Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 13 april 2012 tot 14 april 2012

Alexandre Jardin, Roman Graf, Tjitse Hofman, Péter Esterházy, Landolf Scherzer, Gabriele Stötzer

De Franse schrijver Alexandre Jardin werd geboren in Neuilly op 14 april 1965. Zie ook alle tags voor Alexandre Jardin op dit blog.


Uit:
Autobiographie d'un amour

“„Dans l'avion, j'ai rencontré une femme ridicule, trop parfumée, qui vous aurait fait sourire, le genre de petite Blanche incapable d'accepter l'évidence, attachée à sa première idée, vous voyez ? Une rombière un peu limitée, un rien venimeuse, tranquillement raciste, étriquée...
Le ton d'abord railleur puis teinté de mépris dont il venait d'user ne donnait guère envie d'être associé à cette passagère ; et soudain, après un silence où Jeanne put se pénétrer de l'idée que cette femme boursouflée de médisance incarnait tous les clichés du colon hébridais, il ajouta :
- Elle était persuadée que j'étais Alexandre. Ils se connaissaient, je crois... Mme Lebranche.
- Oui, fit-elle, la femme du docteur Lebranche.
L'espace de quelques secondes, par son air entendu, Jeanne venait d'accepter qu'il fût bien Octave, sans qu'elle eût même noté la manoeuvre dont elle venait d'être l'objet. Puis, dans une brusque volte-face qui détruisait apparemment l'acquis de cette première feinte, l'homme demanda à Jeanne :
- Maintenant, si je vous dis que je suis Alexandre, vous me croyez ?
Déroutée, Jeanne resta muette, privée de toute pensée suivie ; enfin elle répliqua avec une assurance qui disait simplement son sentiment véritable :
- Non, vous n'êtes pas Alexandre.
- Pourtant je pourrais être lui. Tout le laisse même supposer. Il n'est pas là, j'y suis. Notre ressemblance extrême va jusqu'à notre voix, n'est -ce pas ? D'ailleurs je sais que la police anglaise pense que je suis lui.
- Pas moi.
- Ne me dites pas qu'il y a des choses qu'une femme sent, vous me décevriez... Sortez-moi quelque chose qui soit digne de vous.“


1135174-9865755163f02f8228700521ed22242c.jpg
Alexandre Jardin (Neuilly, 14 april 1965)





De Zwitserse dichter en schrijver
Roman Graf werd geboren geboren op 14 april 1978 in Winterthur, Zwitserland. Zie ook alle tags voor Roman Graf op dit blog.



Großvater
I

Großvater, du schläfst im Schatten
unter den Birken
die Blätter rauschen tief

Vater, du nimmst Zweige für die Besen
ein Krächzen geht durch den Garten
die Spatzen fliegen fort

ich schnitze Waffen neben dem Rasen
die Schweizer Armee kämpft mit Taschenmessern
die Späne sind weiß

Großvater, du erzählst mir Geschichten
von Tell und Gessler in einer Gasse
auch unsere Pfeile fliegen

Tell rettet später ein Kind
aus den Wogen des wilden Bergbaches
er selber ertrinkt


Großvater, ich schlafe im Schatten
unter den Birken
deine Geschichten rauschen so tief




1135182-5a81c0ab0e56c91d7b3f9116902af689.jpg
Roman Graf (Winterthur, 14 april 1978)





De Nederlandse dichter
Tjitse Hofman werd geboren in Assen op 14 april 1974. Zie ook alle tags voor Tjitse Hofman op dit blog.



Om er nog even op terug te komen


Toen je me belde
stond ik op het punt
de deur uit te gaan
met in mijn hand
een doormidden
gesneden goudreinet

Zij die me
buiten het dorp
altijd opwacht
stond met
haar kont
naar me toe

Ze bemerkte
me al van verre
haar zware lijf
is een mysterie
de aarde trilt
wanneer ze
aan komt draven

Haar lippen
grepen de appel
van mijn handpalm
ik hou van die aanraking
meestal verklaar ik me
pas op dat moment
voor wakker.



1135174-c464198394bf8ea5366353e5904378ec.jpg

Tjitse Hofman (Assen, 14 april 1974)





De Hongaarse schrijver
Graaf Péter Esterházy van Galántha werd geboren in Boedapest op 14 april 1950.
Zie ook alle tags voor Péter Esterházy op dit blog.


