping sculptors and painters in his employ at Court. Several members of the family learned to play musical instruments. My father "clapped out" his favorite pieces on the virginal, Prince Pál Antal had mastered several instruments (some say the violin, flute and lute, others the violin and the cello), while it is commonly accepted that Haydn composed his pieces expressly for Prince Miklós the Magnificent, who loved the baryton and magnificence in equal measure. My father wrote several volumes of poetry, most of which testify to the influence of the great baroque poet and military commander, Miklós Zrínyi. He also published works on religion, as well as prayer books. His collection of religious psalms, Celestial Harmonies, was published in Vienna in 1711. Furthermore, until recently, Hungarian musicologists have considered him a composer of some note. Latest findings, however, suggest that his contributions are somewhat limited, not only because a number of the melodies in the book can be shown not to have originated with him (most contemporary composers worked with borrowed melodies), but because, it seems, he did not compose the pieces, or adapt existing melodies, himself. His scores are not only rudimentary and tentative on the surface, they are incorrect, too. Judging by the extant documents, the schism between my father's mental faculties and his erudition and Celestial Harmonies is so wide, especially its more intricate layers, that it would take a great leap of the imagination to span. (To mention only the most important types of suspension bridges pertaining hereof, there's the plain, the specially anchored, the self-anchored, and also the cable bridge, the slant-cable harp-bridge, the slanted star-cable bridge, the slanted fan-shaped, and the single-pylon slanted harp-cable varieties. My father played on the harp as well as the star.)”

 

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Péter Esterházy (Boedapest, 14 april 1950)

 

 

De Franse schrijver Alexandre Jardin werd geboren in Neuilly op 14 april 1965. Zie ook alle tags voor Alexandre Jardin op dit blog.

Uit: Des gens très bien

"Comment ai-je fait pour me dégager de la vérité officielle de nos ascendants si fidèles à Vichy? pour finir par accepter ma honte d'être de cette lignée-là de gens supposément "très bien" ? Et ma colère devant l'évidence que le pire pût être commis dans nos rangs sans qu'on y ait jamais vu à mal. Sans que la moindre gêne fût ouvertement exprimée. Même si, bien sûr, il ne m'a pas échappé que les vrais commanditaires de l'horreur furent avant tout des Allemands : Heinrich, Oberg, Dannecker, Knochen et d'autres.
Ce secret français tient en une scène, que j'ai mis vingt-cinq ans à voir avec la bonne focale.
Chacun des Jardin aurait pu la convoquer dans son esprit mais, préférant le refuge du flou à l'horreur de la netteté, nous ne savions pas comment regarder de face sans suffoquer une telle débâcle morale. Comme des millions de familles françaises, anxieuses d'ouvrir les placards moisis de la collaboration.
Sauf que chez nous, l'affaire était énorme ; comme souvent chez les Jardin habitués à l'improbable. Et aux épisodes où l'Histoire exagère. Cette fois, la vérité sombre était dissimulée sous des kilos de gaieté, des centaines de pages de littérature chatoyante, un vrac de souvenirs cocasses, une tornade d'anecdotes. Moi-même, j'y ai contribué en perpétuant la légende nourricière des Jardin ; farcie de galopades et de situations enjôleuses. En m'abritant systématiquement derrière un masque de légèreté, un optimisme de façade, une fausse identité frivole. Issu de la honte, j'ai choisi le rire ; un rire longtemps forcé.
Pour faire oublier ma double vie, plus mélancolique.
Une existence parallèle et ombreuse que j'ai toujours pris soin de dissimuler ; en m'affichant comme un auteur de romans ensoleillés. Et amoureux du rose. Cette vie-là fut celle d'un homme au front nuageux qui, depuis l'âge de seize ans, tourne autour d'une scène qui continue de lui couper les jarrets. Un épisode qui m'a éclairé sur les gens intelligents et très convenables qui commettent l'irréparable en se réfugiant dans les bras de leur bonne conscience. Un chapitre vichyssois qui m'a conduit dès la sortie de l'adolescence à mener une réflexion obsessionnelle - et quasi clandestine - sur les destructeurs des Juifs et leurs collaborateurs. Méditation directement issue de ma position particulière. Qui reste non pas une étoile jaune mais une croix. Et pas une croix de Lorraine.”

 

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Alexandre Jardin (Neuilly, 14 april 1965)

 

 

De Nederlandse dichter Tjitse Hofman werd geboren in Assen op 14 april 1974. Zie ook alle tags voor Tjitse Hofman op dit blog.

 

Machine

Machine
machine zeg je
je zegt dat ik
machine heet
hete machine
maar wat weet jij
van draaien
maaiende bladen
zingende zagen
wielen schoepen raderen
ratelen razen
schrale gaten slijten
in mijn condenseringsvat
want ik weet
dat je het meent
en ik weet dat je neemt
van mijn paardenkracht
van mijn paardenkracht.

 

 

Lounge

Ein Mantel
von Frauenflaum
ein Hauch charmant
und Haare aus Regen

Ihre Ärmel
haben Hände
schwellen weiß der Abend
an eingefallenen Wangen

Kaminfeuer Klaviermusik
Champagner und Zigarren
Niederschlag der Tage
und Damenbeine

Sind es
schwarzgeschminkte Augen
saugende Blicke
und träumende Lippen

Lab ich mich
im blitzenden Licht
prickelt die Luft
mein Flimmern

Auster
wär ich doch
Auster.

 

Vertaald door Jan Klug

 

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Tjitse Hofman (Assen, 14 april 1974)
Cover

 

 

De Duitse schrijver Landolf Scherzer werd geboren op 14 april 1941 in Dresden. Zie ook alle tags voor Landolf Scherzer op dit blog.

