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Berichten van 7 augustus 2026 tot 8 augustus 2026

Klaus Ebner, Philip Larkin

De Oostenrijkse dichter, schrijver en vertaler Klaus Ebner werd geboren op 8 augustus 1964 in Wenen. Zie ook alle tags voor Klaus Ebner op dit blog.

Uit: Glut: Legende vom Woher und Wohin

„Am Anfang war das Wort: »Geh!«, einfach nur .geh!.. Wehmütig blickte er zurück, auf die moosbewachsenen Ausläufer des Gebirges, über die Baumwipfel, bis hinab in die große Ebene, wo er, unterhalb der Höhlen, die Windschilde der Sippe wusste. Dort hatten sie gespielt und von der Gefährlichkeit des Feuers er-fahren, dort hatten sie die Spuren des Wildes lesen gelernt und oftmals Gazellen gejagt. Mewonn erschrak. Hinter der Felskette zu seiner Linken stieg Rauch in den Himmel, und das Gedröhn erkannte er als den schaurigen Lärm aus Kindheitstagen. Damals war alles noch in der Ferne gelegen: dunkel und drohend, aber trotzdem allgegenwärtig in den Erzählungen der alten Frau. Mewonn ahnte die Nähe des Feuers, und trotz des Windes glaubte er seine Hitze zu spüren —war es das, wovon die Alten stets gesprochen hatten? Am Gürtel fühlte er den glatten Stein der Axt. Nicht einmal zu essen hatten sie ihm geben wollen, kein Fell und kein Werkzeug. Die Mitnahme der Axt war nur Gresonn zu danken. Er hatte die andern zurückgehalten. Ihn vermisste Mewonn als Einzigen, und der Gedanke, ihn für immer verloren zu haben, schmerzte. Mewonn und Gresonn hatten dieselbe Mutter. Alaala war als Mädchen aus den Wäldern gekommen, um ihre Söhne in der Tiefebene großzuziehen. Jeden Tag waren sie zusammen gewesen, und auf der Jagd konnte der eine sich auf den andern verlassen. Nun fühlte er zum ersten Mal, dass niemand hinter ihm stand, dass niemand ihm helfen würde, wenn ein Raubtier angriff. Vielleicht aber gab es hier keine Raubtiere, denn das Feuer schien alles Lebende zu vertreiben. Mewonn atmete tief ein und erklomm einen der Felsen, die am Ausläufer des Berges wie verlorene, rein zufällig hingestreute Gesteinsbrocken wirkten. Sie waren jedoch so gewaltig, dass die gesamte Sippe mit vereinten Kräften nicht einen einzigen hätte bewegen können. Oben angekommen, erblickte er weitläufige Wiesen, die näher zu den Gebirgshöhen führten. Grünes Gras beruhigte ihn und gab ein Gefühl von Sicherheit, doch merkte er wohl, dass die Grasbüschel spärlicher wurden und ihre Farbe änderten. Während die Ebene ein Gutteil des Jahres ihr sattes Grün darbot, wirkten die Halme hier oben dünn und schwach. Die grüne Farbe wurde dunkler, und vereinzelt kippte sie ins Braun. Mewonn setzte sich, mit Blick zur Ebene, auf den Boden.“

 

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Klaus Ebner (Wenen, 8 augustus 1964)

 

 

De Engelse dichter Philip Larkin werd op 9 augustus 1922 geboren in Coventry. Zie ook alle tags voor Philip Larkin op dit blog.

 

’t Huis is zo droef

’t Huis is zo droef, het blijft verlaten staan
Gemaakt voor het gemak van iemand, hij ging heen,
En kwam hij nu maar terug. – Zo dus, ontdaan
Van de bewoners, valt het huis uiteen
En haalt, berooid, nergens de kracht vandaan

Om zo te blijven als het vroeger was:
Een montere opmaat, feestelijk ingezet
Waar niets op volgde; volg dit droef relaas,
Kijk naar de etsen, het servies, het kabinet,
Muziek, een open vleugelklep. Die vaas

 

Vertaald door Marko Fondse

 

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Philip Larkin (9 augustus 1922 – 2 december 1985)
Standbeeld in Hull (Detail)

 

 

Zie voor meer schrijvers van de 8e augustus ook mijn blog van 8 augustus 2020 en eveneens mijn blog van 8 augustus 2019 en ook mijn blog van 8 augustus 2017 en ook mijn blog van 8 augustus 2015 deel 2.