Uit:
Celestial Harmonies (Vertaald door Judy Sollosy)


We felt that there was a mystery behind our attitude to poverty, that something was not right. For all practical purposes - this is how we saw it - we were poor, and our clothes shabby. (For years we thought that children's clothes were used to begin with, that there's no such thing as new clothes). We didn't go on vacation, the rugs were threadbare, meat was a rarety, and chicken rarer still - but we never thought of this. But no, that's not how it was. We didn't even see this poverty. For one thing, they hid it from us, our mother hid it from us, and for another, we had everything we needed, which must have meant that what we had we looked upon as everything. Our father did not concern himself with it, we were not aware of it, while the balance was provided by our mother who would not have liked the moral whatnot that comes with poverty go to waste. If she's working like a beast of burden, people should at least feel sorry for her. Or possibly, she wanted even less: since she's working like a beast of burden, at least. If.

Still, there were indications that in practice this poverty was resting on shaky foundations. The cooking, for instance! It was poor, but how poor! Let's not beat about the bush. Our mother remained a slave to hors-d'oeuvres, even in our forced resettlement. Of course, we denied this hors-d'oeuvre business in front of our classmates. Why get involved in hopeless explanations? “



1135174-b1aa46c2c20a94d18ba7e47976317f4d.jpg

Péter Esterházy (Boedapest, 14 april 1950)





De Duitse schrijver
Landolf Scherzer werd geboren op 14 april 1941 in Dresden.
Zie ook alle tags voor Landolf Scherzer op dit blog.


Uit:
Urlaub für rote Engel: Reportagen


„Die Leute, mit denen ich sprach, stöhnten fast alle wegen der Hitze in den vieläugigen Betonbauten älterer und neuerer Art an der Peripherie von Suhl. Über 30 Grad Außentemperaturen. Und Beton heizt sich auf. In diesen Neubaugebieten erhielt die PDS bei den letzten Kommunalwahlen die
meisten Stimmen, auf dem Friedberg über 50 Prozent. Insgesamt machten 29,6 Prozent der Suhler die PDS zur stärksten der Parteien. Durch Volkes Wille erhielt die 14 Stadträte im Parlament, die CDU 13, die SPD 10, das Neue Forum 3 und die Freie Wählergemeinschaft 2. Doch die war so frei,
sich sofort der CDU-Fraktion anzuschließen und deren „führende Rolle“ wiederherzustellen.
Nach der konstituierenden Sitzung erschien in den hiesigen Zeitungen das Foto von der Vereidigung des alten und neuen CDU-OB Martin Kummer. Eine füllige Frau mit kurzen Haaren, Brille und einem dunklen weißgeblümten Kleid lässt den OB die Eidesformel sprechen: die 66-jährige Rentnerin
Barbara Brenner (PDS) ….“



1135186-9a64aac4cb58aef776a303b193e1ff10.jpg
Landolf Scherzer (Dresden, 14 april 1941)





De Duitse schrijfster
Gabriele Stötzer werd geboren op 14 april 1953 in Emleben inThüringen in de toenmalige DDR.
Zie ook alle tags voor Gabriele Stötzer op dit blog.


Uit:
erfurter roulette


„es macht sich was leichtes in mir los. etwas von früher etwas kindliches. es geht so gegen die alltagsgedanken der depression vor. etwa nachzudenken wie ich betrogen worden bin von der und von der und wie mich die anderen dazu brachten es weiterzuzulassen für die anderen zu sorgen. ich voll sorgen für die anderen. ich einmal sorgenlos so ein komisches wort wie es sich in meinen kopf schiebt. Leichtigkeit wenn ich aufwache daß ich gleich in die sonne steigen könnte und nicht diese dumpfen gefühle im bauch trage die ein ausdruck dieser stadt sind die ich jedesmal spüre wenn ich von außerhalb wiederkehre. in die stadt die meine entwürdigung ist. ich stehe unter den großen türmen. romanisch gotisch greifen sie in die luft als ob sie den himmel dirigieren könnten. mittelalter spitzgedrungen teufelsfratzen hörner wollen höher hinaus. ich sehe mein gesicht im spiegel. widderkonturen zeichnen sich ab. eine zertrümmerte nase immer mit dem kopf gegen die wand und manchmal hindurch im sinne von hinein.“


1135174-83259aa6e02da832fd0aded169648c3f.jpg
Gabriele Stötzer (Emleben, 14 april 1953)




Zie voor nog meer schrijvers van de 14e april ook
mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 19:03 Reageer op dit bericht

Charles Lewinsky, Martin Kessel, Roberto Schopflocher, Helene Hübener, Gerhard Rohlfs

De Zwitserse schrijver en draaiboekauteur Charles Lewinsky werd geboren op 14 april 1946 in Zürich. Zie ook alle tags voor Charles Lewinsky op dit blog.