Uit: Der Rote

„Am nächsten Tag warte ich überpünktlich im Erfurter Friseursalon von David Liebmann auf den Ministerpräsidenten. Im The Barber sitzen ein junger Mann, dessen Haare eine Friseuse wäscht, und ein Herr, dessen schlohweiße Haare vom Chef geschnitten werden.
David Liebmann fragt mich freundlich, aber bestimmt, ob ich bestellt bin. Ich schüttele den Kopf, und der Chef bedauert, dass er im Moment nur bestellte Kunden bedienen
kann. Als ich erkläre, dass ich hier mit Bodo Ramelow verabredet bin, will er wissen, ob ich zu den Personenschützern gehöre, die im Voraus die Sicherheit kontrollieren müssen.
Ich denke: Wie könnte man hier bei all den scharfen Scheren und noch schärferen Messern die Sicherheit garantieren, und erzähle, dass ich den Ministerpräsidenten ab und an begleite, um über ihn zu schreiben. Darauf meint David Liebmann, dass in der DDR Friseure wahrscheinlich bedeutender gewesen sind als Ministerpräsidenten, denn über einen Ministerpräsidenten hat damals niemand ein Buch geschrieben, wohl aber über einen Friseur!
Mit dem Kopf deutet er auf das Fensterbrett. Dort liegt das DDR-Kultbuch »Friseur Kleinekorte in Venedig und anderswo
«. Das kennt auch der weißhaarige Herr und zitiert die immer wiederkehrende Begrüßung: »Nemse Platz, Herr Jeheimrat. Was gibsn Neues aufm Bau? Wieder Nachtschicht jehabt?« Seinerzeit seien Friseure »die Beichtväter der Atheisten « gewesen. Heute sei man beim Haareschneiden schweigsamer. Doch wie von Kleinekorte inspiriert, erzählt er, dass er seit 11 Jahren zu Herrn Liebmann kommt, dass ihm, wenn er als 83-Jähriger frisch frisiert durch Erfurt geht, die Frauen noch hinterherschauen, dass er ein Grundstück von 2000 Quadratmetern mit 6 reichlich tragenden Apfelbäumen sein Eigen nennt, dass er inzwischen wartet, bis die
Äpfel herunterfallen, und sie dann vergräbt. »Früher nahm man sie mir im Konsum ab. Heute will keine Verkaufsstelle Äpfel, die unterschiedlich groß sind.«
Draußen halten zwei Limousinen.
»Seit 5 Jahren ist Herr Ramelow immer pünktlich, sogar als Ministerpräsident«, schwärmt David Liebmann.
Bodo Ramelow kommt allein. Seine Personenschützer hat er trotz scharfer Scheren und noch schärferer Messer vor der Tür gelassen.“

 

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Landolf Scherzer (Dresden, 14 april 1941)

 

 

De Zwitserse schrijver en draaiboekauteur Charles Lewinsky werd geboren op 14 april 1946 in Zürich. Zie ook alle tags voor Charles Lewinsky op dit blog.

Uit: Melnitz

„Immer, wenn er gestorben war, kam er wieder zurück.
Am letzten Tag der Trauerwoche, wenn der Verlust sich im Alltag verlaufen hatte, wenn man den Schmerz schon suchen musste, ein Mückenstich, der gestern noch gejuckt hat und heute kaum mehr zu ertasten ist, wenn die Rücken weh taten vom Sitzen auf den niedrigen Hockern, die der alte Brauch den Hinterbliebenen für die sieben Tage zuweist, dann war er ganz selbstverständlich wieder da, trat unauffällig mit den anderen Besuchern ins Zimmer, durch keine Äußerlichkeit von ihnen unterschieden. Nur Essen brachte er keines mit, auch wenn das der Brauch gewesen wäre. In der Küche warteten die Töpfe und die zugedeckten Schüsseln in Reih und Glied, eine Ehrenwache für den Verstorbenen; er kam mit leeren Händen, nahm sich einen Stuhl, wie man es tut, sagte kein Wort, wenn er von den Trauernden nicht angesprochen wurde, stand auf, wenn sie beteten, setzte sich, wenn sie sich hinsetzten. Und wenn dann die andern, ihren Trostspruch murmelnd, sich verabschiedeten, blieb er einfach sitzen, war wieder da, wie er immer da gewesen war. Seine Ausdünstung von feuchtem Staub mischte sich mit den anderen Gerüchen des Trauerhauses, Schweiß, Talgkerzen, Ungeduld; er gehörte wieder dazu, trauerte mit, nahm Abschied von sich selber, seufzte sein vertrautes Seufzen, das halb ein Stöhnen war und halb ein Schnarchen, schlief ein mit hängendem Kopf und offenem Mund und war wieder da.
Salomon Meijer stand von seinem Hocker auf, schob den Körper in die Höhe, stemmte ein schweres Gewicht, ein Kuhviertel oder einen Mühlensack Mehl, reckte sich, dass die Gelenke in den Schultern knackten, und sagte: »Nu. Lasst uns etwas essen.« Er war ein großer, breit gebauter Mann, der nur deshalb nicht kräftig wirkte, weil sein Kopf zu klein war für seine Statur, der Kopf eines Gelehrten auf dem Körper eines Bauern. Er hatte sich einen Backenbart wachsen lassen, der stellenweise – viel zu früh, meinte Salomon – schon weiß wurde. Darunter, vom Bart eingerahmt, bildete ein Geflecht aus geplatzten Äderchen zwei rote Flecken, die ihn immer wie angeschickert aussehen ließen, obwohl er nur zum feierlichen Kiddusch Wein trank, sonst höchstens mal, an ganz heißen Tagen, ein Bier oder zwei. Alles andere vernebelt den Kopf, und der Kopf ist der wichtigste Körperteil eines Viehhändlers.

Er war ganz schwarz gekleidet, nicht aus Trauer, sondern weil er sich eine andere Farbe nicht vorstellen konnte, trug einen altmodischen Gehrock aus schwerem Tuch, den er jetzt, wo keine Besucher mehr zu erwarten waren, aufknöpfte und hinter sich fallen ließ ohne sich umzusehen. Er ging davon aus, dass seine Golde den Gehrock schon auffangen und, wie es sich gehört, über eine Stuhllehne legen würde, und darin lag nichts Tyrannisches, nur die Selbstverständlichkeit klar aufgeteilter Bereiche.“

 

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Charles Lewinsky (Zürich, 14 april 1946)

 

 

De Zwitserse dichter en schrijver Roman Graf werd geboren geboren op 14 april 1978 in Winterthur, Zwitserland. Zie ook alle tags voor Roman Graf op dit blog.

