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Berichten van 22 april 2012 tot 23 april 2012

William Shakespeare, Andrey Kurkov, Pascal Quignard, Peter Horst Neumann

De Engelse dichter en schrijver William Shakespeare werd geboren in Londen op, vermoedelijk, 23 april 1564. Zie ook alle tags voor William Shakespeare op dit blog.

 

Uit: King Lear

 

„Enter KING LEAR and Fool 
KING LEAR 
Blow, winds, and crack your cheeks! rage! blow!
You cataracts and hurricanoes, spout
Till you have drench'd our steeples, drown'd the cocks!
You sulphurous and thought-executing fires,
Vaunt-couriers to oak-cleaving thunderbolts,
Singe my white head! And thou, all-shaking thunder,
Smite flat the thick rotundity o' the world!
Crack nature's moulds, an germens spill at once,
That make ingrateful man!

Fool 
O nuncle, court holy-water in a dry
house is better than this rain-water out o' door.
Good nuncle, in, and ask thy daughters' blessing:
here's a night pities neither wise man nor fool.

KING LEAR 
Rumble thy bellyful! Spit, fire! spout, rain!
Nor rain, wind, thunder, fire, are my daughters:
I tax not you, you elements, with unkindness;
I never gave you kingdom, call'd you children,
You owe me no subscription: then let fall
Your horrible pleasure: here I stand, your slave,
A poor, infirm, weak, and despised old man:
But yet I call you servile ministers,
That have with two pernicious daughters join'd
Your high engender'd battles 'gainst a head
So old and white as this. O! O! 'tis foul!

Fool 
He that has a house to put's head in has a good
head-piece.
The cod-piece that will house
Before the head has any,
The head and he shall louse;
So beggars marry many.
The man that makes his toe
What he his heart should make
Shall of a corn cry woe,
And turn his sleep to wake.
For there was never yet fair woman but she made
mouths in a glass.

KING LEAR 
No, I will be the pattern of all patience;
I will say nothing“.

 

 

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William Shakespeare (23 april 1564 – 23 april 1616)

"King Lear and the Fool in the Storm" door William Dyce (1806-1864)

 

 

 

 

De Oekraïense schrijver Andrey Kurkov werd geboren op 23 april 1961 in Leningrad. Zie ook alle tags voor Andrey Kurkov op dit blog.

 

Uit: Pinguine frieren nicht (Vertaald door Sabine Grebing)

 

»Ach komm, lassen wir das.« Der Moskauer seufzte. »Ich bin der Bankier Stanislaw Bronikowski. Ich verstecke mich hier. Zu Hause haben sie mich reingelegt. Siehst du, ich sage dir gleich die Wahrheit. Und was machst du hier?« »Ich verstecke mich auch«, gestand Viktor, entwaffnet durch die Ehrlichkeit des Bankiers.
»Das ist gut«, sagte Bronikowski.
»Was ist daran gut?« wunderte sich Viktor.
»Nichts. Es ist einfach gut, daß wir Kollegen sind. Du hättest ja auch jemand sein können, den sie geschickt haben, um mich zu töten...«
Viktor betrachtete den Bankier mitfühlend, aber verständnislos.
»Ich weiß ja, daß das nicht stimmt... Na ja, sie haben mich schließlich auch hier gekriegt. . .«
Es herrschte eine Pause von einigen Minuten, und Viktor schickte sich schon an, dieses stille Krankenzimmer zu verlassen, aber der Bankier hatte Viktors Absicht gespürt und wandte ihm wieder den Blick zu.
»Komm öfter mal vorbei. Ich habe ein Schachspiel hier... Ich kann dir helfen!« sagte er geheimnisvoll.
Viktor ging, nachdem er versprochen hatte, in ein paar Stunden wiederzukommen. Von da an ging er wirklich oft zu Bronikowski – Zeit hatte Viktor ja reichlich. Es war ziemlich kalt draußen, wenn auch viel wärmer, als er gedacht hatte. Nur minus fünfzehn Grad. Aber die Heizung im Wohngebäude funktionierte hervorragend. Und in der Krankenabteilung erst recht. So spielten er und Bronikowski Schach und unterhielten sich dabei über alles mögliche. Viktor merkte manchmal, daß der Bankier ihn mit seinen Fragen ausforschte, doch das war nicht weiter sonderbar. Bronikowski litt eindeutig an Verfolgungswahn. Und das in fortgeschrittenem Stadium. Viktor selbst hätte nie gedacht, daß man ihm, Viktor Solotarew, einen Killer in die Antarktis hinterherschicken könnte. Wer war er denn schließlich? Aber dieser Bankier war tatsächlich eine wichtigere Figur.“

 

 

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Andrey Kurkov (Leningrad, 23 april 1961)

 




De Franse schrijver Pascal Quignard werd geboren op 23 april 1948 in Verneuil-sur-Avre. Zie ook alle tags voor Pascal Quignard op dit blog.

 

Uit: Les Ombres Errantes

 

„Ils sont très beaux quoique leurs joues soient blanches et creuses.
— En vérité tu n’aimas pas ceux que tu aimas à la suite de celui-ci ? demande à cet instant le maître pêcheur à son épouse.
— Non.
— Tu ne m’as pas aimé ?
— Non.
— Tu as toujours préféré un mort à un vivant ?
— Oui.
— Pourquoi ? La femme ne répond pas.
— Dis-moi pourquoi, insiste le pêcheur.
— Non.
Après qu’elle a dit non, l’épouse morte lui tourne le dos. Elle s’apprête à reprendre sa route sur le sentier.
Son visage est extraordinairement lumineux.
Le chantre se lève lui aussi prenant appui sur sa canne.
Le maître pêcheur se précipite.
La femme morte se courbe en deux, prend ses Les ombres errantes 96 jupes dans ses mains, se met à courir sur le sentier à pic.
Mais le maître de pêche, empoignant un genêt, sautant sur une roche en saillie, parvient à la dépasser.
Le veuf hurle.
Il brandit les poings. Il pleure aussi.
Il empêche son épouse morte de passer.
La corniche au-dessus de la mer était si étroite à cet endroit que la morte se serait blessée en tombant, ou bien elle aurait abîmé ses vêtements en lin.
L’épouse reste immobile devant son ancien mari“.

 

 

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Pascal Quignard (Verneuil-sur-Avre, 23 april 1948)

 

 

 

 

De Duitse dichter, essayist en literatuurwetenschapper Peter Horst Neumann werd geboren op 23 april 1936 in Neisse. Zie ook alle tags voor Peter Horst Neumann op dit blog.

 

 

 

Flachliegende Grabplatte

 

Unsterblich war ich

Noch am letzten Tag,

als mir der Tod

die Sterblichkeit bewies.