 

Uit: Gerron

 

“Er war nett zu mir, und das macht mir Angst. Er hat mich nicht angeschrien, was normal gewesen ware, sondern war hoflich. Ein Tonfall, als ob er mich siezen wurde.

Er hat mich nicht gesiezt, das ware ihm nicht in den Sinn ge‑kommen, aber er hat meinen Namen gewusst. ≪Du, Gerron≫, hat er zu mir gesagt und nicht ≪Du, Jud≫.

Es ist gefahrlich, wenn ein Mann wie Rahm deinen Namen kennt.

≪Du, Gerron≫, hat er gesagt, ≪ich habe einen Auftrag fur dich. Du wirst einen Film fur mich drehen.≫

Einen Film.

Er will etwas Privates, habe ich zuerst gedacht, einen Film uber sich selber. Der liebende Vater Karl Rahm mit seinen drei Kindern. Der Herr Obersturmfuhrer als Mensch verkleidet. Etwas in der Art.

Was er an seine Familie in Klosterneuburg schicken kann.

Ja, wir wissen, wie viele Kinder er hat. Wir wissen, wo er herkommt. Wir wissen alles uber ihn. So wie arme Sunder alles uber Gott wissen. Oder uber den Teufel.

Die Ufa, das hat mir Otto erzahlt, dreht jedes Jahr einen Film zum Lob von Joseph Goebbels. Immer zu seinem Geburtstag. Sie schicken ihm einen ihrer Stars, den Ruhmann zum Beispiel, der macht was Niedliches mit den Goebbelsschen Kindern, und damit schleimen sie sich beim Herrn Propagandaminister ein.

So etwas, habe ich mir vorgestellt, will jetzt auch der Rahm. Das ware kein Problem gewesen. Nicht in meiner Lage.

Aber Rahm denkt groser. Der Herr Obersturmfuhrer hat andere Plane.

≪Hor zu, Gerron≫, hat er gesagt. ≪Ich hab mal einen Film von dir gesehen. Ich weis nicht mehr, wie er hies, aber er hat mir gefallen. Du kannst was. Das ist das Schone an Theresienstadt: Hier sind

eine Menge Leute, die was konnen. Ihr spielt ja auch Theater und so. Und jetzt will ich eben einen Film.≫

 

 

 1135170-90716091b44b9cbac363c06a2057d247.jpg

Charles Lewinsky (Zürich, 14 april 1946)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Martin Kessel (eig. Hans Brühl) werd geboren op 14 april 1901 in Plauen (Vogtland). Zie ook alle tags voor Martin Kessel op dit blog.

 

 

Hochspannung

 

Meine Erlebniszentrale wittert Hochdruck.
Weit in die Ferne steh ich den Winden bereit,
Drehstrom der Erde, ausstrahlender Leib,
Ruf in den Motor: Treib mich, treib!
Städte schießen Türme zur Lichthelligkeit
Hoch über Plätze, hoch über Plätze.
Menschen! In Wolken sind sonnige Schätze,
In Bergwerksadern glitzern steinerne Wälder,
Schicht auf Schicht und Wiese über Wiese,
Der Mond wird schwach, ein Leichenbehälter,
Tag bis in die Nacht, Tag du Riese!
Und Straßen tanzen an Gebäuden entlang,
Mein Geist, der einst vergeblich mit den Steinen rang,
Besteigt in schnellerem Spurt die Weltspirale;
Und tief durch die Qual und höher zum schaffenden Blick
Und zur Wage, der herrlichen, schwankend im Ichgeschick.
Hochdruck wittert meine Erlebniszentrale.
Himmel stürz heran, Fassung brich:
Du Erdteil im Punkt, Weltstadt, verbrauche mich!