 

Großvater (Fragment)

Großvater
wieder Weihnachten
die Birken vor deinem Haus
seit Jahren gefällt
letzten Sommer ist nun doch
Gras über der Stelle gewachsen
du sitzt auf dem Sofa
es ist so alt wie die Birken
fünfzig Jahre / du schläfst
auf dem Sofa, daneben die Ablage
Bücher über den Zweiten
Weltkrieg und die Schweizer Armee
ein Radio für die Nachrichten im DRS1
und deine Tropfen für
Herz und Kreislauf

später sage ich
pflanz doch wieder einen Baum
am besten schon bald
im Frühling
einen kleinen nur
der wirft wenig Laub ab und gibt
nicht viel Arbeit
ich sage
eine Linde vielleicht
denn die Form der Krone
entspricht der Form eines Blattes
ein Herz umgedreht

es ist inzwischen dunkel geworden
die Kerzen brennen gleich
Großvater, du stöhnst
du sagst Bäume
setzt man im
Herbst

 

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Roman Graf (Winterthur, 14 april 1978) 
Winterthur

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e april ook mijn vorige blog van vandaag.

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 14 april 2007 en ook mijn blog van 14 april 2008 en eveneens mijn blog van 14 april 2009.

Geschreven door Romenu om 11:43 Reageer op dit bericht

Roberto Schopflocher, Martin Kessel, Gabriele Stötzer, Helene Hübener, Gerhard Rohlfs

De Duits-Argentijnse schrijver Robert Schopflocher werd geboren op 14 april 1923 in Fürth. Zie ook alle tags voor Roberto Schopflocher op dit blog.

Uit: Eine Kindheit

“Als Kind hatte es mir die Zauberwelt der Tropfsteinhohlen in der Frankischen Schweiz angetan: die Bing- und die Teufelshohle, vor allem aber die Maximiliansgrotte. Die Stalaktiten und Stalagmiten glichen Orgelpfeifen und marmornen Skulpturen; die von den Karbidlampen angestrahlten Kavernen verwandelten sich in geheimnisvoll aufblitzende Schatzkammern. An gewissen Stellen blieb der Fuhrer stehen, legte den Zeigefinger auf die Lippen und machte uns auf das leise Ticken der Wassertropfen aufmerksam oder auf das Rauschen eines unterirdischen Flusses. Es konnte geschehen, das er sein Licht hinter einen der Steine hielt, der dann alabastern schimmerte. Und gelegentlich brachte er eine hohle Tropfsteinsaule durch einen behutsamen Schlag zum Klingen. Das Auftauchen erzschurfender Zwerge mit roten Zipfelmutzen hatte mich kaum in Erstaunen versetzt.
Erstaunen dagegen rief das Erlebnis in mir hervor, das mich beeindruckte, als ich Jahrzehnte spater noch einmal die Maximiliansgrotte besuchte. Inzwischen waren zahlreiche Stadte in Schutt und Asche gesunken, Millionen Menschen waren dem von einer Verbrecherclique ausgelosten Mordrausch zum Opfer gefallen. Neue Staatsgebilde waren entstanden, alte waren von der Landkarte verschwunden, und der erste Mensch war auf dem Mond gelandet. Das Zeitalter der Antibiotika war angebrochen, das des Computers, der Gen- und Psychotechnik, der Atomphysik, der weltumspannenden Massenkommunikation. Und in der Tropfsteinhohle, in die ich nun als Erwachsener zuruckkehrte, erzahlte uns der Fuhrer in der gleichen maulenden frankischen Mundart die gleichen Geschichten, die damals, als ich als kleiner Bub an der Hand meines Vaters das glitschige Labyrinth dieser Unterwelt entlang getippelt war, sein langst verstorbener Kollege – sein Grosvater womoglich – heruntergeleiert hatte. Vom Windloch war die Rede, wo oaner nei’g’folln wor, tog’lang wor der so dogleg’n mit zerdepperte Glieder. Und wie viele Jahre es braucht, bis so ein Tropfstein heranwachst. Der gleiche Tonfall, die gleiche Hohlenluft und das gleiche Flattern der Fledermause. Nur das man jetzt elektrische Taschenlampen in der Hand hielt anstatt der Karbidfunzeln. Und das ich mich nunmehr des ofteren bucken muste, um mir den Kopf nicht zu stosen.
Angesichts dieser Galerien und Stollen kam mir die Vielschichtigkeit unserer Existenz zum Bewustsein. Tiefliegende Seelenfloze drangten an die Oberflache; verschuttete Kindheitserinnerungen erwachten. Die Vergangenheit pflegt einen leichten Schlaf. Das sachte Klopfen an einer Tropfsteinsaule etwa, das Herunterleiern eines langst vergessen geglaubten Spruchs im vertrauten Heimatdialekt – und schon richtet sie sich auf, die Vergangenheit, und bahnt sich den Weg in die Gegenwart, wird zur Gegenwart. Durch fragwurdige Gedachtnismanipulation gefilterte Geschichte, gefarbt vom Heute und von der im Laufe des Lebens erworbenen Erfahrung: eine nur noch unscharf erfasbare,“ jedoch stets ausbruchbereite Vergangenheit."

 

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Robert Schopflocher (14 april 1923 – 23 januari 2016)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Martin Kessel (pseud. Hans Brühl) werd geboren op 14 april 1901 in Plauen (Vogtland). ook alle tags voor Martin Kessel op dit blog.

