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Berichten van 2 augustus 2018 tot 3 augustus 2018

Dolce far niente, Nescio, Radek Knapp, Marica Bodrozic, Mirko Wenig, Christoph Geiser

 

Dolce far niente

 

 

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Gezicht op de Nicolaaskerk vanaf het Centraal Station, Amsterdam door Evert Moll, ca. 1930

 

 

Uit: Het geluk van in Amsterdam te leven

“28 Juli 1950 Vrijdag. Met Os, Miep, Louis en Jan Tenger Pip naar den Parijzer trein van 7 uur 6 gebracht. Fantastische belichting, zon recht voor de kap, gouden rails etc. Fantastisch uitrijden en twee maal ombuigen van den trein (1e perron).

2 Augustus 1950 Woensdagavond. ’s Avonds na ½ 8 met Kees Zwolsman op het C.S. 4de perron. Gebroken wolkenlucht, fantastische belichting. Later in ¾ donker kopje koffie en fleschje bier op 1e perron.

5 Augustus 1950 Zaterdagavond. Alleen tegen ½ 8 op C.S. Licht als 28 Juli (1ste en 2de perron).

8 Augustus 1950 Dinsdagavond. Hetzelfde (4de en 1ste perron). Zeer duidelijk meer naar links. ’s Morgens uit lijn 9 een zonnebloem gezien in het plantsoentje tegenover het paleis op den Dam.

17 Augustus 1950 Donderdagochtend. Met Os aan het water van het tramstationnetje, later naar de bibliotheek op de Keizersgracht en toen over het Begijnhof. Lentelicht in de hondsdagen. Mooi gezicht uit den hoek van het begijnhof op het kerkje”.

 

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Nescio (22 juni 1882 – 25 juli 1961)
Amsterdam, de geboorteplaats van Nescio:
Het Begijnhof met Engelse Kerk door Jan ten Compe, 1754.

 

 

De Pools-Oostenrijkse schrijver Radek Knapp werd geboren op 3 augustus 1964 in Warschau. Zie ook alle tags voor Radek Knapp op dit blog.

Uit: Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

„Nach einer verdächtigen Ruheperiode, in der sie ihren mütterlichen Pflichten vorbildlich nachging,
nahm sie mich eines Tages für eine kurze Autofahrt in die Stadt mit. Wir passierten das Zentrum, den Stadtrand und interessanterweise auch andere Städte, bis wir zehn Stunden später vor einem rot-weiß-roten Schranken in Drasenhofen hielten.
»Auf der anderen Seite liegt Österreich. Dort fangen wir ein neues Leben an«, verkündete meine Mutter und zeigte auf das Feld hinter dem Schranken, wo ein paar Krähen um eine leere Plastikflasche der Firma Coca-Cola stritten.
Als sie meinen verständnislosen Blick auffing, fügte sie hinzu: »Mach nicht so ein Gesicht. Ab jetzt wirst du viele Grenzen überschreiten. Sie werden aus dir das machen, was ich nie geschafft hätte. Einen Mann.«
Ob ich dadurch ein Mann wurde, müsste genauer erforscht werden, aber ganz gewiss wurde ich dadurch zum Experten von Grenzen und ihren Überschreitungen.
Nach der Staatsgrenze folgte bereits die nächste Grenze: der Wechsel von der slawischen Sprache in
die germanische. Deutsch zu lernen ist für einen Polen genauso schwer wie allgemeine Relativitätstheorie. Aber in Wien kam noch das Problem dazu, dass man dort gar nicht Deutsch sprach.
Ich weiß noch genau, wie ich mich kurz nach meiner Ankunft in ein Lebensmittelgeschäft verirrte und
gleich an der Schwelle den mysteriösen Satz hörte:
»Sprüh a Wolk’n!«
An dem Gesicht, das diesen Satz fallenließ, erkannte ich eines: Es war keine Aufforderung, eine Wolke mit einer Spraydose zu bearbeiten, sondern man empfahl mir, das Lokal recht flott wieder zu verlassen. Von da an staunte ich, wie viele Ausdrücke es in dieser traditionell gastfreundlichen Stadt gab, die zum Sich-Entfernen aufforderten, wie etwa »Mach ein Servus« oder das zuletzt wieder stark in Mode kommende, arabisch klingende »Hau dich über die Häuser.“

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Radek Knapp (Warschau, 3 augustus 1964)

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Marica Bodrozić werd geboren op 3 augustus 1973 in Zadvarje in het toenmalige Joegoslavië. Zie ook alle tags voor Marica Bodrozić op dit blog.