 

 

 1135170-c5d1602aad25eac30fe7615e26386292.jpg

Martin Kessel (14 april 1901 – 14 april 1990)

Plauen, oude markt

 

 

 

 

De Duits-Argentijnse schrijver Roberto Schopflocher werd geboren op 14 april 1923 in Fürth. Zie ook alle tags voor Roberto Schopflocher op dit blog.

 

Uit: Elvira Acosta und ihre Gespenster

 

„Eines Tages erhielt Felipa den Besuch von Doña Ana Trigueros Barragán, der Gattin des Ratsherrn Juan de Vergara. Schon zwei Mal hatte die ihre Visite angekündigt und unter dürftigen Begründungen wieder abgesagt. Dass sie ihrer gesellschaftlichen Pflicht endlich nachkam, geschah zweifelsohne unter dem Druck ihres umsichtigen Gemahls, der dem Agenten des Fernkaufmanns aus Lima, Don Manuel Bautista Pérez eine Botschaft besonderer Art zustellen wollte. So segelte die Dame eines Tages vor den Augen der halben Stadt den erst unlängst gepflasterten Bürgersteig entlang, gefolgt von einer jungen Schwarzen, die den Sonnenschirm über sie hielt.
Schon seit Jahren lag sie ihrem Mann in den Ohren, er möge ihr endlich eine Sänfte besorgen, wie sie die Damen der Gesellschaft Limas benutzen, um nicht mit dem Straßenkot in Berührung zu kommen. Bisher vergeblich! Was den Damen der Residenzstadt erlaubt sei, zieme sich noch lange nicht für die in Buenos Ayres ansässigen. Huldvoll erwiderte sie die Grüße der Nachbarinnen: eine stattliche Matrone, die stolz war auf ihre Reinblütigkeit, auf ihre römisch-katholisch apostolische Religion, ihre, wie sie behauptete, westgotische Herkunft und auf ihren schneeweißen Teint. Dabei war nicht zu übersehen, dass sich der Schmelz ihrer mediterranen Schönheit bereits in Auflösung befand, dass ihre Muskeln erschlafft waren und ihr Hinterteil einen monumentalen Umfang aufwies. Gegen diese Alterserscheinungen vermochten weder ihre aus Sevilla importierte Garderobe, noch ihre Ringe, Medaillons oder die mehrreihige Perlenkette etwas auszurichten.“

 

 

 1135170-37c5dc73494504f9f65eabb54eff4c95.jpg

Roberto Schopflocher (Fürth, 14 april 1923)

 

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Helene Hübener werd geboren op 14 april 1843 in Sternberg. Zie ook alle tags voor Helene Hübner op dit blog.

 

Uit:Die Familie Stark

 

„Rika hob die ernsten braunen Augen zu der jungen Schwester auf und sagte langsam: „Freilich freue ich mich auch, ich kann’s nur nicht so äußern; die Menschen sind eben verschieden.“ Nach diesen Worten beugte sie das melancholische Gesicht wieder über ihre Arbeit, während Olga sich zu Elvira setzte und ihr vorplauderte.

Sie erzählte von dem Eisvergnügen, von bekannten Mädchen aus dem großen Dorf, die sie getroffen,

besonders von ihrer Freundin, Oberförsters Mariechen, die sie begrüßt hatte. Plötzlich warf sie sich in

ihrer Lebhaftigkeit auf Elvira und rief: „Nun aber muss ich dir etwas erzähl–“

Elvira stieß einen kurzen Schmerzensschrei aus, während Rika warnend den Finger erhob und in vorwurfsvollem Ton sagte: „Aber Olga, wie kannst du so ungestüm sein, du weißt doch –“

Olga fuhr erschrocken zurück und rief in verändertem, klagenden Ton: „Vira, habe ich dir weh getan? Sei mir nicht böse.“

„Nein, Schwesterchen, niemals. Ich kann ja nichts dafür, dass ich so gebrechlich bin.“

„Aber ich, dass ich’s immer vergesse“, rief Olga, während Rikas Wangen sich höher färbten und sie in fast strengem Ton sagte: „Du musst daran denken, Olga, du bist siebzehn Jahre, es wird Zeit, dass du dein ungestümes Wesen ablegst.“ Olga sah beschämt zu Boden.

