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Berichten van 10 december 2011 tot 11 december 2011

Andrea De Carlo, Naguib Mahfouz, Marco Kugel, Annette von Droste-Hülshoff

De Italiaanse schrijver.Andrea De Carlo werd geboren in Milaan op 11 december 1952. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

Uit: Als Durante kam (Vertaald door Maja Pflug)

 

„Am 19. Mai nachmittags um vier Uhr zwanzig saß ich bei einer Arbeitspause auf der Wiese vor dem Haus, ohne an etwas Bestimmtes zu denken. Das Thermometer, das in dem Bogen zwischen Haus und Werkstatt hing, zeigte siebenundzwanzig Grad im Schatten, doch in der Sonne waren es mindestens dreißig. Mein Kopf brannte, die Augen schmerzten beinahe. Das zum Teil schon verdorrte Gras pikte mich an Fußsohlen und Knöcheln. Mücken, Bienen und andere Insekten unterschiedlicher Größe ließen sich auf mir nieder oder summten um mich herum. Ab und zu wedelte ich mit den Händen, um sie zu verjagen; ich atmete langsam. Manchmal fuhr auch ein leichter Luſthauch

durch die Schwüle und kräuselte die schwache Welle von electric blues, die aus den Fenstern drang. Stieglitze, Buch - finken und Turteltauben mit Halsband sangen in den Bäumen und Büschen; die Hügellandschaſt rundherum war bezaubernd wie immer, obgleich die Farben durch die lange Trockenheit und das grelle Licht schon etwas verblasst waren. Insgesamt hätte ich sagen können, dass negative und positive Empfindungen sich die Waage hielten, vielleicht überwogen die negativen ein ganz klein wenig, was der Hitze und der Langeweile geschuldet war, die sich hinter meiner Gedankenlosigkeit anstauten.

Dann hörte ich ein Auto die Schotterstraße herunterkommen und sprang auf. Oscar, der Hund, begann zu bellen: kurze, tiefe Laute, in rhythmischen Abständen. Astrid, meine Freundin, streckte den Kopf aus einem der offenen Fenster und fragte: »Wer ist das?«

»Keine Ahnung!«, antwortete ich, während ich im Gras herumstolperte und nach meinen Filzschlappen tastete, die am großen Zeh schon ganz durchlöchert waren.

Ich ging an die Stelle, wo das steile Sträßchen die Ebene des Hauses erreicht, mit den zwiespältigen Gefühlen dessen, der weitab von der Geschäſtigkeit der urbanen Gesellschaft lebt und die ständige Begegnung mit Menschen nicht mehr gewohnt ist: genervt, beunruhigt, neugierig, instinktiv auf Verteidigung meines Reviers eingestellt. Oscar bellte aufgeregter und zerrte an der gestrafften Kette. Zwischen den Sauerkirschbäumen, Heckenrosen, dem wilden Fenchel und dem hohen Gras tauchte ein kleines weißes Auto auf und hielt ein paar Meter vor mir. Auch ich blieb abrupt stehen, alle Muskeln meines Körpers und meines Gesichts angespannt, mir plötzlich meines verwaschenen

militärgrünen T-Shirts und meiner ausgebeulten schwarzen Leinenhose bewusst, den Kopf schon voller verneinender und abwehrender Gesten und Sätze.“

 

 

 

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Andrea De Carlo (Milaan, 11 december 1952)

 

 

 

 

De Egyptische schrijver Naguib Mahfouz werd geboren op 11 december 1911 in Caïro. Zie ook alle tags voor Naguib Mahfouz op dit blog.

 

Uit: Palace Walk (Vertaald door William M. Hutchins)

 

„She woke at midnight. She always woke up then without having to rely on an alarm clock. A wish that had taken root in her awoke her with great accuracy. For a few moments she was not sure she was awake. Images from her dreams and perceptions mixed together in her mind. She was trouble by anxiety before opening her eyes, afraid sleep had deceived her. Shaking her head gently, she gazed at the total darkness of the room. There was no clue by which to judge the time. The street noise outside her room would continue until dawn. She could hear the babble of voices from the coffeehouses and bars, whether it was early evening, midnight, or just before daybreak. She had no evidence to rely on except her intuition, like a conscious clock hand, and the silence encompassing the house, which revealed that her husband had not yet rapped at the door and that the tip of his stick had not yet struck against the steps of the staircase.
Habit woke her at this hour. It was an old habit she had developed when young and it had stayed with her as she matured. She had learned it along with the other rules of married life. She woke up at midnight to await her husband's return from his evening's entertainment. Then she would serve him until he went to sleep. She sat up in bed resolutely to overcome the temptation posed by sleep. After invoking the name of God, she slipped out from under the covers and onto the floor. Groping her way to the door, she guided herself by the bedpost and a panel of the window. As she opened the door, faint rays of light filtered in from a lamp set on a bracketed shelf in the sitting room.“

 

 

 

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Naguib Mahfouz (11 december 1911 – 30 augustus 2006)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Marco Kugel werd geboren op 11 december 1979 in Stuttgart. Zie ook ook mijn blog van 11 december 2009. en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

 

vorbereitungen und stoffsaumpläne

 

letzes jahr und das heißt lang ist nach sektkorken
silvester die schmusedecke im einsatz ganz eng um den
körper gestopft worden die dellen der haut fühlt man nicht
glatt unter der decke leider bist du ein wintertier
mit dünnen lippen mal um mal verkniffen wieder jetzt in gemeinsamkeit von
sonne und ihrem drang nach haut dir etwas zu schenken für die
langen tage ob missmutig der nachmittag mit zuviel pfunden
schlechten klamotten dafür oder fehlendem blickkontakt letztens gab
etwas ein küssen dass leicht und schnell wieder ging von den leeren
tischen und sesseln und aus deinem bett verschwand die decke
ganz fest um dich du schwörst den nächsten lässt du nimmer los
für diesen schwur gibts dieses kleid das man nur einmal tragen will
an einem nachmittag mit rosa und mit weißem himmel
und du kaufst dir eis in diesen farben

 

 

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Marco Kugel (Stuttgart, 11 december 1979)

Neues Schloss in Stuttgart

 

 

 

 

Onafhankelijk van geboortedata (Bij de derde zondag van de Advent):

 

De Duitse dichteres en schrijfster Annette von Droste-Hülshoff werd op 10 januari 1797 op het slot Hülshoff in Westfalen geboren. Zie ook alle tags voot Anette von Droste-Hülshoff op dit blog.

 

 

Am dritten Sonntage im Advent

Evang.: Johannes sendet zu Christo

 

Auf keinen Andern wart' ich mehr:

Wer soll noch Liebres kommen mir?

Wer soll so mild und doch so hehr

Mir treten an des Herzens Tür?

Wer durch des Fiebers Qual und Brennen

So liebreich meinen Namen nennen,

Ein Balsamträufeln für und für?

 

Du wußtest es von Ewigkeit,

Daß der Gedanken Übermaß,

Dem Sinn entzogner Herrlichkeit,

Zersprengen müßt' mein Hirn wie Glas;

So kommst du niedrig meinesgleichen,

Wie zu der Armut Fromme schleichen,

Dich setzend wo der Bettler saß.