Uit: Das Wasser unserer Träume

„Aufgeknöpfte Zeit, um mich herum, das fühle ich, dicke Schläuche und tickende Maschinen. Die Schläuche sind aus Plastik. Sie binden mich an die Erde. Das Ticken ist vom Mond oder von der Südhalbkugel, dort, wo Luftpumpen gebraucht werden und der Fliegende Fisch zu Hause ist.
Von dort kommt alles zur Erde, die Idee der Waage, des Paradiesvogels und des Kranichs. Die leuchtenden Punkte erzählen mir davon. Kluge Sterne über hellster Erde. Ich weiß nicht, ob sie nur in meinem Kopf sind. Oder im ganzen Himmel. Oder ob mein Kopf ein kleiner Himmel ist, hier, in diesem Zimmer, in dem ich liege, wie lange, das sagt mir niemand, denn auch ein Zimmer ist ein Himmel
für sich. Keiner, der hier ein- und ausgeht, vermutet in mir einen hörenden Menschen. Nicht ohne Grund zweifeln sie an meinen Ohren. Der Zimmerhimmel weiß, dass ich alles hören kann, vor allem das, was nicht gesagt wird und auch jenseits der Wände. Oben am Plafond magnetisieren sich die lauten, die leisen und die noch ungeborenen Wörter.
Sie suchen mich, und ich, ein Mann, der stumm und bewegungslos in einem Bett liegt, bin ihr lebendiges Radio, aus dem noch nichts in die Außenwelt dringt. Wenn niemand mehr im Zimmer ist, fällt sie auf mich herab, die Weisheit und Sammlung der Wörter, weil ich das Land bin, das ihrer gedenkt. Die Natur ist Feindin ewiger Besitzungen.
Ich besitze nichts, aber ich kann die anderen lesen, ihre Gedanken, ihre Liebe, ihre Sehnsucht aus dem Inneren sehen. Es ist eine Gabe, um die ich nicht gebeten habe.
So etwas geschieht nur den Entmachteten. Ich bin entmachtet worden, ein zurückberufener Mensch, der wieder in den Raum eingeschleust worden ist. Der Plafond sagt, dir ist es nicht mehr erlaubt, nur mit dem Kopf zu denken.
Die Zeit ist ein Senfkorn. Die Ohren, mathematisch kenntnisreiche Reiter. Das erdgelbe Material meiner Bilder gestattet mir, wieder zu träumen, wieder an den Urgrund der Träume zu rühren und ihrer würdig zu sein. Das helfende Fenster ist aus hellem Holz. Ich rieche seine große Frische. Das Holz ist junges Holz, von einer Birke, noch nah an Atem und am Leben. Das Zimmer ist bescheiden und ganz in weiß gehalten. Allein die über mich wachenden Frauen sind heute Farbe darin. Ich kann meine Augen nicht aufmachen. Trotzdem kann ich die Farben sehen. Von innen schaue ich auf sie mit meinen unbeweisbaren Augen.
Hellgrüne Gewänder schauen zu mir zurück. Eine der Frauen sieht aus wie ein wohlgeratener Rabe, ganz dunkel und schön und in sich ruhend. Ein stimmloses Rätsel.“

 

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Marica Bodrozić (Zadvarje, 3 augustus 1973)

 

 

De Duitse dichter Mirko Wenig werd geboren op 3 augustus 1977 in Gera. Zie ook alle tags voor Mirko Wenig op dit blog.