Es trat eine augenblickliche Stille ein. Wir benutzen sie, um uns die drei Mädchen ein wenig näher anzusehen. Rika, die stille, ernste Jungfrau, schien hoch in den zwanziger Jahren zu sein, während Elvira mit dem lieblichen, blassen Gesicht, den tiefblauen Augen und dem üppigen, blonden Haarwuchs eben das neunzehnte Jahr vollendet hatte.“

 

 

 1135170-2f5cef6899026ad4ed62acbff3d7381c.jpg

Helene Hübener (14 april 1843 – 5 juni 1918)

Sternberg, stadsmuur

 

 

 

 

De Duitse schrijver en Afrikareiziger Gerhard Rohlfs werd geboren op 14 april 1831 in Vegesack bij Bremen. Zie ook alle tags voor Gerhard Rohlfs op dit blog.

 

Uit: Mein erster Aufenthalt in Marokko und Reise südlich vom Atlas durch die Oasen Draa und Tafilet

 

„Freilich ist die Küste gar nicht so einförmig, wie sie sich in einer Entfernung von circa dreissig Seemeilen ausnimmt, welche Entfernung wir gewöhnlich hielten, auch konnte man deutlich manchmal Wald und Buschwerk unterscheiden; aber das belebende Element fehlt, kein Dorf, kein Städtchen ist zu erblicken, höchstens die einsame Kuppel des Grabmals irgend eines Heiligen sagt dem Vorbeifahrenden, dass auch dort an der Küste Menschen hausen.

Hätte nicht Spanien einige befestigte Punkte, Strafanstalten, an dieser Küste, sie würde vollkommen unbewohnt erscheinen. Alhucemas, Pegnon de Velez bekamen wir nach einander von ferne zu sehen, als einzige Zeichen von Menschenbauten. Denn wenn auch die Rifbewohner einige Dörfer an der Küste haben, so sind diese doch so versteckt angelegt, dass sie sich dem Auge des Vorbeifahrenden entziehen. Der Seeräuber scheut das Licht, er muss Schlupfwinkel haben, und die in unmittelbarer Nähe des Mittelmeers wohnenden Rifi sind nichts Anderes als Seeräuber, und zwar der schlimmsten Art. Freilich wagen sie sich heute nicht mehr aufs offene Meer, haben dazu auch weder passende Fahrzeuge noch genügende Waffen, aber wehe dem Schiffe, das an ihrer Küste scheitert, wehe dem Boote, welches der Sturm in eine ihrer Buchten treiben sollte.“

 

 

 1135170-4df2d2961e86fb7a7331f1e91edf811b.jpg

Gerhard Rohlfs (14 april 1831 – 2 juni 1896)

Geschreven door Romenu om 18:49 Reageer op dit bericht

Nachoem Wijnberg, Saskia Noort, Jean-Marie Gustave Le Clézio, Samuel Beckett

De Nederlandse dichter en schrijver Nachoem Mesoelam Wijnberg werd geboren in Amsterdam op 13 april 1961. Zie ook alle tags voor Nachoem Wijnberg op dit blog.

 

 

Parijsliedje

 

Het is koud en oud,
als een park in Parijs,
de hoofdstad van Frankrijk.

Ik wil in bed liggen
met iemand die lange tijd
over hetzelfde na kan denken.

Wat er bijna is,
de maan boven een veld,
een liedje ver weg.

Tegenovergesteld
aan wat beloftes terugneemt
die niet gedaan zijn.

Waarom ik vraag,
wat te veel is laten zijn
alsof het er bijna is.

 

 

 

 

Vogelmeisje

 

Vroeg in de ochtend
ontmoette ik het vogelmeisje.

‘Waarom ben je zo bedroefd?’
vroeg ik aan haar of zij aan mij.

‘Omdat wie mij zoekt
komt als ik er niet ben

en schreeuwt en huilt
omdat ik niet te vinden ben;

ik kan het niet horen
en het maakt mij bedroefd.’

Neergelegd
staat het meisje op
(laat mij maar eerst
opstaan, ik ken de weg).

 

 

 

 1134538-0a1c71b7115d2c6163086d8393ab92d8.jpg

Nachoem Wijnberg (Amsterdam, 13 april 1961)

Met kamervoorzitter Gerdi Verbeet bij de uitreiking van de VSB Poezieprijs 2009

 

 

 


De Nederlandse schrijfster, freelance journaliste en columniste
Saskia Noort werd geboren in Bergen op 13 april 1967. Zie ook alle tags voor Saskia Noort op dit blog.