 

Wenn fast zum Schwindeln mich gebracht

Der wirbelnden Betrachtung Kreis,

Dann trittst du aus der Dünste Nacht,

Und deine Stimme flüstert leis:

»Hier bin ich, bin ich, woll' mich fassen,

Dann magst du alles Andre lassen;

Auf meinem Kreuze liegt der Preis.«

 

O Stimme, immer mir bekannt,

O Wort, das stets verständlich mir,

Du legst mir auf der Liebe Band,

Und meine Schritte folgen dir!

In Liebe glaub' ich, Liebesglauben

Fürwahr soll keine Macht mir rauben;

Geschlossen ist des Grübelns Tür.

 

Gehemmt die Jagd, durch scharfen Stein

Und Dornen hetzend meinen Fuß;

Ich ruh' in deinem kühlen Hain

Und lausche deinem sanften Gruß.

Die Blinden sehn, die Kalten glühen,

Und aus des Irren Haupte ziehen

Der dumpfen Schatten Menge muß.

 

Ich folge dir zu Berges Höhn,

Wo Leben von den Lippen fließt,

Und deine Tränen darf ich sehn,

O tausendmal mit Heil gegrüßt;

Muß in Gethsemane erzittern,

Daß Schrecken Gottes Leib erschüttern,

Blutschweiße Gottes Stirn vergießt.

 

Er hat gehorsam bis zum Tod,

Ja, zu des Todes eitlem Graus,

Gekostet jede Menschennot

Und trank den vollen Becher aus:

So richte dich aus Dorn und Höhle,

Du meine angstgeknickte Seele;

Auch du nur trägst ein irdisch Haus.

 

Laß wanken denn die Türme grau

Und mische deine Tränen nur

Mit deines Heilands blut'gem Tau,

Gequälter Sklave der Natur;

Er, dessen Schweiß den Grund gerötet,

Er weiß es, wie ein Seufzer betet,

Mein Jesus, meine Hoffnungsau!

 

 

 

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Annette von Droste-Hülshoff (10 januari 1797 – 24 mei 1848)

Woonkamer in het Rüschhaus, waar Droste van 1826 tot 1846 woonde

 

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 11e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.
Geschreven door Romenu om 13:07 Reageer op dit bericht

Paul Rigolle, Ludwig Laher, Janko Ferk, Alain de Benoist, Aleksandr Solzjenitsyn

De Vlaanse dichter Paul Rigolle werd geboren in Roeselaere op 11 december 1953. Zie ook mijn blog van 11 december 2010.

 

 

Krijger (Brugge-Damme en terug)  

 

Op de oevers zal men wuiven. Water waarover
men lopen kan en dat gestold de beide steden bindt.
Met duizenden komen ze aangewaaid. Levensgroot,
alsof ze zichzelf hebben aangebonden, groeien ze
boven hun schoenen uit. Een bril, de muts diep
over de ogen, oren ingepakt, Winterhart. Niemand
kan hem zien. Wulken, oliebollen, warme wijn.
Nering, krijg de tering. Hou de klapschaats
aan de praat. Zachtjes buigend, een hand op de rug,
heeft hij zich gemengd. Krappe krijger. In het feest
van oude klare slijpt hij krijtwit zichzelf terug,
komt tenslotte voor het donker aan, versluisd,
verdoofd, als een brief in een bus.

 

 


Honing

 

Steden houden op waar het open veld begint.
Uitzicht hebben en plaats te vinden, huis
te houden is wat hem beweegt als wind.
Wat van ooit en toen dateert hangt zich aan muren op.
Foto’s, prenten, portretten in de galerij,

 

Stilte na de storm, vastgepinde tijd, alle nagels
trekken krom. Meer een man van stenen
dan van sterren vindt hij de stem, het woord terug

 

dat in hem verloren leek. De imker die de hamers
doorheen zijn ramen joeg, schuift gulzig aan.
Eet in hem de honing uit zijn droom.

 

 

 

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Paul Rigolle (Roeselare, 11 december 1953)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter, schrijver en vertaler Ludwig Laher werd geboren op 11 december 1955 in Linz. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

Uit: Ich habe unter euch gewohnt

 

„Daheim waren die Rosenfels in der kleinen Innviertler Gemeinde Weng unweit von Altheim, wo die Familie seit 1895 auch das Heimatrecht und bald ein Grab auf dem Ortsfriedhof besaß. In der kalten Jahreszeit lebten sie in einem bescheidenen Holzhäuschen an der Hauptstraße, in der warmen waren sie mit Pferd und Wagen auf Reisen. "Die Zigeuner sind wieder da!", hieß es dann eines schönen Tages im Herbst, und die Dorfbuben freuten sich schon aufs Raufen mit Adolf, Klemens und Co, aber auch aufs Zuhören, weil sie in völlig ungewohnter Besetzung, etwa Gitarre und Akkordeon, so außergewöhnlich schön musizierten.

So eine heimatberechtigte Sintigroßfamilie fand sich in vielen oberösterreichischen Dörfern vom Zuschnitt Wengs, in Bachmanning im Hausruckviertel etwa ein anderer Zweig der Rosenfels, in Buchkirchen bei Wels die Blachs, in Hochburg-Ach an der bayerischen Grenze die Kerndlbachers. Und überall sind ähnliche Bilder aus den 1930er-Jahren erhalten, ein Schüppel Kinder vor dem Schulhaus, in der Klasse, bei der Erstkommunionfeier, eines oder zwei etwas dunkler als die anderen. Überall auch werden ähnliche Geschichten erzählt, etwa von den drei Kerndlbacher-Buben, die in der Kirche zweistimmig notierte Adventlieder dreistimmig und solo zum Besten gaben, weil der Lehrer an den Fähigkeiten des gesamten Volksschuljahrganges fürs Chorsingen verzweifelt war. Noch heute geraten alte Leute ins Schwärmen, wenn sie davon berichten.

Seit dem späten 15. Jahrhundert leben diese Menschen hier, immer wieder Verfolgungen ausgesetzt, als vermeintliche Zauberer, Spione der Türken, rassische Untermenschen oder was sich die Mehrheit in Abständen sonst als Grund für Mord und Totschlag einfallen ließ. Oberdonau schließlich, der Heimatgau des Führers, verpflichtete sich zur besonders vorbildlichen Lösung des Zigeunerproblems und brachte gleich über neunzig Prozent von ihnen um.“

 

 

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Ludwig Laher (Linz, 11 december 1955)

 

 

 

 

De Oostenrijkse dichter, schrijver en rechter Janko Ferk werd geboren op 11 december 1958 in Sankt Kanzian am Klopeiner See, Kärnten. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

Uit: Landnahme und Fluchtnahme

 

