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Berichten van 5 februari 2019 tot 6 februari 2019

Annelies Verbeke, Thomas von Steinaecker, Dermot Bolger, Felix Mitterer, Heinz Kahlau, Pramoedya Ananta Toer, John Henry Mackay, Ernst Wilhelm Lotz, Irmgard Keun

De Vlaamse schrijfster Annelies Verbeke werd geboren op 6 februari 1976 in Dendermonde. Zie ook alle tags voor Annelies Verbeke op dit blog.

Uit: Gula

“Het was de zwaarste dag van Gula's leven. Letterlijk. Ze had tot twee uur die middag in bed gelegen. Toen de drie zakjes m & m's op waren, had ze de kracht gevonden om op te staan. Haar darmen borrelden. Ze geurde nogal zurig. Dat was haar wel vaker overkomen na een avondje kaas. Zoals altijd bestond haar eerste dagtaak erin zich te laten vernederen. De rode cijfertjes van de weegschaal zochten zich snel, haast onthutst, een weg naar de meest accurate weergave van het exces. Die dag kwamen ze pas bij 142 knipperend tot stilstand. Een record.
Gula waste zich al een tijdje rechtopstaand omdat het bad haar niet meer paste. Dat gold ook voor haar wagen en voor de meeste van haar kleren. Aan alles valt een mouw te passen, zo ook aan een arm met een omtrek van eenenvijftig centimeter. Ze leunde met één hand voorzichtig op de wastafel terwijl ze zich in haar groene joggingpak hees. Ze had honger.
Tientallen keren per dag opende Gula de koelkast alsof het om een schatkist uit een stripverhaal ging. De gloed van het stralende licht dat eruit te voorschijn kwam, gaf haar een paradijselijk gevoel. Ze at anderhalve kilo moussaka en vijf boterhammen met gehakt. Vervolgens goot ze de restanten van een zak diepvriesfrieten in het pruttelende vet van haar friteuse. Ze zette de dampkap niet aan want ze hield van de lucht die zich door het huis verspreidde. Toen ze de binnenkant van de pot mayonaise met de laatste frieten had schoongeveegd, besloot ze dat het tijd was om boodschappen te doen. Ze had wel vaker gelezen dat je geen boodschappen moest doen met een lege maag. Gula beschouwde het als een godsgeschenk naast een supermarkt te wonen. Haar lichaam liet haar niet toe meer dan een kilometer te wandelen.
De andere supermarktklanten bleven op gepaste afstand van Gula die moeizaam een overladen wagentje door de gangen duwde. Maar ze zag wel hoe ze keken. Wanneer de blikken in haar richting zweefden, las en herlas ze de ingrediënten op flessen multivruchtensap en pakken boterkoekjes. Soms probeerde een volwassen hand behoedzaam een wijzende kindervinger te verstoppen, maar altijd gebeurde dat te laat of te duidelijk.
Die dag werd er voor het eerst openlijk om Gula gelachen. Twee tienermeisjes hadden het over een groene vuilcontainer voor ze proestend hun magere ruggen naar haar toedraaiden. Gula vermoedde dat ze hen gemakkelijk zou kunnen vloeren. Ze was een beloftevolle judoka geweest. De gevechtssport had haar een tijdlang obsessioneel in de ban gehouden. Mensen waren zich zorgen beginnen te maken toen ze niet langer Katrien wilde heten. De naam Gula was haar persoonlijke eerbetoon aan Ulla Werbrouck en Gella Vandecaveye, de heldinnen die ze nooit zou evenaren.”

 

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Annelies Verbeke (Dendermonde, 6 februari 1976)

 

 

De Duitse schrijver en journalist Thomas von Steinaecker werd geboren op 6 februari 1977 in Traunstein. Zie ook alle tags voor Thomas von Steinaecker op dit blog.

Uit: Die Verteidigung des Paradieses

„Ich muss gestehen, obwohl es ein wenig strange klingt: Ich habe das Gefühl, dass ich für diese Altwörter verantwortlich bin. Vielleicht versuche ich deshalb, sie mir so genau zu merken. Während ich putze, ausaste, die Schweine füttere oder was auch immer tue, sage ich mir all die inneren Listen, die ich in den vergangenen Jahren erstellt habe, wieder und wieder vor. Das hilft. In meiner aktuellen Top Ten der besten Altwörter ever steht zurzeit Salbader auf Nummer eins. Aber auch die Nummer zwei, weidlich, ist heftig. Genauso wie Amnestie. Ich kann gar nicht genug davon kriegen. Demonstration, Plenarsaal, Internet. Ich bin verrückt. Es ist schrecklich.
Aber ich wollte ja eigentlich von heute Morgen erzählen, von meinem fünfzehnten Geburtstag. Also. Ich bin aufgewacht, habe noch, wie gesagt, ganz kurz über ein paar Altwörter nachgedacht und bin wirklich freudigst aus unserer Schlafstube durch die Bodenluke die Leiter hinuntergeklettert, um Cornelius, Jorden, Chang, Özlem und Anne, die schon beim Frühstück saßen und besprachen, was es zu tun gebe, einen »wunderbaren Guten Morgen« zu wünschen. Das »wunderbar« habe ich ein klein wenig betont, weil dieses »wunderbar« ein gutes Wort ist, um daran anzuknüpfen, zum Beispiel mit »Einen wunderbaren Geburtstag wünsche ich dir!« oder so etwas in der Art. Kann schon sein, dass ich dabei ein wenig zu erwartungsvoll geguckt habe. Jedenfalls hat Jorden das alles wieder einmal in den falschen Hals bekommen.
»Schaust’n so?« Er blickte nur kurz von seinem Teller auf und grummelte dann in seinen langen dünnen Bart: »Is was?«
Na ja. Irgendwie war schon was: Niemand gratulierte mir zu meinem Geburtstag. Aber natürlich auch kein Grund zum Heulen, schließlich war ich ja nun wirklich kein Kind mehr. Also redete ich mir ein: Lass die erst mal richtig wach werden. Bestimmt ist Cornelius der Erste, der gleich was sagt. Irgendwie nahm ich es als ein Zeichen, dass er seinen himmelblauen Leinenanzug angezogen hatte, von all seinen Anzügen der mit den wenigsten Löchern. Cornelius trug ja trotz der Hitze immer wieder einen seiner sogenannten Sommeranzüge. Aber heute, da war ich mir sicher, trug unser weltbester Leader eben den himmelblauen extra wegen mir.“