 

Uit: De eetclub

 

“Bevend probeerde ik de sleutel in het slot te steken, en toen dat niet lukte, nam Simon het over. We grinnikten om ons gestuntel en gewaggel en ik stamelde wat over Michel, hoe zat hij was, terwijl Simon mijn haren begon te strelen, zijn wijsvinger onder mijn kin legde en me kuste”
Dit fragment heb ik gekozen, omdat ik vind dat dit heel goed het aspect van de emoties weergeeft. Door de gedetailleerde schrijfstijl, kan je de spanning en romantiek tussen de twee echt voelen.

(...)

 

“Mijn bijdrage bestond uit zalmmousse en twee appeltaarten, die nu op tafel stonden naast de schalen met knapperig stokbrood, brokken roquefort en boerenbrie, rivier kreeftjessalade, een mand vol hotdogs voor de kinderen en een hele verzameling knijpkanjers curry, mayo, mosterd, ketchup én Americain fritessaus. We konden zo in de ‘Living’, constateerde Angela trots.”
In dit fragment wordt naar mijn mening door Noort iets teveel haar best gedaan om de welvaart en oppervlakkigheid te benadrukken van de stellen. Met een beknoptere omschrijving, kan ze het ook allang af. Uit het gehele verhaal vallen deze twee factoren namelijk ook al heel goed op te maken.”

 

 

 1134538-3eb610cdb5d2012bffe5497f5b40ea13.jpg

Saskia Noort (Bergen, 13 april 1967)

 

 

 

 

De Franse schrijver Jean-Marie Gustave Le Clézio werd geboren op 13 april 1940 in Nice. Zie ook alle tags voor Jean-Marie Gustave Le Clézio op dit blog. 

 

Uit: Der Afrikaner (Vertaald door Uli Wittmann)

 

„Wenn man den Garten (der durch einen Wall aus dichtem Buschwerk und nicht durch eine beschnittene Hecke begrenzt war) vor dem Haus in Ogoja hinter sich ließ, begann die weite Grasebene, die bis an die Aiya reichte. Die kindliche Erinnerung übertreibt Entfernungen und

Höhen. Mir kommt es vor, als sei diese Ebene weit wie ein Meer gewesen. Ich habe stundenlang auf dem Rand des Zementsockels gesessen, der dem Haus als Terrasse diente, und den Blick über diese

Weite schweifen lassen, den Wellen des Winds im Gras folgend, habe ihn ab und zu auf staubigen Windhosen, die über der trockenen Erde tanzten, verweilen lassen und die dunklen Schatten am Fuß der Irokobäume gemustert. In solchen Augenblicken fühlte ich mich wirklich so, als befände ich mich an Deck eines Schiffs. Das Schiff war das Haus, nicht nur die Mauern aus Zementsteinen und das

Wellblechdach, sondern alles, was die Spuren des britischen Empires trug – ähnlich wie die George Shotton, von der ich gehört hatte, der gepanzerte, mit Kanonen und einem Palmendach ausgerüstete

Dampfer, auf dem die Engländer ihr Konsulat eingerichtet hatten und der zu Lord Lugards Zeiten den Niger und den Benue hinauffuhr.

Ich war nur ein Kind, und die Macht des Empires war mir ziemlich egal. Aber mein Vater beugte sich dessen Regeln, als könnten nur sie seinem Leben einen Sinn geben. Er bestand auf Disziplin bei jeder täglichen Geste: Wir mußten früh aufstehen, sofort das Bett machen, uns mit kaltem Wasser in der Zinkwanne waschen und die Seifenlauge stehenlassen, um darin Socken und Unterhosen

einzuweichen. Meine Mutter erteilte uns jeden Morgen Unterricht in Rechtschreibung, Englisch und Rechnen. Jeden Abend wurde ein Gebet gesprochen, und um neun Uhr war Ausgangssperre. Das war etwas völlig anderes als die französische Erziehung, die Fangspiele, das Plumpsackspiel und die fröhlichen Mahlzeiten, bei denen alle durcheinanderredeten. Und schließlich die Gutenachtgeschichten meiner Großmutter, die sie mir abends erzählte, die Träumereien im Bett, während ich dem Knarren der Wetterfahne lauschte, und die Lektüre (in der Kinderbuchreihe La joie de lire) der Abenteuer einer Wanderelster, die über die normannischen Dörfer fliegt. Mit Afrika

begann für uns eine andere Welt.“

 

 

 1134538-e235eabaec0d5ba8ada9120b55157a78.jpg

Jean-Marie Gustave Le Clézio (Nice, 13 april 1940)

 

 

 

 

De Ierse (toneel)schrijver en dichter Samuel Barclay Beckett werd geboren in Foxrock, Dublin op 13 april 1906. Zie ook alle tags voor Samuel Beckett op dit blog. 