„Er über sich.
Wegen der gebotenen Grundsätzlichkeit der Erwägung müßte er in sein Inneres, in dieses - beim Schreiben - zusammengekrümmte Etwas.
Er könnte es - wie ein anderer - Selbstbezichtigung nennen. Oder wie ein weiterer anderer Was mich betrifft. Dann fiel ihm das unzulängliche Wort Lebenslauf ein. Auch Denkmal, wie belustigend. Oder ein Wort, das er wirklich nicht mögen konnte, Autobiographie. Oder gar, wie altmodisch, Curriculum vitae.
Alles das hat nichts, aber schon gar nichts mit ihm oder dem Schreiben zu tun, das ja grundsätzlich und eigentlich ein Sitzen ist. ( Wie er diese Wörter liebt: grundsätzlich und mehr noch: eigentlich. )
Sitzen.
"An seinen Bewegungen, seinem Sitzen, wenn auch beim Schreiben, ist er nicht auszuloten", hat sie geschrieben und er sog es in sich - wie eine Botschaft, ein Zeugnis, das große Verständnis.
Beim Schreiben bleiben die Augen im Kopf.
Die Distanz, die eigentlich Introversion heißt, und der er sich hemmungslos ausliefert, beschwört Distanz, Distanz, Distanz.
Einmal im Schreiben, war und ist er immer ein anderer. Das alter ego, das schizoide Ich, der mit dem Bewußtsein des Schreibsitzenden und Sitzschreibenden.
Sitzen ist Schreiben.
Und dann der berühmte Umkehrschluß:
Schreiben ist Sitzen.
Dennoch hebt er in den besten Augenblicken behutsam ab.
Es ist die innere Zärtlichkeit des Wohl-Fühlens. Dann liebt er dich selbst - und alle anderen.
Schreiben heißt, das Aufbringen der unbändigen Energiezärtlichkeit, der Tatkraftzärtlichkeit.
Im Kopf. Und überhaupt überall. Über.
Dann wird er bewegungslos. Die Gedanken entdecken mit einem Mal ein Eigenleben und er wird eigen und bleibt es. Lange. Er wird auf einmal gesund. Er spürt das Heil. Mit Geschichte. Deshalb ist das Schreiben letztlich seine Heilsgeschichte.“

 

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Janko Ferk (Sankt Kanzian, 11 december 1958)

 

 

 

 

 

De Franse schrijver, politiek filosoof en journalist Alain de Benoist werd geboren in Saint-Symphorien op 11 december 1943. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

Uit: Glühender Haß auf die Gesellschaft

 

„Worauf warten wir, bevor wir das Feuer anzünden?" fragte vor einiger Zeit ein Lied der Rap-Gruppe

NTM (Nique Ta Mère - "Fick Deine Mutter"). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Tausende verbrannte Autos, Brände in Schulen, Sporthallen, Kraftstoffdepots, Läden und

Busbahnhöfen, Feuergefechte mit Polizisten und Feuerwehr; Ordnungskräfte wurden mit Steinen,

Hämmern, Boulekugeln, Flaschen voll Schwefelsäure beworfen, Einkaufswagen von Dächern

gestoßen, Journalisten körperlich angegriffen, Schulen, Kindergärten, Polizeiwachen, Postämter und

Sozialeinrichtungen verwüstet, Banken und Lagerhallen geplündert, Erste-Hilfe-Zentren belagert:

Seit zwei Wochen stehen die französischen Vorstädte (Banlieues) in Flammen.

Inzwischen existieren über 600 "rechtlose Zonen"

Erstaunlich an diesen Ausschreitungen, über die Presse, Funk und Fernsehen weltweit ausführlich

berichten, ist weniger, daß sie ausgebrochen sind, als daß sie nicht früher ausbrachen. Im April 2005

beispielsweise machten am Rande einer Schülerdemonstrationen in Paris etwa tausend Einwanderer-

Jugendliche aus den tristen Vorstädten "Jagd" auf die meist weißen Gymnasiasten, schlugen auf sie

ein und raubten ihre Mobiltelefone. Manch Beutestück wurde sogar vor den Augen der entsetzten

Schüler zertreten, nur um sie zu demütigen.

Dennoch traf ein solch vorhersehbares Ereignis wie die nächtelangen Ausschreitungen jetzt die

politische Klasse - Bürgerliche wie Linke - unvorbereitet, die eine brutale Verstädterung betrieben

und zugelassen hat, daß in den letzten zwanzig Jahren über sechshundert "rechtlose Zonen"

entstanden, Ghettoviertel also, in denen fast ausschließlich Einwanderer wohnen, wo keine Post

ausgeliefert wird, Rettungsdienste, Ärzte und Feuerwehr sich nicht hinwagen und die Polizei nur

schwerbewaffnet erscheint. Diese "Gegengesellschaften" kennen nur das Recht des Stärkeren, die

Schwarzwirtschaft und alle möglichen illegalen Händel.“

 

 

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Alain de Benoist (Saint-Symphorien, 11 december 1943)




 

De Russische schrijver en historicus Aleksandr Isajevitsj Solzjenitsyn werd geboren in Kislovodskb op 11 december 1918. Zie ook alle tags voor Aleksandr Solzjenitsyn op dit blog.

 

Uit: Meine amerikanischen Jahre  (Vertaald door Andrea Wöhr en Fedor Poljakov)

 

“Die beste Quellensammlung für die Geschichte der russischen Revolution, die Hoover Institution in Stanford, lud mich ein, dort zu arbeiten und schickte mir sackweise Kopien von Materialien. So konnte ich anhand der zeitgenössischen Zeitungsberichte den Mord an Stolypin, der mich seit meiner Jugend nicht losgelassen hatte, nachzeichnen, ja sogar das riesige Gebäude des März siebzehn erahnen. Dank der Bemühungen von Jelena Paschina kamen die Mikrofilme aller Petersburger Zeitungen aus der Revolutionszeit hinzu; das war ein überaus kostbares Geschenk.
Eine große Anzahl von Erinnerungen an die Revolution erhielt ich schließlich von Zeitzeugen, die damals noch am Leben waren. Aus letzter Kraft, mit den Resten ihres Sehvermögens, manchmal mit den letzten Schriftzügen hatten mir diese Leute im hohen Alter von 85 bis 89 Jahren als Antwort auf meinen Appell ihre Schilderungen geschickt. Mal handelte es sich dabei um ausführliche Lebensberichte, mal um Erzählungen von einzigartigen Begebenheiten, die man nirgendwo sonst hätte finden können, oder aber um Erinnerungen, die den Autoren seinerzeit von ihren inzwischen verstorbenen Verwandten anvertraut worden waren und die verlorengegangen wären. Mehr als dreihundert solcher Berichte erreichten mich, und es kamen immer neue und neue hinzu. Anfangs nahm sich meine Frau Alja dieses Zustroms von Materialien an, sie korrespondierte mit den Autoren, las die Texte, suchte darin jene Stellen aus, die mir möglicherweise später von Nutzen sein könnten. Meine vordringliche Aufgabe war es jedoch zunächst, Zeugnisse über das sowjetische Lagersystem zusammenzutragen, um die endgültige Fassung meines Archipel Gulag fertigzustellen, und es kamen etwa drei Dutzend zusätzliche Zeugen hinzu, die meine in der Sowjetunion gesammelten Informationen nunmehr ergänzten. Erst im Herbst 1980 konnte ich mich jenen Erinnerungen widmen, die sich ausschließlich mit der Revolutionszeit befassten. Auf diese Weise sandte mir die Erste russische Emigration, kurz bevor ihre irdischen Wege zu Ende waren, mit ihrem letzten Atemzug eine Welle, die mich weitertragen sollte. Die Kontinuität der Zeiten, die von den Bolschewiken blutig auseinander gerissen worden war, wurde unerwartet, wundersam im letzten denkbar möglichen Augenblick wiederhergestellt.”