 

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Thomas von Steinaecker (Traunstein, 6 februari 1977)

 

 

De Ierse dichter, schrijver en uitgever Dermot Bolger werd geboren op 6 februari 1959 in Dublin. Zie ook alle tags voor Dermot Bolger op dit blog.

 

On the 7am Luas to Tallaght

I never thought that the West would be like this:
Trying to sleep on the tram to Tallaght at dawn,
My mouth so dry I can no longer taste your kiss.

Swapping words in ten languages for tiredness,
Fellow passengers stare out, barely able to yawn:
They never thought the West would be like this.

This journey compounds every ache of loneliness.
I close my eyes, unable to stop thinking of home,
My mouth so dry I can no longer taste your kiss.

Last night on the phone I could sense your stress,
Our children no longer asking when will I come:
I never thought that the West would be like this.

To them I’m now a cheque from a foreign address,
A man who builds apartments we could never own,
My mouth so dry I can no longer taste your kiss.

All day I will shovel cement, yearning to caress
Your neck with each button of your blouse undone:
I never thought that the West would be like this,
My mouth so dry I can no longer taste your kiss.

 

 

In a Clondalkin Supermarket Car Park

Will you walk with me here, beside Lucan weir,
Past flowering rush, kingfishers, green figworth,

Your palm so young in mine, your palm frayed with age:
Each generation a whirling leaf sluiced into this cascade.

Will you recall the ordinary afternoon when we paused,
Amid the rush of busy lives, to stare at the torrential spume,

Hypnotised by the ceaseless deluge until it seemed in fact,
That what remains constant and static is this surging weir,

With all our joys, our dreams, our lives spiralling past,
Down each speeded-up season, each irreclaimable year.

 

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Dermot Bolger (Dublin, 6 februari 1959)

 

 

De Oostenrijkse schrijver (toneel, hoorspelen en draaiboeken) Felix Mitterer werd geboren op 6 februari 1948 in Achenkirch, Tirol. Zie ook alle tags voor Felix Mitterer op dit blog.

Uit: Tödliche Sünden

„Ich war mit einem Kollegen beim Combatschießen, zwanzig Jahre her. Das knallt vollkommen uninteressant, vollkommen uninteressant. Aber es fühlt sich gut an, so ein Ding in der Hand, zugegeben. (Nimmt die Flinte.) Die hier knallt natürlich schon recht eindrucksvoll; Sie werden es ja hören. Als ich achtzehn war, hatte ich einen Freund, der einzige in meinem Leben, der einzig wirkliche, der wollte ein berühmter Fußballer werden. Muß hinzufügen, zuerst konnte er mich nicht ausstehen, weil mich Fußball nicht interessierte, aber irgendwann, bei einer ganz furchtbaren Sauferei, eigentlich der einzigen meines Lebens, na, ich muß schon erzählen, was es war, denn es hatte wirklich grauenhafte Folgen. Wir tranken Likör. Das war (zählt an den Fingern ab) Eierlikör, Pfefferminzlikör, Schokoladelikör, Orangenlikör und, was war es noch, ja, Mandellikör, alles durcheinander. Mein Freund hatte dieses entsetzliche Zeug aus dem Getränkegroßhandel mitgebracht, wo er als Lagerarbeiter sein täglich Brot verdiente. Wir kotzten wie die Reiher. Wie die Reiher. Der Geruch von Likör verursacht mir heute noch Brechreiz. Na, jedenfalls sind wir während dieses Besäufnisses draufgekommen, daß wir uns mögen, daß wir denselben makabren Witz haben und beide ein Faible fürs Kino. Mit seiner Fußballkarriere war's leider bald vorbei, weil er zuviel soff und rauchte. Er ist dann — durch irgendeinen Zufall — Leichenbestatter geworden. Im Cafe heckten wir immer Banküberfälle aus. Das war damals leicht. Jeden Tag passierte das. Meistens mit so einer (hält' sie hoch) automatischen Schrotflinte, Pump Gun sagen die Amis dazu. Die wurde populär, weil's diesen Film gab vom Peckinpah, „Getaway", mit Steve McQueen. Kannst du einen Motorblock damit zerschießen. Er hat die Gegner reihenweise abgeknallt. Flogen drei Meter zurück, landeten an der Wand, rutschten zu Boden, und an der Wand dann dieser triefende Blutfleck. In der Zeitlupe sah das irre aus. Seitdem hab ich immer ein Bild im Kopf, vorm Einschlafen. Ich mit dieser Flinte, ich drücke zweimal hintereinander ab. Einmal auf eine Frau, in die Brust, einmal auf mich, so, unters Kinn, der Gesichtsschädel fliegt weg, komplett. Das war aber schon so, bevor ich meine Frau kannte.“

 

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Felix Mitterer (Achenkirch, 6 februari 1948)
Cover

 

 

De Duitse dichter en schrijver Heinz Kahlau werd op 6 februari 1931 geboren in het dorpje Drewitz. Zie ook alle tags voor Heinz Kahlau op dit blog.