Glaubt ihm kein Wort.

 

 

 

Frühes Photo der Eltern

 

Da bin ich
noch nicht dabei,
da waren sie erst verlobt,
da hätten sie’s noch
verhindern können.

 

Wie gern bin ich da.

 

 

 

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Peter Horst Neumann (23 april 1936 – 27 juli 2009)
Hier met de schrijver Hans Wollschläger (links)

 


Zie voor nog meer schrijvers van de 23e april ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 16:13 Reageer op dit bericht

Christine Busta, Adelheid Duvanel, Marion Titze, Halldór Laxness, Egon Hostovský

De Oostenrijkse dichteres Christine Busta werd geboren op 23 april 1915 in Wenen. Zie ook alle tags voor Christine Busta op dit blog.

 


Baum im Winter

 

Seltsame Früchte hat er heut getragen:
im Morgenfrost den roten Sonnenapfel,
am Abend eine Silberschote Mond.

 

 

 

Muttersprache

       Nicht, was die Mutter sagt,
   beruhigt und tröstet die Kinder.
Sie verstehen´s zunächst noch gar nicht.

           Wie sie es sagt,
    der Tonfall, der Rhythmus,
     die Monotonie der Liebe
    in den wechselnden Lauten
öffnet die Sinne dem Sinn der Worte,
  bringt uns ein in die Muttersprache.

           Ein Gleiches
        geschieht auch
           im Gedicht.

 

 

 

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Christine Busta (23 april 1915 – 3 december 1987)

 

 

 

 

De Zwitserse schrijfster Adelheid Duvanel werd geboren op 23 april 1936 in Basel. Zie ook alle tags voor Adelheid Duvanel op dit blog.

 

Uit: Beim Hute meiner Mutter

 

“Die Fledermaus räusperte sich, beugte sich über den Tisch und sprach einige geflügelte Worte, worauf das Figürchen, das Kaspar eben tüchtig und liebevoll geknetet hatte, wuchs, rostbraunes Haar bekam und blaue Augen, einen lächelnden Mund, niedliche Händchen und Füßchen, die sich bewegten. Da es möglicherweise schamhaft war, wurde es in ein weißes Spitzenkleid gehüllt, das, einer Schneewolke gleich, zum Fenster hereinschwebte. Kaspar, der nicht wußte, wie ihm geschah, stammelte: «Wie schön du bist» und betrachtete das Wunder von allen Seiten, als ob er seine Vollkommenheit anzweifelte. Während er noch von einem Fuß auf den andern trat, ohne sich dieser kindlichen Angewohnheit bewußt zu werden, erhob sich die Mutter aus ihrer Ecke, in welcher sie wie ein Pilz im finstern Wald gesessen hatte, öffnete ihren Mund, auf welchem Staub lag, und meinte, diese Figur sei ihrem Sohn

besonders gut gelungen, und er werde sie wohl teuer verkaufen können. Das schöne Mädchen lächelte, als Kaspar sagte: «Ja,

Mama», denn es schien, als wäre nicht er es, der diese Wort sprach, da seine Zunge sich nicht bewegte, sondern auf seiner Lippe lag. Er erinnerte sich, daß er bis jetzt Frauen geküßt hatte, wie man sonderbare Tiere streichelt, um sie, mehr noch sich selbst, zu beschwichtigen. Noch während verschiedene, nicht unangenehme Gedanken durch seinen Sinn gingen, begann der Hut der Mutter zu wanken, neigte sich wie ein Schneemann, den die Sonne streichelt, wurde weich, es bildeten sich Tropfen, die zu Boden fielen, doch er schmolz nicht, wie Kaspar erwartete, sondern hob sich, flog majestätisch zum Fenster hinaus, immer höher und höher, mitten in den weißen, wirbelnden Himmel hinein, wo er einen Augenblick lang stillstand, einen blutroten Mond vortäuschte und dann erlosch.”

 

 

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Adelheid Duvanel (23 april 1936 – 8 juli 1996)

Basel

 

 

 

 

De Duitse schrijfster Marion Titze werd geboren op 23 april 1953 in Lichtenwalde/Chemnitz. Zie ook alle tags voor Marion Titze op dit blog.

 

Uit: Unbekannter Verlust

 

“Sie hatten mir den Makel verpaßt. Makel ist die zerstörerische Arbeit des Sich-seibst-Herabsetzens, das unsichtbare Flammenzeichen auf der Stirn. das dritte Auge, welches schmäht, was es bewohnt, unseren Leib. So entsteht das leibhaftige Grauen, die Angst. Die etwas anderes ist als Furcht. Furcht ist ein notwendiges Lebenssignal. Sie zeigt etwas Wirkliches an, während Angst etwas Unwirkliches aufbringt, ein selbstgemachtes Phantom, das, einmal vorhanden, durchaus mit Wirklichkeit aufgefüllt wird. Am Ende, am schlimmen Ende, ist sie die einzig verbliebene Realität. Es waren diese Symptome, die ich mit Daniel teilte und die sich einfanden an seltsamen Orten. Schau, sagte Daniel, von der Raufhalle kommend. Ich weiß nicht, warum es geschieht, sie geben mir sämtlich die faulen Apfelsinen, nur oben auf die Tüte wird eine gute gelegt. Und ich lasse es geschehen, weil ich tief im Inneren denke: Ich bin also der für die faulen Apfelsinen. einer, mit dem man es machen kann, weil man es einmal mit ihm hat machen können Es war so unwahrscheinlich, daß ich es gar nicht erzählte. Mir passierten dieselben Dinge. Ich ging nach meinem Umzug in eine mir unvertraute Kaufhalle. Man mußte den Kohl dort auswiegen lassen. Das bedeutete, eine Verkäuferin zu suchen, sich zu entschuldigen, daß man sie in Anspruch nahm, daß man zu einer anderen geschickt wurde, sich erneut entschuldigte und darum bat, sie möge den Kohl auf die Waage legen.”

 

 

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Marion Titze (Lichtenwalde, 23 april 1953)

Cover

 

 

 

De IJslandse schrijver Halldór Laxness (eig. Halldór Guðjónsson) werd geboren in Reykjavik op 23 april 1902. Zie ook alle tags voor Halldór Laxness op dit blog.