 

 

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Aleksandr Solzjenitsyn (11 december 1918 – 3 augustus 2008)

Geschreven door Romenu om 13:00 Reageer op dit bericht

Ernst van Altena, Alfred de Musset, Christian Grabbe, Maximilian von Schenkendorf, Paul Kornfeld

De  Nederlandse dichter, schrijver en vertaler Ernst van Altena werd geboren in Amsterdam op 11 december 1933. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010. 

 

 

Bomen

 

In oktober zijn de bomen

van hun zomerwee bekomen
en ze zuchten dan: we zijn weer onder ons…..
Geen gebrom meer of geknetter, geen getetter of geschetter…
En ze kleden zich in feestlijk goud en brons.

En dan houden zij een party in het Spaanderswoud

met de varens en de mossen en het kreupelhout.

En ze lachen en ze bomen met elkaar.

Kijk, de eiken staan te prijken met hun bruine, brede kruinen.

De kastanje met oranje kroonjuwelen….
En de vlieren staan gevieren
populieren te versieren.
bij de vennen kussen dennen de abelen….

En de ceders doen wat teders met de els.

Westwinden strijken linden door hun pels.
Coniferen converseren met de sterke blanke berken.
Ook de essen en cipressen komen los
van september tot november in het bos!

Maar helaas een weekje later

heeft haast elke boom een kater
van dat al te vrolijk najaarszonnefeest.
En zij laten met z’n allen al hun bronzen blaren vallen.
En ze denken ’t is weer mooi genoeg geweest.

Bij de eerste najaarsstormen in het Spaanderswoud

gooien zij elkaar met eikels en met stukken hout.
En zo vechten alle bomen met elkaar
op die eerste winterdagen van het jaar.
Ja, dan beuken alle beuken op de eiken die niet wijken,
maar geniepen met de iepen en de berken…
En de sparren harrewarren met de vlieren,
die weer klieren door de tere coniferen te bewerken…

Populieren staan te tieren naar de olm…
En die dwaze beukt de hazelaar tot molm!
Alle dennen slaan hun pennen naar de essen en cipressen.

Ook krakelen de abelen er op los…

In november en december in het bos!

 

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Ernst van Altena (11 december 1933 – 14 juni 1999)

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Alfred de Musset werd geboren op 11 december 1810 in Parijs. Zie ook alle tags voor Alfred de Musset op dit blog.

 

 

Morgenständchen

 

Genug des Schlafes, Süße!

Am Söller wiehert Grüße

      Bereits Dein Falber kühn!

Die Beizer komm' zu schauen,

Der Falken schwarze Klauen

      Auf ihrer Ärmel Grün.

 

Sieh', Pagen und Bereiter

Im Aufzug flott und heiter,

      Nicht Wams noch Stahlgewand;

Am Hut die Hahnenfeder,

Den Zelter fest am Leder,

      Die Armbrust in der Hand.

 

Schau' dort im grünen Grunde

Windspiele, prächtige Kunde,

      Und Teckel, kläffend hell;

Zur Jagd, die glückerlesen,

Setze, geliebtes Wesen,

      Den Fuß in Bügel schnell!

 

Zuvor in Schmerz doch hülle

Des schönen Busens Fülle,

      Den Arm von Elfenbein;

Damit dem Aug' die reinen

Göttlichen Formen scheinen

      Erratbar bloß allein.

 

Wie lieb' ich's, strählst Du zierlich

Mit weißer Hand manierlich

      Dein Schwarzhaar, neigend Dich,

Das, Morgens aufgebunden,

Gelöst in Abendstunden

      Durch Dich wird und durch mich.

 

Wohlan denn, meine Milde,

Zu Ross durch Herbstgefilde,

      Dass hell der Huf erklingt;

Indeß, gleich einer Lanze,

Dein Narr im muntern Tanze

      Den Sonnenschirm Dir schwingt!

 

Und jetzt noch rasch die Binde

Um's Schulterrund Dir winde,

      Ums Goldkorsett geschwind;

Dann in des Mantels Falten

Will tragen ich und halten

      Dich wie ein schlummernd Kind!

 

 

 

Vertaald door Adolf Strodtmann

 

 

 

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Alfred de Musset (11 december 1810 -  2 mei 1857)

Portret door Eisler 

 

 

 

 

De Duitse toneelschrijver Christian Dietrich Grabbe werd geboren in Detmold op 11 december 1801. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.
 

Uit: Etwas über den Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe

 

„Die Guillotine der Revolution steht still und ihr Beil rostet, – mit ihm verrostet vielleicht auch manches Große, und das Gemeine, in der Sicherheit, daß ihm nicht mehr der Kopf abgeschlagen werden kann, erhebt gleich dem Unkraut sein Haupt. Napoleons Schlachtendonner sind gleichfalls verschollen. Seine Feinde denken seiner nicht mehr, weil sie ihn nicht mehr sehen noch hören, – Freunde, die ihn kannten, sterben allmählig aus, – jugendliche Enthusiasten bewundern wohl seinen Kriegesglanz, von dem ihnen noch einige Augenzeugen zu erzählen wissen, begreifen aber schwerlich seinen Character, seine Sendung und seine Zeit.

Mit Napoleons Ende ward es mit der Welt, als wäre sie ein ausgelesenes Buch, und wir ständen, aus ihr hinausgeworfen, als die Leser davor, und repetirten und überlegten das Geschehene. In succum et sanguinem haben wir es indeß noch nicht vertirt, selbst die historischen Compendien-Fabrikanten und Guckkastenzeiger, wozu insbesondere die deutschen Geschichtschreiber mehr oder weniger gehören, nicht ausgeschlossen. Und was soll man da hoffen? Was wenigstens bei unsren Landsleuten? Eine Recension, von irgend einem Laffen zusammengeschrieben, ist ihnen oft mehr werth als das recensirte Buch, denn – es ist eine Recension, – eine Pflanze lernen sie eher aus Linnés System kennen, als in der Natur selbst, denn – sie steht in einem System. Analogisch geht's ihnen grade so bei den Weltbegebenheiten.

Aber so ruhig unsere Zeit scheinen, so ruhig man sie betrachten mag, der nachdenkende Beobachter schaudert doch zuletzt zusammen: unter den Gebildeten (und diese wirken auf die Masse vermöge der vielen Mittheilungsmittel mehr zurück als je) Weltüberdruß allethalben, – selbst der Mystiker ist von ihm angesteckt, nur flüchtet er davor nicht in den sinnlichen Wust des Lebens, sondern in seine überirdischen Himmel. Wie wenig Achtung vor den alt-bürgerlichen und religiösen Institutionen! Wie viel Tausende, welche diese Achtung zu haben glauben, brauchen nur geprüft zu werden, um selbst zu fühlen und Anderen zu beweisen, daß sie dieselbe nicht besitzen.“

 

 

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Christian Grabbe (11 december 1801 - 12 september 1836)

 

 

 

 

 

De Duitse dichter Maximilian Gottfried von Schenkendorf werd geboren op 11 december 1783 in Tilsit in Oost-Pruisen. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010.