 

Kein Gott (Fragment)

Ich liebe Menschen mehr als alle Tiere.
Sie suchen unaufhörlich einen Sinn
für ihr Vorhandensein, verstrickt in Irrtum.
Es macht mich froh, dass ich beteiligt bin.

Ich bin allein. Für kurze Augenblicke
bin ich Geliebter, Bruder oder Freund.
Um eine Arbeit, eine Lust zu machen,
wenn sich ein Weg mit meinem Weg vereint.

Auf dieser Erde leben Ungezählte,
aus denen gleiche Furcht und Hoffnung spricht.
Ich weiß um sie. In glücklichen Sekunden
seh ich mitunter einem ins Gesicht.

Da ist kein Mensch und keine Macht vorhanden,
nichts, das mich ganz für sich gewinnen kann.
Ich füge mich der Stärke und der Schwäche.
Nur wer mich tötet, hält mein Suchen an.

Ich bin missbrauchbar, ich bin zu gebrauchen,
denn ich muss sein und suche meinen Wert.
Ich will mich nähren, ich muss mich behausen.
Und über Preise wurde ich belehrt.

Solange ich lebe, arbeite und liebe,
solange sich mein Geist, mein Blut noch regt,
bin ich dem Wesen meiner Zeit verhaftet,
denn mich bewegt, was meine Zeit bewegt.

Ich denke noch, und bin noch zu belehren.
Ich suche zweifelnd weiter nach dem Sinn,
der uns zu Menschen macht, wer will mich hindern,
die Welt zu lieben, bis ich nicht mehr bin.

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Heinz Kahlau (6 februari 1931 – 6 april 2012)

 

 

De Indonesische schrijver Pramoedya Ananta Toer werd geboren in Blora op Midden-Java op 6 februari 1925. Zie ook alle tags voor Pramoedya Ananta Toer op dit blog.

Uit:Subuh (Vertaald door Harold Merrill)

“Saudara! Do you know what every prisoner longs for? You must know! Getting out—regaining one's freedom, living among friends, relatives, and fellow human beings. For you,maybe these words "getting out" don't arouse any impressions whatsoever. But for pris-oners and former prisoners, how sweetly stirring these words are. They have the samemagical power as the national anthem.And today, saudara, how happy I am. Why shouldn't I be? The guards came runninginto camp. The jailer was summoned. And all that little commotion was simply for my ownhappiness. Here's what happened, saudara. The jailer returned from the camp office andyelled, "Pram!" I yelled back in response. And he went on, "You're being released. Gathertogether all your gear." Like a crow being pelted with rocks, a screech came from mymouth, Okay, okay."I ran into my cell and packed up my clothes, bedding, and eating utensils. Friendsrushed in urging me to exchange clothes. And there were also many who stood at the doorwith lustreless eyes. There were those who congratulated me and there were others whogrumbled about their own fates. And I was touched. Naturally, there are moments whenhuman beings will be touched no matter how materialistic they are. Especially when Iwalked to the camp office and they held up clenched fists, yelling feebly, "Freedom!Freedom! Don't forget the prison! Don't forget the struggle." Then the piercing shout that Iwon't ever forget for as long as I live, "Cheese tastes good, bung.1 And condensed milkmakes you blind!"2 And I couldn't respond to them one by one.I bowed my head—I couldn't bring myself to confront the eyes of my comrades whowere still suffering.
The first iron door was opened. I passed through. Then the door was locked again. Andbehind this two-meter high barrier, my comrades followed me with dull eyes. I handed overmy inventoried gear. And everything I was carrying was searched. What was there to behad from me? Only the clothes that I was wearing, one other set, and a few books. Then Ireceived a letter of discharge that had this stamp at the bottom: "de facto krijgsgevangenen-kamp”. And I almost made another mistake. I smiled reading those words. A sharp glarelocked up my smile.”

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Pramoedya Ananta Toer (6 februari 1925 — 30 april 2006)
Cover

 

 

De Duitse dichter, schrijver en anarchist John Henry Mackay werd geboren in Greenock op 6 februari 1864. Zie ook alle tags voor John Henry Mackay op dit blog.

