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Berichten van 9 december 2009 tot 10 december 2009

Emily Dickinson, Jorge Semprún, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2006 en ook mijn blog van 10 december 2007 en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

 

Two lenghts has every day

 

Two lenghts has every day, 

Its absolute extent— 

And area superior 

By hope or heaven lent. 

Eternity will be        

Velocity, or pause, 

At fundamental signals 

From fundamental laws. 

To die, is not to go— 

On doom’s consummate chart        

No territory new is staked, 

Remain thou as thou art.

 

 

 

 

 

I did not reach thee

 

I did not reach thee, 

But my feet slip nearer every day; 

Three Rivers and a Hill to cross, 

One Desert and a Sea— 

I shall not count the journey one        

When I am telling thee. 

  

Two deserts—but the year is cold 

So that will help the sand— 

One desert crossed, the second one 

Will feel as cool as land.         

Sahara is too little price 

To pay for thy Right hand! 

  

The sea comes last. Step merry, feet! 

So short have we to go 

To play together we are prone,        

But we must labor now, 

The last shall be the lightest load 

That we have had to draw. 

  

The Sun goes crooked—that is night— 

Before he makes the bend        

We must have passed the middle sea, 

Almost we wish the end 

Were further off—too great it seems 

So near the Whole to stand. 

  

We step like plush, we stand like snow—        

The waters murmur now, 

Three rivers and the hill are passed, 

Two deserts and the sea! 

Now Death usurps my premium 

And gets the look at Thee.

 

 

 

I ’m nobody! Who are you? 

 

I ’m nobody! Who are you? 

Are you nobody, too? 

Then there ’s a pair of us—don’t tell! 

They ’d banish us, you know. 

  

How dreary to be somebody!        

How public, like a frog 

To tell your name the livelong day 

To an admiring bog!

 

 

 

 

 

Emily-Dickinson-Portrait

Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)

Muurschildering in Amhurst

 

 

 

 

 

De Spaanse schrijver en politicus Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Was für ein schöner Sonntag!

 

»Es lebe das größte Genie der Menschheit, der Herr und Gebieter, der uns siegreich zum Kommunismus geführt hat, unser lieber Stalin!«
Sie erinnerten sich sicherlich an den lieben Stalin. Sie zitterten immer noch, rückblickend, vor ehrerbietigem und furchtsamem Grauen.
Aber ich bin in Prag, in der Nationalgalerie, vor einem Bild von Renoir.
Warum bin ich in Prag?
Vielleicht ganz einfach nur darum, um vor einem Bild von Renoir zu stehen. Vielleicht habe ich alle anderen Gründe und Voraussetzungen für diese Reise nach Prag eben deshalb vergessen, weil das einzig Wichtige diese Betrachtung eines Bildes von Renoir war. Natürlich nicht nur wegen Renoir. Vielleicht hätte ein Bild von Vermeer oder von Velasquez oder von El Greco genau das gleiche bewirkt. Ich meine damit, daß das Wichtige nicht nur das betrachtete Bild war, sondern auch die Tatsache der Betrachtung selbst. Vielleicht die Tat der Betrachtung selbst.
Aber ich hin in Prag, in der Nationalgalerie im Palais Sternberk. Ich bin nicht in Toledo, in der Iglesia de Santo Tomé vor dem Begräbnis des Grafen Orgáz. Auch nicht im Prado vor den „Meninas“. Noch im Mauritshuis vor der Ansicht von Delft: jenen Bildern, um die herum die Rekonstruktion meines Lebens möglich sein sollte.
Denn mein Leben gleicht keinem Fluß, vor allem keinem immer anderen, niemals gleichen Fluß, in dem man nicht zweimal baden könnte: mein Leben ist die gesamte Zeit des Bereits-Gesehenen, des Bereits-Erlebten, der Wiederholung, des Gleichen bis zum Überdruss, bis es durch das Identische etwas anderes, etwas Fremdes wird. Mein Leben ist kein zeitliches Fließen, keine fließende Dauerhaftigkeit, sondern etwas Strukturiertes oder schlimmer noch: etwas sich Strukturierendes, eine sich selbst strukturierende Struktur. Mein Leben ist unentwegt destrukturiert, ständig im Begriff, sich zu destrukturieren, sich zu verflüchtigen, in Rauch aufzugehen. Es ist eine Folge von Unbeweglichkeiten, von Momentaufnahmen, eine unzusammenhängende Aneinanderreihung vergänglicher Augenblicke, bloß vorübergehend in einer endlosen Nacht flimmernder Bilder. Nur eine übermenschliche Anstrengung, eine völlig unvernünftige Hoffnung halten diese verstreuten Kienspäne und Strohfackeln zusammen, erwecken wenigstens den Anschein, all das zusammenzuhalten. Das Leben als Fluß, als Fließen ist eine romanhafte Erfindung. Eine erzählerische Beschwörung, ein Trick des Ego, um an sein ewiges, zeitloses Dasein glauben zu lassen – sogar in der perversen oder pervertierten Form der Zeit, die verfließt, verlorengeht und wiedergefunden wird – und um sich selbst davon zu überzeugen, indem man sein eigener Biograph, der Romancier seiner selbst wird. Mein Leben ist nichts anderes als dieses Bild von Renoir, mein Blick auf dieses Bild.“