 

 

 

An Goethe

 

Nun hab' ich dich gesehen,

Du hohes Heldenhaupt,

In fernen, sel'gen Höhen,

Von frischem Kranz umlaubt.

 

Apollo's goldner Bogen

Der Stirne lichter Bau,

Ein Firmament, umzogen

Von ewig klarem Blau.

 

Das milde, weise Lächeln,

Das um die Lippe wallt,

Wie linder Weste Fächeln

Zu mildern die Gewalt.

 

Wie traten aus dem Dunkeln

Die Formen klar und rein,

Die Blicke sah ich funkeln

Wie goldner Sterne Schein.

 

Mit Worten dich zu grüßen,

Hat Stolz mich nie verführt,

Die Hand nur möcht' ich küssen,

Die so die Saiten rührt.

 

Du Herzog sonder Gleichen,

Du sel'ger Dichterfürst,

Der du in deinen Reichen

Doch ewig herrschen wirst!

 

O laß dir's noch gefallen

Hienieden gern und lang;

Auch in des Aethers Hallen,

Tönt ja nur dein Gesang.

 

 

 

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Maximilian von Schenkendorf (11 december 1783 – 11 december 1817)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Paul Kornfeld werd geboren op 11 december 1889 in Praag. Zie ook mijn blog van 11 december 2008 en ook mijn blog van 11 december 2009 en ook mijn blog van 11 december 2010. 

 

Uit: Der umgekehrte Fontane (Recensie van Blanche oder Das Atelier im Garten door Gert Ueding)

 

„Das ganze Personal dieses umfangreichen Romans könnte man Revue passieren lassen und würde überall einer großen charakterlichen Vielspältigkeit und Feinheit begegnen, die sich noch dazu oft mit hochgradiger ästhetischer Empfindlichkeit mischen.Hier taucht das Projekt des Ästhetizismus in neuer Wendung auf. Denn die Kunst wird wieder zur Heimstatt der menschlichen Wunschexistenz, damit zum Bollwerk gegen eine feindliche Außenwelt, gegen die flache, materialistische Gesellschaft und eine ungenügende Natur, die nur ästhetisiert, als Gartenlandschaft, zugelassen ist und allenfalls das Seelenleben der Personen widerspiegelt.Doch weiß Paul Kornfeld nur allzu genau um die Flüchtigkeit der aus Traum und Kunst gewobenen Scheinwelt. Einerseits dient ihm ihre minutiöse Beschreibung mit all ihren ästhetischen Raffinessen dazu, das Leben der bürgerlichen Gesellschaft, in seiner Beschränktheit und geschwätzigen Trostlosigkeit im Kontrast erkennbar zu machen. Darin ist er gleichsam ein umgekehrter Fontane, denn er bemüht die Form des Konversationsromans dazu, die Perversion des gebildeten, humanen Gesprächs zum eitlen, leeren Gerede darzustellen. Auf der anderen Seite läßt Kornfeld nie einen Zweifel daran, daß der Traum von einer schönen Wirklichkeit keinen Bestand haben kann.Kornfelds erst posthum und spät, 1957, erschienener Roman gehört zu den wenigen Großwerken der deutschen Literatur dieses Jahrhunderts, in denen man sich verlieren kann, weil sie, mit Ernst Jünger, Einblick geben "in das Gefüge der Welt, mit Paradiesen und Höllen, mit Gipfeln und Abgründen", die dem unmittelbaren stofflichen Leserinteresse ebensoviel wie dem Kunstverstand bieten. Das Sentimentale setzt sich in hohe Kunst fort, bildet den Absprung in eine feinnervige dichterische Welt, daß man sich oft ins Universum Prousts versetzt glaubt.“

 

 

 

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Paul Kornfeld (11 dezember 1889 -  † januari 1943)

Geschreven door Romenu om 12:54 Reageer op dit bericht

Emily Dickinson, Jorge Semprún, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar

De Amerikaanse dichteres Emily Dickinson werd geboren op 10 december 1830 in Amherst, Massachusetts. Zie ook alle tags voor Emily Dickinson op dit blog.

 

 

I reason, Earth is short --

 

I reason, Earth is short --

And Anguish -- absolute --

And many hurt,

But, what of that?

 

I reason, we could die --

The best Vitality

Cannot excel Decay,

But, what of that?

 

I reason, that in Heaven --

Somehow, it will be even --

Some new Equation, given --

But, what of that?

 

 

 

Pain has an element of blank

 

Pain has an element of blank;
It cannot recollect
When it began, or if there was
A time when it was not.

 

It has no future but itself,
Its infinite realms contain
Its past, enlightened to perceive
New periods of pain.

 

 

 

Some things that fly there be --

 

Some things that fly there be --

Birds -- Hours -- the Bumblebee --

Of these no Elegy.

 

Some things that stay there be --

Grief -- Hills -- Eternity --

Nor this behooveth me.

 

There are that resting, rise.

Can I expound the skies?

How still the Riddle lies!

 

 

 

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Emily Dickinson (10 december 1830 – 15 mei 1886)

Op een t-shirt 

 

 

 


De Spaanse schrijver en politicus
Jorge Semprún Maura werd geboren in Madrid op 10 december 1923. Jorge Semprún overleed op 7 juni van dit jaar op 87-jarige leeftijd. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.

 

Uit: Die große Reise (Vertaald door Abelle Christaller)

 

"Es war der letzte Winter des Krieges, der kälteste Winter dieses Krieges, dessen Ausgang sich in Kälte und Schnee entschied. Die Deutschen waren durch eine große russische Offensive, die durch ganz Polen brandete, zurückgeschlagen worden und evakuierten, soweit die Zeit reichte, die in den polnischen Lagern angesammelten Gefangenen. Tagelang, wochenlang sahen wir in der Nähe von Weimar, im Buchenwald oberhalb von Weimar, die Evakuierungstransporte ankommen. Die polnischen Juden waren tagelang, bis zu zweihundert in einem Güterwagen zusammengepfercht und ohne Essen und Trinken gelassen, in der Kälte des Winters, dem kältesten dieses Krieges gereist. Wenn man im Lagerbahnhof die Schiebetüren öffnete, regte sich zunächst überhaupt nichts, die meisten Juden waren vor Kälte und Hunger stehend gestorben, man mußte die Wagen entladen, als bestünde ihre Fracht aus Holz, und die Leichen fielen stocksteif auf den Bahnhof, man warf sie auf Haufen und fuhr sie lastwagenweise zum Krematorium. Und doch gab es noch Überlebende und Sterbende...Eines Tages...entdeckten wir (in einem Wagen) plötzlich eine Gruppe jüdischer Kinder...Die SS-Männer machten zunächst etwas ratlose Gesichter, als wüssten sie nicht so recht, was sie mit den Kindern machen sollten, diesen etwa acht- bis zwölfjährigen Kindern, von denen manche freilich durch ihre entsetzlich mageren Körper und den Ausdruck ihrer Augen eher wie Greise erschienen...Ich erinnere mich noch, wie die Kinder sich umblickten, sie blickten die SS-Männer an, sie glaubten am Anfang wohl, man wolle sie nur zum Lager begleiten...Aber die SS-Männer ließen die Hunde los und begannen, mit Knüppeln auf die Kinder einzuschlagen...Bald blieben nur noch zwei von ihnen übrig, ein großer und ein kleiner...die SS-Männer brüllten hinter ihnen, auch die Hunde begannen zu brüllen, der Blutgeruch brachte sie außer sich, aber da hielt der größere der Jungen im Laufen inne und nahm die Hand des kleineren, der schon stolperte, und sie legten zusammen noch ein paar Meter zurück, die linke Hand des Jüngeren in der rechten des Älteren, bis die Knüppel auch sie niederstreckten und sie nebeneinander mit dem Gesicht zu Boden fielen, ihre Hände auf immer vereint."