Uit: Der Schwimmer

„Der Vater und der eine oder andere der älteren Brüder, die schon arbeiteten, kamen erst des Abends; aber die Mutter, welche kränkelte, verbrachte oft mit den Jüngsten ganze Tage auf dem reizlosen Fleck, wo sie wenigstens in freier Luft war.
Sooft er nur konnte, rückte Franz aus. Erst klagte und schalt die Mutter, dann ließ sie ihn laufen, da es doch nichts half, ihn zurückhalten zu wollen.
Eine besondere Anziehungskraft hatte für ihn ein großer Holzplatz an der Spree. Seit er einmal, dort umherschlendernd, für den Zimmermeister eine Weiße geholt hatte, stand ihm der Zutritt gegen Leistung gelegentlicher gleicher und ähnlicher kleiner Dienste offen, und nichts hinderte ihn, zwischen den Balken und Stämmen herumzuklettern, soviel er wollte.
So wurde der Holzplatz seine Heimat für diesen Sommer. Aus Spänen kleine Kähne zu bauen, sie mit einem Knopf oder irgend etwas anderem zu »befrachten«, sie dem großen Wasser anzuvertrauen und zu sehen, wie es sie hintrieb und verschlang, wurde er nie müde; oder Gräben und Buchten zu bilden und das Wasser hineinzuleiten und herumzupantschen und zu mantschen, bis der Feierabend allen seinen Spielen für diesen Tag ein Ende machte.
Ein besonderes Fest war es jedesmal, wenn er in einem wirklichen großen Boote, das von der anderen Seite herübergekommen war und anlegte, ein Stück mitgenommen wurde oder etwa gar selbst eine Pätschel führen durfte.
Aber am meisten von allem lockte ihn das Wasser selbst; und sechsmal an heißen Sommertagen mindestens warf er Hemde und Hose in den Sand und tauchte sich in die braune, träge, lauwarme Flut. Er schwamm schon wie ein Fisch. Er ging auf den Grund und holte Steine aus dem Schlamm herauf. Er glitt unter den Flößen durch und verschwand hier, um dort in die Höhe zu kommen. – Und er lernte seinen ersten Sprung, den einfachen Kopfsprung. Erst von dem Rand des Floßes, dann von dem des Nachens, endlich von dem des großen Spreekahnes plumpste er – den Kopf voran und mit ausgespreizten Beinen – wie ein Frosch ins Wasser.
Ach, und wie war es schön, den nassen Körper in das heiße Sägemehl zu werfen, sich auf Bauch und Rücken darin herumzuwälzen und dann den weißen Pelz mit einem Sprunge wieder abzuwaschen!... „

 

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John Henry Mackay (6 februari 1864 – 16 mei 1933)

 

 

De Duitse dichter Ernst Wilhelm Lotz werd geboren op 6 februari 1890 in Culm. Zie ook alle tags voor Ernst Wilhelm Lotz op dit blog. 

 

Schlaf-wach

Zum Schlag der Nachtuhr schwingt mein Blut das Pendel.
Ich liege ausgereckt.
Und warte atmend. – Stunden rauschen auf.
Und jede Stunde hält ein kreisendes Licht.
Ein tief bedeckter Gang zeigt in die Ferne,
Vom Stundenlicht bedämmert.

Mein Auge starrt beglänzt.

Nachthelle Stunden!

Ihr könntet schaukelnde Schmetterlinge sein,
Maibunt bemustert und Pfauenaug-gefiedert.

Ihr könntet summen, getragen auf Akkorden,
Dom-Hallend, weit, durch Türen, Läden und Stille
Herschwingende, versponnene Musik.

Die Nacht ist bunt und glücklich.
Vor meinen Augen baut sich ein taumelndes Kugelspiel aus Glaskugeln.

Mit weichen Glöckchen macht sich ein Ohrengeklingel.

Dann zupft sie hoch aus wasserrauschenden Bäumen
– Das wogt und fächert –
Viel erdbeergroße rote Beeren herab.
Sie spielt damit umher und schnellt sie und fängt sie
Und singt verweht einen Kinderreim.
Und nimmt sie zusammen und reiht sie und schwingt sie
Im Kreis bunt und rund
Und wirft sie um meinen Mund. –

Rotglühend brennt ein lutschend-süßer Kuß!

Die Nacht ist bunt und zeitlos glücklich.

 

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Ernst Wilhelm Lotz (6 februari 1890 – 26 september 1914)
Cover

 

 

De Duitse schrijfster Irmgard Keun werd geboren op 6 februari 1905 in Charlottenburg. Zie ook alle tags voor Irmgard Keun op dit blog.

Uit: Gilgi - eine von uns

„Sie hält es fest in der Hand, ihr kleines Leben, das Mädchen Gilgi. Gilgi nennt sie sich, Gisela heißt sie. Zu schlanken Beinen und kinderschmalen Hüften, zu winzigen Modekäppchen, die auf dem äußersten Ende des Kopfes geheimnisvollen Halt finden, paßt ein Name mit zwei i. Wenn sie fünfundzwanzig ist, wird sie sich Gisela nennen. Vorläufig ist es noch nicht so weit. Halbsieben Uhr morgens. Das Mädchen Gilgi ist aufgestanden. Steht im winterkalten Zimmer, reckt sich, dehnt sich, reibt sich den Schlaf aus den blanken Augen. Turnt vor dem weitgeöffneten Fenster. Rumpfbeuge: auf — nieder, auf — nieder. Die Finger-spitzen berühren den Boden, die Knie bleiben ge-streckt. So ist es richtig. Auf — nieder, auf — nieder. Das Mädchen Gilgi macht die letzte Kniebeuge. Streift den Pyjama ab, wirft sich ein Frottiertuch um die Schultern und rennt zum Badezimmer. Begegnet auf dem dunklen Flur einer morgendlich unordentli-chen Stimme: «Aber Jilgi, mit nackten Füßen aufem eisijen Linoljum! Wirst dir noch 'en Tod holen.« «Morgen, Mutter•, ruft Gilgi und überlegt, ob sie heute ausnahmsweise erst warm und dann kalt brau-sen soll. Fort mit der Versuchung. Ausnahmen gelten nicht. Gilgi läßt sich das eiskalte Wasser auf die mage-ren Schultern, den kleinen konvexen Bauch, die dün-nen, muskelharten Glieder prasseln. Sie preßt die Lip-pen zu einem schmalen, festen Strich zusammen und zählt in Gedanken bis dreißig. Eins — zwei — drei — vier. Nicht so schnell zählen. Langsam, ganz langsam: fünfzehn — sechzehn — sieb-zehn. Sie zittert ein bißchen und ist wie allmorgend-lich ein bißchen stolz auf ihre bescheidene Tapferkeit und Selbstüberwindung. Tagesplan einhalten. Nicht abweichen vom System. Nicht schlapp machen. In der kleinsten Kleinigkeit nicht. Das Mädchen Gilgi steht vor dem Spiegel. Zieht ei-nen schwarzen Wildledergürtel über dem dicken, grauen Wolljumper fest zusammen, summt einen melancholischen Schlagertext, ein Zeichen guter Laune, und betrachtet sich mit sachlichem Wohlge-fallen. Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände —good nihight, good nihight... Bißchen Niveacreme auf die Brauen schmieren, daß sie schön glänzen, ein Stäubchen Puder auf die Nasenspitze. Schluß. Schminken gibt's nicht am Vormittag, Rouge und Lippenstift bleiben für den Abend reserviert.“

 

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Irmgard Keun (6 februari 1905 – 5 mei 1982)
Cover

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 6e februari ook mijn blog van 6 februari 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 18:15 Reageer op dit bericht

Geert Buelens, Ruth Lasters, Philip Weiss, Terézia Mora, Jan Prins, William S. Burroughs, Joris-Karl Huysmans, Rikkert Zuiderveld, Laurens Hoevenaren

De Vlaamse dichter, essayist en columnist Geert Buelens werd geboren in Duffel op 5 februari 1971. Zie ook alle tags voor Geert Buelens op dit blog.

 

Brievenbus (Detailhandel)

Het volstaat echt niet te verwachten
Ook op dit vlak spelen stijl en energie

Wat maakt dat hij hieraan niet voorbij durft
Wat dat het deksel wordt gelicht als door een duif

Om te ontvangen vertrouwt de post op u
Toewijding haalt haar bij u binnen

Een gat in de muur kan dus in geen geval
Dit is geen afvalschuif maar een dienblad van de wind

Omdat elk woord hier welkom is
Maakten we van de bus een beeld

 

 

Aan het raam van Van Dyke Parks

Het is zaterdag en we zitten bij het raam
van Van Dyke Parks. Hij vroeg
daar niet om maar we zitten er toch

Wachten zou ik het niet noemen
maar wat we daar doen
is niet gewoon

We zitten bij het raam
en horen zijn getik

Het getik van Van Dyke Parks

Hij geeft niet de indruk
er heel snel mee te gaan stoppen
maar dat enerveert ons niet
het houdt ons aan de gang

Ook bij dat raam zitten Duitse herders
Zij lijken uit op iets
buiten ons bereik

Veel eerder hadden we dit
moeten ondernemen
Wat een idee ook
zo te zitten bij dat raam

Straks valt de avond
en begint zijn schouw te trekken
Wij keren dan terug van waar we kwamen
ieder apart

En in een gloed waarin elk
van onze oren
speelt een lied
dat heel sterk lijkt
op wat we eerder hoorden

Maar dat lijkt alleen maar zo want
niets op aarde klinkt
als dat getik van Van Dyke Parks

 

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Geert Buelens (Duffel, 5 februari 1971)

 

 

De Vlaamse dichteres en schrijfster Ruth Lasters werd geboren in Antwerpen op 5 februari 1979. Zie ook alle tags voor Ruth Lasters op dit blog.

 

Dwang

Zichzelf genoeg neemt minuut 1 van het uur 2
60 centimeter de gedaante aan

van een verloren haar in bad (bindbaar rond bv.
een boek in pakpapier tot op een schap terecht

staand voor een tribunaal van stof: die gedachte is
de dageraad straks). Blanco trekt de seconde 50 vol

geschreven vleugels aan, vliegt zich te pletter
wordt een letter in een zelden, nooit gestelde

vraag bestaan er badkamers met tussen tegels
kunstgras

 

 

Hotel

Alsof de meubels enkel de neuronen zijn
van de gedachte aan

deze kamer in de hersenen van wie hier voor ons
was. Alsof door deze stoelen te verschuiven men in weze

de herinnering aan deze ruimte van een vrouw/een man
verandert. Alsof door jou

neer te dwingen hier op tafel, iemand nu hoofdschuddend
ergens lacht: ‘Nee, dit verzin ik.’ En zo elk verzinsel

- alsook dit gedicht - volstrekt niet op onszelf
berust maar op een wijziging, bijvoorbeeld van één woord

door een notaris in een akte

 

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Ruth Lasters (Antwerpen, 5 februari 1979)

 

 

De Oostenrijkse schrijver Philip Weiss werd geboren op 5 februari 1982 in Wenen. Zie ook alle tags voor Philip Weiss op dit blog.

Uit: Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen

“Nur ein einziges Mal zuvor habe ich eine solche Stille erlebt. Es war in der Eiswüste der grönländischen Arktis, am Nordrand der Welt, auf der Reise nach Siorapaluk, jener letzten Siedlung der bewohnbaren Zone, der nur noch Eis folgt, Eis, und in etwas mehr als tausend Kilometern der Nordpol. In jener Zone, in der die Sonne während der viermonatigen Polarnacht kein einziges Mal über den Horizont steigt, in einem Gebiet, das über Wochen in völliger Dunkelheit liegt. Es war eine mir unbekannte Stille, die alles in sich aufnahm, die so absolut war, dass mich Panik befiel, schiere Angst, da ich meinte, gerade leibhaftig das Nichts einzuatmen, eine allem zugrunde liegende Abwesenheit, in der ich mich so alleine fühlte wie nie zuvor. Das Eis bewegte sich in dieser Jahreszeit beinahe nicht mehr, es ging kein Wind, die Luft war klirrend kalt und klar, die Erde hatte aufgehört, sich zu drehen, und war erstarrt. Ich war dieser Stille ausgeliefert, schutzlos, und auch die zahlreichen Schichten und Überzüge aus Bärenfell, die ich mir von einem Jäger der Inuit geliehen hatte und die mich vor der Kälte bewahren sollten, konnten dem nichts entgegensetzen. Ich war nicht allein. Chantal war da. Sie stand neben mir, und so begann ich mich aus meiner Erstarrung zu lösen, mich unbeholfen an sie zu klammern, so fest ich nur konnte. Doch auch sie war von dieser Leere wie behext, entrückt und für mich unerreichbar. Mein Rütteln, mein Flüstern half nichts. Ich glaube, dass mir die Tränen auf der Wange festfroren. Chantal, die ich lange hatte überreden müssen, mich auf dieser Reise zu begleiten, schien nun verschluckt von dieser Welt, in der, wie sie später einmal sagte, das Denken kristallin wird und durchsichtig, bis es sich seiner eigenen Auflösung entgegentreibt. In kürzester Zeit hatte sie den Brauch der Einheimischen übernommen, über weite Strecken des Tages, oft über Stunden, zu schweigen. Ich bereute es, sie mitgenommen zu haben.
Es war eine fotografische Arbeit gewesen, die mich nach Grönland geführt hatte, auf diese größte Insel der Erde, die, bis auf einige Küstenstreifen, zur Gänze mit einer kilometerdicken Eisschicht überzogen ist. Für mehrere Tage begleitete ich ein Forscherteam an einem der Westfjorde der Insel, die untersuchten, warum das durch die Erderwärmung bedingte Dahinschmelzen des Eises auf solche Weise drastischer verlief, als durch alle bisherigen Simulationen zu erwarten gewesen war. Die bereits pessimistischen Prognosen vorangegangener Modelle waren in erschreckendem Ausmaß übertroffen worden, da die Forschung, so gab einer der Wissenschaftler bereitwillig zu, das fragile und komplexe Zusammenspiel von Eismassen, darunter liegendem Festland, Niederschlägen, Luft und Meer noch kaum zu durchdringen vermochte.“

 

 

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Philip Weiss (Wenen, 5 februari 1982)

 

 

De Hongaarse, Duitstalige, schrijfster en vertaalster Terézia Mora werd geboren op 5 februari 1971 in Sopron. Zie ook alle tags voor Terézia Mora op dit blog.

Uit: Nicht sterben

„Was mich anbelangt: Meine ersten Narrative waren die der Repression. Wir reden von den 7oer und 8oer Jahren des zo. Jahrhunderts in einem klei-nen Dorf in Westungam. Oberflächlich betrachtet, war der real existierende Sozialismus die Ursache für die Enge in allem, doch hinter/unter/neben dieser Tyrannei wirkte ein ganzer Komplex »mehrerer durchweg autoritärer Systeme, die älter waren als der real existierende. Zusammengefasst, vereinfacht und verkürzt: bäuerliche Lebensweise, katholische Religionsausübung sowie (...) die Zugehörigkeit zu einer ethnischen (genauer: sprach-lichen) Minderheit. Jedes dieser Systeme befand sich zu meiner Zeit bereits in der Auflösung bzw. war mitten in dieser erstarrt. Von der traditionellen Lebensweise katholischer Bauern ist der Gemüsegarten geblieben, der Kirchgang zu besonderen Anläs-sen sowie die Generaltugend Arbeitsasketismus mit den dazuge-hörigen Sünden: Vernachlässigung des körperlichen Wohlerge-hens, Misstrauen gegenüber jeder Form von Intellektualität, sexuelle Frustration, gelebte Vorurteile, weit reichende seelische Verwahrlosung, Alkoholismus, Härte des Herzens und Gewalt-tätigkeit«) Wenn du in die Kirche gehst, sitze still, stehe auf, setz dich hin, knie dich hin, stehe auf und sage, was die anderen sagen. Was anderes: nicht. Wenn du in die Schule gehst, sitze still, stehe auf, setz dich hin, knie dich hin, stehe auf und antworte, wenn du gefragt wirst, antworte immer, antworte richtig. Was anderes: nicht. Selten sind auch Fragen zugelassen, in einem definierten Rahmen, ich sage dir, wann du fragen sollst, jetzt frage, frage nach a) oder b). Habe ich irgendetwas von c) gesagt? Hast du was an den Ohren? »Du solltest sowieso mal zum Arzt, mit dir stimmt doch was nicht.« Wir mögen stille Kinder, aber keine stummen Kinder. Sei still, wenn du nicht gefragt bist, antworte, wenn du gefragt bist, und zwar a) oder b), das kann man doch begreifen, wenn man nicht vollkommen blöd ist. So mögen wir dich. Nicht einmal so mögen wir dich, aber wir lassen dich Mr eine kurze Weile in Ruhe, das tut dir auch mal gut, damit du ein bisschen nachdenken kannst, bevor du das nächste Mal sprichst und Sachen sagst, wie: »Ja, ich hatte in den Sommerferien die Gelegenheit, russisch zu sprechen, als zwei sowjetische Soldaten meine Oma und mich auf der Straße überfallen haben. Die Poli-zei bat mich im Anschluss, Rir sie zu dolmetschen.« Was denkst du eigentlich, wo du hier bist? Bis zum Abitur hatte ich es einigermaßen begriffen. Als man mich im Fach Russisch im Konversationsteil fragte, warum mein Rock so kurz sei, antwortete ich: ficrrosty vro y MCHR xpacunue Horst, weil ich schöne Beine habe, und die Männer der Prüfungs-kommission lachten kehlig. Später, an der Universität, ging ich bewusst in durchsichtigen Blusen zu Prüfungen. Einmal müsste man das auch noch erzählen. (Erinnere dich an eine Situation, in der du Ohnmacht erfah-ren hast und die Waffe der Selbstdemütigung eingesetzt hast oder auch nicht.“

 

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Terézia Mora (Sopron, 5 februari 1971)

 

 

De Nederlandse dichter en vertaler Jan Prins (pseudoniem van Christiaan Louis Schepp) werd geboren in Rotterdam op 5 februari 1876. Zie ook alle tags voor Jan Prins op dit blog.

 

Soerabaja

Onder de bruggen van Soerabaja
slingert zich donker en diep de rivier,
en door zijn straten, en door zijn stegen
wringt de verdichting zich van het vertier.

Driftige motors, versleten karossen,
bellende trams, een bestendige drom
van al wat ratelt beweegt langs de wegen,
en komt langs andere wegen weerom.

Daar tussen door gaan de plechtige stieren
onder de dwang van het neustouw. Bedaard
stappen zij voort, met de puntige hoeven,
met de langharige pluim van de staart.

Achter hen, boven de wankele wielen,
waggelt de kar, als een zeeschip in zee,
't hellende dak over hoge panelen,
in de beweging der menigte mee.

En over alles, over de hoofden,
over de huizen, over de straat,
over het schamel ontwikkeld geboomte,
over wat komt en over wat gaat,

over de zwoegende ruggen der koelies,
overal, - sedert de morgen begon
zich te verlossen uit schemer en nevel, -
schatert en schittert en davert de zon.

Op de rivier, naar de zilveren rede,
varen de lijvige laadprauwen uit
onder de ijver van wrikken en bomen
en met de botsing van schuit tegen schuit.

En dan opeens valt de helderheid open
van het langwerpige driekante zeil.
Eerst in de warreling van 't zich ontvouwen,
kronkelt het zich nog en klappert een wijl,

maar heeft het eenmaal de koelte gegrepen
en van de wind zich verzadigd, dan doet
het zich de gretige vaartuigen reppen,
't opene van het verschiet tegemoet.

Achter hen, met haar geblakerde pleinen,
met haar gesluierde woningen, hijgt
onder het zonlicht de stad, in de hitte,
die van 't plaveisel de hemel in stijgt.

Moeitevol trappelen schonkige paarden
over het asfalt. Een zwoelzoete geur
hangt om de koelte der pakhuisgebouwen.
Onder de hevige zon schijnt de kleur

in iets vaalwittig verblindends geweken.
Hoog over huizen en hoven gesticht,
koepelt de middag. - Op daken, op straten
regent en regent en regent het licht.

 

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Jan Prins (5 februari 1876 – 9 februari 1948)
Jan Prins als zeeofficier in Soerabaya, ca. 1900

 

 

De Amerikaanse schrijver William S. Burroughs werd geboren in Saint Louis (Missouri) op 5 februari 1914. Zie ook alle tags voor William S. Burroughs op dit blog.

 

Cut-Up Poems from Minutes to Go

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Cut up New Clues To Cancer Cures
The Saturday Evening Post
Oct. 31, 1959 Past Time

 

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William S. Burroughs (5 februari 1914 – 2 augustus 1997)
Portret door Christiaan Tonnis, 1999

 

 

De Franse dichter en schrijver Charles-Marie-Georges Huysmans werd geboren op 5 februari 1848 in Parijs. Zie ook alle tags voor Joris-Karl Huysmans op dit blog

 