 

Wrack

Im Grunde war es immer derselbe Wald. Dieselbe
Stelle, Gebüsch hinter der Datsche, ein ausgetrockneter
Graben. Dort stand unser Wartburg: Schiff, Ufo und Panzer.

Es gab keinen Zündschlüssel. Kurzes Stottern, Brummen
im Mundraum, dann ging es los, mussten die Gurte
angelegt werden. Fahr nicht so schnell du hebst gleich ab!

Nach Öl stank es, nach Benzin und Harz. Sitzpolster
aufgerissen, wir hielten das Lenkrad umklammert.
Und die Lachse im Wasser, die tödlichen Stromschnellen,

die wilden Bären: auch der Hund musste mit, wir
fuhren ins Minenfeld. Alle Helme aufsetzen!
Schokolade half gegen Raketenbeschuss.

Dann schoss uns der Gegner das Heck weg. Räder
hatten wir schon lang nicht mehr, die Türen
brachen aus dem Rahmen. Jemand brachte

ein zweites Lenkrad mit, so konnten wir uns
aufteilen, den Feind einkreisen. Umzingeln
zur nächsten Richtungsentscheidung:

die einen fielen raus, die anderen
gingen zu Fuß weiter. Im Grunde
war es immer derselbe Wald.

 

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Mirko Wenig (Gera, 3 augustus 1977)

 

 

De Zwitserse schrijver Christoph Geiser werd geboren op 3 augustus 1949 in Basel. Zie ook alle tags voor Christoph Geiser op dit blog.

Uit: Der Neandertaler von Darmstadt

„Das Auge Gottes, übrigens, war auch noch nicht im Bus. Ja, vielleicht war das säumige Auge Gottes überhaupt der Grund, warum der Bus, der sich nach und nach mit immer mehr saumseligen Fruchtbringenden füllte, noch immer nicht losfahren konnte, weil das Auge Gottes, die Treppe des Staatstheaters beherrschend, noch immer jedes einzelne Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft auf seine Linse bannen wollte und damit den Abstieg all der Fruchtbringenden über die Treppe behinderte und verzögerte – während wir dasaßen, auf unserem Bänkchen am Fenster zur Nacht, eingezwängt zwischen den Stehenden, die Panische mir gegenüber und die Verhärmte. Sukzessive immer mehr eingezwängt, unaufhaltsam. Den Ehernen sah ich erst, als es schon zu spät war. So stolperte ich, bereits panisch, über die Füße der Linguistik … Panik, ja. Urplötzlich. Und nicht der Panischen halber, die ganz unpanisch da sitzenblieb, wo sie saß, und auch nicht der Verhärmten wegen. Die verhärmt so sitzenblieb, wie sie war. Ich muß da raus, und zwar sofort, war das einzige, was man von mir noch vernahm, heißt, einzig die Linguistik im grellen Kunstlicht, über deren Füße ich stolperte, vernahm’s mutmaßlich, stereotyp lächelnd, ehern und stoisch.
Aus dem hellen Licht des Fahrzeuginneren in die Nacht der Schatten da draußen stolperte ich, aus dem Licht der Fruchtbringenden in die Finsternis umherhuschender Schatten. Die Schatten wollten mich zurückhalten! Sie vermochten es nicht. Die Vorstellung plötzlich, der Bus fülle sich immer mehr, immer mehr Fruchtbringende drängten hinein, die Fruchtbringenden nähmen quasi überhand und der Bus kippe; die Handbremse löse sich und der Bus finge ganz sachte an, die abschüssige Straße herunterzurollen … Fahrer konnte ich keinen sehen; so gäbe es gar keinen Fahrer, der Fahrer stünde, seine Zigarette rauchend, neben dem Bus und würde zu spät bemerken, daß sich sein Fahrzeug voller Fruchtbringender unaufhaltsam in Bewegung setzt – nicht aufzuhalten, nein, bis ins Erdinnere womöglich – oder der Bus finge plötzlich an zu brennen.“