 

Uit: Waiting for Godot

 

„VLADIMIR:

And they didn't beat you?

ESTRAGON:

Beat me? Certainly they beat me.

VLADIMIR:

The same lot as usual?

ESTRAGON:

The same? I don't know.

VLADIMIR:

When I think of it . . . all these years . . . but for me . . . where would you be . . . (Decisively.) You'd be nothing more than a little heap of bones at the present minute, no doubt about it.

ESTRAGON:

And what of it?

VLADIMIR:

(gloomily). It's too much for one man. (Pause. Cheerfully.) On the other hand what's the good of losing heart now, that's what I say. We should have thought of it a million years ago, in the nineties.

ESTRAGON:

Ah stop blathering and help me off with this bloody thing.

VLADIMIR:

Hand in hand from the top of the Eiffel Tower, among the first. We were respectable in those days. Now it's too late. They wouldn't even let us up. (Estragon tears at his boot.) What are you doing?

ESTRAGON:

Taking off my boot. Did that never happen to you?“

 

 

 

 1134538-8ed308045039bcdae8f29b9c9fa8827a.jpg

Samuel Beckett (13 april 1906 - 22 december 1989)



Zie voor nog meer schrijvers van vandaag ook mijn vorige blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 18:48 Reageer op dit bericht

Seamus Heaney, Stephan Hermlin, Orhan Veli, Tim Krabbé

De Ierse dichter Seamus Heaney werd op 13 april 1939 te County Derry, Noord-Ierland, geboren. Zie ook alle tags voor Seamus Heaney op dit blog. 

 

 

A Kite for Aibhín

 

After 'L'Aquilone' by Giovanni Pascoli (1855-1912)

Air from another life and time and place,
Pale blue heavenly air is supporting
A white wing beating high against the breeze,

And yes, it is a kite! As when one afternoon
All of us there trooped out
Among the briar hedges and stripped thorn,

I take my stand again, halt opposite
Anahorish Hill to scan the blue,
Back in that field to launch our long-tailed comet.

And now it hovers, tugs, veers, dives askew,
Lifts itself, goes with the wind until
It rises to loud cheers from us below.

Rises, and my hand is like a spindle
Unspooling, the kite a thin-stemmed flower
Climbing and carrying, carrying farther, higher

The longing in the breast and planted feet
And gazing face and heart of the kite flier
Until string breaks and—separate, elate—

The kite takes off, itself alone, a windfall.

 

 

 

Anahorish

 

My 'place of clear water,'
the first hill in the world
where springs washed into
the shiny grass

and darkened cobbles
in the bed of the lane.
Anahorish, soft gradient
of consonant, vowel-meadow,

after-image of lamps
swung through the yards
on winter evenings.
With pails and barrows

those mound-dwellers
go waist-deep in mist
to break the light ice
at wells and dunghills.

 

 

 

 1134537-ae3670ce018ff4ac99fbdac0216ad18d.jpg

Seamus Heaney (County Derry, 13 april 1939)

 

 

 

 

De Duitse dichter en schrijver Stephan Hermlin werd als zoon van joodse immigranten geboren op 13 april 1915 in Chemnitz Zie ook alle tags voor Stephan Hermlin op dit blog. 

 

Uit: Abendlicht

 

„Von frühen Leseerlebnissen sind mir zwei, aus gänzlich verschiedenen Gründen, merkwürdig geworden. Das erste bezieht sich auf ein Buch oder einige Bücher, das oder die ich in der Tat ganz früh, also zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr, las. Ich denke an “Tausendundeine Nacht”, daneben schieben sich aber Andersens “Bilderbuch ohne Bilder” und der “Lederstrumpf”. Daß die Grenzen, die Ränder dieser ganz unterschiedlichen Werke undeutlich werden, daß sie ineinander überzugehen versuchen, muß damit zusammenhängen, daß dargestellte Personen und Handlungen nicht so sehr wichtig waren für mich, sondern vielmehr eine vorgestellte Landschaft, eine Tageszeit, eine Aura, in denen sich Personen bewegten, ihre Handlungen vollbrachten.