 

 

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Jorge Semprún (10 december 1923 - 7 juni 2011)

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Nelly Sachs werd op 10 december 1891 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Nelly Sachs op dit blog.

 

 

Geschirmt

Geschirmt sind die Liebenden
unter dem zugemauerten Himmel.
Ein geheimes Element schafft ihnen Atem
und sie tragen die Steine in die Segnung
und alles was wächst
hat nur noch eine Heimat bei ihnen.

Geschirmt sind die Liebenden
und nur für sie schlagen noch die Nachtigallen
und sind nicht ausgestorben in der Taubheit
und des Waldes leise Legenden, die Rehe,
leiden in Sanftmut für sie.

Geschirmt sind die Liebenden
sie finden den versteckten Schmerz der Abendsonne
auf einem Weidenzweig blutend -
und üben in den Nächten lächelnd das Sterben,
den leisen Tod
mit allen Quellen, die in Sehnsucht rinnen

 

 

 

Kind

 

Kind
im Orkan des abschieds
stoßend mit der Zehen weißflammendem Gischt
gegen den brennenden Horizontenring
suchend den geheimen Ausweg des Todes.

Schon ohne Stimme - ausatmend Rauch -

Liegend wie das Meer
nur mit Tiefe darunter
reißend an der Vertauung
mit den Springwogen der Sehnsucht -

Kind
Kind
mit der Grablegung deines Hauptes
der Träume Samenkapsel
schwer geworden
in endlicher Ergebung
bereit anderes Land zu besäen.

Mit Augen
umgedreht zum Muttergrund -

 

 

 

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Nelly Sachs (10 december 1891 – 12 mei 1970)

 

 

 

 

 

De Duitse dichteres en schrijfster Gertrud Kolmar (pseudoniem van Gertrud Käthe Chodziesner) werd op 10 december 1894 in Berlijn geboren. Zie ook alle tags voor Gertrud Kolmar op dit blog.

 

 

Junilied

 

Meine Hand streicht übers Korn;
Silberblondes Rauschen weht:
Läute, läute, liebe Glocke,
Die in meinem Herzen geht.

Jauchze jedem frohen Tag
Wie der Vogelruf im Ried,
Decke alle heißen Tränen
Zu mit einem dunklen Lied.

All mein Tun in schönstem Klang,
Der sich liebem Freunde bringt -
Läute, läute, goldne Glocke,
Die mit meinem Leben schwingt!

 

 

 

 

Ich kehre müde heim zu später Stunde

 

Ich kehre müde heim zu später Stunde.
Die Straßen schimmerlos, verwölkt die Sterne,
Die Nächste weit, gespenstisch nah die Ferne
Und schreckhaft gellend das Gebell der Hunde.

Es sitz ein Haus geduckt am Himmelsgrunde
Im tiefen Bläulichgrau gleich schwarzem Kerne,
Ein goldenes Fenster bei sich als Laterne,
Durchspäht’s die nächtlich engbegrenzte Runde.

Rings Niemandsland an namenlosen Wegen.
So denkt ich denn, daß Deinem Dorf entgegen
Mit meinem Schuh das liebste Mädchen schreitet,

Daß heute die Pascher du beschleichen müßtest
Und, wie du droben dich zum Gange rüstest,
Dein Licht mich schaut, mir zustrebt und mich leitet.

 

 

 

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Gertrud Kolmar (10 december 1894 – (?) maart 1943)
Portret door Wolf Bertram Becker, 2009



 

Zie voor nog meer schrijvers van de 10e december ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:30 Reageer op dit bericht

Karl Heinrich Waggerl, Carolyn Kizer, Pierre Louÿs, Rumer Godden

De Oostenrijkse schrijver Karl Heinrich Waggerl werd geboren op 10 december 1897 in Bad Gastein. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.

 

Uit: Worüber das Christkind lächeln musste

 

“Als Josef mit Maria von Nazareth her unterwegs war, um in Bethlehem anzugeben, dass er von David abstamme, was die Obrigkeit so gut wie unsereins hätte wissen müssen, weil es ja längst geschrieben stand, - um jene Zeit also kam der Engel Gabriel heimlich noch einmal vom Himmel herab, um im Stall nach dem Rechten zu sehen. Es war sogar für einen Erzengel in seiner Erleuchtung schwer zu begreifen, warum es nun der allererbärmlichste Stall sein musste, in dem der Herr zur Welt kommen sollte, und seine Wiege nichts weiter als eine Futterkrippe.

Aber Gabriel wollte wenigstens noch den Winden gebieten, dass sie nicht gar zu grob durch die Ritzen pfiffen, und die Wolken am Himmel sollten nicht gleich wieder in Rührung zerfließen und das Kind mit ihren Tränen überschütten, und was das Licht in der Laterne betraf, so musste man ihm noch einmal einschärfen, nur bescheiden zu leuchten und nicht etwa zu blenden und zu glänzen wie der Weihnachtsstern.

Der Erzengel stöberte auch alles kleine Getier aus dem Stall, die Ameisen und die Spinnen und die Mäuse, es war nicht auszudenken, was geschehen konnte, wenn sich die Mutter Maria vielleicht vorzeitig über eine Maus entsetzte! Nur Esel und Ochs durften bleiben, der Esel, weil man ihn später für die Flucht nach Ägypten zur Hand haben musste, und der Ochs, weil er so riesengroß und so faul war, dass ihn alle Heerscharen des Himmels nicht hätten von der Stelle bringen können.

Zuletzt verteilte Gabriel noch eine Schar Engelchen im Stall herum auf den Dachsparren, es waren solche von der kleinen Art, die fast nur aus Kopf und Flügeln bestehen. Sie sollten ja auch bloß still sitzen und Acht haben und sogleich Bescheid sagen geben, wenn dem Kinde in seiner nackten Armut etwas Böses drohte. Noch ein Blick in die Runde, dann hob der Mächtige seine Schwingen und rauschte davon.”

  


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Karl Heinrich Waggerl (10 december 1897 – 4 november 1973)

Het Waggerl Haus in Wagrain

 

 

 

 

De Amerikaanse dichteres Carolyn Ashley Kizer werd geboren op 10 december 1925 in Spokane, Washington. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.
 

 

Parent's Pantoum

for Maxine Kumin

Where did these enormous children come from,
More ladylike than we have ever been?
Some of ours look older than we feel.
How did they appear in their long dresses

More ladylike than we have ever been?
But they moan about their aging more than we do,
In their fragile heels and long black dresses.
They say they admire our youthful spontaneity.

They moan about their aging more than we do,
A somber group--why don't they brighten up?
Though they say they admire our youthful spontaneity
The beg us to be dignified like them

As they ignore our pleas to brighten up.
Someday perhaps we'll capture their attention
Then we won't try to be dignified like them
Nor they to be so gently patronizing.