 

 

 

 

semprun
Jorge Semprún (Madrid, 10 december 1923)

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006. en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

 

Die gekrümmte Linie des Leidens

 

Die gekrümmte Linie des Leidens
nachtastend die göttlich entzündete Geometrie
des Weltalls
immer auf der Leuchtspur zu dir
und verdunkelt wieder in der Fallsucht
dieser Ungeduld ans Ende zu kommen –

Und hier in den vier Wänden nichts
als die malende Hand der Zeit
der Ewigkeit Embryo
mit dem Urlicht über dem Haupte
und das Herz der gefesselte Flüchtling
springend aus seiner Berufung: Wunde zu sein –

 

 

 

 

Diese Nacht

Diese Nacht
ging ich eine dunkle Nebenstraße
um die Ecke
Da legte sich mein Schatten
in meinen Arm
Dieses ermüdete Kleidungsstück
wollte getragen werden
und die Farbe Nichts sprach mich an:
Du bist jenseits

 

 

 

 

 

nelly_sachs_timbre
Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

 

Der Engel im Walde

 

Gib mir deine Hand, die liebe Hand, und komm mit mir;

Denn wir wollen hinweggehen von den Menschen.

Sie sind klein und böse, und ihre kleine Bosheit haßt und peinigt uns.

Ihre hämischen Augen schleichen um unser Gesicht, und

ihr gieriges Ohr betastet das Wort unseres Mundes.

Sie sammeln Bilsenkraut . . .

So laß uns fliehn

Zu den sinnenden Feldern, die freundlich mit Blumen und

Gras unsere wandernden Füße trösten,

An den Strom, der auf seinern Rücken geduldig wuchtende

Bürden, schwere, güterstrotzende Schiffe trägt,

Zu den Tieren des Waldes, die nicht übelreden.

 

Komm.

Herbstnebel schleiert und feuchtet das Moos mit dumpf

smaragdenem Leuchten.

Buchenlaub rollt, Reichtum goldbronzener Münzen.

Vor unseren Schritten springt, rote zitternde Flamme,

das Eichhorn nur.

Schwarze gewundene Erlen züngeln am Pfuhl empor in

kupfriges Abendglasten.

 

Komm.

Denn die Sonne ist nieder in ihre Höhle gekrochen, und ihr

warmer rötlicher Atem verschwebt.

Nun tut ein Gewölb sich auf.

Unter seinem graublauen Bogen zwischen bekrönten Säulen

der Bäume wird der Engel stehn,

Hoch und schmal, ohne Schwingen.

Sein Antlitz ist Leid.

Und sein Gewand hat die Bleiche eisig blinkender Sterne

in Winternächten.

Der Seiende,

Der nicht sagt, nicht soll, der nur ist,

Der keinen Fluch weiß noch Segen bringt und nicht in

Städte hinwallt zu dem, was stirbt :

Er schaut uns nicht

In seinem silbernen Schweigen.

Wir aber schauen ihn,

Weil wir zu zweit und verlassen sind.

 

Vielleicht

Weht ein braunes, verwelktes Blatt an seine Schulter,

entgleitet;

Das wollen wir aufheben und verwahren, ehe wir weiterziehn.

 

Komm, mein Freund, mit mir, komm.

Die Treppe in meines Vaters Haus ist dunkel und krumm

und eng, und die Stufen sind abgetreten;

Aber jetzt ist es das Haus der Waise, und fremde Leute wohnen darin.

Nimm mich fort.

Schwer fügt der alte rostige Schlüssel im Tor sich meinen

schwachen Händen.

Nun knarrt es zu.

Nun sieh mich an in der Finsternis, du, von heut meine Heimat.

Denn deine Arme sollen mir bergende Mauern baun,

Und dein Herz wird mir Kammer sein und dein Auge mein

Fenster, durch das der Morgen scheint.

Und es türmt sich die Stirn, da du schreitest.

Du bist mein Haus an allen Straßen der Welt, in jeder

Senke, auf jedem Hügel.

Du Dach, du wirst ermattet mit mir unter glühendem

Mittag lechzen, mit mir erschauern, wenn Schneesturm

peitscht.

Wir werden dürsten und hungern, zusammen erdulden,

Zusammen einst an staubigem Wegesrande sinken und weinen ...

 

 

 

 

 

Kolmar
Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)


Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook
mijn vorige twee blogs van vandaag.
Geschreven door Romenu om 20:50 Reageer op dit bericht

Karl Heinrich Waggerl, Pierre Louÿs, Rumer Godden, Thomas Lux, Carolyn Kizer

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Davids Weihnachtsfeier im Armenhaus

 

„Aus allen Fenstern fällt warmer Kerzenschein auf den Dorfplatz. Im Vorübergehen sieht David die Leute in den Stuben vor dem Christbaum beisammenstehen. Das Jüngste hat der Vater auf dem Arm, es hopst und kräht und greift nach den Lichtern. Und die Mutter hat keinen Augenblick Ruhe, eins zerrt an ihrer Schürze, damit sie ihm endlich in die neuen Schuhe hilft, und indessen wird sie vom ändern beinahe erwürgt, weil sie die Puppe noch nicht genug bewundert hat. Anderswo kommt die Sache erst in Gang. Eine Tür öffnet sich eben, ein Rudel Kinder stolpert herein, und dahinter steht wiederum der Vater, es ist überall derselbe hemdsärmelige Mann, der wohlwollend lacht und die Zigarre zwischen den krummen Fingern dreht, und es ist auch die gleiche Mutter, die irgendein Paketchen in den Händen hält und den Kopf dazu schüttelt. Denn es ist ja alles reine Verschwendung, was man ihr schenkt!