Unterstützt wurde die Neigung, Atmosphärisches über das eigentlich Berichtete zu stellen oder, wie man auch sagen könnte, in einem gegebenen Text einen zweiten, anderen zu lesen, durch beigegebene Illustrationen, deren Urheber ich vergessen, wenn ich sie überhaupt je gekannt habe. In meiner Ausgabe der Grimmschen Märchen, die ich ständig las, befand sich das Bild eines ansteigenden Wiesenhanges, über dem ein blaßblauer, mit weißen Wolken betupfter Himmel stand. Über diesen Wiesenhang stiegen, an ihm lagerten die Märchenfiguren in einer Lautlosigkeit, nach der ich mich sehnte. Als Erwachsener kam ich in einige orientalische Städte (Bagdad war nicht unter ihnen) – überall suchte ich nach den Gassen, den Basaren, in denen langsam ein heiteres und unheimliches Leben verging.“

 

 

 1134537-16e14fb39aaf89a84d2df0e991c61f00.jpg

Stephan Hermlin (13 april 1915 – 6 april 1997)

Hier met de Turkse dichter mit Nazım Hikmet (rechts) op een congres in 1952

 

 

 

 

De Turkse dichter Orhan Veli (eig. Orhan Veli Kanık) werd geboren op 13 april 1914 in Izmir. Zie ook alle tags voor Orhan Veli op dit blog. 

 

 

MUSTARD

 

I was so stupid.
For years
I didn't understand
the place
of mustard
in society.
One can't
Live
Without mustard.

 

Abidin was saying
the same thing
the other day
to those
who understand
Deeper Things.

 

I know I don't need to say this - but
May God let no one
be without Mustard.

 

 

 

AN EXCURSION

 

Birch trees are beautiful.
Even so
when we arrive
at the final destination
I'd rather be
a river than a birch tree.

 

 

 1134537-3006398f78391bf258b779cbf24c64a3.jpg

Orhan Veli (13 april 1914 – 14 november 1950)

 

 

 

 

De Nederlands schrijver en schaker Tim Krabbé werd geboren in Amsterdam op 13 april 1943. Zie ook alle tags voor Tim Krabbé op dit blog. 

 

Uit: Fietsen in Bolivia

 

„Een paar dagen later logeren we midden in de jungle in een lodge waar obers in avondkleding ons bedienen en waar de Boliviaanse President, met zijn bewakingsmacht, ook wel eens een weekendje komt.

Het is een zware tocht. Je moet hier in gevoelskilometers rekenen; vijftig kilometer over deze wanwegen kan gelijkstaan aan een Parijs - Roubaix. Mijn gemiddelde komt ten slotte uit op 16,2 kilometer per uur. En al zijn er drie rustdagen, twee van onze groep van tien halen het eenvoudig niet. Eén van hen, als hij na een klim van bijna twee uur over schier onberijdbare Boliviaanse kasseien het dorpsplein van het lieflijke Coroico heeft bereikt, roept op hoge toon tegen mij: 'Ik eis dat jij schrijft dat ik alles maar dan ook alles heb moeten doen om niet huilend boven te komen!' Hij huilt niet, maar hij is te diep gegaan; hij fietst daarna niet meer.
Ik ben dan wel de slechtste daler, maar het doet me goed dat ik in de rangorde van het klimmen, die spoedig duidelijk wordt, vierde ben, vóór zes jonge gassies. Van wie er twee midden vijftig zijn; gemiddeld zijn we vierenveertig. Natuurlijk laat niemand iets merken van interesse in deze rangorde. We komen van verschillende kanten van de fietsliefde; er zijn een paar (ex-)wielrenners en twee mountainbikers; de anderen, onder wie de meefietsende Nederlandse reisleider, zijn sportieve reizigers. Voornamelijk academici; opvallend veel IT-ers. Op fotograaf Dick en ik na heeft iedereen Lhasa - Kathmandu al eens gereden.“

 

 

 1134537-515c99e88e1958c4560463460b658a57.jpg

Tim Krabbé (Amsterdam, 13 april 1943)

Geschreven door Romenu om 18:44 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten