Naar de inhoud

Romenu

Over literatuur, gedichten, kunst en cultuur
akke.beakke.be

Berichten van 12 augustus 2015 tot 13 augustus 2015

antoine de kom, Amélie Nothomb, Jens Bisky, Nikolaus Lenau, Tom Perrotta, Rudolf G. Binding, Julia Mann

De Nederlandse schrijver en dichter antoine de kom werd geboren in Den Haag op 13 augustus 1956. Zie ook alle tags voor antoine de kom op dit blog.

 

Werelds wit

Ik denk de wereld wit, een bleek
breed zandstrand reikt hier strak
tot aan de einder; en waar de zee zich
 
diepblauw als een dunne streep verliest
in het azuur - daar vriest de branding dicht
tot winterlandschap: wat onder felle vlagen
 
stuifzand duinen lijken, zijn dorstig rustend
de besneeuwde dieren van mijn verdwaalde
karavaan, - ik ben de dwaze Sultan,
 
en ijlend in mijn purperrood satijn,
zie ik alom het levende bewijs
van wit & werelds badend Istanbul.


Het was in de tweede hangar ik meen
 
rond elf uur toen daar de giraf vleugels
kreeg en tot handelen overging.
in de scherpte van zijn onwennige blik
lag het platform er verlaten bij.
de hangar stond loom te geeuwen
in de milde ochtendzon die zelfs nog te verdragen
is wanneer je hoog aan de strakblauwe hemel
een minuscuul rondtollend voorwerp kunt zien staan.
terwijl je omhoog kijkt voel je de zachte streling van een vrouw
die ongemerkt achter je is komen staan: je
merkt hoe huid tegen huid haar armen handen
over je buik naar je benen bewegen nu het ruisen
van vleugelslagen tot je begint door te dringen
en de hangar leger is dan ooit

 

 1801602-b7c2de3ec02d4dd40abb0eb0809ba6ed.jpg
antoine de kom (Den Haag, 13 augustus 1956)

 

 

De Franstalige Belgische schrijfster Amélie Nothomb werd geboren in Kobe in Japan op 13 augustus 1967. Zie ook mijn blog van 13 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Amélie Nothomb op dit blog.

Uit: Reality-Show (Vertaald door Brigitte Große)

„Wo seine Abwesenheit am himmelschreiendsten ist, braucht man Gott am dringendsten. Bevor sie bei ≫Konzentration≪ gelandet war, hatte Gott fur Pannonica nicht mehr bedeutet als fur die meisten Menschen: Er war eine Idee. Sie fand es interessant, sich damit zu bescha∫igen, und aufregend, sich die Verzuckungen vorzustellen, die aus ihr hervorgehen konnten. Besonders faszinierend erschien ihr die Liebe Gottes, viel mehr als die beruhmte Frage nach seiner Existenz: Die Apologetik war ein antiquierter Unfug, der blos albernes Zeug hervorgebracht hatte.
Seit ihrer Verhaftung fuhlte Pannonica ein schmerzhaftes Verlangen nach Gott. Sie hungerte danach, ihn bis zum Uberdrus zu schmahen. Hatte sie eine hohere Wesenheit fur diese Holle verantwortlich machen konnen, ware ihr wenigstens der Trost zuteil geworden, diese mit aller Kraft hassen und inbrunstig verwunschen zu durfen. Doch die unbestreitbare Realitat des Lagers war die Negation Gottes schlechthin: Die Existenz des einen bedeutete notwendig die Nichtexistenz des anderen. Man brauchte sich gar keine Gedanken mehr zu machen – die Abwesenheit Gottes war damit hinreichend bewiesen.
Es war kaum auszuhalten, keinen Adressaten fur den ganzen Has zu haben. Die Menschheit hassen? Sinnlos. Die Menschheit war doch nur dieser absurde Supermarkt, wo einem alles mogliche und dessen Gegenteil verkauft wurde. Da konnte man gleich eine Universalenzyklopadie hassen. Nein, das war kein Mittel gegen ihren grosen Ekel.
Sie wollte das Grundprinzip hassen. Daraus erwuchs eine Art Wahn, bis sich eines Tages etwas in ihrem Kopf verschob: Da die Stelle vakant war, wurde sie, Pannonica, Gott sein.
Uber die Maslosigkeit dieses Plans muste sie erst einmal lachen. Und stutzte. Schon die schlichte Tatsache, das sie einen Grund zum Lachen gefunden hatte, gab ihr zu denken. Die Vorstellung war abwegig und grotesk, gewis. Doch das war ihr ziemlich egal. Wer das Lager kannte, war Abwegiges gewohnt.”

 

 1801602-96dfb11f25f39ff2149603a10163ccee.jpg
Amélie Nothomb (Kobe, 13 augustus 1967)

 

 

De Duitse schrijver en journalist Jens Bisky werd geboren op 13 augustus 1966 in Leipzig. Zie ook alle tags voor Jens Bisky op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010

Uit:Unser König

“Im ersten Sommer der neuen deutschen Einheit sorgte Fried-rich der Große wieder für Streit, obwohl er schon mehr als zweihundert Jahre tot war. Sein Sarg hatte bis 1943 in einer Gruft hinter dem Altar der Potsdamer Garnisonkirche neben dem Sarg seines Vaters, Friedrich Wilhelms I., gestanden. Adolf Hitler, der sich zu Propagandazwecken gern im Glanz der preu-ßischen Geschichte sonnte, aber binnen kurzem alles zerstörte, was von Preußen bis dahin lebendig geblieben war, ließ auch den Königen keine Ruhe. 1943 befahl er, die sterblichen Überreste in das Hauptquartier Hermann Görings, des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, in Wildpark bei Potsdam zu bringen. Das war nur die erste Station einer Irrfahrt. Zusammen mit anderen Schätzen wurden die Särge in das Kalibergwerk Bernterode bei Heiligen-stadt evakuiert, wo die Amerikaner während der Befreiung Thü-ringens sie fanden und nach Marburg abtransportierten. In der Elisabethkirche setzte man die Königssärge bei. 1952 wurden sie auf die Burg Hohenzollern überführt, von wo sie 1991, da die Nachkriegszeit endgültig vorbei schien, heimkehren sollten. Der historische Sonderzug mit dem 1905 gebauten Kronprinzenwagen brauchte fünfzehn Stunden vom Bahnhof Hechingen, bis er am 17. August in Potsdam eintraf. Dort drohten, wie der «Spiegel» damals schrieb, «Riesenrummel und militärischer Mumpitz»:
Bundeswehroffiziere hielten Totenwache im Ehrenhof des Schlos-ses Sanssouci, Helmut Kohl nahm an der Beisetzung teil, als Pri-vatperson, nicht als Bundeskanzler. Golo Mann nannte das eine «absolute Geschmacklosigkeit». Die «Aktion Sarg und Asche», wie Witzbolde die Rückkehr der Könige getauft hatten, polari-sierte. Wer befürchtet hatte, das neue Deutschland würde preußi-scher werden als die gute alte Bonner Republik, fand schlimmste Ahnungen bestätigt. Die Mehrzahl im Lande hielt Friedrich für eine bedeutende historische Gestalt, in Umfragen nach den «gro-ßen Deutschen» kam er nach Adenauer, Luther und Bismarck auf einen stolzen vierten Platz. Aber die meisten wollten ihn doch lie-ber im schwäbischen Abseits ruhen lassen oder wünschten, wenn es denn schon sein musste, eine Überführung in aller Stille.
Friedrich hätte gewiss gelacht über den Aufwand, den man mit seinem Sarg trieb in einer Zeit, da es Preußen nicht mehr gab und das von ihm eroberte Schlesien endgültig zu Polen gehörte.“

 

 1801602-bafec39fa58854d76a5730d472874e19.jpg
Jens Bisky (Leipzig, 13 augustus 1966)

 

 

De Oostenrijkse dichter Nikolaus Lenau werd geboren op 13 augustus 1802 in Csatád (in het Hongaarse deel van Oostenrijk-Hongarije). Zie ook alle tags voor Nikolaus Lenau op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

 

Ghasel

Du schöne Stunde, warst mir hold, so hold, wie keine noch,
Ich seh' dein Angesicht erglühn im Rosenscheine noch;
So sah den Engel Gottes einst mit Wangen freudenroth
Im Paradiese lächelnd nah'n der Mensch, der reine noch.
Du kamst mit ihr und flohst mit ihr, und seit ich euch verlor,
Versehnt' ich manchen trüben Tag in jenem Haine noch,
Und fragte klagend mein Geschick: „Bewahrst in deinem Schatz
So holde Stunde du für mich nicht eine, eine noch?"
Dort möcht' ich lauschen spät und früh: wohl flüstert's im Gezweig,
Doch immer schweigt noch mein Geschick — ich lausch' und weine noch.

 

 

Herbstklage

Holder Lenz, du bist dahin!
Nirgends, nirgends darfst du bleiben!
Wo ich sah dein frohes Blühn,
Braust des Herbstes langes Treiben.

Wie der Wind so traurig fuhr
Durch den Strauch, als ob er weine:
Sterbeseufzer der Natur
Schauern durch die welken Haine.

Wieder ist, wie bald! wie bald!
Mir ein Jahr dahingeschwunden.
Fragend rauscht es aus dem Wald:
„Hat dein Herz sein Glück gefunden?"

Waldesrauschen, wunderbar
Hast du mir das Herz getroffen!
Treulich bringt ein jedes Jahr
Welkes Laub und welkes Hoffen.

 

 

Winternacht

1.
Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir in's Herz hinein,
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh' mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

 

 1801602-cd09a3c33f40ddeea9b878bb6aa26e7a.jpg
Nikolaus Lenau  (13 augustus 1802 - 22 augustus 1850)
Borstbeeld in  Mosonmagyaróvár, Hongarije, waar Lenau korte tijd studeerde

 

 

De Amerikaanse schrijver Tom Perrotta werd geboren op 13 augustus 1961 in Garwood. Zie ook alle tags voor Tom Perrotta op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

Uit: Little Children

“Whether you want to or not , Sarah thought, her eyes straying over to the play structure. Her daughter was standing near the top of the slide, sucking on the back of her hand as Christian pummeled Troy and Courtney showed Isabelle her Little Mermaid underpants. Even at the playground, Lucy didn't interact much with the other kids. She preferred to hang back, observing the action, as if trying to locate a seam that would permit her to enter the social world. A lot like her mother , Sarah thought, feeling both sorry for her daughter and perversely proud of their connection.
"What about you?" It took Sarah a moment to realize that Cheryl was talking to her.
"Me?" A surprisingly bitter laugh escaped from her mouth. "Richard and I haven't touched each other for months."
The other mothers traded uncomfortable looks, and Sarah realized that she must have misunderstood. Theresa reached across the picnic table and patted her hand.
"She didn't mean that, honey. She was just asking if you were as tired as the rest of us."
"Oh," said Sarah, wondering why she always had so much trouble following the thread of a conversation. "I doubt it. I've never needed very much sleep."
Morning snack time was ten-thirty on the dot, a regimen established and maintained by Mary Ann, who believed that rigid adherence to a timetable was the key to effective parenting. She had placed glow-in-the-dark digital clocks in her children's rooms, and had instructed them not to leave their beds in the morning until the first number had changed to seven. She also bragged of strictly enforcing a 7 P.M. bedtime with no resistance from the kids, a claim that filled Sarah with both envy and suspicion. She had never identified with authority figures, and couldn't help sensing a sort of whip-cracking fascist glee behind Mary Ann's ability to make the trains run on time.”

 

 1801602-7639485ff358aba07fdb1ceb01239114.jpg
Tom Perrotta (Garwood, 13 augustus 1961)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rudolf G. Binding werd geboren op 13 augustus 1867 in Basel. Zie ook alle tags voor Rudolf G. Binding op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

 

April

April! April! – Das Wetter narrt
den der ihm vertraut.
April! April! Der Bräutigam harrt
schwankend auf die Braut.

Ist der Monat wetterwendig –
– uns ist’s einerlei.
Liebe ist aprilbeständig
– und dann kommt der Mai.

 

 

November

Ergreife meine Hand.
Das Dunkel bricht herein.
Das Dunkel ist zu zwein
nur halb so groß das Grau
                  nur halb so grau.

Wo bist du die mich liebt?
Die Nächte wachsen schnell.
Mach sie die Liebe hell!
Und Nacht ist Nichtnacht, Grau
                  ist nicht mehr grau.

 

 

Dezember

In kurzen Tagen sacht,
durch langer Nächte Macht
wird still zum End gebracht
    jährliche Bahn.

Doch Liebe endet nicht.
Noch in der Dunkelschicht
sucht sie das neue Licht –
    hebt neu sie an.

 

 

 1801602-19dfb46fc59a7c7f04174df78ec827e3.jpg
Rudolf G. Binding (13 augustus 1867 – 4 augustus 1938)  

 

 

De oudste zuster van de schrijvers Thomas en Heinrich Mann Julia Mann werd geboren op 13 augustus 1877 in Lübeck. Zie ook alle tags voor Julia Mann op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010

Uit: Ines und der Trambahnmord. Eine Dresdner Skandalgeschichte in Thomas Manns Doktor Faustus door Bernd Seiler

„Wie ist nun aber der Wechsel von Adelaide zu Ines zu erklären, durch den sich Thomas Mann ja gewissermaßen selbst aus dieser Figur zurückgezogen hat? Es ist zur Genüge bekannt, daß er seiner Schwester Julia diese Rolle übertragen hat, jener Lula, durch die er einst, über Hilde Distel, die Dresdner Fabel auch kennengelernt hat. Der Vorsatz, ihr Schicksal ebenso wie das der Schwester Carla in den Roman einzubeziehen, bestand offenbar von Anfang an, aber der Gedanke, es in diesem Rollentausch zu tun, ergab sich erst während der Arbeit. Zu Beginn der Niederschrift der Ines-Geschichte, am 13. Oktober 1944, notiert er im Tagebuch noch: "Zweifel, ob Gertrud Institoris oder Therese Rodde (Lula) die Mörderin Schwerdtfegers sein soll. Kompositorisch das Zweite vorzuziehen. Führt aber ab und widerspricht älterer Konzeption. Die Gattin von Helmut Institoris ist hier also noch eine von Therese Rodde (später Ines) unterschiedene Figur, und Thomas Mann ist sich nicht sicher, ob ihre Verschmelzung nicht 'ab führen', d.h. die Schwerdtfeger- Handlung nicht unverhältnismäßig aufblähen würde. Andererseits versprach ihm diese Kombination die Einsparung eines speziellen Institoris- Handlungsstranges, und dieser Vorteil gab den Ausschlag. Das konzeptionell Problematische allerdings hatte er richtig vorausgeahnt, die Ines-Rudi-Geschichte bekam dadurch wirklich gewissermaßen Schlagseite. Vollziehen wir aber zunächst nach, was ihn zur Einbeziehung des Schicksals dieser Schwester bewogen hat.“  

 

 1801602-52ecdd9ef947f52338d9c75ff718d414.jpg
Julia Mann (13 augustus 1877 –10 mei 1927)
De haven van Lübeck

 

 

Zie voor de schrijvers van de 13e augustus ook mijn blog van 13 augustus 2011 deel 2.

Geschreven door Romenu om 19:02 Reageer op dit bericht

Thomas Mann, Hans-Ulrich Treichel, Anthony Swofford, Stefano Benni, Marcellus Emants

Op 12 augustus 1955 overleed de Duitse schrijver Dat is vandaag precies 60 jaar geleden. Thomas Mann. Zie ook mijn blog van 12 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Thomas Mann op dit blog.

Uit: Tagebücher

„Geburtstag am D-Day
06.06.1944
Pacif. Palis., Dienstag den 6. Juni 1944. Invasion Frankreichs
Mein 69. Geburtstag. Stand ½ 9 auf. Es war neblig-aufklärend. Wurde von K. und der Schwarzen, die sang, empfangen. Während K. mir ihre Geschenke zeigte (Armstuhl fürs Schlafzimmer, Schlafrock, Platten, Ledernützlichkeiten, Seife, Süßigkeiten) rief Mrs. Meyer aus Washington an, von der ich, bevor ich die Zeitungen gesehen, erfuhr, dass die Invasion Frankreichs bei Caen, Calais, Le Havre begonnen hat. Eigentümliches Zusammentreffen. Beim Frühstück die Zeitungsnachrichten. Die Meyer erklärte, befriedigende direkte Nachrichten aus dem Kriegsministerium zu haben. Spannung auf coordinierte Aktionen der Russen. Telephon mit Franks. Man erwartet eine weitere Ansprache des Präsidenten. – Schrieb am Schluss des XVII. Kapitels. Besuch von Revy mit altem Goethe-Bändchen. Mittags auf der Promenade. Viel Post, Briefe von Kahler, Auerheimer. Nach Tische Gottlieb und Guggenheim mit Cigarren.

 

 1801228-9d2bfeb4d285475955ae66f0e2caec96.jpg
De villa die Thomas Mann liet bouwen in Pacific Palisades

 

Zum Thee Neumanns, ebenfalls mit Blumen und den rar gewordenen Cigarren. Telephon mit Heinrich. Blumen-Arrangements von der Meyer. 7 Uhr Werfels und Franks mit französ. Champagner, großer Ascheschale, Abendessen zu sechsen mit Champagner. Nach dem Kaffee auf Werfels Wunsch Vorlesung aus dem Roman: da Schleppfuß fehlte, das Kapitel mit Adrians Brief. Gespräch über die Welt des Buches. Nach Wefels Weggang liest Frank die für mich geschriebene Kino-Novelle. Gut gemacht. – Hörten 11 Uhr ausführliche Invasionsnachrichten aus Hollywood und London. – Blumentelegramme von Oprechts-Giese, Bermanns.“

 

 1801228-64ff53fb8e3660f64c72c96184474ec2.jpg
Thomas Mann (6 juni 1875 - 12 augustus 1955)

 

 

De Duitse dichter en schrijver en germanist Hans-Ulrich Treichel werd geboren op 12 augustus 1952 in Versmold. Zie ook alle tags voor Hans-Ulrich Treichel op dit blog en ook mijn blog van 12 augustus 2010.

Uit: Frühe Störung

„Im Gegenteil.
Die Bewilligung sei eher ein Indiz dafiir, dass es gut um mich stehe. Und gut heiße vor allem, dass ich eine gute Prognose hätte. Die wirklich schlimmen Fälle seien die mit der schlechten Prognose, und deren Therapie würde eher nicht von der Kasse bezahlt. Er habe beispielsweise einmal einen schwer krebskranken Patienten gehabt, den er wegen seiner Angstzustände behandeln wollte, worauf die Krankenkasse die Ubernahme der Behandlung wegen der schlechten Prognose des Patienten abgelehnt und die Angstzustände des Patienten zudem als durchaus normale, geradezu gesunde Reaktion bewertet babe, die zwar bedauerlich, aber nicht behandlungsbedürftig sei. Einerseits freute mich die Auskunft des Psychoanalytikers über meinen eigenen Gesundheitszustand, andererseits enttäuschte sie mich. Wenn ich kein schwerer Fall war, dann war ich offenbar ein leichter Fall. Ich wollte aber lieber ein schwerer als ein leichter Fall sein, und das sagte ich dem AnaIytiker auch, worauf er nur erwiderte, dass ich weder Ieicht noch schwer, sondern genau richtig sei. »Sie sind genau richtig«, sagte er, dies aber in einem Ton, der deutlich machte, dass er das Thema nicht weiter vertiefen wollte.
lch fügte mich und nahm mir vor, mit dem Analytiker keine Diskussionen mehr darüber zu führen, ob ich zu Recht oder zu Unrecht auf seiner Couch lag und ob die Kasse zu Recht oder zu Unrecht dafür bezahlte. Das zu beurteilen war ja schließlich auch nicht meine Sache, das wäre ja noch schöner, dass der Patient sich selbst beurteilt. Offenbar stand es mir zu, dass ich mich hier jahrelang auf die Couch legte und über meine Mutter redete.“

 

 1801228-970aada9cd774b651deacac433e4d556.jpg
Hans-Ulrich Treichel (Versmold, 12 augustus 1952)

 

 

De Amerikaanse schrijver Anthony Swofford werd geboren op 12 augustus 1970 in Fairfield, California. Zie ook alle tags voor Anthony Swofford op dit blogen ook mijn blog van 12 augustus 2010.

Uit: Jarhead

“During the few months Troy had been back home, he’d told his friends about us, and so we quickly eased into the conversation as though we’d all known each other for many years. They embarrassed us with great thanks for having served overseas. They recounted combat events Troy had told them, and we realized by the context of their stories that Troy had made us heroes for his friends because we’d been heroes to him. At this point I was the saddest I’d yet been over Troy’s passing, because the true friend from war is the friend who obliterates his own story by telling the stories of others.”
(…)

“Now I often think of the first time I received artillery fire, and the subsequent obliteration of the enemy observation post. I'll never know how many men manned the OP, but in memory I fix the number at two, and though at the time I was angry that the pompus captain took the handset from me and stole m y kills, I have lately been thankful he insisted on calling the fire mission, ans sometimes when I am feeling hopeful or even religious, I think that buy taking my two kills the pompous captain handed me life, some extra moments of living for myself or that I can offer others, though I have no idea to use or disuse these extra moments, or if I've wasted them already.”

 

 1801228-e0eccab8d68058f88e89db9cbdd5491d.jpg
Anthony Swofford (Fairfield, 12 augustus 1970)
Jake Gyllenhaal in de verfilming van Jarhead uit 2005

 

 

De Italiaanse schrijver, satiricus en journalist Stefano Benni werd geboren op 12 augustus 1947 in Bologna. Zie ook alle tags voor Stefano Benni op dit blogen ook mijn blog van 12 augustus 2010.

Uit:The Story of First-Aid and Beauty Case (Vertaald door Chad Davidson Marella Morris)

“Two: when Beauty Case sat down, she'd cross her legs like not even the toppest of the top models could do. She crossed them such that one leg caressed the other. And she had some great legs with slender ankles and tiny red heels that would pierce right into your heart.
Three: When Beauty Case licked her ice cream, the entire neighborhood stopped in its tracks. You remember in the film when Snow White sings in the forest, and she's surrounded by all the little bunnies and deer and turtle doves and sandflies who sing with her? Well, the scene was exactly the same, with Beauty Case in the middle licking her mixed-flavor, ninety-nine-cent ice cream while all around her little boys, tough guys, old men moved their tongues in unison with hers, because all the thoughts in the world came to them, from the nearly chaste to the nearly illegal.
So, we were saying that it was one of the first nights of summer and the sparrows were perched in the trees without twittering since the racket from First's motorcycle made that a lost cause. In the distance you heard his famous acceleration in four tempi: cruising, troubled, lively, fired-up, and then First arrived on the little pathway in the park driving with no hands and with one foot dragging on the ground. Otherwise, it just wouldn't have been dangerous enough. He saw Beauty Case and braked like he had never braked before. Actually, he didn't really brake at all since, out of principle, First never used his brakes. The first thing he did when souping up a motorcycle was to take the brakes off. "That way, I'll never be tempted," he'd say.”

 

 1801228-f3f6537291672537524d9c603c43bd0e.jpg
Stefano Benni (Bologna,12 augustus 1947)

 

 

De Nederlandse schrijver Marcellus Emants werd op 12 augustus 1848 in Voorburg geboren. Zie ook alle tags voor Marcellus Emants op dit blog en ook mijn blog van 12 augustus 2010.

Uit: Een nagelaten bekentenis

“En toch is 't waar.... even waar, ais dat ik met de grootste leukheid het gejammer van mijn schoonouders heb aangehoord, dat ik volmaakt kalm naast de oude man en tegenover mijn, zwager, door de voile straten been, achter Anna's lijk naar het kerkhof ben gereden, dat ik met droge oogen de kist in het graf heb zien neerdalen, de verpletterde vader naar zijn diep bedroefde vrouw terugkeeren en dat ik nu weer 't huh. .... in dit huis, waar alles nog van haar spreekt.... zonder smart, zonder wroeging en ook zonder blijdschap, zonder hoop omdool.... alleen maar bang, bang voor elk geluid, bang vooral voor mijn eigen stem.
Soms — bijv. 's nachts, of wanneer ik me verbeeld, dat iemand achter de deur me beluistert — meet ik hardop uitroepen: ik heb haar vermoord! Trillend van angst en plotseling doorkild open ik dan dadelijk alle deuren, doorzoek ik alle kasten om zeker te zijn, dat mijn geheim nog altijd niet verraden is.
Vind ik dan zelf mijn daad zóó buitengewoon, zóó ongehoord, zóó vreeselijk ? Ach neen; daarvoor heeft zich alles veel te geleidelijk aaneengeschakeld.
Sluit ik mijn oogen en leef ik mijn leven nog eenmaal in gedachten door, dan is 't me volkomen duidelijk, hoe ik allengs zoover ben gekomen. Ik heb zoo’n dwingende lust dit eens te vertellen, dat ik 't voor de veiligheld maar op zal schrijven.
Het móet er uit I Misschien zal ik 't dan beter kunnen zwijgen en.... mogelijk zijn er menschen, of zullen er menschen komen, wie mijn levensproces belang inboezemt. wie weet hoevelen net als ik zijn, die ’t pas beseffen zullen, wanneer zij zich aan mij hebben gesplegeid.
Om te doen begrijpen, hoe versehillend ik me zelf voorkom van d overgroote meerderheld der menschen, is 't niet genoeg, dat mijn bekentenis aanvangt met de dag, waarop ik mijn overleden vrouw leerde kennen.”

 

 1801228-c68dbb5ef301d6f3d677879752ea175c.jpg
Marcellus Emants (12 augustus 1848 – 14 oktober 1923)
Hier met zijn vrouw Jenny en dochter Eva geschilderd door Floris Arntzenius

 

 

Zie voor de schrijvers van de 12e augustus ook mijn blog van 12 augustus 2011 deel 1 en eveneens deel 2.

Geschreven door Romenu om 19:07 Reageer op dit bericht

Naoki Higashida

De Japanse dichter, romancier en essayist Naoki Higashida werd geboren op 12 augustus 1992 in Kimitsu. Bij Higashida werd op de leeftijd van 5 jaar autisme gediagnosticeerd. Hij was niet in staat om zichzelf verstaanbaar te maken aan mensen om hem heen en zijn gedrag werd als grillig beschouwd. Ondanks zijn handicap leerde Higashida snel de Japanse karakters. Door het bezoeken van een nabijgelegen instelling voor naschools onderwijs slaagde hij erin om zich beter uit te drukken. Snel begon hij Japanse karakters te schrijven met de hulp van volwassenen. Hij was in staat om een ​​aantal van zijn emoties te uiten. Higashida's moeder merkte hoe expressief hij zich kon uiten en moedigde hem aan om gedichten en korte verhalen schrijven. Op de leeftijd van 11, en opnieuw toen hij 12 was, won de eerste prijs Higashida in de Sprookjes van Grimm wedstrijd in het schrijven van verhalen. Sinds 2004 heeft Higashida meer dan twintig boeken van fictie en non-fictie gepubliceerd. "Waarom ik soms op en neer spring " werd in 2007 gepubliceerd als boek met 58 vaak gestelde vragen over zijn autisme en zijn openhartige, soms verrassende antwoorden daarop. Het boek was een groot succes in Japan, maar de ontdekking en de daaropvolgende Engelse vertaling door David Mitchell, die woonde in Japan en een Japanse vrouw heeft, bereikte het mainstream-publiek over de hele wereld.

Uit:The Reason I Jump (Vertaald door David Mitchell)

“What’s the reason you jump?
What do you think I’m feeling when I’m jumping up and down clapping my hands? I bet you think I’m not really feeling anything much beyond the manic glee all over my face.
But when I’m jumping, it’s as if my feelings are going upward to the sky. Really, my urge to be swallowed up by the sky is enough to make my heart quiver. When I’m jumping, I can feel my body parts really well, too—my bounding legs and my clapping hands—and that makes me feel so, so good.
So that’s one reason why I jump, and recently I’ve noticed another reason. People with autism react physically to feelings of happiness and sadness. So when something happens that affects me emotionally, my body seizes up as if struck by lightning.
“Seizing up” doesn’t mean that my muscles literally get stiff and immobile—rather, it means that I’m not free to move the way I want. So by jumping up and down, it’s as if I’m shaking loose the ropes that are tying up my body. When I jump, I feel lighter, and I think the reason my body is drawn skyward is that the motion makes me want to change into a bird and fly off to some faraway place.
But constrained both by ourselves and by the people around us, all we can do is tweet-tweet, flap our wings and hop around in a cage. Ah, if only I could just flap my wings and soar away, into the big blue yonder, over the hills and far away”
Why do you memorize train timetables and calendars?
Because it’s fun! We get a real kick out of numbers, us people with autism. Numbers are fixed, unchanging things. The number 1, for example, is only ever, ever the number 1. That simplicity, that clearness, it’s so comforting to us.
Whoever reads any given timetable or calendar, it’s always, always the same. You can easily understand all of them by following the same set of rules. And when it comes to our favorite things, we can memorize these as easily as if they were jumping straight into our heads. Invisible things like human relationships and ambiguous expressions, however, these are difficult for us people with autism to get our heads around."

 

 1803551-5ac379c5f80b62a1c783ade92fa05f61.jpg
Naoki Higashida (Kimitsu, 12 augustus 1992)

Geschreven door Romenu om 00:00 Reageer op dit bericht

Meer van Romenu

↑ Terug naar de berichten