Someday perhaps we'll capture their attention.
Don't they know that we're supposed to be the stars?
Instead they are so gently patronizing.
It makes us feel like children--second-childish?

Perhaps we're too accustomed to be stars.
The famous flowers glowing in the garden,
So now we pout like children. Second-childish?
Quaint fragments of forgotten history?

Our daughters stroll together in the garden,
Chatting of news we've chosen to ignore,
Pausing to toss us morsels of their history,
Not questions to which only we know answers.

Eyes closed to news we've chosen to ignore,
We'd rather excavate old memories,
Disdaining age, ignoring pain, avoiding mirrors.
Why do they never listen to our stories?

Because they hate to excavate old memories
They don't believe our stories have an end.
They don't ask questions because they dread the answers.
They don't see that we've become their mirrors,

We offspring of our enormous children.

 

 

 

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Carolyn Kizer (Spokane, 10 december 1925)
 

 

 

 

 

De Franse dichter en schrijver Pierre Louÿs werd geboren op 10 december 1870 in Gent. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.
 

 

Ouvre sur moi tes yeux si tristes...

 

Ouvre sur moi tes yeux si tristes et si tendres,
Miroirs de mon étoile, asiles éclairés,
Tes yeux plus solennels de se voir adorés,
Temples où le silence est le secret d'entendre.

Quelle île nous conçut des strophes de la mer?
Onde où l'onde s'enroule à la houle d'une onde,
Les vagues de nos soirs expirent sur le monde
Et regonflent en nous leurs eaux couleur de chair.

Un souffle d'île heureuse et de santal soulève
Tes cheveux, innombrables ailes, et nous fuit
De la nuit à la rose, arôme, dans la nuit,
Par delà ton sein double et pur, Delphes du rêve.

Parle. Ta voix s'incline avec ta bouche. Un dieu
Lui murmure les mots de la mélancolie
Hâtive d'être aimée autant qu'elle est jolie
Et qui dans les ferveurs sent frémir les adieux.

Ta voix, c'est le soupir d'une enfance perdue.
C'est ta fragilité qui vibre de mourir.
C'est ta chair qui, toujours plus fière de fleurir,
Toujours se croit dans l'ombre à demi descendue.

Enlaçons-nous. Le vent vertigineux des jours
Arrache la corolle avant la feuille morte.
Le vent qui tourne autour de la vie et l'emporte
Sans vaincre nos désirs peut rompre nos amours.

Et s'il veut nous ravir à la vertu d'éclore,
Que nous restera-t-il de ce jour surhumain?
La fièvre du front lourd, trop lourd pour une main,
Et le songe, qui meurt brusquement à l'aurore.

 

 

  

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Pierre Louÿs (10 december 1870 – 6 juni 1925)

 

 

 

 

De Engelse schrijfster Margaret Rumer Godden werd geboren op 10 december 1907 in Eastbourne, East Sussex. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.
 

Uit: A Time to Dance, No Time to Weep

 

„Some things are a pleasure to buy. I went to the pottery shops and chose deep blue cups and saucers, plates, dishes and bowls in the cheap Kashmiri pottery that is made in strong native colours, blue, yellow, green or brown. I bought Kashmiri numdahs [rugs], pale fawn with white edges, and, for curtains, hand-printed khuddha – Indian cotton cloth – with small designs in yellow and black of stylised flowers on cream; they would be lined with pink to match the three-bears Cantonese enamel bowls. ... For lights I still had the oil lamps I had bought for very little in the Thieves Bazaar in Calcutta to take to Jinglam, and also, my one extravagance, a papier-mâché lamp, golden, painted with kingfishers in deep rich colours. There had been, almost unbelievably, six pounds left over from the three hundred. I should have kept it for emergencies, but I spent it entirely on the lamp, ninety-six rupees. "What is the difference in it to cost all that?" ... I touched the lamp – it was a pleasure to touch its sheen – "This is made of hand-made paper from a village that has made it for generations. It is pulped and moulded by hand and painted with colours ground from semi-precious stones; the blue is lapis lazuli, the pink, carnelian, the gold, real gold leaf. Its painting is so fine it takes two weeks to do one lamp, the pattern is traditional, and after it is painted, it is lacquered with a lacquer of amber and oil. It will last longer than I shall."

 

 

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Rumer Godden (10 december 1907 – 8 november 1998)

Geschreven door Romenu om 19:23 Reageer op dit bericht

Jacquelyn Mitchard, Thomas Lux, Clarice Lispector, Ara Baliozian, Christine Brückner

De Amerikaanse schrijfster Jacquelyn Mitchard werd geboren in Chicago, Illinois, op 10 december 1951. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.

 

Uit: Second Nature

 

“This is what I know.

My father stood in the center aisle of the Lady Chapel—that hunched, hexed little building he hated as a father and as a firefighter— under the lowering band of sooty, mean-colored smoke, and he looked right at me. He understood what had happened to me, and although he couldn’t tell me then, he was still happy. He thought I was one of the lucky ones.

I was.

This is what I remember.

There were fifty of us in the Lady Chapel that late afternoon, December 20, the shortest day of the year. Inside, in winter, it was always about as warm and bright as an igloo. Wearing our coats and mittens as we sang “O Come, O Come, Emmanuel,” we could see our breath.

As a place of worship and a historic structure, the Lady Chapel was exempt from all the building codes and conformed to none of them, which was why Dad despised the very sight of it. The mahogany pews, each with a different intricate carving, massaged for seventy years with layers of flammable polish, were nothing but tinder to him. Raw and reckless new structures, when they burned, were flimsy as tents. But the old chapel had stone walls a foot thick and had been reroofed so many times that Dad said that it could have withstood a phosphorus bomb.

It didn’t take anything as potent as a bomb, only a small candle in a small draft.

That day, just as the choirmaster, Mr. Treadwell, brought together his fingertips and held them up to his delicate cheekbones, twinkly as a ballerina (looking back, I think Mr. Treadwell was twinkly all the

time, what my mother called “a confirmed bachelor”), first one and then the other Christmas tree on either side of the altar went up like ten-foot sparklers. A few kids simply stood, flat-footed and amazed, as though the pyrotechnics were some sort of holiday surprise. I knew better than to think that, even for a second.”

 

 

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Jacquelyn Mitchard (Chicago, 10 december 1951)

 

 

 

 

De Amerikaanse dichter Thomas Lux werd geboren op 10 december 1946 in Northampton, Massachusetts. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.

 

 

Motel Seedy

 

The artisans of this room, who designed the lamp base
(a huge red slug with a hole
where its heart should be) or chose this print
of a butterscotch sunset,
must have been abused in art class
as children, forced to fingerpaint
with a nose, or a tongue. To put this color
green--exhausted grave grass--to cinder blocks
takes an understanding of loneliness
and/or institutions that terrifies.
It would seem not smart to create
a color scheme in a motel room
that's likely to cause impotence in men
and open sores in women,
but that's what this puce bedspread
with its warty, ratty tufts could do. It complements
the towels, torn and holding awful secrets
like the sail on a life raft
loaded with blackened, half-eaten corpses . . .
I think I owned this desk once, I think
this chair is where I sat
with the Help Wanted ads spread and wobbling
before me as I looked for jobs
to lead me upward: to rooms
like this, in America, where I dreamed
I lived . . . Do I deprive tonight
the beautician and her lover,
a shower-head salesman, of this room?
He is so seldom in town.
I felt by their glance in the hallway
that my room, no. 17, means
something (don't ask me to explain this) special
to them. Maybe they fell fiercely
into each other here for the first time,
maybe there was a passion preternatural. I'm glad
this room, so ugly, has known some love
at $19.00 double occupancy--
though not tonight, for a dollar fifty less.