 

Uit: Iceland's Bell (Vertaald door Philipp Roughton)

 

"You don't say," the old man mumbled hoarsely, in a voice that seemed to come from a great distance. "All the same, it's the Creator who rules."
"I have a letter to prove it," said the king's emissary.
"Oh, for sure," said the old man. "Everyone's got letters these days. All sorts of letters."
"Are you calling me a liar, you old devil?" asked the king's emissary.
The old man didn't want to risk coming any closer to the travelers, so he sat down on the remains of the wall encircling the courthouse and looked at them. He was no different from any other old man: he had a gray beard, red eyes, a chimney-cap, and gnarled legs, and he clenched his blue hands around his walking stick and leaned forward upon it tremblingly. His dog came over inside the wall and sniffed at the men without barking, as dogs do when concealing their savagery.
"No one had letters in the old days," murmured the old man softly.
Swarthy, the pale man's guide, exclaimed: "Right you are, pal! Gunnar of Hlíbarendi* had no letters."
"And who are you?" asked the old man.
"Oh, this is a cord-thief from Akranes; he's been lying about in the irælakista at Bessastabir* since Easter," answered the king's emissary, and he kicked angrily at the dog.
The black-haired man spoke up and sneered, baring his gleaming white teeth: "That's the king's hangman from Bessastabir. All the dogs piss on him."
The old man on the crumbling wall said nothing, and his expression remained for the most part blank. He continued to look at them and blinked a little as he sat there trembling.“

 

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Halldór Laxness (23 april 1902 – 8 februari 1998) 

 

 

 

 

De Tsjechische schrijver Egon Hostovský werd geboren op 23 april 1908 in Hronov. Zie ook alle tags voor Egon Hostovský op dit blog.

 

Uit: Siebenmal in der Hauptrolle (Vertaald door Markus Sedlaczek)

 

„Seit zehn Tagen und Nächten quäle ich mich mit dem dumpfen Schweigen, das mir Kavalskýs Tod

aufbürdete, der genauso bizarr war wie all das (ich zögere, es als Leben zu bezeichnen), was ihm vorausging.

Er starb angeblich an einer Krankheit, an der man in der Regel nicht stirbt. Einer Grippe, einer

Angina – oder etwas Ähnlichem. Der Konsul sagte mir auch, daß er die Nachricht von seinem Tod sofort an den Präsidenten und die Regierung nach London1 telegrafiert habe, nicht weil er den Verstorbenen für eine besonders bedeutende Persönlichkeit hielt, sondern »eher aus Pietät gegenüber allem, was heute in unserer armseligen Exilkultur geschieht«. Und er fuhr fort: »Das Exil hat ihn arg mitgenommen, er war bis auf die Knochen abgemagert, und als er Kräfte gebraucht

hätte, um sich vom Lager zu erheben und einer eigentlich leichten Krankheit Widerstand entgegenzusetzen, zeigte sich, daß er über keinerlei Kraft verfügte. Sein Visum war in Ordnung, ein Besuchervisum mit einjähriger Gültigkeit. Die Exilzeitungen in Amerika schreiben immer noch über ihn. Ich wußte nicht, daß er russischer Abstammung war. Sie haben ihn wohl ziemlich gut gekannt, nicht wahr?«

Ich erinnere mich nicht, was ich dem Konsul geantwortet habe. Schon seit zehn Tagen und Nächten

vergesse ich, was ich einen Augenblick vorher gesagt habe oder was man mir gesagt hat.“

 

 

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Egon Hostovský (23 april 1908 – 7 mei 1973)

Geschreven door Romenu om 16:09 Reageer op dit bericht

Richard Huelsenbeck, Friedrich von Hagedorn, Max Bolliger, J. P. Donleavy, Maurice Druon

De Duitse dichter, schrijver, essayist en psychoanaliticus Richard Huelsenbeck (Hülsenbeck) werd geboren op 23 april 1892 in Frankenau. Zie ook alle tags voor Richard Huelsenbeck op dit blog.

 

 

New York ist am Abend wie eine Wiese

 

New York ist am Abend wie eine Wiese

umsponnen vom Glanz vielfacher Wünsche,

Straßen und Stunden verschwinden im Wirrsal

der Menge. Der Abend ist schwer von Süße.

 

Hier und da ist noch ein Reiter verspätet

im Park, wo die Rufe der Liebenden hallen.

Seen liegen, von Fischen entgrätet

wie Tote, flach und verlassen von allen.

 

Das Karusell, wo die Kinder sich drehten und lachten

am Tag ist nun ein Gespenst, dem Schatten entglitten

und da, wo die Matrosen um Wein und Wette geritten

warten Figuren in hölzernen Trachten.

 

Irgendwo in New York schlägt die Uhr der Nacht,

an der Battery vielleicht, wo die Dampfer passieren.

Vater und Mutter haben gewacht

bei offenen Türen.

 

Glücklich die Reichen, die in ihren Betten

vom Sommer träumen, aber auch sie drehen sich

schlaflos, wenn des Morgens neue Schwüle

ödes Gleichmaß verspricht.

 

 

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Richard Huelsenbeck (23 april 1892 -  20 april 1974)

Hans Richter, Marcel Duchamp, en Richard Huelsenbeck

 

  

 

 

De Duitse dichter Friedrich von Hagedorn werd geboren op 23 april 1708 in Hamburg. Zie ook alle tags voor Friedrich von Hagedorn op dit blog.

 

 

Die Verliebten

Ihr, deren Witz die Sehnsucht übt,
Und immer seufzet, harret, liebt,
Wie spät erreicht ihr, unbetrübt,
Der Liebe Freuden!

Furcht, Knechtschaft, Unruh und Verdacht,
Der wüste Tag, die öde Nacht
Sind, bis die Lieb euch glücklich macht,
Nicht zu vermeiden.

Wie groß muß ihr Vergnügen seyn!
Wie sehr muß ihr Genuß erfreun,
Wenn edle Seelen ihre Pein
So willig leiden!

 

 

 

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Friedrich von Hagedorn ( 23 april 1708 – 28 oktober 1754)

Monument in het Eichenpark van Harvestehude

 

 

 

 

De Zwitserse schrijver Max Bolliger werd geboren op 23 april 1929 in Schwanden / Braunwald, Kanton Glarus. Zie ook  Zie ook alle tags voor Max Bollinger op dit blog.

 

 Uit: Sonntag

 

“Was möchtest du?“, fragte der Vater.

Daniela studierte die Karte und entschied sich für Riz colonial.

„Gern!“, sagte der Kellner. Er behandelte Daniela wie eine Dame. Das Restaurant war bis auf den letzten Platz besetzt. Am Nebentisch saß ein Ehepaar mit zwei Kindern. Die beiden stritten sich wegen einer kleinen Puppe aus Plastik. Die Mutter versuchte den Streit zu schlichten. Daniela sah, wie der Junge seine Schwester unter dem Tisch dauernd mit den Füßen stieß. Das Dessert machte dem Gezank ein Ende.