Les envois de Rome

« J'ai deux filles, lesquelles n'ont pas encore connu d'hommes ; je vous les amènerai et ferez d'elles comme bon vous semblera, moyennant que ne fassiez aucun mal à ces personnages, car ils sont venus sous l'ombre de mon toit. »
Ainsi parle Loth, dans le 19e chapitre de la Genèse, aux Sodomites qui entouraient sa demeure et voulaient à tout prix connaître les deux jeunes hommes réfugiés chez lui. Ce père, qui offrait ses filles au viol afin de préserver ses hôtes d'un semblable outrage, fut récompensé de ses beaux sentiments par ce discours que lui tinrent les anges : « Hâte-toi, fuis, mais que ni toi, ni ta femme, ne vous retourniez. » Et, ajoute sans plus de phrases le livre de Moise, « la femme de Loth regarda derriere soy, dont devint statue de sel. »
Tel est le sujet que M. Toudouze, un élève de Lenoir et de Pils, a mis en scene. Au centre, la bouche agrandie par la stupeur, la statue se dresse sur un amas de cadavres pour drames. Aiguières, joyaux, poignards, toutes les richesses que l'épouse de Loth emportait dans sa fuite, sont comme elle subitement changées en sel ; le peintre a cependant fait une exception en faveur des manches en ivoire des couteaux. Pourquoi ? Je ne sais. Toujours est-il que, si cette toile contient d'excellentes parties, elle est trop encombrée ; on y étouffe, l'air manque. Le groupe formé par le vieillard qui se sauve et par les esclaves qui le soutiennent est certainement réussi ; mais ces anges aux épées d'or et aux résines en feu sont lourdement lancés ; ils sont, avec cela, empennés d'ailes horribles, de plumes rosâtres bordées de bleu rude. Au reste, toute la couleur du tableau est incertaine et triste : du brun sourd, du bleu, quelques martelages de rouge sur les murs, un bloc de craie blanche, une banderole couleur de soufre, et tout cela enchevêtré sous un porche, avec un coin de ciel flagellé par la foudre. Telle qu'elle, avec ses qualités comme avec ses défauts, l'ouvre de M. Toudouze est réellement plus mélodramatique qu'elle n'est poignante.
Un autre habitant de Rome, M. Morot, expose une Médée assise et vêtue de noir, se préparant à égorger ses deux enfants qui la caressent et l'embrassent. La figure de la charmeuse est sinistre, avec ses yeux si cruellement clairs ; mais pourquoi ce fond de soie jaune à la Regnault, pourquoi surtout avoir fait de Médée une hommasse aux bras et aux cuisses énormes ? La reine de Colchide ne fu pas une gladiatrice, mais une magicienne. Toutes les flammes de l'hystérie et de la haine avaient recuit son masque tragique ; elle eut l'affolante beauté des déesses et l'épouvantable attirance des Gorgones. Ah ! Delacroix la comprit mieux, lui, qui la fit jaillir d'une toile, échevelée et superbe, spectrale et hurlante ! La femme de M. Morot est un monstre qui va tuer des enfants ; ce n'est pas Médée, fille d'Hécate et soeur de la magique enchanteresse Circé !
Il ne me reste plus à signaler maintenant qu'une Source, figure sans distinction de M. Besnard, une belle copie du Saint Georges de Carpaccio et une esquisse de plafond par M. Ferrier, une insupportable Velléda de M. Marqueste, un bas-relief de M. Injalbert, la Tentation par trop imitée de Michel-Ange et une mignotte statuette de M. Idrac, L'Amour blessé. — Beaucoup de travail dans tous ces envois de Rome, mais d'originalité, point. »

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Joris-Karl Huysmans (5 februari 1848 – 12 mei 1907)
Médée furieuse door Eugène Delacroix, 1836-38

 

 

De Nederlandse dichter, schrijver en zanger Rikkert Zuiderveld werd geboren in Groningen op 5 februari 1947. Zie ook alle tags voor Rikket Zuiderveld op dit blog.

 

Herfst in ons hoofd (otwel, hoe Het klimaat verandert)

Het is weer ben.. stormt in onze hoofden
Een windvlaag rammelt aan de achterdeur,
ons koudgeschrokken hart verschiet van kleur,
de rozentuin de wij onszelf beloofden

staal vol met distels. Doornen in ons oog
en flarden mist. die langzaam binnendringen,
de roep van ganzen, dwaze vluchtelingen
langs regenwoken, traag en pijnlijk hoog.

Je was gerusIde leefde als de dromers
die warm en veilig sliepen, jaren jong,
waar gras nog groen was, waar de merel zong,

jJ woonde in onsterfelijke zomers,
totdat de kou je hersens binnendrong.
Sta op! En proef de regen op je tong.

 

 

Winterdood

Daar gaan ze langs mijn raam, geobsedeerd
door tijdgebrek, de opgejaagde zielen
vol ongeduld, de duivel op hun hielen,
de mensen die het wachten zijn verleerd.

Zij razen als bezeten langs mijn ruiten,
gedreven door een dodelijke haast,
vol bozigheid, verbeten en verdwaasd.
Dan kijk ik door een ander raam naar buiten.

Daar staan ze onbeweeglijk langs de sloot,
geknotte wilgen als gebalde vuisten;
hun takkenbos waar ooit de wind in ruiste,

gesnoeid, tekortgedaan en winterdood.
Toch hoor ik ze alleen geduldig zwijgen
en wachten op een tijd voor nieuwe twijgen.

 

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Rikkert Zuiderveld (Groningen, 5 februari 1947)

 

 

Onafhankelijk van geboortedata

De Nederlandse dichter en schrijver Laurens Hoevenaren uit Brummen werd geboren in 1960. Zie ook alle tags voor Laurens Hoevenaren op dit blog.

 

Radio Kootwijk

De grijze klankschaal -art deco-
zwijgt als een sfinx die nooit meer zon verwacht,
in tongen spreekt, noch raadsels zendt
Een crypte voor gestorven woorden, een kathedraal
zonder gelovigen of gebed.
Ooit wikkelden antennedraden
zich als koperen zwachtels
om familieleed.
Wat eens verbond is nu ontbonden.
De echo van verweesde ouders is versteend,
onwetend zijn vergeefse minnaressen
van inheemse lust en ziektes
van hun Jan.

Elf gulden per minuut.

Hij huilde bij het horen van hun stem
en stamelde wat onbeholpen woorden.
'Is alles goed? Hoe is het weer?'
'Ik mis je zo' is immers theatraal
en al te vaak een leugen.
Ze zeiden hem dat vader ziek was, heel erg ziek
en dat de hond was overreden.

De buitenaardse vinger is voorgoed verstomd.
Geen vogel vliegt naar Bandoeng.
Geen vogel keert nog terug.

 

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Laurens Hoevenaren (1960, woonachtig in Brummen)

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 5e februari ook mijn blog van 5 februari 2017 deel 1 en eveneens deel 2.



Geschreven door Romenu om 18:15 Reageer op dit bericht

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