Uit: Herrn Brechers Fiasko

„Täglich, zumal bei Büroschluß, läuft ein Zittern durchs Zentrum, durch die Fundamente Berlins, als wäre nun wieder etwas Unvorhergesehenes im Gang.
Alles ist unterwegs. Wer sich frühmorgens pünktlich im Gebäude seiner Firma eingefunden hat, wird nun wieder – nach einem funktionellen Verdauungsprozeß, der den Menschen zur bloßen Arbeitskraft degradiert und deren Bestes sich zunutze gemacht hat – auf die Straße gesetzt und seinem Privatschicksal überlassen. Die eine Organisation entläßt, die andere empfängt, aus der Arbeitskraft wird ein Fahrgast oder ein Fußgänger. Diesen wiederum öffnen sich Kinos und Restaurants, und jedes Stadium fordert seinen Tribut.
Spießt eine Stange irgendwo in die Luft, auch Haltestelle genannt, ist ein Loch irgendwo zur U-Bahn hinunter oder ein Podium, auch Bahnsteig genannt, gleich findet daselbst eine Kristallisation statt. Leute sammeln sich an, Passanten der verschiedensten Gattung, die’s eilig haben, aber mit einer Ernsthaftigkeit auf den Gesichtern, als wären es letzte Vereinsmitglieder ums Banner. Ein Dunst steigt auf, ein Geruch wie aus der Manege, und über all die fixen Ideen und wahrzunehmenden Interessen hin spielt der diffuse Widerschein des Lichtes, lautlos, als einzig zärtliches, Träume spinnendes Element.
Tag für Tag, in einer Art Schlafwandel der Gewohnheit, erneuert sich das, ein schweigsames von Hand-zu-Hand-Gehen, und in mehreren Schichten sind die besten Köpfe dabei, auch fürs Unvorhergesehene die einwandfrei besten organisatorischen Formeln zu finden. Ist nicht alles durch Zeichen geregelt, durch Signale, Paragraphen und Übereinkünfte, durch eine Sprache, deren Geometrie in nahezu atavistischer Weise tabu ist, und hat sich nicht im Laufe des Funktionierens etwas herausgebildet, das Beachtung verdient, eine Art gläubige Sorglosigkeit, ein Lakonismus vor der höheren abstrakten Ordnung?“

 

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Martin Kessel (14 april 1901 – 14 april 1990)
Cover

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gabriele Stötzer werd geboren op 14 april 1953 in Emleben inThüringen in de toenmalige DDR. Zie ook alle tags voor Gabriele Stötzer op dit blog.

 

die lüge saß auf dem schemel

die lüge saß auf dem schemel und biß sich die zehennägel ab
der salat war durchgerührt und weinte nun vor rührung
das ich war besoffen und blubberte ätzend
der hut sagte guten tag beim in die luft steigen
die fliege flog und war tot an der patsche
der kleber klebte klug das eine ans andere auch wenn er
zwischendurch versank

die nähe ist angebunden
die ferne ist frei
die nähe kommt
die ferne geht
die nähe hat ein gesicht und hände
die ferne löst sich auf im nebel
die nähe schlägt sich prügelt sich kotzt ab
die ferne ist erhaben
noch zu haben?
der dampf treibt wolken −
vors gesicht
sieh mich an und sieh mich nicht
folg der worte lauteklang
körper dreht sich wochenlang
und es war trotzdem nur
ein lauern um den heißen brei

 

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Gabriele Stötzer (Emleben, 14 april 1953)

 

 

De Duitse schrijfster Helene Hübener werd geboren op 14 april 1843 in Sternberg. Zie ook alle tags voor Helene Hübner op dit blog.

Uit: Im Rosenhaus

“So! Das wäre fertig!« Sie legte die Hefte, die sie eben durchgesehen hatte, beiseite und rief durch die offene Tür: »Frau Gründler, sind Sie mit Ihrer Arbeit in der Küche bald fertig?«
Ein schwerfälliger Tritt ließ sich hören, und eine behäbige, sauber gekleidete Frau erschien auf der Bildfläche. »Ich wollte eben den Schlüssel bringen, Fräulein Anna. Sie gehen doch sicher noch ein wenig spazieren, Sie müssen ja ganz steif von dem vielen Sitzen sein!«
Anna lachte. »Sie kommen wohl nicht in die Verlegenheit, Frau Gründler. Aber Sie haben recht. Wenn man morgens Schule gehalten und nachmittags einen Stoß Arbeiten durchgesehen hat, muß man mal ins Freie. Also auf morgen!« Mit diesen Worten verabschiedete sie ihre Aufwärterin und stand, während sie den Mantel zuknöpfte, am offenen Fenster und erfreute sich an der schönen Aussicht. Der Anblick war ihr lange vertraut, denn sie wirkte als Leiterin einer Privatschule schon eine Reihe von Jahren in Falkenau. Sie hatte sich damals dieses Haus wegen seiner schönen Lage ausgesucht und auch zwei passende Schulräume im gleichen Haus gefunden. Anna liebte die Natur, sie liebte die bewaldete Bergkette die sich in blauer Ferne vor ihr ausdehnte, die zu ihren Füßen liegende Kleinstadt mit ihren roten Dächern und grünen Bäumen, den Fluß, der sich wie ein Silberfaden durch Felder und Wiesen schlängelte.
»Ja, schön ist's hier«, sagte sie halblaut vor sich hin. »Aber sehr viel einsamer ist's doch für mich geworden, seit Margarete heimgegangen ist.«
Margarete war ihre beste Freundin gewesen. Sie hatten als Kinder dieselbe Schule besucht und sich schon früh aneinander angeschlossen. Margarete verheiratete sich sehr jung mit einem Arzt, der sich in Falkenau niedergelassen hatte. So war Anna hierhergekommen. Und nun war die Freundin vor kurzem einer tückischen Krankheit erlegen.“

 

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Helene Hübener (14 april 1843 – 5 juni 1918)
Cover

 

 

De Duitse schrijver en Afrikareiziger Gerhard Rohlfs werd geboren op 14 april 1831 in Vegesack bij Bremen. Zie ook alle tags voor Gerhard Rohlfs op dit blog.

Uit: Mein erster Aufenthalt in Marokko und Reise südlich vom Atlas durch die Oasen Draa und Tafilet

„Entmuthigt kehrte ich ins Hotel zurück. Aber eine Berathung mit Gatell, der Reiz des Neuen, das Lockende, völlig unbekannte Gegenden durchziehen zu können, fremde Völker und Sitten, ihre Sprache und Gebräuche kennen zu lernen, ein Trieb zu Abenteuern, ein Hang, Gefahren zu trotzen: alles dies bewog mich, das Wagniss auszuführen, und nach einer zweiten Unterredung mit Sir Drummond wurde beschlossen, ich solle—(es war dies das einzige Mittel, um ins Innere des Landes Zugang zu bekommen)—äusserlich den Islam annehmen und eine Anstellung als Arzt in der Armee des Sultans nachsuchen. Unter dieser Verkleidung und mit solchen Intentionen, meinte Sir Drummond, sei ich in Fes eines guten Empfanges sicher und könne mich so lange im Lande aufhalten wie ich wollte. Mulei el Abbes, den ich versuchte zu besuchen, war indess nicht sichtbar für mich, jedesmal kam ich zu ungelegener Zeit.
Unterdessen machte ich mich rasch und mit Energie daran, meinen Vorsatz auszuführen, obschon alle anderen Europäer abriethen. Ich vermied aber so viel wie möglich mit ihnen in weitere Berührungen zu kommen, namentlich mied ich das spanische Consulat (obschon mir dasselbe später in Marokko viel Freundschaft erwiesen hat), um nicht als Spion verdächtigt zu werden. Denn hätten die Mohammedaner mich nach wie vor mit Christen verkehren sehen, so würden sie es gleich gemerkt haben, dass ich nur zum Schein übergetreten. So war ich nur fünf Tage in Tandja, wie der Marokkaner die Stadt nennt, und am sechsten Tage hatte ich dem Orte schon den Rücken gekehrt, in Begleitung eines Landbewohners, der es übernommen hatte, mich nach Fes bringen zu wollen.
Ich hatte meine Sachen auf das Nothdürftigste reducirt, ein Bündelchen mit Wäsche war Alles, was ich bei mir hatte, nach Landessitte trug ich es an einem Stocke hängend auf der Schulter; eine weisse Djelaba (ein weisses langes wollenes, mit Capuze versehenes Hemd) war meine Kleidung. Gelbe Pantoffeln, dann eine spanische Mütze, worein ich mein letztes Geld—eine englische Fünf-Pfundnote—genäht hatte, endlich ein schwarzer weiter europäischer Ueberzug, der als Burnus dienen konnte: das war mein Anzug. Ich hatte keine Waffen, ein kleines Buch mit Bleistift, um Notizen machen zu können, war in der Tasche verborgen. Dies war meine ganze Ausrüstung.“

 

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Gerhard Rohlfs (14 april 1831 – 2 juni 1896)
Cover

 

 

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Geschreven door Romenu om 11:42 Reageer op dit bericht

Michael Basse

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Basse geboren op 14 april 1957 in Bad-Salzuflen / Nordrhein-Westfalen. Hij studeerde filosofie, psychologie en germanistiek in Regensburg en München, waarhij sinds 1984 woont. Sinds 1993 is hij werkzaam bij de redactie cultuurkritiek van de Bayerische Rundfunk. Hij schreef talrijke radioessays en schrijversportretten. Daarnaast vertaalde hij gedichten van o.a.  Blaga Dimitrova, Ljubomir Nikolov, Boiko Lambovski (Bulgaars), Anise Koltz, Jean Portante (Frans) und John F. Deane (Engels). Bad-Salzuflen / Nordrhein-Westfalen. Zie ook alle tags voor Michael Basse op dit blog.

Uit:Ein einziges lyrisches Missverständnis

“Die Stoßrichtung ist alles andere als avantgardistisch. Und das gilt sowohl für die Sprachauffassung wie für den ideologisch-politischen Überbau. Der Vergleich mit Pound bietet sich hier geradezu an, zumal es in der Vita beider überraschende Parallelen gibt. Für beide ist die Poesie sprachlich auf den Hund gekommen. Während Borchardt die naturalistischen und neoromantischen Strömungen ebenso auf den Geist gehen wie der sich andeutende Expressionismus und später die neue Sachlichkeit, gegen die er einen hohen Ton restituieren will, der sich an klassischen Epochen vom Mittelalter bis zur Goethezeit messen lassen kann, wettert Pound gegen die gekünstelt anämische Stimmungs- und Gefühlsdichtung Londoner Salons, deren dekorativer Schwulst von sprachlicher Impotenz zeuge. Beiden geht es um ein fundamental anderes Verhältnis zur Sprache, eigentlich um ihre Wiederbelebung. Ernsthafte Auseinandersetzung mit Traditionen, echte Bildung und philologische Kenntnisse sind dabei selbstverständliche Voraussetzung, wenn nicht blind ins Blaue hinein gedichtet werden soll. Für Borchardt hatte sich Deutsch als Literatursprache geschichtlich verabschiedet; für den Wahleuropäer Pound, der sich je nach Lage englisch, französisch, italienisch und mitunter auch deutsch ausdrückte, hatte sich das Italienische als Literatursprache seit Dante und Cavalcanti - mit Ausnahme Leopardis - kaum weiterentwickelt. Beide übersetzten aus dem Italienischen, wurden aus Bewunderung für Mussolini auf der Oberfläche Faschisten, machten dem Duce ihre Aufwartung. Beide hofften auf eine kulturelle Erneuerung aus dem Geiste des Archipelagos. Beider Domizile - Lucca und Rapallo - lagen Luftlinie gerade mal 100 Kilometer entfernt.“

 

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Michael Basse (Bad-Salzuflen, 14 april 1957)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Nachoem Wijnberg, K. Michel, Alexander Münninghoff, Michel Faber, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Samuel Beckett, Seamus Heaney, Tim Krabbé, Eudora Welty

De Nederlandse dichter en schrijver Nachoem Mesoelam Wijnberg werd geboren in Amsterdam op 13 april 1961. Zie ook alle tags voor Nachoem Wijnberg op dit blog.

 

De eerste keer dat je je herinnert dat je dat deed

Je bent hier lang niet geweest
en kwam terug
om nog een keer te kijken.

Had het niet meer
veranderd moeten zijn?

Maar het is enkel voor een deel
zoals je je kan herinneren,
een groter deel
zoals je denkt dat het was.

Je schuift dat wat je je herinnert
verder uit elkaar,
om nog een keer te zoeken.

Om daar met je heer herinnering
rond te lopen,
jij wijst hem iets aan
alsof het van jou is
en daarna wijst hij jou iets aan, maar waar is hij nu?

Een lege straat,
einde van de middag.

Je weet niet meer
welke maand het was,
maar het was een lege, niet-koude middag.

Je zat in de bus van school naar huis
en je stapte eerder uit
om te lopen waar je liep
toen je op een vorige school zat
en je kon wat je je niet en wat je je wel herinnerde niet even zwaar maken.

 

 

Politiek als beroep, zegt Max Weber

Gedichten zijn nutteloos om de wereld te besturen,
zegt Huang Tingjian, wiens gedichten wonderlijk zijn als ze lukken.
Als het een doen beter is dan het ander, als ze allebei goed gedaan worden,
is iets doen wat op het een lijkt beter dan iets wat op het ander lijkt?
Kan ik dat niet korter zeggen?
Een gedicht verspilt toch niet.
Nu kom ik pas bij het belangrijkere probleem:
genoegen nemen met wat op het betere lijkt omdat het op het betere lijkt?

Af en toe doe ik alsof ik iets goed kan, zegt Su Dongpo,
zoals iets waaraan ik dan meteen daarna opnieuw moet beginnen

 

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Nachoem Wijnberg (Amsterdam, 13 april 1961)

 

 

De Nederlandse dichter K. Michel werd geboren op 13 april 1958 in Tilburg. Zie ook alle tags voor K. Michel op dit blog.

 

Paris / Charlie 7 – 1 – 15

Na al het nieuws
haal ik de heilige boeken
uit de kast
en schud daar de leeswijzers
en de vrome praatjes uit

Van deze zuiverheid
nastrevende stof
kneed ik een sneeuwbal
– haren en kruimels geen probleem –
en steek daar een vulpen in
tot de sneeuwbal zwart kleurt

Dan zet ik het machteloos
mooie ‘vogels in bos en duin’ op
schenk jou een glas rood in
en wachten wij op het onbedaarlijke smelten

 

 

Domino

Er zwemt een barst door het huis
Niemand die luistert

Uit de schaduw groeien schaduwen
in het onderwaterlicht
dat passerende auto's werpen
op de muren rondom het bed

In de diepblauwe stilte
herhaalt een jongetje lipzacht
al wat gezegd is die dag
en stopt woord voor woord
de gaten in het geluid
dat huwelijk heet

De vloer golft
De deurklink is ver

En het jongetje houdt zijn handpalmen
als een boek in zijn handen
en ik lees 'kom terug, ga weg'

Een spreuk, een dominosteen
die een ster slaat
in het glas van mijn huis

Dan begint het buiten
bruidsjurken te sneeuwen

 

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K. Michel (Tilburg, 13 april 1958)

 

 

De Nederlands schrijver en journalist Alexander Münninghoff werd geboren in Posen op 13 april 1944. Zie ook alle tags voor Alexander Münninghoff op dit blog.

Uit: De stamhouder

“De Oude Heer geloofde het pas toen hij het van zijn zwager, Onkel Walter, nog eens bevestigd kreeg. Met een ernstig gezicht had deze de vellen met medische rapporten, die hij als Duits oncoloog van het Antoni van Leeuwenhoek-ziekenhuis ter inzage had gekregen, bestudeerd, en zijn conclusie was hard en duidelijk: 'Je hebt hooguit twee maanden, Joan. Je moet nu echt dingen gaan regelen.' Het was december 1953. Ik was negen en had zojuist van Mimousse gehoord wat ik al een tijdje bevroedde: Sinterklaas bestond niet. Ze vond het gek dat ik daar niet zelf al achter was gekomen. Dat Opa op sterven lag, hoorde ik pas aan de vooravond van 23januari1954, de dag dat hij definitief de ogen sloot, omringd door vrouw, kinderen, Onkel Walter en een geestelijke, pater Kolfschoten, die elke dag langskwam en hem vlak voor zijn dood de biecht afnam en het Heilig Oliesel toediende. 'Vaarwel, lieve broeder, grote vriend, tot ziens. In coelo quies,' hoorde ik de jezuïtische huisvriend, die hem nog uit Riga kende en die in de herenkamer meer dan wie ook instrumenteel was geweest in de besluitvorming in talloze zaken, met gesmoorde stem zeggen. Ikzelf stond, samen met Mimousse en Trees, in de deuropening van Opa's slaapkamer, die zijn sterfkamer was geworden: hij had me bij zich laten roepen, me over mijn hoofd geaaid en niets gezegd. En ook ik had zwijgend de laatste impressie van hem in me opgenomen: bleek, met tinten lichtgeel en lichtpaars, was zijn gezicht geweest. Geen zichtbare emotie viel er te bespeuren. Mijn grootvader was verstijfd tot een keurige man met voorname gelaatstrekken, en toen zijn hand krachteloos op het laken was teruggevallen, leefde hij alleen nog maar door zijn donkere ogen, die merkwaardig strak op mij gericht waren geweest terwijl ik achteruitschuifelde, totdat hij langzaam en eventjes knipperend, alsof hij opeens bedacht dat hij toch nog iets moest zeggen, zijn oogleden sloot. Toen dokter Van Tilburg het onomstotelijke eindvonnis geveld had — 'Hij is dood, lieve mensen' —, zeeg mijn grootmoeder, zoals dat hoort bij Russische vrouwen, krampachtig snikkend bij de Oude Heer neer. Dat had ik wel min of meer verwacht; wat me echter verbaasde was dat mijn vader meteen naar het raam liep dat op de achtertuin uitkeek en de gordijnen, die de hele week dag en nacht gesloten waren geweest, opende, waarna Xeno, die achter hem aan was gekomen, ze in een vloeiende, naadloos aansluitende beweging weer sloot.”

 

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Alexander Münninghoff (Posen, 13 april 1944)

 

 

De Schotse, Engelstalige schrijver van Nederlandse herkomst, Michel Faber werd geboren in Den Haag op 13 april 1960. Zie ook alle tags voor Michel Faber op dit blog.