Auch in den früheren Jahren ging David um diese Stunde über den Dorfplatz, stand vor den erleuchteten Fenstern und drückte seine Nase an die Scheiben. Auf diese Weise konnte er an allem ein wenig teilnehmen, an der Bescherung im ganzen Dorf. Er selbst hatte ja nicht viel zu erwarten, ein paar Äpfel und Dörrbirnen vom Pfarrer, eine Handvoll Zuckerzeug oder etwas Nützliches, ein Paar Strümpfe vielleicht. Und oft verging er fast vor Aufregung und Ungeduld, wenn er mitansehen mußte, was zum Beispiel dieser Peter mit seiner Mundharmonika anstellte. Rein gar nichts brachte er heraus, während er, David, sicher auf das erste Mal einen flotten Marsch aufgespielt hätte.

Aber heuer ist es anders, diesmal ist er nicht mit leeren Händen unterwegs, nicht Zaungast vor fremden Häusern. Ach Gott, wie freut sich die Mutter über ihre Schachtel, wie bestaunt die Krämerin den schönen Begonienstock! Wird er nun weiß oder rot blühen? Rot, sagt David prophetisch. Wenn nicht Gott ein Wunder wirkt, um des Friedens willen.

David geht stolz und schwitzend in der Stube auf und ab, trägt Fäustlinge an den Händen und einen Wollschal um den Hals, und alles ist so überaus prachtvoll und festlich. Der Lichterbaum, die Kerzen und das Backwerk und das glitzernde Engelhaar über und über, und ganz oben der gläserne Stern, der sich in der warmen Luft langsam dreht.“

 

 

 

waggerl
Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Pierre Louÿs werd geboren op 10 december 1870 in Gent. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

 

L'aube de la Lune

 

Regarde la naissance ardente de la lune,

Ô Stulcas! c'est un coeur qui répand sur les eaux

Le sang d'une aube horrible au sommet des roseaux

Où Syrinx va gémir à sa triste fortune

 

Les ombres des palmiers s'éveillent,et chacune

Traîne deux fils de flamme à ses obscurs fuseaux,

Et les crins du centaure et l'aile des oiseaux

Se haussent, alourdis d'une pourpre importune.

 

Le bruit des palmes doux comme la pluie en mer

Verse une onde altérée à la ferveur de l'air;

Tout ruisselle et se perd goutte à goutte...Respire,

 

Stulcas, la lune est pure et sur le ciel plus clair

Notre bouc irrité par le vol du vampire

Se cabre dans l'orgueil d'échapper à la nuit

 

 

 

 

L'Iris

 

Je t'apporte un iris cueilli dans une eau sombre

Pour toi, nymphe des bois, par moi, nymphe de l'eau,

C'est l'iris des marais immobiles, roseau

Rigide, où triste, oscille une fleur lourde d'ombre.

 

J'ai brisé, qui semblait un bleu regard de l'air,

L'iris du silence et des fabuleux rivages;

J'ai pris la tige verte entre mes doigts sauvages

Et j'ai mordu la fleur comme une faible chair.

 

Les gestes et les fleurs, ô sereine ingénue,

Parleront pour ma bouche impatiente et nue,

Où brûlent mes désirs et l'espoir de tes mains:

 

Accueille ici mon âme étrangement fleurie

Et montre à mes pieds par quels obscurs chemins

Je mêlerai ta honte à ma vaste incurie.

 

 

 

 

 

pierre-louys
Pierre Louÿs (10 december 1870 – 6 juni 1925)




De Engelse schrijfster
Margaret Rumer Godden werd geboren op 10 december 1907 in Eastbourne, East Sussex. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: In This House of Brede

 

„The tower of Brede Abbey was a landmark for miles through the countryside and out to sea; high above the town of Brede its gilded weathercock caught the light and could flash in the bright sun.

The weathercock bore the date 1753 and had been put there by the Hartshorn family, to whom the abbey—in those days the Priory of the Canons of St. Augustine—had been given after the Reformation; it had then been the Hartshorns’ private house for more than 250 years. When the nuns came they had thought it prudent not to take the weathercock down. “Brede wouldn’t have tolerated a Catholic nunnery here in 1837,” Dame Ursula Crompton told the novices. “We had to disguise ourselves.” The cross was below, a stone cross interlaced with thorns—and it had known thorns; it had been thrown down, erected again, and stood now high over the entrance to the church; it was said to be nearly a thousand years old; certainly its stone was weathered, but, though the wind from the marshes blew fiercely against it and rain beat in the winter gales that struck the heights of Brede so violently, the cross stayed unmoved, sturdily aloft, while the weathercock whirled and thrummed as the wind took it. Dame Ursula had pleasure in underlining the moral, but then Dame Ursula always underlined.