Daniela erinnerte sich, wie sehnlichst sie sich einmal ein Schwesterchen gewünscht hatte.

„Wie geht es in der Schule?“, fragte der Vater.

„Wie immer“, antwortete Daniela.

„Wird es fürs Gymnasium reichen?“

„Ja, ich hoffe es.“

Daniela wusste genau, dass ihre Noten weder in Mathematik noch in Französisch genügten. Dann eben eine kaufmännische Lehre...oder Arztgehilfin...Sie wollte jetzt nicht daran denken.

„Für mich waren Prüfungen nie ein Problem“, sagte der Vater.

Daniela war froh, als der Kellner das Essen brachte.

Der Reis mit Fleisch und Früchten schmeckte ihr.

„Deine Mutter konnte nie richtig kochen“, sagte der Vater.

Daniela gab darauf keine Antwort.”

 

 

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Max Bolliger (Schwanden, 23 april 1929)

 

 

 

 

De Amerikaans-Ierse schrijver James Patrick Donleavy werd geboren op 23 april 1926 in New York. Zie ook  Zie ook alle tags voor J. P.Donleavy op dit blog.

 

Uit: The Ginger Man

 

Today a rare sun of spring. And horse carts clanging to the quays down Tara Street and the shoeless white faced kids screaming.
O’Keefe comes in and climbs up on a stool. Wags his knapsack around on his back and looks at Sebastian Dangerfield.
“Those tubs are huge over there. First bath for two months. I’m getting more like the Irish every day. Like going on the subway in the States, you go through a turnstile.”
“Did you go first or third class, Kenneth?”
“First. I broke my ass washing my underwear and in those damn rooms in Trinity nothing will dry. In the end I sent my towel to the laundry. Back at Harvard I could nip into a tiled shower and dive into nice clean underwear.”
“What will you have to drink, Kenneth?”
“Who’s paying?”
“Just been to visit my broker with an electric fire.”
“Then buy me a cider. Does Marion know you’ve hocked the fire?”
“She’s away. Took Felicity with her to visit her parents. On the moors in Scotland. I think the Balscaddoon was getting her down. Scrabbling on the ceiling and groans from under the floor.”
“What’s it like out there? Does it freeze your balls?”
“Come out. Stay for the weekend. Not much in the way of food but you’re welcome to whatever I’ve got.”
“Which is nothing.”
“I wouldn’t put it that way.”

 

 

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J. P.Donleavy (New York, 23 april 1926)

 

 

 

 

De Franse schrijver en politicus Maurice Druon werd geboren op 23 april 1918 in Parijs. Zie ook alle tags voor Maurice Druon op dit blog.

 

Uit:  La Loi  des Mâles

 

  "Il s' assit un moment, mais non sur le trône royal; une crainte superstitieuse lui défendait de l' occuper déjà. "Demain. . .demain je serai vraiment roi ". Il pensait à son père, à la lignée d' aieux qui l' avaient précédé en cette église; il pensait à son frère, supprimé par un crime dont il était innocent mais dont tout le profit maintenant lui revenait ; il pensait à l' autre crime, celui commis sur l' enfant, qu'il n' avait pas ordonné non plus mais dont il était le complice muet. . .
" Sont - ils tous à ma semblance, criminels s'ils en avaient l' occasion, innocents seulement d' apparence, et prêts à se servir du mal pour accomplir leur ambition ? Pourtant lorsque j' étais à Lyon, je n' avais que des voeux de justice. Est - ce bien sur? "
" Il se jugeait lucidement, tel qu' il était : un mauvais homme avec les dons d' un très grand roi.
Il n' avait pas sommeil, il fût resté volontiers là, longtemps encore, à méditer sur lui - même, sur l' humaine destinée, sur l' origine de nos actes, et à se poser les vraies grandes questions du monde, celles qui ne peuvent jamais être résolues. "

 

 

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Maurice Druon (23 april 1918 – 14 april 2009)

 

Geschreven door Romenu om 16:04 Reageer op dit bericht

Vladimir Nabokov, Jan de Hartog, Björn Kern, Chetan Bhagat, Peter Weber, Jos de Haes

De Rüssisch-Amerikaanse schrijver Vladimir Vladimirovic Nabokov werd geboren in St. Petersbürg, op 22 april 1899. Zie ook alle tags voor Vladimir Nabokov op dit blog.

 

Üit: Lolita

 

“I was extremely fond of her, despite the rigidity--the fatal rigidity--of some of her rules. Perhaps she wanted to make of me, in the fullness of time, a better widower than my father. Aunt Sybil had pink-rimmed azure eyes and a waxen complexion. She wrote poetry. She was poetically superstitious. She said she knew she would die soon after my sixteenth birthday, and did. Her husband, a great traveler in perfumes, spent most of his time in America, where eventually he founded a firm and acquired a bit of real estate.

I grew, a happy, healthy child in a bright world of illustrated books, clean sand, orange trees, friendly dogs, sea vistas and smiling faces. Around me the splendid Hotel Mirana revolved as a kind of private universe, a whitewashed cosmos within the blue greater one that blazed outside. From the aproned pot-scrubber to the flanneled potentate, everybody liked me, everybody petted me. Elderly American ladies leaning on their canes listed toward me like towers of Pisa. Ruined Russian princesses who could not pay my father, bought me expensive bonbons. He, mon cher petit papa, took me out boating and biking, taught me to swim and dive and water-ski, read to me Don Quixote and Les Misérables, and I adored and respected him and felt glad for him whenever I overheard the servants discuss his various lady-friends, beautiful and kind beings who made much of me and cooed and shed precious tears over my cheerful motherlessness.”

 

 

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Vladimir Nabokov (22 april 1899 -  2 jüli 1977)

 

 

 

 

De Nederlandse schrijver Jan de Hartog werd geboren in Haarlem op 22 april 1914. Zie ook alle tags voor Jan de Hartog op dit blog.

 

Uit: Hollands Glorie

 

„Toen kwam het gebrek aan geschoold personeel aan den dag: de oude kapiteins, uitnemende zeelui voor de kustvaart, navigeerden slecht, zodra zij de grond niet meer konden herkennen, die met het dieplood omhoogkwam. Oud-gezagvoerders ter koopvaardij, voor het merendeel kapiteins van de kwijnende zeilvaart, werden in hun plaats gemonsterd; maar die kenden het sleepwerk niet en, al kwamen zij zonder moeite in de plaats van bestemming aan, zij verspeelden dikwijls hun sleep door onervarenheid. Men had jonge, behendige kerels nodig, in het bedrijf opgegroeid en met genoeg hersens om binnen de kortst mogelijke tijd hun diploma voor de grote vaart te behalen; het gevolg waren de meest sprookjesachtige promoties, en daar was Jan Wandelaar een voorbeeld van.

Zoon van een vroeg bestorven vissersweduwe was hij, veertien jaar oud, als bramzijgertje op de radersleepboot ‘Fortuna’ terecht gekomen. Hij had naar de grote vaart gewild, maar zijn moeder had angst voor de zee gekregen, nadat haar man verdronken was, en wilde haar toestemming niet geven; wanneer hij varen wilde, dan maar bij de binnenvaart, - en de ‘Fortuna’ kwam zelden buitengaats. Maar toen de zeesleepvaart haar snelle groei begon werden steeds meer havensleepboten aan de binnenvaart onttrokken; Jan Wandelaar was achttien en matroos, toen de ‘Fortuna’ tot zeesleepboot werd bevorderd. Zijn moeder was er niet meer, om hem te zeggen dat hij verkeerd deed met die zee op te gaan en hij zelf zag alleen maar het avontuur. Avontuur kwam er genoeg, in de vier jaar die volgden: schepen in nood, enteren bij hoge zee, kameraads doodgeknepen door zwenkende, snaarstijf gespannen trossen; maar daarbij geen andere gedachte dan: dat overkomt mij niet, mij nooit.

Zestien October '06, om tien uur voormiddag, vaart de ‘Fortuna’ de haven van den Helder uit in vliegend weer, ter assistentie van een bark, die stuurloos afdrijft naar de banken. Om twaalf uur wordt het schip gepeild, om half twee vastgemaakt, om kwart voor twee raakt een stopper in het stuurboordscheprad.“

 

 

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Jan de Hartog (22 april 1914 – 22 september 2002)

 



 

De Duitse schrijver Björn Kern werd geboren op 22 april 1978 in Lörrach (Baden). Zie ook alle tags voor Björn Kern op dit blog.


Uit:
Flugangst


„Seine Frau Sibyl hatte aus ihrer gemeinsamen Berliner Wohnung einen billigen Abklatsch der Belle Epoque gemacht, und sobald sie in einem Roman auf weitere Interieurs stieß, auf einen Briefhalter aus Elfenbein etwa oder einen Beistelltisch voller Schildplatt, durchkämmte sie Flohmärkte und Trödel­läden, bis sie etwas fand, das ihren romanesken Vorstellungen entsprach. Kober sagte: man konnte kaum mehr laufen vor Kitsch und vor Plastik, aber der Ton, in dem er das sagte, verriet plötzlich Wärme, Liebe, dachte ich und erschrak.

Schlimm wurde es, als sie die Franzosen durchhatte und mit Agatha Christie anfing, Kober sagte: mit dieser Engländerin, seine Frau bettelte über ein Jahr, mit dem Orientexpress zu fahren, der auch vor zwanzig Jahren nur noch zu überteuerten Preisen als nostalgische Luxuslinie existierte, der auch vor zwanzig Jahren Kober anwiderte in seiner maßlosen Dekadenz, Kober sagte: wenn wir Zeit gehabt hätten, wäre sie am liebsten gleich nach Bagdad durchgefahren, was damals noch möglich war, aber die Charité gab ihm nur zwei Wochen frei, und so wurde es Istanbul, Wien-Istanbul, über Budapest und Bukarest, das irrsinnige daran, wie Kober sagte: die Fahrt machte ihm sogar Spaß.

Die Kälte lähmte meine Glieder und umschloss meine Stirn, bis ich kaum mehr denken konnte, weit entfernt schlug die Dogge wieder an und ich leckte die letzten Tropfen Raki aus dem Flaschenhals. Kober zündete ein drittes Streichholz an, ich ließ die Flasche fallen, sie zerschellte mit einem satten Geräusch auf dem Boden, als wäre sie mit Dung gefüllt, zwischen dem Moos und der Mauer floss eine Wasserader, die in den Scherben mündete, Kober klatschte seine Hand an mein Kinn, drehte mein Gesicht in seine Richtung und schrie: ich rede mit dir, du Hirn.“



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Björn Kern (Lörrach 22 april 1978)



 


De Indiase schrijver
Chetan Bhagat werd geboren op 22 april 1974 in New Dehli
Zie ook alle tags voor Chetan Bhagat op dit blog.

 

Üit: Five Point Someone

 

„We kept our answer-sheet, the proof of our underperformance, in our bags and strolled back to Kumaon. We met at dinner in the mess. The food was insipid as usual, and Alok wrinkled his pug nose as he dispiritedly plopped a thick blob of green substance mess-workers called bhindi masala into his plate. He slammed two rotis on his stainless-steel plate and ignored the rest of the semi-solid substances like dal, raita and pulao. Ryan and I took everything; though everything tasted the same, we could at least have some variety of colors on our plate.

Alok finally brought up the topic of the quiz at the dinner table.

“So, now you don’t have anything to say?”

Ryan and I looked at each other.

“Say what?” I said.

“That how crap this is,” Alok said.

“The food?” I said, fully aware Alok meant otherwise.

“No damn it! Not the damn food,” Alok said, “The apmech quiz.” His expression changed from the usual tragic one to a livelier angry one. I found that expression marginally more pleasant to look at and easier to deal with.

“What about the quiz? That we are screwed. What is to discuss in that?” Ryan simplified.

“Oh really. We are screwed, no damn doubt in that,” Alok said.

I think Alok picks up a word and uses it too much, which ruins the effect. There were too many ‘damns’ in his dialogues.

“Then drop it. Anyway, you got the highest amongst us. So, be happy.”

“Happy? Yes, I am happy. The average is eleven, and someone got seventeen. And here I am, at damn seven. Yes, I am happy my damn Terminator ass,” Alok scoffed.“

 

 

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Chetan Bhagat (New Dehli, 22 april 1974)

 

 

 

 

De Zwitstserse schrijver en müsicüs Peter Weber werd geboren op 22 april 1968 in Wattwil / Toggenbürg. Zie ook alle tags voor Peter Weber op dit blog.

 

Uit: Die melodielosen Jahre

 

„Sommermitte, Spaziergang durch das erhitzte Frankfurt, durchs Geflirr, vom Bahnhof ging ich aus, wollte unter die Wolkenkratzer. Den fliessenden Übergang von der Wirtschaft in die Schattenwirtschaft hätte ich erwandert, der Bahnhof aber hatte sich über die ganze Stadt ergossen, seine Menschen entlassen, es war ein Volksfest im Gang, die hessische Sommersonne hatte mit langem Pinsel die Menschen strassenbreit aufgemalt. Im Gedränge einer Budengasse gelangte ich an den Main, er floss teefarben, es war Kräutertee. In den Hinterräumen des grüngesäumten Flusses, wusste ich, lassen die Bäume ihre schwersten Äste ins Wasser hängen, sie spenden Blattgrün, Knospen, Linden- und Kastanienblüten, die langen schwarzen Schubschiffe, von der Nordsee ins Schwarze Meer ziehend, massieren das Ufergrün gleichförmig ein. Ich liess mich in der Menge ziehen oder treiben, treppenaufwärts. Als ich auf dem Eisernen Steg stand, zog ein Polizeiboot mit leuchtoranger Aufschrift eine dringliche Sirenenlinie übers Wasser. Folgenlos. Auf der anderen Flussseite lagerten die Leute friedlich auf dem schmalen Rasen, Paare mehrheitlich, kleine Freundeskreise, rauchend. Niemand badete im Tee.

Es duftete nach gegrillten Makrelen.

Von fern hörte ich, verweht, Melodien in Halbtonfolgen, rhythmisches Flechtwerk trug den Duftschwall durch die Luft, fliegendes Besteck aus mehreren Küchen. Ich suchte den Ursprung dieses Gewebes, kam zu einem Schiff mit schwungvoller Aufschrift: Die Istanbul hatte am Mainufer angelegt.“

 

 

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Peter Weber (Wattwil, 22 april 1968)

 

 

 

 

De Vlaamse dichter en essayist Jos de Haes werd geboren in Leüven op 22 april 1920.  Zie ook alle tags voor Jos de Haes op dit blog.

 

 

Delphi

 

III

 

Hier viel het alaam uit de laatste handen

- het was een zwaard, het was een wierookvat -,

nadat de God voor 't laatst gesproken had,

eer hij de berg werd met de rode wanden.

 

Onder des hemels ogenloze schouwen,

azuren holte van fossiele licht,

bulten sindsdien zijn mondeloos gezicht

en reuzenrug en schilferende vouwen.

 

Het binnensteens gekraak is dieper sterven,

zich vaster zetten in een later tijd,

't beginnen rinkelen in eeuwigheid

van een kristal dat uitbot op de scherven.

 

 

 

IV

 

Aanspoelend met de laag van heden,

bloedend over de schilfers schist,

vloeien wij slapend naar beneden,

de poriën vol zaad en gist.

 

Over de ribben van de berg,

de richels en de zilvren daken,

een stroom van alcohol en merg,

van schot en straling en ontwaken.

 

Vlammende schimmels in de stroom,

bloedvingers van de plant astilbe

- en dan ontploft als een atoom

op onze kalken mond de silbe,

 

bliksem van het splijtend woord,

gloeiende priem aan 't kerven,

die de gespannen tong doorboort,

dat rode blad met blauwe nerven.

 

O kinderen, mijn pulp, mijn wonden,

wij die elkaar in de ogen zien

ontwaken met de bloedsmaak alle stonden

der dagelijkse vleeswording sindsdien.

 

 

 

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Jos de Haes (22 april 1920 – 1 maart 1974)

 

 

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 22e april ook mijn vorige blog van vandaag en eveneens mijn eerste blog van vandaag.

Geschreven door Romenu om 18:35 Reageer op dit bericht

Thommie Bayer, Ana María Shua, Louise Glück, Robert Choquette, James Philip Bailey

De Duitse schrijver, musicus en schilder Thommie Bayer werd geboren op 22 april 1953 in Esslingen am Neckar. Zie ook alle tags voor Thommie Bayer op dit blog.

 

Uit: Das Aquarium

 

“Aber auf dem untersten Absatz wurde ich langsamer. Wie sollte ich an dem Kerl im Auto vorbeikommen? Und wie an dem vor der Hauswartswohnung? Nachdenken. Ich blieb stehen.

Vielleicht lag auch darin meine Chance: Ich gehe ins Haus, der Mann im Auto ruft die anderen mit seinem Handy an, und sie brechen die Aktion ab. Ich riss die Tür auf und ging stur, ohne auf das Auto zu achten über die Strasse.

Atmen. Die Tür fiel hinter mir zu.
Der vor der Hauswartswohnung tat so, als habe er sich in der Tür geirrt und wolle gerade wieder gehen, als er mich sah. Ich musste weitergehen. Atmen. Der konnte mir jetzt einfach in den Rücken fallen und mich niederschlagen oder abstechen, aber er schlenderte Richtung Ausgang. Ich ging die Treppe hoch.

Sie kamen mir schon vom dritten Stock entgegen. Der eine hatte ihren Laptop unterm Arm, und die Sporttaschen, die sie beide, inzwischen nicht mehr über den Schultern, sondern in den Händen trugen, wirkten gut gefüllt. Sie nickten mir zu, ich nickte zurück und ging weiter nach oben.

Auf dem Absatz machte ich halt. Meine Knie waren wie aus Watte, ich hielt mich am Geländer fest, bis ich die Haustür unten zufallen hörte.

Ich rannte runter und raus, sah den Transporter schon in die Kreuzung einbiegen und hörte eine Polizeisirene. Na toll. So schlau. Mit Sirene ankommen, damit der Einbrecher auch schön gewarnt ist. Ich ging schnell über die Strasse und zurück in meine Wohnung. Ich hetzte so, dass ich kaum noch Luft bekam, als ich endlich wieder oben war und zum Fenster ging.“

 

 

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Thommie Bayer (Esslingen am Neckar, 22 april 1953)

 

 

 

 

De Argentijnse dichteres en schrijfster Ana María Shua werd geboren op 22 april 1951 in Buenos Aires. Zie ook alle tags voor Ana Maria Shua op dit blog.

 

Uit: Microfictions

 

Overzealous Thieves

They stole the stereo and the candelabra and the food from the refrigerator, and the crystal ashtrays and the television and even the air conditioner, and then they stole the refrigerator itself, and the television stand and the rest of the furniture and the cash stashed in the strongbox kept in the safe in the bedroom wall, and then they stole the safe and the bedroom wall as well; then they stole all the other walls and the bronze plumbing running through them, and the cement foundations underneath them, and the roof above them, and then they stole the trees and flowers from the garden and then the garden itself and the soil on which the house had been built, and they stole the granite substratum and various additional geologic layers, including one particularly extensive solid mass of pure basalt, and the pockets of water trapped inside it, and they kept on robbing and robbing until they set off an eruption of lava from a volcanic explosion which completely buried all evidence of their exploits, along with the immediate environs, the entire town, and a sizable portion of the greater metropolitan area in which they had carried out their crimes, and various sections of the adjacent geography, too, and, finally, fittingly, themselves, those bungling, impetuous and, most of all, overrated thieves.

 

 

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Ana María Shua (Buenos Aires, 22 april 1951)

 

 

 


De Amerikaanse dichteres, essayiste en schrijfster
Louise Elisabeth Glück werd geboren op 22 april 1943 in New York.
Zie ook alle tags voor Louise Glück op dit blog.

 

 

Circe's Grief

 

In the end, I made myself
Known to your wife as
A god would, in her own house, in
Ithaca, a voice
Without a body: she
Paused in her weaving, her head turning
First to the right, then left
Though it was hopeless of course
To trace that sound to any
Objective source: I doubt
She will return to her loom
With what she knows now. When
You see her again, tell her
This is how a god says goodbye:
If I am in her head forever
I am in your life forever.

 

 

 

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Louise Glück (New York, 22 april 1943)

 

 

 

 

De Canadese dichter, schrijver en diplomaat Robert Choquette werd geboren op 22 april 1905 in Manchester, New Hampshire. Zie ook alle tags voor Robert Choquette op dit blog.

 

Uit: Je me souviens (The Spirit of Canada, 1939)

 

"Je me souviens", dit le peuple du Québec, qu'il y a quatre cents ans j'abordais une côte inconnue, aux rochers si peuplés de mouettes qu'on les croyait couverts d'une végétation de plumage. J'ai vu venir à moi des hommes au teint de cuivre rouge. Ils m'ont parlé une langue âpre et saccadée, soudain plus douce à cause du sourire des yeux. Et j'ai planté la croix au seuil de l'inconnu. J'avais derrière moi l'inquiétude de la mer; en face, l'incertitude, l'immensité de mon destin.

 

Je me suis engagé dans le "chemin de Canada." De chaque côté du fleuve, l'or que je venais conquérir croissait dans les arbres ! C'était octobre. Ce fut l'hiver, qui enserra tout le "royaume du Saguenay", dans un étau de cristal. Je m'épouvantai, je me rappelai ma lointaine Normandie, - à moins que e ne fût la Bretagne ou la Touraine ou l'Anjou... Mais voilà que c'était le retour du printemps et de l'espérance, dont j'avais désespéré. Ce singulier pays redevint l'Eldorado. J'y plongeai plus avant. Je n'y trouvai point d'or ni d'épices, mais d'autres richesses: des fourrures, et des âmes.

 

 

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Robert Choquette (22 april 1905 – 22 januari 1991)

 

 

 

 

De Engelse dichter James Philip Bailey werd geboren op 22 april 1816 in Nottingham. Zie ook alle tags voor James Philip Bailey op dit blog.

 

 

Helen's Song

 

The Rose is

Weeping for her love,

The nightingale.

 

And he is flying

Fast above,

To her he will

Not fail.

 

Already golden

Eve appears;

He wings his way along;

 

Ah! look he comes

To kiss her tears,

And soothe her

With his song.

 

 

 

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James Philip Bailey (22 april 1816 – 6 september 1902)

Nottingham, uitzicht vanuit Nottingham Castle 

Geschreven door Romenu om 18:27 Reageer op dit bericht

Madame de Staël, Henry Fielding, Michael Schulte, Cabrera Infante, Ludwig Renn

De Franse schrijfster Madame de Staël werd in Parijs geboren op 22 april 1766. Zie ook alle tags voor Madame de Staël op dit blog.

 

Uit: De l'Allemagne

 

“Il y a dans les poèmes épiques, et dans les tragédies des Anciens, un genre de simplicité qui tient à ce que les hommes étaient identifiés à cette époque avec la nature, et croyaient dépendre du destin comme elle dépend de la nécessité. L'homme, réfléchissant peu, portait toujours l'action de son âme au-dehors; la conscience elle-même était figurée par des objets extérieurs, et les flambeaux des Furies secouaient les remords sur la tête des coupables. L'événement était tout dans l'antiquité, le caractère tient plus de place dans les temps modernes; et cette réflexion inquiète, qui nous dévore souvent comme le vautour de Prométhée, n'eût semblé que de la folie au milieu des rapports clairs et prononcés qui existaient dans l'état civil et social des Anciens.
On ne faisait en Grèce, dans le commencement de l'art, que des statues isolées; les groupes ont été composés plus tard. On pourrait dire de même, avec vérité, que dans tous les arts il n'y avait point de groupes; les objets représentés se succédaient comme dans les bas-reliefs, sans combinaison, sans complication d'aucun genre. L'homme personnifiait la nature; des nymphes habitaient les eaux, des hamadryades les forêts : mais la nature à son tour s'emparait de l'homme, et l'on eût dit qu'il ressemblait au torrent, à la foudre, au volcan, tant il agissait par une impulsion involontaire, et sans que la réflexion pût en rien altérer les motifs ni les suites de ses actions. Les Anciens avaient pour ainsi dire une âme corporelle, dont tous les mouvements étaient forts, directs et conséquents, il n'en est pas de même du cœur humain développé par le christianisme : les modernes ont puisé, dans le repentir chrétien, l'habitude de se replier continuellement sur eux-mêmes.”

 

 

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Madame de Staël (22 april 1766 – Parijs, 14 juli 1817)

Portret door Louis-Ami Arlaud-Jurine, ca 1805

 

 

 

 

De Engelse schrijver Henry Fielding werd op 22 april 1707 in Glastonbury geboren. Zie ook alle tags voor Henry Fielding op dit blog.

 

Uit: Tom Jones

 

„But in process of time, and in ages of ignorance, the clerk began to invade the power and assume the dignity of his master. The laws of writing were no longer founded on the practice of the author, but on the dictates of the critic. The clerk became the legislator, and those very peremptorily gave laws whose business it was, at first, only to transcribe them.

Hence arose an obvious, and perhaps an unavoidable error; for these critics being men of shallow capacities, very easily mistook mere form for substance. They acted as a judge would, who should adhere to the lifeless letter of law, and reject the spirit. Little circumstances, which were perhaps accidental in a great author, were by these critics considered to constitute his chief merit, and transmitted as essentials to be observed by all his successors. To these encroachments, time and ignorance, the two great supporters of imposture, gave authority; and thus many rules for good writing have been established, which have not the least foundation in truth or nature; and which commonly serve for no other purpose than to curb and restrain genius, in the same manner as it would have restrained the dancing-master, had the many excellent treatises on that art laid it down as an essential rule that every man must dance in chains.“

 

 

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Henry Fielding (22 april 1707 - 8 oktober 1754)

Albert Finney als Tom Jones in de film van Tony Richardson uit 1963 

 

 

 

 

De Duitse schrijver en vertaler Michael Schulte werd geboren op 22 april 1941 in München. Zie ook alle tags voor Michael Schulte op dit blog. Zie ook alle tags voor Michael Schulte op dit blog.

 

Uit: Ich freu mich schon auf die Hölle

 

„Es gab keine Einteilung in Klassen, wie bei Zwergschulen sonst üblich, alle Zöglinge, sie waren zwischen acht und vierzehn Jahre alt, mussten dasselbe didaktische Programm über sich ergehen lassen. Das größte Vergnügen waren Bobbys Erdkundestunden - eigentlich eher Erdkundeminuten. »Anfangen tun wir mit Deutschland«, sagte er und schlug seinen zerfledderten, speckigen Diercke-Atlas von 1898 auf. »Und zwar folgendermaßen: Heute mach ma die Städte, nächste Woch die Flüss und dann die Berg. Also schlagts die Hefte auf und schreibts: München, Stuttgart, Frankfurt, Hannover, Hamburg. Des is von unten nach oben, wohlgemerkt. So, und des lernts auswendig bis nächste Woch.« Der Bobby erhob sich und schlurfte davon. An der Tür blieb er stehen und rief: »Jessas, jetzt hätt i beinah was vergessen. Schlagts die Hefte noch mal auf und schreibts: Berlin.«

 

 

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Michael Schulte (München, 22 april 1941)

 

 

 

 

De Cubaanse schrijver Guillermo Cabrera Infante werd geboren op 22 april 1929 in Gibara, Cuba. Zie ook alle tags voor Guillermo Cabrera Infante op dit blog.

 

Uit: The Art of Fiction No. 75 (Interview door Alfred Mac Adam)

 

„INTERVIEWER

Swift was no less devoted to digression than Sterne. What do you think of him?

CABRERA INFANTE

The digressor as aggressor. The difference is that Swift was all saeva indignatio and that savage indignation was the motor of all his writings. You couldn’t find a less playful writer among his contemporaries. Compared to Swift, Pope was a stand-up comedian.

INTERVIEWER

You seem to have an affinity for English eighteenth-century satire—something people might not expect from a Cuban writer. How do you understand satire, as a literary genre?

CABRERA INFANTE

Look, my friend, who knows what to expect from a Cuban writer, or any writer anywhere? Why not Sterne and Swift? Or Armor and Swift? At best, satire is didactic. At worst, political. This means that satires are not ludic or playful but just the opposite. They are the play wherein the satirist catches the conscience of the audience, which is why they are so closely related to sermons, religious tracts, and political pamphlets. Personally, I feel closer to Swift’s motto, Vive la bagatelle, than to his epitaph. Long live trivia! Where he and I part company is the grave, where his satire is most serious, and where I would rather turn that bagatelle into “bag-a-Stella.” Swift wanted to use satire, literature, “to mend the World.” To me this makes writing, which should be an end in itself—literature—into something political. Any literary work that aspires to the condition of art must forget politics, religion, and, ultimately, morals. Otherwise it will be a pamphlet, a sermon, or a morality play. Even the greatest moralist of our century, Joseph Conrad, was first and foremost an entertainer.“

 

 

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Guillermo Cabrera Infante (22 april 1929 – 21 februari 2005)

 

 

 

 

De Duitse schrijver Ludwig Renn (eig. Arnold Friedrich Vieth von Golßenau) werd geboren op 22 april 1889 in Dresden. Zie ook alle tags voor Ludwig Renn op dit blog.

 

Uit:  Nachkrieg

 

„Nach dem Auszug der Siedler wurden die Reste der Kompanien vereinigt, und wir zogen möglichst dicht zusammen, um nicht so sehr zu frieren.
Ich wurde jetzt zur Abwicklung der letzten Geschäfte der Truppe verwendet. Bücher mussten abgeschlossen werden. Eine große Zahl von Gerichtsverfahren liefen noch wegen unberechtigten Verkaufs von Dienstgegenständen oder wegen Diebstahls. Aber die Täter waren nicht mehr da. Und in den Akten musste vermerkt werden, wohin wir die Betreffenden entlassen hatten. Diese Beschäftigung musste bald zu Ende sein. Dann wollte ich mir Arbeit suchen.
Da traf ich gelegentlich auf der Straße den Grassert. Der schlug mir vor, zur Sicherheitspolizei zu gehen, für die eben geworben wurde. Ich lehnte das entschieden ab. Aber als ich mit Falbel darüber sprach, sagte der: „Das ist ja ausgezeichnet! Du wirst als ehemaliger Vizefeldwebel gleich Wachtmeister, und wir haben einen Mann drin!"
„Ich mag aber diesem verfluchten Staat nicht mehr dienen!" „Du willst lieber in die Fabrik gehen und dich vom Kapitalisten ausbeuten lassen?"
Ich überlegte mir's noch einmal. Mit der Arbeit sah es jetzt noch schlechter aus als im Herbst. Und ich meldete mich zur Sicherheitspolizei.
Die Werbestelle der Polizei befand sich in einer Kaserne. Ich wurde mit noch einem nach der Stube 327 geschickt. Wir mussten uns ausziehen. Ein Stabsarzt mit einem merkwürdig bekümmerten Gesichtsausdruck kam herein. Das passte gar nicht zu seiner Uniform und seiner strammen Haltung. Der betrachtete mich. „Ja, haben Sie denn gedient?"
„Jawohl."

 

 

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Ludwig Renn (22 april 1889 – 21 juli 1979)

Geschreven door Romenu om 18:23 Reageer op dit bericht

Gert W. Knop

De Duitse dichter, graficus en illustrator Gert W. Knop werd geboren op 22 April 1943 in Darmstadt.
Hij studeerde tropische landbouw in Duitsland en Schotland. Knop nam deel aan tentoonstellingen in Chili, Mannheim, Praag, en Vanuatu en ontving verschillende internationale prijzen. Hij verbleef voor langere tijd in Chili, Israël, Sri Lanka, Papoea-Nieuw-Guinea en Vanuatu om er te werken. Knop schrijft poëzie en korte verhalen in het Duits, Nederlands en Spaans en publiceert eveneens onder het pseudoniem
André Steinbach. Werk van hem verscheen in tijdschriften, bloemlezingen en op websites.

 

 

Wenn die Zeit gekommen ist...

 

Wenn dann die Zeit gekommen ist

von dieser Welt zu geh'n

dann lasst mich ruh'n unter Zypressen

und nahe einem Feld mit Roggen

wo noch der Mohn und auch Kornblumen steh'n.

Und lasst dem weißen Totenhemd so fein

selbst in der tiefsten Nacht noch seinen Schein.

Doch keine Rosen sollt ihr legen,

denn Blüten welken viel zu schnell

und lasst den roten Mond

hoch oben sich bewegen

für alle sichtbar hell

 

 

 

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Gert W. Knop (Darmstadt, 22 April 1943)
Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

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