Geschreven door Romenu om 16:08 Reageer op dit bericht

Robert Seethaler, Philip Larkin

De Oostenrijkse schrijver en acteur Robert Seethaler werd geboren op 7 augustus 1966 in Wenen. Zie ook alle tags voor Robert Seethaler op dit blog.

Uit: Die Straße

„Der Junge spannt das Gummiband. Sein Oberkörper ragt zur Hälfte aus der Luke, er trägt ein hellblaues Pyjamahemd, seine Haare hängen ihm wirr und feucht in die Stirn. Er kneift ein Auge zu und schiebt seine kleine rosige Zunge zwischen die Zähne. Weit unten knallt ein Fenster zu und die Tauben auf dem Dachfirst schrecken auf, Geflatter im gelben Morgen-licht. Rote runde Augen, dürre Beine, spitze Krallen, violetter, moosgrüner, schwarzer Schimmer. Panisch ziehen sie hoch, ehe sie sich fallen lassen und in die Straße abtauchen. Für Sekunden sind die staubigen Flügelschläge zu hören, dann ist es wieder still. Das Licht der aufgehenden Sonne lässt die Fenster in den oberen Stockwerken aufleuchten, blitzt in der Flügelspitze eines Flugzeuges, lässt Rauchschwaden erglühen, die aus den Schornsteinen steigen und vom Wind niedergedrückt in Schlieren und Spiralen über Dächer und Mansarden kriechen, ehe sie in die Re-genrinnen sinken und sich auflösen. Der Junge blinzelt. Er lässt die Schleuder sinken, wischt sich mit dem Handrücken eine Strähne aus der Stirn und starrt auf die Stelle, wo eben noch die aneinander-geschmiegten Körper der schlafenden Tauben waren.
Carl sagt, wir sind über hundert, aber was weiß der schon. Letzte Woche haben sie ihm den Bauch aus-geräumt. Eine Niere und den größten Teil vom Darm. So etwas steckt keiner einfach so weg. Ich weiß genau, wie viele wir sind, weil ich mit der Küche rede. Auf Schwestern und Pfleger ist kein Verlass, die müssen nicht wirtschaften. In der Küche wird mit spitzem Stift gerechnet, bei den Preisen für Kaffee und Gemüse zählt jede Portion. Gestern waren wir noch siebenneunzig, und heute ist Greta Bläulein gestorben. Sie haben sie rausgetragen und das Na-mensschild von der Tür geschraubt, flüsternd wie Diebe in der Nacht.
In diesem Jahr gibt es mehr Tote. Keine Ahnung, warum. Vielleicht hat es mit dem Wetter zu tun. Die Alten beklagen sich, dass die Fenster undicht sind, dabei weiß doch jeder, dass unter perfekt abgedichteten Fenstern der Schimmel blüht. Heute Nacht ist es ruhig. Manchmal spricht einer im Schlaf, aber wenn hier im Schwesternzimmer das Radio läuft, ist selbst das Husten kaum zu hören. Am liebsten ist mir die Zeit zwischen drei und vier. In den Gängen ist es dunkel und still, nur über der Nummer 14 leuchtet das Notlicht. Frau Szevkovic meint, sie könne nur schlafen, wenn sie weiß, dass das Lämpchen brennt. Mir ist es recht. Da liegen sie in ihren Betten und treiben dahin wie in kleinen Booten, jeder für sich ganz allein auf dem tiefen, schwarzen Meer aus Benzodiazepinen.“

 

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Robert Seethaler (Wenen, 7 augustus 1966)

 

 

De Engelse dichter Philip Larkin werd op 9 augustus 1922 geboren in Coventry. Zie ook alle tags voor Philip Larkin op dit blog.

 

 

Water

Als ik erbij geroepen werd
om een religie op te zetten
zou ik daar water voor gebruiken.

Om bij de kerk te komen
zou men door water moeten waden
naar droge, nieuwe kleren.

Mijn liturgie zou beelden
van onderdompeling bevatten,
een woest en vroom doordrenken,

en ik zou in het oosten
een glaasje water heffen
waar licht uit alle hoeken
tesaam zou komen, eindeloos.

 

 

Vertaald door Jan Eijkelboom

 

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Philip Larkin (9 augustus 1922 – 2 december 1985)
Philip Larkin en zijn partner Monica Jones

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 7e augustus ook mijn blog van 7 augustus 2019 en eveneens mijn blog van 7 augustus 2017 en ook mijn blog van 7 augustus 2011 deel 1 en ook deel 2.




Geschreven door Romenu om 16:42 Reageer op dit bericht

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