The townspeople were used to nuns now. The extern sisters, who acted as liaisons between the enclosure and the outside world, were a familiar sight in their black and white, carrying their baskets as they did the abbey’s frugal shopping. Brede Abbey had accounts at the butcher and grocer as any family had; the local garage serviced the abbey car, which Sister Renata drove; workmen from Brede had been inside the enclosure, and anyone was free to come through the drive gates, ring the front-door bell, which had a true monastic clang, and ask for an interview with one of the nuns; few of the townspeople came, though the mayor made a formal call once a year; the abbey’s visitors, and there were many, usually came from further afield, from London or elsewhere in Britain, from the Continent or far overseas, some of them famous people. The guesthouse, over the old gatehouse, was nearly always full.“

 

 

 

 

Rumer_Godden
Rumer Godden (10 december 1907 – 8 november 1998)


De Amerikaanse dichter Thomas Lux werd geboren op 10 december 1946 in Northampton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

 

He Has Lived In Many Houses 

 

furnished rooms, flats, a hayloft,

a tent, motels, under a table,

under an overturned rowboat, in a villa (briefly) but not,

as yet, a yurt. In these places

he has slept, eaten,

put his forehead to the window glass,

looking out. He's in a stilt-house now,

the water passing beneath him half the day;

the other half it's mud. The tides

do this: they come, they go,

while he sleeps, eats, puts his forehead

to the window glass.

He's moving soon: his trailer to a trailer park,

or to the priory to live among the penitents

but in his own cell,

with wheels, to take him, when it's time

to go, to: boathouse, houseboat

with a little motor, putt-putt,

to take him across the sea

or down the river

where at night, anchored by a sandbar

at the bend,

he will eat, sleep, and press his eyelids

to the window

of the pilothouse

until the anchor-hauling hour

when he'll embark again

toward his sanctuary, harborage, saltbox,

home.

 

 

 

 

Lux
Thomas Lux (Northampton, 10 december 1946)

 

 

 

De Amerikaanse dichteres Carolyn Ashley Kizer werd geboren op 10 december 1925 in Spokane, Washington. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

 

 

Poet's Household

 

1

 

The stout poet tiptoes

On the lawn. Surprisingly limber

In his thick sweater

Like a middle-age burglar.

Is the young robin injured?

 

 

2

 

She bends to feed the geese

Revealing the neck’s white curve

Below her curled hair.

Her husband seems not to watch,

But she shimmers in his poem.

 

3

 

A hush is on the house,

The only noise, a fern,

Rustling in a vase.

On the porch, the fierce poet

Is chanting words to himself.

 

 

 

 

kizer_carolyn
Carolyn Kizer (Spokane, 10 december 1925)


Geschreven door Romenu om 20:46 Reageer op dit bericht

Clarice Lispector, Ara Baliozian, Christine Brückner, Jacquelyn Mitchard

De Braziliaanse schrijfster Clarice Lispector werd geboren op 10 december 1925 in Podolia (Oekraïne). Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: The Hour Of The Star

 

“Everything in the world began with a yes. One molecule said yes to another molecule and life was born. But before prehistory there was the prehistory of prehistory and there was the never and there was the yes. It was ever so. I do not know why, but I do know that the universe never began.

Let no one be mistaken. I only achieve simplicity with enormous effort. …

In writing this story, I shall yield to emotion and I know perfectly well that every day is one more day stolen from death. In no sense an intellectual, I write with my body. And what I write is like a dank haze. The words are sounds transfused with shadows that intersect unevenly, stalactites, woven lace, transposed organ music. I can scarcely invoke the words to describe this pattern, vibrant and rich, morbid and obscure, its counterpoint the deep bass of sorrow. Allegro con brio. I shall attempt to extract gold from charcoal. I know that I am holding up the narrative and playing at ball without a ball.

Is the fact an act? I swear that this book is composed without words: like a mute photograph. This book is a silence: an interrogation.”

 

 

 

 

clarice-lispector
Clarice Lispector (10 december 1925 – 9 december 1977)

 

 

 

De Armeense schrijver Ara Baliozian werd geboren op 10 december 1936 in Athene. Zie ook mijn blog van 10 december 2006  en ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Pages From My Diary, 1986-1995

 

“All people with a long history of oppression are short-tempered. When an Armenian loses his temper, the message he is trying to convey is: "I took it from the Turks for a thousand years; I don't have to take it from you." The "I" of course stands not just for himself but for all his ancestors as well—or his collective unconscious.

Whenever I read a book by an odar Armenologist, I cannot help thinking that he is more interested in our past than in our future. He values our antiquities much more than ourselves. These academics will probably be happier if we were to vanish from the face of the earth, thus providing them with a clear-cut ending and a final chapter to their field of inquiry.

Whenever I read a critical letter from one of my readers, I am reminded of a friend who runs a pizza parlor. "Armenians are hard to please", he is fond of saying. "Everyone likes my pizza, except Armenians—they always have something critical to say. Some day if you ever go into pizza business you will know what I mean."
I have never bothered to explain to him that I am myself a battle-scarred veteran of many wars; and that unlike the owner of a pizzeria, an Armenian writer is asked to bear not just the cross but also the cost of Armenian literature.

Nothing can be more repellent to me than the self-satisfied smile of someone who thinks he has got it made. Whenever I see such a smile on the cover of a magazine, I feel like going down on my knees and saying: "O God, allow me to die a miserable failure in order that I may never smile like that."

 

 

 

Baliozian
Ara Baliozian (Athene, 10 december 1936)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Christine Brückner werd geboren op 10 december 1921 in Schmillinghausen bij Bad Arolsen in Hessen. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: Effi Briest an den tauben Hund Rollo

 

“Ich klage dich nicht an, Instetten, du bist, wie du bist. Aber klagen werde ich doch dürfen. Ihr habt mich alle geliebt, weil ich war, wie ich war und wie ich jetzt nicht mehr bin. Und dich hat man geachtet, weil du bist, wie du bist. Und was ist denn nun besser, lange Jahre geachtet oder kurze Zeit geliebt zu werden? Vater würde da wieder sagen, „das ist ein zu weites Feld“. Das weite Feld! Ich wußte nicht, daß es Mauern und Zäune gibt, über die man nicht hinwegspringen kann. Hindernisreiten habe ich nicht gelernt.
Jetzt legt er mir wieder seine dicke Pfote aufs Knie. Meinst du, Rollo, daß wir unseren Spaziergang machen sollten, damit alles immer so weitergeht und seine Ordnung hat? Die Wege immer kürzer, die Ruhepausen länger? Ja, Instetten! Jemand, der Grundsätze hat, der ist im Vorteil, und mehr will ich dazu nicht sagen. Du hast keine Liebe in dir, und dafür kannst du nichts und deshalb hast du vielleicht doch keine Schuld. Du hast gesagt, Festigkeit wäre nicht meine Spezialität. Du hast immer nur gesagt, was ich nicht war und was ich nicht hatte. Das ist wie mit den Zehn Geboten. „Du sollst nicht!“ Aber mir muß man sagen, was ich soll! Du hattest dich in das halbe Kind, das ich noch war, verliebt, weil du in jungen Jahren meine Mutter liebtest. Eigentlich hast du doch meine Mutter gemeint, und die hätte auch besser zu dir gepaßt, das denkt Vater auch. Alle haben es gewußt, nur ich nicht. Und die andere Hälfte des halben Kindes wolltest du dir erziehen.
Jetzt müssen wir endlich auch von Crampas reden, Instetten! Crampas ließ mich so, wie ich war, der wollte nichts, und ich wollte auch nichts. Man fliegt und verliert den Boden unter den Füßen, man denkt, gleich reißt das Seil, und dann reißt es doch nicht, und man steht wieder auf den Füßen, aber man ist danach nicht mehr dieselbe. Von Major Crampas hieß es in Kessin, er sei ein Damenmann. Er nahm die Frauen ernst oder wenigstens doch so ernst wie seinen Dienst und überhaupt die Welt. Ganz ernst war ihm nichts. Ich habe doch „nein“ gesagt! Ich habe mich gewehrt, und er hat mich bedrängt, das ging so hin und her

 

 

 

 

brueckner

Christine Brückner (10 december 1921 – 21 december 1996)

 

 

 

 

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008.

 

Uit: No Time to Wave Goodbye

 

“Before dawn on the day she would finally see his first real film, Beth Cappadora slipped into the guest room and lay down on the edge of the bed where her son, Vincent, slept.  
Had she touched his hair or his shoulder, he would not have stirred. When he slept at all, Vincent slept like a man who'd fallen from a relaxed standing position after being hit on the back of the head by a frying pan. Still, she didn't take the risk. Her relationship with Vincent didn't admit of nighttime confidences, funny cards, all the trappings of the sentimental, platonic courtship between a mother and her grown boy. Instead, Beth blessed the air around his head, where coiled wisps of dark hair still sprang up as they had when he was a child.  
Show them, Vincent, she said softly. Knock 'em dead.  
Beth asked only a minor redemption-something that would stuff back the acid remarks that everyone had made about where Vincent's career of minor crime and major slough-offs would end, because it had so far outlasted the most generous boundaries of juvenile delinquency. She wished one thing itself, simple and linear: Let Vincent's movie succeed.  
That night, as she watched the film, and recognized its might and its worth, Beth had to appreciate-by then, against her will-that her wish was coming true. What she didn't realize was something that she'd learned long ago.
Only long months from that morning did Beth, a superstitious woman all her life, realize she had forgotten that if a wish slipped like an arrow through a momentary slice in the firmament, it was free to come true any way it would. Only fools thought its trajectory could ever be controlled.„ 

 

 

 

 

mitchard
Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

Geschreven door Romenu om 20:40 Reageer op dit bericht

Gioconda Belli, Michael Krüger, Wolfgang Hildesheimer

De Nicaraguaanse schrijfster, dichteres en ex-politica Gioconda Belli werd geboren op 9 december 1948 in Managua. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2007 en ook mijn blog van 9 december 2008.

 

Uit: Scroll of Seduction

 

„Manuel said he would tell me the story of the Spanish queen, Juana of Castile, and her mad love for her husband, Philippe the Handsome, but only if I agreed to certain conditions.

He was a professor at Complutense University. His specialty was the Spanish Renaissance. I was seventeen years old, a high school student, and from the age of thirteen, since the death of my parents in a plane crash, I had been at a Catholic boarding school run by nuns in Madrid, far from my small Latin American country.

Manuel's voice rose densely within me, like a surging tide on which floated faces, furnishings, curtains, the adornments and rituals from forgotten times.

"What conditions?" I asked.

"I want you to imagine the scenes I describe for you in your mind's eye, to see them and see yourself in them, to feel like Juana for a few hours. It won't be easy for you at first, but a world created with words can become as real as the shaft of light that at this moment illuminates your hands. It's been scientifically proven that whether we see a lit candle with our eyes open or imagine it with our eyes closed, the brain has an almost identical reaction. We can see with our minds and not just our senses. In the world I'll conjure up, if you accept my proposal, you will become Juana. I know the facts, the dates. I can place you in that world, in its smells and colors; I can make you feel its atmosphere. But my narration—because I'm a man and, what's worse, a rational, meticulous historian—can never capture—I can never capture—what's inside. No matter how I try, I can'timagine what Juana felt when she set off, at sixteen, on the armada's flagship, accompanied by one hundred and thirty-two vessels, to marry Philippe the Handsome."

"You said she didn't even know him."

"She'd never laid eyes on him. She disembarked in Flanders, escorted by five thousand men and two thousand ladies-in-waiting, to find that her fiancé was not at the port to meet her. I can't imagine how she felt, just as I can't begin to conceive of her innermost thoughts when she finally met Philippe at the monastery in Lierre and they fell so suddenly, so thoroughly, so violently in love that they asked to be married that very night, so anxious were they to consummate a marriage that had actually been arranged for reasons of State."

How often had Manuel made reference to that initial meeting? Perhaps he enjoyed seeing me blush. I smiled to dissimulate. Although I had spent the last several years in a convent, surrounded by nuns, I could picture the scene. I had no trouble at all imagining what Juana must have felt.

"I see that you understand." Manuel smiled. "I just can't stop picturing that young woman—one of the most educated princesses in all of the Renaissance—who, after succeeding to the throne of Spain, was locked up in a palace at the age of twenty-nine and forced to remain there until she died, forty-seven years later. During her formative years she was tutored by one of the most brilliant female philosophers of the day, Beatriz Galindo, known as 'La Latina.' Did you know that?"

 

 

 

 

 

gioconda-belli
Gioconda Belli (Managua, 9 december 1948)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter, schrijver en vertaler Michael Krüger werd geboren op 9 december 1943 in Wittgendorf. Zie ook mijn blog van 9 december 2008.

 

Uit: Die Tiere kommen zurück

 

“Manche Autofahrer stiegen aus, um das Tier auf die rechte Fahrbahn zu bugsieren, zuckten aber zurück, wenn die Kuh ihren schweren Kopf mit ausholendem Schwung in ihre Richtung bewegte. Hatten sie Angst um den Lack ihrer Autos, die neben der pompösen Kuh lächerlich klein wirkten, wie Spielzeuge?

Wie um die Rechtmäßigkeit ihrer Anwesenheit auf genau dieser linken Straßenseite zu unterstreichen, hob die Kuh nun den Schwanz und ließ einen pladdernden Haufen auf das Pflaster klatschen. Selbst der sonst so grämliche Herr Pipo musste lachen, weil diese für die Kuh selbstverständliche Handlung in unserer Straße etwas zutiefst Verletzendes, zugleich aber auch aufreizend Komisches hatte. Und als hätte die Kuh nicht für genug Verwirrung gesorgt, knickte das mächtige, nun bereits von einer vielköpfigen Menge bestaunte Tier mit den Vorderbeinen ein und ließ sich schließlich in voller

Länge auf der Fahrbahn nieder.

Was für ein Bild: die Kuh in der Schillerstraße, Menschen, die aus allen Fenstern hängen und dies lauthals kommentieren, Kinder, die lachen, und andere, die der Kuh mit den pelzigen Ohren und den melancholischen Augen Grünzeug bringen, Alte mit bedenklicher Miene, die »Das ist der Anfang vom

Ende« zu sagen scheinen, und ein Polizist, der den skandalösen Sachverhalt wieder und wieder in sein Funkgerät sprechen muss, weil man ihn in der Zentrale offenbar für geisteskrank hält.

Doch, eine Kuh!, rief er, rot angelaufen, in der feixenden Menge, in der Schillerstraße, bitte kommen!

Aber es kam kein Streifenwagen. Dafür hüpfte ein eleganter Springbock durch die Menge, als wollte er zeigen, zu welchen extravaganten Bewegungen ein Lebewesen fähig sein kann. Und schon war er, wie eine Erscheinung, wieder verschwunden. Mich hielt es nun auch nicht länger in Pipos Friseurgeschäft. Besonders die rhetorisch unergiebige Einsilbigkeit des Italieners, seine rituellen Beschwörungen des nahenden Untergangs grenzten an Narretei. Was war denn geschehen? Ein paar

Heidschnucken hatten sich in unser Viertel verlaufen, eine Kuh, der Abgase und des Verkehrs überdrüssig, hatte sich auf die Fahrbahn gelegt, und ein afrikanischer Springbock war in drei Sätzen durch die Menge geflogen, von Untergang konnte keine Rede sein, eher von einer Belebung.