 

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Christoph Geiser (Basel, 3 augustus 1949)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 3e augustus ook mijn blog van 3 augustus 2016 en mijn blog van 3 augustus 2015 en eveneens van 3 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 14:29 Reageer op dit bericht

Dolce far niente, Simon Carmiggelt, Jussi Adler-Olsen, James Baldwin, Taha Adnan

 

Dolce far niente

 

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Rosarium in het Vondelpark door Dorien van Diemen, 2017

 

 

Uit: Vreemdeling in Amsterdam

“De man stapt voorop met de soepele tred van iemand die onophoudelijk grote ruiten door de binnenstad vervoert, maar de vrouw, die de achterkant vasthoudt, heeft moeite met zijn straf tempo en beweegt zich voort op zo'n bijna drafje, dat een broze indruk maakt en wel eens fataal zou kunnen aflopen.
Alfred Polgar schreef, toen hij uitkeek op een binnenplaats, waar gevangenen werden gelucht: ‘Het valt mij in dat Dostojevski mij niet invalt.’ En ik registreer, dat mijn geest verzuimt: ‘Waar werd oprechter trouw, dan tussen man en vrouw’ van Vondel op mijn beeldscherm te projecteren.
Als de man, dwars door een rood voetgangerslicht, oversteekt en het gepiep van autoremmen in veelvoud te horen valt, pakt de vrouw de ruit ook met haar twééde hand beet, waardoor ze de indruk maakt er zich radeloos aan vast te klemmen.
In huwelijken wordt veel geleden, dames.
Maar ze bereiken, in flagrante strijd met de wetten der logica, onbeschadigd de overkant en verdwijnen daar in een zo juist door een Duitse touringcar ontladen gezelschap oude, zwaarlijvige personen, op wier door smart getekende koppen fleurige papieren hoedjes staan.
Om niets onbeproefd te laten rijdt een lijkwagen in tijdnood voorbij en verschijnt van links een man met een reclamebord, die zich als Charlie Chaplin heeft uitgedost. Vier moedeloze negers wachten op de tram, ten einde ergens heen te gaan waar ze net zogoed niet heen zouden kunnen gaan. Een priester in ouderwets habijt verlaat een bloemenwinkel, in het blij bezit van een fors uitgevallen clivia. Een dikke vrouw geeft een zoet aan haar hand lopend jongetje, zonder tastbare reden, een klap en een jeugdige banketbakker doet een misstap en valt nog net niet met vier witte gebakdozen in de armen uit een bestelauto. In een houten keet die de dienst van publieke werken zodanig op de stoep van een brug heeft geplaatst dat oude moedertjes en vrouwen met kinderwagens met gevaar voor het leven de rijweg op moeten, zitten vier shagjes rokende mannen te kaarten.
Kortom - een menigte.
Als je er een tijdje met toeristenogen naar kijkt wordt duidelijk waarom in televisiestukken, door figuranten gespeelde voorbijgangers altijd zo volstrekt onnatuurlijk zijn. Zij handelen niet absurd, overeenkomstig de werkelijkheid, maar op een manier die volgens de regisseur natuurlijk is. Daarom doet het zo gekunsteld aan. Maar als ze zich net zo gedroegen als de mensen op straat, zouden alle kijkers zeggen: ‘Waarom doen ze zo gek?’ Ook voor dit probleem bestaat geen andere oplossing dan berusten.”

 

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Simon Carmiggelt (7 oktober 1913 – 30 november 1987)
Het Vondelpark in Amsterdam

 

 

De Deense schrijver Carl Henry Valdemar Jussi Adler-Olsen werd geboren op 2 augustus 1950 in Kopenhagen. Zie ook alle tags voor Jussi Adler-Olsen op dit blog.

