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Berichten van 4 december 2023 tot 5 december 2023

Sint Nicolaas 1938 (A. Marja), Hanif Kureishi, Christina Rossetti

 

 

Sint Nicolaas 1938

Weer doen wij ons aan marsepein tegoed:
al ligt de wereld machteloos te bloeden,
God zal òns feest, òns Neerland wel behoeden.
o, Sinterklaas, wij waren braaf en zoet!

Verstop de krant, die riekt naar rook en bloed:
nòg walmt de puinhoop, nòg zwiept ginds de roede
en striemt den Jood, wij kunnen ‘t niet verhoeden…
o, speculaas, o, marsepein, zo zoet!

Vanavond deert ons vluchteling noch beul,
wij zoeken slechts bij koek en snoepgoed heul,
en lezen, voor ‘t naar bed gaan, ‘t woord des Heren,

dat ons, als steeds, weer ernstig stemt en sticht,
maar verder vrijlaat en tot niets verplicht
zolang wij koek en snoepgoed niet ontberen.

 

A. Marja (8 maart 1917 – 10 januari 1964)
Portret door door Willy Rieser, z. j.

 

De Britse schrijver en regisseur Hanif Kureishi werd geboren op 5 december 1954 in Bromley, Kent. Zie ook alle tags voor Hanif Kureishi op dit blog.

Uit: The Buddha of Suburbia

“Dad had been in Britain since 1950 — over twenty years — and for fifteen of those years he’d lived in the South London suburbs. Yet still he stumbled around the place like an Indian just off the boat, and asked questions like, ‘Is Dover in Kent?’ I’d have thought, as an employee of the British Government, as a Civil Service clerk, even as badly paid and insignificant a one as him, he’d just have to know these things. I sweated with embarrassment when he halted strangers in the street to ask directions to places that were a hundred yards away in an area where he’d lived for almost two decades.
But his naivete made people protective, and women were drawn by his innocence. They wanted to wrap their arms around him or something, so lost and boyish did he look at times. Not that this was entirely uncontrived, or unexploited. When I was small and the two of us sat in Lyon’s Cornerhouse drinking milkshakes, he’d send me like a messenger pigeon to women at other tables and have me
announce, “My daddy wants to give you a kiss.”
Dad taught me to flirt with everyone I met, girls and boys alike, and I came to see charm, rather than courtesy or honesty, or even decency, as the primary social grace. And I even came to like people who were callous or vicious provided they were interesting. But I was sure Dad hadn’t used his own gentle charisma to sleep with anyone but Mum, while married.
Now, though, I suspected that Mrs Eva Kay — who had met Dad a year ago at a ‘writing for pleasure’
class in an upstairs room at the King’s Head in Bromley High Street — wanted to chuck her arms around him. Plain prurience was one of the reasons I was so keen to go to her place, and embarrassment one of the reasons why Mum refused. Eva Kay was forward; she was brazen; she was wicked.
On the way to Eva’s I persuaded Dad to stop off at the Three Tuns in Beckenham. I got off the bus; Dad had no choice but to follow me. The pub was full of kids dressed like me, both from my school and from other schools in the area. Most of the boys, so nondescript during the day, now wore cataracts of velvet and satin, and bright colours; some were in bedspreads and curtains.”

 

Hanif Kureishi (Bromley, 5 december 1954)

 

De Engelse dichteres en schrijfster Christina Georgina Rossetti werd geboren in Londen op 5 december 1830. Zie ook alle tags voor Christina Rossetti op dit blog.

 

Bergop

Gaat deze weg soms helemaal bergop?
Als ik me niet vergis.
En is het een dag lopen tot de top?
Totdat het donker is.

Maar is er daar een slaapgelegenheid?
Ja, voor de lange uren van de nacht.
En in het duister vind ik die altijd?
Je ziet het eer je het verwacht.

Zal ik ook andere mensen daar ontmoeten?
Ja, hen die jou zijn voorgegaan.
Moet ik dan kloppen daar of stampen met mijn voeten?
Ze zullen je er heus niet laten staan.

En is het fijn daar als ik moe ben van het lopen?
Ze hebben daar voor jou hun best gedaan.
En mag men op een goede nachtrust hopen?
Ja, iedereen van overal vandaan.

 

Vertaald door H. F. H. Reuvers

 

Christina Rossetti (5 december 1830 – 27 december 1894)
Cover biografie

 

Zie voor de schrijvers van de 5e december ook mijn blog van 5 december 2018.

Geschreven door Romenu om 18:01 Reageer op dit bericht

Rainer Maria Rilke, Geert Mak

De Duitse dichter Rainer Maria Rilke werd als René Karel Wilhelm Johann Josef Maria Rilke op 4 december 1875 in Praag geboren. Zie ook alle tags voor Rainer Maria Rilke op dit blog.

Uit: Duineser Elegien

Die vierte Elegie

O Bäume Lebens, o wann winterlich?
Wir sind nicht einig. Sind nicht wie die Zug-
vögel verständigt. Überholt und spät,
so drängen wir uns plötzlich Winden auf
und fallen ein auf teilnahmslosen Teich.
Blühn und verdorrn ist uns zugleich bewußt.
Und irgendwo gehn Löwen noch und wissen,
solang sie herrlich sind, von keiner Ohnmacht.

Uns aber, wo wir Eines meinen, ganz,
ist schon des andern Aufwand fühlbar. Feindschaft
ist uns das Nächste. Treten Liebende
nicht immerfort an Ränder, eins im andern,
die sich versprachen Weite, Jagd und Heimat.
Da wird für eines Augenblickes Zeichnung
ein Grund von Gegenteil bereitet, mühsam,
daß wir sie sähen; denn man ist sehr deutlich
mit uns. Wir kennen den Kontur
des Fühlens nicht: nur, was ihn formt von außen.
Wer saß nicht bang vor seines Herzens Vorhang?
Der schlug sich auf: die Szenerie war Abschied.
Leicht zu verstehen. Der bekannte Garten,
und schwankte leise: dann erst kam der Tänzer.
Nicht der. Genug! Und wenn er auch so leicht tut,
er ist verkleidet und er wird ein Bürger
und geht durch seine Küche in die Wohnung.
Ich will nicht diese halbgefüllten Masken,
lieber die Puppe. Die ist voll. Ich will
den Balg aushalten und den Draht und ihr
Gesicht aus Aussehn. Hier. Ich bin davor.
Wenn auch die Lampen ausgehn, wenn mir auch
gesagt wird: Nichts mehr -, wenn auch von der Bühne
das Leere herkommt mit dem grauen Luftzug,
wenn auch von meinen stillen Vorfahrn keiner
mehr mit mir dasitzt, keine Frau, sogar
der Knabe nicht mehr mit dem braunen Schielaug:
Ich bleibe dennoch. Es giebt immer Zuschaun.

Hab ich nicht recht? Du, der um mich so bitter
das Leben schmeckte, meines kostend, Vater,
den ersten trüben Aufguß meines Müssens,
da ich heranwuchs, immer wieder kostend
und, mit dem Nachgeschmack so fremder Zukunft
beschäftigt, prüftest mein beschlagnes Aufschaun, –
der du, mein Vater, seit du tot bist, oft
in meiner Hoffnung, innen in mir, Angst hast,
und Gleichmut, wie ihn Tote haben, Reiche
von Gleichmut, aufgiebst für mein bißchen Schicksal,
hab ich nicht recht? Und ihr, hab ich nicht recht,
die ihr mich liebtet für den kleinen Anfang
Liebe zu euch, von dem ich immer abkam,
weil mir der Raum in eurem Angesicht,
da ich ihn liebte, überging in Weltraum,
in dem ihr nicht mehr wart….: wenn mir zumut ist,
zu warten vor der Puppenbühne, nein,
so völlig hinzuschaun, daß, um mein Schauen
am Ende aufzuwiegen, dort als Spieler
ein Engel hinmuß, der die Bälge hochreißt.
Engel und Puppe: dann ist endlich Schauspiel.
Dann kommt zusammen, was wir immerfort
entzwein, indem wir da sind. Dann entsteht
aus unsern Jahreszeiten erst der Umkreis
des ganzen Wandelns. Über uns hinüber
spielt dann der Engel. Sieh, die Sterbenden,
sollten sie nicht vermuten, wie voll Vorwand
das alles ist, was wir hier leisten. Alles
ist nicht es selbst. O Stunden in der Kindheit,
da hinter den Figuren mehr als nur
Vergangnes war und vor uns nicht die Zukunft.
Wir wuchsen freilich und wir drängten manchmal,
bald groß zu werden, denen halb zulieb,
die andres nicht mehr hatten, als das Großsein.
Und waren doch, in unserem Alleingehn,
mit Dauerndem vergnügt und standen da
im Zwischenraume zwischen Welt und Spielzeug,
an einer Stelle, die seit Anbeginn
gegründet war für einen reinen Vorgang.

Wer zeigt ein Kind, so wie es steht? Wer stellt
es ins Gestirn und giebt das Maß des Abstands
ihm in die Hand? Wer macht den Kindertod
aus grauem Brot, das hart wird, – oder läßt
ihn drin im runden Mund, so wie den Gröps
von einem schönen Apfel? Mörder sind
leicht einzusehen. Aber dies: den Tod,
den ganzen Tod, noch vor dem Leben so
sanft zu enthalten und nicht bös zu sein,
ist unbeschreiblich.

 

Sonnetten aan Orpheus

1

Toen steeg een boom. O immer lichter stijgen!
O Orpheus zingt! O hoge boom in ’t oor!
En alles zweeg. Maar zelfs in dit verzwijgen
kwam nieuw begin, wenk en verandring voor.

Dieren van stilte drongen uit het klare
ontbonden bos van leger, bed en nest;
en toen mocht blijken dat zij niet uit list
en niet uit angst zo ingehouden waren,

maar uit toehoren. Brullen, roep, gebrom
scheen in hun harten klein. En waar zoëven
nauwlijks een hut was om dit te ontvangen,

een schuilhoek voor hun donkerste verlangen,
met toegangsdeur waarvan de posten beven, –
schiep gij in hun gehoor een heiligdom.

 

Vertaald door W. Blok en C.O. Jellema

 

Rainer Maria Rilke (4 december 1875 – 29 december 1926)
Rainer Maria Rilke door Fabrizio Cassetta, 2019

 

De Nederlandse schrijver Geert Mak werd geboren op 4 december 1946 in Vlaardingen. Zie ook alle tags voor Geert Mak op dit blog.

Uit: Grote verwachtingen. In Europa – 1999-2019

“Het begon zo grandioos. Net als bij de aanvang van de toste eeuw was de start van de 21e eeuw één groot triomffeest De Koude Oorlog was voorbij, de beurzen dansten, de champagne ging niet per fles maar per doos over de toonbank, het volksdagblad De Telegraaf toetende het rond, die vrijdag de 31e december, vanaf elke kiosk ‘Het kan niet op!’ De economische groei zette onverminderd door, het werkloosheidspercentage was ongekend laag, voor het eerst sinds een kwarteeuw kende de schatkist geen tekorten. De krant ‘Nooit eerder ging het de burgers, in elk geval in de westerse wereld, zo goed als nu.’ De viering zelf was luxueuzer dan ooit, er was alleen al in Nederland een recordaantal van drie miljoen flessen ‘bubbels’ verkocht. ‘Zowel voor thuis als op een feest geldt chic en excentriek,’ aldus een kleding-expert. ‘Zo is de boa bijvoorbeeld weer helemaal in, en voor de vrouwen geldt veel bloot’ Opnieuw stapte Europa vrolijk en welgemoed over de drempel van een nieuwe eeuw, vol vertrouwen en optimisme. Die laatste dagen van het jaar 1999, ze staan me nog scherp voor de geest Ik was journalist, al decennialang, ik had dat hele jaar door Europa getrokken. Ik schreef elke dag een klein stukje op de voorpagina van mijn krant, NRC Handelsblad, naderhand groeide dat allemaal uit tot een boek. Het was bedoeld als een soort inspectietocht hoe lag Europa erbij, aan het eind van het millennium? Maar tegelijk was het een reis door de tijd: hoe hadden de mensen, overal in Europa, de jaren dertig meegemaakt, en de jaren vijftig en zestig, en al die oorlogen, vervolgingen en andere rampen, hoe hadden ze die doorstaan? Ik volgde dat volle jaar de eeuw, maand na maand. Ik zag gewonde landen en steden vol littekens, ik zag ook wonderbaarlijk herstel, en ik luisterde, dat vooral.
In Leningrad interviewde ik bijvoorbeeld de actrice Aleksandra Vasiljeva, 1o2 jaar oud, over de Russische Revolutie. 1917. Ze was fragiel als een pluisje, maar haar ogen schitterden: ‘Het was zo opwindend! Heel gevaarlijk! Gelukkig werkte mijn man bij de film, een filmster, dat vonden al die soldaten en bandieten prachtig, die schoten ze niet dood.’ Met de bejaarde politicus Nigel Nicolson probeerde ik, op zijn buitengoed in Kent, een nieuwe vinding uit we maakten thee in een magnetron. Later las hij een brief voor van zijn vader, de diplomaat Harold Nicolson, uit 1919: “Hier zit ik dus, een kind in al deze zaken, drie oude mannen te adviseren: Lloyd George, Clemenceau en president Wilson. En die drie zijn bezig Europa op te delen alsof het een taart is.”

 

Geert Mak (Vlaardingen, 4 december 1946)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 4e december ook mijn blog van 4 december 2018 en eveneens mijn blog van 4 december 2017 en ook mijn blog van 4 december 2016 deel 3.

Geschreven door Romenu om 17:37 Reageer op dit bericht

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