Wir haben doch auch das Problem der Füchse und Waschbären gelöst, sagte ich, schon unter der Tür, erinnern Sie sich? Das hätte ich nicht sagen sollen, denn nun brach die ganze Angst aus Herrn Pipos geknechteter Seele. Tatsächlich hatte er kürzlich, als Waschbären nachts die Mülltonnen geplündert hatten und Füchse durch die Straßen geschnürt waren, davor gewarnt, die Stadt kampflos aufzugeben und den wilden Tieren zu überlassen.“

 

 

 

 

Krueger
Michael Krüger (Wittgendorf, 9 december 1943)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en schilder Wolfgang Hildesheimer werd geboren op 9 december 1916 in Hamburg. Zie ook mijn blog van 9 december 2008.

 

Uit: Eine größere Anschaffung
 
“Eines Abends saß ich im Dorfwirtshaus vor (genauer gesagt, hinter) einem Glas Bier, als ein Mann gewöhnlichen Aussehens sich neben mich setzte und mich mit vertraulicher Stimme fragte, ob ich eine Lokomotive kaufen wolle. Nun ist es zwar ziemlich leicht, mir etwas zu verkaufen, denn ich kann schlecht nein sagen, aber bei einer größeren Anschaffung dieser Art schien mir doch Vorsicht am Platze. Obgleich ich wenig von Lokomotiven verstehe, erkundigte ich mich nach Typ und Bauart, um bei dem Mann den Anschein zu erwecken, als habe er es hier mit einem Experten zu tun, der nicht gewillt sei, die Katz im Sack zu kaufen, wie man so schön sagt. Er gab bereitwillig Auskunft und zeigte mir Ansichten, die die Lokomotive von vorn und von den Seiten darstellten. Sie sah gut aus und ich bestellte sie, nachdem wir uns vorher über den Preis geeinigt hatten, unter Rücksichtsnahme auf die Tatsache, daß es sich um einen second-hand-Artikel handelte.
Schon in derselben Nacht wurde sie gebracht. Vielleicht hätte ich daraus entnehmen sollen, daß der Lieferung eine anrüchige Tat zugrunde lag, aber ich kam nun einmal nicht auf die Idee. Ins Haus konnte ich die Lokomotive nicht nehmen, es wäre zusammengebrochen, und so mußte sie in die Garage gebracht werden, ohnehin der angemessene Platz für Fahrzeuge. Natürlich ging sie nur halb hinein. Hoch genug war die Garage, denn ich hatte früher einmal meinen Fesselballon darin untergebracht, aber er war geplatzt. Für die Gartengeräte war immer noch Platz.
Bald darauf besuchte mich mein Vetter. Er ist ein Mensch, der, jeglicher Spekulation und Gefühlsäußerung abhold, nur die nackten Tatsachen gelten läßt. Nichts erstaunt ihn, er weiß alles, bevor man es ihm erzählt, weiß es besser und kann es erklären. Kurz, ein unausstehlicher Mensch. Nach der Begrüßung fing ich an: „Diese herrlichen Herbstdüfte ...“ – „Welkendes Kartoffelkraut“, sagte er. Fürs erste steckte ich es auf und schenkte mir von dem Kognak ein, den er mitgebracht hatte. Er schmeckte nach Seife, und ich gab dieser Empfindung Ausdruck. Er sagte, der Kognak habe, wie ich auf dem Etikett ersehen könne, auf den Weltaufstellungen in Lüttich und Barcelona große Preise erhalten, sei daher gut. Nachdem wir schweigend mehrere Kognaks getrunken hatten, beschloß er, bei mir zu übernachten und ging den Wagen einstellen. Einige Minuten darauf kam er zurück und sagte mit leiser, leicht zitternder Stimme, daß in meiner Garage eine große Schnellzuglokomotive stünde. „ich weiߓ, sagte ich ruhig und nippte von meinem Kognak, „ich habe sie mir vor kurzem angeschafft.“ Auf seine zaghafte Frage, ob ich öfters damit fahre, sagte ich nein, nicht oft, nur neulich nachts hätte ich eine benachbarte Bäuerin, die ein freudiges Ereignis erwartete, in die Stadt, ins Krankenhaus gefahren. Sie hätte noch in der Nacht Zwillingen das Leben geschenkt, aber das habe wohl mit der nächtlichen Lokomotivfahrt nichts zu tun. Übrigens war das alles erlogen, aber bei solchen Gelegenheiten kann ich oft diesen Versuchungen nicht widerstehen. Ob er es geglaubt hat, weiß ich nicht, er nahm es schweigen zur Kenntnis, und es war offensichtlich, daß er sich bei mir nicht mehr wohl fühlte. Er wurde ganz einsilbig, trank noch ein Glas Kognak und verabschiedete sich. Ich habe ihn nicht mehr gesehen.

 

 

 

 

 

hildesheimer-wolfgang-1
Wolfgang Hildesheimer (9 december 1916 – 21 augustus 1991)

Geschreven door Romenu om 20:23 Reageer op dit bericht

Anna Gavalda, Ödön von Horváth, John Milton, Jan Křesadlo, Maksim Bahdanovič, Dalton Trumbo

De Franse schrijfster Anna Gavalda werd geboren op 9 december 1970 in Boulogne-Billancourt. Zie ook mijn blog van 9 december 2008.