 

Uit: Selfies (Vertaald door Kor de Vries)

`Ik heet Denise,' oefende ze met gespannen halsspieren. Donkerder kon haar stem niet worden. `Denise!' fluisterde ze op het moment dat ze haar lippen van elkaar deed en haar kin op haar borst liet vallen. Als je die houding aannam, was het effect ongelooflijk. Iemand zou de uitdrukking misschien uitleggen als onderwerping, maar het was precies het tegenovergestelde. Hielden de wimpers van vrouwen en de brandpunten van hun pupillen onder die hoek de zintuigen van omstanders niet het best vast? `Alles onder controle,' zei ze knikkend, terwijl ze de deksels van de gezichtscrèmes dichtdraaide en het arsenaal aan cosmetica in de spiegelkast duwde. Na een ogenblikje rondkijken in het kleine vertrek stelde ze vast dat ze uren rotwerk voor de boeg had met het opruimen van het rondslingerende wasgoed, het opmaken van het bed, het afwassen van alle glazen en het weggooien van afval en flessen. Ach, fuck ook, dacht ze en ze trok het dekbed omhoog, schudde het uit, klopte het hoofdkussen op en overtuigde zichzelf ervan dat als een van haar sugardaddy's eenmaal hiernaartoe was gekomen, de rest hem waarschijnlijk een zorg zou zijn. Daarna ging ze op de rand van het bed zitten en controleerde snel of haar handtas nu ook van de noodzakelijke artikelen en rekwisieten was voorzien. Ze knikte tevreden, ze was er klaar voor. De wereld en zijn lusten mochten zich wat haar betreft aandienen. Toen zorgde een ongewenst geluid ervoor dat ze haar gezicht omdraaide naar de deur. Klik-klik, klak, klik-klik, klak, het gestrompel dat ze zo verafschuwde. Je bent veel te vroeg, mam, dacht ze terwijl de deur tussen de trap en de hal werd opengeduwd.
Het was bijna acht uur, dus waarom kwam ze nu? Het was immers al ver na haar etenstijd. Ze telde de seconden en stond geïrriteerd op van het bed, toen er op de deur van het kamertje werd geklopt. `Liefje!' riep haar moeder. 'Doe je even open?' Denise haalde gecontroleerd en geluidloos adem. Als ze geen antwoord gaf, ging haar moeder vast wel weer weg. `Denise, ik weet dat je er bent. Wil je even opendoen, ik wil je iets belangrijks vertellen.' Denise liet haar schouders zakken. 'Waarom? Heb je soms eten meegebracht?' riep ze. `Nee, vandaag niet. Ach, wil je niet even beneden komen om te eten, Denise? Alleen vandaag. Oma is er!' Denises blik schoot naar het plafond. Dan stond haar oma dus beneden en meer was er niet nodig om haar klamme oksels te geven en haar hartslag te laten stijgen. `Oma kan me wat. Ik haat dat wijf.' `Ach, Denise, zulke dingen mag je niet zeggen. Wil je mij niet een moment binnenlaten? Ik moet gewoon even met je praten.' `Niet nu. Je kunt het eten buiten voor de deur neerzetten, zoals je altijd doet.' Afgezien van de man met de trillende huid die een paar kamers verderop in de gang woonde en al zijn 'ochtendpils' had geconsumeerd en die nu in vertwijfeling over zijn ellendige leven in janken was uitgebarsten, was het onmiddellijk doodstil geworden op de gang. Het zou haar niet verbazen als ze nu allemaal met gespitste oren stonden te luisteren, maar wat kon haar dat schelen? Ze konden haar moeder toch gewoon negeren, net als zij deed."

 

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Jussi Adler-Olsen (Kopenhagen, 2 augustus 1950)

 

 

De Amerikaanse schrijver James Baldwin werd op 2 augustus 1924 in Harlem, New York, geboren. Zie ook alle tags voor James Baldwin op dit blog.