Uit: The Crimson Petal and The White

“Watch your step. Keep your wits about you; you will need them. This city I am bringing you to is vast and intricate, and you have not been here before. You may imagine, from other stories you've read, that you know it well, but those stories flattered you, welcoming you as a friend, treating you as if you belonged. The truth is that you are an alien from another time and place altogether.
When I first caught your eye and you decided to come with me, you were probably thinking you would simply arrive and make yourself at home. Now that you're actually here, the air is bitterly cold, and you find yourself being led along in complete darkness, stumbling on uneven ground, recognising nothing. Looking left and right, blinking against an icy wind, you realise you have entered an unknown street of unlit houses full of unknown people.
And yet you did not choose me blindly. Certain expectations were aroused. Let's not be coy: you were hoping I would satisfy all the desires you're too shy to name, or at least show you a good time. Now you hesitate, still holding on to me, but tempted to let me go. When you first picked me up, you didn't fully appreciate the size of me, nor did you expect I would grip you so tightly, so fast. Sleet stings your cheeks, sharp little spits of it so cold they feel hot, like fiery cinders in the wind. Your ears begin to hurt. But you've allowed yourself to be led astray, and it's too late to turn back now.
It's an ashen hour of night, blackish-grey and almost readable like undisturbed pages of burnt manuscript. You blunder forward into the haze of your own spent breath, still following me. The cobblestones beneath your feet are wet and mucky, the air is frigid and smells of sour spirits and slowly dissolving dung. You hear muffled drunken voices from somewhere nearby, but what little you can understand doesn't sound like the carefully chosen opening speeches of a grand romantic drama; instead, you find yourself hoping to God that the voices come no closer.”


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Michel Faber (Den Haag, 13 april 1960)

 

 

De Franse schrijver Jean-Marie Gustave Le Clézio werd geboren op 13 april 1940 in Nice. Zie ook alle tags voor Jean-Marie Gustave Le Clézio op dit blog.

Uit: Onitsha

« L'Afrique brûle comme un secret, comme une fièvre. Geoffroy Allen ne peut pas détacher son regard, un seul instant, il ne peut pas rêver d'autre rêve. C'est le visage sculpté des marques itsi, le visage masqué des Umundri. Sur les quais d'Onitsha, le matin, ils attendent, immobiles, en équilibre sur une jambe, pareils à des statues brûlées, les envoyés de Chuku sur la terre.
C'est pour eux que Geoffroy est resté dans cette ville, malgré l'horreur que lui ins­pirent les bureaux de la United Africa, mal­gré le Club, malgré le Résident Rally et sa femme, leurs chiens qui ne mangent que du filet de bœuf et qui dorment sous des moustiquaires. Malgré le climat, malgré la routine du Wharf. Malgré la séparation d'avec Maou, et ce fils né au loin, qu'il n'a pas vu grandir, pour qui il n'est qu'un étranger.
Eux, chaque jour, sur le quai, dès l'aube, attendent on ne sait quoi, une pirogue qui les emmènerait en amont, qui leur apporterait un message mystérieux. Puis ils s'en vont, ils disparaissent, en marchant à tra­vers les hautes herbes, vers l'est, sur les chemins d'Awgu, d'Owerri. Geoffroy essaye de leur parler, quelques mots d'ibo, des phrases en yoruba, en pidgin, et eux, tou­jours silencieux, non pas hautains, mais absents, disparaissant vite à la file indienne le long du fleuve, se perdant dans les hautes herbes jaunies par la sécheresse. Eux, les Umundri, les Ndinze, les « ancêtres », les « initiés ». Le peuple de Chuku, le soleil, entouré de son halo comme un père est entouré de ses enfants.
C'est le signe itsi. C'est lui que Geoffroy a vu, sur les visages, la première fois qu'il est arrivé à Onitsha. Le signe gravé dans la peau des visages des hommes, comme une écriture sur la pierre. C'est le signe qui est entré en lui, l'a touché au cœur, l'a marqué, lui aussi, sur son visage trop blanc, sur sa peau où manque depuis sa naissance là trace de la brûlure. Mais à présent il ressent cette brûlure, ce secret. Hommes et femmes du peuple Umundri, dans les rues d'Onitsha, ombres absurdes errant dans les allées de poussière rouge, entre les bosquets d'acacia, avec leurs troupeaux de chèvres, leurs chiens. Seuls certains d'entre eux por­tent sur le visage le signe de leur ancêtre Ndri, le signe du soleil."

 

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Jean-Marie Gustave Le Clézio (Nice, 13 april 1940)

 

 

De Ierse (toneel)schrijver en dichter Samuel Barclay Beckett werd geboren in Foxrock, Dublin op 13 april 1906. Zie ook alle tags voor Samuel Beckett op dit blog.

Uit: Krapp's Last Tape

“Krapp remains a moment motionless, heaves a great sigh, looks at his watch, fumbles in his pockets, takes out an evelope, puts it back, fumbles, takes out a small bunch of keys, raises it to his eyes, chooses a key, gets up and moves to front of table. He stoops, unlocks first drawer, peers into it, feels about inside it, takes out a reel of tape, peers at it, puts it back, locks drawer, unlocks second drawer peers into it, feels about inside it, takes out a large banana, peers at it, locks drawer, puts keys back in his pocket. He turns, advances to edge of stage, halts, strokes banana, peels it, drops skin at his feet, puts end of banana in his mouth and remains motionless, staring vacuously before him. Finally he bites off the end, turns aside and begins pacing to and fro at edge of stage, in the light, i.e. not more than four or five paces either way, meditatively eating banana. He treads on skin, slips, nearly falls, recovers himself, stoops and peers at skin and finally pushes it, still stooping, with his foot over the edge of the stage into pit. He resumes his pacing, finishes banana, returns to table, sits down, remains a moment motionless, heaves a great sigh, takes keys from his pockets, raises them to his eyes, chooses key, gets up and moves to front of table, unlocks second drawer, takes out a second large banana, peers at it, locks drawer, puts back his keys in his pocket, turns, advances to the edge of stage, halts, strokes banana, peels it, tosses skin into pit, puts an end of banana in his mouth and remains motionless, staring vacuously before him. Finally he has an idea, puts banana in his waistcoat pocket, the end emerging, and goes with all the speed he can muster backstage into darkness. Ten seconds. Loud pop of cork. Fifteen seconds. He comes back into light carrying an old ledger and sits down at table. He lays ledger on table, wipes his mouth, wipes his hands on the front of his waistcoat, brings them smartly together and rubs them.“

 

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Samuel Beckett (13 april 1906 - 22 december 1989)
John Hurt in de titelrol tijdens een uitvoering in New York, 2011

 

 

De Ierse dichter Seamus Heaney werd op 13 april 1939 te County Derry, Noord-Ierland, geboren. Zie ook alle tags voor Seamus Heaney op dit blog.

 

Tankas For Toraiwa

I loved to carry
Her violin case, its nose
In air, its back end
Nice and heavy, the balance
Factored in and factored out.

Every time she placed
Her two thumbs to the two snibs
And opened the lid
She couldn’t help a quick frown
(Disguised pleasure?) as she checked.

Then her brow would clear
And the sun disc of her face
Tilt up and brighten
At the tap of a baton,
At the tip of a baton…

In the baize-lined case
Emptied of the ingrown jut
Of the fiddlehead,
A lump of ancient resin
And a dirty chamois cloth.

The conductor’s hands –
Big and out of proportion
To his skinny wee
Professor’s body–always,
she said, “interested” her.

Fiddlehead ferns: why
do I think of them do I
Think: Toraiwa?
Because–surprise–he quizzed me
about the erotic life.

 

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Seamus Heaney (13 april 1939 – 30 augustus 2013)
Portret door  Tai-Shan Schierenberg, 2004

 

 

De Nederlands schrijver en schaker Tim Krabbé werd geboren in Amsterdam op 13 april 1943. Zie ook alle tags voor Tim Krabbé op dit blog.

Uit: De veertiende etappe (De man die bijna)

“Ineens was dat tafeltje leeg en kwam er een jongen in korte broek naast me zitten. Hij knikte me vriendelijk toe, sloeg een krantje open en begon te lezen. Ik herkende hem meteen, maar het duurde seconden voor ik kon geloven dat het echt Fignon was. Het zijn altijd vreemde confrontaties tussen twee mensen die allebei weten dat ze geen fabeldier zijn, maar waarvan er één dat voor de ander toch is. Ik voelde ook een lichte teleurstelling: Tourwinnaars horen zich niet op te houden met zaken als aan jou vragen of die stoel vrij is. Daar zaten we, hij met L 'Equipe, ik zonder vragen. Ach, had De Renner in het Frans vertaald mogen zijn, had hij het gelezen mogen hebben, wat zou ik graag zijn vragen over de Ronde van de Mont Aigoual hebben beantwoord. Waarschijnlijk heb ik gezegd dat ik Nederlander was, want ik zie hem nog grinniken, met glinsterende ogen, over een brief die een Nederlands meisje hem had geschreven. Ik vroeg of hij nog iets had gemerkt van de aanwezigheid van Dustin Hoffman in de Tour. Ja, hij was aan hem voorgesteld, dat was toch voor een film die misschien gemaakt zou worden, The Yellow Jersey? Fignon was vriendelijk en zachtbespraakt, en totaal onaanmatigend, maar het heeft toch geduurd tot hij fotografen die hem lastigvielen tegen de kloten begon te schoppen dat ik hem ben gaan noemen als de renner die ik misschien wel het meest bewonder. Grote kampioenen winnen soms grote wedstrijden vóór ze daar echt recht op hebben. De drieëntwintigjarige Hinault van de Tour van 1978 die eigenlijk voor Pollentier was, en de tweeëntwintigjarige Fignon die in 1983 won toen Pascal Simon in het geel met een schouderblessure moest uitvallen, zijn daar voorbeelden van. Maar ook grote kampioenen die eigenlijk al over hun hoogtepunt heen zijn, winnen soms ten onrechte. Zoetemelk 1980 (Hinault!) en Hinault 1985 (LeMond!) zijn dáár voorbeelden van. Fignon 1989 wordt een nieuw geval.”

 

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Tim Krabbé (Amsterdam, 13 april 1943)
Bernard Hinault en Laurent Fignon in 1984

 

 

De Amerikaanse schrijfster Eudora Alice Welty werd geboren in Jackson, Mississippi, op 13 april 1909. Zie ook alle tags voor Eudora Welty op dit blog.

Uit: A Curtain of Green (Petrified Man)

"Lord, yes, she's from New Orleans. Ever'body in New Orleans believes ever'thing spooky. One of 'em in New Orleans before it was raided says to Mrs. Pike one summer she was goin' to go from State to State and meet some grey-headed men, and, sure enough, she says she went on a beautician convention up to Chicago. . . . "
"Oh!" said Mrs. Fletcher. "Oh, is Mrs. Pike a beautician too?"
"Sure she is," protested Leota. "She's a beautician. I'm goin' to git her in here if I can. Before she married. But it don't leave you. She says sure enough, there was three men who was a very large part of making her trip what it was, and they all three had grey in their hair and they went in six States. Got Christmas cards from 'em. Billy Boy, go see if Thelma's got any dry cotton. Look how Mrs. Fletcher's a-drippin'."
"Where did Mrs. Pike meet Mr. Pike?" asked Mrs. Fletcher primly.
"On another train," said Leota.
"I met Mr. Fletcher, or rather he met me, in a rental library," said Mrs. Fletcher with dignity, as she watched the net come down over her head.
"Honey, me an' Fred, we met in a rumble seat eight months ago and we was practically on what you might call the way to the altar inside of half an hour," said Leota in a guttural voice, and bit a bobby pin open.
"Course it don't last. Mrs. Pike says nothin' like that ever lasts."
"Mr. Fletcher and myself are as much in love as the day we married," said Mrs. Fletcher belligerently as Leota stuffed cotton into her ears.
"Mrs. Pike says it don't last," repeated Leota in a louder voice. "Now go git under the dryer. You can turn yourself on, can't you? I'll be back to comb you out. Durin' lunch I promised to give Mrs. Pike a facial. You know—free. Her bein' in the business, so to speak."
"I bet she needs one," said Mrs. Fletcher, letting the swing-door fly back against Leota. "Oh, pardon me."

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Eudora Welty (13 april 1909 – 23 juli 2001)
Cover

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van vandaag ook mijn blog van 13 april 2014.

Zie voor bovenstaande schrijvers ook mijn blog van 13 april 2007 en ook mijn blog van 13 april 2008 en eveneens mijn blog van 13 april 2009.

Geschreven door Romenu om 09:03 Reageer op dit bericht

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