 

Uit:  Je l'aimais

 

„– Qu’est-ce que tu dis ?

– Je dis que je vais les emmener. Ça leur fera du bien de partir un peu…

– Mais quand ? a demandé ma belle-mère.

– Maintenant.

– Maintenant ? Tu n’y penses pas…

– J’y pense.

– Enfin, mais qu’est-ce que ça veut dire ? Il est presque onze heures ! Pierre, tu…

– Suzanne,c’est à Chloé que je parle,Chloé, écoute-moi. J’ai envie de vous emmener loin

d’ici.Tu veux bien?

– …

– Tu crois que c’est une mauvaise idée ?

– Je ne sais pas.

– Va chercher tes affaires. Nous partirons

quand tu reviendras.

– Je n’ai pas envie d’aller chez moi.

– Alors n’y va pas. On se débrouillera sur place.

– Mais vous ne…

– Chloé, Chloé, s’il te plaît… Fais-moi confiance.

Ma belle-mère protestait encore :

– Mais enfin ! Vous n’allez pas réveiller les petites maintenant quand même ! La maison n’est même pas chauffée ! Il n’y a rien là-bas ! Il n’y a rien pour elles.

Elles… Il s’était levé. Marion dort dans son siège auto, le pouce au bord des lèvres. Lucie est roulée en boule à côté.

Je regarde mon beau-père. Il se tient droit. Ses mains agrippent le volant. Il n’a pas dit un seul mot depuis que nous sommes partis. Je vois son profil quand nous croisons les feux d’une autre voiture. Je crois qu’il est aussi malheureux que moi.

Qu’il est fatigué.

Qu’il est déçu.

Il sent mon regard :

– Pourquoi tu ne dors pas ? Tu devrais dormir tu sais, tu devrais abaisser ton siège et t’endormir. La route est encore longue…

– Je ne peux pas, je lui réponds, je veille sur vous.

Il me sourit. C’est à peine un sourire.

– Non… c’est moi.

Et nous retournons dans nos pensées.

Et je pleure derrière mes mains.“

 

 

 

 

 

AnnaGavalda

Anna Gavalda (Boulogne-Billancourt, 9 december 1970)

 

 

 

 


De Hongaars-Duirse schrijver
Ödön von Horváth werd geboren op 9 december 1901 in Fiume. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2007  en ook mijn blog van 9 december 2008.

 

Uit: Glaube, Liebe, Hoffnung

 

„SCHUPO Was hat sich denn da abgespielt?

ELISABETH lächelt böse: Nichts. Es ist bloß ein Fräulein verhaftet worden.

Wegen nichts.

SCHUPO Geh, das gibt es doch gar nicht!

ELISABETH Trotzdem.

Stille.

Was starrens mich denn so an?

SCHUPO lächelt: Ist denn das verboten?

Stille.

Sie erinnern mich nämlich. Besonders in Ihrer Gesamthaltung. An eine liebe Tote

von mir.

ELISABETH Sie reden so mystisch daher.

Stille.

[…]

SCHUPO man darf die Hoffnung nicht sinken lassen.

ELISABETH Das sind Sprüch.

Stille.

SCHUPO Ohne Glaube Liebe Hoffnung gibt es logischerweise kein Leben. Das

resultiert alles voneinander.

ELISABETH Sie haben leicht reden als Staatsbeamter in gesicherter Position.

SCHUPO Wir müssen doch alle mal sterben.

ELISABETH Hörens mir auf mit der Liebe.

Stille.

 

 

 

 

horvath
Ödön von Horváth (9 december 1901 – 1 juni 1938)

 

 

 

De Engelse dichter en schrijver John Milton werd geboren op 9 december 1608 in Londen. Zie ook mijn blog van 9 december 2006 en ook mijn blog van 9 december 2008.

 

 

How Soon Hath Time

 

How soon hath Time, the subtle thief of youth,

Stoln on his wing my three and twentieth year!

My hasting days fly on wtih full career,

But my late spring no bud or blossom shew'th.

 

Perhaps my semblance might deceive the truth,

That I to manhood am arrived so near,

And inward ripeness doth much less appear,

That some more timely-happy spirits endu'th.

 

Yet be it less or more, or soon or slow,

It shall be still in strictest measure even

To that same lot, however mean or high,

Toward which Time leads me, and the will of Heaven;

All is, if I have grace to use it so,

As ever in my great Taskmaster's eye.

 

 

 

 

 

Milton
John Milton (9 december 1608 – 8 november 1674)

 

 

 

 

 

Zie voor onderstaande schrijvers ook mijn blog van 9 december 2008.

 

De Tsjechische psycholoog, schrijver en dichter Jan Křesadlo (pseudoniem van Václav Jaroslav Karel Pinkava) werd geboren op 9 december 1926 in Praag. Zie ook mijn blog van 9 december 2006.

 

De Wit-Russische (Belarussische) dichter, journalist en criticus Maksim Bahdanovič werd geboren op 9 december 1891 in Minsk. Zie ook mijn blog van 9 december 2006.

 

De Amerikaanse schrijver en sceenwriter James Dalton Trumbo werd geboren op 9 december 1905 in het plaatsje Montrose in Colorado.

Geschreven door Romenu om 20:22 Reageer op dit bericht

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