 

 

 

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Thomas Lux (Northampton, 10 december 1946)

 

 

 

 

 

De Braziliaanse schrijfster Clarice Lispector werd geboren op 10 december 1925 in Podolia (Oekraïne). Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010.

 

Uit: Água Viva (Vertaald door Andrea)

 

“The sunflower is the great child of the sun. Both turn their huge corolla towards their creator. It doesn’t matter if it is mother or father. I do not know. Is the sunflower male or female? I think male.

 

The violet is introverted and her insight is profound. They say she hides herself out of modesty. This is not the case. She hides to capture her own secret. Her barely sensible scent is of muggy glory but demands too much of those who seek her. She doesn’t shout out loud her perfume. Violet speaks with lightness what no-one else can say.

 

The evergreen is always dead. Its dryness tends towards eternity. The name in Greek means: golden sun.

 

The daisy is a jolly little flower. She is simple and down to earth. She has only one layer of petals. The center is a child’s playful joke.

 

The gorgeous orchid is exquisite and dislikable. She is not spontaneous. Requires glass cover. But she is a splendid woman and that cannot be denied. Nor can you deny that she is noble because she is an epiphyte. Epiphytes are born on other plants but don’t take away their nutrition. In fact I was lying when I said she is dislikable. I adore orchids. They are born artificial, already born as works of art.

 

The tulip is tulip only in Holland. A single tulip simply is not. She needs the open field to be tulip.

 

The cornflower only can live among the wheat. In her humility she has the audacity to appear in various shapes and colors. The cornflower is biblical. In Spanish nativity scenes she is not separated from the wheat. She is a small beating heart.

 

 

 

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Clarice Lispector (10 december 1925 – 9 december 1977)

 

 

 

 

 

De Armeense schrijver Ara Baliozian werd geboren op 10 december 1936 in Athene. Zie ook alle tags voor Ara Baliozian op dit blog.

 

Uit: Pages From My Diary, 1986-1995

 

„It is a mistake to name our schools after millionaires because it sets our children a bad example. Since every illiterate may become a millionaire, a child may be justified in thinking that he doesn't have to bother with arithmetic and spelling because when he grows up he will be a millionaire; and as everyone knows, a millionaire can always hire a secretary and an accountant (who are a dime a dozen) who will handle both his spelling and arithmetic.
If the choice is between schools that bear a millionaire's name and no school at all: then let us at least have the decency to explain to our children that our hands are tied and that the name of the school is a matter of necessity rather than free choice,and that financial profit and the accumulation of wealth are not the noblest and most admirable pursuits in life.

So much valuable time is wasted in life to prove to morons that you are not a moron.

Loyal, dependable reliable: I loathe these terms. Superiors use them to describe those they exploit. I have worked for a large variety of employers none of whom was, and for that matter, cared to be, loyal, dependable, and reliable. Loyal to profit, yes. Loyal to their employees, certainly not. Loyal to principles and ideals—don't make me laugh.

The two supreme aims of American behavioral sciences: (i) How to make workers more productive; and (ii) How to make consumers more greedy. Understand this and you will understand many other facets of American life.

Thomas Carlyle: "I do not believe in the collective wisdom of individual ignorance."

Will anyone ever brag that he studied political science in Beirut, literary criticism in Teheran, historiography in Ankara, and architecture in Yerevan?

There are people whose only talent consists in being consistently wrong, and they are the very same people who insist on telling others what to think.“

 

 

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Ara Baliozian (Athene, 10 december 1936)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Christine Brückner werd geboren op 10 december 1921 in Schmillinghausen bij Bad Arolsen in Hessen. Zie ook mijn blog van 10 december 2008 en ook mijn blog van 10 december 2009 en ook mijn blog van 10 december 2010..

 

Uit: Jauche und Levkojen

 

„Suchen Sie Dramburg, immerhin eine Kreisstadt (poln. Drawsko), an der Drage gelegen, die Einwohnerzahl unter zehntausend. Etwa 30 Kilometer südwestlich von Dramburg liegt Arnswalde (poln. Choszczno), kaum größer als Dram­burg, ebenfalls eine Kreisstadt; südöstlich in etwa derselben Entfernung dann Deutsch Krone (poln. Walcz), nicht mehr Hinterpommern, sondern bereits Westpreußen, Teil des ehe­maligen Königreiches Polen, gleichfalls eine Kreisstadt. Wenn Sie nun diese drei Städtchen durch drei Geraden miteinander verbinden, entsteht ein leidlich rechtwinkliges Dreieck. Wenn Sie die geometrische Mitte dieses Städte-Dreiecks ausmachen, stoßen Sie auf Poenichen. Gut Poenichen und gleichnamiges Dorf Poenichen, 187 Seelen, davon 22 zur Zeit im Krieg. Die beiden Seen, von einem einfallslosen Vorfahren >großer Poe­nichen< und >Blaupfuhl< genannt, nördlich davon die Poeni­cher Heide. Ein Areal von reichlich zehntausend Morgen. >Pommersche Streubüchse< von den einen, >Pommersche Seenplatte< von den anderen genannt, beides zutreffend; seit fast dreihundert Jahren im Besitz der Quindts.
Die Geburt des Kindes war, wie bei allen diesen Front­urlauberkindern, nahezu auf den Tag genau festgelegt. Man starrte der jungen Baronin vom ersten Tage an ungeniert auf den Bauch, sobald sie das Haus verließ. Wenn sie ausreiten wollte, sagte Riepe: »Die Frau Baronin sollten aber vorsichtig sein und nur einen leichten Trab einschlagen.« Daraufhin warf sie ihm einen ihrer hellen, zornigen Blicke zu und gab dem Pferd die Sporen.
Zum zweiten Frühstück kochte ihr Anna Riepe eine große Tasse Bouillon. »Das wird der Frau Baronin in ihrem Zu­stand guttun! « Jede Suppe kostete einer Taube das Leben. Der Taubenschlag leerte sich zusehends. Es wurde Frühling, dann Frühsommer: Im Schafstall blökten die neugeborenen Lämmer, auf dem Dorfanger führten die Gänse ihre Gösseln aus, auf dem Gutshof suhlten sich neben der dampfenden Dungstätte die Sauen in der Sonne, an ihren Zitzen hingen schmatzend die Ferkel in Zweierreihen, auf der Koppel stan­den die Fohlen am Euter der Stuten, und auf dem Rondell vorm Haus lag Dinah, die Hündin, und säugte ihre fünf Jun­gen.“

 

 

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Christine Brückner (10 december 1921 – 21 december 1996)
Hier met haar man Otto Heinrich Kühner

Geschreven door Romenu om 19:18 Reageer op dit bericht

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