Uit: Letter from a Region in My Mind

« I underwent, during the summer that I became fourteen, a prolonged religious crisis. I use “religious” in the common, and arbitrary, sense, meaning that I then discovered God, His saints and angels, and His blazing Hell. And since I had been born in a Christian nation, I accepted this Deity as the only one. I supposed Him to exist only within the walls of a church—in fact, of our church—and I also supposed that God and safety were synonymous. The word “safety” brings us to the real meaning of the word “religious” as we use it. Therefore, to state it in another, more accurate way, I became, during my fourteenth year, for the first time in my life, afraid—afraid of the evil within me and afraid of the evil without. What I saw around me that summer in Harlem was what I had always seen; nothing had changed. But now, without any warning, the whores and pimps and racketeers on the Avenue had become a personal menace. It had not before occurred to me that I could become one of them, but now I realized that we had been produced by the same circumstances. Many of my comrades were clearly headed for the Avenue, and my father said that I was headed that way, too. My friends began to drink and smoke, and embarked—at first avid, then groaning—on their sexual careers. Girls, only slightly older than I was, who sang in the choir or taught Sunday school, the children of holy parents, underwent, before my eyes, their incredible metamorphosis, of which the most bewildering aspect was not their budding breasts or their rounding behinds but something deeper and more subtle, in their eyes, their heat, their odor, and the inflection of their voices. Like the strangers on the Avenue, they became, in the twinkling of an eye, unutterably different and fantastically present. Owing to the way I had been raised, the abrupt discomfort that all this aroused in me and the fact that I had no idea what my voice or my mind or my body was likely to do next caused me to consider myself one of the most depraved people on earth. Matters were not helped by the fact that these holy girls seemed rather to enjoy my terrified lapses, our grim, guilty, tormented experiments, which were at once as chill and joyless as the Russian steppes and hotter, by far, than all the fires of Hell.”

 

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James Baldwin (2 augustus 1924 – 1 december 1987)
Portret door Angelica Markén, 2016

 

 

De Belgisch-Marokkaanse dichter en schrijver Taha Adnan werd geboren op 2 augustus 1970 in Assfi, Marokko. Zie ook alle tags voor Taha Adnan op dit blog.

 

Lettre différée (Fragment)


Mon frère, mon assassin
Je ne suis pas ton ennemi
Et tu n’es pas le mien
Pourquoi donc me tendre une main
Chargée de mal
Pourquoi as-tu écoulé mon sang
Ton sang
Pour te frayer un chemin
Fait de déroutes
Vers le paradis des assassins?

Frère
Si Dieu voulait
Réduire l’univers à néant
En un clin d’œil
Aurait-Il besoin de ton aide?
Celui qui est un Dieu au ciel
Et sur terre
A-t-Il besoin de quelqu’un comme toi
Pour prendre l’âme du malfaisant
L’âme de l’innocent
L’âme de celui qui avait des intentions
Mais qui n’a pas…
Et l’âme de celui
Dont l’âme est malade?
A-t-Il besoin de ta rancune
Pour les anéantir et toi avec
Dans un instant fugace?!
Réfléchis bien
Qui t’a obnubilé
Qui t’a enfumé la tête
Avec des histoires
Qui du frère
Ô mon assassin
T’a dépouillé?
Qui a réveillé la bête
Dans ton cœur sauvage?
Qui a allumé le feu
Dans ton âme éteinte?

Frère
Depuis Abel
Mort au début de la création
Les offrandes nous ont poussés à la perte
Et tu m’as perdu

Frère
Alors que mon seul péché
Est un destin qui m’a conduit
Aux seuils de l’anéantissement
Frère
Tu es le fils de qui
Dis-moi
Au nom du Ciel?
De quelle argile es-tu créé?
De quelle eau?

Frère
Ô mon semblable
En craintes
En témérité
Dans la perspective de la perte
En frivolité
En tranquillité
Quand la colère monte
As-tu éprouvé comme moi
La légèreté que donne un cœur qui bat
En ton sein?
As-tu aimé un jour?

 

Vertaald door Mohamed Khmassi


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Taha Adnan (Assfi, 2 augustus 1970)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 2e augustus ook mijn blog van 2 augustus 2017 en ook mijn blog van 2 augustus 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 16:37 Reageer op dit bericht

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